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DE1288745B - Verwendung von substituierten Cumarinen als bakteriostatische und fungistatische Mittel - Google Patents

Verwendung von substituierten Cumarinen als bakteriostatische und fungistatische Mittel

Info

Publication number
DE1288745B
DE1288745B DE1966ST025514 DEST025514A DE1288745B DE 1288745 B DE1288745 B DE 1288745B DE 1966ST025514 DE1966ST025514 DE 1966ST025514 DE ST025514 A DEST025514 A DE ST025514A DE 1288745 B DE1288745 B DE 1288745B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ppm
bacteriostatic
fungistatic agents
solution
agents
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1966ST025514
Other languages
English (en)
Inventor
Mcclellan Malcolm Bruce
Brokke Mervin Edward
Baker Don Robert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stauffer Chemical Co
Original Assignee
Stauffer Chemical Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stauffer Chemical Co filed Critical Stauffer Chemical Co
Publication of DE1288745B publication Critical patent/DE1288745B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D311/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/02Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • A01N43/04Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms with one hetero atom
    • A01N43/14Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms with one hetero atom six-membered rings
    • A01N43/16Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with one or more oxygen or sulfur atoms as the only ring hetero atoms with one hetero atom six-membered rings with oxygen as the ring hetero atom

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung von substituierten Cumarinen der allgemeinen Formel
Cl
R-f Y 'T-Cl
in der R ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder einen niederen Alkylrest mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, als bakteriostatische und fungistatische Mittel.
Es ist bereits bekannt, 3-acetyl- oder carbäthoxy-4-hydroxysubstituierte Cumarine als Fungizide zu verwenden. Ihre Wirksamkeit ist jedoch, wie in nachfolgenden Vergleichsversuchen dargelegt wird. wesentlich schwächer als die der erfindungsgemäß verwendbaren Mittel. Viele Materialien, z. B. Stoffe. Leder, Farben, Papier, Holz, Kunststoffe u. ä., werden zerstört, wenn sich Mikroben auf ihnen ansammeln und ausbreiten. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen bakteriostatischen und fungistatischen Mittel ist es möglich, Materialien der vorstehend genannten Art vor Zerstörung zu schützen.
Die aktiv bakteriostatischen und fungistatischen Mittel gemäß vorliegender Erfindung werden vorzugsweise in Mischung mit einem inerten Zusatzmittel angewandt. Bei den Zusatzmitteln, die man auch als Verdünnungsmittel bezeichnen kann, kann es sich um Flüssigkeiten oder um feste Substanzen handeln; man kann die aktiven Mittel gemäß vorliegender Erfindung auch als sogenannte »Aerosole« zur Anwendung bringen. Die Mittel können direkt auf die zu schützenden Materialien aufgebracht werden. In reinem Zustand sind sie im allgemeinen zu wirksam und zu kräftig, um direkt der Verwendung zugeführt werden zu können. Um einen wirksamen Schutz zu erreichen, bringt man die Mittel direkt auf die Oberfläche des zu schützenden Materials auf oder läßt sie — wenn möglich — in die Oberfläche des Materials eindringen. Die inerten Verdünnungs- oder Zusatzmittel zu den aktiven Substanzen gemäß vorliegender Erfindung sollen zur Erleichterung des Aufbringens dienen.
Um die erfindungsgemäßen bakteriostatischen und fungistatischen Mittel mit den Zusatz- bzw. Verdünnungsmitteln zu vermischen, stellt man vorzugsweise zuerst eine Lösung des aktiven Materials in einem organischen Lösungsmittel her und gibt diese Lösung dann, falls notwendig, unter Verwendung eines geeigneten Emulgiermittels in Wasser. Auf diese Weise erhält man flüssige Dispersionen. die auf die zu schützenden Materialien in beliebiger Weise aufgebracht, z. B. aufgesprüht werden können. Die aktiv bakteriostatischen und fungistatischen Mittel können auch mit festen Trägermaterialien bzw. Verdünnungsmitteln wie Ton, Talkum, Bimsstein u. ä. vermischt werden. Es ist auch möglich, sie in verflüssigten Gasen wie Fluorchloräthanen oder Methylchlorid zu lösen und aus Aerosol-Flaschen, die die Lösung enthalten, aufzubringen.
Den Präparaten, die die bakteriostatischen und fungistatischen Mittel gemäß vorliegender Erfindung enthalten, können auch noch Haftmittel, Indikatoren oder andere aktive mikrobentötende Mittel zugesetzt werden. Bei den letzteren kann es sich beispielsweise um zusätzliche Insektizide, Fungizide, Bakterizide, Nematozide oder selektive Herbizide handeln. Die Mengen an aktivem Mittel, die im Einzelfall verwendet werden, richten sich nach der Art des zu behandelnden Materials und nach dem Ausmaß des Schutzes, das erreicht werden soll. Diese Menge muß durch entsprechende Vorversuche in dem Fachmann bekannter Weise festgestellt werden.
Die Mittel gemäß vorliegender Erfindung sind hervorragend geeignet, um insbesondere Textilien gegen Schimmelbefall sowie gegen den Angriff anderer Fungi oder Bakterien zu schützen. Darüber hinaus läßt sich auch das Blattwerk von Bäumen und Sträuchern mit den Mitteln schützen. Zur Aufbringung auf Textilien löst man die erfindungsgemäßen Mittel in Aceton und verdünnt die Acetonlösung mit Wasser auf die gewünschte Konzentration. Das Textilmaterial wird dann in der Lösung gespült und an der Luft getrocknet. Die erfindungsgemäßen Verbindungen werden in Mengen von 1 Teil pro Million bis 5" ο auf den Textilien abgelagert. Wegen dieser geringen Konzentrationen können die Mittel auch ohne weiteres auf hellfarbige oder weiße Stoffe aufgebracht werden, ohne daß eine Beschädigung oder Änderung der Farbe befürchtet werden muß.
Beispiel 1
Fungizide Wirkung (In-vitro-Test)
Die zu prüfende Verbindung wurde gegen in einem künstlichen Medium wachsende Fungi geprüft. Die Verbindung wurde mit geschmolzenem Xähragar verdünnt, so daß sich Konzentrationen von 10, 5 und 1 Teilen pro Million (ppm) ergaben. Den so behandelten Agar ließ man in sterilen Petrischalen fest werden. Danach wurden die Schalen mit Aspergillus niger inokuliert. Man ließ die Petrischalen 1 Woche bei Raumtemperatur stehen und stellte dann die eingetretenen Veränderungen fest. In Tabelle I sind die Ergebnisse dieser Prüfung zusammengestellt. Vollständige Verhinderung ist mit 100 bezeichnet, teilweise Verhinderung mit ρ und keine Wirkung mit 0.
Tabelle I
In-vitro-Test unter Verwendung von Aspergillus niger
Verbindung
3,4,6-Trichlorcumarin
3.4-Dichlorcumarin
3,4-Dichlor-6-methylcumarin
Konzentration
10 ppm 5 ppm 1 ppm
100
100
100
100
100
100
Die Verbindung 3.4,6-Trichlorcumarin wurde auch in Emmons-Agar gegen Pullularia pullulans geprüft.
Die Arbeitsweise entsprach der vorstehend beschriebenen, d.h., die Verbindung wurde geschmolzen dem Agar zugesetzt und nach der Verfestigung mit den Testorganismen geimpft. Mit der genannten Verbindung ließt sich eine teilweise Verhinderung des Wachstums von Pullularia pullulans erreichen, wenn eine Konzentration von '5 ppm angewendet wurde. 3,4,6-Trichlorcumarin war auch zur teilweisen Verhinderung des Wachstums von Penicilli-
um sp. verwendbar, wenn man Konzentrationen von 5 ppm anwendete. Bei Konzentrationen von 1000 ppm ließ sich Bohnenschorf (bean rust) vollständig und Schimmelbefall an Pinto-Bohnenpflanzen zu 95% verhindern.
L'm die überlegene fungizide Wirkung der erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen gegenüber dem als Fungizid bekannten 3-Acetyl-4-hydroxycumarin nachzuweisen, wurden nachstehende Vergleichsversuche durchgeführt.
Unter den im Beispiel 1 beschriebenen Versuchsbedingungen wurde untersucht, welche Mindestkonzentration an jeweiliger Verbindung erforderlich ist, um eine 100%ige Verhinderung des Funguswachstums zu erzielen. Dabei erhielt man folgende Versuchsergebnisse:
Verbindung
Mindestkonzentration
3.4.6-Trichlorcumarin 5 ppm
3.4-Dichlorcumarin 5 ppm
3.4-Dichlor-6-methylcumarin 5 ppm
3-Acetyl—1-hydroxycumarin , 25 ppm
(Beispiel IV der französischen :
Patentschrift 995 464)
Nach den vorliegenden Versuchsergebnissen brauchen die Verbindungen der vorliegenden Erfindung also nur l 5 der Konzentration zu haben wie das bekannte 3-Acetyl-4-hydroxycumarin. um denselben Wirkungsgrad zu erreichen.
Zu ähnlichen Ergebnissen gelangt man. wenn man das 3.4.6-Trichlorcumarin der vorliegenden Erfindung im Vergleich mit dem 3-Acetyl-4-hydroxycumarin gegen Pullularia pullulans und Penicillium sp. prüft:
Pullularia pullulans
Verbinduns!
3.4.6-Trichlorcumarin..
3-Acet\ 1-4-hydroxycumarin
Wirkungsgrad (UX). p. Oi
und Konzentration 1 ppm)
HOO
10 ppm
50 ppm
5 ppm
ι 25 ppm
Penicillium sp.
Verbindung
3,4.6-Trichlorcumarin
3-Acetyl-4-hydroxy-
cumann
Wirkungsgrad 1100. p. O)
und Konzentration I ppm)
P 0
KX) 5 ppm
10 ppm 50 ppm
100 ppm
B e i s ρ i e 1 2
Behandlung von Textilmaterialien
Lm die Anwendbarkeit der erfindungsgemäßen Mittel auf Textilien zu prüfen, wurde ein mit den erfindungsgemäßen Mitteln behandeltes Baumwollgewebe der folgenden Prüfung unterzogen:
Die zu prüfende Verbindung wurde in so viel Aceton gelöst, daß man eine l'Oige Lösung erhielt.
0.5 ml dieser Lösung wurden 500 ml Leitungswasser zugesetzt, so daß sich eine wäßrige Lösung mit einer Konzentration von 10 ppm ergab. Die Lösung wurde kurze Zeit gerührt. Im Anschluß an die Herstellung wurden Gewebeproben in der Lösung gespült. Bei den Gewebeproben handelte" es sich um vier Stücke weißes Baumwollsegeltuch mit einer Größe von 2.5 ■ 2.5 cm. Die Stoffproben wurden 5 Minuten langsam in der Lösung bewegt. Danach wurden alle Proben aus der Lösung herausgenommen und an der Luft getrocknet, bis sie nur noch feucht waren. Steriler geschmolzener und wieder abgekühlter Nähragar wurde mit ausgewählten Testorganismen inokuliert, indem man die letzteren auf den Agar aufstrich. Folgende Mikroorganismen wurden ausgewählt: Aspergillus niger aus der Gruppe der Fungi und Staphylococcus aureus aus der Gruppe der Bakterien. Die nur noch feuchten behandelten Stoffproben wurden auf den inokulierten Agar gelegt und inkubiert.
Wird 3.4.6-Trichlorcumarin als Testverbindung verwendet, so wird die mit Aspergillus niger inokulierte Petrischale bei Raumtemperatur 3 Tage inkubiert. Nach dieser Zeitspanne hatte sich um die Stoffprobe eine 21 mm große Inhibierungszone ausgebildet. Der mit Staphylococcus aureus geimpfte und mit einer Stoffprobe bedeckte Agar wurde 24 Stunden bei 37 C inkubiert: nach dieser Zeit hatte sich um die Stoffprobe eine Inhibierungszone von 6 mm ausgebildet.
In beiden Fällen bildeten sich also um die mit den erfindungsgemäßen Mitteln getränkten Stoffproben Zonen, in denen kein Wachstum \on Mikroorganismen beobachtet wurde.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung \on substituierten
    der allgemeinen Formel
    Cumarinen
    in der R ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder einen niederen Alkylrest bedeutet, als bakteriostatische und fungistatische Mittel.
DE1966ST025514 1965-06-18 1966-06-10 Verwendung von substituierten Cumarinen als bakteriostatische und fungistatische Mittel Pending DE1288745B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US46517165A 1965-06-18 1965-06-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1288745B true DE1288745B (de) 1969-02-06

Family

ID=23846756

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1966ST025514 Pending DE1288745B (de) 1965-06-18 1966-06-10 Verwendung von substituierten Cumarinen als bakteriostatische und fungistatische Mittel

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BE (1) BE682400A (de)
DE (1) DE1288745B (de)
GB (1) GB1110848A (de)
NL (1) NL142570B (de)
SE (1) SE327594B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0185319A3 (en) * 1984-12-21 1987-04-29 Boehringer Biochemia Robin S.P.A. Fluoro coumarins as antilymphoedema agents

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JP4424871B2 (ja) 2001-03-19 2010-03-03 高砂香料工業株式会社 抗菌剤

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR995464A (fr) * 1945-03-07 1951-12-03 Roussel Uclaf Procédé pour combattre les champignons et agents chimiques utilisables dans ce but

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SE327594B (de) 1970-08-24
NL6608382A (de) 1966-12-19
BE682400A (de) 1966-12-12
GB1110848A (en) 1968-04-24
NL142570B (nl) 1974-07-15

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