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DE1288064B - - Google Patents

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DE1288064B
DE1288064B DENDAT1288064D DE1288064DA DE1288064B DE 1288064 B DE1288064 B DE 1288064B DE NDAT1288064 D DENDAT1288064 D DE NDAT1288064D DE 1288064D A DE1288064D A DE 1288064DA DE 1288064 B DE1288064 B DE 1288064B
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Germany
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acid
aqueous
aminoplast
same
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    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/14General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using phthalocyanine dyes without vatting
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D06P1/52General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders using compositions containing synthetic macromolecular substances
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  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

Das vorliegende Verfahren betrifft das Färben und Bedrucken von Cellulosefaserstoffen mit wässerigen Zubereitungen, die Farbstoffe und in Wasser mindestens dispergierbare Aminoplaste enthalten, wobei das mit diesen Zubereitungen versehene Fasermate- s rial einer Härtung in Gegenwart eines sauer wirkenden Härtungskatalysators unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß man auf das Fasermaterial wässerige Zubereitungen aufbringt, in denen außer dem bekannten Aminoplastzusatz saure wasser- ι ο löslichmachende Gruppen aufweisende Kupferphthalocyanine, welche weder mit dem Substrat noch mit dem Aminoplast eine homöopolare Bindung bilden können und gegebenenfalls wässerige Polymerisatemulsionen enthalten sind. ιS
Von den Cellulosefaserstoffen sind Acetylcellulosefasern und solche aus regenerierter Cellulose, wie Viskosekunstseide und insbesondere Zellwolle, und vorzugsweise solche aus nativer Cellulose, wie Leinen und Baumwolle, geeignet.
Die beim vorliegenden Verfahren zu verwendenden Phthalocyaninfarbstoffe müssen saure wasserlöslichmachende Gruppen aufweisen. Darunter sind, wie üblich, Carbonsäuregruppen und Sulfonsäuregruppen zu verstehen. Es können beispielsweise zwei, zweckmäßig jedoch mehr als zwei derartige Gruppen im Farbstoffmolekül vorhanden sein. Besonders vorteilhaft sind Phthalocyaninfarbstoffe mit drei oder insbesondere mit vier Sulfonsäuregruppen.
HO3S
Die Phthalocyaninfarbstoffe dürfen keine Substituenten aufweisen, welche befähigt sind, mit dem Fasermaterial und/oder dem Aminoplast unter den beim Färben oder Bedrucken herrschenden Bedingungen homöopolare Bindungen einzugehen. Es dürfen also beispielsweise im Farbstoffmolekül keine Carbonsäureamid-, Sulfonsäureamid-, Harnstoff-, Aminotriazin- oder Aminoarylgruppen, aber auch keine Halogentriazin- oder Chlorpropionylreste vorhanden sein, um nur einige wenige solcher, zu homöopolarer Bindung mit Aminoplasten bzw. Fasermaterialien wie Cellulosefasern befähigte Substituenten zu erwähnen. Dagegen können neben den sauren, wasserlöslichmachenden Gruppen noch andere Substituenten, z. B. Alkylreste, wie Methyl, Halogenatome, wie Chlor, oder Phenylreste im Molekül des Phthalocyaninfarbstoffes vorhanden sein.
Bekanntlich bilden die Phthalocyanine mit Schwermetallen, wie Mangan, Kobalt, insbesondere aber Nickel und Kupfer, beständige Komplexverbindungen, und diese Metallkomplexe, vor allem die Kupferverbindungen, besitzen eine wesentlich größere Bedeutung für das vorliegende Verfahren als die metallfreien Farbstoffe.
Aus den obigen Ausführungen ist ersichtlich, daß sich Kupferphthalocyanin-tri- und -tetrasulfonsäuren besonders gut für das vorliegende Verfahren eignen. Diese Verbindungen entsprechen, wenn sie keine weiteren Substituenten aufweisen, der Formel
worin X ein Wasserstoffatom oder eine Sulfonsäuregruppe bedeutet. Als Beispiele seien folgende Phthalocyaninfarbstoffe erwähnt:
Kupferphthalocyanin-3,3',3"-trisulfonsäure,
Kupferphthalocyanin-3,3',3",3'"-tetrasulfon-
säure,
Kupferphthalocyanin-314',4",4'"-tetrasulfon-
säure,
Kupferphthalocyanin-4,4',4",4"'-tetrasulfon-
säure,
Χ,Χ',Χ'',Χ'''-Tetrachlor-kupferphthalocyanin-
3,4',4",4'"-tetrasulfonsäure.
Die beim vorliegenden Verfahren benötigten wässerigen Zubereitungen enthalten neben den Phthalocyaninfarbstoffen noch Aminoplaste, welche in Wasser entweder — für sich allein oder gegebenenfalls mit Hilfe eines Dispergiermittels — dispergierbar jo oder vorzugsweise in Wasser löslich sind, wobei die Wasserlöslichkeit nicht unbedingt unbeschränkt sein muß, sondern auch solche Aminoplaste in Betracht kommen, die mit Wasser nur in bestimmten Mengenverhältnissen eine einheitliche Lösung ergeben.
SS Im übrigen können beliebige Aminoplaste gewählt werden, insbesondere aber Harnstoffharze oder Melaminharze.
So kommen z.B. Harnstoff-Formaldehydharze in Betracht. Diese können sich von Methylolharnstoffen aus 1 Mol Harnstoff und 2 bis 4 Mol Formaldehyd oder den Alkyläthern dieser Methylolverbindungen mit niedrigmolekularen Alkoholen, wie Methanol oder n-Butanol, ableiten, wobei auch nur ein Teil der im Molekül vorhandenen Methylol-
6s gruppen veräthert sein kann. Als Beispiele seien hier ferner Methyläther von Methyloläthylenharnstoffen sowie Methylolacetylenharnstoffe und deren Methyläther erwähnt.
3 4
Weiterhin kommen Kondensationsverbindungen behandelt und aus den entstandenen Salzen die von Formaldehyd mit solchen Verbindungen in freien Amine durch Zugabe starker Alkalien abBetracht, welche, wie Dicyandiamid oder Melamin, scheidet. Auch substituierte Guanylmelamine können mindestens einmal die Atomgruppierung zur Herstellung von Formaldehydkondensations-
j^ ^- 5 produkten benutzt werden.
/ ^" Die Salze der Formaldehydkondensationsprodukte,
— N = C die an Stelle der freien basischen Kondensations-
\|^ ^- produkte auch herangezogen werden können, können
^ sich von anorganischen Säuren, wie Salzsäure oder
enthalten oder, wie Cyanamid, leicht in solche Ver- io Schwefelsäure, oder von organischen Säuren, ins-
bindungen übergehen. besondere von niedrigmolekularen aliphatischen
Die fur den vorliegenden Zweck heranzuziehenden Säuren, wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure Formaldehydkondensationsprodukte können sich von oder Glykolsäure, ableiten.
den verschiedensten Verbindungen mit der angegebe- Neben den Aminoplasten können die beim vornen Atomgruppierung, sowohl cyclischen als auch 15 liegenden Verfahren zu verwendenden wässerigen nicht cyclischen, ableiten. Unter den nicht cyclischen Zubereitungen auch noch weitere Stoffe, z. B. Weich-Verbindungen seien z. B. Dicyandiamid, Dicyandi- macher für das Textilmaterial, enthalten. Beispielsamidin, Guanidin, Acetoguanidin oder Biguanid weise kann auch ein Latex eines Polymerisationserwähnt. Geeignete Kondensationsprodukte sind kunststoffes zugesetzt werden. Besonders vorteilhaft beispielsweise diejenigen, die unter Verwendung 20 sind solche Latizes, die mit den Aminoplasten vervon mehr als 1 Mol, z. B. von 2 bis 4 Mol oder mehr netzbare Gruppen enthalten. Die Polymerisate kön-Formaldehyd, bezogen auf 1 Mol der Verbindung, nen Homo- oder Mischpolymerisate sein. Sie leiten die mindestens einmal die Atomgruppierung sich vorzugsweise von monomeren Verbindungen
j^ ^. mit der Atomgruppierung
-N = C 25 CH2 = C <
""- ab, beispielsweise von Vinylestern organischer Säuren,
enthält, hergestellt werden. Es können solche Kon- wie Vinylacetat, Vinylformiat, Vinylbutyrat, Vinyldensationsprodukte zur Anwendung gelangen, die in 30 benzoat, ferner von Vinylalkylketonen, Vinylhalogeneutralem, alkalischem oder saurem Medium erhalten niden, wie Vinylchlorid, Vinylfluorid, Vinylidenwerden. chlorid, Vinylarylverbindungen, wie Styrol und sub-
Die für das erfindungsgemäße Verfahren geeigneten stituierten Styrolen, weiterhin von Verbindungen Kondensationsprodukte aus Formaldehyd und cycli- der Acrylsäure- und Methacrylsäurereihe, wie Estern sehen Verbindungen, die mindestens einmal die Atom- 35 aus Acrylsäure und Alkoholen oder Phenolen, gruppierung z. B. Äthylacrylat, Butylacrylat, Dodecylacrylat.
yN < Weitere monomere Verbindungen, die zum Aufbau
N __ _' der Polymerisate dienen können, sind Acrylnitril, S. Acrylamid und dessen am Amidstickstoff substituierte
^N < 4° Derivate, ferner analoge Derivate der Methacryl
säure, a-Chloracrylsäure, Crotonsäure, Maleinsäure
enthalten, leiten sich' vorzugsweise von Aminotri- oder Fumarsäure oder auch Acrylsäure oder Methazinen ab. Es kommen Methylolverbindungen von acrylsäure selbst, schließlich polymerisierbare Olefine, Aminotriazinen oder deren Äther oder Ester in wie Isobutylen, Butadien, 2-Chlorbutadien oder Betracht. Unter den Verbindungen seien vor allem 45 heterocyclische Verbindungen, wie die verschiedenen Umsetzungsprodukte von Formaldehyd und 2,4,6-Tri- Vinylpyridine. Die Herstellung von binären, teramino-l,3,5-triazin, gewöhnlich Melamin genannt, nären oder noch komplizierter gebauten Mischerwähnt. Solche Kondensationsprodukte können polymerisaten in Emulsionsform ist bekannt, so eine bis sechs Methylolgruppen enthalten, gewöhn- daß hier nicht näher darauf eingegangen werden lieh stellen sie Mischungen von verschiedenen Ver- 5° muß. Nachfolgend seien einige geeignete Mischbindungen dar. Weiterhin kommen Methylolverbin- polymerisate erwähnt:
düngen von solchen Abkömmlingen der Melamine , ».· . , . . ,Λ~ .. n 4 . , t in Betracht, die noch mindestens tine Aminogruppe >' Mischpolymerisat aus 50 Teilen n-Bu y acrylat, enthalten, z.B. Methylolverbindungen von Metern, ^™™ ^ylchlond, 6Te.len Acrylsäure.
Meiern, Ammelin, Ammelid oder von halogen- 55 2. Mischpolymerisat aus 66 Teilen n-Butylacrylat, substituierten Aminotriazinen, wie 2-Chlor-4,6-di- 12 Teilen Styrol, 22 Teilen Vinylisobutyläther.
amino-1,3,5-triazin; ferner Methylolverbindungen , w;«,„i, 1 · . e,T., -.. , , .
von Guanamine, wie z.B. von Benzoguanamin, 3" ^ÄÄ^T *US T 6. J·" ,W8^?1' Acetoguanamin oder Formoguanamin, oder von 12 1™. ^ο]> 2.2Teilen Vinylisobutyläther
Triazonen. 60 und 2 Teilen Acrylsäure. Weiterhin können für die Zwecke der vorliegenden 4. Mischpolymerisat aus 70 Teilen asymmetrisches Erfindung Formaldehydkondensationsprodukte von Dichloräthan und 30 Teilen Butylacrylat. Formaldehyd und Guanylmelam inen verwendet wer- ς \a-.*„u 1 · . ^t-, d 1 1
den. Solche Kondensationsprodukte können sich 5" JJ T^ ^""fli *% S^ 8^?181'
ableiten vom Mono-, Di- oder Triguanylmelamin 65 40Te.len Vinylchlorid und 4 Teilen Acrylsäure.
oder deren Mischungen, die erhältlicft sind, wenn 6. Mischpolymerisat aus 50 Teilen asymmetrisches man Dicyandiamid in einem inerten Lösungsmittel Dichloräthan, 45 Teilen Butylacrylat und 5 Teilen
in der Wärme mit gasförmigen Halogenwasserstoffen Acrylamid.
7. Mischpolymerisat aus 52 Teilen Vinylchlorid, 35 Teilen Butylacrylat, 7 Teilen Methylacrylat und 6 Teilen Acrylamid.
Weiterhin sind die handelsüblichen Mischpolymerisate aus Styrol und Butadien und aus Acrylnitril und Butadien geeignet.
Selbstverständlich kann die wässerige Zubereitung eine oder mehrere Latexkomponenten enthalten neben einem oder mehreren Aminoplasten, z. B. einem dispergierten, in Wasser nicht löslichen, aber in organischen Lösungsmitteln löslichen Derivat eines Formaldehydkondensationsproduktes einer mit Formaldehyd härtbare Harze liefernden Aminoverbindung und einem wasserlöslichen Formaldehydkondensationsprodukt einer mit Formaldehyd härtbare Harze liefernden Aminoverbindung.
Schließlich enthalten die wässerigen Zubereitungen noch einen potentiell sauren Katalysator, wie Ammoniumsulfat, Ammoniumchlorid, Diammoniumphosphat, Zinknitrat, Zinkfluoborat oder Ammoniumsilicofluorid.
Die wässerigen Zubereitungen können nun in üblicher, an sich bekannter Weise auf die Fasermaterialien aufgebracht werden, vorteilhaft bei Raumtemperatur oder höchstens leicht erhöhter Temperatur, z. B. zwischen 10 und 40'1C. Das Verfahren eignet sich vor allem für die kontinuierliche Arbeitsmethode, z. B. zum Bedrucken von Geweben im Walzendruck oder zum Imprägnieren am Foulard.
Die Imprägnierlösungen können als weitere Zusätze z. B. Netz- oder Dispergiermittel, Lösungsmittel oder Gleitmittel zur Faserschonung enthalten. Für die Druckpasten können die üblichen Verdickungsmittel, wie Stärke, Traganth, Methylcellulose, verwendet werden, und auch hier können noch weitere Stoffe, z. B. hydrotrope Mittel, wie Harnstoff, zugesetzt werden.
Die Mengenverhältnisse der beim vorliegenden Verfahren zu verwendenden Farbstoffe und Aminoplaste sowie auch der gegebenenfalls zusätzlich verwendeten Hilfsmittel können in weiten Grenzen schwanken. Die Menge der Farbstoffe richtet sich im wesentlichen nach der gewünschten Farbstärke. Die Menge des Aminoplastes soll im allgemeinen nicht geringer sein als diejenige des Farbstoffes, ' und es empfiehlt sich in der Regel, das Mengenverhältnis so zu wählen, daß die Menge des Aminoplastes ein Mehrfaches der Farbstoffmenge beträgt, bzw. Zubereitungen zu verwenden, welche in 1000 Teilen etwa 20 bis 200 Teile Aminoplast enthalten.
Nachdem die den Farbstoff und das Aminoplast enthaltende Zubereitung auf den Faserstoff aufgebracht worden ist, wird das Ganze der Härtung unterworfen. Vor dem Härten wird zweckmäßig getrocknet, mit Vorteil bei Raumtemperatur oder durch Erwärmen auf Temperaturen, bei denen noch keine nennenswerte Härtung stattfindet, beispielsweise auf solche unter 100 C.
Für Textilmaterialien aus regenerierter Cellulose empfiehlt es sich im allgemeinen, die Färbungen oder Drucke nicht sofort nach dem Aufbringen der Farbstoffzubereitungen zu trocknen, sondern sie während einiger Zeit, z. B. 1 bis 6 Stunden, feucht liegen zu lassen. Die Färbungen und Drucke werden auf diese Weise im allgemeinen stärker und/oder gleichmäßiger im Farbton.
Die Härtung erfolgt zweckmäßig auf den üblichen Apparaten mit oder ohne Düsenvorrichtung durch bloßes Erwärmen auf die erforderliche Temperatur, z. B. auf eine solche zwischen 120 und 1800C oder s höher. Es kann auch mit Hilfe von Infrarotstrahlen gehärtet werden. Je nach Art der Hitzeeinwirkung können schon ganz kurze Härtungszeiten, z. B. 10 bis 30 Sekunden, genügen. Schließlich kann man auch ohne Vortrocknung härten, so daß Trocknung und
■ο Härtung gleichzeitig erfolgen.
Je nach den Eigenschaften und der Menge des verwendeten Aminoplastes und je nachdem, ob die wässerige Zubereitung noch andere Mittel enthält, können beim vorliegenden Verfahren noch zusätz-
is liehe Wirkungen erzielt werden, beispielsweise Knitterfestigkeit, Schrumpffestigkeit, permanente Kalandereffekte, Veränderungen des Griffes der Textilien und Hydrophobierung.
Zwecks Entfernung von nicht fixiertem Farbstoff empfiehlt es sich, die Faserstoffe nach dem Härten in üblicher Weise abzuseifen, z.B. durch eine Behandlung bei 40 bis 800C in einer Lösung, die Seife, Seife und Natriumcarbonat oder ein synthetisches Waschmittel, z. B. ein Athylenoxydanlagerungsprodukt eines p-Alkylphenols oder 2-heptadecyl-N-benzyl-benzimidazoldisulfonsaures Natrium, enthält. Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Färbungen und Drucke zeichnen sich durch gute Naßechtheitseigenschaften, insbesondere durch eine gute
Waschechtheit aus.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes bemerkt wird, Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind, wie in der vorangehenden Beschreibung, in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1
Ein mercerisiertes Baumwollgewebe wird am Foulard mit einer wässerigen Lösung behandelt, die in 1000 Raumteilen 40 Teile Kupferphthalocyanin-3,4', 4",4'"-tetrasulfonsäure, 135 Teile einer 75%igen wässerigen Lösung von Trimethylolmelamintrimethyläther und 4 Teile Ammoniumchlorid enthält. Das Gewebe wird abgepreßt, so daß seine Gewichtszunähme noch 65 bis 70% beträgt. Hierauf wird es bei Zimmertemperatur an der Luft getrocknet und anschließend bei 150' während 6 Minuten gehärtet. Nun wird das Gewebe während 5 Minuten bei 50° in einer Lösung nachgewaschen, die im Liter Wasser
so 2 g eines Anlagerungsproduktes von 9 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Nonylphenol und 2 g wasserfreies Natriumcarbonat enthält. Das Gewebe zeigt einen rein blauen Farbton; die Färbung zeichnet sich durch eine sehr gute Waschechtheit aus.
Setzt man der Foulardflotte noch 20 Teile einer. 20°/oigen wässerigen Polyäthylenemulsion auf' 1000 Raumteile zu, so zeigt das gefärbte. Gewebe einen weichen Griff.
Beispiel 2
Man bereitet eine Foulardierlösung, die in 1000 Raumteilen 40 Teile Kupferphthalocyanin-3,4', 4",4'"-tetrasulfonsäure, 135 Teile einer 75%igen Lösung von hochmethyliertem Hexamethylolmelamin, 20 Teile einer 20°/()igen wässerigen Polyäthylenemulsion und 4 Teile Ammoniumchlorid enthält. Zellwollgewebe wird am Foulard mit dieser Lösung imprägniert, nach dem Abpressen an der Luft ge-
trocknet und bei 155 bis 160° während 6 Minuten gehärtet. Nach dem Nachwaschen bei 50° und Trocknen erhält man eine waschechte blaue Färbung mit sprungelastischer Appretur.
Beispiel 3
Man stellt wässerige Foulardierlösungen der nachstehend unter 1 bis 13 angegebenen Zusammensetzung her. Die in den Spalten I bis IV angegebenen Mengen sind jeweils in 1000 Raumteilen Foulardierlösung
vorhanden. Baumwollgewebe wird mit diesen Zubereitungen am Foulard imprägniert, abgepreßt, getrocknet und dann bei 155 bis 160° während 6 Minuten gehärtet. Hierauf wird das Gewebe
5 während 5 Minuten bis 50° in einer Lösung nachgewaschen, die in 1000 Teilen Wasser 2 Teile eines Anlagerungsproduktes von 9 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Nonylphenol und 2 Teile wasserfreies Natriumcarbonat enthält. Man erhält blaue Färbungen mit
ίο reinem Farbton und guter Waschechtheit.
I Il III IV
1 40 Teile Kupfer- 100 Teile veräthertes Hexamethylol- 20 Teile 20%ige 4 Teile Ammo
phthalocyanin- melamin mit durchsohnittlich etwa wässerige Poly niumchlorid
3,4',4",4'"-tetra- 5 Methyläthergruppen pro Melamin- äthylenemulsion
sulfonsäure molekül
2 desgl. 210 Teile 48%ige wässerige Lösung desgl.
eines Produktes, das erhalten wird,
wenn man Melamin und Acetylen-
diharnstoff im Molekularverhältnis
3 : 1 in 37%iger wässeriger Form
aldehydlösung heiß löst und nach
dem Abdestillieren von Wasser in
Gegenwart von Salzsäure mit
Methanol veräthert
3 20 Teile Kupfer- 160 Teile 50%ige wässerige Lösung desgl. 20 Teile Magne
phthalocyanin- einer Mischung von Dimethylol- siumchlorid
3,4\4",4'"-tetra- äthylenharnstoff und Hexamethylol-
sulfonsäure melaminhexamethyläther
4 20 Teile Kupfer- 110. Teile 75%ige wässerige Lösung desgl. 5 Teile Ammo
phthalocyanin- von hochmethylierten Hexamethylol- niumchlorid
3,3',3",3'"-tetra- melamin
sulfonsäure
5 25 Teile Kupfer- 110 Teile 68%ige wässerige Lösung desgl. desgl.
phthalocyanin- von hochmethylierten Hexamethylol-
3,4',4",4'"-tetra- melamin und 25 Teile eines
sulfonsäure Gemisches aus 90% Dimethylolharn-
stoff und 10%" Dicyanamid "
6 desgl. 110 Teile 68%ige wässerige Lösung desgl. desgl.
von hochmethyliertem Hexamethylol-
melamin und 25 Teile wasserlöslichen
Methyläther eines Harnstoff-
Formaldehydkondensationsproduktes,
das pro Mol Harnstoff etwa 2 Mol
Formaldehyd einkondensiert enthält
7 desgl. 110 Teile 68%ige wässerige Lösung desgl. desgl.
von hochmethyliertem Hexamethylol-
melamin und 25 Teile Äthylen-
harnstoff-Methylolverbindung
8 desgl. 110 Teile 68%ige wässerige Lösung desgl. desgl.
von hochmethyliertem Hexamethylol
melamin und 25 Teile Harnstoff-
Formaldehydkondensationsprodukt
9 desgl. 110 Teile 68%ige wässerige Lösung desgl. desgl.
von hochmethyliertem Hexamethylol
melamin und 25 Teile 50%ige
wässerige Lösung einer Mischung
von DimethyloläthylenharnstofT und
Hexamethylolmelaminhexamethyl-
äther im Verhältnis 1 : 1
10 desgl. 135 Teile 75%ige wässerige Lösung desgl. 4 Teile Ammo
von hochmethyliertem Hexamethylol niumchlorid
melamin
909 505/1525
Fortsetzung
10
I II III IV
Il 25 Teile Kupfer- 110 Teile 68%ige wässerige Lösung 20 Teile 20%ige 4 Teile Ammo
phthalocyanin- von hochmethyliertem Hexamethylol- wässerige Poly niumchlorid
3,4',4",4'"-tetra- meiamin und 25 Teile Glyoxalmono- äthylenemulsion
s sulfonsäure urein-Methylolverbindung
12 desgl. 110 Teile 68%ige wässerige Lösung desgl. desgl.
von hochmethyliertem Hexamethylol-
melamin und 25 Teile Glyoxaldi-
urein-Methylolverbindung
13 5 Teile Kupfer- 135 Teile 75%ige wässerige Lösung desgl. desgl.
phthalocyanin- von hochmethyloliertem Hexa-
3)4,)4)4„,_tetra_ methylolmelamin
sulfonsäure und
25 Teile Farbstoff
der Formel
HN
SO3H
C-HN
Cl
Färbung grün
SO3H
Beispiel
Ein Zellwollgewebe wird am Foulard mit einer wässerigen Zubereitung imprägniert, welche in 1000 Raumteilen 30 Teile Kupferphthalocyanin-3,4', 4",4'"-tetrasulfonsäure, 110 Teile einer 70%igen wässerigen Lösung von hochmethyloliertem Hexamethylolmelamin, 20 Teile 20%ige wässerige Polyäthylenemulsion und 5 Teile Ammoniumchlorid enthält. Das Gewebe wird in feuchtem Zustand aufgerollt und in einer'Hülle aus Kunststoffolie 1 Stunde lang sich selbst überlassen. Hierauf wird das Gewebe auf Rahmen gespannt, getrocknet und bei 155 bis 160° während 6 Minuten gehärtet. Nach dem Abseifen erhält man eine waschechte blaue Färbung, deren Farbton wesentlich stärker ist, als wenn man, bei sonst gleicher Arbeitsweise, ohne Liegenlassen in feuchtem Zustand färbt.
Man stellt in üblicher Weise eine
verdickung her aus
B e i s ρ i el
Emulsions- einer Temperatur von 150° ausgesetzt. Man erhält 45 einen blauen Druck von guter Waschechtheit.
100 Teilen eines mit wenig Hexamethylendiisocyanat versetzten Umsetzungsproduktes aus 1 Mol Oleylalkohol und 80 Mol Äthylenoxyd,
100 Teilen Wasser,
11 Teilen einer 20%igen wässerigen Polyäthylenemulsion,
145 Teilen einer 75°/oigen wässerigen Lösung eines Methylolmelaminmethyläthers, der auf 1 Melamin vier bis fünf Methylolgruppen und zwei bis drei verätherte Methylolgruppen enthält,
616 Teilen Lackbenzin,
28 Teilen konzentriertem wässerigem Ammoniak.
1000 Teile
Aus 920 Teilen dieser Verdickung, 40 Teilen Kupferphthalocyanin - 3,4',4",4'" - tetrasulfonsäure und 40 Teilen 25%iger wässeriger Ammoniumchloridlösung bereitet man eine Druckfarbe und bedruckt mit dieser ein Baumwollgewebe. Nach dem Trocknen wird das bedruckte Gewebe während 5 Minuten

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Färben und Bedrucken von Cellulosefaserstoffen mit wässerigen Zubereitungen, die Farbstoffe und in Wasser mindestens dispergierbare Aminoplaste enthalten, wobei das mit diesen Zubereitungen versehene Fasermaterial einer Härtung in Gegenwart eines sauer wirkenden Härtungskatalysators unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß man auf das Fasermaterial wässerige Zubereitungen aufbringt, in denen außer dem bekannten Aminoplastzusatz saure wasserlöslichmachende Gruppen aufweisende Kupferphthalocyanine, welche weder mit dem Substrat noch mit dem Aminoplast eine homöopolare Bindung einzugehen vermögen und gegebenenfalls noch wässerige Polymerisatemulsionen enthalten sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Kupferphthalocyanine mit drei bis vier Sulfonsäuregruppen verwendet, die weder mit dem Substrat noch mit dem Aminoplast eine homöopolare Bindung eingehen können.
DENDAT1288064D 1961-02-09 Pending DE1288064B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
CH155861A CH367146A (de) 1961-02-09 1961-02-09 Verfahren zum Färben und Bedrucken von Textilfasermaterialien mit Phthalocyaninfarbstoffen

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DE1288064B true DE1288064B (de) 1969-01-30

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DENDAT1288064D Pending DE1288064B (de) 1961-02-09

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DE (1) DE1288064B (de)
ES (1) ES274436A1 (de)
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GB (1) GB957231A (de)
NL (2) NL274564A (de)

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CH634708B (de) 1978-09-29 1900-01-01 Ciba Geigy Ag Verfahren zum klotzfaerben von ganz oder teilweise aus cellulosefasern bestehendem textilmaterial.
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