DE1287235B - Substituierte Dihydroxy-phenylamino-anthrachinonfarbstoffe und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Substituierte Dihydroxy-phenylamino-anthrachinonfarbstoffe und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft neue Anthrachinonfarbstoffe und Verfahren zu deren Herstellung.
Es wurde gefunden, daß man wertvolle, in Wasser schwerlösliche substituierte Dihydroxy-phenylaminoanthrachinonfarbstoffe
der Formel I erhält
Yi
OH
(I)
O NH-A —CO —N
in der von Y1 und Y2 das eine Y die Hydroxylgruppe,
das andere Y die Nitro-, die Amino-, die Methylamine»-,
die Äthylamino- oder die /f-HydroxyäthyJ-aminogruppe,
A einen gegebenenfalls eine Methyloder Methoxygruppe oder ein Chlor- oder Bromatom
enthaltenden Phenylrest, Rj und R2 je eine
niedermolekulare Alkyl-, die Allyl- oder die /i-Hydroxyäthylgruppe
oder R1 und R2 zusammen mit dem Stickstoffatom den N-Pyrrolidyl-, N-Piperidyl-
oder N-Morpholylrest bedeuten, indem man ein Dinitro-dihydroxy-anthrachinon der Formel II
Y1' O OH
(II)
in der von Y1' und Y2 das eine Y' die Hydroxyl- und
das andere Y' die Nitrogruppe bedeutet, mit einem Amin der Formel III
/R.
H,N—A —CO —N
(ΙΠ)
40
in der A, R1 und R2 die unter Formel I genannte
Bedeutung haben, zu einem Nitro-phenylamino-dihydroxy-anthrachinon
der Formel IV
Yi
OH
(IV)
Y7' O NH-A —CO —N
/R1 R1 und R2 stellen vorteilhaft niedermolekulare
Alkylgruppen, beispielsweise die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl- oder Butylgruppe, und insbesondere
die Methyl- oder die Äthylgruppe dar.
Erfindungsgemäß als Ausgangsstoffe verwendbare Dinitro-dihydroxy-anthrachinone der Formel II können
der 1,5-Dihydroxy-anthrachinonreihe oder der der 1,8 - Dihydroxy - anthrachinonreihe angehören;
man kann im erfindungsgemäßen Verfahren oft mit Vorteil auch Mischungen dieser Isomeren verwenden.
Als der Formel III entsprechende Amine kommen z. B. die von sekundären niedermolekularen Alkyl-,
Allyl- bzw. //-Hydroxyäthylaminen, z. B. von Dimethylamin,
Diäthylamin, Dipropylamin, Dibutylamin,
Di-(/i-hydroxyäthyl)-amin oder Diallylamin, von Methyläthylamin oder Methylisopropylamin oder
von cyclischen Aminen, wie von Pyrrolidin, Piperidin oder Morpholin abgeleiteten Amide der 2-, 3- oder
4-Aminobenzoesäure, der 3- oder 5-Methyl-2-aminobenzoesäure, der 2- oder o-Methyl^-amino-benzoesäure,
der 2- oder 3-Methyl-4-aminobenzoesäure, der 5-Chlor- oder 5-Brom-2-amino-benzoesäure, der
4-Chlor-3-amino-benzoesäure, der 3-ChIor- oder 3-Brom-4-amino-benzoesäure oder der 4-Methoxy-3-amino-benzoesäure,
in Frage. Namentlich aufgeführt seien beispielsweise 2-Amino-benzoesäure-dimethyI-,
-diäthyl- oder -diallylamid, 3-Amino-benzoesäuredimethyl-, -diäthyl-, -dipropyl-, -dibutyl- oder -diallylamid,
4-Amino-benzoesäure-dimethyl-, -diallyl- oder -di - (ß- hydroxyäthyl) - amid, 3 -Amino - benzoesäure-N-methyl-N-äthylamid,
-N-methyl-N-isopropylamid, -pyrrolidid, -piperidid oder -morpholid.
Sie werden z. B. erhalten, indem man die Chloride oder Bromide der den Aminobenzoesäuren entsprechenden
Nitrobenzolcarbonsäuren mit den gewünschten Aminen umsetzt und die erhaltenen Nitrozu
den entsprechenden Aminoverbindungen reduziert.
Die Umsetzung der Dinitro - dihydroxy - anthrachinone der Formel II mit den Aminen der Formel III
erfolgt mit einem Überschuß an Amin in der Schmelze bei 100 bis 200° C, mit Vorteil aber in Gegenwart eines
bei 120 bis 200° C siedenden, inerten organischen Lösungsmittels, wie Butanol, Glykolmonoäthyläther,
Dimethylformamid, oder vorzugsweise einem gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoff, wie
Chlorbenzol, Dichlorbenzol und insbesondere Nitrobenzol.
Eine Abänderung des Verfahrens zur Herstellung substituierter Dihydroxy-phenylamino-anthrachinonfarbstoffe
der Formel I besteht darin, daß man Dinitro-dihydroxy-anthrachinone der Formel II mit
einer Aminobenzolcarbonsäure der Formel V
\i H2N-A —COOH
(V)
55
umsetzt, in der A, R1 und R2 die unter Formel I
und Y1 und Y2 die unter Formel II angegebene Bedeutung
haben und gegebenenfalls die mit Y1' oder Y2
bezeichnete Nitrogruppe reduziert oder durch die Amino-, die Methylamino-, die Äthylamino- oder die
ß-Hydroxyäthylaminogruppe ersetzt.
Gegebenenfalls können zusätzliche Substituenten in den Rest A auch erst nach erfolgter Kondensation
zum Anthrachinonfarbstoff der Formel IV eingeführt werden, beispielsweise durch Nachbehandlung mit
einem Halogenierungsmittel, wie Chlor, Brom oder Sulfurylchlorid. Vorteilhaft ist A nicht weitersubstituiert.
in der A die unter Formel I genannte Bedeutung hat, zu einer Verbindung der Formel VI
OH
(VI)
Ö NH- A-COOH
umsetzt, in der A die unter Formel I und Y1 und Y2
die unter Formel II angegebene Bedeutung haben, diese Carbonsäure in ihr Carbonsäurechlorid oder
-bromid überführt und letzteres mit einem Amin der
Formel VII
Η —Ν
(VII)
in der Rj und R2 die unter Formel I genannte Bedeutung
haben, zu einer Verbindung der Formel IV
Yi 9
ίο
(IV)
,R1
CO — N
\r
in der A, R1 und R2 die unter Formel I und Y1' und Y2"
die unter Formel II angegebene Bedeutung haben, umsetzt und gegebenenfalls die mit Y1' oder Yj bezeichnete
Nitrogruppe reduziert oder durch die Amino-, die Methylamine-, die Äthylamino- oder
die /i-Hydroxyäthylaminogruppe ersetzt.
Als der Forme! V entsprechende Arninobenzolcarbonsäuren
kommen z. B. die 2-, 3- oder 4-Aminobenzoesäure, die 3- oder 5-Methyl-2-amino-benzoesäure,
die 2- oder ö-MethyW-amino-benzoesäure, die 2- oder 3-Methyl-4-amino-benzoesäure, die
5-Chlor- oder 5-Brom-2-amino-benzoesäure, die
4-Ch!or-3-amino-benzoesäure, die 3-Chlor- oder 3-Brom-4-amino-benzoesäure oder die 4-Methoxy-3-amino-benzoesäure
in Frage.
Bevorzugt wird die 2-, 3- oder 4-Aniino-benzoesäurc.
Als Amine der Formel VII sind beispielsweise sekundäre niedermolekulare Alkyl-. Allyl- oder /i-Hydroxyäthylamine,
wie Dimethyiamin, Diäthylamin, Dibutylamin, Methyläthylamin bzw. Diallylamin, bzw.
Di-(fJ-hydroxyäthyl)-amin oder cyclische Amine, wie
Pyrrolidin, Piperidin oder Morpholin, zu nennen.
Die Umsetzung der Dinitro - dihydroxy - anthrachinone der Forme! II mit den Aminobenzolcarbonsäuren
der Formel V erfolgt mit einem Überschuß an Aniinobenzolcarbonsäure in der Schmelze bei
100 bis 20G0C, mit Vorteil, aber in Gegenwart eines bei 120 bis 2000C siedenden, inerten organischen
Lösungsmittels, wie Butanol, Glykolmonoäthyläther, Dimethylformamid, oder vorzugsweise einem gegebenenfalls
substituierten Kohlenwasserstoff, wie Chlorbenzol, Dichlorbenzol und insbesondere Nitrobenzol.
Das überfuhren der Verbindung der Formel VI
in ihr Säureehlorid oder -bromid erfolgt auf übliche Art und Weise durch Umsetzung mit einem Halogenierungsmittel,
wie Thionylchlorid oder -bromid oder Phosphorpentachlorid, gegebenenfalls in Anwesenheit
eines inerten organischen Lösungsmittels, wenn nötig unter Erwärmen. Geeignete inerte organische
Lösungsmittel sind beispielsweise vorstehend erwähnte, gegebenenfalls substituierte Kohlenwasserstoffe.
Die Umsetzung des erhaltenen Säurechlorids oder -bromids mit dem Amin der Formel VII geschieht
zweckmäßig in wäßrigem Medium und im Überschuß des verwendeten Amins; sie kann aber auch in inerten
organischen Lösungsmitteln, z. B. in vorstehend erwähnten, gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffen
erfolgen, wenn nötig in Gegenwart säurebindender Mittel, wie Natrium- oder Kaliumcarbonat,
Natron- oder Kalilauge, Di- oder Trinatrium- oder Di- oder Trikaliumphosphat, Natrium- oder Kaliumacetat
oder tertiärer Stickstoffbasen, wie Pyridin.
Die neuen Nitro-phenylamino-dihydroxy-anthrachinone der Formel IV kristallisieren meistens aus
dem Reaktionsgemisch und werden durch Filtration, Verdünnen der Mischung mit Wasser oder Beseitigung
des organischen Lösungsmittels durch Wasserdampfdestillation gewonnen, gegebenenfalls wird ein
Überschuß des verwendeten Amins vorgängig neutralisiert. Sie können durch Umkristallisieren gereinigt
werden. Gewünschtenfalls wird die Nitrogruppe zur Aminogruppe reduziert, beispielsweise mit Glukose in
wäßrig-alkalischer Lösung oder vorzugsweise mit Natriumsulfid in wäßrigem oder wäßrig-organischem
Medium, insbesondere in einer Mischung von Wasser und Pyridin. Die Nitrogruppe kann auch durch
Umsetzen mit Ammoniak oder mit Methylamin, Äthylamin oder /f-Hydroxyäthylamin durch die gegebenenfalls
substituierte Aminogruppe ersetzt werden.
In Abänderung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung substituierter Dihydroxy - phenylamino-anthrachinone
der Formel Ia
Y1" O OH
(Ia)
Il ! /
Y2" O NH- A — CO — N
in der von Y1" und Y2' das eine Y" die Hydroxylgruppe,
das andere Y" die Amino-, die Methylamino- oder die Äthylaminogruppe, A einen gegebenenfalls
eine Methyl- oder Methoxygruppe oder ein Chloroder Bromatom enthaltenden Phenylenrest, R1 und
R2 je eine niedermolekulare Alkyl-, die Allyl- oder die /i-Hydroxyäthylgruppe oder R1 und R2 zusammen
mit dem Stickstoffatom den N-Pyrrolidyl-, N-Piperidyl-
oder N-Morpholylrest bedeuten, wird ein Dinitro-dihydroxy-anthrachinon
der Formel II
Y1' O OH
(H)
in der von Y1' und Y2 das eine Y' die Hydroxyl- und
das andere Y' die Nitrogruppe bedeutet, mit einer Aminobenzolcarbonsäure der Formel V
H,N~ A-COOH
(V)
in der A die unter Formel Ia genannte Bedeutung hat, zu einer Verbindung der Formel VI
Y.' 9
(VI)
Y2" O NH
COOH
umgesetzt, in der A die unter Formel Ia und Y1'
und Y2 die unter Formel II angegebene Bedeutung haben; in dieser Verbindung VI wird die mit Y1' oder
Y2 bezeichnete Nitrogruppe reduziert oder durch die Amino-, die Methylamino- oder die Äthylaminogruppe
ersetzt und die erhaltene Verbindung in ihr Carbonsäurechlorid oder -bromid übergeführt und
letzteres mit einem Amin der Formel VII
,R1
10
Η —Ν
(VII)
in der R1 und R2 die unter Formel Ia genannte
Bedeutung haben, zu einer Verbindung der Formel Ia umgesetzt.
Die in diesem Verfahren auftretenden Operationen, d. h. die Umsetzung des Dinitro-dihydroxy-anthrachinons
der Formel II mit der Aminobenzolcarbonsäure der Formel V zur Verbindung der Formel VI,
die Reduktion der Nitrogruppe zur Aminogruppe bzw. der Ersatz der Nitro- durch die Amino-, die
Methylamino- oder die Äthylaminogruppe, die überführung der Carbonsäure in ihr Chlorid oder Bromid
und die Umsetzung des letzteren mit einem Amin der Formel VII erfolgen nach den im ersten Verfahren
beschriebenen Methoden.
Die neuen Farbstoffe stellen in reinem Zustand bronzierende, kristalline, tiefgefärbte Körper dar. Sie
lösen sich in heißen organischen Lösungsmitteln in reiner blauer Farbe.
Die erfindungsgemäßen Farbstoffe eignen sich zum Färben von organischem hydrophobem Fasermaterial
aus wäßriger Dispersion, beispielsweise zum Färben von hochmolekularen Estern, insbesondere zum Färben
von Estern von aromatischen Polycarbonsäuren mit polyfunktionellen Alkoholen, wie von PoIyäthylenglykolterephthalaten
oder anderen polymeren Estern.
Die Farbstoffe können auch zum Färben von synthetischen Polyamidfasern sowie auch zum Färben
von Lacken und Spinnmasseh verwendet werden.
Die Färbung von Polyesterfasern mit wäßrigen Dispersionen erfindungsgemäßer Farbstoffe erfolgt
vorzugsweise bei Temperaturen von über 100° C unter Druck. Sehr gute Färbungen werden auch
erhalten, wenn man Polyesterfasern mit konzentrierten, wäßrigen Dispersionen erfindungsgemäßer
Farbstoffe imprägniert, das abgequetschte Gewebe trocknet und dann bei Temperaturen von 180 bis
250° C fixiert. Die Färbung kann aber auch beim Siedepunkt des Wassers in Gegenwart von Farbüberträgern
(Carriern), wie Phenylphenol, Polychlorbenzolverbindungen
oder ähnlichen Hilfsmitteln, durchgeführt werden.
• In einzelnen Fällen läßt sich das Ziehvermögen der Farbstoffe durch Vermischen von zwei oder mehreren
erfindungsgemäßen Anthrachinonfarbstoffen oder durch Vermischen von mindestens einem erfindungs- ;6o
gemäßen mit einem Anthrachinonfarbstoff ähnlicher Konstitution noch verbessern.
Die auf Polyesterfasern erzeugten blauen Färbungen sind sehr gut naß-, sublimier- und lichtecht.
Die auf den genannten Fasern erfindungsgemäß erhältlichen, durch die Ν,Ν-disubstituierte Carbamylgruppe
im Phenylaminorest charakterisierten Anthrachinonfarbstoffe, insbesondere jene der Formel I, in
der R1 und R2 je eine niedermolekulare Alkylgruppe
bedeuten, erzeugten blauen Färbungen weisen gegenüber Färbungen mit nächstvergleichbaren, aus der
USÄ.-Patentschrift 2 480 269 bekannten, eine unsubstituierte Carbamylgruppe im Phenylaminorest enthaltenden
Anthrachinonfarbstoffen sowie mit den in der deutschen Patentschrift 1 023 162 oder der französischen
Patentschrift 1 189 354 beschriebenen, eine Ν,Ν-disubstituierte Sulfamylgruppe im Phenylaminorest
aufweisenden Anthrachinonfarbstoffen den Vorteil eines wesentlich besseren Zieh- und Aufbauvermögens
auf Polyesterfasern auf.
Besonders wertvoll als Mischkomponente in Farbstoffgemischen, da diese ein besonders gutes Ziehvermögen
auf Polyesterfasern aufweisen, sind erfindungsgemäße Anthrachinonfarbstoffe der Formel I,
in welcher Formel ein Y die Hydroxyl-, das andere Y die Nitro- oder die Aminogruppe und R1 und R2
je eine niedermolekulare Alkylgruppe bedeuten und der Benzolring A nicht weitersubstituiert ist, und
insbesondere Verbindungen der Formel I, in welchen ein Y die Hydroxyl-, das andere Y die Nitro- oder die
Aminogruppe, R1 und R2 je die Methyl- oder die
Äthylgruppe und A den nicht weitersubstituierten m-Phenylenrest bedeuten.
Die nachfolgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung. Darin bedeuten Teile, sofern nichts anderes
ausdrücklich vermerkt ist, Gewichtsteile. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Gewichtsteile stehen zu Volumteilen im gleichen Verhältnis
wie Gramm zu Kubikzentimeter.
33 Teile l,5-Dihydroxy-4,8-dinitro-anthrachinon werden mit 48 Teilen 3-Amino-benzoesäure-diäthylamid
in 100 Teilen Nitrobenzol unter Überleiten von Stickstoff als Treibgas 2 Stunden auf 150 bis 155°
erhitzt lind das abgespaltene Wasser am absteigenden Kühler abdestilliert. Es bildet sich dabei eine blaue
Lösung, aus welcher beim Erkalten der gebildete Farbstoff der Formel
OH
direkt auskristallisiert. Er wird abfiltriert und aus der 30fachen Menge Pyridin umkristallisiert. Das
Produkt bildet tiefdunkelviolette Kristalle vom Schmelzpunkt 197 bis 199°. Es löst sich in konzentrierter
Schwefelsäure und in Pyridin mit tiefblauer Farbe.
Der feinzerteilte Farbstoff färbt Polyesterfasern aus wäßriger Dispersion unter Zuhilfenahme von o-Phenylphenol
als »Carrier« in sehr echten klarblauen Tönen. Die damit auf Polyäthylenglykolterephthalatfasern
erzeugten Färbungen sind hervorragend subblimationsecht.
Statt in Nitrobenzol kann die Kondensation auch in 1000 Teilen Äthylenglykolmonoäthyläther durch
lOstündiges Erhitzen zum Sieden unter Rückfluß durchgeführt werden, wobei der Farbstoff beim Erkalten
ebenfalls direkt auskristallisieri.
33 Teile 1,5-Dihydroxy-4,8-dinitro-anthrachinon
und 45 Teile 3-Amino-benzoesäure-dimethylamid werden in 125 Teilen Nitrobenzol 1 Stunde auf 160 bis
165 erhitzt, bis sich chromatographisch kein Ausgangsmaterial mehr nachweisen läßt. Gleichzeitig
destilliert man das abgespaltene Wasser im Stickstoffstrom ab. Aus der gebildeten dunkelblauen Lösung
scheidet sich beim Erkalten der Farbstoff der Formel
NO,
,CH,
CO-N
in kristallisierter Form ab. Die Abscheidung kann durch Verdünnen mit Methanol noch vervollständigt
werden. Aus Pyridin umkristallisiert, schmilzt das Produkt bei 230 bis 231°. Es löst sich in konzentrierter
Schwefelsäure und in Pyridin mit rotstichigblauer Farbe. Mit Ligninsulfonat und einem Netzmittel,
z. B. Natriumdodecylbenzolsulfonat vermählen, färbt der Farbstoff Polyäthylenglykoiterephthalatfasern aus
wäßriger Dispersion in reinen, rotstichigblauen Tönen. Die Färbungen sind sehr gut licht- und sublimationsecht.
Die Färbungen auf Acetatseite sind hervorragend abgasecht.
33 Teile 1,8-Dihydroxy-4,5-dinitro-anthrachinon
und 45 Teile 3-Amino-benzoesäure-dimethylamid werden
in 100 Teilen Nitrobenzol unter einem Stickstoffstrom
auf 155 bis 160° erhitzt, bis kein Ausgangsmaterial mehr nachweisbar ist. Gleichzeitig wird das
abgespaltene Wasser abdestilliert. Beim Verdünnen der erkalteten blauen Lösung mit Methanol scheidet
sich der Farbstoff der Formel
/CH3
45
CO-N
CH1
als dunkelblaues Kristallpulver ab. Der Farbstoff löst sich in Schwefelsäure und in Pyridin mit blauer Farbe.
Er färbt Polyesterfasern aus wäßriger Dispersion in blauen sublimationsechten Tönen. Statt in Nitrobenzol
kann die Kondensation auch in 900 Teilen Butanol durchgeführt werden.
Führt man die Kondensation statt mit 33 Teilen l,8-Dihydroxy-4,5-dinitro-anthrachinon mit 33 Teilen
eines Gemisches von 16,5 Teilen l,5-Dihydroxy-4,8-dinitro-anthrachinon und 16,5 Teilen 1,8-Dihydroxy-4,5-dinitro-anthrachinon
durch, so erhält man einen Farbstoff von ganz ähnlichen Eigenschaften.
44,7 Teile des im Beispiel 2 beschriebenen Farbstoffes werden bei 95° in die Lösung von 48 Teilen
kristallisiertem Natriumsulfid eingetragen und so
lange auf 95 bis 98° erhitzt, bis sich der Nitrokörper vollständig in den Aminofarbstoff der Formel
NH
CH,
OH
umgewandelt hat. Aus Pyridin umkristallisiert, schmilzt der neue Farbstoff bei 238 bis 240\ Er löst
sich in konzentrierter Schwefelsäure mit grünblauer, in Pyridin mit neutralblauer Farbe.
Der feinzerteilte Farbstoff färbt Polyäthylenglykolterephthalatfasern
aus wäßriger Dispersion in klaren neutralen Blautönen von ausgezeichneter Sublimationsechtheit.
33 Teile 1,5-Dihydroxy-4,8-dinitro-anthrachinon
und 61 Teile 3-Amino-benzoesäure-dibutylamid werden in 200 Teilen Nitrobenzol unter Durchleiten von
Stickstoff auf 180 bis 185° erhitzt, bis kein Wasser mehr abdestilliert und eine blaue Lösung entstanden
ist. Das Nitrobenzol wird hierauf mit Wasserdampf abgetrieben und der Rückstand mit Alkohol ausgekocht.
Man erhält den bei etwa 140° schmelzenden Farbstoff der Formel
CO-N
/C4H9
^C4H9
in guter Ausbeute. Durch Umkristallisieren aus Pyridin erhält man ihn in reiner Form. Er löst sich in
konzentrierter Schwefelsäure und in Pyridin mit blauer Farbe. Er färbt als feinzerteilte wäßrige Dispersion
Polyäthylenglykolterephthalatfasern in schönen reinen Blautönen von guter Licht- und Sublimationsechtheit.
Geht man anstatt von 33 Teilen 1,5-Dihydroxy-4,8-dinitro-anthrachinon
von ebensoviel Teilen einer Mischung von i,5-Dihydroxy-4,8-dinitro- und 1,8-Dihydroxy-4,5-dinitro-anthrachinon
aus, so erhält man einen Farbstoff von etwas grünstichigerem Blauton.
Eine brauchbare Mischung solcher Ausgangsstoffe wird beispielsweise wie folgt hergestellt: Man nitriert
Anthrachinon, setzt das Polynitroanthrachinon mit Hilfe von Kaliumhydroxyd und Phenol in die
Mischung der entsprechenden Diphenoxyanthrachinone um, nitriert weiter und verseift die Phenoxyzu
Hydroxylgruppen, wobei man eine hauptsächtlich aus l,5-Dihydroxy-4,8-dinitro- und 1,8-Dihydroxy-4,5-dinitro-anthrachinon
bestehende Mischung erhält.
44,9 Teile des im Beispiel 2, erster Abschnitt, beschriebenen Farbstoffes werden mit 100 Teilen einer
40%igen äthanolischen Methylaminlösung im Auto-
909 503/1594
klav 6 Stunden auf 125 bis 130° erhitzt. Nach dem Erkalten wird der gebildete Farbstoff der Formel
CH3 — NH
OH
/CH3
CO-N
35
in kristalliner Form ab. Durch Umkristallisieren aus
Pyridin kann die Carbonsäure in völlig reinem Zustand erhalten werden. Sie schmilzt dann bei 310° unter
Zersetzung.
42 Teile dieser Säure werden durch gelindes Erwärmen mit 200 Teilen Thionylchlorid in das Säurechlorid
übergeführt. Man destilliert das überschüssige Thionylchlorid im Vakuum ab und trägt den Rückstand
in 220 Teile wäßrige 41%ige Dimethylaminlösung ein. Unter Bildung des Dimethylamids der
Formel
33 Teile l,5-Dihydroxy-4,8-dinitro-anthrachinon, 20,5 Teile 3-Amino-benzoesäure-dimethylamid und
17 Teile 3 - Amino - benzoesäure - amid werden in 125 Teilen Nitrobenzol 1 Stunde auf 175 bis 180°
erhitzt, und das sich abspalttende Wasser im Stickstoffstrom abdestilliert. Beim Verdünnen mit Methanol
und Erkalten scheidet sich ein Gemisch ab, welches aus den Farbstoffen der Formeln
IO
abfiltriert. Aus Pyridin umkristallisiert, bildet er ein dunkles Kristallpulver, das sich in konzentrierter
Schwefelsäure und in Pyridin mit blauer Farbe löst.
Der feinzerteilte Farbstoff färbt Polyäthylenglykolterephthalatfasern
aus wäßriger Dispersion in licht- und sublimationsechten reinen Blautönen.
B e i s ρ i e 1 7
33 Teile l,5-Dihydroxy-4,8-dinitro-anthrachinon werden mit 41 Teilen 3-Amino-benzoesäure in 400 Teilen
Nitrobenzol unter überleiten von Stickstoff 4 Stunden auf 180 bis 185° erhitzt und das abgespaltene
Wasser am absteigenden Kühler abdestilliert. Nach dem Erkalten scheidet sich die Nitrocarbonsäure der
Formel
OH
CO-N
,CH,
--CH,
OH
OH
OH
CO-N
/CH,
VCH3
55
geht das Produkt in Lösung und wird durch Ansäuern abgeschieden. Aus Pyridin umkristallisiert, schmilzt
das Produkt bei 230 bis 231" und ist mit dem nach Beispiel 2 erhaltenen Produkt identisch.
Verwendet man an Stelle von 41 Teilen 3-Aminobenzoesäure ebenso viele Teile 2-Aminobenzoesäure
oder 4-Aminobenzoesäure, so erhält man Farbstoffe von ganz ähnlichen Eigenschaften. Die entsprechenden
Carbonsäure-Kondensationsprodukte schmelzen bei 295 bis 3(X)" unter Zersetzung bzw. über 320" unter
Zersetzung.
besteht.
Das feinzerteilte Farbstoffgemisch zeigt aus wäßriger Dispersion unter Zuhilfenahme von o-Phenylphenol
als »Carrier« auf Polyäthylenglykolterephthalatfasern ein sehr gutes Ziehvermögen, welches das
Ziehvermögen der Einzelkomponenten wesentlich übertrifft.
Ein Farbstoffgemisch von gleich gutem Ziehvermögen kann auch durch Mischen der beiden obengenannten
Farbstoffe im Verhältnis 1:3 bis 3:1, vorzugsweise im Verhältnis 1:1, hergestellt werden.
Farbstoffgemische von ähnlich gutem Ziehvermögen werden erhalten durch Kondensation von
33 Teilen l,5-Dihydroxy-4,8-dinitro-anthrachinon mit einem Gemisch, bestehend aus 23,3 Teilen 3-Aminobenzoesäure-diäthylamid
und 17 Teilen 3-Aminobenzoesäure-amid oder mit einem Gemisch aus 20,5 Teilen 3-Amino-benzoesäure-äthylamid und
23,3 Teilen 3-Amino-benzoesäure-diäthylamid oder
mit einem Gemisch aus 23,3 Teilen 4-Amino-benzoesäure-diäthylamid
und 17 Teilen 3-Amino-benzoesäure-amid.
44,7 Teile des im Beispiel 8 beschriebenen Gemisches von Nitroverbindungen werden in einer
Lösung von 12 Teilen Natriumhydrosulfid in 120 Teilen
Wasser und 120 Teilen Pyridin 1 Stunde zum Sieden erhitzt. Nach dem Erkalten filtriert man das reduzierte
Produkt ab und wäscht es mit Wasser, bis der Ablauf neutral ist.
Das entstandene Gemisch der Aminoverbindungen der Formeln
NH
OH
11
OH
CO — NH,
zieht auf Acetatseide wesentlich besser als die Einzelkomponenten.
Farbstoffe mit ähnlichen Eigenschaften erhält man durch Mischen von Aminoverbindungen
der Formel
NH
OH
R1
worin die
NH-A —CO —N
,R1
— NH-A —CO —N -Reste
folgende Bedeutung haben:
.CH,
CO-N
-NH
-NH
CO-N
,CH,
1CH,
/C2H5
CO-N
NH
NH
CO-N
CH3.
CjH1)
NH
CO-N
Diese Gemische können, wie im Beispiel 8 angegeben, auch durch Mischkondensation von 1,5-Dihydroxy-4,8-dinitro-anthrachinon
mit einem Gemisch der entsprechenden Amino-benzoesäure-dialkylamide
und nachfolgende Reduktion der Nitro- zur Aminogruppe hergestellt werden.
42 Teile der im ersten Abschnitt von Beispiel 7 ίο beschriebenen Nitrocarbonsäure werden bei 85 bis 90°
in die Lösung von 12 Teilen Natriumhydrosulfid in 240 Teilen Wasser eingetragen. Die Nitrocarbonsäure
geht für kurze Zeit in Lösung, dann fällt die Aminocarbonsäure der Formel
H2N O OH
COOH
HO O NH
in Form ihres Natriumsalzes aus. Dieses wird abfiltriert,
in 500 Teilen Wasser und 20 Teilen konzentrierter Salzsäure angeschlämmt, wider filtriert und
getrocknet. Die so erhaltene Aminocarbonsäure läßt sich aus Nitrobenzol oder Pyridin Umkristallisieren.
39 Teile der Aminocarbonsäure werden in 100 Teilen Thionylchlorid suspendiert und 24 Stunden bei
Raumtemperatur gerührt, wobei sich die Säure in das Säurechlorid umwandelt. Man filtriert das überschüssige
Thionylchlorid ab und wäscht mit Äther nach. Das erhaltene Säurechlorid wird in 200 Teile
wäßrige 41%ige Dimethylaminlösung eingetragen und 5 Stunden bei Raumtemperatur verrührt. Man
verdünnt mit 1000 Teilen Wasser und säuert mit etwa 160 Teilen konzentrierter Salzsäure an. Das ausgefallene
Produkt wird abfiltriert und mit Wasser neutral gewaschen. Der erhaltene Farbstoff der Formel
H, N O OH
CO-N
HO O NH-/"
,CH,
"CH3
kann aus Pyridin umkristallisiert werden, schmilzt dann bei 238 bis 240° und ist mit dem im Beispiel 4
beschriebenen Farbstoff identisch. Der feinzerteilte Farbstoff färbt Polyäthylenglykolterephthalatfasern
aus wäßriger Dispersion in klaren neutralen Blautönen von ausgezeichneter Sublimationsechtheit.
Die Umsetzung des Säurechlorids mit Dimethylamin kann auch in benzolischer Lösung vorgenommen
werden. Ebenso kann man 41 Teile des Säurechlorids mit 75 Teilen Diäthylamin in benzolischer Lösung
umsetzen und erhält dann das entsprechende Aminocarbonsäurediäthylamid-Derivat.
42 Teile der im Beispiel 7, Abschnitt 1, beschriebenen Nitrocarbonsäure werden mit 100 Teilen einer
40%igen äthanolischen Methylaminlösung im Auto-
klav 6 Stunden auf 125 bis 130° erhitzt. Nach dem Erkalten wird die gebildete Methylaminocarbonsäure
der Formel
CH,HN O OH
COOH
stoff gemäß Beispiel 4 und
Formel
Formel
NH2 OH
Teil des Farbstoffes der
CO — NH,
HO O NH
durch Ansäuern ausgefällt und abfiltriert.
Diese Methylaminocarbonsäure wird analog der im Abschnitt 2 des Beispiels 7 beschriebenen Methoden
über ihr Chlorid in das entsprechende Carbonsäure-dimethylamid der Formel
CH,HN
CH3
CO-N
ι ii ι α—L
HO O ΝΗ-^ζ Λ
übergeführt.
12
3°
35
2 Teile des gemäß Beispiel 4 erhaltenen feingemahlenen Farbstoffes werden in 4000 Teilen Wasser
dispergiert. Man gibt zu dieser Suspension 12 Teile des Natriumsalzes von o-Phenylphenol und 12 Teile
Diammoniumphosphat und färbt 100 Teile PoIyäthylenglykolterephthalatgewebe
IV2 Stunden lang bei 95 bis 98°. Die Färbung wird gespült und mit
sehr verdünnter Natronlauge, die Dodecylpolyglykoläther als Dispergator enthält, gründlich gewaschen.
Man erhält eine licht-, naß und sublimationsechte blaue Färbung.
Färbt man anstatt mit 2 Teilen des Farbstoffes gemäß Beispiel 4 mit dem Gemisch von 1 Teil Farb-
so erhält man auf Polyäthylenglykolterephthalatfasern eine reine blaue sublimationsechte Färbung.
Die Färbung dieses Farbstoffgemisches auf Acetatseide ist hervorragend abgasecht, diejenige auf Cellulose-triacetat
ist ausgezeichnet sublimationsecht.
2 Teile des gemäß Beispiel 2 erhaltenen feingemahlenen Farbstoffes werden in 4000 Teilen Wasser
suspendiert, das zwei Teile Natriumsalz des Kondensationsproduktes der Naphthalin-2-sulfonsäure mit
Formaldehyd als Dispergator enthält. Der pH-Wert des Färbebades wird mittels Essigsäure auf 6,5 gestellt.
Man geht nun mit 100 Teilen Polyäthylenglykolterephthalatgewebe bei 40° ein, erwärmt innerhalb
15 Minuten im Autoklav auf 140° und hält 3/4 Stunden
bei dieser Temperatur. Die Färbung wird mit Wasser gespült und geseift. Man erhält so eine klare blaue
Färbung, die ausgezeichnet licht-, naß- und sublimationsecht ist.
Die in der folgenden Tabelle aufgeführten Farbstoffe der Formel
OH
NH-A —CO —N
werden gemäß den in den Beispielen beschriebenen Arbeitsweisen hergestellt.
Färbung auf
Polyäthylenglykol-
terephthalat
NO2
OH
NH
Blau
CO-N
CH,
NO2
OH
NH
Blau
CO-N -CH2-CH2/
CH,
NO2
OH
-NH
Blau
CO-N O
^- CH2 /
15
Fortsetzung
16
Färbung auf
Polyäthylenglykol-
terephthalat
NO2
NO2
OH
NO2
NO2
OH
NO2
OH
NH2
NH2
OH
OH
NO2
OH
OH
NO2
OH
NO2 OH
OH
C2H5
-NH
CO-N
CO — N
CO-N
/CH2 CH2 OH
^CH2-'CH3
SCH3
CH3
CO N
CH3
CH3
OCH,
co — :
OCH,
— NH
CO-N
CO-N
CH3
CH3
CH3
CH3
CO-N
-NH
-NH
= CH2
^CH7 — CH = CH,
/CH2 — CH =
CH2 — CH
CH3
co —
-NH
C2H5
CO-N
Blau
Blau
Blau
Blau
Blau
Blau
Blau
Blau Blau
Blau
909 503/1594
17
Fortsetzung
18
Nr.
Färbung auf
Polyäthylenglykol-
teiephthalat
14
NH2
NH2
NH2
OH
NH2 OH
NH2
NHC2H5
NH CH2 CH2 OH
NO2
OH
OH
OH
NH2
OH
NH2
OH
OH
OH
OH
-NH
,CH7-
CO-N
^CH7-
-NH-CO-N
CH3
CH3
-NH
NH
CH3
CO
CO
-CH3
CH3
CO-N
-NH
CH3
CH3
CO-N
1 :1-Mischung
CO-N
— NH
/•LH') C^ri — On?
^CH7-CH = CH7
/CH3
CO-N
—NH
CO-N
-NH
'CH3 SCH3
CO-N
-NH
'CH3 ^CH,
Blau
Blau
Blau
Blau
Blau
Blau
Blau
Blau
Blau
Fortsetzung
| Nr. | ν. | ν. | — NH-< | -NH | Λ — A —CO-N(^ |
CO-N | ^CH3 | -N | 2 | Färbung auf Polyäthylenglykol- terephthalat |
| ζ ν | /CH3 | XCH2 — CH2 | ||||||||
| 23 | NO2 | OH | V- | Blau | ||||||
| -NH-^ | Br | |||||||||
| CO- | ||||||||||
| 24 | NO2 | OH | Blau | |||||||
Claims (8)
1. Substituierte Dihydroxy-phenylamino-anthrachinonfarbstoffe
der Formel
20
Y1 O OH
(I)
/R,
Y7 O NH- A — CO — N
worin von Y1 und Y2 das eine Y die Hydroxylgruppe,
das andere Y die Nitro-, die Amino-, die Methylamino-, die Äthylamino- oder die /i-Hydroxyäthylaminogruppe,
A einen gegebenenfalls eine Methyl- oder Methoxygruppe oder ein Chloroder Bromatom enthaltenden Phenylenrest, R1
und R2 je eine niedermolekulare Alkyl-, die AIIyI-
oder die /i-Hydroxyäthylgruppe oder R1 und R2
zusammen mit dem Stickstoffatom den N-Pyrrolidyl-, N-Piperidyl- oder N-Morpholylrest bedeuten.
2. Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man
substituierte Dihydroxy - phenylamino - anthrachinonfarbstoffe der Formel I herstellt, indem
man ein Dinitro-dihydroxy-anthrachinon der Formelll
Y1' O OH
(Π)
55
in der von Y1' und Y2 das eine Y' die Hydroxyl-
und das andere Y' die Nitrogruppe bedeutet, mit einem Amin der Formel III
60
65
H2N-A-CO-N
\x
(ΠΙ)
in der A, R1 und R2 die unter Formel I genannte
Bedeutung haben, zu einem Nitro-phenylaminodihydroxy-anthrachinon der Formel IV
(IV)
,R1
γ; ο nh—a —co —ν
umsetzt, in der A, R1 und R2 die unter Formel I
und Y1 und Y2 die unter Formel II angegebene
Bedeutung haben und gegebenenfalls die mit Y1'
oder Y2 bezeichnete Nitrogruppe reduziert oder durch die Amino-, die Methylamino-, die Äthylamino-
oder die /i-Hydroxyäthylaminogruppe ersetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Amins der Formel III,
in der R1 und R2 je eine niedermolekulare Alkylgruppe
bedeuten und A nicht weitersubstituiert ist.
4. Verfahren nach Ansprüchen 2 und 3, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Amins der
Formel III, in der R1 und R2 je die Methylgruppe
oder die Äthylgruppe und A den nicht weitersubstituierten m-Phenylenrest bedeuten.
5. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man substituierte
Dihydroxy-phenylamino-anthrachinone der Formel I herstellt, indem man ein Dinitro-dihydroxyanthrachinon
der Formel II mit einer Aminobenzolcarbonsäure der Formel V
H2N-A-COOH
(V)
in der A die unter Formel I genannte Bedeutung hat, zu einer Verbindung der Formel VI
Y1' O OH
(VI)
i O NH-A —COOH
umsetzt, in der A die unter Formel I und Y1' und
Y2 die unter Formel II angegebene Bedeutung haben, diese in ihr Säurechlorid oder -bromid
überführt und letzteres mit einem Amin der Formel VII ;
H-N (VII)
in der R1 und R2 die unter Formel I genannte
Bedeutung haben, zu einer Verbindung der Formel IV
IO
(IV)
/R,
Yi O NH-A —CO —N
20
R2
in der A, R1 und R2 die unter Formel I und Y1'
und Y2* die unter Formel II angegebene Bedeutung
haben, umsetzt und gegebenenfalls die mit Y1 oder Y2" bezeichnete Nitrogruppe reduziert oder durch
die Amino-, die Methylamino-, die Äthylamino- oder die /5-Hydroxyäthylaminogruppe ersetzt.
6. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man substituierte
Dihydroxy-phenylamino-anthrachinone der Formel Ia herstellt
Y1" O. OH
35
(Ia)
/R1
O NH-A- CO — N
in der von Y1" und Y2" das eine Y" die Hydroxylgruppe,
das andere Y" die Amino-, die Methylamino- oder die Äthylaminogruppe, A einen
gegebenenfalls eine Methyl- oder Methoxygruppe oder ein Chlor- oder Bromatom enthaltenden
Phenylenrest, R1 und R2 je eine niedermolekulare
Alkyl-, die Allyl- oder die /J-Hydroxyäthylgruppe
oder R1 und R2 zusammen mit dem Stickstoffatom
den N-Pyrrolidyl-, N-Piperidyl- oder N-Morpho-
lylrest bedeuten, indem man ein Dinitro-dihydroxyanthrachinon der Formel II
OH
0D
NO2
in der von Y1' und Y2 das eine Y' die Hydroxyl-
und das andere Y' die Nitrogruppe bedeutet, mit einer Aminobenzolcarbonsäure der Formel V
H2N-A-COOH
(V)
in der A die unter Formel Ia genannte Bedeutung hat, zu einer Verbindung der Formel VI
(VI)
O NH-A-COOH
umsetzt, in der A die unter Formella und Y[
und Y2 die unter Formel II angegebene Bedeutung haben, in dieser Verbindung VI die mit Y/ oder Y2
bezeichnete Nitrogruppe reduziert odet durch
die Amino-, die Methylamino- oder die Äthylaminogruppe
ersetzt und die erhaltene Verbindung in ihr Carbonsäurechlorid oder -bromid überführt
und letzteres mit einem Amin der Formel VII
/Ri
H-N
(VID
in der R1 und R2 die unter Formel Ia genannte
Bedeutung haben, zu einer Verbindung der Formel Ia umsetzt.
7. Verfahren nach Ansprüchen 5 und 6, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Aminobenzolcarbonsäure
der Formel V, in der A nicht weitersubstituiert ist, und eines Amins der Formel
VII, in der R1 und R2Je eine niedermolekulare
Alkylgruppe bedeuten.
8. Verfahren nach Ansprüchen 5 bis 7, gekennzeichnet durch die Verwendung der nicht weitersubstituierten
m-Aminobenzoesäure als Verbindung der Formel V und eines Amins der Formel VII,
in der R1 und R2 je die Methyl- oder die Äthylgruppe
bedeuten.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1295362A CH424040A (de) | 1962-11-06 | 1962-11-06 | Verfahren zur Herstellung von substituierten Dihydroxy-phenyl-amino-anthrachinonfarbstoffen |
| CH1274963 | 1963-10-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1287235B true DE1287235B (de) | 1969-01-16 |
Family
ID=25710886
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1963G0039100 Pending DE1287235B (de) | 1962-11-06 | 1963-11-05 | Substituierte Dihydroxy-phenylamino-anthrachinonfarbstoffe und Verfahren zu deren Herstellung |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE639559A (de) |
| DE (1) | DE1287235B (de) |
| GB (1) | GB1015509A (de) |
| NL (2) | NL125263C (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2480269A (en) * | 1946-12-21 | 1949-08-30 | Celanese Corp | Process of reacting a nitro-hydroxy-anthraquinone with a primary amine and a productthereof |
| DE1023162B (de) * | 1952-12-30 | 1958-01-23 | Gen Aniline & Film Corp | Verfahren zur Herstellung von Nitroanthrachinonfarbstoffen |
| FR1189354A (fr) * | 1957-12-30 | 1959-10-02 | Cfmc | Nouveaux colorants anthraquinoniques pour fibres de polyesters |
-
0
- NL NL300137D patent/NL300137A/xx unknown
- NL NL125263D patent/NL125263C/xx active
- BE BE639559D patent/BE639559A/xx unknown
-
1963
- 1963-11-05 GB GB4359963A patent/GB1015509A/en not_active Expired
- 1963-11-05 DE DE1963G0039100 patent/DE1287235B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2480269A (en) * | 1946-12-21 | 1949-08-30 | Celanese Corp | Process of reacting a nitro-hydroxy-anthraquinone with a primary amine and a productthereof |
| DE1023162B (de) * | 1952-12-30 | 1958-01-23 | Gen Aniline & Film Corp | Verfahren zur Herstellung von Nitroanthrachinonfarbstoffen |
| FR1189354A (fr) * | 1957-12-30 | 1959-10-02 | Cfmc | Nouveaux colorants anthraquinoniques pour fibres de polyesters |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL125263C (de) | |
| GB1015509A (en) | 1966-01-05 |
| BE639559A (de) | |
| NL300137A (de) |
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