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Die Erfindung betrifft einen Zeitprogrammgeber für ein Steuerorgan,
insbesondere bei einer Garnverzugsvorrichtung zur Einführung von Noppen in Garne,
mit einer Kettenschaltung von nacheinander ansprechenden, von einer gemeinsamen
Stromquelle gespeisten Zeitgebervorrichtungen, die jeweils aus einem Relais und
einem dem Relais über einen Selbst haltekontakt parallelgeschalteten Zeitglied bestehen,
das einen Umschaltkontakt aufweist, der seinerseits in seiner einen Stellung in
Reihe zu einem Arbeitskontakt des Relais im Stromkreis eines Weiterschaltrelais
liegt und in seiner anderen Stellung die Einschaltung der nächstfolgenden Zeitgebervorrichtung
auslöst.
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Beim Spinnen von, Garnen ist es oft erwünscht, ein sogenanntes Modegarn
zu erzeugen, welches an über die Länge des Garns -verteilten Stellen dickere Teile
oder Noppen von zuvor festgelegtem Durchmesser enthält. Diese Noppen ergeben ein
Garn von wechselndem Durchmesser, welches zur Erzeugung eines Stoffes verwendet
werden kann, der auf Grund der an der Stoffoberfläche stark hervortretenden Noppen
ein neues oder modisches Aussehen hat. Bei einer Art dieses modischen Garns werden
die Noppen in unregelmäßigen Abständen in das Garn eingefügt, so daß der mit diesem
Garn gewebte Stoff einen Punkteffekt von nicht vorhersehbarem Aussehen erhält. Obwohl
auch in unregelmäßigen Abständen auftretende Noppen zu einem attraktiven modischen
Stoff führen können, ist es oft erwünscht, daß das Garn und demzufolge der Stoff
mit Noppen versehen ist, die in einer zuvor festgelegten Anordnung oder einem zuvor
festgelegten Muster auftreten, damit der aus diesem Garn gewebte Stoff einen Oberflächeneffekt
erhält, der sich künstlerisch entwerfen läßt und der über eine unbeschränkte Länge
eines solchen Stoffes gleichförmig erzeugt werden kann.
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In vielen Fällen werden die Noppen dadurch in das Garn eingefügt;
daß man den Zug an dem in dem Spinnrahmen verarbeiteten Faserband steuert. Hierbei
wird die Geschwindigkeit der hinteren Streckwalze kurzzeitig vergrößert, um den
Zug zu vermindern und den verdickten Abschnitt oder die Noppe in dem Garn zu erzeugen.
Eine derartige Vorrichtung zeigt z. B. die USA.-Patentschrift 2 069 446. Um diese
Geschwindigkeitsänderungen an den hinteren Streckwalzen zeitlich zu steuern oder
zu regeln und Noppengarne zu erzeugen, sind bereits viele Einrichtungen vorgeschlagen
worden, die jedoch alle in irgendeiner Beziehung nur beschränkt den an sie zu stellenden
Anforderungen gewachsen sind. Beispielsweise sind viele der Steuerungen äußerst
kompliziert, erfordern einen erheblichen Aufwand an Fachkenntnissen zu ihrer Betätigung,
sind teuer herzustellen und sind außerdem sehr störungsanfällig. Des weiteren ermöb
lichen viele dieser Einrichtungen nur eine begrenzte Auswahl von Noppenmustern wegen
ihres beschränkten Arbeitsbereiches, und in vielen Fällen müssen für jedes gewünschte
Noppenmuster erhebliche Abänderungen oder Verstellungen in der Steuereinrichtung
i vorgenommen werden.
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Es gibt bisher auch noch keine Steuerung für den Antrieb der hierzu
benötigten Garnverzugseinrichtungen, die in ihrer technischen Funktion sämtlichen
zu stellenden Anforderungen genügt. Es sind zwar aus anderen Anwendungsgebieten
Zeitsteuerungen verschiedenster Art bekannt, jedoch weisen diese, sofern sie im
Rahmen eines vertretbaren technischen Aufwandes liegen, nicht die für eine Garnverzugseinrichtung
gewünschte Vielfalt an Einstellmöglichkeiten auf, auch wenn es sich bei ihnen um
Zeitsteuerungen handelt, die als Kettensteuerung aufgebaut sind und bei denen das
zeitabhängig gesteuerte Ausgangssignal einer ersten Kettenstufe jeweils die nächstfolgende
Kettenstufe ansteuert und gleichzeitig ein Weiterschaltrelais betätigt. In jeder
Stufe sind ein Zeitglied und ein Schaltrelais vorgesehen, das beim Anstehen eines
Eingangssignals in Selbsthaltung geht und nach Ablauf der vorgegebenen Zeit durch
eine Umschaltung ein Eingangssignal an die nächstfolgende, entsprechend arbeitende
Kettenstufe gibt.
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Die bekannten Zeitsteuerungen erfüllen zwar auch die Anforderungen,
daß nach Ablauf des Programms mit geeigneten Mitteln eine Rückumschaltung auf die
erste der Kettenstufen erfolgt, jedoch stehen nicht genügend Eingriffsmöglichkeiten
für beliebige Programmänderungen zur Verfügung. Wichtig ist vor allem auch die Möglichkeit,
zwei verschiedene Zeitarten vorgeben zu können, nämlich eine Zeit zur Steuerung
des Abstandes zwischen den Noppen und eine weitere Zeit zur Steuerung der Noppenlänge.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die obengenannten Mängel
zu beseitigen. Die Erfindung ist bei einem Zeitprogrammgeber der eingangs genannten
Art darin zu sehen, daß ein Ruhekontakt des Weiterschaltrelais im Stromkreis eines
abfallverzögerten Relais vorgesehen ist, dessen Arbeitskontakt im Stromkreis des
Steuerorgans vorgesehen ist, und daß der Umschaltkontakt der letzten Zeitgebervorrichtung
der Kettenschaltung in seiner anderen Stellung zur Erregung eines Rückstellrelais
vorgesehen ist, dessen Ruhekontakt zwischen der Stromquelle und den Zeit gebervorrichtungen
zur Rückstellung der Zeitgebervorrichtungen vorgesehen ist.
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Hierbei gibt also das Weiterschaltrelais diejenigen Schaltzeiten vor,
von denen der Abstand zwischen den Noppen abhängig ist. Das abfallverzögerte Relais
dagegen bestimmt durch seine Verzögerungszeit die Länge einer jeden Nöppe. Ferner
wird durch den Umschaltkontakt der letzten Kettenstufe ein Rückstellrelais betätigt,
das die gesamte Schaltungsanordnung abschaltet, wobei die Schaltung der einzelnen
Relais so ausgeführt ist, daß jedes in den Ausgangszustand zurückgeschaltet wird.
Alle diese Funktionen werden von nur drei Steuerrelais erfüllt, und der technische
Aufwand hängt nur von der gewünschten Zahl der Zeitstufen ab. Im übrigen können
diese Kettenstufen im Aufbau gleich sein, was ebenfalls vorteilhaft ist. Somit wird
durch die vorgeschlagene Maßnahme ein vielseitig anpaßbarer-Zeitprogrammgeber zur
Lösung der gestellten Aufgabe geschaffen. Es ist ferner vorteilhaft, daß aus der
vorgesehenen Gesamtzahl von Kettenstufen bzw. ihrer Zeitgebervorrichtungen jeweils
eine beliebige Anzahl ausgewählt werden kann, die für eine gewünschte Musterbildung
benötigt wird, ohne daß hierzu Verdrahtungsänderungen oder sonstige Abänderungen
vorgenommen werden müssen. Auch ist zur Vornahme der erforderlichen Einstellungen
kein geschultes Personal erforderlich.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der Umschaltkontakt
zwecks Herausnahme der zugehörigen Zeitgebervorrichtung aus der Kettenschaltung
von Hand betätigbar ist. Hiermit ist eine weitere einfache Anpassungsmöglichkeit
hinsichtlich
der Zahl der jeweils benötigten Zeitgebervorrichtungen
gegeben.
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Bekanntlich werden mit einer Noppenzusatzeinrichtung Garne erzeugt,
die über ihre gesamte Länge mit dicken und dünnen Abschnitten versehen sind, wobei
die dicken Abschnitte die Noppen darstellen. Es sei jedoch erwähnt, daß, obwohl
der erfindungsgemäße Zeitprogrammgeber insbesondere zur Verwendung in solcher Noppenzusatzeinrichtung
vorgesehen ist, er sich auch bei anderen Vorrichtungen verwenden läßt, bei denen
Arbeitsgänge durchzuführen sind, die eine periodische Steuerung oder eine Steuerung
in zeitlich bestimmter Reihenfolge erfordern, wozu viele Arten von Textilmaschinen,
beispielsweise Spinnrahmen, automatische Webmaschinen, automatische Wirkmaschinen
od. dgl., gehören. Der erfindungsgemäße Zeitprogrammgeber eignet sich jedoch besonders
zur Verwendung für eine Noppenzusatzeinrichtung, und an Hand dieser Anwendung soll
der nachfolgend beschrieben werden. Es zeigt F i g. 1 die Teilansicht eines Spinnrahmens
mit einer zur Erzeugung von Noppen dienenden Garnverzugsvorrichtung, F i g. 2 ein
Schaltbild des erfindungsgemäßen Zeitprogrammgebers für die Steuerung einer Vorrichtung
nach F i g. 1, F i g. 3 eine Zeitgebervorrichtung des in F i g. 2 dargestellten
Zeitprogrammgebers zur Erläuterung einer Arbeitsstellung der Schaltungselemente,
F i g. 4 die Zeitgebervorrichtung nach F i g. 3 zur Erläuterung einer anderen Arbeitsstellung
der Schaltungselemente und F i g. 5 eine Ansicht einer Anzeige- und Stellvorrichtung
für die Zeitgebervorrichtung nach F i g. 3. Der in der F i g. 1 dargestellte Spinnrahmen
mit einer Noppenzusatzvorrichtung besteht aus einer vorderen Walzenachse 11 und
einer hinteren Walzenachse 12, von denen jede mit einer Anzahl von Abschnitten mit
vergrößertem Durchmesser oder Walzen 1.3 bzw. 14 versehen ist. Die Walzen 13, 14
sind, wie dargestellt, verkeilt und mit Gegenwalzen 16 bzw. 17 kombiniert, von denen
jeweils nur eine wegen der Klarheit der Darstellung gezeigt ist. Die Walzen 16 und
17 sind in geeigneter Weise zur gemeinsamen Rotation mit den Walzen 11 und 12 gelagert
und können aus irgendeinem verschleißfesten nachgiebigen Werkstoff hergestellt oder
mit einem solchen Werkstoff überzogen sein, um den Faserstrang 18 zu verziehen,
der von einer in geeigneter Weise gelagerten Spule 19 abgezogen und durch die Vorrichtung
der F i g. 1. hindurchgezogen wird.
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In bekannter Weise wird die vordere Walze 13 mit einem Zahnrad 21
angetrieben, während die hintere Walzenachse 12 mit einer kleineren Drehzahl als
die vordere Walzenachse 11 gedreht wird, um den Faserstrang 1.8 gemäß einem zuvor
ausgewählten Verhältnis zu verziehen. Der verzogene Faserstrang wird anschließend
in üblicher Weise verdrillt und in Form eines Garns 22 auf einer geeigneten Spule
oder Haltevorrichtung 23 aufgewickelt.
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Um die Achse 12 gegenüber der Achse 11 mit geringerer Drehzahl anzutreiben
und das gewünschte Streckverhältnis zu erhalten, kann irgendein geeigneter Antrieb
vorgesehen werden. In dem dargestellten Beispiel ist auf der Achse 11 ein Stirnzahnrad
24 vorgesehen, welches mit einem Stirnzahnrad 26 kämmt, das mit einer Kupplungsscheibe
27 verbunden ist. Die hintere Walzenachse 12 ist frei durch das Zahnrad 26 und die
Kupplungsscheibe 27 hindurchgeführt. Als Antriebsverbindung zwischen der Kupplungsscheibe
27 und der Achse 12 dient eine zugehörige Kupplungsscheibe 28, die mit einer Keilverbindung
drehfest, aber längsverschieblich mit der Achse 12 verbunden ist.
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Die Kupplungsscheibe 28 ist mit einem Halsteil 29 versehen, der mit
einem Ende eines auf einer Achse 32 schwenkbar gelagerten Bügelhebels 31 zusammenarbeiten
kann. Eine Bewegung des Bügelhebels 31 bezüglich der F i g. 1 in entgegengesetzter
Uhrzeigerrichtung bewirkt ein Einkuppeln der Kupplungsscheiben 27, 28 und einen
Antrieb der hinteren Walzenachse 12 mit einer Drehzahl, die durch das Übersetzungsverhältnis
zwischen den Zahnrädern 24 und 26 bestimmt wird, so daß eine Drehzahldifferenz zwischen
den Achsen 11 und 12 erhalten und der Faserstrang 18 in einem zuvor festgelegten
Ausmaß verzogen wird. Der Bügelhebel 31 wird mit einer Feder 33 in die in F i g.
1 dargestellte Antriebsstellung vorgespannt.
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Mit einer Noppeneinrichtung der dargestellten Art werden während des
Spinnens dadurch in den Faserstrang Noppen eingefügt, daß man kurzzeitig die Drehzahl
der hinteren Walzenachse 12 vergrößert und auf diese Weise das Verzugsverhältnis
des Faserstrangs vermindert. Der Faserstrang vergrößert dann während dieser kurzzeitigen
Vergrößerung der Drehzahl der hinteren Walzenachse seinen Durchmesser, so daß eine
Noppe erzeugt wird.
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In der Vorrichtung der F i g. 1 ist auf der vorderen Walzenachse 11
ein zweites Stirnrad 34 vorgesehen, welches mit einem Stirnrad 36 kämmt, an dem
eine Kupplungsscheibe 37 befestigt ist. In der dargestellten Lage rotieren das Zahnrad
36 und die Kupplungsscheibe 37 relativ zur hinteren Walzenachse 12. Die Kupplungsscheibe
37 arbeitet mit einer Kupplungsscheibe 38 zusammen, die in ähnlicher Weise wie die
Kupplungsscheibe 28 längsverschieblich auf die Achse 12 aufgekeilt ist. Die Kupplungsscheibe
38 weist ebenfalls einen Halsteil 39 auf, in den das eine Ende eines zweiten Bügelhebels
41 eingreifen kann, der mit Hilfe einer Achse 42 in ähnlicher Weise wie der
Bügelhebel 31 verschwenkbar gelagert ist.
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Um eine gleichzeitige Antriebsverbindung beider Kupplungsscheiben
38, 38 zu verhindern, ist an dem Hebel 31 ein Ansatz 43 vorgesehen, welcher eine
Schraube 44 an dem Bügelhebel 41 beaufschlagt. Infolge der Kraft der Feder 33 wird
der Bügelhebel 31. normalerweise in der in F i g. 1 dargestellten Lage gehalten.
Durch die Berührung zwischen der Schraube 44 und dem Ansatz 43 wird der Hebel 41
so verschwenkt, daß die Kupplungsscheibe 38 ausgerückt wird. Wenn daher die Teile
sich in der in F i g. 1 dargestellten Lage befinden, rotiert die hintere Walzenachse
12 fortgesetzt mit einer Verzugsgeschwindigkeit, die durch das Verzugsverhältnis
festgelegt ist, um den sogenannten dünnen oder noppenfreien Teil des Garns zu erzeugen.
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Um die Achse 42 zu verdrehen und die Kupplungsscheibe 38 mit der Kupplungsscheibe
37 in Eingriff zu bringen, ist an der Achse 42 ein Kurbelarm 46 befestigt. Der Kurbelarm
46 ist an seinem anderen Ende in geeigneter Weise mit dem unteren Ende einer sich
vertikal erstreckenden Stange 47 verbunden, die hin und her verschieblich gelagert
ist und sich mit Hilfe eines Steuerorgans in Gestalt eines elektromagnetischen Antriebs
48 hin- und herbewegen läßt. Die vorbeschriebene
Vorrichtung ist
aus der USA.-Patentschrift 2 069 446 bekanntl. Bei der speziell dargestellten Ausführungsform
besteht der elektromagnetische Antrieb 48 aus einer Magnetspule mit einem nicht
dargestellten beweglichen Anker, mit welchem das obere Ende der Stange 47 verbunden
ist. Auf diese Weise wird, wenn die Magnetspule 48 erregt wird, die Stange 47 mit
Hilfe des Magnetankers vorzugsweise nach oben bewegt, so daß die Achse 42 mit Hilfe
des Kurbelarms 46 gedreht wird und die Kupplungsscheibe 38 mit der Kupplungsscheibe
37 in Eingriff kommt.
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Es soll also die Geschwindigkeit der hinteren Walzenachse 12 vergrößert
und das am Faserstrang 18 aufgebrachte Verzugsverhältnis kurzzeitig vermindert werden,
so daß der Durchmesser des Faserstrangs 18 über eine zuvor festgelegte Länge vergrößert
wird. Des weiteren sind Mittel vorgesehen, mit denen der Abstand zwischen zwei nacheinander
in dem Faserstrang erzeugten Noppen schnell und leicht aus einer unbegrenzten Vielzahl
von Noppenschemen zuvor ausgewählt werden kann.
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Für die Vorrichtung der F i g. 1 ist gemäß der vorliegenden Erfindung
ein besonderer Zeitprogrammgeber vorgesehen, der am besten aus der F i g. 2 zu erkennen
ist. Dieser Zeitprogrammgeber besteht aus einer Mehrzahl von Zeitgebervorrichtungen
51, die alle untereinander im wesentlichen den gleichen Aufbau haben. Eine Anzahl
dieser Zeitgebervorrichtungen ist jeweils innerhalb der gestrichelten Linien dargestellt.
Obwohl eine oder mehrere dieser Vorrichtungen 51 verwendet werden können, sind in
dem speziellen Ausführungsbeispiel dreißig dargestellt, die vorzugsweise in irgendeiner
geeigneten Weise an der Wand 52 eines Schaltschrankes 53 od. dgl. (F i g. 1) angeordnet
werden können, um bequem für eine Bedienungsperson zugänglich zu sein.
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Als Zeitgebervorrichtungen 51 eignen sich beliebige im Handel erhältliche
Zeitschaltvorrichtungen, die sich auf einen zuvor bestimmten Zeitzyklus einstellen
lassen.
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Wie aus der F i g. 2 zu erkennen ist, sind die Zeitgebervorrichtungen
51 in Kettenschaltung angeordnet. In F i g. 2 sind sechs der Zeitgebervorrichtungen
dargestellt, die sämtliche über Netzleitungen 54, 56 mit einer geeigneten, nicht
dargestellten Stromquelle verbunden sind. In jeder der Leitungen 54, 56 befindet
sich ein Netzschalter 57, mit dem der Anschluß der Leitungen an die Stromquelle
gesteuert wird.
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Die Zeitgebervorrichtung 51 a ist -- wie zuvor erläutert -
bezüglich ihres Aufbaues den übrigen Zeitgebervorrichtungen gleich. Die Zeitgebervorrichtung
enthält ein Relais 58 a und ein Zeitglied, beispielsweise ein Uhrwerk, von dem nur
der Antriebsmotor 59 a dargestellt ist. Das Relais 58 a weist einen
Arbeitskontakt 62 a auf. Das Zeitglied betätigt einen Selbsthaltekontakt 61 a und
einen Umschaltkontakt 90 a. Bei Erregung des Relais 58 a wird der
Arbeitskontakt 62 a geschlossen. Die Kontakte 61 a und 90 a
befinden
sich in der in F i g. 2 dargestellten Schaltstellung, wenn die Zeitgebervorrichtung
51 a mit Hilfe eines Bedienungsknopfes 63 (F i g. 5) manuell auf einen zuvor
festgelegten Zeitzyklus eingestellt worden ist.
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Wie die F i g. 5 zeigt, weist jede Zeitgebervorrichtung
51 einen Zeiger 64 auf, der mit Hilfe des Betätigungsknopfes 63 gegenüber
einer Skala 66 in die gewünschte Stellung gebracht werden kann. Die Skala 66 enthält
geeignete Angaben, um die Zeitgebervorrichtung auf ein bestimmtes Zeitintervall
einzustellen. An der Zeitgebervorrichtung 51 ist ein zweiter Zeiger 67 angeordnet,
welcher während des Laufes des Zeitgebermotors 59 die verstrichene oder abgelaufene
Zeit anzeigt. Wenn auch auf der Vorrichtung 51 jeder gewünschte Zeitbereich eingestellt
werden kann, so ist doch bei der speziell dargestellten Zeitgebervorrichtung nur
ein Bereich von 0 bis 60 Sekunden vorgesehen, da dieser erfahrungsgemäß ausreicht
für einen genügend großen Bereich der Zeitzykluseinstellungen.
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Wie wiederum aus F i g. 2 zu erkennen, ist die Zeitgebervorrichtung
51 a an ihrem einem Ende über eine Anschlußleitung 68 mit der Netzleitung 54 verbunden
und steht mit den übrigen Vorrichtungen über Sammelleitungen 69, 70 in Verbindung.
Des weiteren ist jede Zeitgebervorrichtung mit der benachbarten Zeitgebervorrichtung
über eine Leitung 71 verbunden.
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Eine Vorrichtung sorgt bei der Vervollständigung des zuvor festgelegten
Zeitzyklus einer jeden der Zeitgebervorrichtung für die kurzzeitige Betätigung der
Magnetspule 48 und gleichzeitig für die Erregung der nächstfolgenden Zeitgebervorrichtung,
um deren zuvor festgelegten Zeitzyklus einzuleiten. Wie bereits zuvor erläutert,
sorgt die Magnetspule 48, wenn die Steuerung der F i g. 2 bei einer Noppenvorrichtung
der F i g. 1 verwendet wird, bei ihrer kurzzeitigen Erregung dafür, daß in den verzogenen
Faserstrang 18 eine Noppe eingefügt wird, wobei dann der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Noppen durch den Zeitzyklus einer jeden der Zeitgebervorrichtungen 51 festgelegt
ist.
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Wie aus F i g. 2 zu ersehen, sind alle dort dargestellten Zeitgebervorrichtungen
durch manuelle Betätigung zur Durchführung eines Schaltprogramms vorbereitet, mit
Ausnahme der Vorrichtung 51 c, die in einer nachfolgend noch zu erläuternden Weise
außer Betrieb gesetzt worden ist. Es versteht sich jedoch, daß eine beliebige Anzahl
von Zeitgebervorrichtungen 51 aus der Gesamtheit der in F i g. 1 dargestellten Vorrichtungen
zur Durchführung eines Schaltprogramms gemäß einem bestimmten ausgewählten Schema
betriebsbereits gemacht werden kann.
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Alle Zeitgebervorrichtungen 51 sind mit Hilfe der Sammelleitung 70
mit einem Weiterschaltrelais 76 verbunden. Mit seinem anderen Anschluß ist das Relais
76 über die Leitung 77 mit der Netzleitung 56 verbunden. Das Weiterschalterelais
76 enthält ein Ruhekontaktpaar 78. Dieses Kontaktpaar 78 ist, wie die F i g. 2 zeigt,
in den Erregerstromkreis eines Verzögerungsrelais 79 eingeschaltet, dessen Abfallverzögerungszeit
einstellbar ist. Auf diese Weise ist das Verzögerungsrelais 79 über das normalerweise
geschlossene Ruhekontaktpaar 78 und die Leitungen 81 und 82 mit den Netzleitungen
54 bzw. 56 verbunden.
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Wie aus der Schaltung erkennbar ist, sorgen die Kontakte 78 bei entregtem
Weiterschaltrelais 76 für eine Erregung des Verzögerungsrelais 79. Dieses Verzögerungsrelais
79 enthält ein Arbeitskontaktpaar 83, welches in der Schließstellung die Magnetspule
48 über die Leitung 84 mit der Netzleitung 54 verbindet und erregt. Der andere Anschluß
der Magnetspule 48 ist über die Leitung 86 mit der Netzleitung 56 verbunden.
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Um mit der Mehrzahl von Zeitgebervorrichtungen 51 eine fortlaufende
Wiederholung der gesamten
Folge der Zeitschaltvorgänge auszulösen,
ist eine Vorkehrung getroffen, um alle Zeitgebervorrichtungen gleichzeitig zu entregen
und auf diese Weise eine automatische Rückstellung der Zeitgebervorrichtungen auf
die für die einzelnen Zeitgebervorrichtungen ausgewählten Zeitzyklen zu bewirken.
Hierzu dient ein Rückstellrelais 87, welches vorzugsweise als Verzögerungsrelais
ausgebildet ist. Dieses Relais 87 wird in einer nachfolgend noch zu erläuternden
Weise erregt, wenn die letzte Zeitgebervorrichtung 51 seinen Zeitzyklus vervollständigt
hat, d. h. abgelaufen ist. Das Rückstellrelais 87 ist mit seiner einen Klemme mit
der Leitung 71 d der letzten oder Abschluß-Zeitgebervorrichtung 51 d in der
Gruppe der in F i g. 1 dargestellten Zeitgebervorrichtungen 51 verbunden. Der andere
Anschluß des Rückstellrelais 87 ist mit der Leitung 88 an die Netzleitung 56 angeschlossen.
Das Rückstellrelais 87 enthält ein Ruhekontaktpaar 89 in der Netzleitung 54, so
daß bei der Erregung des Rückstellrelais 87 die Stromversorgung zu allen Zeitgebervorrichtungen
51 für eine Zeitdauer unterbrochen wird, die durch die Zeiteinstellung des Weiterschaltrelais
76 festgelegt ist, um die automatische Rückstellung aller Zeitgebervorrichtungen
zu ermöglichen. Es sei darauf hingewiesen, daß das Rückstellrelais 87 ein beliebig
ausgebildetes, im Handel erhältliches Verzögerungsrelais sein kann.
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Wie bereits kurz zuvor erwähnt, erfordert die Herstellung des Modegarns
mit einem zuvor festgelegten Muster, daß in das Garn Noppen eingefügt und gemäß
dem gewünschten Schema selektiv über die Garnlänge verteilt werden. Des weiteren
ist es oft erwünscht, nicht nur den Noppenabstand, sondern auch die Länge der gebildeten
Noppen exakt zuvor festzulegen. Bei der speziell dargestellten Anordnung ist daher
jede der Zeitgebervorrichtungen 51 so angeordnet, daß sie in den von der Vorrichtung
der F i g. 1 verarbeiteten Faserstrang eine Noppe einfügt, nachdem ihr zuvor festgelegter
Zeitzyklus abgelaufen ist.
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Es wurde bereits zuvor darauf hingewiesen, daß die ausgewählte Anzahl
von Zeitgebervorrichtungen 51 so angeordnet ist, daß sie über eine zuvor festgelegte
Garnlänge eine vollständige Folge von mit Abstand angeordneten Noppen einfügt. Diese
Folge kann sich kontinuierlich über die gesamte Länge des erzeugten Garns wiederholen.
Wie zuvor erläutert, sind bei der bevorzugten Ausführungsform dreißig solcher Zeitgebervorrichtungen
51 vorgesehen, um die Auswahl eines beliebigen Musters aus einer unbegrenzten Anzahl
von Noppenmustern zu ermöglichen.
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Nachdem das spezielle Noppenmuster festgelegt worden ist, wird jede
der in der Gruppe verwendete Zeitgebervorrichtungen 51 mit Hilfe eines Betätigungsknopfes
63 (F i g. 5) so eingestellt, daß der Zeiger 64 auf den speziell gewünschten Zeitzyklus
zeigt. Wie bereits erläutert, hat dieser Zeitzyklus, bezogen auf die Geschwindigkeit
des Faserstrangs 18, eine solche Dauer, daß der dünne Abschnitt des Garns erzeugt
wird, an dessen Ende sich eine Noppe anschließen soll. Wenn jede Zeitgebervorrichtung
51, beispielsweise die Zeitgebervorrichtung 51 a, eingestellt ist, befinden
sich ihre Kontakte 61 a und 90 a in der in F i g. 2 dargestellten
Lage, in der der Stromkreis des Motors 59 a geschlossen und auch die Verbindung
zur nächsten Zeitgebervorrichtung 51 b über die i Leitung 70 vorbereitet
ist, die jedoch noch unterbrochen bleibt auf Grund des normalerweise geöffneten
Arbeitskontakts 62 a. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich das Ruhekontaktpaar 89 des
Rückstellrelais 87 in der in F i g. 2 dargestellten Schließstellung, da die Leitung
71 d von der Schaltung abgetrennt ist.
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Wenn die Netzschalter 57 geschlossen werden, wird die Zeitgebervorrichtung
51 a erregt, in dem über die Leitung 68 und die Sammelleitung 69 das Relais
58 a und der Motor 59 a erregt wird. Hierbei wird der Arbeitskontakt 62 a
geschlossen und der Zeitzyklus eingeleitet. Zum Zeitpunkt, unmittelbar vor dem Schließen
des Arbeitskontaktes 62 a der Zeitgebervorrichtung 51 a, wird das Weiterschaltrelais
76 durch den geöffneten Arbeitskontakt 62 a entregt, so daß das Ruhekontaktpaar
78 die Erregung des abfallverzögerten Noppenzeitrelais 79 über die mit den Netzleitungen
54 bzw. 56 verbundenen Anschlußleitungen 81, 82 ermöglicht. Unmittelbar nach der
Erregung des Verzögerungs- oder Noppenzeitrelais 79 schließen dessen Arbeitskontakte
83, um die Magnetspule 48 über die Anschlußleitungen 84 und 86 zu erregen, die ebenfalls,
wie zuvor beschrieben, mit den Netzleitungen 54 bzw. 56 verbunden
sind.
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Bei Erregung der Zeitgebervorrichtung 51 a schließt jedoch anschließend
- wie in F i g. 3 dargestellt -der Arbeitskontakt 62 a und erregt das Weiterschaltrelais
76, so daß dieses seine Kontakte 78 öffnet, das Verzögerungsrelais 79 entregt wird
und dessen Arbeitskontakt 83 zum Öffnen gebracht wird. Auf Grund der veränderbaren
Zeiteinstellung des Verzögerungsrelais 79 werden dessen Arbeitskontakte 83 nach
Entregung des Relais 79 für die zuvor festgelegte Zeitdauer in der geschlossenen
Lage gehalten, um die Magnetspule 48 in erregtem Zustand zu halten. Wie bereits
zuvor erläutert, führt die Erregung der Magnetspule 48 zu einer nach oben
gerichteten Bewegung ihres Ankers und der damit verbundenen Betätigungsstange 47.
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Wenn sich die Stange 47 nach oben bewegt, wird die Achse 42 (F i g.1)
über den Zwischenhebel 46 in Uhrzeigerrichtung gedreht. Durch diese Drehung der
Achse 42 verschwenkt der Bügelhebel 41 so, daß die Kupplungsscheibe 38 mit der Kupplungsscheibe
37 in Eingriff gebracht und damit die hintere Wellenachse 12 beschleunigt und in
den Faserstrang 18 eine Noppe eingefügt wird. Diese eingefügte Noppe hat dann eine
Länge, die von der Zeiteinstellung des Relais 79 abhängt, weil die Erregungsdauer
der Magnetspule 48
die Eingriffsdauer der Kupplungsscheiben 37, 38 festlegt.
Am Ende der für das Relais 79 eingestellten Zeitdauer öffnen die Kontakte 83, und
die Kupplungsscheiben gelangen unter dem Einfluß der Feder 33 wieder in die in F
i g. 1 dargestellte Lage zurück.
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Es ist zu erkennen, daß die Verschwenkung des Bügelhebels 41 mit Hilfe
der Achse 42 von einer gleichzeitigen Bewegung des Bügelhebels 31 und einer Verdrehung
der Achse 32 begleitet ist, daß der Ansatz 43 von der Schraube 44 beaufschlagt wird,
so daß vor dem Eingriff der Kupplungsscheiben 37, 38 eine Auskupplung der Kupplungsscheiben
27, 28 erfolgt. Ferner ist ersichtlich, daß der Selbsthaltekontakt 61 a und der
Umschaltkontakt 90 a in ihrer Stellung bleiben und daß das Weiterschaltrelais 76
während der Dauer des Zeitzyklus mit Strom versorgt bleibt, daß aber die Noppenlänge
durch die Einstellung des Verzögerungsrelais 79 gesteuert wird. Nach der Einfügung
der Noppe und dem Wiedereinkuppeln der Kupplungsscheiben 27, 28 läuft dann der Faserstrang
18 für eine zuvor festgelegte Zeitdauer, die durch den Zeitzyklus der Zeitschaltvorrichtung
51 a festgelegt
wird, mit kleinem Durchmesser durch die Vorrichtung
nach F i g. 1. Nach dem Schließen des Arbeitskontaktes 62 a und während des Ablaufens
des Zeitzykhis bleiben die Schaltelemente der Zeitgebervorrichtung 51 a in der in
F i g. 3 dargestellten Lage.
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Am Ende des Zeitzyklus der Zeitgebervorrichtung 51 a sorgt
der Motor 59 a dafür, daß der Schalter mit dem Selbsthaltekontakt 61 a und dem Umschaltkontakt
90 a in die in F i g. 4 dargestellte Lage umgeschaltet wird, so daß der Stromkreis
des Weiterschaltrelais 76 in der Leitung 70 erneut unterbrochen und in dem Faserstrang
18 eine weitere Noppe in der bereits zuvor beschriebenen Weise erzeugt wird.
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Wenn der Schalter mit dem Selbsthaltekontakt 61 a und dem Umschaltkontakt
90 a in die Schaltstellung der F i g. 4 bewegt ist, schließt sich ein Stromkreis
von der Netzleitung 54 über die Leitung 71 a zur nächstfolgenden Zeitgebervorrichtung
51 b, deren anderer Anschluß, wie bei der Zeitgebervorrichtung 51 a, mit
der Sammelleitung 69 verbunden ist, so daß sich ein Stromkreis durch das Relais
58 b und den Motor 59 b zur Netzleitung 56 schließt. Auf diese Weise werden
unmittelbar nach der Einfügung einer Noppe in den Faserstrang am Ende des Zeitzyklus
der Zeitgebervorrichtung 51 a das Relais 58 b und der Motor
59 b der Zeitgebervorrichtung 51 b erregt, so daß deren Zeitzyklus beginnt
und deren Arbeitskontakt 62 b schnell geschlossen wird, um erneut das Weiterschaltrelais
76 zu erregen und den Erregerkreis des Verzögerungsrelais 79 mittels des Ruhekontaktpaars
78 zu öffnen.
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In ähnlicher Weise, wie es zuvor für den Schalter mit den Kontakten
61 a und 90 a beschrieben worden ist, gelangt der Schalter mit den
Kontakten 61 b und 90 b der Zeitgebervorrichtung 51
b in die Schaltstellung der F i g. 4, wenn der zuvor festgelegte Zeitzyklus
der Zeitgebervorrichtung 51 b vervollständigt ist, um die nächstfolgende Zeitgebervorrichtung
zu erregen. Diese Schaltwirkung wird dann der Reihe nach in der gesamten ausgewählten
Gruppe von Zeitgebervorrichtungen 51 ausgeführt, um das gewünschte Muster zu erzeugen.
Auf diese Weise werden, da jede Zeitgebervorrichtung 51 in der zuvor beschriebenen
Weise erregt wird, in den Faserstrang 18 Noppen eingefügt, bis die letzte Zeitgebervorrichtung
51d abgelaufen ist. Es ist noch zu erwähnen, daß über die Leitungen 71 der
zuvor betätigten, d. h. abgelaufenen Zeitgebervorrichtung 51 eine Rückleitung zur
Netzleitung 54 geschlossen wird, wenn sich alle Schalter mit den Kontakten 61 und
90 in der Schaltstellung befinden, die in der F i g. 4 dargestellt ist.
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Sobald die letzte Zeitgebervorrichtung 51 d ihren Zeitzyklus
vervollständigt hat, bewegen sich die Kontakte 61 d und 90 d in die
in F i g. 4 dargestellte Lage, um das Rückstellrelais 87 über die Leitung 71 d und
die mit der Netzleitung 56 verbundene Leitung 88 zu erregen. Wenn das Rückstellrelais
87 erregt wird, öffnen sich dessen Kontakte 89, um die Stromversorgung zu allen
Zeitgebervorrichtungen 51 zu unterbrechen und den einzelnen Zeitgebervorrichtungen
eine automatische Rückstellung zu ermöglichen, bei der sich alle Kontakte 61, 90,
62 in die in der F i g. 2 dargestellte Stellung bewegen. Eine Verzögerungszeiteinstellung
am Relais 87 wird dazu verwendet, die Zeitgebervorrichtung 51 für eine zuvor festgelegte
Zeitdauer im entregten Zustand zu halten, so daß genügend Zeit für die Arbeit der
Rückstellelemente der Zeitgebervorrichtungen verbleibt. In bekannter Weise wird
der bewegliche Zeiger 67 der Zeitgebervorrichtungen nach F i g. 5 bei diesem Rückstellvorgang
mit dem Zeiger 64 zur Deckung gebracht.
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Obwohl sämtliche Zeitgebervorrichtungen 51 des in F i g. 1 dargestellten
Geräts dazu verwendet werden können, in dem verarbeiteten Garn ein zuvor festgelegtes
Noppenschema zu erzeugen, kann es auch erwünscht sein, nicht die Gesamtzahl der
verfügbaren Zeitgebervorrichtungen, sondern eine geringere Anzahl zu verwenden.
Eine maximale Anzahl von dreißig Zeitgebern ist - wie zuvor erläutert - vorgesehen
worden, um mit der erfindungsgemäßen Steuerung eine größtmögliche Auswahl von Noppenmustern
zu gestalten.
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Wenn weniger Zeitgebervorrichtungen 51 als vorhanden verwendet werden
sollen, kann mindestens eine der Zeitgebervorrichtungen ausgeschaltet oder aus der
Steuerung herausgenommen werden. Auch für den Fall, daß eine Zeitgebervorrichtung
gestört oder in sonstiger Weise defekt wird, ist es erwünscht, diese Zeitgebervorrichtung
von der Steuerung abzutrennen. Unter anderen Umständen, wenn beispielsweise nur
zwanzig der dreißig Vorrichtungen für ein bestimmtes Noppenschema erforderlich sind,
müssen die letzten zehn Vorrichtungen von der Steuerung abgetrennt werden. So kann
es beispielsweise für einen bestimmten Betrieb - wie in F i g. 2 dargestellt- erforderlich
sein, die Zeitgebervorrichtungen 51 c aus der Steuerung herauszunehmen. Dies geschieht
dadurch, daß man den Betätigungsknopf 63 der Zeitgebervorrichtung der F i g. S so
verdreht, daß die Vorrichtung 51 c außer Betrieb gesetzt wird; eine Möglichkeit,
die durch die Konstruktion des speziellen, zuvor beschriebenen Zeitgebers gegeben
ist. In diesem Fall wird der Schalter mit dem Selbsthaltekontakt 61 c und dem Umschaltkontakt
90 c von Hand in die in F i g. 2 dargestellte Lage gebracht, und der Arbeitskontakt
62 c öffnet, da das Relais 58 c entregt ist. Der Arbeitskontakt 62 c schließt zwar,
wenn die Zeit gebervorrichtung 51 c bei der nachfolgenden Betätigung des Systems
durch die Erregung des Relais 58 c überbrückt wird, einen Einfluß auf die Steuerung
hat dieser Schaltvorgang aber nicht wegen der von Hand vorgenommenen, zuvor beschriebenen
Einstellung des des Schalters mit den Kontakten 61 c und 90 c. Wenn daher die vor
der Vorrichtung 51 c angeordnete Zeitgebervorrichtung ihren Zeitzyklus vervollständigt
und ihren Schalter mit den Kontakten 61 und 90 in die in F i g. 4 dargestellte Lage
bewegt, ergibt sich durch die Schaltstellung des Schalters 61 c eine unmittelbare
Durchschaltung der Leitung 71 c, so daß die Zeitgebervorrichtung 51 d in
der zuvor beschriebenen Weise erregt wird.
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Es ist auch zu beachten, daß das RückstellreIais 87 stets in der Schaltung
verbleibt und beim Ablauf der letzten Zeitgebervorrichtung der Gruppe erregt wird,
selbst wenn eine oder mehrere der Zeitgebervorrichtungen außer Betrieb sind, da
der Stromkreis stets über die Leitung 71 der nicht arbeitenden Zeitgebervorrichtungen
geschlossen werden kann.
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Patentschutz wird nur begehrt jeweils für die Gesamtheit der Merkmale
eines jeden Anspruchs, also einschließlich einer Rückbeziehung.