DE969608C - Zeitprogrammgeber fuer Programmschweissung nach dem Baukastenprinzip - Google Patents
Zeitprogrammgeber fuer Programmschweissung nach dem BaukastenprinzipInfo
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Description
Es ist bekannt, Zeitprogrammgeber zu verwenden, um einen Vorgang gemäß einem vorgegebenen
Programm selbsttätig zu steuern. Ein bekanntes Anwendungsgebiet dieser Zeitgeber ist die Steuerung
von Schweißmaschinen, beispielsweise zum Steppschweißen. Es kommt dabei darauf an,
mehrere genau definierte Zeitintervalle aufeinanderfolgen zu lassen, an deren Ende bzw. Anfang
irgendein Vorgang programmgemäß ausgelöst bzw.
ίο beendet werden soll. Die bekannten Zeitprogrammgeber
benutzen oft eine Folgeschaltung von verzögerten Relais. Es werden dabei durch irgendeinen
Programmgeber eine Anzahl Relais nacheinander betätigt. Der Programmgeber ist entweder
ein rein mechanischer oder ein solcher, der die definierte Zeitspanne des Lade- oder Entladevorganges
von Kondensatoren in Verbindung mit Entladungsstrecken ausnutzt. Es ist auch weiterhin
vorgeschlagen worden, einen Zeitprogrammgeber nach dem Baukastenprinzip aufzubauen; für
jedes gewünschte Zeitintervall ist dann ein Zeitgeber vorgesehen, und durch Relais setzt immer ein
Geber den folgenden in Betrieb.
Es ist weiterhin eine Schaltanordnung bekannt geworden, bei der die Anoden zweier Röhren zwar
über einen Gleichrichter verbunden sind, aber nicht durch einen Gleichrichter und einen Kondensator
in Reihe. In dieser Schaltung wird jedoch mit mechanischen Relais gearbeitet, die es nicht gestatten,
mit Zeitintervallen von nur einigen Halbwellen zu arbeiten. Außerdem ist hier das Baukastenprinzip
nicht angewendet.
Weiterhin sind Anordnungen bekanntgeworden, bei denen relaislose Zeitgeber bzw. parallel zur
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Gitterkathodenstrecke liegende Ladekondensatoren bzw. die Zusammenschaltung zweier Zeitgeber beschrieben
werden, die aber alle nicht dafür geeignet sind, einfache Schaltungen nach dem Baukasten-·
prinzip aufzubauen.
Es gibt ferner noch eine Zählschaltung, bei der die gittergesteuerten Gasentladungsstrecken (im
folgenden Thyratrons genannt) normalerweise gelöscht sind und nur eines gezündet ist. Die Schaltung
nach der Erfindung arbeitet im Gegensatz dazu mit normalerweise gezündeten und nur einem
gelöschten Thyratron. Der Hauptnachteil dieser Schaltung ist, daß sie mit Fremdzündung arbeiten
muß.
Die Erfindung umgeht die Nachteile der bekannten Einrichtungen und bezieht sich auf einen Zeitprogrammgeber
für Widerstands-Programmschweißung und ist aus untereinander gleichen Schaltelementen
nach dem Baukastenprinzip aufgebaut.
Das Kennzeichen der Erfindung besteht in der Kombination der an sich bekannten Merkmale a)
bis c) und des neuen Merkmals d):
a) es werden relaislose Zeitgeber verwendet;
b) die für jedes Zeitintervall vorgesehenen Zeitgeber enthalten je eine steuerbare Entladungsstrecke und einen Kondensatorladekreis zur
Zündung dieser Entladungsstrecke und zur Ladung des parallel zur Gitter-Kathoden-Strecke
liegenden Kondensators während deren stromloser Zeit;
c) die Zeitgeber sind richtungsabhängig und rückwirkungsfrei miteinander verbunden;
d) als einzige Verbindung zwischen je zwei nacheinander arbeitenden Zeitgebern sind die Anoden
ihrer Entladungsstrecken über einen Kondensator und einen Gleichrichter in Reihe untereinander
verbunden.
In der Erfindung wird also die Verwendung von Relais völlig vermieden, jedoch wird das Baukastenprinzip
beibehalten. Der Zeitprogrammgeber ist also aus einer Reihe von Zeitgebern als Bauelement
zusammengesetzt, die gemäß der Erfindung untereinander aus gleichartigen Schaltelementen
aufgebaut sind. Zeder Zeitgeber besteht zunächst aus einem Ladekreis für einen Kondensator,
der an der Steuereinrichtung einer Entladungsstrecke liegt. Der Kondensator kann sich nur dann
aufladen, wenn die Entladungsstrecke keinen Strom führt, und er soll dann, wenn er aufgeladen
ist, die Entladungsstrecke zünden. Ferner sind die Anoden der Entladungsstrecken der benachbarten
Zeitgeber durch einen Kondensator in Reihe mit einem Ventil miteinander verbunden.
Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung näher erläutert. Der umstrichelte Teil in Fig. 1 der Schaltung
gehört zu einem Zeitgeber, der zunächst betrachtet werden soll. Die Entladungsstrecke ti
liegt mit der Kathode am Minuspol, mit der Anode über einen Lastwiderstand 12 am Pluspol der
Gleichspannungsquelle 1. Dazu parallel liegt ein Kondensator 13 in Reihe mit einem veränderbaren
Ladewiderstand 14.
Wie Fig. ib ausschnittweise zeigt, kann auch
der Ladewiderstand statt am Pluspol der Gleichspannungsquelle an der Anode des Gefäßes 11 liegen.
Der Widerstand 12 dient dann mit als Ladewiderstand. Die dem Minuspol abgewandte Seite
des Kondensators führt außerdem zum Gitter des Gefäßes 11. Zwischen derselben Kondensatorseite
und der Anode des Gefäßes 11 ist ein Ventil 15 mit derartiger Durchlaßrichtung geschaltet, daß
bei leitender Entladungsstrecke ein Teil des Anodenstromes duich den Ladewiderstand 14 und das
Ventil 15 fließen kann. Im Falle gemäß Fig. ib
fließt der Anodenstrom nicht durch den Ladewiederstand 14. Ferner liegt zwischen der Anode
des Gefäßes 11 und der des Gefäßes 21 ein Kondensator
16 und damit in Reihe ein Ventil 17. Das Ventil ist von einem vorzugsweise hochohmigen
Widerstand 18 überbrückt. Von der Anode des Gefäßes 11 führt schließlich noch eine Verbindung
zu dem zum folgenden Zeitgeber gehörenden Kondensator 26. Es sind in diesem Ausführungsbeispiel
vier Zeitgeber vorgesehen, die gemäß der Erfindung aus genau den gleichen Schaltelementen
aufgebaut sind (entsprechende Schaltelemente haben die gleiche letzte Ziffer im Bezugszeichen).
Die Anode des Gefäßes 31 kann über einen Umschalter 2 mit dem Kondensator 46 verbunden werden.
Damit sind die vier Zeitgeber in einem Kreis go gekoppelt.
Jede Entladungsstrecke hat noch ein weiteres Gitter, auf das über eine gemeinsame Leitung 4
aus einer nicht gezeichneten Einrichtung Synchronisierungsimpulse gegeben werden, damit die Zündung
der Gefäße 11, 21, 31 und 41 phasenrichtig
mit der Frequenz der die Einrichtung speisenden Wechselspannung erfolgt.
Der Zeitprogrammgeber dient in einem Anwendungsbeispiel als Programmgeber für eine
Schweißmaschine 51, die über ein Schütz 52 in Form von gegensinnig parallel geschalteten, zündstiftgesteuerten
Entladungsgefäßen 53 und 54 gespeist wird. Die Gefäße 53, 54 haben Zündgefäße 55, 56, die einen Strom dann durch die Zündstifte
der Gefäße 53 und 54 leiten, sobald ihre Gitter durch Impulse aus dem Transformator 57 und
weiter aus einem nicht gezeichneten Impulsgeber über den Transformator beaufschlagt werden. Die
Impulse können jedoch nur dann übertragen werden, wenn das Gefäß 59 durch den Zeitgeber über
die Verbindung S geöffnet ist. Der Impuls wird je nach Phasenlage über das ungesteuerte Ventil 61
oder 62 übertragen, so daß entweder 55 oder 56 geöffnet wird. Die Aitswahl über die Impulse besorgt
das vom Zeitprogrammgeber geöffnete oder gesperrt gehaltene Gefäß 59. Sämtliche gittergesteuerte
Gefäße haben noch die notwendige, aber nicht gezeichnete Gittervorspannung. Im weiteren
ist noch ein Spannungsteiler 6 vorgesehen, dessen Abgriff zur Kathode des Gefäßes 59 führt. Allgemein
ist zu sagen, daß dieser Abgriff und die Leitung 5 einen Ausgang des Zeitgebers bilden.
Ein weiterer Ausgang ist durch die Leitung 3 gegeben, die von den Anoden einiger Gefäße des Zeitgebers
über j e ein Ventil und einen Widerstand führt.
Der Zeitprogrammgeber arbeitet folgendermaßen: Angenommen alle Gefäße ii, 21, 31 und 41
brennen; der Schalter 2 liegt so, daß der Kondensator 46 mit der in der Zeichnung linken Seite an
den Pluspol der Spannungsquelle 1 gelegt ist. Damit ist 46 als einziger Kondensator aufgeladen. Die
Kondensatoren 16, 26, 36, 13, 23, 33 und 43 sind ungeladen. Die Anoden der Gefäße haben das negative
Gleichspannungspotential zuzüglich der B renn spannung. Wird jetzt der Schalter 2 umgelegt, so
entlädt sich der Kondensator 46 über das Gefäß 31, treibt einen Strom durch das Gefäß 41 gegen den
Anodenstrom und fließt über das Ventil 47 zurück zum Kondensator 46. Dadurch wird das Gefäß 41
gelöscht. Ist der Anodenstrom dieses Gefäßes zu Null geworden, so treten drei Ladevorgänge auf.
Es wird einmal der Kondensator 16 durch den Widerstand 42 einerseits und durch das brennende
Gefäß 11 und das Ventil 17 andererseits aufgeladen,
gleichzeitig wird über den Ladewiderstand 44 der Kondensator 43 aufgeladen, und schließlich wird der Kondensator 46 in bezug auf
seinen Ladezustand vor der Löschung des Gefäßes 41 umgeladen (in der Zeichnung rechte Seite positiv).
Maßgebend für die Höhe des Ladestromes für den Kondensator 43 ist die Stellung des Abgriffes
am Ladewiderstand 44. Damit ist auch die zeitliche Veränderung des Gitterpotentials vom Gefäß
41 gegen die Kathode bestimmt. Erreicht die Spannung am Kondensator 43 etwa den Wert der Zündspannung,
so zündet das Gefäß 41 beim nächsten Synchronisierungsimpuls wieder. Die Zeitdauer,
während der das Gefäß 41 stromlos ist, ist das diesem Zeitgeber zugeordnete bzw. von diesem abgegebene
Zeitintervall. Es wird bestimmt durch die . Geschwindigkeit, mit der der Zündkondensator 43
aufgeladen wird. Verändert man den Abgriff am Widerstand 44, so wird auch dieses Zeitintervall
verändert.
Hat nun das Gefäß 41 wieder gezündet, so entlädt sich der Kondensator 16 über das Gefäß 41
gegen den Anodenstrom des Gefäßes 11 und löscht dieses aus. Nun wird über den Ladewiderstand 14
der Zündkondensator 13 und über den Anodenwiderstand 12 der Kondensator 26 aufgeladen.
Außerdem lädt sich der Kondensator 16 in bezug auf seinen Ladezustand vor Verlöschen des Gefäßes
11 um. Inzwischen gleicht sich die Ladung des Kondensators 46 über den Widerstand 48 wieder
aus. Dabei fließt der Entladestrom gegen den Anodenstrom des Gefäßes 31. Der Widerstand 48 ist
aber so hochohmig, daß das Gefäß 31 nicht verlöschen kann. Das Gefäß 11 bleibt so lange stromlos,
bis der Kondensator 13 die zur Zündung von Gefäß 11 nötige Zündspannung hat. Diese Zeitspanne
ist das diesem Zeitgeber zugeordnete Zeitintervall und ist bestimmt durch den veränderbaren
Widerstand 14.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, wiederholt sich nun dieser Vorgang; nacheinander werden
auch die Gefäße 21 und 31 gelöscht und wieder gezündet.
Infolge der Verbindung der Anode des Gefäßes 31 mit dem Kondensator 46 über den
Schalter 2 läuft der Vorgang weiter, und das Programm beginnt von neuem, d. h. es wird wieder das
Gefäß 41 gelöscht usw. Der Zeitraum vom ersten Verlöschen des Gefäßes 41 bis zum Wiederzünden
des Gefäßes 31 kann als Programmzeit definiert werden. Die einzelnen, genau definierten Zeitintervalle,
während der die einzelnen Gefäße stromlos sind, bilden das Zeitprogramm. Durch die Synchronisierungsimpulse
wird der an und für sich asynchron verlaufende Vorgang der Bereitstellung der Zündspannung der Gefäße synchronisiert, d. h., die
jeweiligen Zündungen erfolgen nicht willkürlich, sondern nur im Takte einer vorgegebenen, für die
Anwendung des Zeitprogrammgebers maßgebenden Frequenz. Infolgedessen ist man in der Vorgabe
der Ladezeiten durch die Abgriffe der Widerstände 14, 24, 34, 44 nicht gebunden; es erfolgt auf jeden
Fall die phasenrichtige Zündung, so daß die Endzeitpunkte der obenerwähnten Zeitintervalle phasengleich
liegen. Es kann aber auch die Synchronisierungseinrichtung derart bemessen sein, daß man
die Phasenlage der Impulse in gewünschter Weise verändern kann.
Wird der Schalter 2 geöffnet, so läuft dennoch auf jeden Fall das Zeitprogramm ab. Verlischt nun
das Gefäß 31, so kann sich jetzt der Kondensator 46 nicht mehr aufladen, so daß, wenn 31 wieder
zündet, 41 trotzdem weiterbrennt. Es wird dadurch garantiert, daß das einmal angefangene Programm
zunächst vollständig abläuft, ehe die Abschaltung wirksam wird, unabhängig davon, wann im Verlauf
des Programms sie erfolgt.
Als Bezugsmaß der obengenannten Zeitintervalle dient nun das Anodenpotential des Gefäßes. Es
schwankt zwischen der positiven Spannung der Stromquelle 1 und deren negativer Spannung, abzüglich
der Brennspannung. Die Leitung 3 führt beispielsweise zur Zange der Schweißmaschine.
Während der Zeit, in der die Gefäße 11, 31 und 41
stromlos sind, wird über die Leitung 3 die Zange geschlossen. Ist jedoch das Gefäß 31 stromlos, so
wird 3 nicht beaufschlagt, und die Zange kann, z. B. zum Wechseln des Werkstückes oder zum
Weiterschieben bei Steppschweißung, geöffnet werden. Man kann statt dessen auch nur einen
Ausgang von der Anode des Gefäßes 31 zur Zange vorsehen und den Öffnungsvorgang durch das
Stromloswerden dieses Gefäßes steuern.
Fig. 2 zeigt die Spannung zwischen dem Abgriff des Spannungsteilers 6 und der Anode des
Gefäßes 11, das durch die Leitung 5 auf das Gitter des Gefäßes 59 übertragen wird. Wie ersichtlich,
braucht man bei dieser Schaltung für 59 keine besondere negative Vorspannung, diese wird vielmehr
durch die Spannungsquelle 1 und die Schaltung des Zeitgebers mitgeliefert.
Während dieses Zeitintervalls ist das Gefäß 59 iao offen, und es können Impulse auf die Gitter der
Gefäße 55 und 56 und damit Zündströme in die Gefäße 53 und 54 gelangen.
Mit diesem einen Gefäß kann durch den Zeitgeber auch eine mehrphasige Impulsübertragung^- ias
einrichtung betätigt werden. Statt der Transfor-
matoren 57 und 58 werden dann Mehrphasentransformatoren verwendet, die vorzugsweise auf der
Seite in Stern geschaltet werden, auf der das Gefäß 59 liegt, mit entsprechend mehr ungesteuerten
Ventilen in den Rückführungen bzw. Verbindungen der Phasen der beiden Transformatoren.
Statt der gegensinnig parallel geschalteten Entladungsstrecken 53 und 54 kann man auch solche
verwenden, die an den verschiedenen Phasen eines Transformators liegen; auch ist ein solches Schütz
nicht auf die Schaltung von Schweißmaschinen beschränkt. Es können durch den Zeitgeber im Sinne
des vorgegebenen Programms beliebige Zeitvorgänge gesteuert werden, beispielsweise durch OfF-nen
oder Schließen eines Steuergefäßes, welches die Übertragungseinrichtung für Ein- oder Mehrphasenimpulse
auf die Steuereinrichtung einer Ein- oder Mehrphasenschalteinrichtung mit zündstift-
oder gittergesteuerten Entladungsgefäßen öffnet oder sperrt.
Wie aus dem Ausführungsbeispiel ersichtlich, kann man durch Parallelschaltung von weiteren
Zeitgebern zur Gleichspannungsquelle und durch entsprechende Kopplung ein beliebiges Zeitprogramm
zusammenstellen. Die von den einzelnen Zeitgebern abgegebene Zeitspanne kann durch Verändern
des Ladewiderstandes 14, 24, 34 in weiten Grenzen variiert werden. Es können auch an der
Anode eines Entladungsgefäßes eines Zeitgebers mehr als ein weiterer solcher Zeitgeber angeschlossen
sein, so daß also mehrere Programme gleichzeitig ablaufen. Es kann aber nur ein Kreis dabei
gebildet werden, da sonst kein synchroner Lauf der Anlage sichergestellt wird.
Claims (19)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Zeitprogrammgeber für Widerstands-Programmschweißung, nach dem Baukastenprinzip aufgebaut aus untereinander gleichen Schaltelementen, gekennzeichnet durch die Kombination der an sich bekannten Merkmale a) bis c) und des neuen Merkmals d):a) es werden relaislose Zeitgeber verwendet;b) die für jedes Zeitintervall vorgesehenen Zeitgeber enthalten je eine steuerbare Entladungsstrecke (11, 21, 31, 41) und einen Kondensatorladekreis zur Zündung dieser Entladungsstrecke und zur Ladung des parallel zur Gitter-Kathoden-Strecke liegenden Kondensators (13, 23, 33, 43) während deren stromloser Zeit;c) die Zeitgeber sind richtungsabhängig und rückwirkungsfrei miteinander verbunden;d) als einzige Verbindung zwischen je zwei nacheinander arbeitenden Zeitgebern sind die Anoden ihrer Entladungsstrecken (11, 21, 31, 41) über einen Kondensator (16, 26, 36, 46) und einen Gleichrichter (17, 27, 37, 47) in Reihe untereinander verbunden.
- 2. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem Zeitgeber an derselben Gleichspannungsquelle (1) jeweils parallel geschaltet liegen: ein Kondensator (13, 23, 33,43) in Reihe mit einem Ladewiderstand (14, 24, 34, 44) einerseits und eine gesteuerte Entladungsstrecke (11, 21, 31, 41) in Reihe mit einem Anodenwiderstand (12, 22, 32, 42) andererseits, wobei zwischen der Anode und der dem Ladewiderstand (14,24,34,44) zugewandten Seite des Kondensators (13, 23, 33, 43) ein ungesteuertes Ventil (15, 25, 35, 45) mit derartiger Durchlaßrichtung liegt, daß ein Teil des Anodenstromes durch den Ladewiderstand (14, 24, 34, 44) und das Ventil (15, 25, 35, 45) fließt, und wobei die Kondensatorspannung zwischen Kathode und Steuergitter der Entladungsstrecke gelegt ist, und daß jeder Zeitgeber weiterhin einen weiteren Kondensator (16, 26, 36, 46) in Reihe mit einem weiteren ungesteuerten Ventil (17, 27, 37, 47) besitzt, das von einem vorzugsweise hochohmigen Widerstand (18, 28, 38, 48) überbrückt wird, wobei die dem Kondensator (16, 26, 36, 46) abgewandte Elektrode des Ventils (17, 27, 37, 47) an die Anode der gesteuerten Entladung^- strecke (11, 21, 31, 41) führt und die dem Ventil abgewandte Seite des Kondensators (16, 26, 36, 46) mit der Anode der gesteuerten Entladungsstrecke des nächsten und/oder vorherigen Zeitgebers verbunden ist.
- 3. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladewiderstand (14, 24, 34, 44) des Kondensators (1Z, 23> 33. 43). an dem die Zündspannung für die steuerbare Entladungsstrecke (11, 21, 31, 41) eines Zeitgebers abgegriffen wird, nicht direkt am positiven Pol der Gleichspannungsquelle liegt, sondern an der Anode der steuerbaren Entladungsstrecke (Fig. ib).
- 4. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Zeitgeber durch die Verbindung der Anoden der gesteuerten Entladungsstrecken (11, 21, 31, 41) über Kondensatoren (16, 26, 36, 46) einen Kreis bilden.
- 5. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreis durch einen Schalter (2) geöffnet werden kann und daß dieser Schalter gleichzeitig den unmittelbar mit ihm in Reihe liegenden Kondensator (46) auch mit einem Pol der Gleichspannungsquelle verbinden kann.
- 6. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladewiderstand (14, 24, 34, 44) des Kondensators (13, 23, 33, 43) für die Gitterzündung in weiten Grenzen veränderbar ist.
- 7. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zeitgeber einen Ausgang besitzt.
- 8. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die stromlose Zeit der steuerbaren Entladungsstrecke (11,21,31,41) jedes Zeitgebers als feste, dem Zeitgeber zugeordnete bzw. von diesem abgegebene Zeitspanne gewählt wird.
- 9· Zeitprogrammgeber nach Anspruch ι bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer, während der zwischen den Anoden der Zeitgeberelemente eine bestimmte Spannung gegen ein gegen die feste Gleichspannung definiertes Potential liegt, als feste, vom Zeitgeber abgegebene Zeitspanne gewählt wird.
- 10. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als abgegebenes Zeitintervall eines Zeitgebers die Dauer positiver Spannung gegen das Kathodenpotential der steuerbaren Entladungsstrecke gewählt wird.
- 11. Zeitprogrammgeber nach Anspruch ι bis io, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer konstanten Frequenz Synchronisierungsimpulse (4) zur phasengenauen Zündung auf ein weiteres Gitter der steuerbaren Entladungsstrecke gegeben werden.
- 12. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge verschiedener Zeitgeber parallel geschaltet sind.
- 13. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ausgang zur Zeitsteuerung einzeln benutzt werden kann.
- 14. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge (3) jedes Zeitgebers jeweils ein ungesteuertes Ventil enthalten.
- 15. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1 bis 14, gekennzeichnet durch die Verwendung als Betätigungsorgan für Geräte, welche die Ein- oder Ausschaltung der Steuerung von Entladungsstrecken zum Schalten von Strömen und Spannungen verschiedener Phasenlage bewirken.
- 16. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1 bis 15, gekennzeichnet durch die Verwendung als Betätigungsorgan für die Steuerung eines Schützes (52), das aus gegensinnig parallel geschalteten Entladungsstrecken (53,54) zur Schaltung von Schweißmaschinen (51) besteht.
- 17. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung der Steuereinrichtung des Schützes nur durch eine gesteuerte Entladungsstrecke (59) erfolgt, die einen gemeinsamen Zweig zweier oder mehrerer Stromkreise bildet, in deren voneinander verschiedenen Zweigen je ein ungesteuertes Ventil (61, 62) von gleichsinniger Durchlaßrichtung wie die der gesteuerten Entladungsstrecke (59) derart angeordnet sind, daß Impulse beliebiger Phasenlage durch die gesteuerte Entladungsstrecke (59) geschaltet werden.
- 18. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die gesteuerte Entladungsstrecke (59) Impulse aus einem Impulsgeber beliebiger Phasenlage (über 58) auf die Steuereinrichtung (55, 56) des Schützes (52) gibt.
- 19. Zeitprogrammgeber nach Anspruch 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß an der Anode einer steuerbaren Entladungsstrecke (11,21,31,41) eines Zeitgebers mehr als ein weiterer Zeitgeber liegt.In Betracht gezogene Druckschriften:Buch von Kohlrausch: »Praktische Physik«, 19. Auflage, Bd. 2, S. 318;Buch von Kretzmann: »Industrielle Elektronik«, 1952, S. 106, iio„ 153 bis 159;französische Patentschrift Nr. 996380;Buch von H. J. Reich: »Theory and applications of electron tubes«, 2. Auflage, 1944, S. 486,Zeitschrift: Microtecnic, 1951, S. 99 bis 107.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 809 552/39 6.58
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL14173A DE969608C (de) | 1952-12-12 | 1952-12-13 | Zeitprogrammgeber fuer Programmschweissung nach dem Baukastenprinzip |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DE327809X | 1952-12-12 | ||
| DEL14173A DE969608C (de) | 1952-12-12 | 1952-12-13 | Zeitprogrammgeber fuer Programmschweissung nach dem Baukastenprinzip |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE969608C true DE969608C (de) | 1958-06-26 |
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ID=25807298
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL14173A Expired DE969608C (de) | 1952-12-12 | 1952-12-13 | Zeitprogrammgeber fuer Programmschweissung nach dem Baukastenprinzip |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE969608C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1226189B (de) * | 1958-08-06 | 1966-10-06 | Philips Patentverwaltung | Zeitgeberanordnung |
| DE1287189B (de) * | 1959-06-29 | 1969-01-16 | Monsanto Co | Zeitprogrammgeber fuer ein Steuerorgan, insbesondere bei einer Garnverzugsvorrichtung zur Einfuehrung von Noppen in Garne |
| DE2256499A1 (de) * | 1971-11-18 | 1973-05-24 | Canon Kk | Steuerschaltung mit einer impulsgeneratorschaltung |
-
1952
- 1952-12-13 DE DEL14173A patent/DE969608C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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