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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Dämpfen einer
Tonfrequenzspannung um einstellbare, gewünschte Werte, die aus wenigstens zwei lichtabhängigen
Widerständen und diese beleuchtenden Lampen, die über einen einstellbaren Widerstand
an eine Stromquelle derart angeschlossen sind, daß der durch jede der Lampen fließende
elektrische Strom von der Einstellung des Widerstandes abhängt, besteht (deutsche
Patentschrift 1093 883).
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Bei mehrmaliger Tonaufnahme kommt es häufig vor, daß ein einkanalig
vorliegendes Schallergebnis auf mehrere Kanäle verteilt werden soll, beispielsweise
ein im Archiv als Bandaufnahme vorliegendes Geräusch, und zwar entweder so, daß
es aus einer bestimmten Stelle des Raumes zu kommen scheint oder daß es in einer
bestimmten Richtung durch den Raum zu wandern scheint. Eine Schaltungsanordnung,
mit der dieser Effekt erreicht werden kann, wird als »Panoramaregler« bezeichnet.
Bekannte Panoramaregler sind Kontaktregler, die aus einer Vielzahl von Widerständen
bestehen. Bei Verwendung eines Reglersystems dieser Konstruktion besteht die Möglichkeit,
ein Schallereignis auf maximal zwei Kanäle zu verteilen.
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Bekannt ist außerdem eine Anordnung, die aus zwei Systemen besteht,
wobei es möglich ist, ein Schallereignis auf drei Kanäle zu verteilen.
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Diese bekannten Panoramaregler sind dann ungeeignet, wenn beispielsweise
ein kombiniertes Bild-Ton-Ereignis (Spielfilm) bearbeitet werden soll. Bei großformatiger
Kinowiedergabe (Breitwandfilm) ist es notwendig, daß der Schall der im Bild erscheinenden
Schallquelle auch aus der entsprechenden Richtung kommt. Die im Bild erscheinende
Schallquelle bewegt sich vom Standpunkt des Zuhörers gesehen scheinbar auf einem
Kreisbogen. Da das Schallereignis damit unter einem bestimmten Winkel lokalisiert
wird, ist es notwendig, daß die Verteilung eines einkanaligen Schallereignisses
auf mehrere Kanäle auch winkelbezogen durchgeführt wird. Diese Forderung ist mit
den bekannten Lösungen bei vertretbarem Aufwand nicht mehr darstellbar, da sie entweder
eine unzureichende Übersprechdämpfung zur Folge hat oder aber keinen kontinuierlichen
übergang von der einen zur anderen Richtung bzw. von dem einen auf den anderen Kanal
gestattet.
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Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, einen Panoramaregler zur winkelbezogenen
Verteilung eines einkanaligen Schallereignisses auf mehrere Kanäle verfügbar zu
machen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß, ausgehend
von der bekannten Schaltungsanordnung zum Dämpfen einer Tonfrequenzspannung, die
lichtabhängigen Widerstände in die einzelnen Kanäle eingeschaltet werden, denen
das einkanalige Schallereignis in gleicher Stärke zugeführt wird, und daß die auf
die in den einzelnen Kanälen liegenden lichtabhängigen Widerstände fallende Beleuchtungsstärke
in Abhängigkeit von der Stellung eines Regelorgans in unterschiedlicher, insbesondere
gegenläufiger Weise in an sich bekannter Weise veränderbar ist.
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Zur Beeinflussung der Beleuchtungsstärke für die einzelnen lichtabhängigen
Widerstände stehen dem Fachmann verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, in der
Praxis besonders bewährt hat sich eine Konstruktion, bei der das Regelorgan in bekannter
Weise ein Schleifkontakt ist, mit dem die Stromquelle mit dem einstellbaren Widerstand
verbunden ist und dessen Lage zum einstellbaren Widerstand mittels eines Einstellgriffes
wählbar ist.
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Manchmal ist es erforderlich, die Anteile der Außenlautsprecher einer
mehrkanaligen Wiedergabeanlage im Verhältnis zu dem oder den Lautsprechern in der
Mitte zu ändern. Damit kann die vom Zuhörer wahrgenommene Ausdehnung der Schallquelle
verändert werden.
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Regelungen dieser Art sind mit dem bekannten Panoramaregler nicht
möglich gewesen, es mußten dazu zusätzliche Regelmöglichkeiten in den einzelnen
Kanälen vorgesehen werden, und diese Regelmöglichkeiten erforderten einen zusätzlichen
Bedienungsaufwand.
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Bei einem erfindungsgemäßen Panoramaregler kann eine solche Regelung
jedoch in einfacher Weise dadurch vorgenommen werden, daß die Anschlußpunkte, an
denen der einstellbare Widerstand mit Lampen symmetrisch liegender Kanäle verbunden
ist, gemeinsam spiegelbildlich zueinander in Längsrichtung des einstellbaren Widerstandes
wählbar sind: Eine einfache Möglichkeit, das zu erreichen, besteht darin, daß zum
Anschluß der Lampen symmetrisch liegenderKanäle mehrere symmetrisch liegende Anschlußpunkte
vorgesehen sind, an die die Lampen mittels Schaltern wahlweise angeschaltet werden
können.
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Eine elegantere Möglichkeit, die dazu den Vorteil einer kontinuierlichen
Regelmöglichkeit hat, besteht darin, daß zum Anschluß- der Lampen symmetrisch liegender
Kanäle je Lampe ein verschiebbarer Abgriff vorgesehen ist.
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Selbstverständlich lassen sich Schalter und verschiebbare Abgriffe
in der Weise kombinieren, daß mit einem Schalter bestimmte, vorgegebene Veränderungen
oder stattdessen wahlweise ein Abgriff eingeschaltet werden können.
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Normalerweise soll diese _ Regelung auf beiden Seiten gleichmäßig
erfolgen, und um das besonders bei mehr als zwei Außenkanälen zuverlässig zu erreichen,
sind zweckmäßigerweise die Schalter und/ oder Abgriffe mechanisch gekuppelt.
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Bei einem Panoramaregler wird oft noch verlangt, daß das Schallereignis
in einer wählbaren Lautstärke wiedergegeben wird, d. h., daß es mehr aus dem Vordergrund
oder mehr aus dem Hintergrund zu kommen scheint. Bisher wird das dadurch erreicht,
daß ein zusätzlicher Dämpfungsregler eingesetzt wird. In weiterer Ausbildung der
Erfindung kann das jedoch dadurch erreicht .werden, --daß im allen Lampen gemeinsamen
Stromkreis wenigstens ein einstellbarer Widerstand liegt.
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Die Erfindung soll an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert
werden, das der übersichtlichkeit halber in der Zeichnung mit nur drei Kanälen dargestellt
ist; es zeigt F i g. 1 ein Kennlinienfeld eines erfindungsgemäßen Panoramareglers
aus drei Schaltungsanordnungen zum Dämpfen einer Tonfrequenzspannung und F i g.
2 ein Schaltbild eines erfindungsgemäßen Panoramareglers.
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Wenn ein einkanaliges Schallereignis mit einem Panoramaregler entsprechend
dem Winkel, unter dem das Schallereignis wahrgenommen werden soll, auf mehrere Kanäle
verteilt werden soll, muß unabhängig von diesem Winkel die Gesamtlautstärke am
Standort
des Zuhörers konstant sein. Aus dieser Forderung ergeben sich die in F i g. 1 dargestellten
Dämpfungsverläufe als geforderte Kennlinien von drei Schaltungsanordnungen zum Dämpfen
einer Tonfrequenzspannung um einstellbare, gewünschte Werte, die zu einem Dreikanal-Panoramaregler
nach der Erfindung zusammengefaßt sind. Es ist die Dämpfung in Dezibel aufgetragen
über einem Widerstand RL, der vor Lampen liegt, die die Widerstände in den einzelnen
Kanälen beleuchten. Die drei Kanäle sind jeweils durch einen Lautsprecher symbolisiert.
--- Die Schaltung, mit der die einzelnen Kennlinien erhalten werden, ist bekannt,
so daß hier nicht näher darauf eingegangen zu werden braucht.
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Das Schaltbild eines erfindungsgemäßen Panoramareglers mit den Kennlinien
nach F i g. 1 ist in F i g. 2 dargestellt. Für jeden Kanal (links, Mitte, rechts)
ist jeweils eine Schaltungsanordnung aus einer Lampe L' und zwei lichtabhängigen
Widerständen RF, und RF, sowie einem Abschlußwiderstand Ra vorgesehen.
Die Ausgänge dieser drei Schaltungsanordnungen führen zu den Verstärkerzügen der
betreffenden Kanäle; die Eingänge liegen parallel an einem gemeinsamen Eingang 1'-2',
der an eine einkanalige Tonfrequenzwelle angeschlossen ist.
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Die Lampen der drei Dämpfungsregler sind an einen gemeinsamen Widerstand
PR angeschlossen, und zwar die Lampen der beiden Außenkanäle (links, rechts) an
die beiden Enden des Widerstandes PR, die Lampe des Mittenkanals an die Mitte des
Widerstandes PR. Die anderen Seiten der Lampen sind zusammengeschaltet und führen
an eine Gleichspannungsquelle.
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Der Widerstaand PR steht mit einem Schleifkontakt S in Verbindung,
der mit dem anderen Pol der Stromquelle verbunden ist und also dem Widerstand PR
Spannung an einer wählbaren Stelle zuführt; um die Stelle zu wählen, ist der Schleifkontakt
in üblicher Weise mit einem Einstellgriff versehen, der in der Schaltung selbstverständlich
nicht dargestellt ist.
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In der dargestellten Stellung führt der Schleifkontakt S dem Widerstand
PR genau an der Stelle Spannung zu, an der die Lampe L' des Mittenkanals angeschlossen
ist, so daß diese volle Spannung erhält. Die Lampen der beiden Außenkanäle erhalten
eine Spannung, die um den Spannungsabfall an den beiden Hälften des Widerstandes
verringert ist. Wird nun der Schleifkontakt S nach der einen oder anderen Seite
aus der dargestellten Stellung heraus bewegt, so verringert sich der Widerstand
im Lampenkreis für einen der beiden Außenkanäle, so daß in diesem die Dämpfung verringert
wird, während die Dämpfung in den beiden anderen Kanälen durch Erhöhung des Lampenwiderstandes
erhöht wird. Es ergibt sich der in F i g. 1 dargestellte Kurvenverlauf.
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In der Verbindung vom Schleifkontakt zur Stromquelle liegt noch ein
Vorwiderstand Rv. Mit diesem Vorwiderstand oder Vorregler kann zusätzlich zu der
räumlichen Verschiebung eines Schallereignisses dessen Lautstärke beeinfiußt werden,
so daß das Schallereignis scheinbar in den Hintergrund oder in den Vordergrund wandert,
wenn die Lautstärke erhöht wird. Gewünschtenfalls kann dieser Vorwiderstand Rv.
noch durch einen unterbrochen dargestellten Pegelregler RP ergänzt werden, womit
eine Einengung des Regelbereiches möglich wird.
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An die Lampen der beiden Außenkanäle ist jeweils noch ein Parallelzweig
angeschlossen, in dem ein Umschalter UL bzw. UR liegt. In der dargestellten Schaltstellung
B der beiden Umschalter U ist der Parallelzweig in sich selbst kurzgeschlossen,
so daß die beschriebene Schaltung unverändert vorliegt. Werden die beiden Umschalter
jedoch in die Schaltstellung 1 gebracht (wie angedeutet, sind die beiden Umschalter
mechanisch gekuppelt, sonst kann das aber auch von Hand erfolgen), so werden die
Lampen der beiden Außenkanäle an eine mehr zur Mitte hin liegende Anzapfung des
Widerstandes PR angeschlossen, so daß in der dargestellten Stellung »Mitte« des
Schleifkontaktes S der Widerstand in den Lampenkreisen und damit die Dämpfung der
beiden Außenkanäle herabgesetzt ist. Beide Außenlautsprecher geben dann einen größeren
Schallpegel ab, und dadurch nimmt ein Zuhörer eine Ausdehnung der Schallquelle wahr.
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Der Übersichtlichkeit halber ist nur ein einzige Schaltstellung der
beiden Umschalter UL und UR gezeigt, in der eine solche Veränderung erreicht wird;
in der Praxis werden natürlich mehrere solche Schaltstellungen vorgesehen, um eine
abgestufte Änderung zu erreichen. Statt dessen kann aber die zur Schaltstellung
1 führende Anzapfung des Widerstandes PR als Schleifkontakt ausgeführt sein,
so daß durch Bewegung dieses Schleifkontaktes kontinuierlich geregelt werden kann.
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Es ist noch eine weitere Schaltstellung der beiden Umschalter U vorgesehen,
die Schaltstellung 2, im der die Lampen der beiden Außenkanäle der Lampe des Mittenkanals
unmittelbar parallel geschaltet sind. In diesem Fall wird das Schallereignis über
alle drei Kanäle gleich laut wiedergegeben, was in manchen Fällen erwünscht ist.
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Wenn noch mehr Kanäle verwendet werden sollen, so werden diese jeweils
in der Mitte zwischen einem Außenkanal und dem Mittenkanal vorgesehen, d. h., es
werden sowohl die zugehörigen Lautsprecher in einer solchen »Halbaußen«-Stellung
angeordnet als auch die Anzapfung an dem Widerstand PR, also etwa an der Stelle,
an der in F i g. 2 die Anschlüsse für die Schaltstellungen 1 der beiden Umschalter
U liegen. Auch diese »Halbaußen«-Kanäle müssen gegebenenfalls mit gleichartigen
Umschaltern ausgerüstet werden, und zwar müssen die Anschlüsse wieder immer in der
Mitte zwischen den Anschlüssen für die Außenkanäle und dem Anschluß für den Mittenkanal
liegen. Die Kennlinien für solche »Halbaußen«-Kanäle sind dabei wieder die in F
i g. 1 verwendeten Kennbein, nur daß eben das Maximum (0 db) in der Mitte zwischen
einem Außen- und dem Mittenkanal auch in der Darstellung nach F i g. 1 liegt.