DE1285626B - Verfahren zur parametrischen Vergroesserung der Energie sehr hochfrequenter Wellen und Elektronenstrahlroehren zur Anwendung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur parametrischen Vergroesserung der Energie sehr hochfrequenter Wellen und Elektronenstrahlroehren zur Anwendung dieses VerfahrensInfo
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Description
IO
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur parametrischen
Vergrößerung der Energie sehr hochfrequenter Wellen (Signalwellen) einer bestimmten
Frequenz (Signalfrequenz) mit Hilfe eines Elektronenstrahls,
der von den Signalwellen sowie von Pumpwellen einer bestimmten Frequenz (Pumpfrequenz),
die niedriger ist als die Signalfrequenz, in der Geschwindigkeit
moduliert ist, sowie Elektronenstrahlröhren zur Anwendung dieses Verfahrens.
Nach einem älteren Vorschlag (deutsche Patentschrift 1259412) besteht bereits die Möglichkeit, eine
parametrische Verstärkung mit Hilfe von Pumpwellen zu erreichen, deren Frequenz kleiner als die Signalfrequenz
ist, vorausgesetzt, daß bestimmte Frequenzbeziehungen
zwischen der Signal- und der Pumpfrequenz beachtet werden. Der ältere Vorschlag sieht
eine wellenführende Anordnung vor, die teilweise oder vollständig in ein nichtlineares reaktanzbehaftetes Medium, beispielsweise ein ferromagnetisches
Medium, eingebettet und aus zwei oder mehr Übertragungsleitungen
besteht, die über das nichtlineare Medium entweder an einer-Vielzahl bestimmter
Punkte oder kontinuierlich über ihre Länge eng miteinander gekoppelt sind. Wenn eine Signalwelle über
eine der Übertragungsleitungen läuft und das Medium mit der Pumpwelle beaufschlagt wird, ergibt sich eine
Vielzahl von Seitenwellen (Idlerwellen), die über die Ubertragungsleitungen laufen und zusammen mit der
Signalwelle verstärkt werden.
Da die Pumpfrequenz kleiner sein kann als die Signalfrequenz, lassen sich die Einschränkungen hinsichtlich
der oberen Frequenzgrenze für eine solche parametrische Verstärkung weitgehend beseitigen.
Eine Schwierigkeit ergibt sich jedoch daraus, daß die dabei erzielbare Verstärkung nicht mit den erreichbaren
Frequenzen Schritt hält. Dies folgt einerseits aus der Tatsache, daß nur Seitenfrequenzen unterhalb
der Pumpfrequenz der Pumpwelle Energie entziehen und sich so mischen können, daß sich eine Verstärkung
der Signalwelle ergibt. So werden, wenn die Pumpfrequenz kleiner als die halbe Signalfrequenz ist,
zusätzliche Seitenfrequenzen erzeugt, die teilweise oberhalb und teilweise unterhalb der Pumpfrequenz
liegen. Da nur die Seitenwellen mit einer niedrigeren Frequenz als die Pumpfrequenz direkt der Pumpwelle
Energie entziehen, besteht die Möglichkeit, daß die übrigen, an der Verstärkung teilnehmenden Seitenwellen
auf Kosten der Signalwelle und auf dem Wege über Seitenwellen niedrigerer Frequenz der Pumpwelle
Energie entziehen.
Nach einem weiteren älteren Vorschlag (deutsche Patentschrift 1070697) wird bei einer Art Wanderfeldröhre
mit z." B. einer Wendel als Verzögerungsleitung ebenfalls eine Pumpwelle benutzt, deren Frequenz
niedriger ist als die Signalfrequenz. Gegenüber diesem älteren Vorschlag ist das Patentbegehren eindeutig
abgegrenzt.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die erläuterten Schwierigkeiten zu beseitigen und ein
Verfahren bereitzustellen, mit dessen Hilfe eine Verstärkung bzw. Schwingungserregung bei sehr hochfrequenten
Wellen möglich ist. Die Erfindung geht dazu aus von einem Verfahren der eingangs genannten
Art und empfiehlt, daß die parametrische Vergrößerung der Signalwellenenergie dadurch erfolgt, daß der
Elektronenstrahl, nachdem er mit den Signalwellen und den Pumpwellen in der Geschwindigkeit moduliert
worden ist, einen Laufraumabschnitt durchläuft, in welchem zunächst Energie von den Pumpraumladungswellen
auf wenigstens zwei Seitenraumladungswellen (Idlerraumladungswellen), deren Frequenzen
niedriger sind als die Pumpfrequenz, und von diesen auf die Signalraumladungswellen übertragen wird.
Es läßt sich auf diese Weise bei einer Pumpfrequenz,
die niedriger ist als die Signalfrequenz, eine im Laufraumabschnitt
exponentiell anwachsende Verstärkung der Signalwellen erreichen.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Elektronenstrahl außer mit den Pumpwellen
einer bestimmten Frequenz (Pumpfrequenz), die niedriger ist als die Signalfrequenz (Pumpgrundwellen),
noch mit mindestens einer Frequenzharmonischen der Pumpgrundwellen (Pumpharmonische) in
der Geschwindigkeit moduliert worden ist, durch die die parametrische Vergrößerung der Signalwellenenergie
wie mittels der Pumpgrundwellen über Seitenraumladungswellen (Idlerraumladungswellen) erfolgt,
deren Frequenzen niedriger sind als die der betreffenden Pumpharmonischen (gegebenenfalls also auch
noch niedriger als die der Pumpgrundwellen).
Dadurch läßt sich eine weitere parametrische Vergrößerung der Signalwellenenergie erreichen.
Eine Elektronenstrahlröhre zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einem Elektronenstrahlerzeugungssystem
am einen und einer Auffangelektrode am anderen Röhrenende ist dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Weg des Elektronenstrahls
vom Elektronenstrahlerzeugungssystem zur Auffangelektrode ein erster Hohlraumresonator angeordnet
ist, der den Elektronenstrahl mit den Pumpwellen moduliert, daß ein von dem ersten Hohlraumresonator
durch einen kurzen Laufraumabschnitt getrennter zweiter Hohlraumresonator vorgesehen
ist, der den Elektronenstrahl mit den Signalwellen moduliert, und daß zwischen dem zweiten Hohlraumresonator
und der Auffangelektrode eine Auskoppelvorrichtung zur Abnahme der verstärkten Signalwellen angeordnet ist. In dem Laufraumabschnitt, der
sich zwischen dem zweiten Hohlraumresonator und der Auffangelektrode befindet, bilden sich wenigstens
zwei Seitenraumladungswellen aus, deren Frequenzen niedriger sind als die Pumpfrequenz. Von den Pumpraumladungswellen oder deren Harmonischen geht
Energie zunächst auf diese Seitenraumladungswellen und dann auf die Signalraumladungswellen über, derart,
daß die Signalraumladungswellen beim Durchgang durch den Laufraumabschnitt exponentiell anwachsen.
An der Auskoppelvorrichtung, die ebenfalls als Hohlraumresonator ausgebildet sein kann, werden
die verstärkten Signalwellen abgenommen.
Eine Weiterbildung der Erfindung empfiehlt, daß auf dem Weg des Elektronenstrahls vom Elektronen-Strahlerzeugungssystem
zur Auffangelektrode dem ersten Hohlraumresonatror ein mit einem Lastwiderstand
verbundener Hohlraumresonator vorgeschaltet ist, der wie der erste Hohlraumresonator als
Doppelspalt-Hohlraumresonator mit kurzem Laufraumabschnitt ausgebildet ist, daß an Stelle des obengenannten
zweiten Hohlraumresonators ein Wendelkoppler vorgesehen ist und daß die Ankuppelvorrichtung
ebenfalls als Wendelkoppler ausgebildet ist. Der dem ersten Hohlraumresonator vorgeschaltete
Hohlraumresonator entzieht dem Elektronenstrahl die Schnellwellen-Rauschenergie im Signalfrequenzbereich,
und im ersten Hohlraumresonator wird der Elektronenstrahl mit den Pumpwellen nur in der
schnellen Wellenform moduliert. Im ersten Wendelkoppler erfolgt dann die Modulation des Elektronenstrahls
mit der zu verstärkenden Signalwelle, und am zweiten Wendelkoppler wird die verstärkte Signalwelle
abgenommen.
Elektronenstrahlröhren zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens lassen sich auch noch auf
andere Weise verwirklichen; der Elektronenstrahl kann mit einer Vielzahl von Bauteilen, einschließlich
Hohlraumresonatoren und Langsamwellen-Wechsel-Wirkungskreisen, in Wechselwirkung treten.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen noch im einzelnen beschrieben; es zeigt
F i g. 1 die schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung,
F i g. 2 ein Diagramm der exponentiellen Verstärkung, die sich mit dem Ausführungsbeispiel nach
F i g. 1 erreichen läßt,
F i g. 3 die schematische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung zur Erzeugung
von Schwingungen,
Fig.4 die schematische Ansicht eines weiteren
Ausführungsbeispiels der Erfindung.
In F i g. 1 ist schematisch ein Verstärker 10 für sehr hochfrequente Wellen dargestellt. Innerhalb des
evakuierten Kolbens 11, der aus Glas oder einem anderen Material bestehen kann, befindet sich an
einem Ende ein Elektronenstrahlerzeugungssystem 12. Es weist in der Praxis im allgemeinen eine Kathodenflache,
einen Heizer und Elektroden zur Intensitätssteuerung und Bündelung des Strahles auf. Am
anderen Ende des Kolbens 11 liegt die Auffangelektrode 13 für den Elektronenstrahl, die mit Hilfe
der einstellbaren Spannungsquelle 14 auf positivem Potential gegen das Elektronenstrahlerzeugungssystem
12 gehalten wird. Ein erster Hohlraumresonator 15, der vorzugsweise aus einem gutleitenden
Material hergestellt ist, kann — wie in den Figuren gezeigt — als Teil des Kolbens 11 oder in bekannter
Weise innerhalb oder außerhalb des Kolbens angeordnet sein. Der Resonator 15 ist mit einem hohlen
einspringenden Teil 16 versehen, der axial mit dem Elektronenstrahl in einer Linie liegt. Gegenüber dem
inneren Ende des einspringenden Teils 16 befindet sich eine öffnung 17 in der Wand des Hohlraumresonators,
die mit dem einspringenden Teil und mit dem Elektronenstrahl axial in einer Linie liegt, so daß
der Strahl durch den Hohlraumresonator gehen kann. Die Resonatorwand mit der Öffnung 17 und das
innere Ende des einspringenden Teils 16 liegen dicht beieinander und bilden einen Spalt 18, an dem der
Elektronenstrahl vorbeiläuft. Der dargestellte Aufbau des Resonators 15 wie auch die im folgenden beschriebenen
Resonatoren dienen nur zur Erläuterung, und es können auch andere geometrische Formen
benutzt werden. Die Koppelvorrichtung 19 ist über die Leitung 20 mit der Pumpquelle 21 verbunden,
deren Zweck später noch erläutert wird.
In Strahlrichtung hinter dem ersten Hohlraumresonator 15 befindet sich ein zweiter Hohlraum-
resonator 22, der ähnlich aufgebaut und angeordnet ist wie der Hohlraumresonator 15. Der hohle einspringende
Teil 23 und die öffnung 24 in der Wand des Resonators 22 bilden wiederum einen Spalt 25.
Der Resonator 22 ist über die Koppelvorrichtung 26 und über die Leitung 27 mit der Signalquelle 28
verbunden, die ebenfalls im folgenden eingehend erläutert wird.
In Strahlrichtung hinter dem Resonator 22 und von diesem durch einen Laufraum 29 getrennt, befindet
sich ein dritter Hohlraumresonator 30, der wie die Resonatoren 15 und 22 einen Teil des Kolbens 11
bilden oder innerhalb oder außerhalb des Kolbens angebracht sein kann. Der Laufraum 29 wird hier
und auch bei den anderen Ausführungsbeispielen durch die Wand des Kolbens 11 begrenzt. Wenn der
Kolben aus isolierendem Material besteht, wird jedoch zweckmäßig ein leitendes Rohr im Kolben 11
angeordnet, um eine Aufladung der Kolbenwand durch auffallende Streuelektronen zu verhindern.
Der Resonator 30 weist wiederum einen hohlen einspringenden Teil 31 und eine öffnung 32 auf,
die einen Spalt 33 bilden. Mit Hilfe der Koppelschleife 34 wird die verstärkte Signalenergie über die
Leitung 35 der Belastung 36 zugeleitet. Da erfindungsgemäß die Resonanzfrequenz des Hohlraumresonators
15 niedriger ist als diejenige der Resonatoren 22 und 30, ist eine veränderliche Spannungsquelle 37 an den
Resonator 15 angeschlossen. Dadurch kann in vorteilhafter Weise die Laufzeit der Elektronen im Resonator
15 unabhängig von den Resonatoren 22 und 30 optimal eingestellt werden.
Die üblichen magnetischen oder sonstigen Fokussierungseinrichtungen
für den Elektronenstrahl sind zur Vereinfachung in den Figuren nicht dargestellt.
Der Elektronenstrahl geht axial durch die drei Hohlraumresonatoren. Beim Durchqueren des Spaltes
18 im Hohlraumresonator 15 wird er durch die von der Pumpquelle 21 gelieferte Pumpenergie in
seiner Geschwindigkeit moduliert, wobei die Frequenz der Pumpenergie erfindungsgemäß kleiner ist als die
Frequenz der zu verstärkenden Signalwellen. Nach dem Austritt aus dem Hohlraumresonator 15 geht
der Strahl durch den Spalt 25 im Hohlraumresonator 22, wo er mit den Signalweller zusätzlich geschwindigkeitsmoduliert
wird. Beim Durchqueren des Luftraumabschnittes 29 wandelt sich die Geschwindigkeitsmodulation
des Strahles in Dichtemodulationen in Form von Raumladungswellen um.
Von größerer Wichtigkeit ist jedoch die Tatsache, daß sich die Pumpraumladungswelle und die höherfrequente
Signalraumladungswelle parametrisch mischen, wobei wenigstens zwei Seitenraumladungswellen
(Idlerraumladungswellen) entstehen, deren Frequenz niedriger als die Pumpfrequenz ist. Diese
Sei tenraumladungswellen nehmen ihrerseits Energie von der Pumpwelle auf und tragen entweder unmittelbar
oder zusammen mit zusätzlichen Seitenraumladungswellen, die durch parametrische Mischung
mit einer oder mehreren Pumpharmonischen erzeugt werden, zur Verstärkung der Signalwelle bei, deren
Amplitude zusammen mit der der Seitenraumladungswellen im Luftraum 29 exponentiell zunimmt. Beim
Durchgang durch den Hohlraumresonator 30 gibt die verstärkte Signalraumladungswelle ihre Energie
an den Spalt 33 ab, die dann über die Leitung 35 zur Belastung 36 fließt. Im folgenden soll dazu noch
eine genauere Erläuterung gegeben werden.
Frühere Versuche und theoretische Untersuchungen haben gezeigt, daß man eine parametrische Verstärkung
einer Signalraumladungswelle der Frequenz a>s (Signalfrequenz) auf Kosten einer Pumpraumladungswelle
der höheren Frequenz ωρ (Pumpfrequenz) erreichen kann. Auf dem Elektronenstrahl
entsteht dann eine sogenannte Seitenraumladungswelle (Idlerraumladungswelle) der Frequenz «>,-, die
i5
wie im Fall der Signalraumladungswelle exponentiell anwächst. Die Frequenz dieser Seitenraumladungswelle
ergibt sich aus der Beziehung
Durch theoretische Untersuchungen kann gezeigt werden, daß die obere Frequenzgrenze der parametrischen
Signal verstärkung abhängig von der Pumpfrequenz mp ist.
Wie oben erwähnt, ist ein parametrischer Verstärker vorgeschlagen worden, der mit vier Grundfrequenzen
arbeitet, wobei die Bedeutung dieser Arbeitsweise darin besteht, daß die Pumpfrequenz niedriger als
die Signalfrequenz ist. Der vorgeschlagene Verstärker benutzt keinen Elektronenstrahl, sondern getrennte
Signal- und Seitenwellenübertragungsleitungen, die mit Hilfe eines verteilten Reaktanzmittels über ihre
Länge miteinander gekoppelt sind. Diees Reaktanzmittel wird dann in vorbestimmter Weise durch eine
Pumpquelle auf Grund ferromagnetischer Resonanzerscheinungen geändert, um eine parametrische Verstärkung
hervorzubringen.
Es wurde gefunden, daß die Konzeption der parametrischen Verstärkung mit vier Frequenzen unter
gewissen, später beschriebenen Bedingungen bei Vorrichtungen auf der Grundlage einer Geschwindigkeitsmodulation
eines Elektronenstrahls zur Schwingungserzeugung oder Verstärkung noch besser geeignet
ist. überdies ermöglicht ein derartiger Oszillator einen wesentlich breiteren abstimmbaren Frequenzbereich
als die vorgeschlagene Anordnung. Dies ergibt sich aus der Tatsache, daß der Elektronenstrahl
gleichzeitig als Fortpflanzungsweg für die zu verstärkende Signalwelle und zwei oder mehr Seitenwellen
dient, die für den Verstärkungsvorgang *äötwendig sind. Weiterhin kann der Elektronenstrahl
in vorteilhafter Weise analog der Änderung des erwähnten Reaktanzmittels durch die Pumpwelle moduliert
werden, deren Frequenz niedriger als die Signalfrequenz ist.
Um den theoretischen Zusammenhang besser vor Augen zu führen, soll der Fall betrachtet werden.
daß die Beziehungen zwischen den vier Grundfrequenzen sowohl für den obenerwähnten Vorschlag
mit einem veränderlichen Reaktanzmittel als auch für die erfindungsgemäße Geschwindigkeitsmodulation
eines Elektronenstrahls gelten. Dann sollen die Bedeutung und die erfindungsgemiiß erreichbaren
Vorteile erläutert werden.
Als Beispiel sei angenommen, daß die Pumpfrequenz
t»r dem Ausdruck
Aus Gleichung (4) ist ersichtlich, daß die Idlerfrequenz -y— Δ kleiner als die in Gleichung (2)
definierte Pumpfrequenz ωρ ist. Damit kann diese
Idlerfrequenz, wie eine experimentell bestätigte theoretische Untersuchung zeigt, Energie von der Pumpwelle
über eine zweite Idlerwelle entnehmen, deren Frequenz definiert ist zu
2/1 -
Diese Idlerwelle wächst ebenfalls exponentiell an.
In gleicher Weise wird ersichtlich, daß die Pumpfrequenz, die in Gleichung (2) als -—- + Λ definiert
ist, und die Idlerfrequenz, die in Gleichung (4) als -y— 1 definiert ist, miteinander gemischt werden
können, so daß sich eine parametrische Verstärkung bei der Frequenz
-Jl = W,
ergibt. Dies ist die ursprüngliche Signalfrequenz. Vorteilhafterweise erzeugt der Elektronenstrahl automatisch
die notwendigen Idlerfrequenzen -~- — 1
und 2 I, die eine Verstärkung der Signalfrequenz «,
ergeben. Da der Strahl die notwendigen Idlerfrequenzen erzeugt, ist es ferner möglich, eine Pumpfrequenz
zu benutzen, die kleiner als -^- ist. Je nach den
besonderen Werten muß der Strahl einfach die notwendige Anzahl von Idlerfrequenzen erzeugen, bis
ein Paar von ihnen niedriger als die Pumpfrequenz ist. Wenn insbesondere die Pumpfrequenz «>p innerhalb
des Bereiches
r H+ J
(2) liegt, dann ist die Gesamtzahl der vorhandenen Frequenzen η + X wobei η
> O ist.
Man sieht also, daß erfindungsgemäß der Elektronenstrahl
gleichzeitig den übertragungsweg sowohl für die Signalwelle als auch für die Idlerwelle
darstellt. Dies steht im Gegensatz zu dem erwähnten, bereits vorgeschlagenen Verstärker, bei dem getrennte
Übertragungswege für die Signalwelle und die Idlerwellen sowie zur Kopplung zwischen diesen Wegen
ein verteiltes Reaktanzmedium mit festen Abmessungen erforderlich sind. Wenn auch bei dem vorgeschlagenen
Verstärker die Pumpfrequenz möglicherweise unterhalb ^- liegen kann, so wird doch in
diesem Fall der Wert der erreichten Verstärkung
>s die Signalfrequenz und 1 ein Fre- beträchtlich herabgesetzt. Dies folgt aus dem Energieerhaltungssatz,
denn das Anwachsen der Signal- und Idlerwellen. von denen die letzteren an Zahl fortschreitend zunehmen, wenn die Pumpfrequenz
genügt, wobei q
quenzzuwachs ist. der zwischen den Grenzen
0<
liegt. In diesem Fall mischen sich die Signalfrequenz r»s und die Pumpfrequenz -^f- + I unter Bildung
einer Idlerfrequenz
unter ^~- erniedrigt wird, muß auf Kosten der Putnp-
welle stattfinden. Dementsprechend ist bei einem
breiten Frequenzabstand zwischen der Signalfrequenz und der Pumpfrequenz bei derartigen Anordnungen
eine Frequenzumwandlung unter Benutzung der verschiedenen Idlerwellen zwar möglich, jedoch
nicht ohne eine bedeutende Verringerung der Verstärkung.
Erfindungsgemäß wird eine wirksame parametrische Mischung und eine wesentliche Verstärkung der
Signalwelle auch bei einer Pumpfrequenz erreicht, die
niedriger als -~- ist (der oben untersuchte sogenannte
Vierfrequenzfall). Dies ist in erster Linie dadurch möglich, daß die nichtlinearen Eigenschaften des
Elektronenstrahls zur Erzeugung von Harmonischen der Raumladungswellen sehr geeignet sind. Dementsprechend
werden bei einer starken Pumpwelle Har- !0
monische der Pumpfrequenz vorteilhafterweise dem Strahl aufgedrückt. Die infolge der höheren Pumpharmonischen
erzeugten Frequenzen haben den gleichen Charakter wie die beiden oben definierten Idlergrundwellen.
Da somit die Signalfrequenz unterhalb einer gegebenen Pumpharmonischen und alle Idlerfrequenzen
unterhalb einer besonderen Pumpharmonischen oder ihrer Grundwelle der Pumpquelle
Energie entziehen können, ist eine zusätzliche Quelle für die parametrische Verstärkung vorhanden, die die
bei der Pumpfrequenz erreichte parametrische Verstärkung erhöht.
Als Beispiel sei der obige Fall betrachtet, bei dem
Als Beispiel sei der obige Fall betrachtet, bei dem
0<
(8)
30
Unter diesen Bedingungen ist die zweite Harmonische der Pumpfrequenz mp gleich os +2 1, wobei
dieser Wert höher als die Signalfrequenz ist. Demnach wird die Signalfrequenz ms mit der Pumpharmonischen
»jv +2 I so gemischt, daß eine Idlerwelle der Frequenz
2 I entsteht, die Energie abzieht und exponentiell zunimmt. Die Idlerfrequenz 2 I, die niedriger als die
Pumpfrequenz i»p = "* + I ist, entzieht der Pumpfrequenz
i»p ebenfalls Energie, und zwar über eine
Idlerfrequenz, die wie folgt definiert ist:
;„ -21=^+1-21=^-1. (9)
45
Man sieht also, daß die Idlerfrequenzen y -
und 2 ! automatisch mit Hilfe eines Elektronenstrahls erzeugt werden, gleichgültig, ob o>p oder eine Pumpharmonische
benutzt wird, wenn <·>ρ größer als
"■1 ist. Es kann in gleicher Weise gezeigt werden,
daß ■■— wenn die Pumpfrequenz ap niedriger als
■-y- ist. die gleichen Idlerfrequenzen entstehen, gleichgültig,
ob die Mischung zwischen der Signalfrequenz cis und der Pumpfrequenz mp oder einer Harmonischen
hiervon stattfindet. Dementsprechend entsteht durch Benutzung des nichtlinearen Elektronenstrahls und
einer Pumpquelle hoher Energie mit einer Frequenz, die erfindungsgemäß niedriger als die Signalfrequenz
ist. eine Anzahl von Pumpharmonischen, die dem Strahl in Form von Raumladungswellen aufgedrückt
sind und die die Verstärkung der Signalwelle über denjenigen Wert hinaus erhöhen, der bei Ausnutzung
nur der Pumpfrequenz erreicht wird. Der frühere Nachteil parametrischer Verstärker unter Verwendung
eines veränderlichen Reaktanzmediums, nämlich eine fortschreitende Abnahme der Signalverstärkung
bei Erniedrigung der Pumpfrequenz unter -y-, ist also für einen großen Frequenzabstand
zwischen der Signalfrequenz und der Pumpfrequenz im wesentlichen beseitigt.
Als Beispiel veranschaulicht F i g. 2 die Verstärkung, die bei einer Vorrichtung der in F i g. 1 dargestellten
Art erreicht wird. Bei einem Pumphohlraumresonator, der bei 2973 MHz in Resonanz ist,
einer Pumpenergie von 50 mW und einem festen Signal mit einer Frequenz von 4200 MHz, das an
einen Signalhohlraumresonator angelegt ist, zeigt die Kurve 38 die exponentiell Signalverstärkung in
Dezibel abhängig vom Abstand in Zentimeter entlang des Luftraumes, die an einem einstellbaren Ausgangshohlraumresonator
festgestellt wurde, der sich bei 4200 MHz in Resonanz befindet. Ohne Pumpenergie
weist die durch die Kurve 39 dargestellte Signalwelle eine im wesentlichen konstante Amplitude in Form
einer stehenden Welle auf. Diese Kurve stellt die maximale Verstärkung dar, die durch einen üblichen
Klystronverstärker erreichbar ist. Demgegenüber zeigt die durch die Kurve 38 dargestellte exponentiell
zunehmende Signalquelle in klarer Weise die Bedeutung und die Vorteile, die insbesondere bei sehr
hohen Frequenzen durch die Erfindung verwirklicht werden.
F i g. 3 zeigt schematisch einen Oszillator 40 Für sehr hohe Frequenzen, der das Erfindungsprinzip
verkörpert. Insoweit die Bauteile in F i g. 3 denen in F i g. 1 grundsätzlich gleichen, sind die gleichen
Bezugszahlen benutzt worden. Das wesentliche Merkmal des Oszillators 40 in F i g. 3 ist die Verwendung
eines äußeren Rückkopplungskreises, der als Beispiel in Form eines rechteckigen Hohlleiters 41 dargestellt
ist. Der Hohlleiter 41 ist mit den Hohlraumresonatoren 22 und 30 durch die Koppelschleifen 26 bzw. 34
verbunden. Ein Hohfleiterkoppler 42 überträgt einen
Teil der Schwingungsenergie zur Belastung 36.
Der Elektronenstrahl geht axial durch alle Hohlraumresonatoren
hindurch. Am Spalt 18 im Hohlraumresonator 15 wird er mit der von der Pumpquelle
21 gelieferten Pumpenergie in seiner Geschwindigkeit moduliert. Die Pumpfrequenz ist erfindungsgemäß
niedriger als die Signalfrequenz. Nach dem Austritt aus dem Hohlraumresonator 15 geht
der Strahl durch den Spalt 25 im Hohlraumresonator 22, wo er mit der Signalenergie geschwindigkeitsmoduliert
wird. Die Signalenergie wird an den Resonator 22 über den äußeren Rückkopplungsweg
41 angelegt. Die Signalenergie entsteht ursprünglich durch Rauschkomponenten kleiner Amplitude, die
beim Durchqueren des Laufraumes 29 zu Dichtemodulationen ausreichender Größe werden, um eine
Schwingung der gewünschten Frequenz anzuregen, wenn der Elektronenstrahl den Spalt 33 im Resonator
30 durchquert.
Beim Durchqueren des Laufraunies 29 mischen sich die Pump- und Signalraumladungswellen parametrisch
und erzeugen wenigstens zwei Seitenwellen, deren Frequenz niedriger als die Pumpfrequenz
ist und die der Pumpwelle Energie entziehen. Diese Seitenwellen liefern unmittelbar oder zusammen mit
zusätzlichen, durch parametrische Mischung mit Pumpharmonischen erzeugten Seitenwellen die exponentielle
Verstärkung der Signalwelle im Luftraum 29. Beim Durchqueren des Hohlraumresonators 30
wird die verstärkte Signalenergie abgenommen und
809 648/1553
durch die Koppelscheibe 34 in den Rückkopplungshohlleiter 41 gegeben, wobei der größere Teil der
verstärkten Signalenergie über den Koppler 42 zur Belastung 36 geht und der Rest zum Hohlraumresonator 22 zurückgeliefert wird, um die Schwingun-
gen aufrechtzuerhalten.
Bei der Anordnung nach F i g. 3 wird ein äußerer Rückkopplungsweg benutzt. Oft kann es jedoch
zweckmäßig sein, einen inneren Rückkopplungsvorgang zu verwenden, wobei der Elektronenstrahl
selbst als das Medium benutzt wird, durch das die Energie zurückübertragen wird. Mit anderen Worten,
der Strahl wirkt als positiver Rückkopplungsweg.
F i g. 4 zeigt einen Vorwärtswellenverstärker 80 auf der Grundlage der Erfindung. Er weist zwei
Doppelspalt-Hohlraumresonatoren 81 und 82 mit Laufraumrohr auf. Die Bedeutung der Doppelspalt-Hohlraumresonatoren
und die spezielle Art, in der die Strahl raumladungsmoduliert wird, sollen nachfolgend
kurz beschrieben werden. Der Vorwärtswellenverstärker besitzt wieder einen evakuierten Kolben 11, an
dessen gegenüberliegenden Enden sich das Elektronenstrahlerzeugungssystem 12 und die Auffangelektrode
13 befinden. Dazwischen ist ein erster Hohlraumresonator 81 angeordnet, der vorzugsweise aus einem
gut leitenden Material besteht. Wie in Verbindung mit F i g. 1 erklärt wurde, können die in F i g. 4
benutzten Resonatoren als Teil des Kolbens 11 ausgebildet sein, oder sie können innerhalb oder
außerhalb des Kolbens angebracht sein. Der Hohlraumresonator 81 ist mit einem ersten hohlen einspringenden
Teil 83 und mit einem zweiten derartigen Teil 84 versehen. Zwischen den beiden einspringenden
Teilen ist ein hohler leitender Teil 85 angeordnet, das innerhalb des Resonators einen Laufraum mit
einer Länge von vorzugsweise einem Viertel der Plasmawellenlänge bildet. Die einspringenden Teile
83 und 84 bilden mit dem Teil 85 enge Spalte 86 und 87, an denen der Elektronenstrahl vorbeigeht.
Die Koppelschleife 88 steht über die Leitung 90 mit einem Lastwiderstand 89 in Verbindung.
In Strahlrichtung hinter dem Hohlraumresonator 81 befindet sich ein zweiter Resonator 82, der im Aufbau
dem Resonator 81 ganz ähnlich ist. Er besteht also aus einem ersten und einem zweiten hohlen einspringenden
Teil 91 bzw. 92 und einem hohlen leitenden Teil 93, der zusammen mit den einspringenden
Teilen 91 und 92 zwei Spalte 94 und 95 bildet. Der Resonator 82 ist mit einer Koppelschleife 96
versehen, die über eine Leitung 97 mit der Pumpquelle 98 verbunden ist.
In Strahlrichtung hinter dem Resonator 82 befindet sich eine Koppelvorrichtung 99, die als Beispiel und
der Einfachheit halber in Form einer kurzen leitenden Wendel dargestellt ist. Der Wendelkoppler 99 ist
am hinteren Ende durch einen Widerstand 100 abgeschlossen, der z. B. aus einem die Wendel in
der dargestellten Weise umgebenden Dämpfungsring bestehen kann, über die Leitung 101 wird
dem Wendelkoppler 99 die zu verstärkende Signalenergie von der Signalquelle 102 zugeführt. In Strahlrichtung
hinter dem Wendelkoppler 99 und von diesem durch einen Laufraum 103 getrennt liegt ein weiterer
Wendelkoppler 104, dessen vorderes Ende durch einen Dämpfungsring 105 abgeschlossen ist. über die
Leitung 106 wird die Energie vom Wendelkoppler 104 der Belastung 107 zugeführt.
Beim Durchlauf durch den Hohlraumresonator 81 wird dem Elektronenstrahl die Schnellwellen-Rauschenergie
im Signalfrequenzbereich entzogen. Wie erwähnt, weist der Elektronenstrahl nach Verlassen
des Elektronenstrahlerzeugungssystems 12 sowohl Schnellwellen- als auch Langsamwellen-Rauschmodulationen
auf. Der Hohlraumresonator 81 ist so ausgeführt, daß er bei der mittleren Frequenz der zu
verstärkenden Signale in Resonanz ist, und der Strahl gibt dann an den Hohlraumresonator 81
Schnellwellen-Rauschenergie im Signalfrequenzbereich ab. Diese Rauschenergie wird über die Koppelschleife
88 abgenommen und von dem Widerstand 89 absorbiert. Der Strahl ist also nach dem Austritt aus dem
Resonator 81 im wesentlichen frei von Schnellwellen-Rauschmodulationen innerhalb des Frequenzbereiches
der zu verstärkenden Signale.
Wenn der Strahl durch den Hohlraumresonator 82 hindurchgeht, der erfindungsgemäß bei einer Pumpfrequenz
in Resonanz ist, die niedriger als die Signalfrequenz ist, wird er in der schnellen Wellenform mit
Pumpenergie aus der Quelle 98 in seiner Geschwindigkeit moduliert. Der Strahl tritt dann im Wendelkoppler
99 in Wechselwirkung mit der Signalwelle. Dieser Koppler erzeugt Signalraumladungswellen in
der schnellen Wellenform. Im Laufraum 103 nehmen erfindungsgemäß die Signalwellen in der schnellen
Form exponentiell auf Grund von Seitenwellen zu, die auf Kosten der Pumpenergie erzeugt werden.
Die verstärkte Signalwellenenergie in der schnellen Wellenform erzeugt dann im Wendelkoppler 104
eine Signalwellenenergie, die wesentlich größer als die mit der üblichen Geschwindigkeitsmodulation bei
sehr hohen Frequenzen erreichbare ist.
Um einen vollständigen übergang der Signalenergie vom Wendelkoppler 99 auf den Elektronenstrahl
und umgekehrt vom Elektronenstrahl auf den Wendelkoppler 104 sicherzustellen, sind die Wendelkoppler
zweckmäßig so bemessen, daß sie der »Kompfner-Dip«-Bedingung genügen. Es sei kurz
erwähnt, daß ein Wendelkoppler zum Einkoppeln von Energie, der entsprechend der »Kompfner-Dip«-
Bedingung arbeitet, sicherstellt, daß keine Wellenenergie mehr am in Strahlrichtung hinteren Ende der
Wendel vorhanden ist, daß also die gesamte Energie auf den Strahl übertragen worden ist. Entsprechendes
gilt für den Wendelkoppler 104, bei dem die gesamte Schnellwellenenergie des Elektronenstrahls als Signalenergie
am hinteren Ende des Kopplers erscheint. Damit eine Schnellwellenverstärkung erreicht wird,
ist es ferner notwendig, daß die sich entlang den Wendelkopplern 99 und 104 fortpflanzende Wellenenergie
allein mit der Schnellwellenenergie des Elektronenstrahls synchronisiert ist. Bekanntlich laufen
die Raumladungsschnellwellen mit einer Geschwindigkeit, die größer als die Gleichstromgeschwindigkeit
des Strahles ist, während die Raumladungslangsamwellen langsamer als die Gleichstromgeschwindigkeit
des Strahles sind. Der Elektronenstrahl muß also im Wendelkoppler 99 mit einer derartigen Geschwindigkeit
laufen, daß die Schnellwellen auf dem Strahl in Synchronismus mit der Signalwelle sind, die sich
entlang des Wendelkopplers 99 fortpflanzt. Zu diesem Zweck wird der Wendelkoppler 99 mit Hilfe einer
veränderlichen Spannungsquelle 108 auf einem geeigneten Potential gehalten. Ebenso ist eine getrennte
veränderliche Spannungsquelle 109 an den Wendelkoppler 104 angeschlossen, um einen optimalen
Signalenergieübergang vom Strahl zum Koppler un-
abhängig von anderen Schaltungselementen zu erhalten.
Um die Laufzeit der Elektronen in den Hohlraumresonatoren
81 und 82 getrennt einstellen zu können, sind diese mit zwei einstellbaren Spannungsquellen
110 und III verbunden. Eine dritte einstellbare Spannungsquelle 14 ist vorgesehen, um die
richtige Grundspannung anzulegen.
Claims (4)
1. Verfahren zur parametrischen Vergrößerung der Energie sehr hochfrequenter Wellen (Signalwellen)
einer bestimmten Frequenz (Signalfrequenz) mit Hilfe eines Elektronenstrahls, der von den
Signalwellen sowie von Pumpweilen einer bestimmten Frequenz (Pumpfrequenz), die niedriger
ist als die Signalfrequenz, in der Geschwindigkeit moduliert ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die parametrische Vergrößerung der Signalwellenenergie dadurch erfolgt, daß der Elektronenstrahl
nachdem er mit den Signalwellen und den Pumpwellen in der Geschwindigkeit moduliert
worden isl, einen Laufraumabschnitt durchläuft.
in welchem zunächst Energie von den Pumpraum-Jadungswellen
auf wenigstens zwei Seitenraumladungswellen (Idlerraumladungswellen), deren
Frequenzen niedriger sind als die Pumpfrequenz, und von diesen auf die Signalraumladungswellen
übertragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine weitere parametrische Vergrößerung der Signahvellenenergie dadurch erfolgt,
daß der Elektronenstrahl außer mit den Pumpwellen einer bestimmten Frequenz (Pumpfrequenz),
die niedriger ist als die Signalfrequenz (Pumpgrundwellen),
noch mit mindestens einer Frequenzharmonischen der Pumpgrundwellen (Pumpharmonische)
in der Geschwindigkeit moduliert worden ist, durch die die parametrische Vergrößerung
der Signalwellenenergie wie mittels der Pumpgrundwellen über Seitenraumladungswellen (Idlerraumladungswellen)
erfolgt, deren Frequenzen niedriger sind als die der betreffenden Pumpharmonischen
(gegebenenfalls also auch noch niedriger als die der Pumpgrundwellen).
3. Elektronenstrahlröhre zur Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem Elektronenstrahlerzeugungssystem
am einen und einer Auffangelektrode am anderen Röhrenende, dadurch
gekennzeichnet, daß auf dem Weg des Elektronenstrahls vom Elektronenstrahlerzeugungssystem (12)
zur Auffangelektrode (13) ein erster Hohlraumresonator (15) angeordnet ist, der den Elektronenstrahl
mit den Pumpwellen moduliert, daß ein von dem ersten Hohlraumresonator (15) durch
einen kurzen Laufraumabschnitt getrennter zweiter Hohlraumresonator (22) vorgesehen ist, der den
Elektronenstrahl mit den Signalwellen moduliert, und daß zwischen dem zweiten Hohlraumresonator
(22) und der Auffangelektrode (13) eine Auskoppelvorrichtung (30) zur Abnahme der verstärkten
Signalwellen angeordnet ist.
4. Elektronenstrahlröhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Weg des
Elektronenstrahls vom Elektronenstrahlerzeugungssystem
(12) zur Auffangelektrode (13) dem ersten Hohlraumresonator (82) ein mit einem Lastwiderstand (89) verbundener Hohlraumresonator
(81) vorgeschaltet ist, der wie der erste Hohlraumresonator (82) als Doppelspalt-Hohlraumresonator
mit kurzem Laufraumabschnitt ausgebildet ist, daß an Stelle des zweiten Hohlraumresonators
ein Wendelkoppler (99) vorgesehen ist und daß die Auskoppelvorrichtung ebenfalls
als Wendelkoppler (104) ausgebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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|---|---|---|---|
| US736639A US3101449A (en) | 1958-05-20 | 1958-05-20 | Parametric electron beam devices |
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- 1959-05-14 GB GB16538/59A patent/GB893083A/en not_active Expired
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