DE1284264B - Hammermuehle - Google Patents
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Classifications
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Hammermühle, bei der das Mahlgut mittels eines von einem Ventilator erzeugten Fördergasstromes gefördert wird, wobei das Fördergas an mehreiren im Csehäuse in Richtung des Mahlgutstromes hintereinander angeordneten öffnungen, deren Querschnitt durch Absperrvorrichtungen einstellbar ist, angesaugt wird. Solche Hammermühlen dienen meist dazu, aus Weizen, Hafer, Gerste oder Mais Schrot zur Viehfütterung herzustellen.
- Es ist bereits eine Mahlanlage bekannt, bei der Förderluft einmal durch die MaterialeintrittsÖffnung, zum anderen durch die Öffnung im Mahlgehäuse unterhalb des Schlägerrosteg und weiter durch Aussparungen in der Rohrleitung zum Gebläse ailgesaugt werden kann. Dabei kann der Querschnitt der beiden zuletzt genannten Öffnungen von Hand mittels Schieber eingestellt werden.
- Es ist auch schon bekannt, das Mahlgut durch Injektorwirkung der angesaugten Luft aufzugeben. Weiter gehört es zum Stand der Technik, eine schwenkbare Steuerklappe, die im Mahlgut und Förderlufteintritt einer Mühle angeordnet ist, mittelbar durch eine vom im Mühlengehäuse herrschenden Druck beaufschlagte Membran zu steuern.
- Den bekannten Hammermühlen haftet damit der Nachteil an, daß sie zur Vermeidung des Verstopfens auf Grund einer unregelmäßigen Mahlgutaufgab# einer umständlichen und relativ aufwendigen Klappensteuerung bedürfen. Diese Nachteile werden erfindungsgemäß in überraschend einfacher Weise dadurch vermieden, daß die Absperrvorrichtungen aus bekannten Absperrklappen bestehen, die sich unmittelbar durch den in der Mühle herrschenden veränderlichen Unterdruck in Reihenfolge der Förderrichtung öffnen können.
- Eine erste Absperrklappe kann in Richtung des Mahlgutflusses unmittelbar vor der Mahlkammer liegen. Eine zweite Absperrklappe kann in Richtung des Mahlgutflusses unmittelbar hinter der Mahlkammer liegen. Dabei können die Absperrklappen derart ausgebildet sein, daß die hinter det Mahlkaminer liegende Absperrkammer erst dann öffnet, wenn die vor der Mahlkammer liegende Absperrklappe vollständig geöffnet ist.
- Die Erfindung ist für ein Ausführungsbeispiel unter Hinweis auf die Zeichnung näher beschrieben. In dieser zeigt F i g. 1 eine schematische Darstellung der Hammermühle nach der Erfindung, F i g. 2 einen Teillängschnitt durch die Mühle und F i g. 3 einen Querschnitt durch die Mühle nach Fig. 2.
- Zunächst wird auf F i g. 1 Bezug genommen. Die Haminermühle nach der Erfindung weist einen Aufgabetrichter 1 auf, der mittels einer Leitung 2 mit der eigentlichen Mühle 3 verbunden ist, welche seitlich einen Ventilator 4 aufweist, der seinerseits mittels einer Rohrleitung 5 od. dgl. mit einem Behälter 6 verbunden ist.
- Der Durchsatz des zu verschrotenden bzw. zu mahlenden Gutes durch die Mühle wird durch den Unterdruck bewirkt, welcher vom Ventilator 4 erzeugt wird. Das zerinahlene bzw. geschrotete Material wird durch den vom Ventilator 4 erzeugten Luftstrom in den Behälter 6 eingetragen.
- Die Verbindungsleitung2 weist an ihrem hinteren Ende eine Verbindung mit einem Leitblech auf, wodurch das zu mahlende oder zu verschrotende Getteide mit Lüft gemischt wird.
- Diese Mischung tritt dann in die Mühle 3 ein, deren Trommel in an sich bekannter Weise aus Scheiben 13 und einer Vielzahl dazwischen angeordneter axialer Bolzen 12 besteht, welche ihrerseits frei fliegend gelagerte Hämmer 8 tragen.
- Die F i g. 2 und 3 zeigen, daß das aus der Rohrleitung 2 kommende Gut in die Mahlkammer 10 fällt. Bei der Darstellung nach F i g. 2 sind die beweglichen Teile der Hammermühle aus Vereinfachungsgründen nicht gezeigt. F i g. 3 zeigt, daß die Hämmer 9 an den Bolzen 12 gehaltert sind, welche ihrerseits zwischen je zwei Scheiben 13 befestigt sind. Die Scheiben 13 sitzen auf einer Welle 15, welche in zwei Lagern 14 gelagert ist.
- An beiden Seiten der Mahlkammer 10 sind Prallleisten 16 angebracht. Auf einem Teil der zylindrischen Wand der Mahlkammer 10 sind weitere Prallleisten 17 befestigt, die aus Metallprofilen mit scharfen Kanten bestehen und parallel zur Welle 15 verlaufen.
- Diejenige Wand der- Mahlkammer, die den Prallleisten 17 gegenüberliegt, ist von einem Sieb 18 gebildet, welches das zerkleinerte Gut in eine untere Sammelkammer 20 fallen läßt.
- Die Sammelkamme'i 10 -sieht über eine Leitung 19 mit dem Gehäuse 21 des Ventilators 4 in Verbindung, dessen Achse von demselben Motor angetrieben wird wie die Mühlenwelle 15.
- Am oberen Teil der'Mahlkammer 10 ist ein kastenförmiger Aufsatz 22 angebracht, an welchem eine öffnung 23 vorgesehen ist. Die öffnung 23 ist mittels einer Absperrklappe 24 verschlossen. Die Absperrklappe besteht aus einem elastischen Kunststoff und ist an ihrem unteren Ende durch ein Gewicht 25 beschwert.
- Die Sammelkammer 20 steht seitlich mit einem Gehäuseteil 26 in Verbindung. an welchem ebenfalls eine öffnung 27 mit einer Absperrklappe 28 vorgesehen ist, die mit einem Gewicht 29 beschwert ist. Diese Absperrklappe besteht ebenfalls aus einem elagtischen Kunststoff.
- Die beiden öffnungen 23 und 27 liegen derart schief, daß die Gewichte. 25 und 29 die Absperrklappen 24 bzw. 28 an die öffnungen im Schließsinn anlegen.
- Im folgenden soll die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Haminermühle beschrieben werden: Der vom Ventilator 4 erzeugte Unterdruck bewirkt das Entstehen eines Luftstromes von der mit einem Leitblech verschenen öffnunty der Leittiner 2 durch die, Mahlkammer 10, das Sieb ig, die Leitung 19, das «Gehäuse 21 und die Leitung 5 bis in den Behälter 6. Beim öffnen des Schiebers 30 tritt das zu mahlende bzw. zu schrotende Getreide in- die Leitung 2 und wird vom Luftstrom in die Mahlkammer 10 getragen.
- Das Getreide wird von den Hämmern 8 gemahlen und gegen die Pralleisten 17 geschleudert, bis es so fein zerkleinert ist, daß es durch das Sieb 18 in die Sammelkammer 20 fallen kann.
- Wenn nun beispielsweise wegen einer zu -roßen öffnung des Schiebers 30 die Mahlkammer selbst zu viel Gut und zu wenig Luft erhält, dann wird der Luftstrom, der das Sieb 18 durchsetzt, kleiner, womit also weniger gemahlenes oder geschrotetes Gut verarbeitet bzw. abgezogen wird. Es kann nun keine Verstopfung auftreten, weil unter der Wirkung des durch das Sieb 18 hindurchgreifenden Soges durch die Verschlußklappe 24-2.5 zusätzliche Luft einfließen kann, wodurch das bereits gemahlene Gut ausgetragen werden kann.
- Wenn nun andererseits der das Sieb 18 durchsetzende Luftstrom so schwach werden sollte, daß das sich in der Sammelkammer 20 befindende Gut nicht mehr ausgetragen werden kann, dann bewirkt der vom Ventilator erzeugte Unterdruck das öffnen der Absperrklappe 28. Hierdurch wird ein zusätzlicher Luftstrom von unten gegen das Prallblech bzw. Ableitblech 31 gerichtet, wodurch das Austragen des gemahlenen Materials aus der Sammelkammer 20 beschleunigt wird.
- Die Absperrklappe 28 soll sich erst nach der Ab- sperrklappe 24 öffnen, weil sonst der durch das Sieb 18 fließende Luftstrom auf Kosten der von der Ab- sperrklappe 28 kommenden Luft verkleinert wird. Infolgedessen werden die beiden Absperrklappen so ausgelegt, daß die Absperrklappe 28 sich erst dann öffnen kann, wenn die Absperrklappe 24 vollständig geöffnet ist.
Claims (2)
- Patentanspräche: 1. Hammermühle, bei der das Mahlgut mittels eines von einem Ventilator erzeugten Fördergasstromes gefördert wird, wobei das Fördergas an mehreren im Gehäuse in Richtung des Mahlgutstromes hintereinander angeordneten öffnungen, deren Querschnitt durch Absperrvorrichtungen einstellbar ist, angesaugt wird, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß die Absperrvorrichtungen aus bekannten Absperrklappen (24, 28) bestehen, die sich unmittelbar durch den in der Mühle (3) herrschenden veränderlichen Unterdruck in Reihenfolge der Förderrichtung öffnen können.
- 2. Hammermühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Absperrklappe (24) in Richtung des Mahlgutflusses unmittelbar vor der Mahlkammer (10) liegt. 3. Hammermühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Absperrklappe (28) in Richtung des Mahlgutflusses unmittelbar hinter der Mahlkammer (10) liegt. 4. Hammermühle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrklappen (24, 28) derartig ausgebildet sind, daß die hinter der Mahlkammer (10) liegende Ab- sperrklappe (28) erst dann öffnet, wenn die vor der Mahlkammer (10) liegende Absperrklappe (24) vollständig geöffnet ist. 5. Hammermühle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Absperrklappen (24,28) gewichtsbelastet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| FR994797A FR1422327A (fr) | 1964-11-13 | 1964-11-13 | Perfectionnements aux broyeurs de céréales |
Publications (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2518427A1 (fr) * | 1981-12-17 | 1983-06-24 | Engelbrecht & Lemmerbrock | Dispositif pour le concassage et la manutention pneumatique d'epis de mais |
Families Citing this family (2)
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| US2316124A (en) * | 1940-08-01 | 1943-04-06 | Louis Ruprecht | Apparatus for impact pulverizing |
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Also Published As
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| BE672272A (de) | 1966-03-01 |
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| FR1422327A (fr) | 1965-12-24 |
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