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Lichtstelleinrichtung für Bühnen Zur Veränderung der Helligkeit der
Beleuchtung von Bühnen dienen Lichtstelleinrichtungen, bei denen als Stellglieder
f ür die einzelnen Lichtstromkreise Magnetverstärker, gesteuerte Gasentladungsgefäße
oder Halbleiter verwendet werden. Die Steuerspannung für diese Stellglieder wird
jeweils von einem Potentiometer abgenommen, dessen Abgriff mit einem Stellhebel
an dem Steuerpult betätigt wird. Die Zahl dieser Stellhebel entspricht der Anzahl
der zu steuernden Lichtstromkreise. Um beim Übergang von einem Beleuchtungsbild
zu einem anderen die Einstellung an allen Stellhebeln möglichst schnell ändern zu
können, bedient man sich einer Speichereinrichtung, die über Getriebe und elektromagnetische
Kupplungen eine Verstellung der Stellhebel um vorbestimmte Beträge bewirkt. Da bei
Bühnenbeleuchtungsanlagen eine sehr große Anzahl von Stellhebeln erforderlich ist,
ergeben sich für das Stellwerk und für das zugeordnete Steuerpult große Abmessungen.
Die Unterbringung der Steuereinrichtung an gewünschter Stelle bringt daher oft große
Schwierigkeiten mit sich. Ferner ist wegen der Vielzahl der Stellhebel die Übersicht
auf dem Steuerpult erschwert.
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Die Erfindung verbessert die bekannten Lichtstelleinrichtungen für
Bühnen, bei denen einzelne Lampen oder Lampengruppen über je ein Stellglied mit
einer Steuervorrichtung verbunden sind. Gemäß der Erfindung steht das Stellglied
in Steuerverbindung mit einem Digitalpotentiometer, dessen Betätigungseingänge einerseits
mit den Ausgängen eines binären Zählers und andererseits über den Arbeitskontakt
einer Steuertaste mit einer Hilfsspannungsquelle verbunden sind. Auf diese Weise
kann die Helligkeit allein durch Betätigen von Steuertasten verändert werden. Es
ist lediglich erforderlich, die Steuertasten so lange zu drücken, bis die gewünschte
Helligkeit erreicht ist. Stellhebel und die damit verbundenen aufwendigen Antriebs-
und Kupplungseinrichtungen können entfallen. Dadurch ergibt sich eine wesentliche
Verkleinerung des Stellwerkes und des Steuerpultes, so daß der Beleuchter die Bedienung
von einem Sessel aus vornehmen kann. Die neue Lichtstelleinrichtung ist unabhängig
von den verschiedenen Raumverhältnissen überall aufstellbar und gewährleistet eine
gute Übersicht. Dein, Verschleiß unterliegende Bauteile, wie Getriebe und Kupplungen
und Schleifkontakte, werden vermieden.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 a eine Lichtstelleinrichtung für eine Kleinbühne oder für Effektbeleuchtung
(Farblichtspiele), F i g. 1 b bis 1 f den zeitlichen Verlauf der Impulse,
an verschiedenen Klemmen des binären Zählers gemäß F i g. 1, F i g. 2 ein weiteres
Ausführungsbeispiel und F i g. 3 ein Steuerpult.
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Zur Beleuchtung der Bühne eines Theaters oder eines Fernsehstudios
dienen Lampen 1, die über je ein Stellglied 2 an die Leitungspole
R, Mp eines Wechselstromnetzes angeschlossen sind. Als Stellglieder können
Magnetverstärker, Silizium-Halbleiter oder andere Steuergeräte verwendet werden,
bei denen die an die Lampe 1 angelegte Spannung in einem festgelegten Verhältnis
zu der an den Klemmen s1, s2 angelegten Steuerspannung steht, wobei bei Fehlen einer
Steuerspannung auch an der Lampe 1 keine Spannung anliegt. Das Stellglied 2 steht
erfindungsgemäß in Steuerverbindung mit einem Digital-Potentiometer 3a, dessen Betätigungseingänge
e1 bis e5 einerseits über den Arbeitskontakt 43 einer Steuertaste
4 mit einer Hilfsspannungsquelle 15 verbunden sind (F i g.
l a).
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Das Digital-Potentiometer 3a hat zweckmäßigerweise Relais
a, b, e, d, die mit einer Ansprechwicklung w1 und einer Selbsthaltewicklung
iv2 versehen sind. Die Relais sind mit Ruhekontakten A 0, B0, C0, D0 und ArbeitskontaktenA1,
B1, C1, D1 ausgerüstet, die in Reihe geschaltet sind. Mit diesen Kontakten
können die einzelnen Widerstände R10, R20, R30, R40 und R11, R21, R31 und R41 überbrückt
werden. Die Widerstände sind über die Klemmen e6, e7 mit der Spannungsquelle
11 verbunden und so bemessen, daß ihre Widerstandswerte folgende Bedingungen
erfüllen: R10 ----. R11; R20 = R21; R30 = R31; R40 = R41 und R41 = 2R31 = 4R21 =
8R11.
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Bei konstanter Spannung der Speisequelle 11 ist die Spannung
zwischen den Klemmen e7 und e8 des Digital-Potentiometers 3a vom Spannungsteilerverhältnis
der in Reihe geschalteten und zum Teil überbrückten Widerstände abhängig, also von
der Schaltstellung
der Relais a bis d. Der Gesamtwiderstand
zwischen den Klemmen e6 und e7 bleibt bei jeder Schaltstellung der Relais a bis
d konstant.
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Der binäre Zähler 5 hat einen Oszillator 0z, der zum Erzeugen einer
rechteckförmigen Impulsspannung dient. Der Ausgang des Oszillators 0z ist mit dem
Eingang E3 einer Binärstufe B1 verbunden, die mit weiteren Binärstufen
B2 bis B4 zu einer Zählkette Z zusammengefaßt ist. Jede Binärstufe
hat Eingänge El bis E5 und einen Ausgang A. Die Ausgänge A der Binärstufen
B1 bis B4 sind über die Ausgänge x1 bis x4 mit je einer Hilfssammelschiene Sbl bis
Sb4 verbunden, an welche die Betätigungseingänge e1 bis e4 jedes Digital-Potentiometers
angeschlossen sind. Die Eingänge E5 sind Löscheingänge. Gelangt durch Betätigen
der Löschtaste Lö ein L-Impuls an diese Eingänge, so nimmt der Ausgang A der Binärstufen
0-Signal an, unabhängig vom bisherigen Zustand. Die Eingänge E4 sind Setz-Eingänge.
Ein L-Impuls auf diesen Eingang bewirkt, daß der Ausgang A ein L-Signal annimmt,
unabhängig vom bisherigen Schaltzustand. Wenn an den Eingang E3 der gelöschten Binärstufe
B1 ein L-Impuls gegeben wird, so nimmt der Ausgang A L-Signal an, das durch einen
weiteren L-Impuls auf den Eingang E3 wieder gelöscht wird. Auf diese Weise können
an dem Ausgang der Binärstufe B1 Impulse abgenommen werden, deren Anzahl in der
Zeiteinheit der halben Anzahl der vom Oszillator 0z an den Eingang E3 gegebenen
Impulse entspricht (F i g. 1 b). Da jeweils der Ausgang A einer Binärstufe an den
Eingang E3 der nächsten Binärstufe geführt ist, ist die Impulsfrequenz am Ausgang
A jeder Binärstufe halb so groß wie die der vorhergehenden Binärstufe (F i g. 1c
bis 1f). Die Binärstufen B1 bis B4 sind ferner so beschaffen, daß ein Zählvorgang
nur dann ablaufen kann, wenn an den Klemmen El oder E2 aller Binärstufen B1 bis
B4 L-Signal ansteht. Wird das L-Signal an die Klemmen E2 angelegt, so zählt die
Zählkette in der nachstehend beschriebenen Weise in aufsteigender Zählfolge, also
z. B. von 0 bis 15. Steht hingegen das L-Signal an den Klemmen EI an, so verläuft
die Zählfolge in absteigendem Sinne, also z. B. von 15 bis 0.
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Wird zur Zeit t, (A b b. 1 b) die Löschtaste Lö betätigt, so werden
die Binärstufen B1 bis B4 gelöscht, womit an ihren Ausgängen A und an den Eingangsklemmen
e1 bis e4 aller Digitalpotentiometer 0-Signal ansteht. Die vom Oszillator abgegebenen
Impulse gelangen an den Eingang E3 der Binärstufe B1. Nach jedem solchen Impuls
wechselt der Schaltzustand am Ausgang der Binärstufe B1 (F i g. 1c). Zur Zeit t1
bekommt der Ausgang A der Binärstufe B1 und damit die Klemme x1 und die Eingangsklemmen
e1 jedes Digitalpotentiometers 3a L-Signal. Ist eine Steuertaste 4 dabei gedrückt,
so berührt das Schaltglied 41 den Kontakt 43, so daß der Stromkreis für das Relais
a des entsprechenden Digitalpotentiometers 3a geschlossen wird. Dadurch zieht das
Relais a an, der Kontakt A 1 wird geschlossen und der Kontakt A O geöffnet. Der
Widerstand R11 ist dann überbrückt und der Widerstand R10 in den Spannungsteiler
eingeschaltet, so daß die Spannung zwischen den Klemmen e7 und e8 entsprechend dem
Spannungsteilerverhältnis der im Stromweg liegenden Widerstände von Null auf 1/15
der Ausgangsspannung der Spannungsquelle 11 ansteigt. Diese Spannung wird als Steuerspannung
den Klemmen s1, s2 des Stellgliedes 2 zugeführt. Durch weitere Impulse des Oszillators
0z wechseln die L- und 0-Signale an den Ausgängen x1 bis x4 des binären Zählers,
wie dies in den F i g. 1 c bis 1 f dargestellt ist, wobei zum Zeitpunkt t"
z. B. die Ausgänge x2 und x3 L-Signale und die Ausgänge x1 und x4 0-Signale
führen. Somit sind im Digitalpotentiometer 10 zu diesem Zeitpunkt die Relais b,
c angezogen und die Relais a, d abgefallen. Durch die Überbrückung der Widerstände
R21 und R31 und Zuschaltung der Widerstände R20 und R40 ergibt sich ein solches
Spannungsteilerverhältnis, daß die Spannung zwischen den Klemmen e7, e8 und den
Klemmen s1, s2 des Stellgliedes
der an den Spannungsteiler angelegten Spannung beträgt. Die Lampe 1 brennt dann
mit einer dieser Steuerspannung entsprechenden Helligkeit.
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Da der binäre Zähler stetig weiterzählt, erhöht sich die Helligkeit
der Lampe stufenweise. Ist an der Lampe 1 die gewünschte Helligkeit erreicht, so
wird durch Loslassen der Steuertaste 4 der Kontakt 43 geöffnet und
die Spannungszuführung zu den Ansprechwicklungen w1 der Relais a bis
d unterbrochen. Die Steuertaste 4 kann einen im Stromkreis der Selbsthaltewicklung
w2 angeordneten Ruhekontakt 42 haben, wobei der Arbeitskontakt 43 und der
Ruhekontakt 42 als Folgekontakte ausgebildet sind, so daß mit dem Öffnen der Ansprechwicklung
zugleich der Stromzweig mit den Selbsthaltewicklungen w2 der Relais an Spannung
gelegt wird und auf diese Weise das eingestellte Spannungsteilerverhältnis und der
gewünschte Helligkeitswert erhalten bleiben. Die. Steuertasten 4 befinden sich dabei
in der gezeichneten Ruhelage, in der sich die entsprechenden Relais der Digitalpotentiometer
3a über ihre Selbsthaltewicklungen w2 halten. Durch Betätigen eines Steuertasters
4 werden die Selbsthaltewicklungen w2 wiederum abgeschaltet, während die
Ansprechwicklungen w1 der Relais über die Klemme e5 Spannung erhalten. Der Arbeitskontakt
43 und der Ruhekontakt 42 der Steuertaste 4
sind als Folgekontakte
ausgeführt, derart, daß beim Drücken der Taste zuerst die Strombahn 41-43 geschlossen
und dann erst die Strombahn 41-42 geöffnet wird. Beim Loslassen der Taste
4 wird zuerst die Strombahn 41-42 geschlossen und dann erst die Strombahn
41-43 geöffnet. Dadurch wird erreicht, daß sich die Ansprech- und die Halteerregung
der Relais zeitlich überlappen und die Relais während des Umschaltvorganges nicht
abfallen können.
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Vorzugsweise ist der binäre Zähler 5 mit Mitteln zum Verändern der
Zählgeschwindigkeit versehen. Hierzu kann ein Widerstand 14 des Oszillators 0ä als
Potentiometer ausgebildet sein. Durch Verschieben des Abgriffes dieses Potentiometers
ist es möglich, eine hohe Impulsfrequenz am Ausgang des Oszillators einzustellen,
so daß die Lampe 1 nahezu schlagartig von dem Wert Null auf volle Helligkeit gebracht
werden kann. Um dabei zu verhindern, daß der binäre Zähler über den zum Zeitpunkt
tn gegebenen Zustand in den zur Zeit t0 gegebenen Zustand übergeht, sind in vorteilhafter
Weise die Ausgänge x1 bis x4 des Zählers 5 jeweils an einen Eingang E6 bzw. E7 bzw.
E8 bzw. E9 eines Koinzidenzgatters N1 geführt, dessen Ausgänge A1 und A2 mit den
Eingängen E14 bzw. E11 eines weiteren Koinzidenzgatters N2 verbunden sind, wobei
weitere Eingänge E12 und E13 des Koinzidenzgatters N2 über einen Umschalter 13 wahlweise
mit der Spannungsquelle 15 verbunden
werden, deren Plus-Potential
einem L-Signal entspricht. Die Ausgänge A 3 und A 4 sind mit den Eingängen E1 bzw.
E2 jeder Binärstufe verbunden.
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Das Koinzidenzgatter N1 ist so beschaffen, daß an seinem Ausgang A
1 0-Signal erscheint, wenn die Eingänge E6, E7, E8 und E9 gleichzeitig 0-Signal
führen (Zeitpunkt to). Führen die genannten Eingänge gleichzeitig L-Signal (Zeitpunkt
tn), so erscheint am Ausgang A2 des Gatters N1 0-Signal. Am Koinzidenzgatter N2
liegt am Ausgang A 4 nur bei gleichzeitigem Anstehen eines L-Signals an den Eingängen
E11, E12 ein L-Signal. Zur Zeit to steht am Eingang E14 0-Signal an, wodurch vom
Ausgang A 3 an den Eingang El aller Binärstufen 0-Signal gegeben wird. Dadurch wird
das Zählen der Kette in absteigendem Sinne angehalten. Ähnliches gilt sinngemäß
für das Aufwärtszählen, wenn zur Zeit tn ein 0-Signal an den Eingang E11 gegeben
wird.
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Da ein Ende der Ansprechwicklungen w 1 der Relais a bis
d über die Klemmen e1 bis e4 und die zugehörigen Sammelschienen Sbl bis Sb4
mit den Ausgangsklemmen x1 bis x4 des binären Zählers 5 verbunden sind, würden die
Relais a bis d durch das Drücken der Taste 4 in einer Kombination erregt
bzw. entregt, wie sie durch die augenblicklichen Schaltzustände der Binärstufen
B1 bis B4 gegeben ist. Diese Schaltzustände können beliebig sein. Um zu ermöglichen,
daß die Helligkeit der entsprechenden Lampe 1 von ihrem letzten Wert ausgehend verändert
werden kann, ohne daß ein Helligkeitssprung eintritt, sind die Eingänge E eines
Kippers K1 und eines verzögert arbeitenden Kippers K2 über einen in der Ruhelage
offenen Hilfskontakt 44 der Steuertaste 4 mit einer Speisequelle 15
verbunden, wobei der Ausgang A5 des Kippers K1 an die Löscheingänge E5 der
Binärstufen B1 bis B4 geführt ist und der Ausgang A6 des Kippers K2 über
einen Hilfskontakt 45 und parallel zueinander geschaltete Arbeitskontakte
A2, B2, C2 und D2 der Relais a, b, e, d mit je einem Setzeingang
E4 der Binärstufen B1, B2, B3, B4 verbunden ist. Dabei sind an dem Digitalpotentiometer
eine Eingangsklemme e 11 und Ausgangsklemmen 1 a bis 1 d angeordnet,
die zu Sammelschienen Sai bis Sao geführt sind, welche ihrerseits an die
Klemmen y1 bis y4 des binären Zählers 5 angeschlossen sind.
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Dadurch wird bei Betätigung einer der Steuertasten 4
über den
Hilfskontakt 44 Spannung an die Schiene Q gelegt, welche mit den Eingängen
E des Kippers K1 und des verzögert arbeitenden Kippers K2 verbunden ist. Zunächst
gibt der Kipper K1 über seine Ausgangsklemme A5 einen kurzen Impuls an die
Löscheingänge F_5 des binären Zählers 5, wodurch die Binärstufen B1 bis B4 gelöscht
werden. Anschließend gibt der verzögert arbeitende Kipper K2 über seine Ausgangsklemme
A 6 einen Impuls auf die Schiene V, von wo er über den Hilfskontakt 45 der
gedrückten Taste 4 an die Klemme ell des Digitalpotentiometers 3a gelangt.
Von dort gelangt dieser Impuls über die Kontakte A2, B2, C2 oder
D2 derjenigen Relais a, b, c oder d, die bis zum Betätigen
der Taste 4 in Selbsthaltung standen, zu den Ausgangsklemmen 1 a bis
1 d und über die Schienen Sal bis Sao und die Eingänge y1 bis y4 des binären
Zählers 5 zu den Setzeingängen e4 der Binärstufen B1 bis B4.
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Auf diese Weise werden diejenigen Binärstufen gesetzt, deren zugeordnete
Relais in Selbsthaltung waren. Diese Binärstufen geben über ihre Ausgänge A und
die Klemmen x1 bis x4 L-Signal auf die Schienen Sbl bis Sb4. Waren beispielsweise
vor Betätigung der Taste 4 die Relais b und c des entsprechenden Digitalpotentiometers
3 durch Selbsthaltung angezogen und die Relais a und d abgefallen,
so gelangt der Impuls desverzögertarbeitendenKippers K2 über die Schiene
V,
den Kontakt 45 des Tasters 4 und die Klemme e10 des Digitalpotentiometers
zu dem Hilfskontakten A2 bis D2 der Relais a bis d. Da aber
nur die den Relais b
und c zugeordneten Kontakte B2 und C2 geschlossen sind,
kann sich der Impuls nur auf die Schienen Sag
und Sa3 fortpflanzen, so daß
nur die Binärstufen B2 und B3 gesetzt werden und nur die Schienen Sb2 und
SO L-Signal erhalten. Somit erhalten nach dem Schließen des Strompfades
41-43 nur die Relais b und c Ansprecherregung. Sie können beim Öffnen der
Kontaktstrecke 41 bis 42 nicht abfallen, die Relais a und d hingegen
beim Schließen des Strompfades 41-43
nicht ansprechen, da ihnen von den Schienen
Sb l
bzw. Sb4 kein L-Signal zugeführt wird. Nun kann der binäre Zähler 5 im
gewünschten Sinne in Gang gesetzt werden, um die Helligkeit der angeschlossenen
Lampe entsprechend zu verändern.
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Es ist vorteilhaft, die Impulse der Kipper K1 und K2 und die zeitliche
Verzögerung des Impulses des Kippers K2 sowie die Schaltzeiten der Binärstufen BI
bis B4 kurz zu bemessen. Auf diese Weise folgen die Impulse sehr schnell aufeinander,
so daß der Lösch-und Setzvorgang der Binärstufen während des Niederdrückens der
Steuertaste 4 abläuft und vor dem Öffnen des Strompfades 41-42 beendet ist.
Die ordnungsgemäße zeitliche Staffelung kann durch geeignete Ausbildung der Kontakte
des Tasters 4 unterstützt werden.
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Durch einen den Eingängen E der Kipper KI, K2
vorgeschalteten,
gemeinsamen Schalter U1 kann der automatische Lösch- und Setzvorgang der Binärstufen
B1 bis B4 unterbunden werden, so daß der binäre Zähler 5 bei Betätigung der einzelnen
Steuertasten 4 und Stillstand des Oszillators O:: seinen einmal vorgegebenen Schaltzustand
beibehält. Man kann daher mehrere Beleuchtungskörper 1 durch kurzzeitiges Niederdrücken
der zugehörigen Steuertasten 4 auf die gleiche Helligkeitsstufe einstellen,
und zwar entweder auf volle Helligkeit, auf volle Dunkelheit oder auf einen beliebigen
Zwischenwert.
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Die in F i g. l a dargestellten Dioden dl bis d4 und d5 bis d8 dienen
der Entkopplung der einzelnen Stromwege.
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Mit der bisher beschriebenen Anordnung ist es möglich, die Helligkeit
einer Anzahl von Beleuchtungskörpern einzustellen und von dem eingestellten Wert
aus zu verändern. Sollen mehrere Beleuchtungskörper gleichzeitig auf verschiedene
Helligkeitswerte gebracht werden, so können an Stelle der als Magnetverstärker dargestellten
Stellglieder 2 Steuergeräte verwendet werden, die in bekannter Weise auf dem Prnzip
einer elektrischen Nachlaufschaltung arbeiten und welchen nur dann eine Steuergröße
zugeführt werden muß, wenn ihr motorischer Antrieb in Bewegung ist. Bei einer solchen
Anordnung behalten die Steuergeräte jeweils eine bestimmte Stellung bei, während
mit Hilfe der Steuertasten 4 die nächste Beleuchtungsstimmung vorbereitet wird,
in welche die Steuergeräte anschließend nach Inbetriebsetzung ihres Antriebes übergehen.
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Um jedoch auch bei vollelektrischen Lichtsteuergeräten Überblendungen
zu ermöglichen, bei denen mehrere Beleuchtungskörper gleichzeitig ihre Helligkeit
verändern, und zwar derart, daß jeder Beleuchtungskörper
von einem
eingestellten Wert auf einen anderen Wert übergeht, der kleiner, größer oder gleich
groß sein kann wie der vorhergehende Wert, ist es vorteilhaft jedem Beleuchtungs-Stromkreis
ein zusätzliches Digitalpotentiometer 3b zuzuordnen, einen Umschalter
12 zum wahlweisen Betrieb eines der beiden Digitalpotentiometer 3a und 3b
vorzusehen und zwischen den Digitalpotentiometern und dem Stellglied 2 einen an
anderer Stelle bereits vorgeschlagenen Mischverstärker 18 anzuordnen (F i g. 2).
Dieser Mischverstärker wird von den beiden Digitalpotentiometern 3a und 3b ausgesteuert
und führt dem Lichtsteuergerät 2 die erforderliche Steuerspannung zu. Der Mischverstärker
hat einen Transistor p 1, dem über die Schienen M und N eine konstante Gleichspannung
zugeführt wird. Über den Widerstand r2 wird der Basis des Transistors ein solcher
Strom zugeführt, daß der Transistorpl voll geöffnet ist. Dadurch nimmt der Punkt
C das Potential der Schiene M an, d. h., zwischen der Schiene M und dem Punkt C
steht keine Spannung an. Da die Spannung zwischen diesen Punkten zugleich die Steuergröße
für das Stellglied 2 ist, ist die Lampe 1 in diesem Betriebszustand des Transistors
dunkel. Wird nun der Basis des Transistorspl über die Widerstände r3 und/oder r4
ein Strom in solchem Sinne zugeführt, daß der Transistor teilweise gesperrt wird,
so nimmt die Klemme C des Mischverstärkers 18 entsprechend dem Spannungsteilerverhältnis
zwischen r1 und dem jeweiligen Innenwiederstand des Transistorsp 1 ein Potential
an, welches maximal dasjenige der Schiene N sein kann. Somit wird durch die über
r3 und r4 fließenden Ströme die Spannung zwischen der Schiene M und dem Punkt
C und damit gleichzeitig die Steuerspannung für das Lichtsteuergerät 2 vorgegeben,
wobei es wesentlich ist, daß die Summe der durch r3 und r4 fließenden Ströme für
die Größe der Steuerspannung maßgebend ist. Die Widerstände r3 und r4 sind gleich
groß. Der durch einen dieser Widerstände fließende Strom wird durch die Größe des
Widerstandes, durch das Spannungsteilerverhältnis des Digitalpotentiometers3a bzw.
3b und durch die an den Digitalpotentiometern anliegende Spannung zwischen den Klemmen
e6 und e7 bestimmt.
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Der Umschalter 12 hat Kontaktarme 16, 17 und
19,
die zum Umschalten der Leitungsverbindungen dienen, die zu den Ansprechwicklungen
w1, bzw. den Selbsthaltewicklungen w2 bzw. den Setzeingängen der Binärstufen geführt
sind. Vorzugsweise ist der Umschalter 12 der Steuertaste 4 nachgeschaltet
und mit einem Hilfskontakt 14 in der Weise versehen, daß die Haltewicklungen w2
der erregten Relais des gerade abgeschalteten Digitalpotentiometers an Spannung
liegen. Steht der Umschalter 12 in der gezeichneten Stellung, so sind nur die Digitalpotentiometer
3a aller Steuerstromkreise in Tätigkeit. Über den Kontaktarm 14 des Schalters
12 wird gleichzeitig die Schiene Z2 an Spannung gelegt, so daß die Relais
a bis d der Digitalpotentiometer 3b nicht abfallen können, soweit
sie vor dem Umschalten des Schalters 12 erregt waren.
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Der an sich bekannte Überblender 20, der über die Verstärker
11 a, 11 b das Potential der Schienen Ga, Gb beeinflußt,
wird so verstellt, daß der Vorverstärker 11a volle Spannung abgibt und die Schiene
Ga speist, die den Digitalpotentiometern 3a über die Klemmen e6 Steuerspannung
zuführt. In diesem Betriebszustand kann die Anlage ähnlich arbeiten wie die Anordnung
gemäß F i g. l a. Sobald für alle Lampen 1 die gewünschte Helligkeit eingestellt
wurde, können durch Umlegen des Schalters 12 in die Stellung n alle Digitalpotentiometer
stillgelegt werden. Die eingestellte Helligkeit der Lampen bleibt dabei erhalten,
da die Relais a bis d der Digitalpotentiometer 3a in Selbsthaltung
stehen.
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Mit den Digitalpotentiometern 3b können nur in der beschriebenen Weise
neue Helligkeitswerte für alle Lampen 1 vorbereitet werden. Da diese Werte bei einer
Beleuchtungsprobe od. dgl. bereits früher festgelegt und schriftlich notiert werden
können, kann die Einstellung dieser Werte z. B. durch Vergleich der jeweiligen Stellung
des binären Zählers 5, der mit einer Vorrichtung R zur Anzeige der Zählstellung
ausgerüstet sein kann, mit den notierten Angaben erfolgen. Erst wenn die neuen Helligkeitswerte
in den Digitalpotentiometern festgehalten sind, erfolgt die sogenannte Überblendung.
Hierzu wird der Überblender20 derart verstellt, daß die Aussgangspannung des Vorverstärkers
11a allmählich von ihrem vollen Wert bis auf den Wert Null abnimmt, wobei gleichzeitig
die Ausgangsspannung des Vorverstärkers 11b allmählich von 0 auf 100 °/o ihres Nennwertes
ansteigt, derart, daß zu jedem Zeitpunkt die arithmetische Summe der Ausgangsspannungen
der beiden Vorverstärker 11a und 11b den Wert von 1000/0 ergibt. Auf diese Weise
vermindert sich die Wirkung der Spannungsteiler des Digitalpotentiometers 3a, während
die Wirkung der Digitalpotentiometer 3b zunimmt, so daß sich die Aussteuerung des
Transistors p 1 und somit die Helligkeit der Lampe 1 allmählich verändert
und schließlich den im Digitalpotentiometer 3b festgehaltenen Wert erreicht.
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Nach erfolgter Überblendung sind die Digitalpotentiometer 3a wirkungslos,
so daß nach Umlegen des Schalters 12 in die Stellung m in ihnen wieder neue
Steuerwerte für die Helligkeitseinstellung vorbereitet werden können, auf die zum
gewünschten Zeitpunkt durch Überblendung umgeschaltet wird.
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Mit einer Anlage gemäß F i g. 2 ist es möglich, z. B. für eine Theatervorstellung
die jeweils nächstfolgende Beleuchtungsstimmung vorzubereiten und auf diese überzublenden.
Da jedoch bei einer großen Anzahl von Beleuchtungskörpern die für die Vorbereitung
benötigte Zeit oft zu lang ist und ein schneller Wechsel der Beleuchtungseinstellung
nicht möglich wäre, ist es vorteilhaft, den Digitalpotentiometern 3a, 3b einen an
sich bekannten Speicher 20 für digitale Werte zuzuordnen. Durch einen Impuls auf
die Schiene J1 oder J2, der durch Betätigung des Tasters 21a oder 21b ausgelöst
wird, werden bei der Beleuchtungsprobe die Schaltstellungen der Relais
a bis d der Digitalpotentiometer 3a oder 3b über die Hilfskontakte
A2 bis D2 und die Klemmen P1 bis P4 als Impulse dem Speicher 20 zugeführt und in
diesem festgehalten. Auf diese Weise können die Beleuchtungseinstellungen für eine
ganze Theatervorstellung gespeichert werden. Die Ausbildung eines solchen Speichers
ist in der Patentanmeldung S 91425 VIIId/21c näher beschrieben. Beim Abruf des Speichers
gelangen die gespeicherten Signale über die Klemmen eld bis e4 d zu
den Relais
a bis d der Digitalpotentiometer 3a und 3b. Es können jedoch nur diejenigen
Relais anziehen, welchen über den Schalter 12 Ansprechspannung zugeführt wird.
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Zweckmäßigerweise ist im Strompfad der Selbsthaltewicklung w2 eine
Taste U2 angeordnet. Auf diese Weise können beim Abruf einer Speicherung die
Haltewicklungen
w2 der Relais a bis d im Digitalpotentiometer 3 a oder 3 b über die Taste U2 kurzzeitig
unterbrochen werden, um die von der vorhergehenden Einstellung her in Selbsthaltung
befindlichen Relais zu löschen.
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Um die Kapazität des Speichers 20 nicht unnötig groß wählen
zu müssen, kann sein Inhalt (z. B. die Beleuchtungseinstellungen für eine Theatervorstellung
oder für einen Akt einer Theatervorstellung) in an sich bekannter Weise auf einen
Langzeitspeicher (Magnetband, Lochstreifen, Lochkarte o. dgl.) übertragen werden,
wonach der Speicher 20 wieder für die Aufnahme neuer Beleuchtungswerte frei
ist. Bei der Wiedergabe der gespeicherten Lichteinstellungen werden die Werte zunächst
aus dem Langzeitspeicher in den Speicher 20 und von dort in beschriebener
Weise auf die Digitalpotentiometer 3a bzw. 3b übertragen.
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Um Überblendungen verschiedener Gruppen von Beleuchtungskörpern vornehmen
zu können, kann die erfindungsgemäße Einrichtung durch Gruppenwahlschaltungen bekannter
Art, insbesondere durch die in Fig. 5 der vorerwähnten Patentanmeldung dargestellte
Schaltung ergänzen.
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Vorzugsweise sind die Steuertasten 4 entsprechend der örtlichen
Lage der zugehörigen Lampen 1 auf der Bühne Bü und des Zuschauerraumes Zr in einem
verkleinerten Grundriß der Bühne und des Zuschauerraumes auf dem Steuerpult
St angeordnet. Auf diese Weise wird die Übersicht und die Bedienung wesentlich
erleichtert.