DE1282795B - Verfahren zum Herstellen von Halbleiteranordnungen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von HalbleiteranordnungenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES ^¥W PATENTAMT
Int. CL:
HOIl
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche KI.: 21g-11/02
Nummer: 1282795
Aktenzeichen: P 12 82 795.1-33 (ST 22908)
Anmeldetag: 6. November 1964
Auslegetag: 14. November 1968
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen
einer Halbleiteranordnung nach der Planardiffusionstechnik mit Halbleiterbereichen, die durch pn-Übergänge
vom übrigen Halbleiterkörper getrennt sind.
Die als planar bekannte Struktur wird in der Weise erhalten, daß in einen scheibenförmigen Halbleiterkörper
von bestimmtem Leitungstyp (p oder n) und von gewünschtem Wert der Leitfähigkeit an ausgewählten
Gebieten einer Oberfläche nacheinander verschiedene Störstoffe eindiffundiert werden, so daß
Schichten unterschiedlichen Leitungstyps durch pn-Übergänge miteinander verbunden sind, welche
an der Oberfläche des Halbleiterkörpers enden. Um die dort zutage tretenden pn-Übergänge zu schützen,
welche die empfindlichsten Teile des Halbleiterkörpers darstellen, wird seine ganze Oberfläche zunächst
mit Siliziumdioxyd überzogen. In diese Schicht werden Fenster bestimmter Fläche durch einen
photolithographischen Prozeß eingeätzt und an diesen Stellen die Diffusion durchgeführt. Schließlich wer- so
den Kontaktflächen auf den einzelnen Zonen des Transistors oder der Diode angebracht und Zuleitungsdrähte
daran befestigt.
Abgesehen von der Art des Halbleitermaterials, beispielsweise Silizium, Germanium oder eine halbleitende
Verbindung, hat sich ein Schutzüberzug aus Siliziumdioxyd als am günstigsten erwiesen, der entweder
durch Oxydation des Halbleitermaterials selbst gewachsen ist, wie dies bei Silizium der Fall ist, oder
der, wie dies bei den anderen Halbleiterstoffen der Fall ist, von außen aufgebracht wurde. Zu Beginn
des Verfahrens ist es erforderlich, Fenster in diesen Überzug zu ätzen, damit bei der darauffolgenden
Diffusion das Störstoffmaterial durch die sonst undurchlässige Oxydschicht hindurch auf die Halbleiteroberfläche
gelangen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein neues Verfahren für die Herstellung von planaren Halbleiteranordnungen
anzugeben. Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung, planare Anordnungen mit verbesserten
Eigenschaften einschließlich von Anordnungen mit sehr geringem Reststrom herzustellen. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß zunächst in einem scheibenförmigen Halbleiterkörper des einen
Leitungstyps eine Halbleiterschicht vom zweiten Leitungstyp erzeugt wird, daß dann auf der Oberfläche
der Halbleiterschicht vom zweiten Leitungstyp der Ort eines zur Aufnahme eines aktiven Halbleiterschaltelements
vorgesehenen Halbleiterbereiches mit einer entsprechend gestalteten Oxydmaske abgedeckt
wird, daß danach die Halbleiterschicht vom zweiten Leitungstyp durch Diffusion von Störstoffen des ersten
Verfahren zum Herstellen von Halbleiteranordnungen
Anmelder:
Deutsche ITT Industries
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
7800 Freiburg, Hans-Bunte-Str. 19
Als Erfinder benannt:
Dave Francis Thomas Dunster, London
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 15. November 1963 (45 228.)
Leitungstyps vollständig in den ursprünglichen Leitungstyp des Halbleiterkörpers umgewandelt wird,
mit Ausnahme des unter der Oxydmaske liegenden Teils, und daß schließlich in den so isolierten Halbleiterbereichen
des zweiten Leitungstyps die für die Herstellung von aktiven Halbleiterschaltelementen
erforderlichen Halbleiterzonen unterschiedlichen Leitungstyps durch Diffusion der entsprechenden Störstoffe
erzeugt werden.
Unter den Schichten, die durch die Oxydschicht abgedeckt werden, sollen Schichten des Halbleiterkörpers
verstanden werden, in denen aktive Halbleiterschaltelemente erzeugt werden sollen, beispielsweise
der pn-übergang für eine Diode oder die Basis- und die Emitterzone für einen Transistor. Der Rest
des Halbleiterkörpers spielt für die Wirkungsweise des speziellen Halbleiterschaltelements keine Rolle,
ausgenommen, daß er als sein Träger und zur Isolation von anderen Halbleiterschaltelementen dient,
die im fertigen Halbleiterkörper angeordnet sein können.
Aus der französischen Patentschrift 1341029 ist
ein Verfahren bekannt, das dazu dient, bei einer in einem Halbleiterkörper untergebrachten, aus mehreren
Halbleiterschaltelementen bestehenden integrierten Schaltung einen bereits erzeugten, aber überflüssigen
pn-übergang gleichzeitig mit der Emitterdiffusion kurzzuschließen. Hierzu erhält die Ober-
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3 4
fläche des Halbleiterkörpers eine Ausnehmung von Oberfläche eindiffundiert, um wieder eine oder mehsolcher
Tiefe, daß das bei der Emitterdiffusion ein- rere η-leitende Schichten hoher Leitfähigkeit in der
diffundierende Störstellenmaterial bis zum Halbleiter- eindiffundierten p-Schicht zu erzeugen, wie dies bei 5
körper vordringen kann und somit den Leitungstyp dargestellt ist. Die beiden Schichten5, die in Fig. 3
der darüberliegenden Schicht in den Leitungstyp des 5 zu sehen sind, reichen etwas unter die Oxydfläche 4
Halbleiterkörpers umwandelt. Im Gegensatz zum und bilden pn-Übergänge 6, welche innerhalb'der
vorliegenden Verfahren wird hier demnach wie all- Oxydfläche an die Oberfläche des Halbleiterkörpers
gemein üblich - der, Leitungstyp einer Schicht durch treten und dann in der Tiefe abgebogen sind, so daß
überkompensierendes Gegendotieren umgewandelt. sie waagerecht gerade unterhalb des ursprünglichen
Beim Verfahren der Erfindung wird: jedoch eine io pn-Überganges liegen. Ein Überlappen der pn-Über-Schicht
bestimmten Leitungstyps und bestimmter gänge muß vermieden werden, damit nicht uner-Geometrie
dadurch erzeugt, daß diese Schicht wäh- wünschte npn-Schichten entstehen können,
rend der Diffusion maskiert ist. Der Halbleiterkörper wird nun anschließend oder
—Ferner - ist.-aus~_der-_deutschen-_Auslegeschrift auch- gleichzeitig.jnit„ dem Diffusionsschritt auf _der.
1 033 787 ein Verfahren zum Erzeugen einer pnp- 15 ganzen Oberfläche oxydiert, wie dies bei 7 in F i g. 4
oder npn-Strukur bekannt, bei dem durch Verwen- dargestellt ist, so daß sie dort eine vergrößerte Dicke
dung von Störstellenfflate'riäl unterschiedlicher Diffu- hat, wo ursprünglich die Oxydschicht vorhanden war.
sionsgeschwindigkeit in einem Diffusionsschritt die Die p-Schicht unterhalb der ursprünglichen Oxyd-
dreischichtige Struktur erzeugt werden kann. Ein Ab- schicht wird_ in der Weise kontaktiert, daß ein
decken mittelsJVTasken ist nicht vorgesehen. 20 Fenster 8 in diese ursprüngliche Oxydschicht geätzt
'Die "Erfindung wird nun an Hand der Figuren" ; wird und Metallelektroden 9 aufgebracht werden,
näher erläutert, in denen einzelne Schritte.des vor- Fig. 4 zeigt eine typische planare pn-Diode mit
liegenden Verfahrens dargestellt sind. "" ■ einem Zugangzu der p-Schicht über den Kontakt 9,
Fig. 1 zeigt eine Schicht aus Halbleitermaterial mit einem Zugang zur n-Schicht 5 über die Haüptvomn-Typ,
in die ein Akzeptorelement eindiffundiert 35 masse des Halbleiterkörpers 1 und mit einem pnwird;
' ' ■ „ Übergang, der durch eine sogenannte passivierende
F i g. 2 zeigt einen Halbleiterkörper mit einer durch Oxydschicht 7 geschützt ist.
Diffusion erzeugten p-Schicht, bei der ein bestimmtes ^ Bei diesen Dioden kann erreicht werden, daß die
Oberflächengebierrnrt Siliziumdioxyd"abgedeckt ist; "Durchbruchspannung zwischen der epitaktischen
Fig. 3 zeigt eine weitere Diffusion von Störstoff- 30 Schicht und dem Halbleiterkörper durch die Diffusion
material vom η-Typ in die rings um die Oxydmaske s-: nicht wesentlich verändert wird, so daß nach diesen
angeordnete Schicht vom p-Typ; Verfahren Zenerdioden hergestellt werden können.
Fig. 4 zeigt die „an der Oberfläche vollständig Die oben beschriebene Diodenstruktur kann zur
oxydierte Scheibe mit einem Fenster in der Ursprung- Herstellung eines planaren Transistors dienen, wenn
liehen Oxydmaske, in dem ein Kontaktmaterial auf- 35 eine Emitterzone hinzugefügt wird. Diese ist eine
gebracht wurde, so daß sich eine Diode ergibt; weitere η-leitende Schicht (bei der Anordnung nach
Fig. 5 bis 8 zeigen weitere Abwandlungen der Fig. 3), welche unterhalb der ursprünglichen Fläche
Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4, wodurch aus Sfliziumdioxyd erzeugt wird. Mit Rücksicht, je-
sich ein Transistor vom npn-Typ ergibt; doch auf die Tatsache, daß die Störstoffkonzentration
Fig. 9 zeigt einen Transistor vom pnp-Typ; 40 bei der ersten η-Leitung erzeugenden Diffusion ab-F
ig. 10 zeigt Einzelheiten des einen pn-Übergangs sichtlich hoch gewählt wird, insbesondere an der
der Ausführungsform von Fig. 9. Oberfläche, kann es sein, daß sie zu hoch ist (und
In Fig. 1 ist ein scheibenförmiger Halbleiter- unkontrolliert), um sich für eine Emitterzone zu
körper 1 aus ri-leitendem Silizium von geeignetem eignen, welche eine sorgfältig gewählte Konzentration
Widerstand dargestellt, beispielsweise ein dünnes 45 erfordert. Es ist daher angebracht, eine zweite Mas-Siliziumplättchen
oder eine auf einer Siliziumscheibe kierung und eine weitere Diffusion zu verwenden,
niedrigen Widerstands (n+-Typ) gewachsene epitak- um die Emitterzone herzustellen. Dies ist in den
tische Schicht. In dieses η-leitende Silizium ist Bor Fig. 5 bis 8 dargestellt.
(B) von einer freiliegenden Oberfläche aus eindiffun- Fig. 5 zeigt einen Halbleiterkörper mit dem Auf-
diert, so daß eine p-leitende Schicht 2 und ein ebener 5° bau von Fig. 3 nach der ersten Phosphordiffusion,
pn-übergang 3 zwischen beiden Schichten erhalten ^; der "vollständig mit einer neuen Schicht 7 und 4 aus
wird. Siliziumdioxyd bedeckt ist. Mittels der Photoätz-
Die Oberfläche des Halbleiterkörpers wird nun an technik wird ein Fenster 8 in der Mitte der ursprüngbestimmten
Stellen oxydiert, wobei jedes bekannte liehen Oxydschicht4 erzeugt, wie dies in Fig. 6
Verfahren zum Aufbringen oder zur Erzeugung von 55 dargestellt ist. Dann wird der Halbleiterkörper wieder
Siliziumdioxyd auf der Siliziumoberfläche verwendet Donatorstörstoffen, wie z. B. Phosphor, ausgesetzt
werden kann, so daß bestimmte Gebiete der Ober- (Fig. 7), jedoch diesmal in viel genauer gesteuerter
fläche in der nächsten Verfahrensstufe geschützt oder Menge, so daß die Emitterzone 10 gebildet wird,
isoliert sind. Wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, wird wobei der pn-übergang 11 zwischen Emitter und
beispielsweise eine einzelne Oxydfläche 4 auf der 60 Basis sich über die Kanten des Fensters 8 hinaus
SUiziumoberfläche erzeugt. Diese Oxydschicht hat unter die Oxydschicht 4 erstreckt. Schließlich werden,
eine Dicke von etwa 1 μηι. wie in Fig. 8 dargestellt, die Fenster 8 und 12 aus
In Fig. 3 ist der nächste Verfahrensschritt darge- der Oxydschicht ausgeätzt, um die metallischen Konstellt,
bei dem Phosphor (P), ein Donatorstörstoff, auf takte 9 für die Basis- und die Emitterzone anzudie
Oberfläche des Halbleiterkörpers in einer Kon- 65 bringen. Es kann auch ein kontakt für die Kollektorzentration
aufgebracht wird, die größer als die des zone 2 angebracht werden, wenn ein Kontakt an der
Bors ist, das im Silizium an der Oberfläche vorhanden oberen Oberfläche des Halbleiterkörpers benötigt
ist. Der Phosphor wird'in die freiliegenden Teile der wird. Dies ist jedoch nicht dargestellt. '
Der beschriebene Aufbau eines Transistors vom npn-Typ ist für die Anwendung des vorliegenden
Verfahrens besonders geeignet infolge der im allgemeinen höheren Diffusionskonstanten von Donatoren
als der von Akzeptoren in Silizium. Das Verfahren gemäß der Erfindung kann jedoch auch zur
Herstellung von pnp-Transistoren verwendet werden, wenn Bor und Phosphor als Störstoffe benutzt werden..
In einem solchen Ball muß die Oberflächenkonzentration geeignet eingestellt werden, so daß
sichergestellt ist, daß durch die Akzeptordiffusion die Diffusionsfront der Donatorstörstoffe überschritten
wird, d.h., daß das Verhältnis der .Oberflächenkonzentration
der Akzeptoren zu dem der Donatoren' so hoch wie möglich gewählt werden muß.
In der folgenden Tabelle sind die Diffüsionskoeffizienten"von
einigen Störstoffen,, gemessen bei etwa 1100° C, zusammengestellt.
| Störstoff | . Temperatur in ■ 0C |
Diffusions- koefflzient in 10-" cm2/s |
| Gallium | 1105 | 61,5 |
| Gallium | 1170 | 200 |
| Bor | 1020 | 5,7 |
| Bor | 1122 1030 1148 . 1095 |
110 5,7 130 2,9 |
| Phosphor | 1190 | 41 |
| Phosphor | 1095 | 1,9 |
| Arsen | 1190 | 10,5 |
| Arsen | ||
| Antimon | ||
| Antimon |
(Aus: C. S. Fuller und J. A. Ditzenberger,
»Diffusion of Donor and Acceptor elements in Silicon«, Journal of Applied Physics, Bd. 27 [1956],
H. 5, S. 544 bis 553.)
Bei einem typischen Ausführungsbeispiel ist das Ausgangsmaterial p-leitend, der erste pn-übergang 3
wird durch Phosphordiffusion erhalten, und Bor wird zur Hauptdiffusion mit hoher Konzentration rund
um die erste · Oxydfläche 4 verwendet, wobei die Schichten 5 in F i g. 3 erhalten werden. Die Schlußdiffusion
durch die Fenster in der ursprünglichen Oxydfläche zur Herstellung der Emitterzonen wird
auch mit Bor durchgeführt, und zwar in sorgfältig gesteuerter Menge. Die so erhaltene Transistorgeometrie
ist in F i g. 9 dargestellt. Dort sind auch die entsprechenden Kontakte dargestellt.
Es ist jedoch bekannt, daß pnp-Transistoren ungünstige Eigenschaften in Sperrichtung haben, was
vielleicht darauf zurückzuführen ist, daß die Oxydschicht an der Oberfläche der Scheibe unter dem Oxyd
Donatorstörstellen bildet oder daß sie als solche wirkt, so daß eine Schicht hohen Widerstandes vom
p-Typ entsteht, oder daß eine Schicht zum n-Typ umgewandelt wird, was einer Ausweitung des Überganges
entspricht. Auf diese Weise wird ein Kanal hohen Widerstandes unter der Oxydschicht gebildet,
und die Raumladungsschicht des Kollektor-Basispn-Überganges erstreckt sich über die Oberfläche in
diesen Kanal.
Das Verfahren gemäß der Erfindung zur Herstellung von Dioden und Transistoren macht die Ausbildung
von Oberflächenkanälen viel unwahrscheinlicher, was an Hand des Aufbaus des pnp-Transistors
von F i g. 9 erläutert werden soll.
Fig. 10 zeigt den Kollektor-Basis-pn-Übergang 6
des pnp-Transistors von F i g. 9 im einzelnen. Der pn-übergang 6 trennt die Diffusion 5 einer großen
Konzentration aus p-Material von der normalen Diffusion 2 (der ersten Diffusion) aus n-Material,
welche um die Oxydschicht herum stattfindet. Die Diffusion 5 hat jedoch nur bis zur Kante der Oxydschicht
4 eine große Konzentration (dichte horizontale Linien). Darauf folgt ein abgestuftes Übergehen
ίο bis zum pn-übergang, wonach eine geringere Konzentration
des η-Materials (weniger dichte horizontale Linien) vorhanden ist, welches die Basis bildet.
Die Wirkungsweise dieser Ausbildung ist. die, daß sich die Raumladungsschicht nicht über die Kante
der Oxidschicht hinaus erstrecken kann und effektiv in der Schicht hoher Konzentration verankert wird
(Schicht 5 niedrigen Widerstandes), wodurch der
Sperrstrom vermindert wird.
' Dieser Effekt kann sowohl bei Dioden als auch bei Transistoren angewendet werden und dient zur
Verbesserung der Kennlinie der Dioden, bei denen eine η-Schicht in einer Scheibe vom p-Typ erzeugt
wurde.
Wenn die ursprüngliche η-Schicht eine.epitaktische
Schicht ist, die durch Aufwachsen auf einer Unterlage vom p-Typ in der Weise erzeugt wurde, daß sich ein
pn-übergang mit einer bestimmten Durchbruchspannung ergibt, so kann dieser pn-übergang, wie oben
beschrieben, in kleine pn-Ubergänge vom Planar-Typ isoliert, d. h. aufgeteilt werden, und zwar durch die
Diffusion eines Akzeptorelements, beispielsweise Bor, zum Erzeugen von Zonen 5, welche bis zu der Unterlage
vom p-Typ vordringen. Auf diese Weise können die Vorteile des Epitaxialverfahrens und des Planar-Verfahrens
vereinigt werden. In ähnlicher Weise kann eine Phosphordiffusion dazu verwendet werden,
Flächenteile des pn-Überganges von einander zu isolieren, der beim Aufwachsen einer Schicht vom p-Typ
auf einer Unterlage vom η-Typ erzeugt wurde.
Es soll bemerkt werden, daß die Durchschlagskennlinie im allgemeinen den Nachteil hat, sich geringfügig
zu verändern, und zwar in Richtung höherer Spannung. Dies ist besonders beim gesteuerten
Niederspannungsdurchbruch von Zenerübergängen der Fall.
Ein weiterer interessanter Fall ist die Herstellung von Transistoren aus epitaktischen Scheiben mit pn-Übergängen,
wie oben beschrieben. Bei der üblichen Planartechnik, bei der alle Diffusionen durch eingeätzte
Fenster in der ursprünglichen Oxydschicht stattfinden, haben die diffundierten Zonen eine abgestufte Konzentration
und einen abgestuften Widerstand, insbesondere in der Basiszone. Bei Anordnungen jedoch,
die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellt sind, ist die Basiszone von der epitaktischen
Schicht durch die Diffusion rings um die Oxydschicht — der übliche Planarprozeß ist gerade umgekehrt —
isoliert, und so ist die Basiszone überall gleichmäßig und hat keinen abgestuften Widerstand, da der epitaktische
Niederschlag auf der ganzen Oberfläche der Scheibe erfolgt.
Ein Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß sich eine bessere Kennlinie des Emitter-pn-Überganges,
d. h. der Durchbruchspannung, ergibt.
Die Emitter von Transistoren, deren Kollektor-Basis-pn-Ubergang,
wie oben beschrieben, hergestellt wurde, können nach einem der bekannten Verfahren
hergestellt werden. Das Diffusionsverfahren kann
beispielsweise durch eine Gasätzung mit darauffolgendem
epitaktischem Niederschlag ersetzt werden.
Claims (9)
1. Verfahren zum Herstellen einer Halbleiteranordnung
nach der Planardiffusionstechnik mit Halbleiterbereichen, die durch pn-Übergänge
vom übrigen Halbleiterkörper getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst in
einem scheibenförmigen Halbleiterkörper (1) des einen Leitungstyps eine Halbleiterschicht (2) vom
zweiten Leitungstyp erzeugt wird, daß dann auf der Oberfläche der Halbleiterschicht (2) vom
zweiten Leitungstyp der Ort eines zur Aufnahme eines aktiven Halbleiterschaltelements vorgesehenen
Halbleiterbereiches mit einer entsprechend gestalteten Oxydmaske (4) abgedeckt wird, daß
danach "<iie^Tlälbleiferschicht (^) "vom zweiten
Leitungstyp durch Diffusion von Störstoffen des ao ersten Leitungstyps vollständig in den ursprünglichen
Leitungstyp des Halbleiterkörpers (1) umgewandelt wird, mit Ausnahme des unter der
Oxydmaske liegenden Teils, und daß schließlich in den so isolierten Halbleiterbereichen des zwei- as
ten Leitungstyps die für die Herstellung von aktiven Halbleiterschaltelementen erforderlichen
Halbleiterzonen unterschiedlichen Leitungstyps durch Diffusion der entsprechenden Störstoffe erzeugt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbleiterschicht (2) durch Diffusion erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbleiterschicht (2) durch epitaktisches Wachstum erzeugt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Abdeckmaske entweder
eine auf die. Halbleiteroberfläche aufgebrachte Fremdoxydschicht oder eine auf ihr erzeugte
Eigenoxydschicht verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere begrenzte Bereiche
der Halbleiterschichtoberfläche mit einer Oxydsehicht bedeckt werden, so daß beim Eindiffundieren
der Störstoffe des ersten Leitungstyps inselförmige Zonen vom zweiten Leitungstyp in
der Halbleiterschicht erhalten werden, die vom Halbleitermaterial des ersten Leitungstyps umgeben
sind.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß während oder nach dem Eindiffundieren von Störstoffen des ersten Leitungstyps in die Halbleiterschicht auf deren ganzer
Oberfläche eine Oxydschicht erzeugt wird und daß dann in dieser Oxydschicht Löcher zum
Anbringen von Kontakten an den einzelnen Halbleiterzonen hergestellt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß während oder nach dem Eindifiundieren von Störstoffen des ersten Leitungstyps in die Halbleiterschicht auf deren ganzer
Oberfläche eine Oxydschicht erzeugt wird, daß
dann in dieser Oxydschicht Löcher geringeren Durchmessers und konzentrisch zu den vor der
Eindiffusion von Störstoffen des ersten Leitungstyps
mit einer Oxydschicht bedeckt gewesenen Bereichen der Halbleiterschichtoberfläche erzeugt
werden, daß weiterhin an diesen von der Oxydschicht befreiten Stellen Störstoffe zur Erzeugung
von Halbleiterzonen des gleichen ersten Leitungstyps wie der des Halbleiterkörpers eindiffundiert werden, wobei gleichzeitig oder anschließend eine neue Oxydschicht auf der ganzen
Oberfläche der Halbleiterschicht gebildet wird, und daß schließlich Löcher in der Oxydschicht
hergestellt werden, durch welche die einzelnen Zonen kontaktiert werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß als Halbleitermaterial Silizium verwendet wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Oberfläche der nicht umgewandelten Teile der durch die zweite Diffusion entstandenen
Schicht (2) Kanäle hohen Widerstandes oder -Kanäle mit Leitungstypinversion dadurch verhindert
werden, daß eine hohe Oberflächenkonzentration der Störstoffe an den von der Maske
nicht bedeckten Stellen gewählt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
. Deutsche Auslegeschrift Nr. 1033 787;
französische Patentschrift Nr. 1341 029.
. Deutsche Auslegeschrift Nr. 1033 787;
französische Patentschrift Nr. 1341 029.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 637/1106 11.68 © Bundesdruckerei Berlin
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