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DE1282431B - Verfahren zur Herstellung geformter, in Fett oder OEl gebratener oder gebackener Nahrungsmittel aus Kartoffelprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung geformter, in Fett oder OEl gebratener oder gebackener Nahrungsmittel aus Kartoffelprodukten

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Publication number
DE1282431B
DE1282431B DER30021A DER0030021A DE1282431B DE 1282431 B DE1282431 B DE 1282431B DE R30021 A DER30021 A DE R30021A DE R0030021 A DER0030021 A DE R0030021A DE 1282431 B DE1282431 B DE 1282431B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
potato
mixture
products
potatoes
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER30021A
Other languages
English (en)
Inventor
Miles J Willard Jun
Gerald P Roberts
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ROGERS BROTHERS Co FA
Original Assignee
ROGERS BROTHERS Co FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ROGERS BROTHERS Co FA filed Critical ROGERS BROTHERS Co FA
Publication of DE1282431B publication Critical patent/DE1282431B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L19/00Products from fruits or vegetables; Preparation or treatment thereof
    • A23L19/10Products from fruits or vegetables; Preparation or treatment thereof of tuberous or like starch containing root crops
    • A23L19/12Products from fruits or vegetables; Preparation or treatment thereof of tuberous or like starch containing root crops of potatoes
    • A23L19/18Roasted or fried products, e.g. snacks or chips
    • A23L19/19Roasted or fried products, e.g. snacks or chips from powdered or mashed potato products

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung geformter, in Fett oder Öl gebratener oder gebackener Nahrungsmittel aus Kartoffelprodukten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung geformter, in Fett oder Öl gebratener oder gebackener Nahrungsmittel aus einem feuchten Gemisch zerkleinerter Kartoffelprodukte unter Zusatz eines Bindemittels. Bei den Nahrungsmitteln, auf deren Herstellung sich die Erfindung bezieht, handelt es sich beispielsweise um Pommes frites, Kartoffelstäbchen, Kartoffelchips, Kartoffelbratklöße und Kartoffelpasteten.
  • Bei den üblichen bekannten Verfahren zur Herstellung gebratener Kartoffelprodukte, wie Pommes frites, bei welchen frische Kartoffeln als Ausgangsmaterial verwendet werden, wird so vorgegangen, daß die frischen Kartoffeln geschält, gewaschen und alsdann in Stücke der gewünschten Form zerschnitten werden. Sofern danach nicht ein sofortiges Braten der Kartoffelstücke stattfindet, werden diese gebleicht und sodann tiefgefroren oder bei einer Temperatur von etwa 2 bis 7° C kalt -gelagert, bis ein Braten derselben erfolgt. Es kann jedoch auch so vorgegangen werden, daß die Kartoffelstücke teilweise gebraten, eingefroren und bei Bedarf aufgetaut und fertiggebraten werden.
  • Diese bekannten Verfahren zur : Herstellung gebratener Kartoffelprodukte besitzen insbesondere bei industrieller Durchführung jedoch den Nachteil, daß bei denselben ein mehr oder weniger einheitliches Ausgangsmaterial benötigt wird. Ausgangsmaterial, welches hinsichtlich seiner Form und Größe, seines Zuckergehaltes, seines Feststoffgehaltes und seines spezifischen Gewichtes eine- mehr oder weniger große Einheitlichkeit aufweist, ist jedoch schwer erhältlich. Besitzt das Ausgangsmaterial nicht die erforderliche Einheitlichkeit; so treten bei der Verarbeitung desselben zu gebratenen Kartoffelprodukten jedoch zahlreiche Schwierigkeiten auf. Abgesehen davon ergibt sich bei den bekannten Verfahren zur Herstellung gebratener Kartoffelprodukte viel Abfall, und zwar aus dem Grunde, weil bei ihm nur solche Kartoffelstücke verwendet werden können, welche die für das Fertigprodukt erforderliche Größe aufweisen, während die übrigen, beim Zerschneiden der Kartoffeln anfallenden Stücke nicht brauchbar sind und entweder weggeworfen oder zu anderen Produkten weiterverarbeitet werden müssen.
  • Zur Herstellung geformter, in Fett oder öl gebratener Kartoffelprodukte, wie Pommes frites und Kartoffelchips, ist weiterhin ein Verfahren bekannt (britische Patentschrift 608 996), bei welchem Kartoffelpulver mit einer Wassermenge vermischt wird, die nicht ausreicht, um das Kartoffelpulver in einen eßbaren Kartoffelbrei überzuführen, bei welchem hierdurch eine teigartige Masse gebildet wird und bei welchem diese Masse in zusammenhängende Stücke der gewünschten Gestalt sowie Abmessungen verformt wird, die dann in Fett oder Öl gebraten werden. Dabei soll erforderlichenfalls der aus Kartoffelpulver und Wasser bestehenden Masse eine geringe Menge eines Bindemittels beigegeben werden. Als Bindemittel sind dabei Pektin, Gelatine, Gummiarabikum, Kasein, Stärke und Albumin vorgesehen.
  • Dieses bekannte Verfahren zur Herstellung gebratener Kartoffelprodukte, wie Pommes frites und Kartoffelchips, weist jedoch verschiedene Nachteile auf, welche einerseits auf der geringen Menge des dabei mit dem Kartoffelpulver gemischten Wassers beruhen und andererseits ihren Grund darin haben, daß lediglich die Verwendung von nicht in der Wärme gelierenden Bindemitteln vorgesehen ist. Infolge der verwendeten geringen Wassermenge findet nämlich bei diesem Verfahren keine vollständige erneute Hydratisierung des Kartoffelpulvers zu Kartoffelbrei statt. Dies wirkt sich dahingehend aus, daß die anfallenden gebratenen Kartoffelprodukte hinsichtlich ihres Aussehens, ihres Gefüges und ihres Geschmackes weniger gute Eigenschaften als unmittelbar aus frischen Kartoffeln hergestellte gebratene Kartoffelprodukte aufweisen. Ferner wird infolge der Verwendung von nicht in der Wärme gelierenden Bindemitteln bei diesem Verfahren bei dem Braten der aus der Kartoffelpulver-Wasser-Masse verformten Stücke kein Gel ausgebildet, welches in der Lage wäre, sicherzustellen, daß diese Stücke beim Braten ihre Form beibehalten.
  • Ähnlich liegen die Verhältnisse bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung eines gebackenen knusprigen Nahrungsmittels aus Knollenmehl (deutsche Patentschrift 94.4 301). Bei diesem Verfahren wird ein im wesentlichen aus Stärke bestehendes trockenes Pulver von Knollenfrüchten mit so viel Wasser gemischt, daß der Feuchtigkeitsgehalt des Gemisches 30 bis 40% beträgt. Danach werden aus dem so erhaltenen Gemisch zusammenhängende Stückchen gepreßt und diese bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt getrocknet, der zwischen 6 und 1001o liegt. Nach dem Trocknen der Stückchen werden diese dann in heißem öl gebacken. Dabei ergibt. sich ein knuspriges Nahrungsmittelprodukt, dessen Volumen mehr als das Vierfache der getrockneten Stückchen beträgt.
  • Infolge des geringen Wassergehaltes und des Fehlens eines in der Wärme gelierenden Bindemittels ergeben sich bei diesem Verfahren etwa die gleichen Nachteile wie bei dem zuvor beschriebenen bekannten Verfahren. Abgesehen davon ist es mit dem in Frage stehenden Verfahren auch nicht möglich, Pommes frites, Kartoffelstäbchen, Kartoffelchips u. dgl. herzustellen, da bei ihm bei dem Backen der geformten Stückchen in heißem 01- eine außerordentlich große Volumenvergrößerung derselben stattfindet.
  • Weiter ist ein Verfahren (USA.-Patentschrift 2 791508) zur Herstellung gebratener Lebensmittelprodukte, wie z. B. Kartoffelchips, bekannt, bei welchem ein kleinteiliges Ausgangsprodukt, beispielsweise Kartoffelmehl; mit einem thixotropen Gel eines hydrophilen Kolloids, z. B. Culluloseäther, gemischt, dieses Gemisch verformt und dann gebraten wird. Dabei gelangt ein gepulvertes Kolloid zur Anwendung, welches mit einer ausreichenden Menge Wasser vermischt wird. Abgesehen davon ist es bei dieseli Verfahren - jedoch erforderlich, eßbare Erdalkali irietallsalze zuzugeben, um das thixotrope Gel in seine stabile erstarrte Form überzuführen. Unter an= derem infolge der erforderlichen Zugabe von Erd= alkalimetallsalzen lassen sich mit dem Verfahren= jedoch auch keine gebratenen Lebensmittelprodukte herstellen, welche hinsichtlich ihres Gefüges und' Geschmackes gebratenen Lebensmittelprodukten ent -sprechen, die unmittelbar aus entsprechenden Rohprodukten hergestellt sind.
  • - Ferner gibt es bereits ein Verfahren (USA.-Patentschrift 2 887 382) zur Herstellung eines gekochten Nahrungsmittelproduktes aus zerkleinerten Roh-Produkten, wie rohem Fleisch; rohen Vegetabiliena rohen Früchten oder Kombinationen derselben, bei weichem dem zerkleinerten Rohprodukt vor dein» Kochen eine -wäßrige Lösun& eines in -der - Wärme gelierenden Celluloseäthers als Bindemittel beigegeben wird. Die Menge der zugegebenen wäßrigen Lösung des Bindemittels beträgt dabei 10 bis 100 Gewichtsprozent, bezogen auf das zu kochende Rohprodukt, während- die Konzentration des -Binde,-mittels in seiner wäßrigen Lösung in der Größenordnung von 1 bis 8% liegt.
  • Die mit der Bindemittellösung gemischten Rohprodukte werden bei dem in Frage stehenden Verfahren zur Herstellung von pastetchenartigen gekochten Nahrungsmittelprodukten im allgemeinen in Formen, Spezialpfannen oder sonstige Behälter eingefüllt und in diesen dann gekocht. Man kann bei diesem Verfahren jedoch die mit der Bindemittellösung gemischten Rohprodukte auch von Hand zu pastetphsuartigen Gebilden formen und diese Gebilde auf pinn ofenplatte pd, dgl, zwecks Herstellung eines pmtetphpnartigen gekQplitsu Nahrungsmittel-Produktes legen. Lias @.us dem Rohp_rs@dukt und der Bindeinittellösung bestehende Gemisch weist so viel Wasser auf, daß ein riehtiggs Kochen ds3 liQh-Produktes erottnd-et. Iei dein. Kochen des R p4-Produktes tritt eine Geliprun riss Bindemittels ein, welche bewirkt, daß die Rollproduktteilphen zusammengehalten werden und sich dann nach den. Kochen ein fprmbegtändiges FEnd-Produkt ergibt. -Infolge des Umstands, daß gemäß dem zuletzt beschriebenen Vexfgbipn das aus dem I.Zc@liprgdul#t und der Bindemiftellpsung hestpbeods Gemisch, abgesehen von, dem indem Rohprgdtikt bsfindli@hen Wasser, auch noch das Wasser der Bindemittellösung aufweist, besitzt dieses Verfahren jedoch verschic-Jene Nachteile. So ist es bei ihm wegen des hohen Wassergehaltes nicht möglich, glas gus dem RohpIrpdukt und der. $indennittellö$ung bestehende Gemisch zu weiterverarbeitbarsn, formbeständigen Stäbchen, Scheiben, Schnit7el_zt u, dgl. zu formen, da sich der hohe. Wassergehalt dahingehend auswirkt, daß dis Rohproduktteilphen nicht in clpr ihnen erteil= ten Form zusammenhaften bleiben, Ferner steht bei dem Verfahren der hohe Wassergehalt einem. Kochaa oder Braten des aus dem RQ1iprQdukt und der Kinds= mittellösung bestehenden Gemisches durch Eintauchen von aus diesem geformten Gebilden in Bett oder öl entgegen. Da nämlipli gegebenenfalls das Bindemittel in dem Umfang dieser Gebilde verhältnismäßig schnell zu einer ziemlich festen, von Wasserdampf nur schwer zu durchdringenden Schicht geliert, würde durch die Vsrd4mpfung des Überschüssigen Wassers bei dem Kaehsn oder Bratoxi der Gebilde eine Sprengung derselben- stattfinden, wpNhe eine Deformierung oder sogar- eine Zerteilung derselben zur Folge hätte, Etwa die gleichen Verhältnisse wie bei dein zuletzt beschriebenen Verfahren -liegen bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung von gefrorenen Nahrungemittelpasteten (USA: Patentschrift 2 79$ $14) vor, mit welchem die Herstellung von gefrorenen Nah-. rungsmittelpasteten bezweckt wird, die nach ihrem Auftauen schnell gekocht werden können und dann Nahrungsmittelprodukte guter Qualität. ergeben, Bei diesem Verfahren werden als- Ausgangsprodukte ebenfalls zerkleinerte Nahrungsmittel, wie Fleisch, Fisch, Vegetabilien, Früchte oder Kombination derselben, verwendet. Auch erfolgt bei dem Verfahren ein Mischen der Ausgangsprodukte mit 10 bis 100 Gewichtsprozent, bezögen auf die Ausgangsprodukte; einer wäßrigen Lösung eines in der Wärme gelierenden, als Bindemittel dienenden Celluloseäthers, welcher eine Konzentration von 1 bis 80/0' aufweist. Nach dem Mischen der Ausgangsprodukte mit der wäßrigen Lösung des Celluloseäthers wird das sich dabei ergebende Gemisch zu Nahrungsmittelpasteten gefroren. Innerhalb der gefrorenen Nahrungsmittelpasteten werden dabei die Nahrungsmittelteilchen durch die gefrorene Celluloseätherlösung zusammengehalten.
  • Infolge des hohen Wassergehaltes des aus den zerkleinerten Nahrungsmitteln sowie der Celluloseätherlösung bestehenden Gemisches weisen die nach diesem Verfahren hergestellten gefrorenen Nahrungsmittelpasteten hinsichtlich ihrer Weiterverarbeitung die gleichen Nachteile auf wie die zuvor beschriebenen, aus zerkleinerten Rohprodukten und einer wäßrigen Lösung eines in der Wärme gelierenden Celluloseäthers hergestellten gekochten Nahrungsmittelprodukte.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung geformter, in Fett oder Öl gebratener oder gebackener Nahrungsmittel aus einem feuchten Gemisch zerkleinerter Kartoffelprodukte unter Zusatz eines Bindemittels zu schaffen, mittels dessen aus gekochten Kartoffeln, gegebenenfalls unter Zusatz getrockneter Kartoffelprodukte, oder ausschließlich aus getrockneten Kartoffelprodukten praktisch ohne Abfall in Fett oder Öl gebratene oder gebackene Nahrungsmittel, wie Pommes frites, Kartoffelstäbchen, Kartoffelchips, Kartoffelbratklöße und Kartoffelpasteten, hergestellt werden können, welche ein einwandfreies Aussehen, ein gutes Gefüge und einen ausgezeichneten Geschmack aufweisen und infolgedessen unmittelbar aus rohen Kartoffeln hergestellten, in Fett oder Öl gebackenen Nahrungsmittelprodukten gleichwertig oder sogar überlegen sind.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß entweder gekochte Kartoffeln, gegebenenfalls unter Zusatz getrockneter Kartoffelprodukte, oder in an sich bekannter Weise ausschließlich getrocknete Kartoffelprodukte, denen eine ihrem maximalen Wasseraufnahmevermögen entsprechende Menge Wasser für die Überführung in einen verformbaren Zustand zugesetzt wird, mit einem Celluloseäther derart gemischt werden, daß das Gemisch infolge der Durchführung des Mischvorganges und/ oder des Gehaltes an trockenen Kartoffelprodukten eine zur Adsorption des beim Braten oder Backen aus dem Celluloseäther frei werdenden Wassers ausreichende Menge freie Kartoffelstärke enthält, worauf das Gemisch auf eine Temperatur von 21 bis 32° C gebracht wird und sodann in an sich bekannter Weise in Stücke geformt wird, welche gebraten oder gebacken werden.
  • Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht von in Stücke geschnittenen rohen Kartoffeln, sondenn von zerkleinerten gekochten Kartoffeln oder getrockneten Kartoffelprodukten ausgegangen wird, können bei diesem Kartoffeln beliebiger Art als Ausgangsprodukte verwendet werden und ist bei ihm kein Abfall vorhanden. Soweit die als Ausgangsprodukte verwendeten Kartoffeln Unterschiede hinsichtlich ihrer Form, ihrer Größe, ihres Zuckergehaltes, ihres Feststoffgehaltes und ihres spezifischen Gewichtes aufweisen, wirkt sich dies nämlich nicht nachteilig aus, da-di® Möglichkeit besteht; die unterschiedlichen Kartoffeln zu zerkleinern, zu mischen und damit zu vereinheitlichen. Daß' kein Abfall vorhanden ist, hat seinen Grund darin, daß auch kleinste Teile der Kartoffeln verwendet werden können.
  • Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren entweder von gekochten Kartoffeln oder von getrockneten Kartoffelprodukten, denen eine ihrem mäximalen Wasseraufriahmevermögen entsprechende Menge Wasser zugesetzt ist, ausgegangen wird und da bei ihm die Zugabe von Cellulöseäther nicht in Form einer wäßrigen Lösung erfolgt, weist das aus den Kartoffelbestandteilen und dem Celluloseäther bestehende Gemisch einen Wassergehalt auf, welcher etwa demjenigen von rohen Kartoffeln entspricht. Abgesehen davon bewirkt die Einstellung der Temperatur dieses Gemisches auf 21 bis 32° C eine Solvatation des Celluloseäthers. Infolgedessen kann das Gemisch ohne weiteres zu Stücken, wie Stäbchen; Scheiben, Schnitzeln u. dgl., verformt werden und eine Weiterverarbeitung dieser Stücke unter Beibehaltung ihrer Form stattfinden.
  • Beim Braten oder Backen der aus dem Gemisch verformten Stücke findet infolge der Wärmeeinwirkung eine Gelierung des Celluloseäthers statt. Bei dieser Gelierung wird aus dem Celluloseäther ein das Gefüge der verformten Stücke abstützendes Gel gebildet und gleichzeitig Wasser abgegeben. Da nun bei dem erfindungsgemäßer! Verfahren das aus den Kartoffelbestandteilen und dem Celluloseäther bestehende Gemisch infolge der Durchführung des Mischvorganges und/oder des Gehaltes an trockenen Kartoffelprodukten eine zur Adsorption des beim Braten oder Backen aus dem Celluloseäther frei werdenden Wassers ausreichende Menge freie Kartoffelstärke enthält, wird das aus dem Celluloseäther beim Braten oder Backen der verformten Stücke frei werdende Wasser von der vorhandenen freien Kartoffelstärke adsorbiert. Infolgedessen findet beim Braten oder Backen der aus dem Gemisch verformten Stücke keine Deformierung, Sprengurig oder Zerteilung dieser Stücke- oder die Bildung' von trockenen und brüchigen Oberflächen derselben! statt.
  • Die bei dein erfindungsgemäßen Verfahren anfallenden Nahrungsmittelprodukte weisen daher ein einwandfreies Aussehen, ein gutes Gefüge und einen ausgezeichneten Geschmack auf.
  • Vorzugsweise gelangt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ein aus Kartoffelbestandteilen und Cellu= loseäther bestehendes Gemisch zur Verwendung, welches 20 bis 30% zerstörte Kartoffelzellen aufweist. Bei einem derartigen Prozentsatz zerstörter Kartoffelzellen ist nämlich gewöhnlich eine ausreichende Menge freier Kartoffelstärke vorhanden, um das beim Braten oder Backen der verformten Stücke aus dem Celluloseäther frei werdende Wasser zu adsorbieren.
  • Wird das erfindungsgemäße Verfahren unter Verwendung von getrockneten Kartoffelprodukten durchgeführt, so gelangt bei diesem mit Vorteil ein Gemisch zur Anwendung, das aus etwa 5 bis 35 Gewichtsprozent zerkleinerten Trockenkartoffelstückchen und etwa 65 bis 95 Gewichtsprozent gemahlenen Kartoffelflocken besteht.
  • Um dann, wenn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ausschließlich getrocknete Kartoffelprodukte zur Verwendung gelangen, zu erreichen, daß das aus diesen und dem Celluloseäther bestehende Gemisch einen ausreichenden Wassergehalt aufweist, -sieht die Erfindung weiterhin vor, daß den getrockneten Kartoffelprodukten etwa 200 Teile Wasser pro 100 Teile trockener Kartoffelfeststoffe zugesetzt werden.
  • Was die Menge des bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Anwendung gelangenden Celluloseäthers anbetrifft, so ist erfindungsgemäß ferner vorgesehen, daß 1 bis 8 Gewichtsteile Celluloseäther pro 100 Gewichtsteile Kartoffelfeststoffe angewandt werden.
  • Hinsichtlich des verwendeten Celluloseäthers sieht die Erfindung schließlich noch vor, daß vorzugsweise ein Propylenglykoläther_der Hydroxymethylcellulose Verwendung findet.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren können im übrigen dem aus den Kartoffelbestandteilen und dem Celluloseäther bestehenden Gemisch auch noch andere Stoffe beigegeben werden, um den Gehalt und den Geschmack des herzustellenden Produktes zu beeinflussen. Bei diesen weiteren Stoffen kann es sich beispielsweise um Gewürze, Käsestückchen, Zwiebelstückchen, Trockenmilch, Mehl u. dgl. handeln.
  • In der Zeichnung sind -in Form eines Fließbildes die zur Verwendung- gelangenden Ausgangsprodukte, verschiedene mögliche Verfahrensweisen und die bei diesen anfallenden gebratenen oder gebackenen Kartoffelprodukte zusammengestellt.
  • Nachstehend werden die Verfahrensweisen, bei welchen frisch gekochte Kartoffeln und/oder getrocknete Kartoffelprodukte als Ausgangsprodukte Verwendung finden, näher beschrieben.
  • ` Verfahrensweise mit frisch gekochten Kartoffeln Bei der Anwendung der Erfindung zur Herstellung vorgeformter gebratener Produkte aus frisch zubereitetem Kartoffelbrei besteht das Verfahren darin, die rohen Kartoffeln zu schälen, zu reinigen und in jeder geeigneten üblichen Weise zu kochen, um so eine typische gekochte Kartoffelmasse zu erhalten. Anschließend wird die Kartoffelmasse zerkleinert und in diese eine geeignete Menge des als Bindemittel dienenden- Celluloseäthers- eingemischt, wobei die Kartoffelmasse eine vorgeschriebene Zeitspanne lang vermischt wird, um so das Bindemittel einheitlich innerhalb des gesamten Gemisches zu verteilen und einen Teil- der Kartoffelzellen zwecks Freisetzung von Kartoffelstärke zu zerstören. Anschließend wird das Gemisch auf eine Temperatur von vorzugsweise 28° C abgekühlt und sodann in die gewünschte Form stranggepreßt, verformt oder zerschnitten. Da- . nach werden die dabei anfallenden Stücke nach einem üblichen Bratverfahren gebraten, wobei z. B. ein Speiseöl bei einer Temperatur von 177° C etwa 4 Minuten lang zur Einwirkung kommt. Nunmehr kann das Produkt entweder sofort verzehrt oder in ; geeigneter Weise für einen späteren Verzehr gelagert werden. Im Fall eines Strangpressens in die Form von Pommes frites wird das Produkt zweckmäßigerweise schnell eingefroren und anschließend für den Verzehr entweder durch Erwärmen in heißem Fett oder durch Backen in einem Ofen bei geeigneter Temperatur zubereitet. Zur Erzielung eines knusprigen Kleingebäcks wird das Braten so lange fortgesetzt, bis das Produkt trocken genug ist, um verpackt in üblicher Weise bei Raumtemperatur gelagert zu werden.
  • Bei dieser Verfahrensweise besteht das Bindemittel aus einem Methylcelluloseäther, wie er im Handel unter der Bezeichnung »Methocel« erhältlich ist. Ein besonders bevorzugtes Bindemittel für den vorliegenden Zweck stellt der Propylenglykoläther der Hydroxymethylcellulose oder weiterer Celluloseäther dar. Wenn der Celluloseäther in Fortfall kommt, neigen Produkte in Form von Pommes frites dazu, breiartig und weich zu sein. Bei Erhöhung der Binde-. Mittelmenge bis zu 8 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile Kartoffelfeststoffe wird das Produkt zunehmend kompakt. und fest. Bei Propylenglykoläthern der Hydroxymethylcellulose als Bindemittel liegt der bevorzugte Bereich des Bindemittels zwischen 2 und 6 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile Kartoffelfeststoffe.
  • Das bevorzugte Bindem_ ittel besteht in den oben beschriebenen Gemischen aus einem Propylenglykoläther der_Hydroxymethylcellulose, der unter der Bezeichnung »Methocel 65 HG 4000« im Handel erhältlich ist. Derselbe weist eine Gelierungstemperatur von etwa 65° C auf. Weitere verwandte -Verbindungen zeigen Gelierungstemperaturen geringfügig über oder ,unter 65° C und Gelierungsviskositäten, die etwas größer oder geringer als diejenige des Methocel 6 sind.
  • Um die günstigen erfindungsgemäßen Wirkungen zu erzielen, wird das Einteigen und Vermischen des Bindemittels und der gekochten Kartoffeln vorzugsweise innerhalb einer Zeitspanne durchgeführt, bei der ein. e ausreichende Reibung erfolgt, so daß etwa 20 bis 30 % der Kartoffelzellen, die durch den Kochvorgang erweicht worden sind, zerrissen werden und hierdurch deren Stärke in Freiheit gesetzt wird, die in gelatinierter Form zwischen den .intakten Zellen verbleibt.
  • Das das eßbare Bindemittel und sowohl die intakten als auch die zerrissenen Stärkezellen enthaltende Gemisch wird sodann auf eine Temperatur unter 32° C und vorzugsweise einen Temperaturbereich von 27 bis 29° C abgekühlt, wobei sich eine Temperatur von 28° C als besonders wirksam erwiesen hat.
  • Nachdem das Gemisch auf eine geeignete Temperatur abgekühlt worden ist, läßt es sich leicht strangpressen und behält, und dies ist besonders wichtig, während des sich anschließenden Bratens seine Form und sein Gefüge bei.
  • Das -Braten kann entweder vollständig oder teilweise, je nach der beabsichtigten Anwendung des Produktes, durchgeführt werden. Wenn ein fertiges Produkt erwünscht ist, führt ein 4minutiges. Braten bei einer Temperatur von 177° C in stabilisiertem Baumwollsaatöl zu sofort verzehrbaren Pommes frites. Dagegen genügt ein 2 Minuten langes Braten, wenn es beabsichtigt ist, das Produkt im halbfertigen Zustand zu lagern oder zu verpacken, um es sodann zu einem späteren Zeitpunkt bei dessen Verbrauch erneut zu braten oder in ähnlicher Weise zu erwärmen.
  • Weiterhin ist das Verfahren nicht auf die alleinige Anwendung frisch gekochter Kartoffeln in dem Gemisch begrenzt, sondern es kann auch mit Gemischen durchgeführt werden, die geeignete Mengen weiterer Kartoffelfeststoffe, wie getrockneten Kartoffelbrei, enthalten.
  • Verfahren. unter Anwendung eines Trockengemisches Eine zweite Möglichkeit, das feuchte Gemisch aus intakten Kartoffelzellen und zerrissenen Kartoffelzellen herzustellen, bedient sich der Anwendung eines getrockneten Kartoffelproduktes. Die Herstellung der Kartoffel-Trockenprodukte als solche bildet dabei keinen Teil der vorliegenden Erfindung und kann durch die derzeit bekannten Verfahrensweisen ausgeführt werden.
  • Somit können Kartoffelkörnchen Verwendung finden, welche nach einem Verfahren hergestellt sind, das in der Veröffentlichung »AIC-297« des U.S. Department of Agriculture unter der Bezeichnung »Dehydrated Mashed Potatoes - a review« beschrieben ist.
  • Ferner kann man Kartoffelflocken verwenden, die vorzugsweise nach einem der in den USA.-Patentschriften 2 759 832, 2 780 552 und 2 787 553 beschriebenen Verfahren oder durch irgendein anderes vergleichbares Verfahren hergestellt sind. Damit sich die Flocken homogen mit den anderen Bestandteilen des Gemisches vermischen, werden vorzugsweise Kartoffelflocken angewendet, deren Teilchen durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von wenigstens 2,0 mm Durchmesser hindurchgehen. Man kann aber auch größere Kartoffelflocken bis zu und einschließlich der im Handel erhältlichen Flocken, die durch Sieböffnungen von etwa 6,35 mm Durchmesser hindurchtreten, anwenden, ohne daß hierdurch das Verfahren übermäßig kompliziert wird.
  • Ein weiteres Ausgangsmaterial für Trockenkartoffelzellen stellt ein zerkleinertes entwässertes Produkt dar, das aus Trockenkartoffeln in Würfelform z. B. dadurch hergestellt wird, daß ein in üblicher Weise in Würfelform gebrachtes gebleichtes Trockenkartoffelprodukt durch eine Hammermühle geführt wird, die mit einem Sieb versehen ist, dessen Öffnungen einen Durchmesser von 1,6 mm aufweisen. Aus den zerkleinerten Trockenkartoffeln wird ein Pommes-frites-Produkt mit fester, nicht weicher, sondern knuspriger oder körniger Konsistenz erhalten.
  • Wenn flockenförmige Trockenkartoffeln auf eine für die Handhabung bei einem Trockenmischprodukt geeignetere Größe zerkleinert werden, wird eine übermäßige Menge an freier Stärke gebildet, die dazu neigt, das Produkt pastenartiger zu machen, so daß dasselbe während des Bratens eine weniger feste Struktur bzw. ein weniger festes Gel zeigt. Es wurde gefunden, daß diese Neigung teilweise dadurch überwunden werden kann, daß in die trockenen zerkleinerten Kartoffelflocken ein Anteil, bestehend aus etwa 20% Kartoffelfeststoffen, die durch Zerkleinern würfelförmiger Trockenkartoffeln gewonnen wurden, eingearbeitet wird. Obgleich keine genaue wissenschaftliche Erklärung hierfür vorliegt, scheint es doch, daß das Produkt in dieser Form, wahrscheinlich auf Grund der intakten Zellstruktur, innerhalb der Körner oder Fragmente der würfelförmigen Trockenkartoffelmasse eine zusätzliche Vernetzung der natürlich gebundenen Kartoffelzellen ergibt, die durch die umgebenden Kartoffelflockenzellen und das Bindemittelgel an Ort und Stelle gehalten werden.
  • Unabhängig davon, ob das vorgeformte, gebratene Produkt aus frisch hergestelltem Kartoffelbrei oder Brei aus getrockneten Kartoffeln in beliebiger Form hergestellt wird, wurde gefunden, daß die Menge an Methylcelluloseäther optimal bei 4 Teilen pro 100 Teile trockener Kartoffelfeststoffe in dem Gemisch liegt. In dem Fall eines frisch hergestellten Kartoffelbreies liegt der durchschnittliche Feststoffgehalt bei etwa 20%, und somit liegen zusammen mit den 100 Teilen Kartoffelfeststoffe angenähert 400 Teile Wasser vor. In dem Fall eines Verfahrens unter Anwendung eines trockenen Gemisches wurde gefunden, daß mit jeweils 100 Teilen trockener Kartoffelfeststoffe lediglich etwa 200 Teile Wasser zugesetzt werden können, um so eine annehmbare teigartige Konsistenz für das Strangpressen zu erhalten. Wenn in ein derartiges Gemisch erneut Wasser zugegeben wird, scheint es, daß das Vorliegen der freien gelatinierten Kartoffelstärke die Absorption des Wassers in die Kartoffelzellen in vollem Ausmaß verhindert, und somit muß eine geringere Wassermenge angewandt werden. Es erscheint wesentlich, daß die freie gelatinierte Kartoffelstärke in dem Gemisch eine ausreichend hohe Absorption während des Bratprozesses aufweist, um so das Wasser zu absorbieren, das von dem Bindemittel bei dessen Gelierung abgegeben wird.
  • Unabhängig von deren Form (Flocke, Korn usw.) und unabhängig von deren Herstellungsart haben sich feinverteilte Trockenkartoffelprodukte als ohne weiteres für die Herstellung des unter Zusatz kalten Wassers bereiteten feuchten Gemisches aus intakten Kartoffelzellen und zerrissenen Kartoffelzellen geeignet erwiesen.
  • Körner Wie in den Zeichnungen gezeigt, können die Kartoffelkörner direkt zu den in der oben beschriebenen Weise hergestellten gekochten Kartoffeln gegeben werden, um so den Gehalt an Kartoffelfeststoffen bis zu 20% oder mehr zu bringen; somit ist diese Arbeitsweise insbesondere dann zweckmäßig, wenn Kartoffeln mit Feststoffgehalten unter 20% verarbeitet werden.
  • Andererseits können die getrockneten Körner mit dem eßbaren Bindemittel und kaltem Wasser vermischt werden. Das Ausmaß und die Länge des Vermischens sollte ausreichend sein, um so ein Gemisch zu ergeben, in dem wenigstens etwa 20% und vorzugsweise etwa 30% der Kartoffelzellen zerrissen worden sind, und das Gemisch sollte vor dessen Verformung in ein zu bratendes Produkt eine Temperatur von etwa 28° C aufweisen.
  • Flocken In den Zeichnungen sind zwei Anwendungsarten für Kartoffelflocken gezeigt. Bei der einen werden die Flocken in der oben beschriebenen Weise zerkleinert und sodann mit dem eßbaren Bindemittel und den gekochten Kartoffeln vermischt. Dieses Verfahren ist wiederum insbesondere dann wertvoll, wenn die zur Verfügung stehenden rohen Kartoffeln einen geringen Feststoffgehalt besitzen, da die Zugabe der Kartoffelflocken in wirksamer Weise den Gehalt an Kartoffelfeststoffen in dem Gemisch erhöht.
  • An Stelle eines homogenen Vermischens der zerkleinerten Trockenflocken mit gekochten Kartoffeln kann ein Vermischen mit etwa 5 bis 35 Gewichtsprozent und vorzugsweise etwa 20 Gewichtsprozent würfelförmiger gebleichter Trockenkartoffeln erfolgen, die in der oben beschriebenen Weise zerkleinert worden sind. Das sich ergebende Trockengemisch, das wahlweise ein Teil oder die Gesamtmenge des benötigten eßbaren Bindemittels enthalten kann, kann unbegrenzt bei Raumtemperatur gelagert werden, bis man ein gebratenes Kartoffelprodukt herstellen will, oder dasselbe kann unmittelbar nach dessen Verformung angewandt werden.
  • Um ein einheitliches Gefüge zu erhalten, wird das eßbare Bindemittel mit dem Gemisch aus Flocken und zerkleinerten Trockenwürfeln vermischt und die hierbei erhaltene Masse in kaltes Wasser gegeben, wodurch die Trockenbestandteile wieder Wasser aufnehmen. Die verschiedenen Bestandteile werden sodann unter Ausbildung eines Gemisches aus intakten Kartoffelzellen und zerrissenen Kartoffelzellen vermischt, das sodann in .der oben beschriebenen Weise verformt und gebraten wird.
  • Würfel Die zerkleinerten gebleichten Trockenwürfel können ebenfalls zugegeben werden, um so den Fest-Stoffgehalt des aus frisch gekochten Kartoffeln hergestellten Gemisches zu erhöhen, oder man kann, wie in den Zeichnungen gezeigt, die zerkleinerten Trockenflocken vermischen und in der Weise handhaben, wie es weiter oben unter »Flocken« beschrieben ist.
  • Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung des Verfahrens. Beispiel 1 Idaho-Russet-Kartoffeln mit einem Feststoffgehalt von 20,0 % wurden geschält, geputzt und in Scheiben mit einer Stärke von 1,27 cm Dicke zerschnitten und sodann in Dampf bei Normaldruck 30 Minuten lang gekocht. Die gekochten Kartoffeln wurden durch Öffnungen mit einem Durchmesser von 3,2 mm hindurchgeführt, um so Spuren von Schalenteilen zu entfernen. 500 g dieses Produktes wurden sodann in einen Hobart-Planetenmischer eingebracht. Hierzu wurden 4 g Propylenglykoläther der Hydroxymethylcellulose .(Methocel 65 HG 4000) gegeben und das Mischen mit einer Geschwindigkeit von 196 UpM 10 Minuten lang durchgeführt.
  • Während dieser Zeitspanne kühlten sich die Kartoffeln auf Grund einer natürlichen Verdampfung auf 35° C ab. Man ließ sich den Brei sodann weiterhin auf 28° C abkühlen. Derselbe wurde anschließend durch eine Haushaltskuchenpresse stranggepreßt, die eine quadratische Öffnung von 9,5 mm Seitenlänge besaß. Das Auspressen erfolgte direkt in ein Ölbad, das stabilisiertes Baumwollsaatöl einer Temperatur von 177° C enthielt.
  • Nach 4 Minuten besaßen die Pommes frites eine ansprechende, einheitlich goldbraune Farbe und zeigten ein festes, gut gekochtes und natürlich erscheinendes Inneres.
  • Ein Teil des Produktes wurde eingefroren und bei einer Temperatur von -18° C gelagert. Wenn dasselbe durch etwa 15minutiges Erwärmen auf eine Temperatur von 205° C in einem Ofen zubereitet wurde, wurde .dieses Produkt bezüglich seiner Qualität als überlegen gegenüber typischen handelsmäßigen Produkten bezeichnet, die aus rohen Kartoffeln und Erwärmen in der gleichen Weise erhalten wurden.
  • Beispiel 2 Ein Teil des nach Beispiel 1 erhaltenen abgekühlten Gemisches wurde wiederum in Pommes-frites-Streifen mit quadratischen Abmessungen von 9,5 mm Seitenlänge verformt und in ähnlicher Weise 2 Minuten lang gebraten. Das Produkt besaß eine goldgelbe Farbe und ist als nicht vollständig durchgebraten zu bezeichnen. Dieses Produkt wurde sodann schnell eingefroren und bei einer Temperatur von -18° C gelagert. Das Produkt wurde sodann durch erneutes 2- bis 4minutiges Braten bei einer Temperatur von 177° C zubereitet, um so ein Pommes-frites-Produkt zu erhalten, das in jeder Hinsicht den industriell hergestellten »teilweise gebratenen« Produkten gleicht, die aus rohen Kartoffeln hergestellt werden.
  • Beispiel 3 Es wurden die folgenden Trockenbestandteile zusammengegeben: 80g Kartoffelflocken, die auf eine Teilchengröße zerkleinert waren, daß sie .durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von unter 0,84 mm hindurchgingen, 20 g würfelförmige Trockenkartoffeln, die auf dieselbe Teilchengröße zerkleinert waren, 4- Salz und 4 g Propylenglykoläther der Hydroxymethylcellulose.
  • Zu diesem Gemisch wurden 200 ml Wasser einer Temperatur von 16° C zugegeben und sodann gründlich 1 Minute lang bei geringer Geschwindigkeit vermischt. Das sich ergebende teigartige Material ließ man mehrere Minuten lang stehen, um so eine vollständige Wasseraufnahme der zerkleinerten Trockenteilchen sicherzustellen. Sodann wurde stranggepreßt und in ähnlicher Weise gebraten, wie es im Beispiel 1 angegeben ist. Das Produkt besaß ein ansprechendes einheitliches und goldbraunes Aussehen, ein weiches, aber nicht breiartiges Inneres und einen typischen und angenehmen Kartoffelgeschmack.
  • Beispiel 4 Eine Menge kleiner Stückchen und Anteile aus rohen Idaho-Russet-Kartoffeln, wie sie bei der Herstellung typischer Pommes frites abfallen, wurde 15 Minuten lang bei Normaldruck mit Wasserdampf behandelt. Danach waren dieselben weich und gut gekocht. Zu 500 g dieser Stücke wurden 4 g Propylenglykoläther der Hydroxymethylcellulose zugesetzt und sodann in einem Planetenmischer mit der Geschwindigkeit von 198 UpM 2 Minuten lang gemischt. Durch verdampfendes Kühlen wurde die Temperatur auf 49° C verringert; man ließ das Gemisch an einer kühlen Stelle stehen, bis die Temperatur unter etwa 30° C abfiel. Die so erhaltene Masse wurde sodann stranggepreßt und in ähnlicher Weise gebraten, wie es im Beispiel 1 beschrieben ist. Hierbei wurden gleichwertige Ergebnisse erhalten. Beispiel 5 Es wurden folgende Trockenbestandteile zusammengegeben: 1.00.- Kartoffelkörner, 4 g Salz, 4- Propylenglykoläther der Hydroxymethylcellulose.
  • Zu diesem Gemisch wurden 188 ml Wasser einer Temperatur von 16° C zugegeben und das Gemisch sodann in der gleichen Weise, wie im Beispiel 3 angegeben, verarbeitet. Es wurden ähnliche Ergebnisse erhalten.
  • Im folgenden werden im einzelnen die drei kritischen Bedingungen behandelt, die bei der vorliegenden Erfindung zu beachten sind: Das bevorzugte Bindemittel wird im Handel als »Methocel« bezeichnet, wodurch eine ganze Reihe Derivate von Methylcelluloseäthern beschrieben wird. Die HG-Sorten weisen unterschiedliche Hydroxypropyl- zu Methoxylsubstitutionsgrade mit zunehmender Gelpunkttemperatur auf; dieselben sind besonders gut für die Anwendung als Bindemittel in den vorliegenden Verfahren geeignet. So ist »Methocel« 65 HG, das bei einer Temperatur von 65° C geliert, und ebenfalls »Methocel« 90 HG, das bei einer Temperatur von 90° C geliert, mit gleich gutem Erfolg angewandt worden. Weitere Celluloseäther, einschließlich der älteren Sorte MC, ein Dimethyläther der Cellulose, können ebenfalls Anwendung finden. Diese Verbindungen werden in verschiedenen Sorten mit Viskositätsbereichen von 10 bis 15000 cP hergestellt, wobei für die vorliegenden Zwecke größtenteils Verbindungen innerhalb des Viskositätsbereiches von 4000 bis 8000 cP angewandt worden sind.
  • Diese Verbindungen weisen die ungewöhnliche Eigenschaft auf, daß sie beim Vermischen mit heißem Wasser zunächst unlöslich sind, sich jedoch beim Abkühlen der Dispersion lösen. Nachdem eine vollständige Lösung erzielt worden ist, kann die Lösung erwärmt werden, um so deren einzigartige Eigenschaften zu demonstrieren. Zunächst tritt eine anfängliche Verringerung der Viskosität bei Abspalten der schwach gebundenen Wassermoleküle auf. Nachdem eine ausreichende Menge der verknüpften Wassermoleküle von den Celluloseätherketten abgespalten worden sind, geht die Schmierwirkung verloren, die Ketten werden miteinander verknüpft und die Lösung in ein Gel umgewandelt. Es ergibt sich somit, daß in dem erfindungsgemäßen System der Celluloseäther beim Abkühlen der Kartoffelmasse löslich gemacht und beim Erwärmen in ein stützendes Gel umgewandelt wird, das während des gesamten Bratvorganges aufrechterhalten wird.
  • Das zweite kritische Merkmal besteht in dem Vorliegen einer erheblichen Anzahl an zerstörten Kartoffelzellen in dem angernaischten Kartoffelgemisch. Bei einer normalen Laboratoriumsarbeitsweise werden die angemaischten Kartoffeln in einem Planetenmischer etwa 10 Minuten lang bei einer Geschwindigkeit von etwa 198 UpM vermischt. Zu diesem Zeitpunkt besitzen die angemaischten Kartoffeln in etwa die Konsistenz eines schweren Teiges. Es wird jedoch angenommen, daß nur etwa 20 bis 301/o der Zellen zerrissen und aus ihnen die gelatinierte Kartoffel-; stärke abgegeben worden ist. Dieser besondere Zustand kann durch irgendeines der verschiedenen Verfahren erreicht werden, wie eine Verlängerung der Kochzeit von 30 auf 60 Minuten, so daß die Kartoffelzellen übermäßig erweicht werden, oder indem , kleine, zerschnittene Kartoffelstücke angewandt werden, die eine große Oberfläche besitzen, wie es die normalerweise zu kleinen Stücke sind, die gewöhnlich zur Herstellung von Pommes-frites-Produkten ausgeschlossen werden, und man nicht die, ganzen oder in Scheiben zerlegten Kartoffeln anwendet, oder indem man trockene, nicht gelatinierte Kartoffelstärke zu dem Gemisch zusetzt, nachdem das Gemisch eine geringere Temperatur als die Gelatinierungstemperatur dieser Kartoffelstärke, etwa, 66° C, aufweist. Wenn eine gelatinierte trockene Kartoffelstärke zugesetzt wird, wie eine vorgelatinierte Kartoffelstärke oder Kartoffelmehl, das praktisch nur zerrissene Kartoffelzellen enthält, wird das Gemisch zu klebrig, und es wurde gefunden, daß das sich ergebende stranggepreßte Produkt während des Bratens nicht zusammenhaftet.
  • Das dritte kritische Merkmal stellt die Temperatur des Gemisches zur Zeit der Verformung dar. Eine Verformung bei Temperaturen über 32° C führt zu einem ausgefransten rohen Produkt, das dazu neigt, beim Braten poröser und mit Fett getränkt zu werden. Ein Abkühlen auf Temperaturen unter 21° C führt zu einer besonders starken Festigkeit des Stückes, die für einige Produkte vorteilhaft sein kann, jedoch im allgemeinen für Pommes frites nicht zweckmäßig ist.
  • Der Grund für die gegenseitige Abhängigkeit der oben angegebenen drei Faktoren scheint auf folgendem zu beruhen: »Methocel«-Produkte zeichnen sich dadurch aus, daß sie sich im Gegensatz zu dem Verhalten der meisten Verdicker bei tiefen Temperaturen lösen und beim Erwärmen Wasser abgeben und so ein steifes Gel bilden. Nach dem Einarbeiten des Bindemittels in die angemaischten Kartoffeln und anschließendem Abkühlen absorbiert dasselbe allmählich Wasser von der in Freiheit gesetzten Stärke und in einem gewissen Ausmaß von den intakten Kartoffelzellen der angemaischten Kartoffeln. Bei Abkühlen der angemaischten Kartoffeln geht der Methylcelluloseäther schließlich vollständig. in Lösung, wobei das Stärkegel und weitere natürlich vorliegende Bindemittel wie die Pektinate ihre Viskosität so weit erhöhen, daß ein glattes Strangpressen durchgeführt werden kann. Das kritische Merkmal der Erfindung ist die Tatsache, daß die Kombination des Bindemittels (Celluloseäther) und die freie Stärke in den angemaischten Kartoffeln während des bei ,dem Bratvorgang eintretenden Erwärmens als wasserabgebende bzw. wasseraufnehmende Massen wirken. Sobald das stranggepreßte Produkt seine Temperatur in dem Ölbad erhöht, verlieren die Methylcelluloseäthermoleküle Wasser, wodurch ein steifes Gel ausgebildet wird. Das so in Freiheit gesetzte Wasser versucht sofort, aus dem Gemisch auszutreten. Wenn keine freie Stärke vorliegt, wird das Gel durch die schnelle Wasserdampfentwicklung zerrissen. Wenn dies der Fall ist, können die Kartoffelzellen das Produkt nicht mehr zusammenhalten, und dasselbe wird porös oder zerfällt vollständig. Die auf Grund eines 20- bis 30o/oigen Aufbrechens der Zellen in dem Gemisch vorliegende freie Stärke besitzt ausreichende Absorption bei der Brattemperatur, um so das bei der Gelierung des Bindemittels abgegebene Wasser zu absorbieren. Somit wird die schnelle Dampfentwicklung verhindert, und das stranggepreßte Produkt bleibt fest in der gewünschten Form.
  • Wenn eine gelatinierte Stärke zusammen mit dem Bindemittel zu den angemaischten Kartoffeln zugegeben wird, absorbiert die gelatinierte Stärke leicht Wasser aus den intakten Kartoffelzellen, und somit werden die Hohlräume zwischen den intakten Kartoffelzellen mit einem verdünnteren Stärkegel gefüllt, das nicht die Fähigkeit besitzt, aus dem Bindemittel zum Zeitpunkt des Bratens genügend Wasser zu absorbieren. Es ist zu betonen, daß gefunden wurde, daß die freie Kartoffelstärke in dem Gemisch entweder durch verlängertes Mischen der ursprünglich gut gekochten, angemaischten Kartoffeln, überlanges Kochen der angemaischten Kartoffeln mit sich daran anschließender kürzerer Mischzeit, Zerschneiden der Kartoffeln in kleine Stücke vor dem Kochen, so daß viele der Kartoffelzellen zerstört werden, geliefert wird. Andererseits kann die freie Kartoffelstärke ebenfalls durch die Zugabe trockener, nicht gelatinierter Kartoffelstärke zu dem Gemisch erfolgen, nachdem dasselbe unter die Gelatinierungstemperatur abgekühlt worden ist.
  • Unter der Voraussetzung, daß die Menge der in das System eingeführten freien gelatinierten Kartoffelstärke nicht zu groß ist, können weiterhin trockene Kartoffelfeststoffe in Form angemaischter Trockenkartoffeln zugegeben werden. In dem Fall von rohen Kartoffeln mit geringem Feststoffgehalt ergibt sich hier ein besonderer erfindungsgemäßer Vorteil. Der Nachteil der Anwendung von Rohmaterial mit geringem Feststoffgehalt für die Herstellung von Pommes frites ist in der Literatur umfangreich beschrieben worden. Erfindungsgemäß wird es möglich, Pommes frites hoher Qualität aus Kartoffeln beliebigen Feststoffgehaltes dadurch herzustellen, daß man entsprechende Mengen angemaischter Trockenkartoffeln zugibt. Hierbei ist die Art der angemaischten Trokkenkartoffeln, wie Flocken, Kornform od. dgl., so lange nicht wichtig, wie die Menge der eingeführten freien Stärke ausreichend ist, um für das Methylcelluloseäthergel als »Wasserakzeptor« zu dienen.
  • Der hervorragende wirtschaftliche Vorteil der vorliegenden Erfindung beruht auf der Tatsache, daß hierdurch eine große Anzahl der derzeitigen Bearbeitungsschwierigkeiten in Fortfall gebracht wird und weiterhin die derzeitigen hohen Kosten der Herstellung herkömmlicher Pommes frites wesentlich verringert werden. Die unkontrollierbare Veränderung des Feststoffgehaltes und die von Knolle zu Knolle unterschiedliche Neigung der Kartoffeln zum Bräunen führt zu starken Qualitätsschwankungen in den gebratenen Produkten. Dies bedingt wiederum eine kostspielige Überwachung der Wachstums- und Lagerungsbedingungen, der »Konditionierung« bei hohen Temperaturen oder der Ruhezeiten, um den Gehalt an reduzierenden Zuckern zu verringern.
  • Nur längliche Kartoffeln mit hohem Feststoffgehalt haben sich hervorragend bei der Herstellung großer Mengen eingefrorener Pommes frites für erstklassige Restaurants als geeignet erwiesen, da die anderen, abgerundeten Kartoffelsorten zu hohen Verlusten an »Schnippelchen« und kleinen Stücken führen. Die Notwendigkeit einer manuellen Entfernung aller kleinen Schalenteilchen und Augen, die noch an den geschälten Kartoffeln anhaften, führt zu übermäßigen Arbeitskosten. Diese Probleme sowie das Problem einer uneinheitlichen Bräunungsneigung und uneinheitlichen Feststoffgehaltes werden erfindungsgemäß wesentlich dadurch verringert, daß die Erfindung ein Verfahren vorsieht, bei dem beliebige Mischungen von Kartoffeln irgendeiner Form als Ausgangsmaterial dienen können. Bei diesem Verfahren kann durch Hindurchführung durch ein Maschensieb oder Absieben ein erheblicher Anteil der Schalenteile entfernt werden, der durch die übliche Schälweise nicht entfernt werden kann. Erfindungsgemäß können die bis jetzt zur Herstellung von Pommes frites als nicht geeignet bezeichneten runden Kartoffelsorten geringen Feststoffgehaltes bei der Herstellung derartiger Pommes-frites-Produkte angewandt werden. Dies läßt sich nunmehr in zunehmendem Maße in den Gebieten durchführen, in denen derartige Kartoffelsorten gezüchtet werden. Ein weiterer wichtiger Vorteil beruht auf der Tatsache, daß die Oberflächen des verformten Produktes bei der Einführung in die Bratvorrichtung nicht naß sind, wie dies bei üblichen gebleichten Kartoffeln der Fall ist. Somit verläuft das Braten schneller, die Bratstabilität wird erhöht, und in dem gebratenen Produkt wird weniger Fett zurückgehalten.
  • Durch die erfindungsgemäße Anwendung von Trockengemischen ergibt sich die Möglichkeit, gebratene Kartoffelprodukte, wie Pommes frites, für den sofortigen Verbrauch, z. B. in Restaurants, herzustellen, wobei sich Vorteile hinsichtlich einer billigen Lagerung der Trockenbestandteile, der Leichtigkeit der Zubereitung beliebiger Mengen zu beliebigen Zeitpunkten und der Herstellung derartiger gebratener Produkte sowohl in den üblichen als auch in neuen Formen ergeben.
  • Abschließend ist darauf hinzuweisen, daß die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wegen der bei diesem verwendeten Bindemittel auf Grund .der Verordnung über die Zulassung fremder Stoffe zu Lebensmitteln zur Zeit untersagt ist, soweit das danach hergestellte Erzeugnis nicht zur Lieferung in Gebiete außerhalb des Geltungsbereiches des Lebensmittelgesetzes :bestimmt ist.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung geformter, in Fett oder Öl gebratener oder gebackener Nahrungsmittel aus einem feuchten Gemisch zerkleinerter Kartoffelprodukte unter Zusatz eines Bindemittels, dadurch gekennzeichnet, daß entweder gekochte Kartoffeln, gegebenenfalls unter Zusatz getrockneter Kartoffelprodukte, oder in an sich bekannter Weise ausschließlich getrocknete Kartoffelprodukte, denen eine ihrem maximalen Wasseraufnahmevermögen entsprechende Menge Wasser für die Überführung in einen verformbaren Zustand zugesetzt wird, mit einem Celluloseäther derart gemischt werden, daß das Gemisch infolge der Durchführung des Mischvorganges und/oder des Gehaltes an trockenen Kartoffelprodukten eine zur Adsorption des beim Braten oder Backen aus dem Celluloseäther frei werdenden Wassers ausreichende Menge freie Kartoffelstärke enthält, worauf das Gemisch auf eine Temperatur von 21 bis 32° C gebracht wird und sodann in an sich bekannter Weise in -Stücke geformt wird, welche gebraten oder gebacken werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch zur Verwendung gelangt, welches 20 bis 30 % zerstörte Kartoffelzellen aufweist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennnzeichnet, daß ein Gemisch angewandt wird, das aus etwa 5 bis 35 Gewichtsprozent zerkleinerten Trockenkartoffelstücken und etwa 65 bis 95 Gewichtsprozent gemahlenen Trockenkartoffelflocken besteht.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von ausschließlich getrockneten Kartoffelprodukten diesen etwa 200 Teile Wasser pro 100 Teile trockener Kartoffelfeststoffe zugesetzt werden.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß 1 bis 8 Gewichtsteile Celluloseäther pro 100 Gewichtsteile Kartollelfeststoffe angewandt werden.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche]. bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Propylenglykoläther der Hydroxymethylcellulose Verwendung findet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 944 301; britische Patentschrift Nr. 608 996.
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AT519778A1 (de) * 2017-04-06 2018-10-15 Werner Schwaighofer Verfahren zur Herstellung eines Kartoffel enthaltenden Nahrungsmittels

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