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DE1282409B - Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumueberzuges - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumueberzuges

Info

Publication number
DE1282409B
DE1282409B DEE24245A DEE0024245A DE1282409B DE 1282409 B DE1282409 B DE 1282409B DE E24245 A DEE24245 A DE E24245A DE E0024245 A DEE0024245 A DE E0024245A DE 1282409 B DE1282409 B DE 1282409B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aluminum
coating
production
solution
heated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE24245A
Other languages
English (en)
Inventor
Vello Norman
Thomas Patrick Whalex
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ethyl Corp
Original Assignee
Ethyl Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ethyl Corp filed Critical Ethyl Corp
Publication of DE1282409B publication Critical patent/DE1282409B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C18/00Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating
    • C23C18/02Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating by thermal decomposition

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
  • Chemically Coating (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C23c
Deutsche Kl.: 48 b-3/04
Nummer: 1282409
Aktenzeichen: P 12 82 409.8-45 (E 24245)
Anmeldetag: 28. Januar 1963
Auslegetag: 7. November 1968
Die Erfindung geht von dem Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumüberzuges auf einer erhitzten Unterlage durch thermische Zersetzung einer in einem organischen Lösungsmittel gelösten, kohlenstoffhaltigen Aluminiumverbindung aus und lehrt eine Ausführungsform derselben, mit der hochwertige Überzüge in einfacher Weise hergestellt werden können.
Metallüberzüge durch thermische Zersetzung einer kohlenstoffhaltigen Verbindung des betreffenden Metalls herzustellen, ist seit langem bekannt und wird hauptsächlich unter Verwendung von Metallcarbonylen durchgeführt, die mit der erhitzten Unterlage meist in gasförmigem und gegebenenfalls auch in gelöstem Zustand in Berührung gebracht werden. Diese Metallverbindungen sind aber infolge ihrer Giftigkeit 1S unzweckmäßig.
Durch die deutsche Auslegeschrift 1122171 ist ein Verfahren zum Herstellen elektrischer Kondensatoren in Form eines Isolationsmaterials mit darauf haftenden, dünnen Aluminiumbelägen bekanntgewor- *° den, bei dem als thermisch zersetzliche Verbindung Aluminiumdiisobutylhydrid verwendet wird, das schon bei niedrigen und für die Papierunterlage unschädlichen Temperaturen zerfällt. Auch bei diesem bekannten Verfahren wird das Hydrid hauptsächlich *5 in gasförmigem und erwähnterweise auch in gelöstem Zustand mit der Unterlage in Berührung gebracht.
Auf dem Gebiet der Gasplattierung metallischer Unterlagen war Aluminiumdiisobutylhydrid als Metallzubringer schon früher bekannt, wurde aber in dieser Beziehung abfällig beurteilt (s. den vom USA.-Handelsministerium herausgegebenen Bericht»WADC Technical Report 59/88«, S. 18 und 19), der auch noch andere für die Metallplattierung benutzbare Organometallverbindungen aufzählt.
Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß sich zur Schaffung hochwertiger Aluminiumüberzüge die Niedrigalkylaminkomplexverbindungen des Aluminiums besonders gut als Metallieferant eignen.
Die Erfindung besteht demgemäß aus einem Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumüberzuges auf einer erhitzten Unterlage durch thermische Zersetzung einer in einem organischen Lösungsmittel gelösten, kohlenstoffhaltigen Aluminiumverbindung, dessen Kennzeichen darin besteht, daß die Unterlage auf 300 bis 400° C erhitzt und zum Überziehen eine Lösung eines höchstens 6 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylaminkomplexes von Aluminiumhydrid in einem neutralen Lösungsmittel verwendet wird.
Solche Aluminiumkomplexverbindungen sind insbesondere der Trimethylamin-, Bistrimethylamin- und Triisobutylkomplex des Aluminiumhydrids.
Verfahren zur Herstellung eines
Aluminiumüberzuges
Anmelder:
Ethyl Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. phil. G. Henkel
und Dr. rer. nat. W. D. Henkel, Patentanwälte,
8000 München 90, Eduard-Schmid-Str. 2
Als Erfinder benannt:
Thomas Patrick Whalex, Glenview, JlL;
Vello Norman,
Chapel Hill, N. C. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 9. Februar 1962
(172 113)
Das Lösungsmittel muß zumindest der Aluminiumverbindung gegenüber sich neutral verhalten, sollte sich aber auch mit dem Überzug und dem Unterlagenmaterial vertragen. Gewünschtenfalls kann man auch Lösungsmittel verwenden, deren thermische Zersetzungsprodukte in den Aluminiumüberzug eintreten und ihm gewünschte Eigenschaften verleihen. In dieser Weise verwendbare Lösungsmittel sind z. B. die aliphatischen, cycloaliphatischen und aromatischen Kohlenwasserstoffe und ein- und mehrwertige Äther. Geeignet sind auch Fluorkohlenwasserstoffe, Silikonöle, Alkohole und Ketone. Der Siedepunkt des Lösungsmittels sollte über dem der darin gelösten Aluminiumverbindung liegen.
Zwecks Abkürzung der Überzugsbildungszeit verwendet man möglichst konzentrierte Lösungen, während man zur Schaffung sich langsamer bildender und dadurch bestimmt strukturierter Niederschläge mit niedriger Konzentration arbeitet. Die bevorzugten Konzentrationsbereiche liegen zwischen 1 bis 7 Gewichtsteilen Verbindung auf 10 Gewichtsteile Lösungsmittel.
Das Unterlagenmaterial muß natürlich so hoch erhitzbar sein, daß es bei Tauch- oder sonstiger Berührung mit der Aluminiumverbindung deren Zerset-
809 630/924
zung bewirkt. Als Unterlagen kommen vor allem Metalle, aber auch wärmefestes Glas, Glasgespinst, keramische und feuerfeste Materialien und Graphit in Betracht. Die Unterlage wird entweder in vorerhitztem Zustand oder unter ständiger Wärmezufuhr, bei Hohlkörpern beispielsweise mittels eingesetzter elektrischer Widerstandsheizung, mit der Aluminiumkomplexlösung in Berührung gebracht. Induktive Vorerhitzung besitzt den Vorteil, daß die Oberfläche der Unterlage unbeeinflußt bleibt. Zweckmäßigerweise werden die Unterlagen einer reinigenden Vorbehandlung bekannter Art, wie Säurebeize, Sandbestrahlung, Entfettung u. dgl., unterworfen.
Bei der Überzugsherstellung kann mit Normal-, Über- oder Unterdruck im Bereich von z. B. etwa 5 atü bis 200 Torr und zweckmäßigerweise in Schutzgasatmosphäre gearbeitet werden, wenn die vorerhitzte Unterlage nur zum Teil in die Lösung eingetaucht wird. Man kann natürlich auch die nicht zu überziehenden Oberflächenabschnitte vorher mit einer Deckschicht versehen.
Die nachstehenden Beispiele, in denen sich Teile- und Prozentangaben auf Gewicht beziehen, dienen zur näheren Erfindungserläuterung.
Beispiel 1
Ein Ventilschaft aus rostfreiem Stahl wurde auf 300° C erhitzt und dann 5 Sekunden lang in eine Lölung von 1 Teil Trimethylaminkomplex von Aluminiumhydrid in 10 Teilen Toluol eingetaucht. Dabei wurde gleichzeitig ein Stickstoffstrom dauernd auf die Lösungsoberfläche gerichtet, um an der Grenzzone zwischen Schaft und Lösung eine unerwünschte Legierungsbildung auf der Schaftoberfläche zu verhindern. Der danach wieder aus der Lösung herausgehobene Schaftteil wies einen ausgezeichnet haftenden, saflnweißen Aluminiumüberzug auf.
Beispiel 2
Eine Anzahl handelsüblicher Stahlniete wurde auf 330° C erhitzt und dann so lange in eine ständig auf 30° C gehaltene Lösung aus gleichen Teilen Trimethylaminkomplex von Aluminiumhydrid und Toluol eingetaucht, bis die Gasentwicklung aufgehört hatte und somit die Überzugsbildung abgeschlossen war. Die so behandelten Niete wiesen einen ausgezeichneten, gleichförmigen Aluminiumüberzug von etwa 3,5 μΐη durchschnittlicher Dicke auf.
Beispiel 3
Eine Anzahl Sechskantmuttern mit üblichem Finish wurden zunächst in einem Ofen auf 400° C erhitzt und dann in eine ständig auf 28° gehaltene, gesättigte Lösung des Trimethylaminkomplexes von Aluminiumhydrid in Toluol eingetaucht. Es entstand so ein ausgezeichnet haftender, etwa 2,7 μΐη dicker Aluminiumüberzug selbst auf allen Gewindeflächen.
An Stelle des vorstehend beschriebenen, bevorzugten Tauchauftrages kann man sich auch der Spritztechnik bedienen. Die fertig überzogene Unterlage wird durch Abspülen von Resten der Überzugsverbindung befreit und gegebenenfalls, z. B. zwecks Erzielung eines völlig reinen Überzuges, in Schutzgasatmosphäre getrocknet.
Normalerweise reichen Überzüge von 0,25 bis 1,25 μΐη aus, die man innerhalb sehr kurzer Zeit, d.h. z.B. in 5Sekunden bis 20Minuten, erzielen kann. Dickere Überzüge bis z.B. 25μπι Dicke benötigen entsprechend längere Berührungszeiten bis zu einer Stunde.

Claims (1)

  1. Patentansprach:
    Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumüberzuges auf einer erhitzten Unterlage durch thermische Zersetzung einer in einem organischen Lösungsmittel gelösten, kohlenstoffhaltigen AIuminiumverbindung, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage auf 300 bis 400° C erhitzt und zum Überziehen eine Lösung eines höchstens 6 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylaminkomplexes von Aluminiumhydrid in einem neutralen Lösungsmittel verwendet wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1122171; schweizerische Patentschrift Nr. 185 682.
    809 630/924 10.68 © Bundesdruckerei Berlin
DEE24245A 1962-02-09 1963-01-28 Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumueberzuges Pending DE1282409B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1282409XA 1962-02-09 1962-02-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1282409B true DE1282409B (de) 1968-11-07

Family

ID=22434341

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE24245A Pending DE1282409B (de) 1962-02-09 1963-01-28 Verfahren zur Herstellung eines Aluminiumueberzuges

Country Status (1)

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DE (1) DE1282409B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH185682A (de) * 1936-01-29 1936-08-15 Comes Joseph Verfahren zur Herstellung von Metallüberzügen auf Gegenständen.
DE1122171B (de) * 1955-11-10 1962-01-18 Robert Mueller Verfahren zur Herstellung elektrischer Kondensatoren, die aus einem Isolationsmaterial mit darauf haftenden, duennen Aluminiumbelaegen bestehen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH185682A (de) * 1936-01-29 1936-08-15 Comes Joseph Verfahren zur Herstellung von Metallüberzügen auf Gegenständen.
DE1122171B (de) * 1955-11-10 1962-01-18 Robert Mueller Verfahren zur Herstellung elektrischer Kondensatoren, die aus einem Isolationsmaterial mit darauf haftenden, duennen Aluminiumbelaegen bestehen

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