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Einstellvorrichtung für einen Schiebedachdeckel, insbesondere für
Kraftfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf eine Einstellvorrichtung für einen
Schiebedachdeckel, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit Höheneinstellrnöglichkeit
durch eine Einstellschraube und -mutter und Seitenverstellmöglichkeit durch ein
Langloch in einem an einer Führungsschiene abgestützten Teil, wobei die Einstellvorrichtung
von unten mittels einer auf dem Dekkelinnenteil angebrachten Mutter und einer in
diese von unten eingreifenden Schraube befestigt ist.
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Bei einer bekannten Einstellvorrichtung für einen Schiebedachdeckel
werden zur Höhen- und Seitenverstellung verhältnismäßig viele Teile benötigt, und
die Einstellarbeit ist dementsprechend zeitraubend. Zur Einstellung werden eine
Rändelmutter, ein Sicherungsblech, ein Gewindezwischenstück und ein Führungsteil
benötigt.
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Bei einer anderen bekannten Einstellvorrichtung wird ein Führungsteil
mit zwei Schrauben am Dekkelinnenteil befestigt. Durch Abschrauben der beiden Befestigungsschrauben
und Schwenken des Führungsteiles um 180° läßt sich die Lage des Schiebedachdeckels
um einen einzigen vorbestimmten Betrag, also nur sehr grob - beispielsweise um 1,5
mm -verändern. Das Führungsteil dient dabei auch zur seitlichen Einstellung der
richtigen Lage des Schiebedachdeckels. Eine Höhenkorrektur erfordert infolgedessen
zwangläufig anschließend eine Berichtigung der Seiteneinstellung, da beide Einstellvorgänge
nicht unabhängig voneinander durchgeführt werden können. Eine weitere Verstellmöglichkeit
dieses Führungsteiles durch Schwenken um seine Längsachse ergibt eine Verstellhöhe,
die außerhalb üblicher, bei der Fertigung von Schiebedächern auftretender Toleranzen
liegt.
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Es ist auch eine Führungsschiene für starre Fahrzeugschiebedächer
bekannt, die zum Ändern der Höhenlage gegenüber dem Dachrahmen verstellt wird: Zum
Verstellen der Höhe muß der Schiebedachdeckel geöffnet sein. Zum überprüfen, ob
die richtige Höhe eingestellt ist, muß der Schiebedachdeckel wieder geschlossen
werden. Die Einstellung ist dementsprechend zeitraubend und umständlich. Weiter
gibt es Schiebedächer, bei denen die Führungsschienen die Führungsseile zum Bewegen
des Schiebedachdeckels aufnehmen. Bei einer solchen Ausführung würde es Schwierigkeiten
machen, die Seile mit den Führungsschienen zusammen anzuheben, ohne daß zusätzliche
Beanspruchungen der Seile auftreten.
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Es ist auch eine Verstellvorrichtung bekannt, die eine Änderung des
Abstandes zwischen der Deckelhaube und dem Führungsschuh ermöglicht. Dabei wird
ein Verstellglied durch einen Exzenter gebildet. Der Gleitschuhträger, in dem der
Exzenter gelagert ist, ist ein mehrfach abgekantetes Teil. Weiter wird die Einstellung
durch den Exzenter mit einer Feststellschraube gesichert. Zum Anbringen der Feststellschraube
muß nach der Einstellung - also am fertigen Schiebedachdeckel - eine Bohrung angebracht
werden. Auch hier ist das Einstellen der Höhe des Schiebedachdeckels verhältnismäßig
umständlich.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine baulich einfache, wenig Raum beanspruchende
Verstellvorrichtung für die Höhenlage des Schiebedachdeckels zu schaffen. Der Zeitaufwand
für den Verstellvorgang soll gering sein, und es sollen keine besonderen Bearbeitungsvorgänge
am eingebauten Schiebedachdeckel notwendig sein. Weiter soll die Verstellvorrichtung
auch bei Seile führenden Schienen für Schiebedachdeckel anwendbar sein.
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Die Lösung nach der Erfindung besteht darin, daß die Höheneinstellmutter
mit einer in Umfangsrichtung verlaufenden Ringnut in einen Schenkel am U-Profil
einer Führungsschiene eingreift. Durch Verdrehen der Höheneinstellmutter, z. B.
mit einem bekannten Hakenschlüssel, läßt sich diese Einstellvorrichtung bei geschlossenem
Schiebedachdeckel in der Höhe verstellen und so während des Einstellens die Bewegung
des Schiebedachdeckels beobachten. Dazu ist nur ein einziges Teil, nämlich die Höheneinstellmutter,
zu verdrehen. Weiter ist es von Vorteil, daß die billig aus Kunststoff hergestellte
Höheneinstellmutter in eine Führungsschiene aus Metall eingreift. So können zwischen
Führungsschiene und Mutter keine Klappergeräusche entstehen. Die erfindungsgemäß
vorgesehenen Teile der Einstellvorrichtung wiegen etwa nur ein Drittel von dem,
was die entsprechenden bisher üblichen Verstellteile wiegen.
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Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß in die Höheneinstellschraube
ein Langloch eingeformt ist. Lediglich durch Lösen der Schraube in
der
am Deckelinnenteil angeschweißten Mutter, die zur Befestigung der Einstellvorrichtung
dient,- kann so die Höheneinstellschraube mit dem Langloch am Schaft der Befestigungsschraube
verschoben und damit die richtige Einstellung des Schiebedachdeckels in seitlicher
Richtung vorgenommen werden.
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Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß eine Höhenverstellung nicht
die Seitenverstellung beeinflußt, und umgekehrt, weil beide Einstellungen unabhängig
voneinander durchführbar sind. Auch darin liegt eine wesentliche Vereinfachung,
weil bei dem Einstellen jeweils nur auf die Höhen- oder die Seitenlage zu achten
ist, nicht aber auf beide zusammen.
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Weiterhin kann es vorteilhaft sein, daß die vorzugsweise aus Kunststoff
hergestellte Höheneinstellschraube mit einem angeformten Zapfen in -einer Ausnehmung
im Deckelinnenteil schwenkbar gelagert ist. Das Langloch wird dann durch Kreisbögen
begrenzt, deren Mittelpunkt mit der Mittellinie des angeformten Zapfens zusammenfälIt.
Die Festhaltekräfte für die Einstellvorrichtung greifen somit nicht nur an der Befestigungsschraube
im Langloch, sondern auch über dem angeformten Zapfen an der Höheneinstellschraube
an und erhöhen somit die Sicherung gegen ein Lösen der Einstellvorrichtung. Auch
ist durch den Zapfen die richtige Lage des Langloches bestimmt, und der Zapfen läßt
somit keine falsche Lage des Langloches bei dem Zusammenbau zu.
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Zweckmäßig greift ein in Nuten am Außenumfang der Höheneinstellschraube
und am Innenumfang der Höheneinstellmutter geführter Sicherungskeil aus federnd
nachgiebigem Kunststoff mit einem hakenförmigen Kopf in einen Absatz bzw. den Rand
einer Vertiefung der Nut in der Höheneinstellschraube ein. Die Sicherung gegen Verdrehen
wird somit nur durch das Einschieben des Keiles in die Nuten vorgenommen, wobei
der Keil durch ein Einspringen des federnden, hakenförmigen Kopfes in den Absatz
gegen Herausziehen bzw. -gleiten gesichert ist.
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Schließlich kann vorteilhaft diejenige Wand des Keiles, die der Wand,
die in die Hakenspitze ausläuft, gegenüberliegt, gewölbt ausgebildet sein. So kann
der Keil nur in der richtigen Lage eingeführt werden.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar
in F i g. 1 die Draufsicht auf die linke vordere Ecke eines Schiebedaches mit der
gestrichelt dargestellten Einstellvorrichtung, F i g. 2 den Schnitt in der Ebene
II-II in F i g. 1, F i g. 3 den Schnitt in der Ebene III-III in F i g. 1, F i g.
4 den Schnitt in der Ebene IV-IV in F i g. 3. Die Dachaußenhaut 1 hat einen Ausschnitt,
der von dem Schiebedach mit dem Schiebedachdeckel 2 eingenommen wird. Unterhalb
der Dachaußenhaut 1 schließt sich ein Wasserkasten 3 an, an dessen innerem Schenkel
eine Führungsschiene 4 befestigt ist. Unter dem Schiebedachdeckel 2 ist in bekannter
Weise ein Deckelinnenteil 5 über abgekantete Ränder angeschweißt. An einer Einsenkung
6 ist oben auf das Deckelinnenteil eine Mutter 7 angeschweißt, in die von unten
eine Befestigungsschraube 8 für die Höheneinstellschraube 9 greift. In der Höheneinstellschraube
9 befindet sich ein Langloch 10, das von der Befestigungsschraube 8 durchdrungen
wird. Zwischen dem Kopf der Befestigungsschraube 8 und dem Langloch 10 befindet
sich eine Unterlegscheibe 11.
Auf das Gewinde der Höheneinstellschraube 9
ist eine Höheneinstellmutter 12 aufgeschraubt, in deren Außenumfang eine Nut 12
a von vorzugsweise trapezförmigem Querschnitt eingeformt ist. Diese Nut 12 a greift
in einen Schenkel 4 a . am U-Profil der Führungsschiene 4 und somit in ein
nicht verschiebbares, mittelbar an der Dachaußenhaut 1 befestigtes Teil ein.
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Die vorzugsweise aus Kunststoff bestehende Höheneinstellschraube 9
ist mit einem angeformten Zapfen 13 in einer Ausnehmung 6 a in der Einsenkung 6
des Deckelinnenteiles befestigt. Dadurch läßt sich die Höheneinstellschraube 9 um
den Zapfen 13 schwenken, wobei sich das Langloch 10 in der Höheneinstellschraube
9 gegenüber dem Schaft der Befestigungsschraube 8 verschiebt. Am Umfang der
Höheneinstellmutter 12 können Nuten 14 angebracht sein, denen jeweils eine Nut
14 a in der Höheneinstellschraube 9 gegenüberliegt. Je mehr Nuten 14 vorgesehen
sind, desto genauer läßt sich die Höheneinstellung vornehmen und durch einen Sicherungskeil
15 sichern. Zum Ansetzen eines Hilfswerkzeuges sind am Umfang der Höheneinstellmutter
12 Ausnehmungen 16 angebracht. Der Sicherungskeil 15 hat einen hakenförmig ausgebildeten
Kopf 15 a, wobei der Haken in einen Absatz oder eine Vertiefung 14 b der
Nut 14 a eingreift, wenn der Sicherungskeil 15 in seine Endstellung zwischen je
eine der Nuten 14 und 14 a gebracht worden ist. Der hakenförmige Kopf
15 a
paßt sich durch elastische Verformung beim Einführen in die Nuten 14
bzw. 14 a der Form der Nuten an und springt bei Erreichen der Endstellung in die
Vertiefung 14 b. So ist der Sicherungskeil 15 einerseits mit geringem Kraftaufwand
einzuführen, sichert aber andererseits ein ungewolltes Entfernen durch das Eingreifen
des hakenförmigen Kopfes 15 a in die Vertiefung 14 b. Die Einstellvorrichtung
ist gegen das Innere des Fahrzeuges durch eine Verkleidung 17 abgedeckt.
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Damit der Keil 15 in der vorgeschriebenen Weise ohne besondere
überlegung richtig in die Nut 14 eingeschoben werden kann, und zwar so, daß
er mit dem Hakenkopf 15 a mit Sicherheit in die Vertiefung 14 b eingreift, ist er
auf der der Hakenspitze abgewandten Seite mit einer Rundung versehen, die sich etwa
mit einer entsprechenden Rundung in der Nut 14 der Höheneinstellmutter 12 deckt.
Sollte aus Versehen der Sicherungskeil 15 falsch zur Einführung in die Nut
14 bzw. 14 a angesetzt werden, dann stößt er mit dem abgerundeten Teil an die nicht
dazu passende Wand der Nut 14 a in der Höheneinstellschraube 9.
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Stimmt beim Einbau des Schiebedaches die Lage der Höhe nach nicht
mit der Dachaußenhaut 1 überein, dann wird lediglich die Höheneinstellmutter 12
so lange gedreht und damit die Höhe des Schiebedachdeckels 2 gegenüber dem Schenkel
4 a und somit der Dachaußenhaut 1 verschoben, bis der Mangel behoben ist. Danach
wird der Sicherungskeil 15
in zwei sich gegenüberstehende Nuten 14, 14a geschoben
und damit die Einhaltung der eingestellten Höhe für den Schiebedachdeckel 2 gesichert.
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Bedarf die Lage des Schiebedachdeckels 2 einer seitlichen Korrektur,
dann wird lediglich die Befestigungsschraube 8 etwas gelockert und das Schiebedach
in die richtige Lage durch Verschieben nach der Seite gebracht. Danach wird die
Befestigungsschraube 8 wieder angezogen, wobei durch das Aufliegen der Unterlegscheibe
11 auf nur zwei Kanten
des Langloches 10 die Einhaltung
der Höheneinstellung der Befestigungsschraube und damit des Schiebedachdeckels 2
gesichert ist.