DE1282296B - Maschine zur Vorbereitung eines abgefahrenen Luftreifens fuer die Runderneuerung - Google Patents
Maschine zur Vorbereitung eines abgefahrenen Luftreifens fuer die RunderneuerungInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES 4MTWt PATENTAMT
Int. Cl..
B29h
AUSLEGESCHRIFT
Nummer. 1282296
Aktenzeichen: P 12 82 296.7-16 (C 37013)
Anmeldetag: 30. September 1965
Auslegetag: 7. November 1968
Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Vorbereitung eines abgefahrenen Luftreifens für die
Runderneuerung mit zwei um eine horizontale Achse drehbar gelagerten Felgentellern zum Einspannen des
Reifens, einer an einem radial zu dem eingespannten Reifen heb- und senkbaren Träger gelagerten, zum
Antrieb des Reifens gegen den Reifenumfang andrückbaren Antriebswalze und zwei radial und axial
entlang der äußeren Seitenwandungen des Reifens bewegbar gelagertendrehbarenBearbeitungswerkzeugen.
Reifenbearbeitungsmaschinen für die abtragende Bearbeitung von zur Runderneuerung bestimmten
Reifen sind heute so aufgebaut, daß ihre Arbeitsfunktionen nahezu automatisch ablaufen. Der Be- :
dienungsmann hat lediglich den Reifen einzuspannen und die Bearbeitungswerkzeuge, wie Schälmesser,
Rauhwerkzeuge usw., auf den Reifen auszurichten. Sofern ohne Schablonen gearbeitet wird, müssen die
Werkzeuge allerdings während der Bearbeitung von dem Bedienungsmann geführt werden, was jedoch ao
keinen Einfluß auf die Gesamtbearbeitungszeit eines Reifens hat. Es ist dabei aber unmöglich, daß sich
der Bedienungsmann mehreren Bearbeitungswerkzeugen gleichzeitig zuwenden kann, so daß von der
an sich wünschenswerten Maßnahme, mehrere verschiedenartige Reifenbearbeitungswerkzeuge gleichzeitig
zur Anwendung zu bringen, kein Gebrauch gemacht werden kann.
Es sind bereits Maschinen bekannt, bei denen der · in der Maschine eingespannte Reifen durch eine auf
dem Reifenumfang laufende Walze angetrieben wird, während zwei sich diametral gegenüberliegende
Rollen einen Rohlaufstreifen auf bzw. gegen den Reifen drücken. Hierbei ist der Bewegungsmechanismus
der Antriebswalze von den Andrückrollen bzw. deren Halterungen getrennt. Bei anderen bekannten
Ausführungen wird der Reifen von Rollen angetrieben, die gegen den Innenumfang des Reifens bzw.
gegen die Reifenfüße anliegen. Die Bearbeitungswerkzeuge werden bei drehendem Reifen über diesen
geführt, und zwar unabhängig von den den Reifen antreibenden Rollen. Der Nachteil dieser vorbekannten
Maschine besteht im wesentlichen darin, daß nach dem Aufsetzen bzw. Ansetzen der Antriebswalzen
und -rollen die Bearbeitungswerkzeuge immer in einem gesonderten Arbeitsgang in die
entsprechende Ausgangsstellung gebracht werden müssen, die vom Durchmesser des gerade eingespannten
Reifens abhängt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine zu schaffen, bei der diese Nachteile ausgeschaltet
sind.
Maschine zur Vorbereitung eines abgefahrenen
Luftreifens für die Runderneuerung
Luftreifens für die Runderneuerung
Anmelder:
Collmann G. m. b. H. & Co.
Spezialmaschinenbau K. G.,
2400 Lübeck, Moislinger Allee 222-224
Als Erfinder benannt:
Otto Meixner, 2400 Lübeck-Kücknitz
Gemäß der Erfindung ist die eingangs erwähnte Maschine dadurch ausgezeichnet, daß die Bearbeitungswerkzeuge
an starr mit dem heb- und senkbaren Träger der Antriebswalze verbundenen Armen relativ zu dem Träger heb- und senkbar gelagert
sind.
Hierdurch erreicht man, daß mit dem Absenken der Antriebswalze gleichzeitig die Bearbeitungswerkzeuge an den Reifen gebracht werden und von
dieser deformierten Ausgangslage aus die Bearbeitung des Reifens vornehmen. Mit dem Aufsetzen
der Walze auf den Reifenaußenumfang werden also beide Bearbeitungswerkzeuge gleichzeitig
in die richtige Ausgangsstellung gebracht, und zwar unabhängig vom Durchmesser des gerade zu bearbeitenden
Reifens.
An einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Maschine nunmehr im
einzelnen näher erläutert.
In der Zeichnung ist der obere Teil eines Maschinenrahmens 1 dargestellt, der in beliebiger
Konstruktion hergestellt ist. Ein Reifen 2 wird von zwei Felgentellern 4 und 5 aufgenommen, die in
dem Maschinenrahmen 1 um eine horizontale Achse, die nicht dargestellt ist, drehbar gelagert sind. Im
Oberteil des Maschinenrahmens 1 ist eine Antriebswalze 8 vorgesehen. Diese ist gegen den Reifenumfang
preßbar und wird von einem nicht dargestellten Elektromotor in Umdrehung gesetzt, z. B.
über die zwischen den geriffelten Umfangsteilen der Walze 8 liegenden Keilriemen 8 a.
Im Ausführungsbeispiel ist die Walze 8 in einem als Gabel ausgebildeten Träger 9 gelagert. Die Gabel
ist mit einer Kolbenstange 9 α und einem Pneumatikoder
Hydraulikkolben 9 b verbunden. Der Kolben ist in einem Zylinder 9 c, der mit dem Rahmen 1 fest
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verbunden ist, in senkrechter Richtung und gleichzeitig in Radialrichtung zum Reifen 2 verschiebbar
gelagert.
Somit kann die Antriebswalze 8 radial gegen den Reifenumfang gedrückt bzw, von diesem abgehoben
werden, z. B. durch Druckluftzuführung zu dem Zylinder 9 c, wodureh gleichzeitig eine federnde Anpressung
der Walze 8 gegen den Reifenumfang erreicht wird.
An dem Träger 9 bzw. an mit diesem verbundenen, als Lagergehäuse ausgebildeten Armen 9 d sind die
Bearbeitungswerkzeuge 40 radial zum Reifen 2 beweglich gelagert. Im Ausführungsbeispiel sind an
den Armen 9 d je zwei parallele Gestänge 41 verschwenkbar gelagert, deren Schwenkpunkte 42 dem
Reifen abgekehrt sind. An die freien Enden der Gestänge 41 sind nach unten verlaufende Gestänge
43 angelenkt, zwischen deren unteren Enden die
rotierenden Werkzeuge 40 gelagert sind. Die Werkzeuge werden über je eine etwa senkrecht stehende
Welle 49 von Elektromotoren 50 angetrieben, wobei die Werkzeuge vorzugsweise starr mit den Wellen
verbunden sind und sich somit iin, wesentlichen in
einer waagerechten Ebene drehen. An den unteren Enden der Wellen 49 liegen U-Gabeln45, die über
Drehzapfen 44 an die Gestänge 43 schwenkbar angeschlossen sind. Die Wellenenden können dabei in
einem Drehlager der Gabeln 45 auslaufen. Um die Werkzeuge seitlich gegen ilen Reifen, zur Anjage zu
bringen und um den nötigen Arbeitsdruck zu erzeugen, sind zwei an den Gestängen 41 gelagerte
Druckluftzylinder 51 vorgesehen, deren Kolbenstangen an die die Werkzeuge 40 tragenden Gestänge
43 angreifen. Mittels der Zylinder 51 kann eine Druckabstufung, die besonders bei Behandlung von
Weißwandreifen wiehtig ist, vorgenommen werden. Die radial zum Reifen 2 gerichtete Heb- und Senkbewegung
relativ zu der Antriebswalze 8 erfolgt folgendermaßen: Mit dem Kolben 9. b oder mit einem
anderen Teil des Trägers 9 ist ein Zylinder 52 verbunden. Der Zylinder 52 mach]!; also die Bewegung
der Walze 8 mit und stellt sich auf den Reifenumfang ein. Ein im Zylinder 52 gelagerter Kolben 53 mit
hohler Kolbenstange 54, die oben aus dem Zylinder unter entsprechender Abdichtung herausragt, trägt
ein Joch 55, an welches die beiden Elektromotoren 50 pendelnd aufgehängt sind. Die Übertragung deF
Bewegung des Kolbens 53 erfolgt durch die beiden Wellen 49 auf die Werkzeuge 40, so daß diese bei
entsprechender Beschickung des Zylinders 52 mit Druckluft durch die hohle Kolbenstange 54 die
Seitenflächen des Reifens abwärts und aufwärts bestreichen.
Die Bewegung der Werkzeuge 40 ist nach oben durch einen mit dem Träger 9 bzw, der Walze 8 verbundenen
Anschlag oder Umschaltkontakt begrenzt, z. B. durch den natürlichen Anschlag des Kolbens 53
an der oberen Zylinderstirnwand. Somit geht die Bewegung der Werkzeuge nach oben nicht über den
Reifen hinaus. Da die Reifenquersehnitte unterschiedliche Höhen haben, muß der untere Anschlag
der Werkzeuge von dem Träger 9 bzw. der Lage der Walzen unabhängig sein. Zum Beispiel kann in vorteilhafter
Weise der untere Anschlag durch einen der Felgenteller 4,5 gebildet werden. Jn der Praxis kann
man so vorgehen, daß eines der Werkzeuge oder ihre Lagerung einen als elektrischen Kontakt ausgebildeten
Fühler 56 trägt, der bei Berührung mit dem Felgenhorn oder einer äußeren Schulter 5 c des
Felgentellers 5 die Druckmittelzufuhr zu dem Zylinder 52 umschaltet. Auf diese Weise brauchen die
rotierenden Werkzeuge 40 niemals auf den Reifen ausgerichtet zu werden. Die Schulter 5 c hat neben
den obenerwähnten Steuerzwecken noch den Vorteil, daß die Bearbeitungswerkzeuge bzw. deren Halterungen
in ihrer untersten Betriebsstellung noch genügend Freigang haben, umi die Seitenkanten des eingespannten
Reifens auch in der Nähe des Reifenwulstes ausreichend bearbeiten zu können. Dabei muß natürlich
das Felgenhorn bzw. der am Reifenwulst liegende Felgentellerrand genügend schmal gehalten
werden.
Die Werkzeuge 40 sollen sich, wie gesagt, der Rundung der Reifenseitenflächen anpassen. Dazu ist
es vorteilhaft, daß, die Borsten 4er als Bürsten ausgebildeten
Werkzeuge 40 an den Kanten länger sind als in der Mitte, So entsteht praktisch eine Ümiangsfläche,
die in der Mitte eine umlaufende Ausnehmung
qdfr Umfangsnut =hai Dadurch wird gleichzeitig erreicht,
jfaß fu'e Seheuerkante, die Bordsteinkante,
oder sonstige erhabene Markierungen der Reifensejten
doppelt bestrichen werden fcönnen·
Claims (7)
- Patentansprüche:J. Maschine zur Vorbereitung eines abgefahrenen Luftrejfe.ns, für die Runderneuerung jnit zwei um eine horizontale Achse drehbar gelagerten Feigentellern zum Einspannen des Reifens, einer an einem radial zu dem eingespannten Ret fen heb- und senkbaren Träger gelagerten, zum Antrieb des Reifen? gegen den Reifenumfang andriickbaren Antriebswalze und zwei radial und axial entlang der äußeren Seitenwandungen des Reifens bewegbar gelagerten drehbaren Bearbeitungswerkzßugen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bearbeitungswerkzeuge (40) an starr mit dem heb- und senkkaren Trager (9) der Antriebsw.alze{8) verbundenen Armen (9 iQ relativ zu dem Träger (9) heb- und senkbar gelagert sind.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Bearbeitungswerkzeugen (40) zu ihrer relativen Heb- und Senkbewegung ein mit dem heb- und senkbaren Träger (9) der Antriebswalze (8) fest verbundener Antrieb zugeordnet ist.
- 3. Maschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung der relativen Heb- und Senkbewegung der Bearbeitungswerkzeuge (4,0) nach oben dem heb- und senkbaren Träger (9) der Antriebswalze (ß) ein damit verbundener Ansehlag und zur Begrenzung nach unten einem der Bearbeitungswerkzeuge (40) ein damit verbundener, pinen der Felgenteller (4, 5) berührender, mit einer Steuerung gekoppelter Fühler (5$) zugeordnet ist.
- 4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (56) ein elektrischer Kontakt ist.
- 5. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fühler (56) als Anschlag Schultern (Sc) an den Felgentellern (4, 5) zugeordnet sind.
- 6. Maschine nach den Ansprüchen J. bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bearbeitungswerkzeuge (40) als Bürsten mit einer mittleren um-laufenden Umfangsnut in einem relativ zu dem heb- und senkbaren Träger (9) der Antriebswalze (8) heb- und senkbaren Gestänge (41, 43) pendelnd gelagert sind.
- 7. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebswalze (8) zum Andrücken an den Reifenumfang ein Pneumatik- oder Hydraulikkolben (9 b) zugeordnet ist, dessen Oberseite als Zylinder (52) aus-gebildet ist, in dem ein zweiter Kolben (53) zum Heben und Senken der Bearbeitungswerkzeuge (40) durch eine hohle Kolbenstange (54) mit Druckmittel beaufschlagbar, heb- und senkbar angeordnet ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1107 395;
USA.-Patentschriften Nr. 1 536 928, 2 939 520.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen809 630/969 10.68 © Bundesdruckerei Berlin
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