DE1281147B - Maschine zum Vorbereiten eines abgefahrenen Luftreifens fuer die Runderneuerung - Google Patents
Maschine zum Vorbereiten eines abgefahrenen Luftreifens fuer die RunderneuerungInfo
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Description
DEUTSCHES
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Int. CL:
B 29h
Deutsche Kl.: 39 a6-19/02
Nummer:
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Anmeldetag:
Auslegetag:
P 12 81 147.1-16 (C 36974)
25. September 1965
24. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Vorbereiten eines abgefahrenen Luftreifens für die
Runderneuerung mit zwei axial zueinander bewegbaren, antreibbar gelagerten Felgenplatten zur Aufnahme
des Luftreifens, einem Träger, der um eine in der zur Reifenachse senkrechten Ebene durch
den Reifenmittelpunkt verlaufende Schwenkachse schwenkbar gelagert ist, und zwei einander am
Reifen diametral gegenüberliegenden, miteinander gekoppelten Bearbeitungswerkzeugen, die an dem
Träger aufeinander zu und voneinander weg bewegbar gelagert sind.
Für die abtragende Bearbeitung von Reifen, die für die Runderneuerung bestimmt sind, sind Maschinen
unterschiedlicher Konstruktion bekannt. Die Hersteller solcher Maschinen sind bestrebt, die
Maschinen so zu bauen, daß möglichst genau an die Reifenkarkasse herangearbeitet werden kann, ohne
diese zu beschädigen.
Dieser letzte, mit großer Genauigkeit durch- ao zuführende Bearbeitungsvorgang wird im allgemeinen
mit rotierenden Bearbeitungswerkzeugen, mit sogenannten Rauhigeln, vorgenommen. Es sind zur
Durchführung dieses Rauhvorganges grundsätzlich Maschinenarten zu unterscheiden, nämlich die
Schablonenrauhung und die optisch beobachtete Rauhung, die von dem Bedienungsmann rein gefühlsmäßig
durchgeführt wird.
Beide genannten Maschinen haben Nachteile. Beim Schablonenrauhen ist es z. B. nachteilig, daß
Größenunterschiede von Reifen einer Sorte, die durch unterschiedliche Reckung im Fahrbetrieb
hervorgerufen sind, sowie Querschnittsunterschiede ein und derselben Reifenart und -größe nicht berücksichtigt
werden können. Nachteilig ist auch der häufige Schablonenwechsel oder das Nachstellen der
Schablone entsprechend der Reifengröße beim Bearbeiten von Reifen verschiedener Hersteller. Bei der
optisch beobachteten Rauhung werden solche Faktoren zwar berücksichtigt, jedoch besteht die
Gefahr, daß der Reifen im Querschnitt unsymmetrisch gerauht wird, da der Bedienungsmann
hierfür keine Kontrolle hat. Außerdem sind in diesem Falle die Beobachtung des Reifens und die
Seitenvergleiche äußerst zeitraubend.
Bekannte Maschinen zum Belegen und Anrollen von Rohlaufstreifen auf entsprechend vorbereitete
bzw. gerauhte Reifen arbeiten beispielsweise mit zwei Anrollrädern, die einzeln so weit wie möglich gegen
den Reifen gedrückt werden, wobei sich zuerst eine Rolle gegen den Reifen legt und daraufhin die zweite
Rolle nachgezogen wird. Dieses Arbeitsprinzip wäre Maschine zum Vorbereiten eines abgefahrenen
Luftreifens für die Runderneuerung
Luftreifens für die Runderneuerung
Anmelder:
Collmann G. m. b. H. & Co.
Spezialmaschinenbau K. G.,
2400 Lübeck, Moislinger Allee 222-224
Als Erfinder benannt:
Otto Meixner, 2400 Lübeck-Kücknitz
nur unter Inkaufnahme von großen Nachteilen bei Maschinen zum Rauhen von abgefahrenen Luftreifen
anwendbar, da eventuell an Stelle der Rollen eingesetzte Rauhkörper den Reifen ungleichmäßig bearbeiten
würden, weil beim Rauh- oder Schälvorgang die Werkzeuge eine absolut gleichmäßige, feststehende
Lage gegenüber der Reifenoberfläche einnehmen müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine zum Bearbeiten von rundzuerneuernden
Reifen zu schaffen, mit der eine einwandfreie symmetrische Bearbeitung eines eingespannten
Reifens ohne Anwendung von Schablonen möglich ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß die eingangs erwähnte Maschine so ausgebildet, daß
die Bearbeitungswerkzeuge auf je einem an dem schwenkbar gelagerten Träger in dessen Längsrichtung
spiegelbildlich gegenläufig zu dessen Schwenkachse aufeinander zu und voneinander weg
verstellbar gelagerten Schlitten um je eine zu der Schwenkachse des Trägers parallele Achse gemeinsam
schwenkbar angeordnet sind.
Hierdurch wird erreicht, daß der Reifen zu beiden Seiten seiner Mittelebene gleichzeitig und völlig
gleichmäßig bearbeitet wird, da beide Bearbeitungswerkzeuge spiegelbildlich die gleichen Bewegungen
ausführen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Maschine werden nachstehend an Hand des in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
809 628/1557
Fig. 1 eine vereinfachte Frontansicht einer Ausführungsform
der Maschine,
Fig. 2 eine schematische Aufsicht auf die am Reifen wirkenden Bearbeitungswerkzeuge,
Fig. 3 eine vereinfachte Aufsicht auf die Bearbeitungswerkzeuge und den Träger,
Fig. 4 eine Schnitt-Darstellung mit seitlicher Ansieht
des eingespannten Reifens und der Bearbeitungswerkzeuge.
Die Maschine besteht im wesentlichen aus einem rechteckigen Maschinenrahmen 1 beliebiger Konstruktion.
In dem Rahmen 1 wird ein Reifen 2 um eine horizontale Achse 3 drehbar und antreibbar gelagert.
Er ist zwischen zwei Felgentellern 4 und 5 einspannbar. -
Der Antrieb des Reifens erfolgt durch eine geriffelte Antriebswalze 8, die ihrerseits von einem
nicht dargestellten Elektromotor in Umdrehung versetzt wird. Die Antriebswalze 8 ist im Maschinenrahmen
1 heb- und senkbar gelagert und wird durch ao Federdruck oder Druckluft im oberen Reifenscheitelpunkt
gegen den eingespannten Reifen gedrückt. '
Im Unterteil des Maschinenrahmens 1 sind Bearbeitungswerkzeuge 10 und 11 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel
sind dies zwei Rauhkörper. Es »5 können aber auch Schälmesser vorgesehen sein, wie
mit 12 ein, Ringmesser angedeutet ist.
Die beiden Bearbeitungswerkzeuge liegen sich am Reifen 2 diametral gegenüber. Sie sind radial zum
Reifenmittelpunkt 3 a verstellbar und je um eine Achse 13 schwenkbar, wie in Fig.2 dargestellt ist.
Die Bearbeitungswerkzeuge sind an einem Träger 14, welcher um eine durch den Reifenmittelpunkt 3 α
gehende Schwenkachse 15 schwenkbar ist, befestigt. Im Ausführungsbeispiel liegt die Achse 15 senkrecht
und rechtwinklig zur horizontalen Achse 3. Die Achsen 13 verlaufen zu der Schwenkachse 15
parallel. Die beiden-Bearbeitungswerkzeuge 10, U
sind so miteinander gekoppelt, daß sie spiegelbildlich
gleiche Radialbewegungen und gleiche Schwenkbewegungen ausführen, so daß bei Verschwenkung
bzw. Führung des einen Bearbeitungswerkzeuges 10 das andere Werkzeug'dessen Bewegungen selbsttätig
mitmacht.
Der Träger 14 ist, ausgehend von einer zur Achse 3 rechtwinkligen Lage, in nur einer Richtung
verschwenkbar und zurückschwenkbar. Durch eine solche Verschwenkung werden die Achsen 13 aus
der Mittelebene 16 des Reifens 2 herausgebracht, wie in Fig. 2 zu erkennen ist. Die Arbeitsflächen der
Werkzeuge 10 und 11 besitzen von den Achsen 13 einen festen Abstand. Der Abstand ist so gewählt,
daß er etwa dem Radius des auf Arbeitsmaulweite aufgespannten Reifens entspricht. Zur Änderung des
Radialabstandes der Bearbeitungswerkzeuge sind die Achsen 13 gegenüber der Schwenkachse 15 gleichmäßig
verstellbar, wie noch beschrieben wird.
Die Bearbeitungswerkzeuge 10, 11 kommen auf entgegengesetzten Seiten der Mittelebene 16 des
Reifens 2 um 180° versetzt zur Wirkung. Da ihre von der Mittelebene ausgehenden Bewegungen genau
gleich sind, wird der Reifen symmetrisch bearbeitet. Im einzelnen ist die Maschine folgendermaßen
aufgebaut: Der Träger 14 ist als Führungsbett mit Führungsstangen 14 α für zwei Schlitten 17 und 18
ausgebildet. Er ist um einen Zapfen 19 des Maschinenrahmens 1 verschwenkbar und wird von einer
Scheibe 20 getragen, die am Rand arretierbar ist.
Durch Arretierungen wird auch verhindert, daß dei
Träger 14 durch die Mittelebene des Reifens hindurchschwingen kann."-.
Die Schlitten 17 und 18 tragen Zapfen 21 und 22 Auf den Zapfen sind die Gehäuse 23 der. Bearbeitungswerkzeuge
10 und 11 gelagert. Die Gehäuse23, sogenannte Rauhaggregate, enthalten der
Rauhkörper, einen Antrieb 25 sowie eine Absaugleitung 26. An dem einen der Gehäuse 23, welches
auf der Bedienungsseite der Maschine liegt, ist eir Steuergehäuse 24 vorgesehen. Dieses trägt Schalte)
und Bedienungsknöpfe. Mit dem Gehäuse ist auch ein Handgriff 27 fest verbunden, der zum mechanisehen
Dirigieren der Bearbeitungswerkzeuge dient insbesondere zum Schwenken um die Achsen 13. Dk
Schwenkbewegung wird im übrigen von dem einer Gehäuse 23 auf das andere durch mechanische
hydraulische oder elektrische Mittel übertragen. Die Zapfen 21 und 22 können z. B. fest mit den Gehausen
23 verbunden sein und die Schlitten 17 unc 18 durchgreifen. Unterhalb der Schlitten können sie
Kettenräder tragen, über welche ein Zahnkettensystem läuft, welches die Drehbewegung der Zapfet
21 und 22 überträgt und eine Abstandsänderung zwischen den Zapfen 21 und 22 zuläßt. Der Trägei
14 ist mit einer Verkleidung 28 versehen. An dem Handgriff 27 ist ein Knopf oder Handhebel für die
Arretierung des Trägers 14 vorgesehen. Das Steuergehäuse 24 trägt ebenfalls einen Handgriff 29, dei
zur Verstellung des Radialabstandes der Be:
arbeitungswerkzeuge vom Reifenmittelpunkt 3 c dient. Die Verstellung wird vorteilhaft durch einer
motorischen Antrieb 30 über eine mit gegenläufiger! Gewinden versehene Spindel 31 vorgenommen. Dei
Handgriff 29 ist zu diesem Zweck beweglich und mil Kontakten für die Einschaltung des Antriebs 30 versehen.
Die Kontakte am Handgriff 29 sind so angeordnet, daß nur eine zum Reifenmittelpunkt hin odei
von ihm weg gerichtete Bewegung den Antrieb auslöst. Das hat den Vorteil, daß trotz unterschiedlichei
Schwenklagen der Rauhaggregate die Bedienungsperson den Handgriff 29 immer nur in derselben gewohnten
Richtung zur Verstellung des Radial: abstandes der Bearbeitungswerkzeuge zu bewegen
braucht. Der Handgriff kann beispielsweise einen Gummimetallschalter betätigen, der zwei Bereiche,
die schematisch dargestellt und mit X und Y bezeichnet
sind, für die Kontaktgabe des Antriebs 3C aufweist, wobei der durch Kontakte bzw. eine Kontaktbank
gebildete BereichX dem Zusammenfahren in Richtung χ und der andere, gegenüberliegende
Bereich Y dem Auseinanderfahren in Richtung > der Bearbeitungswerkzeuge durch den Antrieb zugeordnet
sind. Die stufenlos vornehmbare Aus-Schwenkung des Trägers 14 ist an einer Skala ablesbar
und steht im Zusammenhang mit der jeweils eingespannten Reifengröße bzw. der Betriebsmaulweite
des Reifens. Bei Gürtelreifen und zur Besohlung bestimmter Reifen erfolgt die Rauhung so, daß nur dei
Träger 14 um die Achse 15 verschwenkt wird. Dadurch entsteht selbsttätig die richtige, zur Lauffläche
parallele Rauhfläche.
Claims (6)
1. Maschine zum Vorbereiten eines abgefahrenen Luftreifens für die Runderneuerung mil
zwei axial zueinander bewegbaren, antreibbar gelagerten Felgenplatten zur Aufnahme des Luft-
reifens, einem Träger, der um eine in der zur Reifenachse senkrechten Ebene durch den
Reifenmittelpunkt verlaufende Schwenkachse schwenkbar gelagert ist, und zwei einander am
Reifen diametral gegenüberliegenden, miteinander gekoppelten Bearbeitungswerkzeugen, die
an dem Träger aufeinander zu und voneinander weg bewegbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bearbeitungswerkzeuge (10, 11) auf je einem an dem schwenkbar gelagerten Träger (14) in dessen Längsrichtung
spiegelbildlich gegenläufig zu dessen Schwenkachse (15) aufeinander zu und voneinander weg
verstellbar gelagerten Schlitten (17, 18) um je eine zu der Schwenkachse (15) des Trägers (14)
parallele Achse (13) gemeinsam schwenkbar angeordnet sind.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Schlitten (17, 18) zu ihrer
gegenläufigen Verstellung eine, zwei gegenläufige ao Gewinde aufweisende, durch einen Antrieb (30)
antreibbare Spindel (31) zugeordnet ist.
3. Maschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bearbeitungswerkzeuge von Gehäusen (23) umschlossen sind, as
die auf je einem Zapfen (21, 22) gemeinsam schwenkbar auf dem schwenkbaren Träger (14)
gelagert sind.
4. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Bearbeitungswerkzeug (11) mit dem zur Bedienung an seinem
Gehäuse (23) Handgriffe (27, 29) aufweisenden anderen Bearbeitungswerkzeug (10) gemeinsam
spiegelbildlich schwenkbar gekoppelt ist.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (29) zur Betätigung
des Antriebs (30) zur Längsverstellung der Schlitten (17, 18) unabhängig von der Schwenkstellung
des Gehäuses (23) in Längsrichtung (x, y) des schwenkbaren Trägers (14) hin und her kippbar
ist.
6. Maschine nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (14) entsprechend
der Querschnittsgröße des eingespannten Reifens an einer Skala ablesbar stufenlos verschwenk-
und feststellbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1107 395.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1107 395.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 628/1557 10.68 0 Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DEC36974A DE1281147B (de) | 1965-09-25 | 1965-09-25 | Maschine zum Vorbereiten eines abgefahrenen Luftreifens fuer die Runderneuerung |
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| GB4292566A GB1155187A (en) | 1965-09-25 | 1966-09-26 | Improvements in or relating to machines for preparing worn pneumatic tyres for retreading. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEC36974A DE1281147B (de) | 1965-09-25 | 1965-09-25 | Maschine zum Vorbereiten eines abgefahrenen Luftreifens fuer die Runderneuerung |
Publications (1)
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| DE1281147B true DE1281147B (de) | 1968-10-24 |
Family
ID=7022577
Family Applications (1)
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- 1966-09-23 US US3473596D patent/US3473596A/en not_active Expired - Lifetime
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