-
Hangendkappe Die Erfindung betrifft eine Hangendkappe, insbesondere
Rahmenkappe für hydraulische Ausbaurahmen, auf welcher eine sich an das Hangende
anlegende Hilfskappe gelagert ist.
-
Diese Hangendkappen ermöglichen die Beherrschung schwieriger, namentlich
durch Unregelmäßigkeiten gekennzeichneter Verhältnisse des Hangenden, denn die Hilfskappe
legt sich auch den Stellen des Hangenden an, die von der Hauptkappe überbrückt werden.
Derartige Hangendkappen können weitgehend das Nachbrechen des Hangenden oberhalb
der Hauptkappe verhindern, ohne daß dazu besondere zusätzliche Ausbauarbeiten erforderlich
sind.
-
Zu diesem Zweck ist es bekannt, die federnd nachgiebige Hilfskappe
mit ihrem rückwärtigen Ende auf der Hauptkappe zu befestigen und ihr eine Vorspannung
in Richtung auf das Hangende zu geben. Dann kann sich jedoch die Hilfskappe im wesentlichen
nur bis an das vordere Ende der Hauptkappe erstrecken. Außerdem reicht die Vorspannung
der Hilfskappe häufig nicht aus, um den erforderlichen Ausbauwiderstand an den Stellen
zu entwickeln, die von der Hauptkappe nicht unterstützt werden.
-
Daneben sind Hangendkappen mit Hilfskappen bekannt, die unter oder
teleskopisch in der Hauptkappe gelagert sind und sich deshalb vorpfänden lassen
(britische Patentschrift 1008 996). Während das Ausziehen und Verspannen dieser
Vorpfändkappen bei einigen der zum Stande der Technik gehörigen Konstruktionen von
Hand erfolgt, sind auch Ausführungen bekannt, die mit Zylinderkolbenanordnungen
diese Vorgänge mechanisieren (z. B. deutsche Auslegeschrift 1164 351).
-
Diese bekannten Vorpfändkappen können jedoch keine zusätzliche Sicherung
des Hangenden über der Hauptkappe herbeiführen, und ihre Anpassungsfähigkeit an
vor der Hauptkappe liegende Unregelmäßigkeiten ist, wenn überhaupt, nur gering.
-
Die technische Aufgabe der Erfindung besteht darin, die eingangs angegebene
Hangendkappe so auszubilden, daß sie sich nicht nur an die jeweiligen örtlichen
Verhältnisse des Hangenden oberhalb der Hauptkappe, sondern auch an die vor der
Hauptkappe befindlichen, namentlich an die eben erst freigelegten Hangendfiächen
anpassen kann.
-
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß die Hilfskappe
durch einen druckmittelbetätigten Zylinder längs der Hauptkappe verschieblieb angeordnet
ist und daß der Zylinder an seinem kohlenstoßseitigen Ende mit einem Schwenkhebel
verbunden ist, der die Hilfskappe in ihrer Endstellung selbsttätig gegen das Hangende
verschwenkt. Durch die Erfindung wird erreicht, daß die Hilfskappe nach Freilegen
eines vor der Hangendkappe befindlichen Bereiches des Hangenden durch Betätigung
des Zylinders bis an den Abbaustoß vorgeschoben werden kann, dabei aber am Hangenden
entlanggleitet, weil nach Maßgabe des Schwenkhebels die nach vorn gerichtete Kraft
des Zylinders eine nach oben gegen die Hilfskappe und damit gegen das Hangende gerichtete
Komponente entwickelt. Infolgedessen gleitet die Hilfskappe an den Unregelmäßigkeiten
des Hangenden oberhalb der Hangendkappe und vor der Hangendkappe entlang und verteilt
den Ausbauwiderstand verhältnismäßig gleichmäßig auf das Hangende. Das Ergebnis
ist eine bessere Beherrschung des Nebengesteins.
-
Die namentlich nicht profilierte, sondern federnd nachgiebig ausgebildete
Hilfskappe ist bei einer praktischen Ausführungsform der Erfindung mit ihrem rückwärtigen
Ende an einem an der Kappe längsverschieblichen Führungsgestell gelagert, an dessen
vorderem Ende der Schwenkhebel angebracht ist.
-
Zweckmäßig und gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird das
Führungsgestell mit zwei Führungsträgern versehen, die in an der Hangendkappe festen
Führungen gleiten. Das Führungsgestell wird dann an die Hilfskappe über Zuglenker
angeschlossen, die ihrerseits an einer die Führungsträger miteinander verbindenden
Traverse, an der auch der Schwenkhebel angeschlossen ist, angelenkt sind.
-
Zum selbsttätigen Verschwenken der Hilfskappe in ihrer Endstellung
können verschiedene Mittel vorgesehen werden. Besonders einfach ist die Lösung dieses
Problems, wenn der Schwenkhebel blockiert ist. Diese Blockierung wird so ausgebildet,
daß sie durch den Vorschubzylinder in der Endstellung der Hilfskappe aufgehoben
werden kann.
-
Das läßt sich praktisch am einfachsten dadurch erreichen, daß zur
Blockierung des Schwenkhebels eine Torsionsfeder in das Schwenkhebelgelenk eingebaut
ist.
-
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispieles
erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht einer Hangendkappe
nach der Erfindung, F i g. 2 in der F i g. 1 entsprechender Darstellung das vordere
Ende der Hangendkappe bei nichtvorgepfändeter Hilfskappe, F i g. 3 einen Schnitt
längs der Linie V-V der F i g. 1, F i g. 4 eine Ansicht der Hangendkappe nach F
i g. 1 von unten in Richtung des Pfeiles a in F i g. 1 und F i g. 5 einen Schnitt
längs der Linie VII-VII mit Blickrichtung des Pfeiles b der F i g. 2 unter Fortlassung
einiger Teile der Hilfskappe.
-
In F i g. 1 ist eine Hangendkappe 1 dargestellt, die Teil eines Kappenzuges
sein kann, wie er an hydraulischen Ausbaurahmen verwendet wird. Bei 2 ist einer
der Rahmenstempel wiedergegeben. Die Hangendkappe 1 hat einen zum Abfangen des Hangenden
über einem nicht dargestellten Förderfeld dienenden vorkragenden Teil. Auf der Hangendkappe
1 ist eine federnd nachgiebige Hilfskappe 6 gelagert. Die Hilfskappe kann mit Hilfe
eines druckmittelbetätib en Zylinders 30, der bei 31 an die Hangendkappe
1 angelenkt ist, längs der Hauptkappe verschoben werden. An seinem kohlenstoßseitigen
Ende ist die Kolbenstange 31 a (vgl. F i g. 5) des druckmittelbetätigten Zylinders
30 mit einem Schwenkhebel 11 verbunden. Der Schwenkhebel 11 verschwenkt die Hilfskappe
6 in ihrer Endstellung aus der in F i g. 1 in ausgezogenen Linien wiedergegebenen
Stellung in die strichpunktiert wiedergegebene Endstellung, in der die Hilfskappe
gegen das Hangende verschwenkt ist.
-
Das rückwärtige Ende der Hilfskappe 6 ist an einem an der Hangendkappe
1 längsverschieblichen Führungsgestell gelagert, an dessen vorderem Ende der Schwenkhebel
angebracht ist.
-
Im einzelnen sind an der Hangendkappe 1 Führungen 21 und 22 befestigt.
Diese Führungen bestehen auf ihrer größeren Erstreckung ausschließlich aus den in
F i g. 3 dargestellten senkrechten Wangen und sind nur am vorderen Ende der Hauptkappe
1 durch diese Wangen verbindende Brücken 21 b bzw. 22 b auch unten geschlossen.
In den Führungen gleiten Führungsträger 21 a bzw. 22 a, die Teile des Führungsgestelles
darstellen.
-
Die Führungsträger sind an ihrem vorderen Ende an eine Traverse
20 an-; schlossen, an die auch der Schwenkhebel angelenkt ist.
-
Zwei Zuglenker 26 sind mit ihren rückwärtigen Enden bei 24 an die
Hilfskappe 6 über Ansätze 25 angeschlossen. Ihre vorderen Enden sind an die Traverse
20 angelenkt.
-
Die Traverse 20 besitzt zwei Ansätze 25 a und 25 b (F i g.
5). Der Schwenkhebel besitzt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen einteiligen
Schwenkarm 11 b, der mit einem zweiteiligen Schwenkarm 11 d und 11 b' am
Ansatz beider Arme verschweißt ist. Die beiden Teile 11 ä und 11 b' des Schwenkarmes
sind mit einem Rundstab 27 verschweißt, der der Hilfskappe 6 von unten anliegt.
Den Ansatz der beiden Arme 11 a und 11 b durchdringt ein ein Gelenk
bildender Rundbolzen 29.
-
Der Vorschubzylinder 30 ist über den Gelenkbolzen 28 an das freie
Ende des Armes 11 b und mit seinem anderen Ende an die Hauptkappe 1 bei 31 angelenkt.
-
Wie F i g. 5 erkennen läßt, ist der Gelenkbolzen 29 als Torsionsfeder
ausgebildet. Dazu sitzt der Bolzen drehbar in einem der Schenkel des Armes 11 a,
nämlich gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel drehbar im Schenkel 11 ä . Außerdem
kann sich der Bolzen im Ansatz 25 b frei drehen. In dem anderen Ansatz
25 a und im ansatzseitigen Ende des Teiles 11 b' sitzt der Bolzen unverdrehbar
fest. Dadurch ist ein Schwenken des Schwenkhebels um die Achse des Bolzens 29 nur
durch Überwindung eines entsprechenden Torsionswiderstandes des Bolzens 29 möglich.
-
Daraus ergibt sich, daß der Schwenkhebel zunächst blockiert ist, bis
der Vorschubzylinder 30 die Blockierung aufhebt. Es wird dadurch eine bevorzugte
Arbeitsrichtung des Vorschubzylinders 30 geschaffen, denn beim Ausfahren des Zylinders
30 wird zunächst die Hilfskappe 6 ausgeschoben, bis sie auf einen Widerstand auftrifft,
die ihr weiteres Ausschieben verhindert. Dieser Widerstand wird namentlich am Ende
des Ausschubweges angetroffen. Bei fortdauernder Beaufschlagung des Vorschubzylinders
30 mit Druckmittel verschwenkt sich dann erst der Hebel 11 gegen die Kraft der Torsionsfeder
29, so daß die Kappe hochgeschwenkt wird.