-
Umlaufende zylindrische Scheuertrommel Die Erfindung betrifft eine
umlaufende zylindrische Scheuertrommel mit einer dem Zu- und Abführen des Scheuermaterials
und der Werkstücke dienenden Öffnung im Trommelmantel, die durch einen in Führungen
in offene und geschlossene Stellung dreh-gleitbaren, durch Halteorgane am Trommelumfand
festhaltbaren, teilringzylindrischen Deckel verschließbar ist.
-
Bei bekannten umlaufenden zylindrischen Scheuertrommeln dieser Art
ist es bisher nötig, die Drehbewegung der Trommel anzuhalten, wenn man die Tür der
Trommel öffnen will, was entweder durch Aufklappen der Tür oder des Deckels oder
auch durch Wegnehmen desselben geschehen kann. Erst danach kann die Trommel entleert
werden, was durch Herausschaufeln oder Herausnehmen der Gegenstände geschehen muß.
Wenn es sich um Schüttgut handelt, muß die Trommel noch einmal um einen bestimmten
Betrag gedreht werden, damit das Gut entladen werden kann. Zum Beladen muß danach
die Trommel wieder gedreht werden, damit die Öffnung nach oben kommt, und nach dem
Beladen muß der Deckel wieder aufgesetzt bzw. geschlossen werden.
-
Bei einer bekannten Einrichtung ist ein teilringzylindrischer Schiebedeckel
dreh-gleitbar in Führungen der Trommel von Hand beweglich. Auch hier müssen vor
und nach dem Öffnen des Deckels jeweils verschiedene Trommeldrehstellungen zum Laden
und Entladen angefahren werden, wobei die Trommel stets angehalten und der Deckel
von Hand bewegt werden muß.
-
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile, indem der öffnungs- und Schließungsvorgang
des Deckels selbsttätig noch während der Drehung der Trommel erfolgen. Dies geschieht
dadurch, daß als Halteorgane federbelastete, klinkenartige Greifer für den an beiden
Enden mit Halteansätzen versehenen Deckel paarweise gegenüberliegend vorgesehen
sind, von denen jeweils einer durch einen über der Trommel ortsfest angeordneten
drehbaren Nocken sowohl zum selbsttätigen, durch Schwerkraft erfolgenden öffnen
des Deckels in als auch Schließen entgegen Trommeldrehrichtung entsperrbar ist.
-
Zum Entladen wird die Trommel in die Entladestellung gedreht, in welcher
die Tür während des Entladevorganges ganz offen gehalten wird. Die Entladung erfolgt
automatisch, während sich die Trommel in Drehbewegung befindet. Hiernach wird die
Drehbewegung fortgesetzt, bis sich die Öffnung in der Beladestellung befindet, wo
die Drehung gestoppt wird. Nach der Beladung wird die Drehbewegung fortgesetzt,
wobei derDeckel automatisch geschlossen wird. Hierdurch wird die Zeit für einen
Belade- und Entladezyklus wesentlich gekürzt und der Schließ- und Öffnungsvorgang
selbst kann ohne Handeingriff des Bedienenden ablaufen.
-
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Scheuertrommel ist im
folgenden an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
-
F i g. 1 zeigt einen Querschnitt der Trommel mit geschlossenem Deckel;
F i g. 2 bis 8 zeigen schematische Ansichten der Stellung des Trommeldeckels während
eines vollständigen Arbeitskreislaufes.
-
In einem äußeren, zylindrischen Gehäuse 10 ist eine innere
Trommel 13 drehbar angeordnet. Der Antrieb der Trommel 13 erfolgt mittels
Rollen 32, die an äußeren, felgenartigen Rändern 33 der Trommel 13 angreifen. Die
Rollen werden über eine Antriebskette 34 angetrieben. Diese läuft über Zahnräder
35, welche mit den Rollen 32 auf der gleichen Welle sitzen. Das Gehäuse 10 besitzt
einen motorbetätigten äußeren Deckel (in den F i g. 2 bis 8 mit 29 bezeichnet);
dies gehört jedoch nicht zur Erfindung.
-
Der Deckel 20 der inneren Trommel 13 ist teilringzylindrisch und an
der Trommel 13 so angebracht, daß er in Führungsschienen od. dgl. in Umfangsrichtung
aus einer offenen in eine geschlossene Stellung gleiten kann. Er bewegt sich dabei
um den äußeren Umfang der Trommel unter dem Einfluß der Schwerkraft,
wenn
er sich in einer hierzu geeigneten Winkelstellung befindet.
-
Der Deckel 20 wird sowohl in der offenen als auch in der geschlossenen
Stellung von zwei schwenkbar befestigten, federbelasteten klinkenartigen Greifern
21 gehalten, die auf der Trommel 13 befestigt sind und mit einem an
jedem Ende des Deckels 20 angebrachten Halteansatz zusammenwirken.
-
Der Halteansatz 22 an jedem der Deckelränder besteht aus einem aufrechtstehenden,
dreieckigen Zapfen, der in der verriegelten Stellung mit dem Greifer 23 einer der
federbelasteten Klinken 21 im Eingriff steht. Jede dieser federbelasteten Klinken
21 ist in einem geeigneten Lager 24 auf der Trommel 13 schwenkbar gelagert und besitzt
ein Schwanzende 25, das sich vom hakenförmigen Abschnitt 23 rückwärts erstreckt.
Eine leichte Druckfeder 26 greift derart zwischen der Außenfläche der Trommel 13
und diesem Schwanzende 25 an, daß sie den hakenförmigen Abschnitt 23 gegen die Oberfläche
der Trommel, d. h. in verriegelnden Eingriff mit dem Halteansatz 22 am Deckel drückt.
-
Das Schwanzende 25 der federbelasteten Klinken 21 ist außen konvex
gekrümmt und kommt mit einem Nocken 27 in Eingriff, welcher auf einem geringfügig
zum oberen Scheitelpunkt der Trommel versetzten Schwenkzapfen 28 montiert ist. Gemäß
F i g: 1 bringt eine Drehung des Nockens im Uhrzeigersinn diesen zur Anlage auf
dem Schwanzende 25 einer der Klinken 21, und der Greifer 23 wird aus dem
Riegeleingriff mit dem Deckel gelöst. Diese gelöste Stellung ist in strichpunktierten
Linien in F i g. 1 angedeutet.
-
Der äußere Deckel 29 im Gehäuse 10 ist geöffnet und
die innere, rotierende Trommel 13 mit ihrer Deckelöffnung entsprechend der
Deckelöffnung des äußeren Gehäuses zum Stillstand gebracht. Der Deckel 20 der inneren
Trommel 13 wird dadurch offengehalten, daß sich der Ansatz 22 an der
oberen Kante des Deckels unter dem Greifer 23 der in F i g. 1 gerade obenstehenden
federbelasteten Klinke 21 gehalten wird, die in etwa der gleichen Umfangsentfernung
von der Kante der Deckelöffnung befestigt ist, wie der Deckelbreite entspricht.
-
Die Werkstücke werden dann beispielsweise mit einer Rutsche 30 in
die Trommel eingeführt, und der äußere Deckel 29 des Gehäuses wird geschlossen.
Jetzt wird der Trommelmotor (nicht dargestellt) eingeschaltet und die Trommel
13 beginnt sich zu drehen. Der Nocken 27 wird dann mechanisch oder elektrisch
nach unten gedreht,. daß er auf dem gekrümmten Schwanzende 25 der federbelasteten
Klinke zur Anlage kommt und somit den Deckel 20
freigibt. Dieser gleitet in
seinen Führungsschienen entgegen der Trommeldrehung unter dem Einfluß der Schwerkraft
abwärts, bis der Ansatz 22 an seiner unteren Kante unter den Greifer 23 der zweiten
federbelasteten Klinke einrastet, welche an der unteren Kante der Deckelöffnung
befestigt ist. Diese Stellung ist in F i g. 3 dargestellt. Der Nocken 27 kann aber
auch schon betätigt werden, ehe der Trommelmotor beginnt, die Trommel in Drehung
zu versetzen.
-
Der Nocken 27 wird hierauf nach oben gedreht, und die Trommel setzt
ihre Drehbewegung für die vorbestimmte Bearbeitungszeit fort. Eine Zwischenstellung
ist in F i g. 4 gezeigt. Nach Ablauf dieses Zeitabschnittes wird in der in F i g.
5 gezeigten Stellung der Deckel 29 des Gehäuses geöffnet und der Nocken 27 erneut
nach unten gedreht, so daß er während der Drehung der inneren Trommel 13 auf dem
Schwanzende 25 der oben durchlaufenden Klinke zur Anlage kommt und den Deckel freigibt,
der - entsprechend der Winkelstellung der Trommel 13 - unter der Schwerkraft
nunmehr in seine offene Stellung in Trommeldrehrichtung gleitet und in dieser durch
die erste federbelastete Klinke gehalten wird. Diese Stellung zeigt F i g. 6.
-
Wenn die Deckelöffnung der inneren Trommel 13 ihren tiefsten Punkt
erreicht, wie dies in F i g. 7 dargestellt ist, so entleeren sich die Werkstücke
unter der Schwerkraft selbsttätig auf eine Rutsche 31, die im Gehäuse
10 vorgesehen ist. Kurz darauf wird die Trommel zum Stillstand gebracht,
wenn sich nämlich die Deckelöffnung der Trommel 13 gegenüber der Deckelöffnung
im Gehäuse 10 befindet und damit zu einem neuen Beschickungsvorgang bereit
ist, wie dies F i g. 8 zeigt.