DE1281034B - Schutzrohrrelais - Google Patents
SchutzrohrrelaisInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/28—Relays having both armature and contacts within a sealed casing outside which the operating coil is located, e.g. contact carried by a magnetic leaf spring or reed
- H01H51/284—Polarised relays
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES S/MWQS& PATENTAMT
Int. Cl.:
HOIh
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 21g-4/01
Nummer: 1281034
Aktenzeichen: P 12 81 034.3-33 (N 25251)
Anmeldetag: 14. Juli 1964
Auslegetag: 24. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft ein Schutzrohrrelais, bei dem auf einer Seite der Kontaktfedern ein Dauermagnet
und auf der gegenüberliegenden Seite ein Kern mit einer Arbeitswicklung und Jochschenkeln
angeordnet sind.
Damit ein Schutzrohrrelais auch für Ruhekontakte brauchbar ist, ist es bekannt, einen Dauermagneten
vorzusehen, der zusammen mit der Arbeitswicklung die Kontaktfedern beaufschlagt. Wenn das Magnetfeld
des durch die Arbeitswicklung fließenden Stromes im Bereich der Kontaktfedern das Magnetfeld
des Dauermagneten gerade aufhebt, fallen die Kontaktfedern ab. Ändert sich die Stromstärke
in der Arbeitswicklung infolge von Spannungsschwankungen, so entsteht von neuem ein die Kon-
taktfedern beeinflussendes Magnetfeld, wodurch die Kontaktfedern zurückgeschaltet werden.
Zur Ausschaltung dieser fehlerhaften Rückschaltung ist es bereits bekannt, einen magnetischen
Nebenschlußkreis vorzusehen, der im Sättigungsgebiet arbeitet. Allerdings ist es bei dieser Anordnung
schwierig, die im Bereich der Kontaktfedern vorherrschende Feldstärke genau festzulegen, so daß
die Schaltschwelle und die Schaltsicherheit gegenüber Überströmen unsicher sind. Dies beruht insbesondere
darauf, daß die Kontaktfedern Bestandteile des magnetischen Sättigungskreises bilden.
Weiterhin ist es bekannt, daß Jochschenkel eines Elektromagneten über das Schutzrohr greifen und
als Halterung für einen Dauermagneten dienen. Diese Jochschenkel verzweigen die Magnetflüsse des
Dauermagneten und des Elektromagneten, so daß die Jochschenkel einen magnetischen Nebenschluß
zu den Kontaktfedern darstellen. Dies erschwert eine sichere Einstellung des Schaltpunktes. Denn insgesamt
muß die magnetomotorische Kraft sowohl des Dauermagneten als auch des Elektromagneten
größer sein, als für die Betätigung der Kontaktfedern an sich notwendig ist, da ein Teil dieser Kraft infolge
des genannten Nebenschlußweges zur Betätigung der Kontaktfedern nicht zur Verfügung
steht.
Das Verzweigungsverhältnis des Nebenschlußweges kann Änderungen unterliegen.
Aufgabe der Erfindung ist eine Herabsetzung der für die Betätigung des Schutzrohrrelais erforderlichen
Kraft.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die Jochschenkel des sättigbaren Kerns ebenfalls
auf der dem Dauermagneten gegenüberliegenden Seite der Kontaktfedern liegen.
Dadurch erreicht man eine weitgehende Trennung Schutzrohrrelais
Anmelder:
Nippon Electric Company Limited, Tokio
Vertreter:
Dipl.-Ing. M. Bunke, Patentanwalt,
7000 Stuttgart W, Schloßstr. 73 B
Als Erfinder benannt:
Yoshitoshi Hosokawa,
Hisaei Kikuchi, Tokio
Yoshitoshi Hosokawa,
Hisaei Kikuchi, Tokio
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 26. August 1963 (45 610)
der beiden Magnetkreise. Der Dauermagnet kann genau auf die erforderliche Haltekraft für die Kontaktfedern
eingestellt und bemessen werden. Ebenso muß der Elektromagnet, insbesondere der Sättigungskern, nur so stark bemessen werden, daß das Haltefeld
im Bereich der Kontaktflächen der Kontaktfedern aufgehoben wird. Ein Nebenschluß oder eine
Verzweigung für diese Felder ist praktisch nicht vorhanden.
Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung erläutert.
F i g. 1 zeigt einen Längsschnitt durch ein bekanntes Schutzrohrrelais mit Ruhekontakt;
F i g. 2 a und 2 b zeigen einen Längsschnitt bzw. eine Frontansicht einer Ausführungsform des Schutzrohrrelais
nach der Erfindung, und
F i g. 3 zeigt die Kennlinie des resultierenden Magnetfeldes in Abhängigkeit von den Amperewindungen
der Arbeitswicklung bei einem erfindungsgemäß ausgebildeten Relais.
Das bekannte Schutzrohrrelais nach Fig. 1 hat einen stabförmigen Dauermagneten 4 und in Glasröhren
eingeschlossene Kontaktfedern 1 und 2. Die beiden Glasröhren sind von der Arbeitswicklung 3
umgeben. Der Dauermagnet 4 liegt zwischen der untersten Glasröhre und dem Innenumfang der Arbeitswicklung
nahe der Kontaktfeder 1, auf die er hauptsächlich einwirkt, während seine Wirkung auf
die Kontaktfeder 2 nur gering ist. Wenn in der Arbeitswicklung 3 kein Strom fließt, ist die Kontaktfeder
1 geschlossen und die Kontaktfeder 2 offen.
809 628/1545
Sobald der in der Arbeitswicklung 3 fließende Strom eine gewisse Stärke erreicht hat, wird die vom Dauermagneten
4 ausgehende magnetische Wirkung auf die Kontaktfeder 1 aufgehoben, so daß dieselbe geöffnet
wird, während die Kontaktfeder 2 schließt. Wenn der Strom in der Arbeitswicklung über diesen
Wert hinaus weiter ansteigt, so daß das von dieser ausgehende magnetische Feld dasjenige des Dauermagneten
erheblich übersteigt, wird die Kontaktfeder 1, die vorher geschlossen wurde, wieder ge- ίο
öffnet. Es findet also eine Rückbewegung statt. Das Verhältnis der von der Arbeitswicklung ausgehenden
Feldstärke für die Rückbewegung der Kontaktfeder zu derjenigen für deren vorausgehende Schließbewegung,
das im folgenden als Fehlschaltungsgrenzwert bezeichnet werden soll, beträgt etwa 2 bis 3.
Die Ausführungsform des Schutzrohrrelais gemäß der Erfindung nach den Fig. 2a und 2b besitzt
mehrere in Glasröhren eingeschlossene Kontaktfedern 9,10 und 11, an deren Stelle auch nur eine ao
einzige Kontaktfeder vorgesehen sein kann. Der Dauermagnet 16, der bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
rechteckigen Querschnitt hat, damit er die nebeneinander angeordneten Kontaktfedern
beeinflussen kann, liegt an den Glasröhren an und kann an diesen in irgendeiner zweckmäßigen Art,
z. B. durch Aufkleben, befestigt sein. Auf der gegenüberliegenden Seite berühren die Glasröhren die
Jochschenkel eines rahmenförmig ausgebildeten Kerns 14, die in der Mitte durch einen Luftspalt 15
getrennt sind. Über dem Luftspalt befinden sich innerhalb der Glasröhren die Kontaktstücke der
Kontaktfedern 9,10 und 11. Auf den den Glasröhren abgewendeten Schenkel des Kerns 14 ist die Arbeitswicklung 13 des Relais aufgebracht.
Wenn die Arbeitswicklung 13 stromlos ist, werden die Kontaktfedern ausschließlich durch das Magnetfeld
des Dauermagneten 16 beeinflußt und geschlossen gehalten. Sobald in der Arbeitswicklung
ein Strom zu fließen beginnt, wirkt dessen Magnetfeld demjenigen des Dauermagneten 16 entgegen,
und die Stärke des resultierenden Magnetfeldes, das die Kontaktfedern beeinflußt, nimmt ab. Beim Anwachsen
des Stromes in der Arbeitswicklung auf den Sollwert wird das Magnetfeld des Dauermagneten
durch das von der Wicklung ausgehende Magnetfeld kompensiert, so daß auf die Kontaktfedern keine
Kraft mehr wirkt, die ausreicht, um sie in Schließstellung zu halten, und sie sich öffnen. Der Kern und
die Arbeitswicklung sind so ausgelegt, daß die Sättigung des Kerns gleichzeitig mit dem Ansteigen
des Stromes auf den Sollwert erreicht ist. Eine weitere Verstärkung des Stromes kann dann nicht
mehr dazu führen, daß das von der Arbeitswicklung erzeugte Magnetfeld das Übergewicht über dasjenige
des Dauermagneten erhält und daß von neuem eine Kraft auf die Kontaktfedern wirkt, die sie schließt.
Eine Rückschaltung ist daher ausgeschlossen. Der Rückschaltungsgrenzwert ist — theoretisch — unendlich
groß und im praktischen Fall selbst dann, wenn infolge von Herstellungstoleranzen die elektrischen
und magnetischen Kennwerte über einen größeren Bereich streuen, größer als 10.
Der Kern 14 kann aus Lamellen zusammengesetzt werden. Dadurch wird der Bildung von Wirbelströmen
entgegengewirkt, was den Vorteil hat, daß die Ansprechzeit des Schutzrohrrelais verkürzt wird.
Die Fig. 3 veranschaulicht das Prinzip der Erfindung
an Hand einer Kennlinie, die das an den Kontaktfedern herrschende magnetische Potential
(Abszissenwerte P) in Abhängigkeit von den Amperewindungen (Ordinatenwerte\<4iP) zeigt. Nähert sich
der Wert für die Amperewindungen dem Nullpunkt, so erhält das vom Dauermagneten erzeugte Feld das
Übergewicht über das von der Arbeitswicklung ausgehende Feld, so daß das an den Kontaktfedern
herrschende magnetische Potential anwächst. Im Punkt b werden die Kontakte geschlossen. Nach erfolgtem
Schließen der Kontakte steigt das an diesen wirkende magnetische Potential noch weiter an
(Punkt M), wenn die Arbeitswicklung stromlos wird. Sobald die Arbeitswicklung wieder Strom erhält, vermindert
sich das die Kontaktfedern beeinflussende magnetische Potential bis auf den Punkt a, da das
von der Arbeitswicklung erzeugte Feld dem Feld des Dauermagneten entgegenwirkt. An diesem Punkt
öffnen sich die Kontaktfedern wieder. Wegen der Sättigung des Kerns kann die von der Arbeitswicklung ausgehende Feldstärke bei weiterer Erhöhung
des Wertes für die Amperewindungen nicht weiter anwachsen, so daß das resultierende Magnetfeld,
welches durch die Kurve veranschaulicht wird, trotz Verstärkung des durch die Arbeitswicklung
fließenden Stromes praktisch konstant bleibt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schutzrohrrelais, bei dem auf einer Seite der Kontaktfedern ein Dauermagnet und auf der gegenüberliegenden Seite ein Kern mit einer Arbeitswicklung und Jochschenkeln angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Jochschenkel des sättigbaren Kerns (14) ebenfalls auf der dem Dauermagneten (16) gegenübergelegenen Seite der Kontaktfedern (12) liegen.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 814 915; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 090 322; französische Patentschrift Nr. 1299 665.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen809 628/1545 10.68 © Bundesdruckerei Berlin
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