DE1280872B - 3-Sulfanilamido-4, 5-dimethyl-isoxazol und ein Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
3-Sulfanilamido-4, 5-dimethyl-isoxazol und ein Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CI.:
C07d
A 61k
Deutsche Kl.: 12p-3
30 h - 2/36
Nummer: 1 280 872
Aktenzeichen: P 12 80 872.9-44 (H 49405)
Anmeldetag: 10. Juni 1963
Auslegetag: 24. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft 3-Sulfanilamido-4,5-dimethyl-isoxazol
der Formel I
H3C-C C-NH-SO2-/ V-NH2
(I)
H3C-C
und dessen Salze sowie ein Verfahren zur Herstellung der genannten Verbindungen.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von 3-Sulfanilamido-4,5-dimethyl-isoxazol ist dadurch
gekennzeichnet, daß man 3-Amino-4,5-dimethyl-isoxazol
der Formel
H3C-C-
Il
H3C-C
- C — NH2
Il
(II)
in an sich bekannter Weise mit einem Benzolsulfohalogenid umsetzt, das in para-Stellung einen in die
Aminogruppe überfuhrbaren Substituenten trägt und nach erfolgter Umsetzung den p-Substituenten durch
Hydrolyse oder Reduktion in die Aminogruppe umwandelt, sowie erwünschtenfalls das erhaltene 3-Sulfanilamido-4,5-dimethyl-isoxazol
mit einer starken Base in ein Salz überfuhrt.
Die Umsetzung der Amino-isoxazol-Komponente mit der Benzolsulfohalogenid-Komponente und die
überführung des p-Substituenten in die Aminogruppe nach erfolgter Kupplung wie schließlich auch
die Salzbildung können nach an sich bekannten Methoden erfolgen. So kann man z. B. 3-Amino-4,5-dimethyl-isoxazol
in Gegenwart von Pyridin mit p-Acetamino-benzoIsulfochlorid bei Raumtemperatur
oder leicht erhöhter Temperatur umsetzen und das erhaltene 3-[N-Acetyl-sulfanilamido]-4,5-dimethylisoxazol
mit einer wäßrigen Lösung eines Alkalihydroxyds. z. B. Natriumhydroxyd, unter Erwärmen
zum 3-Sulfanilamido-4,5-dimethyl-isoxazol verseifen. Als p-Substituenten der Benzolsulfohalogenidkomponente
kommen außer dem obengenannten Acetaminorest auch Acylaminoreste in Betracht, ferner
Carbalkoxyaminogruppen, wie die Carbäthoxyaminogruppe. die Nitrogruppe und Arylazogruppen. wie
die Phenylazogruppe. Diese p-Substituenten lassen sich durch Hydrolyse oder Reduktion leicht in die
Aminogruppe überführen.
3-Sulfanilamido-4.5-dimethyl-isoxazol kann mit starken Basen, wie Alkalihvdroxvden. z. B. Kalium-3-SuIfanilamido-4,5-dimethyl-isoxazol
und ein Verfahren zu dessen Herstellung
und ein Verfahren zu dessen Herstellung
Anmelder:
F. Hoffmann-La Roche & Co. Aktiengesellschaft.
Basel (Schweiz)
Vertreter:
Dr. G Schmitt, Rechtsanwalt,
7850 Lörrach, Friedrichstr. 3
Als Erfinder benannt:
John Thomas Plati, Rutherford, N. J.;
Wilhelm Wenner, Upper Montclair, N. (
(V. St. A.)
John Thomas Plati, Rutherford, N. J.;
Wilhelm Wenner, Upper Montclair, N. (
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ^. Amerika vom 17. Juli 1962(210581:
oder Natriumhydroxyd, Alkalicarbonaten, z. B. Natriumcarbonat, oder Aminen, wie Äthanolamin oder
Diäthanolamin, in Salze übergeführt werden.
3-Sulfanilamido-4,5-dimethyl-isoxazol und seine Salze mit starken Basen sind gegen eine Vielzahl von
grampositiven und gramnegativen Bakterien hoch wirksam. Sie können dementsprechend zur Behandlung
z. B. von Escherichiacoli-, Pneumokokken-, Streptokokken- oder Staphylokokken-Infektionen
verwendet werden. Bemerkenswert ist dabei die überraschend hohe Wasserlöslichkeit ihrer Alkalimetallsalze,
z. B. des Natriumsalzes» von 3-Sulfanilamido-4.5-dimethyl-isoxazol,
die sich von den meisten bekannten Sulfonamiden gleicher Wirkungsrichtung vorteilhaft unterscheidet. Diese hohe Wasserlöslichkeit
ermöglicht die Herstellung hoher konzentrierter Lösungen, z. B. die Herstellung von Injektionslösungskonzentraten,
und beugt der bei der Anwendung schwerlöslicher Sulfonamide drohenden Gefahr der Nierenschädigung durch ausfallende Sulfonamidkonkremente
vor.
Darüber hinaus ist das erfindungsgemäß erhältliche 3-Sulfanilamido-4,5-dimethyl-isoxazol z. B. dem
aus der deutschen Patentschrift 819 855 bekannten 5-SuIfanylamido-3,4-dimethyl-isoxazol bei vergleichbarer
Toxizität gegenüber einzelnen Erregern wirkungsmäßig überlegen.
Zu einer Lösung von 8,4 g 3-Amino-4,5-dimethylisoxazol in 42 ml wasserfreiem Pyridin fügt man
unter Schütteln 16,8 g p-Acetamino-benzoesulfochlorid.
Die Temperatur steigt dabei auf 500C. Nach einer Stunde fügt man 225 ml Wasser zu und
überläßt das Gemisch 2 Stunden der Kristallisation. Die ausgeschiedenen Kristalle werden filtriert, mit
Wasser gut gewaschen und im Vakuum über Kaliumhydroxyd getrocknet. Man erhält so 18,4 g
3 - [N - Acetyl - sulfanilamido] - 4,5 - dimethyl - isoxazol vom Schmelzpunkt 227 bis 2300C. Nach Umkristallisation
aus Äthanol beträgt der Schmelzpunkt 228 bis 2300C.
Eine Mischung von 17,4 g der erhaltenen N-Acetylverbindung und 174 ml 10%iger Natronlauge
wird unter Rühren eine Stunde auf dem Wasserbad erhitzt. Man gießt die erhaltene Lösung in 348 ml
siedendes Wasser, fügt 42 ml Essigsäure zu und überläßt die Mischung der Kristallisation. Nach
Filtration, Waschen mit Wasser und Trocknen im Vakuum über Kaliumhydroxyd erhält man 14,3 g
3-Sulfanilamido-4,5-dimethyl-isoxazol vom Schmelzpunkt 193 bis 195,5° C. Das Natriumsalz wird
erhalten durch Behandlung mit wäßriger Natriumhydroxydlösung.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 3-Amino-4,5-dimethyl-isoxazol
kann z. B. wie folgt erhalten werden:
Eine Mischung von 75 g 4,5-Dimethyl-isoxazol,
96 g Dimethylsulfat und 750 ml Toluol wird unter Rühren I8V2 Stunden auf einer Temperatur von
90° C gehalten. Im Verlauf dieser Zeit scheidet sich eine schwere, unlösliche Phase (184 g) aus, die aus
2,4,5 - Trimethyl - isoxazolium - methosulfat besteht. Die Toluolschicht wird zweimal mit je 225 ml
Wasser extrahiert und die schwere Phase in den vereinigten wäßrigen Extrakten gelöst.
Die wäßrige Lösung wird mit 54 g Hydroxylaminhydrochlorid
versetzt. Dann fügt man im Verlauf von 45 Minuten 112 g 50°/oige Natronlauge bei
einer Temperatur unterhalb von 15 0C zu. Die resultierende
Lösung, die dann praktisch neutral ist, wird eine Stunde im Eisbad weitergerührt, das Eisbad
dann entfernt, das Rühren 1Iz Stunde fortgesetzt,
wobei die Lösung Raumtemperatur annimmt. Die Mischung wird dann auf 850C erwärmt muf 15 Minuten
bei dieser Temperatur gehalten. Dabei wird die Lösung trüb, und es scheidet ein CfI aus, das
nach Kühlung unter Rühren zu einer kristallinen Masse, dem 3-Methylamino-4,5-d!methyl-isoxazol,
erstarrt (5Og); Schmelzpunkt 71 bis 73°C.
Man stellt Mangandioxyd her, indem man im Verlauf von 20 Minuten eine Lösung von 180 g
MnSQi · H2O in 400 ml Wasser zu einer Lösung von 105 g Kaliumpermanganat und 5 ml konzentrierter Schwefelsäure in 21 Wasser unter Rühren
zugibt. Das Mangandioxyd wird filtriert, mit Wasser gewaschen, im Vakuumofen bei 700C 10 Stunden
und dann einen Tag im Vakuumexsikkator über Kaliumhydroxyd getrocknet. Ausbeute 177 g.
Das so hergestellte Mangandioxyd wird unter Rühren zu einer Lösung von 3 g 3-Methylamino-4,5-dimethyl-isoxazol
in 300 ml Chloroform zugefügt. Die Temperatur steigt auf 41° C. Das Rühren
wird 2V2 Stunden fortgesetzt, wobei die Temperatur
auf Raumtemperatur abfällt. Das Gemisch wird filtriert, das unlösliche Material mit frischem Chloroform
gewaschen und die Waschflüssigkeit mit dem Filtrat vereinigt. Das Gemisch wird unter reduziertem
Druck zur Trockene eingedampft, wobei man einen Rückstand von 1,15 g mit dem Schmelzpunkt
bis 100°C erhält. Nach Umkristallisation aus Äthanol schmilzt das so erhaltene 3-Formamido-4,5-dimethyI-isoxazol
bei 112 bis 113°C.
Eine Mischung von 0,5 g 3-Formamido-4,5-dimethyl-isoxazol, 1,5 ml Wasser und 1,5 ml 30%igem
Wasserstoffsuperoxyd wird auf 60°C erwärmt und unter gelegentlichem Rühren eine Stunde bei dieser
Temperatur gehalten. Nach Abkühlung erhält man 0,43 g 3-Amino-4,5-dimethyl-isoxazol vom Schmelzpunkt
112 bis 115°C. Nach Umkristallisation steigt
der Schmelzpunkt auf 115 bis 117°C.
Formel I
H,C—C-
H,C—C-
Claims (3)
- Patentansprüche:
3-SulfaniIamido-4,5-dimethyl-isoxazolH1C-CC-NH-SO2Ii-NH,und dessen Salze. - 2. Verfahren zur Herstellung von 3-Sulfanilamido-4,5-dimethyl-isoxazol und dessen Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man 3-Amino-4,5-dimethyl-isoxazol der Formel II*c-f.H3C-CC-NH2in an sich bekannter Weise mit einem Benzolsulfohalogenid umsetzt, das in para-Stellung einen durch Hydrolyse oder Reduktion in die Aminogruppe überführbaren Substituenten trägt und nach erfolgter Umsetzung den p-Substituenten durch Hydrolyse oder Reduktion in die Aminogruppe umwandelt, sowie erwünschtenfalls das erhaltene 3-Sulfanilamido-4,5-dimethylisoxazol mit einer starken Base in ein Salz überführt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man 3-Amino-4,5-dimethytisoxazol mit p-Acetamino-benzolsulfochlorid umsetzt und das erhaltene 3-(N-Acetyl-sulfanilamido)-4,5-dimethyl-isoxazol mit einer starken Base hydrolysiert.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Aüslegeschrift Nr. 1059459.Bei der Bekanntmachung der Anmeldung sind drei Versuchsberichte ausgelegt worden.3M62I/1S74 *.*»
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1280872XA | 1962-07-17 | 1962-07-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1280872B true DE1280872B (de) | 1968-10-24 |
Family
ID=22433557
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH49405A Pending DE1280872B (de) | 1962-07-17 | 1963-06-10 | 3-Sulfanilamido-4, 5-dimethyl-isoxazol und ein Verfahren zu dessen Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1280872B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059459B (de) * | 1956-09-04 | 1959-06-18 | Shionogi & Co | Verfahren zur Herstellung des therapeutisch wertvollen 3-Sulfanilamido-5-methylisoxazols |
-
1963
- 1963-06-10 DE DEH49405A patent/DE1280872B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059459B (de) * | 1956-09-04 | 1959-06-18 | Shionogi & Co | Verfahren zur Herstellung des therapeutisch wertvollen 3-Sulfanilamido-5-methylisoxazols |
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