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Kamera mit automatischer Blendennachführung für Tageslicht-, direkte
und@indirekte Blitzlicht-Aufnahmen Zusatz zur Anmeldung: P 12 69 475.6-51-Auslegeschrift
1269 475 In der Patentanmeldung P 12 69 475.6-51 (deutsche Auslegeschrift 1269 475)
ist eine Kamera mit automatischer Blendennachführung unter Schutz gestellt, bei
welcher ein mit Rasten versehener Maueshzzhhhh bei welcher ein mit Rasten versehener
Umschaltring für a) belichtungsmesserabhängige Blendensteuerung für Tageslichtaufnahmen,
b) direkte Blitzlichtaufnahmen mit entfernungsabhängiger Blendeneinstellung, c)
indirekte Blitzlichtaufnahmen mit gegenüber b) geänderter entfernungsabhängiger
Blendeneinstellung vorgesehen ist, der mit einem Kupplungsglied, z. B. einem durch
einen Lenkhebel geführten übertragungsstift, zusammenwirkt, der einerseits mit der
stets gleichbleibenden Führungskurve des Entfernungseinstellrings, andererseits
mit einer aus den Arbeitsbereichen entsprechenden Abschnitten bestehenden Führungskurve
eines Blendeneinstellgliedes im Eingriff ist, welche Führungskurvenabschnitte die
für den jeweiligen Arbeitsbereich erforderliche Abhängigkeit oder Unabhängigkeit
vom Entfernungseinstellring herbeiführen und vom Umschaltring oder einer sonstigen,
z. B. mit einem schwenkbaren Blitzreflektor verbundenen Umschaltvorrichtung nacheinander
zur Wirkung gebracht werden. Durch diese Tatsache war es möglich, die Kamera soweit
zu vereinfachen, daß bei vorgegebener Filmempfindlichkeit für jede der drei geschilderten
Aufnahmemöglichkeiten jeweils nur die Entfernung einzustellen war, während alles
übrige sich zwangläufig, d. h. voll automatisch entsprechend den jeweiligen Belichtungsverhältnissen
von Tages- oder direktem Blitzlicht oder indirektem Blitzlicht einstellte.
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Die vorliegende Erfindung stellt eine weitere Entwicklung des Gegenstandes
gemäß der Hauptpatentanmeldung dar. Bei der Hauptpatentanmeldung war, wie erwähnt,
unterstellt, daß ein Film mit bestimmter Lichtempfindlichkeit benutzt wurde. Diese
Voraussetzung ist jedoch nicht immer gegeben, da bekanntlich Filme verschiedener
Empfindlichkeit auf dem Markt sind. Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt,
auch noch die Filmempfindlichkeit in die Automatik einzubeziehen, so daß nicht nur
für die Aufnahmen eines bestimmten Films, sondern auch für jeden beliebigen Film
der Benutzer von Einstellhandgriffen entlastet ist. Diese Aufgabe ist nicht einfach
zu lösen, wenn die Empfindlichkeit sowohl bei Tageslicht als auch bei den beiden
Blitz-Lichteinstellungen in richtigem Maß berücksichtigt werden soll.
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Erfindungsgemäß erfolgt die Lösung dadurch, daß die Filmempfindlichkeit
auf zwei Wegen, nämlich einmal durch Drehen des Helligkeitsmeßwerkes und zum anderen
durch einen Schieber berücksichtigt wird, der über ein verstellbares Hebeldifferential
auf das entfernungsabhängige Blendeneinstellglied einwirkt. Bei einem besonderen
Ausführungsbeispiel ist der Schieber einerseits mit einem Ende am Meßwerkgehäuse
angelenkt und andererseits mit einem Schlitz an einem kamerafesten Zapfen geführt.
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Vorteilhaft besteht dabei der entfernungsabhängige Blendeneinstellhebel
aus zwei gelenkig miteinander verbundenen, in Abhängigkeit von der Filmempfindlichkeit
gegeneinander verstellbaren Teilen, die gemeinsam um einen kamerafesten Gelenkpunkt
schwenkbar sind und wobei als Hebeldifferential auf einem Arm des Filmempfindlichkeitsschiebers,
etwa konzentrisch mit dem kamerafesten Gelenkpunkt des entfernungsabhängigen zweiteiligen
Blendeneinstellhebels, ein Keilhebel gelagert ist, der sich bei Bewegung des Schiebers
mehr oder weniger zwischen zwei Anschlagstifte schiebt, von denen jeweils einer
mit einem der den Keilhebel federnd zwischen sich einschließenden Verstellhebelteile
verbunden ist, so daß deren gegenseitige Drehstellung über den Schieber und den
Keilhebel in Abhängigkeit von der Filmempfindlichkeit verändert wird.
Im
Endergebnis wirkt sich somit die Änderung der Filmempfindlichkeit . weder bei Tageslichtaufnahmen,
noch bei direkten oder indirekten Blitzlichtaufnahmen störend aus, sondern wird
in allen Fällen durch die geschilderten Berichtigungsmaßnahmen im richtigen Verhältnis
ausgeglichen.
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Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigt F i g.1 die Draufsicht auf eine Blendennachführeinrichtung gemäß der Erfindung,
F i g. 2 die Seitenansicht einer Einzelheit im Schnitt.
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Das Ausführungsbeispiel lehnt sich weitgehend an dasjenige der Hauptpatentanmeldung
an. Im Gegensatz zu letzterem ist das Meßwerk 101 in an sich bekannter Weise um
den Mittelpunkt 102 schwenkbar. Die Schwenkung erfolgt erfindungsgemäß in Abhängigkeit
von der Filmempfindlichkeit in nicht näher dargestellter Weise über ein Einstellglied
103 und einen Kupplungsniet 104 des Meßwerkgehäuses 101.
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Der Zeiger 105 des Meßwerks wird beim Betätigen der Taste 106 federnd
in ebenfalls nicht näher dargestellter Weise gegen zwei Schienen 107 und 108 angedrückt,
zwischen die sich ein Stufenzylindersegment 109 bis zur Anlage einer der Stufen
an Zeiger 105 einschiebt. Der Stufenzylinder wirkt dabei über ein mit ihm verbundenes
Zahnrad 110; eine kreisförmige Zahnstange oder Stirnverzahnung 111 eines Steuerringes
112 sowie eine Führungskurve 113
des letzteren auf einen Führungsstab
114, der sich bei Einstellung auf Tageslicht in dem Führungsschlitz 115 bewegt,
dagegen bei Blitzlichtaufnahmen. durch Außereingrifukommen des Hebels 127 in den
- verbreiterten Ausschnitt 116 gelangt. Der Stab 114 bildet das Ende eines Hebels
117, der in nicht näher dargestellter Weise auf die Blende einwirkt. über die Teile
103 und 104 wirkt sich, wie zu ersehen, auf dem gleichen Wege, d. h. über die Teile
105,109 bis 116, die Änderung der Filmempfindlichkeit auf die Blende aus.
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Im Sinne der Erfindung ist am Meßwerk 101 eine weitere Gelenkstelle
118 vorgesehen, an welcher ein Schieber 119 angelenkt ist, der mit Hilfe eines Schlitzes
120 einen Führungszapfen 121 umfaßt, der fest an der Kamera angebracht ist. Der
Schieber 119 weist ferner an seinem abgekröpften Ende 122 einen Lagerpunkt 123 auf,
an welchem ein keilförmiger Hebel 124 frei drehbar gelagert ist. Die Lagerstelle
123 ist zweckmäßig in. der Mittelstellung des Schiebers 119 bzw. des Filmempfihdlichkeitsbereichs
achsengleich mit der kamerafesten Achse 125 eines im Gegensatz zu dem Beispiel der
Hauptpatentanmeldung aus zwei Teilen 126 und 127 bestehenden bei Blitzaufnahmen
entfernungsabhängigen Führungshebels, wobei der Teil 127 bei Blitzaufnahmen über
eine Führungskurve 128 mit dem-Führungsstab 114 im Eingriff ist. Die Teile 123 und
125 sind zwar in Mittelstellung im wesentlichen ochsengleich, aber, wie F i g. 2
erkennen läßt, nicht miteinander verbunden. Der keilförmige Hebel 124 befindet sich
zwischen zwei Anschlagzapfen 129 und 130, von denen 129 dem Teil 126 und 130 dem
Teil 127 angehören. Zur besseren Führung ist der Hebelteil 126 mit
einer fest eingenieteten, den ortsfesten Zapfen 125 umfassenden Lagerbuchse 131
und der Kurvenhebel 127 mit der ebenfalls fest eingenieteten und die Buchse 131
umfassenden Buchse 132 versehen. Eine Feder 133 spannt die beiden Hebel
126 und 127 derart gegeneinander, daß die Anschlagzapfen 129 und 130 den
Keil 124 kraftschlüssig einklemmen.
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Da der Keilhebel 124 frei drehbar und mindestens in der Mitte des
Filmempfindlichkeitsbereichs völlig, sonst aber nahezu achsengleich zur Achse 125
gelagert ist, bleibt die aus den Hebeln 126, 127, 124 gebildete Hebelgruppe
frei drehbar und wird nur durch die Feder 134 in ihre Grundstellung gezogen, in
welcher der Hebel 126 gegen einen Anschlag 135 anliegt.
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Der Hebel 126 hat eine Aussparung, die aus den drei Teilen
136,137,138 besteht. Ein Stift 139 ist in nicht dargestellter Weise mit dem Einstellring
140 für die Umschaltung auf Tageslicht, direktes oder indirektes Blitzen über einen
Schwenkhebel 141 verbunden, der seinerseits unter der Wirkung eines Federarmes 142
den Stift 139 gegen den Arm 126 bzw. dessen Führungskurven anzudrücken versucht.
Dies ist aber nur in den Teilen 137,138 möglich, während bei Tageslichteinstellung
der Stift 139 in der sich beiderseits erweiternden Aussparung 136 ausweicht, wobei
der Teil 126 gegen Anschlag 135
anliegt und Kurve 128 außer Eingriff mit Stift
114
ist, und über den Stift 139 die Hebel 126, 127, Führungskurve 113
und Führungsstab 11'7 auf die Blendeneinstellung einwirken kann.
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Durch Drehschiebung des mit den drei Bereichen entsprechenden Rasten
versehenen Einstellringes 140
gelangt der Stift 139 wechselweise in einen
der drei Bereiche 136, 137, 138. Der Stift 139 ist gleichzeitig in einer
Führungskurve des nicht dargestellten Entfernungseinstellringes geführt, so daß
über letzteren ebenfalls die Blende eingestellt werden kann. Die Einstellung erfolgt
aber für jede Stellung des Führungsstiftes bzw. bei gegebener Entfernungseinstellung
gleichzeitig in Abhängigkeit vom Schieber 119 und damit von der Filmempfindlichkeit.
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Mit den Mitteln der Erfindung wird daher sowohl für Tageslichtaufnahmen
als auch für direkte und indirekte Blitzlichtaufnahmen die Filmempfindlichkeit voll
berücksichtigt und der Benutzer von eigenen überlegungen und entsprechenden Handhabungen
entlastet. Eine Voraussetzung für das richtige Arbeiten der Anordnung ist allerdings,
daß die Einstellungen bei Tageslicht und Blitzlicht durch die Kurven 113 bzw. 128
linearisiert sind und die Filmempfindlichkeitseinstellungen sich auf beiden Wegen,
einerseits über den Zeiger 105, andererseits über den Schieber 119, über den ganzen
Einstellbereich in gleicher und richtig bemessener Weise auf die Blende auswirken.