DE1278888B - Schaltungsanordnung aus logischen Elementen zur Signalisierung von Zustandsaenderungen, insbesondere von Anlagen- und Prozessstoerungen - Google Patents
Schaltungsanordnung aus logischen Elementen zur Signalisierung von Zustandsaenderungen, insbesondere von Anlagen- und ProzessstoerungenInfo
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Description
- Schaltungsanordnung aus logischen Elementen zur Signalisierung von Zustandsänderungen, insbesondere von Anlagen- und Prozeßstörungen Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung aus logischen Elementen zur Signalisierung von Zustandsänderungen, insbesondere von Anlagen- und Prozeßstörungen, bei der unter Verwendung von Speicherelementen eine neu aufgetretene Zustandsänderung bzw. Störung durch intermittierende Signale und eine bereits quittierte Zustandsänderung bzw. Störung durch Dauersignale signalisiert wird.
- In älteren Steuer- und Schaltwarten werden zur Anzeige und Signalisierung von Zustandsänderungen bzw. Störungen in bekannter Weise je Meldung ein Fallklappenrelais, ein Leuchtmelder oder ein Melderelais mit jeweils einem Steuerquittungsschalter verwendet, die bei umfangreichen Anlagen auf relativ großen Tafeln angeordnet werden. Diese relativ unübersichtlichen Anzeigetafeln, die außerdem meist noch in einiger Entfernung von den übrigen Bedienungseinrichtungen aufgestellt sind, erschweren dem Bedienungspersonal die Feststellung aufgetretener Zustandsänderungen bzw. Störungen, so daß hierdurch bis zum Einleiten der erforderlichen Gegenmaßnahmen oft wertvolle Zeit verloren geht. Aus diesen Mängeln resultiert das Bestreben, die Anzeige und Signalisiereinrichtung direkt in das zentrale Steuerpult einzubauen. Dabei müssen in bekannter Weise neu aufgetretene Zustandsänderungen bzw. Störungen gegenüber den vom Bedienungspersonal bereits erkannten (quittierten) Zustandsänderungen besonders kenntlich gemacht werden, wozu noch eine Verarbeitung der den Zustandsänderungen bzw. Störungen entsprechenden Signale erforderlich ist. Durch den Einsatz von kontaktlosen Steuereinrichtungen können diese Aufgaben wegen des geringen Platzbedarfs und der relativ hohen Betriebssicherheit dieser Elemente vorteilhaft gelöst werden.
- Es sind Anordnungen mit kontaktlosen Logikelementen bekannt, die das einer Zustandsänderung bzw. Störung entsprechende Signal in der geforderten Weise verarbeiten. Eine bekannte Signalisiereinheit (F i g. 1) zur unterschiedlichen Anzeige einer neu aufgetretenen und einer erkannten bzw. quittierten Störung besitzt zwei Speicher bzw. Selbsthaltekreise (vgl. F i g. 2), die insgesamt aus drei Nor-Elementen, d. h. Oder-Gliedern mit nachgeschalteten Negatoren 1; 2; 3 aufgebaut sind, wobei das Element 2 beiden Speichern gemeinsam angehört. Läuft ein Fehlersignal F ein, so wird diese Information zunächst im ersten Selbsthaltekreis, bestehend aus den Logikelementen 1; 2 gespeichert. Am Ausgang des Selbsthaltekreises erscheint L-Signal, das an den einen Eingang des Und-Gliedes 4 geführt wird und somit dem Blinksignal den Weg zur Lampe 6 freigibt. Beim Drücken der Quittiertaste Q wird der erste Selbsthaltekreis gelöscht und ein Signal in dem zweiten, bestehend aus den Elementen 2; 3 eingespeichert. Danach führt der Punkt a 0-Signal und der Punkt b L-Signal, das über das Oder-Glied 5 zur Lampe 6 gelangt, die dann mit Dauerlicht leuchtet. Beim Weggang des Fehlersignals F erscheint ixn Punkt c L-Signal, so daß auch der zweite Selbsthaltekreis wieder gelöscht wird und die Lampe verlischt.
- Durch diese Signalisiereinrichtung wird zwar die Forderung, eine neue aufgetretene Zustandsänderung bzw. Störung gegenüber einer bereits quittierten besonders zu kennzeichnen, schon weitgehend erfüllt, es ist jedoch damit noch der Nachteil verbunden, daß zur Verarbeitung des Fehlersignals zwei Speicher benötigt werden, wodurch die Schaltungsanordnung relativ aufwendig ist.
- Durch die Erfindung wird die Aufgabe gelöst, eine Signalisiereinrichtung zu schaffen, bei der die mit den bekannten Einrichtungen verbundenen Vorteile erhalten bleiben und darüber hinaus die Verarbeitung der den Zustandsänderungen bzw. Störungen entsprechenden Signale mit nur einem Speicher erfolgt.
- Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß vor dem Eingang des Speichers ein Differenzierglied angeordnet ist, an dessen Eingang das der Zustandsänderung entsprechende Signal anliegt, wobei der eine Ausgang des Speichers mit dem Eingang eines Verknüpfungselementes, z. B. eines Und-Gliedes verbunden ist, an dessen zweitem Eingang das intermittierende Signal anliegt, und der andere Ausgang des Speichers mit einem weiteren Verknüpfungselement, z. B. einem Und-Glied verbunden ist, an dessen zweiten Eingang das der Zustandsänderung entsprechende Signal geführt ist, so daß beim Auftreten eines einer neuen Zustandsänderung entsprechenden Signals über ein Logikelement; z. B. ein Oder-Glied, das intermittierende Signal und nach dem Betätigen der Quittiertaste bzw. Löschen des Speichers das Dauersignal auf ein Anzeigeorgan geschaltet ist.
- Nach weiteren Merkmalen der Erfindung kann bei einer Arbeitsweise nach dem Ruhestromprinzip ein der Zustandsänderung entsprechendes negiertes Signal als Eingangssignal für die Schaltungsanordnung verwendet werden. Des weiteren ist vorgesehen, daß die Ausgänge des Speichers oder der logischen Verknüpfungselemente zusätzlich mit Verriegelungs- oder Auslöseeinrichtungen verbunden sind.
- Die Erfindung wird an Hand von Prinzipzeichnungen in folgendem erläutert. Es zeigen F i g. 1 und 2 Ausführungsbeispiele von bekannten Anordnungen, F i g. 3 ein Ausführungsbeispiel einer Schaltungsanordnung zur unterschiedlichen Anzeige einer neu aufgetretenen und einer erkannten Zustandsänderung, z. B. einer Störung, bzw. zur Neuwertsignalisierung.
- Zur unterschiedlichen Anzeige einer neu aufgetretenen und einer quittierten Zustandsänderung, z. B. einer Störung S, wird eine Schaltungsanordnung verwendet (F i g. 3), bei der die durch ein Differenzierglied 9 in einen Impuls umgeformte Änderung des Störsignals von dem Wert »0« auf den Wert »L« im Speicher 10 festgehalten wird. Dieser Speicher kann z. B. ein bistabiler Multivibrator, ein aus zwei negierten Oder-Gliedern 7; 8 oder anderen Verknüpfungselementen aufgebauter Selbsthaltekreis (F i g. 2) oder eine andere Schaltungsanordnung sein, die z. B. aus Halbleitern, magnetischen oder pneumatischen Bauelementen besteht. Am Ausgang d des Speichers 10 erscheint dann L-Signal und am Ausgang e 0-Signal. Dadurch wird das Und-Glied 12 gesperrt und das Und-Glied 11 geöffnet, so daß ein intermittierendes Signal B1 über das Und-Glied 11 und das Oder-Glied 13 zum Anzeigeorgan 15 gelangen kann, das dann im Rhythmus des Signals B1 arbeitet und auf eine neu eingelaufene Störung hinweist. Wurde die Störung erkannt, so kann durch Drücken der Quit tiertaste Q die im Speicher enthaltene Information gelöscht werden, wodurch Ausgang e L-Signal und Ausgang d 0-Signal erhält. Dadurch wird einerseits das Und-Glied 11 gesperrt und zum anderen der Eingang e des Und-Gliedes 12 mit L-Signal belegt. Steht die Störung zu dieser Zeit noch an, so erscheint auch am Ausgang des Und-Gliedes 12 L-Signal, das über das Oder-Glied 13 als Dauersignal zum ' Anzeigeorgan 15 gelangt, das beispielsweise eine Signallampe; eine Hupe, eine Glocke od. ä. sein kann. Das angezeigte Dauersignal erlischt erst wieder, wenn die Störung beseitigt ist. Das binäre Störsignal kann entweder durch einen kontaktlosen Schwellwertschalter oder durch ein Kontaktelement aus der jeweiligen Anlagen- oder Prozeßstörung gebildet werden. Dabei kann die anstehende Störung entweder in ein L-Signal, z. B. Spannung oder Strom vorhanden, oder in ein 0-Signal, z. B. Spannung oder Strom nicht vorhanden, umgeformt werden. Vorwiegend bei Kontaktelementen als Eingangsglieder wird man das Ruhestromprinzip zur Störanzeige benutzen, wobei das Störsignal durch ein 0-Signal dargestellt wird. In diesem Fall kann das Störsignal invertiert bzw. negiert werden. Bei allen Schaltungsanordnungen ist es möglich,. die Und-Glieder als Verknüpfungselemente durch Oder-Glieder und die Oder-Glieder durch Und-Glieder zu ersetzen, wenn man beachtet, daß ein Und-Glied äquivalent ist einem negierten Oder-Glied mit negierten Eingängen und umgekehrt. Die Ausgangssignale der Speicher oder der logischen Verknüpfungselemente können darüber hinaus zur Betätigung von Verriegelungs- oder Auslöseeinrichtungen od. dgl. benutzt werden.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Schaltungsanordnung aus logischen Elementen zur Signalisierung von Zustandsänderungen, insbesondere von Anlagen- und Prozeßstörungen, bei der unter Verwendung von Speicherelementen eine neu aufgetretene Zustandsänderung bzw. Störung durch intermittierende Signale und eine bereits quittierte Zustandsänderung bzw. Störung durch Dauersignale signalisiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Eingang des Speichers (10) ein Differenzierglied (9) angeordnet ist, an dessen Eingang das der Zustandsänderung entsprechende Signal anliegt, wobei der eine Ausgang des Speichers (10) mit dem Eingang eines Verknüpfungselementes, z. B. eines Und-Gliedes (11) verbunden ist, an dessen zweitem Eingang das intermittierende Signal (B) anliegt, und der andere Ausgang des Speichers (10) mit einem weiteren Verknüpfungselement, z. B. einem Und-Glied (12) verbunden ist, an dessen zweiten Eingang das der Zustandsänderung entsprechende Signal geführt ist, so daß beim Auftreten eines einer neuen Zustandsänderung entsprechenden Signals über ein Logikelement, z. B. ein Oder-Glied (13), das intermittierende Signal (Bi) und nach dem Betätigen der Quittiertaste bzw. Löschen des Speichers (10) das Dauersignal auf ein Anzeigeorgan (15) geschaltet ist.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet; daß bei einer Arbeitsweise nach dem Ruhestromprinzip ein der Zustandsänderung entsprechendes negiertes Signal als Eingangssignal für die Schaltungsanordnung verwendet ist.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge des Speichers (10) oder der logischen Verknüpfungselemente zusätzlich mit Verriegelungs- oder Auslöseeinrichtungen verbunden sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1091910, 1089 571, 1118 062; deutsche Patentanmeldung S 4847 IX d/74 b (bekanntgemacht am 26.2.1953); »ETZ-B«, Band 12, H. 21, 17. 10. 1960, S. 515 bis 520.
Priority Applications (1)
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| DE1278888B true DE1278888B (de) | 1968-09-26 |
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ID=7580057
Family Applications (1)
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| DE1962V0022723 Pending DE1278888B (de) | 1962-07-02 | 1962-07-02 | Schaltungsanordnung aus logischen Elementen zur Signalisierung von Zustandsaenderungen, insbesondere von Anlagen- und Prozessstoerungen |
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Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1089571B (de) * | 1957-09-12 | 1960-09-22 | Jenoptik Jena Gmbh | Verfahren zur Betaetigung eines Anzeige- oder UEberwachungsorgans |
| DE1091910B (de) * | 1957-01-22 | 1960-10-27 | Westinghouse Electric Corp | Stoerungsmelder |
| DE1118062B (de) * | 1960-05-10 | 1961-11-23 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur Fernmeldung von Betriebszustaenden |
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1962
- 1962-07-02 DE DE1962V0022723 patent/DE1278888B/de active Pending
Patent Citations (3)
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