DE1278741B - Verwendung eines nickelhaltigen Stahles fuer Chromierungszwecke - Google Patents
Verwendung eines nickelhaltigen Stahles fuer ChromierungszweckeInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C 22c
Deutsche Kl.: 40 b-39/42
Nummer: 1278 741
Aktenzeichen: P 12 78 741.6-24 (D 44639)
Anmeldetag: 9. Juni 1964
Auslegetag: 26. September 1968
Zweck der Erfindung ist es, einen njckelhaltigen Stahl zur Verwendung als Werkstoff vorzuschlagen,
aus dem Gegenstände erzeugt werden, die über die Gasphase diffusionsyerchromt werden sollen.
Es werden häufig Stähle benötigt die unterhalb
O0C noch eine hinreichende Zähigkeit aufweisen; insbesondere
wird gefordert, daß dann die Kerbschlagzähigkeit wenigstens 5 kgm/cm2 beträgt. Im Hinblick
auf die bei unlegierten Eisenwerkstoffen bei tiefen Temperaturen stark abfallende Kerbschlagzähigkeit
werden für Teile, die solchen Temperaturen ausgesetzt und insbesondere dynamisch beansprucht werden,
meistens legierte Sonderstähle verwendet (B. Habbel,
Eisen- und Stahllegierungen, 1940, 2. Ergänzungsband, 1. Teil, 1, S. 481, Nr.'26). Derartige bekannte
Stähle haben z. B. folgende Zusammensetzung;
| Stahl | e.V. | Si1 % | Mp, 7o | Cr, ·/· | Mo, % | |
| 1 | 0,25 | 0,25 | 0,6 | 1,0 | 0,2 | 3,5 |
| 2 | 0,16 | 0,25 | 0,4 | 4,75 | ||
| 3 | 0,17 | 0,25 | 0,4 | — | — | 9,0 |
| 4 | 0,08 | Q,25 | 0,8 | — | — | 9,0 |
| 5 | 0,10 | 0,4 | 1,0 | 18,0 | — | |
Da in vielen Fällen außer der erwähnten Kaltzähigkeit noch eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit
erforderlich ist, werden für die genannten Zwecke austenitische Chrom-Nickel-Stähle (s. Stahl 5) eingesetzt.
Die meisten Stähle dieser Art haben jedoch den Nachteil, daß sie eine niedrigere Streckgrenze und somit
auch eine geringere mechanische Beanspruchbarkeit aufweisen. Hinzu kommt noch, daß sie infolge
ihrer hohen Gehalte an Legierungsmetallen teuer sind.
In der Praxis besteht daher das Bedürfnis, diese hochlegierten Stähle durch billigere Werkstoffe zu
ersetzen. Es wurde gefunden, daß dieses Ziel erreicht werden kann, wenn die Teile aus einem geeigneten
Stahl hergestellt und auf dem Diffusionswege an der Oberfläche mit Chrom angereichert werden (deutsche
Auslegeschrift 1126 216).
Das Chromieren kann geschehen, indem die zu behandelnden Teile bei erhöhter Temperatur, etwa bei
900 bis 1200° C, einer chromhalogenidhaltigen Atmosphäre ausgesetzt werden (Stahl und Eisen, 1941,
Nr. 12, S. 289 bis 294; 1944, Nr, 17, S. 265 bis 270). Bei' dieser Behandlung tritt an der Oberfläche der
Gegenstände zum Teil ein Austausch ein, derart, daß Eisenatome in die Gasatmosphäre übergehen, während
sich Chromatome aus der Gasatmosphäre auf der Verwendung eines nickelhaltigen Stahles für
Chromierungszwecke
Chromierungszwecke
Anmelder:
Deutsche Edelstahlwerke Aktiengesellschaft,
ίο 4150 Krefeld, Oberschlesienstr. 16
ίο 4150 Krefeld, Oberschlesienstr. 16
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Chem, Dr. phil. Gottfried Becker,
Dipl.-Chem, Dr. phil. Gottfried Becker,
40Q0 Düsseldorf;
Dr,-Ing. Karl Bungardt,
Dipl.-Ing. Gerhard Mend,
ao Dipl.-Ing. Albert von den Steinen, 4150 Krefeld
ao Dipl.-Ing. Albert von den Steinen, 4150 Krefeld
Oberfläche der Teile niederschlagen und in diese eindiffundieren.
Da durch den Kohlenstoff irn Grundwerkstoff mit zunehmendem Gehalt die Eindringtiefe für das Chrom
beeinträchtigt wird, werden für solche Teile Stähle mit niedrigem Kohlenstoffgehalt verwendet, und im Hinr
blick auf einen guten Widerstand gegen Naßkorrosion wird der Kohlenstoffgehalt meist unter 0,1 % gehalten.
Beim Chromieren dieser Stähle wandert aber der Kohlenstoff dem eindiffundierenden Chrom entgegen,
so daß es, sofern nicht nur dünne Querschnitte vorliegen,
in der Zone zu mehr oder weniger starker Kohlenstoffanreicherung in Form von Karbiden
kommt, die einen einheitlichen günstigen Aufbau der Zone benachteiligen. Um diese Kohlenstoffwanderung
zu unterbinden, wird der Stahl gegebenenfalls mit den starken Karbidbildnern Titan, Niob oder Tantal
legiert (A. N. Minkewitsch, Chemisch-Thermische
Oberflächenbehandlung von Stahl, 1953 [S. 355 bis 358, Abschnitt: Chemismus des Chromierens;
Einfluß der Legierungselemente auf die Tiefe der chromierten Schicht, insbesondere Bild 206 und 207,
und S. 356, drittletzter Absatz]). Normalerweise wird in diesem Falle Titan verwendet, weil dieses wesentlich
hilliger ist als die anderen karbidbildenden Elemente.
Während einerseits der Kohlenstoff auf Grund seiner Affinität dem eindringenden Chrom entgegenwandert,
kann andererseits der starke Karbidbildner bzw. das
809 618/431
Es wird somit gemäß der Erfindung vorgeschlagen, einen nickelhaltigen Stahl mit
0,03 bis 0,12% Kohlenstoff,
4 bis 15 %, vorzugsweise 5 bis 10°/0 Nickel,
0,2 bis 0,8 %, vorzugsweise 0,3 bis 0,6 % eines oder mehrerer der Elemente Titan, Niob oder Tantal,
Titan von dem eindringenden Chrom in den Grund- abbindung sichergestellt ist, der Chromgehalt in der
werkstoff hinein abgedrängt werden, so daß in der Zone auf Werte ansteigt, die wenigstens 30% höher
Chromierungszone eine diesbezügliche Verarmung liegen. Damit wird der Widerstand der Schutzzone
eintritt. Dies mag ein Grund dafür sein, daß zur Er- sowohl bei Naß- wie auch bei Zunderbeanspruchung
zielung von Zonen mit einem möglichst guten Wider- 5 angehoben, stand gegen Naßbeanspruchung der Grundwerkstoff
mit einem höheren Prozentsatz an Titan legiert werden sollte, als rechnerisch zur Abbindung des Kohlenstoffs
erforderlich ist. Unter Berücksichtigung eines Abbrandes bei der Erschmelzung muß dann der Zusatz
zur Schmelze entsprechend hoch gewählt werden. Da aber durch diese Karbidbildner das Gammagebiet
stark eingeengt wird, besteht die Gefahr, daß bei einem wesentlichen Überschuß über die Kohlenstoffabbindung
hinaus das durch das langdauernde Erhitzen auf 15 Rest Eisen mit den üblichen schmelzbedingten Verdie
hohe Chromierungstemperatur grobkörnig ge- unreinigungen als Werkstoff zur Herstellung von
wordene Gefüge nicht mehr regeneriert werden kann diffusionschromierten Gegenständen zu verwenden,
und dadurch die Teile mangels genügender Zähigkeit die bei korrosionsbeständiger Oberfläche durch Abunbrauchbar
werden. schrecken auf Festigkeiten von mindestens 70 kg/mm2
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war die Auf- 20 bei einer KerbschlägzähigkeitvonmindestensSkgm/cm2
findung eines kaltzähen Stahls, der durch Chrom- bis—20°C gebracht werden können,
diffusion korrosionsbeständig gemacht werden kann.
Es wurde nun gefunden, daß die Schwierigkeiten, die sich bisher bei für Chromierungszwecke bekannten
Stählen ergaben, bei einem nickellegierten Stahl nicht 25 auftreten. Solche Stähle waren zwar an sich bekannt,
für den Zweck nach der Erfindung bisher jedoch nicht in Vorschlag gebracht worden. Ein solcher Stahl fällt
nach der langdauernden Wärmeeinwirkung bei der
hohen Chromierungstemperatur nicht mit einem grob- 30 schriebenen Chromierungsbehandlung zwecks Verkörnigen
Gefüge an. Außerdem läßt er sich durch eine gütung von 1000° C in Wasser abgeschreckt und anverhältnismäßig
einfache Wärmebehandlung nach dem schließend bei nachstehenden Temperaturen geprüft.
Chromieren, die im Gegensatz zur sonstigen aus Här- Bei den angegebenen Werten handelt es sich um die
ten und Anlassen bestehenden Vergütung nur aus niedrigste bei der jeweiligen Temperatur in mehreren
einem Abschrecken von 1000° C in Wasser besteht, 35 Versuchen gefundene Kerbschlagzähigkeit,
auf hohe Zugfestigkeit bei gleichzeitig guter Kerbschlagzähigkeit bringen. Die Kombination von hoher
Zugfestigkeit mit gleichzeitig guter Kerbschlagzähigkeit ist für einen Stahl, der Titan in etwa der vierfachen
Höhe des Kohlenstoffs enthält, nicht ohne weiteres zu erwarten, denn üblicherweise ist die Kerbschlagzähigkeit
solcher Stähle bei 0°C oder wenig tieferen Temperaturen gering. Als günstig hat sich ein Stahl erwiesen,
der bei einem Kohlenstoffgehalt von weniger als 0,12 0J0, vorzugsweise 5 bis 10% Nickel enthält.
Bei einem solchen Stahl ist es nun nicht mehr erforderlich, daß der Gehalt an Titan, Niob, Tantal auf den
Kohlenstoffgehalt derart abgestimmt ist, daß ein völliges Abbinden gegeben ist oder gar ein Überschuß
an Karbidbildnern vorliegt, und außerdem bedarf es hierüber hinaus nicht einmal jener Abbindung. Es
wurde gefunden, daß sogar bei einem Stahl mit jenen Kohlenstoff- und Nickelgehalten ohne diese Karbidbildner
sich korrosionsbeständige Chromierungszonen
Zur näheren Erläuterung der Erfindung wird auf die nachfolgend angeführten Beispiele Bezug genommen,
Proben aus einem Stahl mit 0,07% Kohlenstoff, 0,4% Silizium, 0,5% Mangan, 5,2% Nickel und
0,36% Titan, Rest Eisen wurden nach der oben be-
Prüftemperatur
0C
0C
+20
—20
Kerbschlagzähigkeit
(DVM-Probe) in kgm/cm2
(DVM-Probe) in kgm/cm2
19
16
16
Bei Raumtemperatur hatten die Proben eine Streckgrenze von 68 kg/mm2 und eine Zugfestigkeit von
76 kg/mm2 bei einer Bruchdehnung (Z0 = 5d) von 17%.
Rundproben von 5 bis 20 mm Durchmesser aus einem Stahl mit 0,07% Kohlenstoff, 5% Nickel,
0,3 % Titan, Rest Eisen mit den normalen Gehalten bilden, dann aber die Dicke der Schutzzone unter im 55 von je etwa 0,3 % Silizium und Mangan und den
übrigen gleichen Behandlungsbedingungen bis auf schmelzbedingten Verunreinigungen an Phosphor und
ungefähr die Hälfte absinkt, womit dann die Gefahr Schwefel wurden in ein Chromierungsgemisch, beeiner
Verringerung des Korrosionsschutzes allein stehend aus 25 % Chrom, 75 % Al2O3, 0,1 % NH4Cl,
schon durch Oberflächenverletzungen wieder ansteigt. eingebettet und 10 Stunden auf 1100°C erhitzt. Nach
Dickere Schutzzonen können in diesem Falle praktisch 60 dem Abkühlen auf Raumtemperatur hatten sich
nicht durch Verlängerung der Behandlungszeit bewirkt Chromdiffusionszonen von 0,10 bis 0,11mm Dicke
werden, sondern nur durch Erhöhung der Behandlungstemperatur, die sich aber entsprechend nachteilig
auf die Korngröße und die Zähigkeit der Teile auswirkt. Es wurde ferner gefunden, daß durch den Nickelgehalt
gegenüber dem nur Titan, Niob, Tantal enthaltenden Stahl, auch wenn dieses in einem so hohen
Prozentsatz vorliegt, daß die völlige Kohlenstoff
gebildet.
Bei den gleichen Chromierungsbedingungen, wie im Beispiel 2 angeführt, wurden Rundproben von 5 bis
20 mm Durchmesser behandelt, die aus einem Stahl
mit 0,07 % Kohlenstoff und 5% Nickel, Rest Eisen (mit den üblichen Beimengungen in normalen Grenzen
wie unter Beispiel 2 angeführt) bestanden. Bei diesen Proben bildeten sich Chromierungszonen von 0,04 bis
0,05 mm Dicke.
In einem anderen Betriebsofen, in dem in einem Gemisch aus 25% Ferrochrom mit 65% Chrom,
75% Sillimanit unter leichter Zugabe von Chlorwasserstoff chromiert wird, ergaben sich bei 1030° C
nach 16 Stunden die gleichen Zonenverhältnisse wie im Beispiel 2 und 3 angegeben.
Zur Beurteilung der Korrosionsbeständigkeit von Chromierungszonen wird üblicherweise so vorgegangen,
daß die Proben in ein Korrosionsmittel, dessen Oberfläche mit der Luft in Berührung steht, eingelegt
werden. Als Korrosionsmittel kommt etwa eine Kochsalzlösung mit 3 % NaCl in Frage. Die Proben werden
zunächst stündlich und dann gegebenenfalls täglich inspiziert, und es wird die Zeit ermittelt, in der die
ersten Roststellen auftreten. Derartige Versuche wurden mit den oben angegebenen Proben durchgeführt.
Hierbei zeigte sich, daß sie nach einigen Wochen noch nicht angegriffen waren, d. h. praktisch völlig rostbeständig
sind.
Die Festigkeitseigenschaften können bei dem gemäß der Erfindung zu verwendenden Stahl noch dadurch
verbessert werden, daß der Mangan- und Siliziumgehalt gegenüber den bei der Stahlherstellung üblichen
Gehalten erhöht wird. Der Gehalt an Mangan und Silizium kann in dem Stahl unter diesem Gesichtspunkt
bis 1,5 % betragen. Weiterhin können die Festigkeits- und Zähigkeitseigenschaf ten und/oder auch der Korrosionswiderstand
der sich ausbildenden Diffusionszone noch verbessert werden durch Zusatz von bis zu 1,5 %
Chrom und/oder bis zu 1,5 % Molybdän, bis zu 1,5 % Wolfram, bis zu 0,3 % Vanadium.
Claims (1)
1. Verwendung eines nickelhaltigen Stahles mit
0,03 bis 0,12% Kohlenstoff,
4 bis 15 %> vorzugsweise 5 bis 10% Nickel, 0,2 bis 0,8%, vorzugsweise 0,3 bis 0,6% eines
oder mehrerer der Elemente Titan, Niob oder Tantal,
Rest Eisen mit den üblichen schmelzbedingten Verunreinigungen als Werkstoff zur Herstellung
von diffusionschromierten Gegenständen, die bei korrosionsbeständiger Oberfläche durch Abschrekken
auf Festigkeiten von mindestens 70 kg/mm2 bei einer Kerbschlagzähigkeit von mindestens
5 kgm/cm2 bis -2O0C gebracht werden können.
2. Verwendung eines Stahles nach Anspruch 1, bei dem jedoch der Mangan- und/oder Siliziumgehalt
bis auf je 1,5 % erhöht ist, für den in Anspruch 1 genannten Zweck.
3. Verwendung eines Stahles nach Anspruch 1 oder 2, der zusätzlich
bis zu 1,5% Chrom und/oder
bis zu 1,5% Molybdän,
bis zu 1,5 % Wolfram,
bis zu 0,3 % Vanadium
bis zu 1,5% Molybdän,
bis zu 1,5 % Wolfram,
bis zu 0,3 % Vanadium
enthält, für den in Anspruch 1 genannten Zweck.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1126 216;
B. H a b b e 1, Eisen- und Stahllegierungen, 1940, 2. Erg.-Band, 1. Teil, 1., S. 481, Nr. 26;
Stahl und Eisen, 1941, Nr. 12, S. 289 bis 294; 1944, Nr. 17, S. 265 bis 270;
A. N. Minkewitsch, Chemisch-Thermische Oberflächenbehandlung von Stahl, 1953, S. 355 bis
und 367.
809 618/431 9.68 ® Bundesdruckerei Berlin
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