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Fotografisches Vergrößerungsgerät Die Erfindung betrifft ein fotografisches
Vergrößerungsgerät mit automatischer Scharfstellung zur wahlweisen Verwendung für
Rollenkassette oder Vergrößerungsrahmen für Einzelpapiere, bei ,dem Vergrößerungsgerät
sowie Rollenkassette in ein Tischgestell derart eingebaut sind, daß die Negativbühne
des Vergrößerungsgerätes in Grundstellung in Tischhöhe zu liegen kommt, und bei
dem die Rollenkassette unter dem Vergrößerungsgerät unterhalb der Tischplatte angeordnet
ist und bei dem die Tischplatte derart ausgeschnitten ist, daß die Einstellebene
der Rollenkassette von schräg oben zu betrachten ist. Ein solches Vergrößerungsgerät
ist aus der deutschen Patentschrift 1189 845 bekannt. Dieses bekannte Vergrößerungsgerät
ermöglicht auch die Anfertigung großer Vergrößerungen über 9 x 13 cm, welche auf
Band nicht möglich sind, auf Schnittpapiere mit Hilfe eines Vergrößerungsrahmens
ohne Lageveränderung der Rollenkassette.
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Der Erfindung liegt als Aufgabe die Ausbildung der Scharfeinstellvorrichtung
und die Einstellung des Gerätes bei Ausschnittvergrößerungen zugrunde.
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Die Erfindung besteht darin, daß die verschiebbare Fokusausgleichseinrichtung
für die automatische Scharfstellung entweder auf einem festen Anschlag, welcher
auf gleiche Höhe wie die Papierebene der Rollenkassette einstellbar ist, aufsitzt
oder auf die beliebig hohe Papierebene eines Vergrößerungsrabmens eingestellt und
festgeklemmt werden kann.
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Wird mit der Rollenkassette gearbeitet, dann liegt die Fokusausgleichseinrichtung
mit ihrer Unterseite lediglich durch ihr Eigengewicht auf der Oberseite des Anschlages
auf.
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Beim Arbeiten mit Vergrößerungsrahmen, welcher hoch über der Rollenkassette
liegt, wird der Projektionskopf nach oben geschoben, wobei sich die Fokusausgleicheinrichtung
vom Anschlag abhebt. Dann wird der Taster auf die Papierebene des Ver-. größerungsrahmens
aufgesetzt und die Fokusausgleicheinrichtung festgeklemmt.
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Bei erneutem Arbeitswechsel wird lediglich die Festklemmung gelöst,
der Projektionskopf nach unten bewegt, wobei sich die Fokusausgleicheinrichtung
selbsttätig auf den Anschlag bzw. die Papierebene der Rollenkassette setzt. Auf
diese Weise wird vermieden, daß die Klemmschraube im schwer zugänglichen Innern
des Arbeitstisches betätigt werden muß.
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Da die Rollenkassette feststeht, muß bei Ausschnittvergrößerungen
das Negativ beweglich sein. Dementsprechend ist gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung
der Erfindung die Negativbühne des Vergrößerungsgerätes bei feststehender Rollenkassette
zum Zwecke der Ausschnittsuche allseitig verschiebbar angeordnet und kann in jeder
Stellung fixiert werden.
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Sollen gleiche Ausschnittvergrößerungen mehrere Male oder normale
Vergrößerungen ohne Ausschnitt, wobei sich die Formatmitte in der optischen Achse
befindet, hergestellt werden, so kann die Negativbühne in jeder Stellung fixiert
werden, um eine unbeabsichtigte Verschiebung derselben beim Filmtransport zu vermeiden.
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Um die Negativbühne bequem fassen zu können, ist nach einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Negativbühne links und rechts mit
Verlängerungen versehen, welche als Handgriffe für die Auf- und Abwärtsbewegung
des Projektionskopfes zwecks Veränderung des Vergrößerungsmaßstabes und zum allseitigen
Verschieben der Negativbühne dienen.
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Außer dem Verschieben der Negativbühne können die Hände an diesen
Handgriffen, also ohne Griffwechsel, auch die Senkrechtbewegung des Projektionskopfes
zwecks Veränderung des Vergrößerungsmaßstabes vornehmen.
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Die Erfindung wird an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt A b b. 1 das Vergrößerungsgerät in der tiefsten Stellung
beim Arbeiten mit Rollenkassette, A b b. 2 eine Draufsicht auf A b b. 1, A b b.
3 das Vergrößerungsgerät in mittlerer Stellung beim Arbeiten mit Vergrößerungsrahmen,
A b b. 4 einen Schnitt durch A b b. 3, A b b. 5 eine Draufsicht auf die Negativbühne,
A b b. 6 einen Schnitt durch A b b. 5, A b b. 7 eine Seitenansicht des Projektionskopfes
mit eingesetzter Negativbühne im Schnitt, A b b. 8 eine Seitenansicht der Negativbühne.
Der Projektionskopf 1 ist auf den beiden Stangen 2 und 3 in WäIzlagern geführt und
durch das Seil 4,
welches durch die Rollen 5 und 6 umgelenkt wird,
mit dem Gegengewicht 7 verbunden. Diese bekannte Konstruktion erlaubt eine sehr
leichte Verschiebung des Projektionskopfes 1 in senkrechter Richtung.
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Die Rollenkassette 8 steht während des Arbeitens fest auf dem Grundbrett
9 des Vergrößerers unterhalb der Tischoberfläche 10. Durch die Aussparung
11 in dieser läßt sich die Papierebene 12 der Rollenkassette 8 gut überblicken.
Gemäß dieser Anordnung rückt die Negativebene 13 des Vergrößerers in ihrer Grundstellung
nahe an die Tischoberfläche 10, so daß sich die Arme des Laboranten auf dieselbe
aufstützen können. Dies trägt viel zur bequemen Bedienung der Negativbühne bei.
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Die Steuerkurve 14 für die automatische Scharfstellung ist am Projektionskopf
1 drehbar gelagert und mit dem Hebel 15 fest verbunden. Der Hebel 16 ist
mit seinem oberen Ende im Punkt 17 mit dem Hebel 15 gelenkig verbunden, während
das untere Ende an der Fokusausgleicheinrichtung im Punkt 44 angelenkt ist.
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Letztere ist auf der Führungsstange 3 verschiebbar angeordnet und
kann mittels der Griffschraube 18 festgestellt werden. Die Fokusausgleicheinrichtung
ist an ihrer Unterseite als Taster 19 und Gabel 20 ausgebildet. Die Gabel
20 umgreift die Führungsstange 2
und sichert das System gegen Verdrehen.
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Auf der Stange 3 ist der Anschlag 21 in Form eines Stellringes längs
verschiebbar. Dessen Oberseite kann genau auf die Papierebene 12 der Rollenkassette
8 eingestellt und mittels der Schraube 22 festgestellt werden. Diese Einstellung
erfolgt nur einmal.
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Wenn die Griffschraube 18 gelöst ist, setzt sich die Unterseite der
Fokusausgleicheinrichtung selbsttätig auf die Oberseite des Anschlages 21 auf, wodurch
die automatische Schärfe auf die Papierebene 12 der Rollenkassette
8 gesichert ist.
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Soll mit Vergrößerungsrahmen 23 gearbeitet werden, dann wird der Projektionskopf
1 nach oben bewegt, wobei sich die Fokusausgleicheinrichtung vom Anschlag 21 abhebt.
Der Vergrößerungsrahmen 23, welcher die Aussparung 11 in der Tischoberfläche 10
verdeckt, wird nahe an die Stangen 2 und 3 geschoben, der Taster 19 leicht auf die
Papierebene 24 des Vergrößerungsrahmens 23 aufgesetzt und die Griffschraube 18 angezogen.
Nun wird der Vergrößerungsrahmen 23 unter dem Taster 19 hervorgezogen und in die
jeweilige Arbeitsstellung gebracht.
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Der Projektionskopf 1 ist mit dem vorn offenen Schlitz 25 versehen,
in welchem sich die Negativbühne allseitig verschieben läßt.
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Die Negativbühne, beispielsweise für 35 mm Kinofilm, besteht aus der
Platte 26, mit welcher die Filmführungsbahn verbunden ist. Deren Teile 27 und 28
überragen links und rechts die Platte 26 und dienen als Handgriffe zum allseitigen
Verschieben der Negativbühne sowie zum Auf- und Abbewegen des Projektionskopfes
1. Durch die Seitenleisten 29, 30, 31
und 32 wird ein Berühren des
Filmes 13 durch die Hände vermieden. Im mittleren Teil der Negativbühne ist der
Deckel 33 mit der aufgeklebten Glasscheibe 34 in den Punkten 35 und 36 scharnierartig
gelagert. Zum Reinigen der Glasscheibe 34 läßt sich der Deckel 33 außerhalb des
Gerätes aufklappen.
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Im Normalzustand liegt die Glasplatte 34 durch ihr und des Deckels
33 Eigengewicht auf den Filmführungsleisten 37 und 38. Auf diese Weise wird auf
bekannte Art ein Schlitz gebildet, welcher dem Film 13 genügend Verschiebespiel
für den Transport gibt, ohne die Planlage des Filmes zu gefährden. Die Einführung
des Filmes 13 erfolgt seitlich von links oder rechts.
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Innerhalb des Projektionskopfes 1 (A b b. 7) ist eine kräftige Blattfeder
befestigt, unter deren Ende 39 die Platte 26 der Negativbühne verschoben werden
kann. Soll die Stellung der Negativbühne fixiert werden, dann wird der Hebel 40
um den Punkt 41 nach vorn geschwenkt, wobei der Exzenter 42 den Stift 43 bzw. die
Blattfeder 39 nach unten gegen die Platte 26 drückt und diese bzw. die Negativbühne
festhält.