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Einspannvorrichtung für zum Durchschreiben bestimmte Blätter und lose
Formulare. Iiei allen Vorrichtungen, die zur Ermöglichung des Durchschreibens auf
lose Blätter, Formulare und Karten vorhanden sind, besteht der große Übelstand,
daß zwei in Art und Handhabung verschiedene Festhaltvorrichtungen verwendet werden,
so daß das Ein-=pannen der beiden Blätter oder Formulare nicht mit der gleichen
Leichtigkeit vor sich (Seht. Dasjenige Blatt welches für die Aufnahme der Durchschrift
bestimmt ist, wird viel umständlicher und mit größerem Zeitverlust eingespannt als
dasjenige, welches für die Originalniederschrift bestimmt ist.
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Dieser Umstand verursacht auch einen weiteren Übelstand: In der Praxis
hat sich nämlich gezeigt, daß das untere, zwecks Einspannung genau eingelegte Blatt
(welches für die Durchschrift bestimmt ist), sich verschiebt, sobald die dafür bestimmte
Halteschiene geschlossen wird. Grund dafür ist, daß während des Einspannens des
unteren Blattes die für <las obere (die Originalniederschrift tragende) Blatt
bestimmte Halteschiene welche durch eine Feder nach unten gedrückt wird, durch eben
die Bewegung des Einspannens einen nicht vorgesehenen und unerwünschten seitlichen
Druck oder eine Reibung auf das untere Blatt ausübt, die es aus seiner erforderlichen
Lage beiseiteschiebt. Auch vorgesehene Haltestifte, auf die die gelochten, für die
Durchschrift bestimmten Formulare aufgesteckt werden, vermögen diesem Übelstand
nicht abzuhelfen, da die Löcher in den Formularen durch besagte Reibung ausgeweitet
werden. Diese Haltestifte haben auch den Nachteil, daß das auf ihnen aufgesteckte,
gelochte Pauspapier immer auf den gleichen Stellen benutzt und dadurch außergewöhnlich
schell
unbrauchbar wird, so daß es öfter als bei jedem anderen Durchschreibeverfahren
erneuert werden muß.
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Infolge der erwähnten Mängel sind die bestehenden Vorrichtungen unbefriedigend,
da die Haupterfordernisse an eine Einspannvorrichtung zum Durchschreiben auf sich
deckend liniierte Formulare nicht nur völlige Genauigkeit beim Einspannen, sondern
auch größte Leichtigkeit der Handhabung und geringster Zeitaufwand sind.
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Der Gegenstand der Erfindung schaltet alle vorerwähnten Mängel aus
und ermöglicht es, beide rormulare, das für das Urigniai wie das für die Durchschrift
bestimmte, mit der gleichen Leichtigkeit und außerdem mit deni geringsten Zeitaufwand
einzuspannen, indem der ganze Mechanismus für beide Blätter nur in einer einzigen
Richtung bewegt wird und seine Betätigung lediglich einen einzigen Handgriff erfordert,
entgegen den bestehenden #i' orrichtungen, bei denen zwei verschieuen wirkende Arten
der Einspannung die Handhabung umständlich machen, Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
is in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i eine Draufsicht der `-orrichtung,
Abb. 2 einen Schnitt längs der Linie A-B der Abb. i in vergrößertem Maßstab.
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Zwei nebeneinanderliegende Schienen a und b sind durch ein Scharnier
c miteinander verbunden. Die Schiene a ist an einer Platte d
von beliebigem
Material ebenfalls mit einem Scharniere beweglich befestigt. Die beiden Scharnierstifte
j' und g der Schienen c und e üben dadurch, daß sie an beiden Enden verlötet sind
und zugleich auf Drehung beansprucht werden, eine Federwirkung aus, die bewirkt,
daß die beiden Schienen a und b auf die Unterlage d gedrückt werden. Die Federwirkung
des Scharnierstiftes j ist geringer als die des Scharnierstiftes g, was bewirkt,
daß die Schiene a mit größerer Liraft auf die Unterlage d gedrückt -wird
als die Schiene b.
(Statt der Scharnierstifte niitVerwendung von Drehung können
auch Schraubenfedern die gewünschte Druckwirkung ausüben.) Der Haken h (Abb. 2)
dient zum Heben der Schieiien a und b. Hebt man mittels des Daumens
den Haken 1a, so wird vorerst die Klappschiene b um einen gewissen Winkel aufgeklappt,
bis sich der Anschlag i auf die Klappschiene a auflegt, worauf beim weiteren Anheben
des Haken 1a auch die Schiene b aufgeklappt wird. Die Unterlagsplatte d weist eine
Vertiefung oder Ausfräsung k auf, in die die Schiene a zu liegen kommt. Die
Schiene a ist über ihre ganze Länge mit mehreren nadelföriniigen Spitzen
l versehen, welche in die Unterlagsplatte d eingreifen. Statt der Spitzen - oder
nötigenfalls inVerbindung finit diesen - können auch mehrere Gummizapfen angebracht
sein, die ein unbedingtes Festhalten des einzuspannenden Blattes gewährleisten.
Die Schiene b ist zum gleichen Zwecke finit mehreren Gummizapfen in versehen.
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Will man nun das Formular sr, das die Durchschrift tragen soll, einspannen,
so hebt inan mittels des Haken lc sowohl die Schiene ', als auch die Schiene a in
der früher beschriebenen Weise. Das Formular ia samt Pauspapier wird nun bis an
den Anschlag o unte,-die Schiene a geschoben, worauf man die beiden Schienen
a und bin ihre normale Lage zurückschnappen läßt. Auf diese Weise
ist das Formular ia und das zum Durchschreiben erforderliche Pauspapier eingespannt
und unverrückbar festgehalten.
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Das zweite für die Originalniederschrift bestimmte Blatt p wird nun
in der Weise eingespannt, daß die Schiene b allein mittels des Hakens lt nur so
viel gehoben wird, als nötig ist, um das Blatt unterzuschieben. Dieses soll nun
so weit geschoben werden, daß es mit seiner Seitenkante an der nicht angehobenen
Schiene a anliegt. Da es nun möglich ist, daß beim Aufklappen der Klappschiene
b auch die Schiene a um ganz geringes gehoben wird, so ist die letztere über
einer Ausfräsung oder Vertiefung der Unterlagsplatte d angeordnet, so daß die untere
Fläche der Schiene a selbst bei solch geringem ungewollten Anheben nicht in solche
Höhe gelangt, daß das zweite Formular unter die Schiene a gleiten kann.
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Die Liniatur der beiden Formulare liegt nun ganz genau und unverrückbar
aufeinander, und eine ganz genaue Durchschrift ist gewährleistet.