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Schaltungswordnung für Fexnmelde-, iiisbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen,
in denen ankommende Anrufe einzeln freien Abnehmereinrichtungen zugeteilt werden
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung ffir Femmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen,
in denen ankommende Anrufe einzeln freien Abnehinereinrichtungen zur Abfertigung
zugx-, teilt werden und in denen die Anrufe bei Besetztsein aller Abnehmereinrichtungen
bis zum Freiworden jetreils einer Ahnehmereinrichtung in einer Eingangs-Steuerschaltung
(Wartefeld) gespeichert werden, wobei die gerade frei gewordene Einrichtung den
am längsten wartenden Anruf zugeteilt bekommt.
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In derartigen Anlagen ist es bekanntlich wüngrhenswert, daß die Zuteilung
der Anrufe in der Reihenfolge erfolgt, in der sie eingespeichert wurden. Zu diesem
Zweck wurde eine Reihe von Schaltungsanordnungen entwickelt, mit deren Hilfe es
möglich Ist, die Ausspeicherung nahezu oder vollkommen --eitgerecht vorzunehmen.
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Die Einhaltung dieser Reihenfolge wird schon erheblich schwieriger,
wenn der Anrufende die Mög-
lichkeit hat, eine bestimmte oder eine Gruppe
von Abnehmereinrichtungen aus einer Mehrzahl auszuwählen. Im allgemeinen geschieht
das durch Nachwahl einer besonderen Kennziffer, die eine zusätzliche Wahlstufe entsprechend
einstellt, so daß innerhalb der Ausgänge dieser Gruppe von Wartewählern eine reitgereehte
Auswahl erfolgen kann. Diese Wartewählertechnik hat einige Nachteile. Es werden
zwar die Anrufe in der Reihenfolge ihres Eintreffens abgefertigt, aber, falls mehrere
Abnehmereinrichtungen gleichzeitig frei werden, werden, der Mischung entsprechend',
diese Einrichtungen immer in der gleichen Reihenfolge belegt. Bei Abfragetischen
als Abnehmereinrichtungen erhalten so bestimmte Beamtinnen mehr Anrufe als andere.
Außerdem ist ein Umlegen eines Anrufes nur unter Verwendung aufwendiger Zusatzeinrichtungen,
wie beispielsweise Anrufsucher und Richtungswähler, möglich.
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Es sind auch Schaltungsanordnungen bekannt, die es erlauben,
Anrufe solchen Beamtinnen zuzuteilen, ,die zuerst frei geworden sind. Aber diese
Möglich-Xeiten sind nur für Abfrageplätze das Fernsprechauftragdienstes vorgesehen,
die alle gleichberechtigt Anrufe entgegennehmen.
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Eine andere bekannte Schaltungsanordnung 1951, H. 2, S. 68
und 69) sieht vor, die Zuteilung neu hinzukommender Anrufe von der Zahl der
gerade gesteckten Stöpselschnüre abhängig zu machen. Solch eine Auswahl ist hier
nicht anwendbar, weil nur ein ein--iger Zugang zu jeder Abnehmereinrichtung vorhanden
ist.
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Zur Verbesserung der Wartewählertechnik ist eine Schaltungsanordnung
bekannt, (deutsche Auslegeschrift 1074 668), in der ein Umwerter über
einen allen ankommenden Leitungen gemeinsamen Speicher hinweg die gewählte Platzkennzahl
aufnimmt. Gleichzeitig bekommt er auch von allen freien Plätzen eine Kennzahl übermittelt,
so daß bei Vorliegen eines entsprechenden Verbindungswunsches die Leitung gleich
zu dem jeweiligen Platz durchgeschaltet wird. Wurde kein bestimmter Richtungswunsch
geäußert, dann wird die Verbindung auf einen beliebir gen Platz gesteuert, der von
einem zyklisch umlaufenden Verteilerwähler markiert ist. Diese Schaltungsanordnung
hat wieder den Nachteil, daß sie - entsprechend der gewählten Kennziffer
für jeweils einen Abfrageplatz - für Anlagen mit mehreren Abnehmereinrichtungen
je Kennzahl keine gerechte Verteilung der Anrufe auf alle Einrichtungen dieser Kennzahl
zuläßt.
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Eine weitere Schaltungsanordnung (deutsche Auslegesehrift
1000 466) sieht vor, daß die Richtungswünsche ankommender Verbindungen zunächst
in einem Richtungswartefeld gespeichert werden. Daraufhin wird der Freizustand der
abgehenden Leitungen in der gewünschten Richtung durch das Richtungswartefeld untersucht.
Eine Zuteilung des Anrufes zu einem Bedienungsplatz, an dem die abgehenden, Leitungen
in der gewünschten Richtung enden, erfolgt erst dann, wenn sowohl ein Platz als
auch eine Leitung frei ist. Es wird, dabei aber weder eine bestimmte Reihenfolge
in der Belegung der Plätze noch der abgehenden Leitungen berücksichtigt.
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Eine andere bekannte Schaltungsanordnung (USA.-Patentschrift 2
686 843) verwendet auch einen ge-
meinsamen Speicher zur Kennzeichnung
der gewünschten Richtung. Die Anrufe je Richtung werden aber nicht an einer
eigenen Platzgruppe abgefragt,
sondern auf mehrere Plätze verteilt,
so daß jeder Platz fär mehrere Richtungen zuständig ist. Dabei werden die Anrufe
zyklisch, also annähernd zeitgerecht, den Plätzen zugeteilt, eine gleichmäßige Belastung
der einzelnen Abfrageplätze ist aber genauso wenig vorgesehen, wie eine Umlegemöglichkeit
zu anderen Abfrageplätzen.
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Es ist auch eine Schaltungsanordnung (deutsche Auslegeschrift
1164 512) bekannt, bei der alle ankommenden Anrufe je nach ihrer Wertigkeit
in zwei Gruppen eingeteilt werden. Die Anrufe mit der höheren Wertigkeit (Fernanrufe)
werden nur einer besonderen Gruppe von Abfrageplätzen zugeleitet, während normale
Anrufe an allen Plätzen abgefragt werden können. Den besonderen Plätzen werden die
normalen Anrufe nur dann zugeteilt, wenn keine Anrufe von höherer Wertigkeit mehr
vorhanden sind.
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Gemäß einer anderen bekannten Schaltungsanordnung (deutsche Auslegeschrift
1165 684) sind die Abfrageplätze und die Wartefeldeinrichtungen ebenfalls
nach Wertigkeit in Gruppen geteilt. Die Abfertigung eines Anrufes bestimmter Wertigkeit
durch einen einer anderen Wertigkeit zugeordneten Abfrageplatz erfolgt nur dann,
wenn alle der betreffenden Wertigkeitsstufe zugeordneten Abfrageplätze besetzt,
die Wartefeldeinrichtungen dieser anderen Wertigkeitsstufe nicht belegt und dieser
anderen Wertigkeitsstufe zugeordnete Abfrageplätze noch belegungsfähig sind.
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Die beiden zuletzt genannten Schaltungsanordnungen sehen eine beschränkte
gegenseitige Aushilfe der Platzgruppen unterschiedlicher Wertigkeit vor. Es werden
bei Verwendung eines Wartefeldes die am längsten wartenden Anrufe zuerst abgefertigt,
wobei, solange noch Anrufe im Wartefeld gespeichert sind, die gerade frei gewordenen
Abfrageplätze einen Anruf zugeteilt bekommen. Sobald aber mehr Plätze frei
sind, als Anrufe vorhanden sind, werden, wie bei den anderen bekannten Schaltungsanordnungen,
die Plätze nicht mehr in der richtigen Reihenfolge ihres Freiwerdens mit Anrufen
versorgt, sondern in einer vom Zufall oder vom Mischungsplan der Eingänge bestimmten,
also willkürlich und nicht gerecht.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung aufzuzeigen,
die beim Freiwerden oder Freisein mehrerer Abnehmereinrichtungen nicht nur die richtige
Reihenfolge des Eintreffens der Anrufe bei deren Abfertigung berücksichtigt, sondern
auch den Richtungswunsch des Rufenden. Darüber hinaus sollen möglichst wenig Anrufe
trotz unterschiedlicher Richtungswünsche übermäßig lange warten müssen, wenn mehr
Abnehmereinrichtungen als Anrufe vorhanden sind. Außerdem sollen alle
ankommenden
Anrufe gleichmäßig und gerecht auf alle freien Ab-
nehmereinrichtungen
aufgeteilt werden.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß Abnehmereinrichtungen,
die mehrere Richtungswünsche erfüllen können, gegenüber denen, die weniger Richtungen
bedienen können, als höherwertig markiert sind, und daß die Eingangs-Steuerschaltung
zusammen mit einer Abnehmer-Steuerschaltung dafür sorgen, daß bei Freiwerden oder
Freisein mehrerer zur Abfertigung eines wartenden oder eintreffenden Anrufes mit
einem bestimmten Richtungswunsch geeigneter Einrichtungen von diesen jeweils diejenige
in Anspruch genommen wird, die die niedrigste für den Richtungswunsch geeignete
Wertigkeit aufweist und zugleich am längsten frei ist. Die Kombination dieser Merkmale
hat den Vorteil, daß nicht nur in bekannter Weise alle ankommenden
Anrufe
völlig gleichberechtigt auf das Abfragen warten müssen und trotzdem mit der gewünschten
Richttung verbunden werden können, sondern daß darüber hinaus die Belange der Vermittlung
gewahrt werden, indem keine der Abnehmereinrichtungen der gleichen Art oder Wertigkeit
bevorzugt wird. Dadurch ergibt sich eine gleichmäßige Abnutzung der Abnehmereinrichtungen
und - bei Abfrageplätzen - eine völlig gleichmäßige Belastung der
einzelnen Beamtinnen: bei wenig Betrieb steht jeder Beamtin eine etwa gleich große
Pause bis zum nächsten Anruf zur Verfügung.
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Die Erfindung berücksichtigt außerdem die Wertigkeit der Abnehmereinrichtungen.
Das hat den Vorteil, daß die höherwertigen Abnehmereinrichtungen, die mehr können,
als die anderen, für sogenannten überlaufverkehr ausgenutzt werden. So bekommt beispielsweise
eine Abnehmereinrichtung, die mehrere Richtungen bedienen kann, erst dann Anrufe
zur Abfertigung zugeteilt, wenn die anderen Abnehmereimichtungen, die nur für eine
Richtung bestimmt sind, alle besetzt sind. Dadurch wirkt diese höherwertige Abnehmereinrichtung
durch die Aufnahme des überlaufverkehrs ausgleichend, so daß Verkehrsstauungen in
einer Richtung bei nicht ausgelasteten anderen Richtungen weitgehend vermieden werden.
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Es ist zwar auch schon aus der Landesfernwahl bekannt, zunächst über
Direktwege oder über kürzere Umwege Verbindungen aufzubauen, bevor der Letztweg,
der hochwertige Kennzahlenweg, in Anspruch genommen wird. Diese Möglichkeit wurde
bisher aber nicht für die Anrufzuteilung an Abfrageplätze ausgenutzt, insbesondere
auch nicht in Verbindung mit Einrichtungen, die eine zeitgerechte Reihenfolge der
Anrufzuteilung an Abnehmereinrichtungen gewährleisten, die zuerstfrei geworden sind.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird auch ein Richtungswunsch
als geäußert betrachtet, wenn keine ein- oder mehrstellige Kennzahl gewählt wurde.
Bei der herkömmlichen Technik, z. B. der Wartewählertechnik, werden die Richtungskennzeichen
als Einstellkennzeichen für Wahlstafen im Zuge eines Verbindungsaufbaues gewertet,
und das Ausbleiben auch nur einer Ziffer wird als nicht vollendete Wahl angesehen.
Solche Anrufe gehen - im Gegensatz zur Erfindung - verloren oder müssen
durch Nachwahl der benötigten Ziffernanzahl ergänzt werden.
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Eine weitere Ausbildung der Erfindung sieht vor, Schieberegister sowohl
zur Feststellung der Reihenfolge des Eintreffens von Anrufen als auch der Reihenfolge
des Freiwerdens von Abnehmereinrichtungen vorzusehen. Diese Schieberegister legen
eine genaue Reihenfolge des Abrufes aus dem Register entsprechend der Einspeicherungsreihenfolge
fest, und nicht nur eine annähernde. Außerdem kann die Zahl der Speicherpunkte in
dem Eingangsspeicher genau mit der Zahl der maximal zulässigen wartenden Anrufe
übereinstimmen. In den herkömmlichen abzutastenden Speichern werden Speicherpunkte
der Anrufe, die zwar noch nicht abgefragt waren, aber -
beispielsweise durch
Einhängen durch den Rufenden - ausgelöst worden sind, entweder überhaupt
nicht neu besetzt oder mit später eingetroffenen Anrufen. Im ersten Fall ist der
Speicher nicht voll ausgenutzt, d. h. es müssen mehr Speicherpunkte vorgesehen
werden
als tatsächlich erforderlich, im andere n Fall ist die Reihenfolge der Ausspeicherung
eine andere als die der Einspeicherung. Die Schieberegister haben außerdem den Vorteil,
daß sie leicht und ohne komplizierte Verdrahtungsänderung erweitert werden können.
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Weitere Vorteile der Erfindung werden an Hand der Zeichnung beschrieben,
in der als Beispiel eine Zusammenschaltung der an einer Anrufzuteilung beteiligten
Einrichtungen gezeigt wird.
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Dieses Beispiel der Erfindung stellt eine Schaltungsanordnung zur
Anrufzuteilung an Abfrageplätze dar. An jede AnrufübertragungAUe ist eine Anzahl
von ankommenden Leitungen Ltg angeschlossen. Ein Eingangs-Steuersatz ESt, ein Platz-Steuersatz
PlSt in Verbindung mit einem Eingangsspeicher ESp und einem Platzspeicher P1Sp sorgen
dafür, daß die Anrufe über Anrufsucher AS mit den Abnehmereinrichtungen,
den AbfrageplätzenAPI, verbunden werden.
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Jede Anrufübertragung A Ue hat mehrere Eingänge. über
diese Eingänge kann sie von Leitungen Ltg unterschiedlicher Art, beispielsweise
von Zweidraht- oder Vierdrahtleitungen, erreicht werden. Das hat den Vorteil, daß
nicht für jede ankommende Leitung anderer Art eine eigene Anrufübertragung
A Ue verwendet zu werden braucht, sondern daß diese Anrufübertragung
universell eingesetzt werden kann. Damit wird auch gleichzeitig die erforderliche
Anzahl der Anrufübertragungen klein gehalten, weil dann die Wahrscheinlichkeit gering
ist, daß etwa eine Art von Anrufübertragungen noch nicht voll belegt ist, während
Anrufe der anderen Art wegen einer zu geringen Zahl entsprechender Anrufübertragungen
abgewiesen werden müssen. Darüber hinaus ergibt sich eine bessere Mischung der ankommenden
Leitungen, was eine weitere Einsparung an Anrufübertragungen zur Folge hat.
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Die Anrufübertragungen A Ue sind mit einer Anzahl von
Relais ausgerüstet, die den in Form von Wählziffern durchgegebenen Richtungswunsch
aufnehmen können. Die Richtungskennzahlen geben in diesem Fall an, in welcher Sprache
der Anruf abgefertigt werden soll. So besagt die gewählte Ziffer 1
beispielsweise,
daß der Anrufende in englischer Sprache von der Bedienungsperson angesprochen zu
werden wünscht und dementsprechend an einen geeignet besetzten Abfrageplatz geleitet
werden muß. Die Ziffer 2 bedeutet analog die französische Sprache usw. Wird aber
die Ziffer 9 gewählt oder unterbleibt die Nachwahl vollständig, dann meldet
sich eine deutschsprachige Beamtin. Bei Nachwahl der Ziffer 0
gelangt der
Anruf zum Aufsichtsplatz.
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Dem Eingangs-Steuersatz ESt ist ein Schieberegister zugeordnet, das
sich die Anrufübertragung merkt, die soeben den Anruf empfangen hat. Dieses Schieberegister
ist, genauso wie der Eingangssteuersatz, einmal für alle Anrufübertragungen
A Ue vorhanden.
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An den Eingangs-Steuersatz ESt ist auch ein zentraler Eingangsspeicher
ESp angeschlossen, in dem registriert wird, welche Anrufübertragung belegt und welche
Sprache dabei gewünscht wurde.
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Alle Abfrageplätze AP1 haben mindestens so viele Tasten, wie Richtungen
über die Leitungen Ltg anwählbar und von den Anrufübertragungen A
Ue auswertbar sind. Zu Beginn ihres Dienstes stellt jede Beamtin durch Drücken der
entsprechenden Sprachtaste ein, welche Sprache sie sprechen kann. Je nach ihren
Sprachfähigkeiten kann sie so eine, zwei oder auch mehr Tasten gedrückt haben. Eine
besondere Gruppierung der Plätze in Abhängigkeit von der Sprache ist dabei nicht
erforderlich.
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Der Platz-Steuersatz PISt registriert nun, welcher Platz in welcher
Sprache arbeiten kann und welcher Platz mehrere Tasten gedrückt hat. Bei der Festlegung
der Zuteilungsreihenfolge bekommen unter sonst gleichen Voraussetzungen die Plätze
zuerst Anrufe zugewiesen, die am wenigsten Tasten gedrückt haben. Erst zum Schluß,
wenn alle anderen Plätze schon arbeiten, werden den höherwertigen Plätzen,
d. h. denen mit mehreren gedrückten Tasten, Anrufe zugeteilt.
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Auch dem Platz-Steuersatz PISt ist ein Schieberegister als Markierordner
zugeordnet. In diesem Schieberegister wird jeweils vermerkt, in welcher Reihenfolge
die Plätze frei geworden sind. In der gleichen Reihenfolge sollen sie bei neuen
Anrufen auch wieder belegt werden. Dabei ist sichergestellt, daß ein Platz durch
kurzzeitiges Betätigen einer Abfrageeinrichtung, ohne einen Anruf abzufragen nicht
als besetzt gekennzeichnet wird, sondern weiterhin als frei im Schieberegister vermerkt
bleibt.
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Der an dem Platz-Steuersatz PISt angeschlossene Platzspeicher P1Sp
merkt sich, welche Richtungen der Abfrageplätze API frei oder besetzt sind.
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Nach Eintreffen des zuvor gespeicherten Anrufes fragt der Eingangs-Steuersatz
ESt beim Platz-Steuersatz PlSt an, ob ein Platz in der gewünschten Richtung frei
ist. Ist das der Fall, dann läßt der Platz-Steuersatz PISt einen Anrufordner an,
der den für den ausgewählten Platz zuständigen Anrufsucher AS zum Suchvorgang
anreizt und ihn solange suchen läßt, bis die entsprechend markierte Anrufübertragung
A Ue gefunden ist. Der in dieser Anrufübertragung wartende Anruf wird
daraufhin zu einem bestimmten Abfrageplatz API durchgeschaltet. Die am Verbindungsaufbau
beteiligten Teile der Steuersätze und Speicher werden für den nächsten Anruf freigegeben.
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Wenn ein Anruf das Amt erreicht und es ist nur ein Abfrageplatz API
der gewünschten Richtung frei, dann kann die Anrufübertragung A Ue
über den Anrufsucher AS sofort mit dem Platz verbunden werden.
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Ist aber keiner frei, dann müssen die Speicher und die Schieberegister
in Anspruch genommen werden. Dabei wird in zweierlei Hinsicht eine Auswahl vorgenommen.
Einerseits wird aus allen vorliegenden Anrufen derjenige herausgesucht, der in der
Sprache (Richtung) mit einem freien oder freigewordenen Platz übereinstimmt. Aus
einer Mehrzahl dieser Anrufe wird der mit der tatsächlich längsten Wartezeit ausgewählt.
Andererseits wird ein geeigneter Platz bestimmt. Er muß in bezug auf die Sprache
mit dem Anruf übereinstimmen. Sind mehrere Plätze frei, dann bekommt derjenige den
Anruf zugeteilt, der die geringste Wertigkeit aufweist. Bei mehreren freien Plätzen
der gleichen Wertigkeit wird derjenige bevorzugt, der am längsten ohne Anruf ist.
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Sobald mehrere Plätze der gewünschten Richtung frei sind, erfolgt
bei jedem ankommenden Anruf eine Auswahl innerhalb der Abfrageplätze in der eben
beschriebenen Weise.
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Stellt eine Beamtin am Abfrageplatz AP1 fest, daß die gewählte Richtungskennzahl
mit der tatsächlich erforderlichen nicht übereinstimmt, dann hat sie die Möglichkeit,
den Anruf umzulegen, ohne den bestehenden Verbindungsweg weiter halten und ihn zusätzlich
beispielsweise über Anrufsucher und Richtungswähler
zu der benötigten
Platzgruppe erweitern zu müssen. Sie betätigt nur über die bishezige Verbindung
die Richtungsrelals In der Anrufübertragung AUe. Dadurch wird der neue Rielltungswunsch,
wie beschrieben, neu gespeichert und der Anruf - gegebenenfalls mit besonderer
Dringlichkeit - einem frei werdenden Platz der benötigten Richtung zugeteilt.