DE1277170B - Trennvorrichtung fuer Fluessigkeiten und Feststoffe - Google Patents
Trennvorrichtung fuer Fluessigkeiten und FeststoffeInfo
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Description
- Trennvorrichtung für Flüssigkeiten und Feststoffe Die Erfindung betrifft eine Trennvorrichtung für Flüssigkeiten und Feststoffe, insbesondere von in einem Schwemmkanal geführten Zuckerrüben, Zuckerrübenschwänzen und sonstigen Feststoffen von Schwemmwasser, wobei wenigstens ein Teil des Kanals die Zuckerrüben zurückhaltende Durchtrittsöffnungen für das Wasser aufweist.
- Im Betrieb einer ZuclSerrübenfabrik ist es üblich, die Zuckerrüben in Kanälen in einem Schwemmstrom mit Wasser zu führen. Die Erfindung befaßt sich mit einer Vorrichtung zum Absondern des Wassers von den Zuckerrüben, Zuckerrübenschwänzen und sonstigen Feststoffen des Schwemmstroms.
- Bei einer bekannten Vorrichtung wird ein einem Steinefänger zugeführter Flüssigkeitsstrom unter einem fest in einem Waschbehälter angeordneten Sieb entnommen. Dieser Waschbehälter ist zum Abtrennen der Kreislaufflüssigkeit mit einem Auslaß versehen, der Durchtrittsöffnungen aufweist und so die Rüben im Waschbehälter zurückhält.
- Bei einer anderen bekannten Einrichtung zum Abtrennen von Flüssigkeit aus einem Schwemmstrom ist ebenfalls ein die Zuckerrüben zurückhaltendes Sieb vorgesehen. Oberhalb dieses Siebes sind Taumelscheiben mit einem Abstand von dem Sieb angeordnet.
- Die bekannten Vorrichtungen haben den Nachteil, daß während des Betriebes sehr schnell Störungen auftreten, da die Öffnungen des Siebes bzw. die Durchtrittsöffnungen infolge der starken Verunreinigungen des Schwemmstroms schnell verschmutzen und verstopfen. Aus diesem Grund sind diese bekannten Vorrichtungen für die verhältnismäßig hohen Anforderungen der Praxis nicht geeignet.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trennvorrichtung der angegebenen Art vorzuschlagen, die über lange Zeit störungsfrei arbeiten kann, insbesondere Störungen infolge Verstopfens und Verschließens der Durchtrittsöffnungen vermeidet.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der mit Durchtrittsöffnungen versehene Teil des Kanals aus einem beweglichen gelochten Blech besteht, das an ortsfest angebrachten Abstreichern vorbeiführbar ist. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des die Durchtrittsöffnungen aufweisenden Teils des Kanals wird verhindert, daß die Durchtrittsöffnungen, nämlich die Löcher im gelochten Blech, während des Betriebes der Trennvorrichtung verstopfen.
- Vorzugsweise bildet das bewegliche gelochte Blech einen Teil des Kanalbodens und ist eine und her- bewegbar. Hierdurch werden störende Einbauten im Kanal vermieden, trotzdem aber die permanente Reinigung bzw. Freihaltung der Löcher erzielt.
- Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
- Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
- Es zeigt F i g. 1 eine Vorrichtung gemäß der Erfindung mit einem Steinefänger in schematischer Gesamtansicht, F i g. 2 die Auslaßstelle für das Wasser gemäß der Erfindung in schematischer Seitenansicht, in vergrößertem Maßstab, Fig. 3 einen Schnitt III-III der F i g. 2.
- Es ist üblich, in Fabrikanlagen zur Verarbeitung von Zuckerrüben diese, so wie sie angeliefert werden, einschließlich der verschiedenen Fremdkörper, in einem Schwemmstrom 10 in Schwemmkanälen 11 zu führen und zu transportieren. Diese Kanäle 11 können unterhalb der Sohle 12 des Fabrikgeländes liegen oder, wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel, oberhalb der Sohle 12. Im letzteren Fall bestehen die Kanäle 11 vorzugsweise aus rechteckigen Blechrinnen mit Seitenwänden 13 und 14 sowie einem Boden 15 (s. insbesondere Fig. 2 und 3).
- Für die Verarbeitung der Zuckerrüben ist es erforderlich, die Fremdstoffe und -körper abzusondern.
- Zur Absonderung der Steine werden besondere Steinefänger 16 an den Schwemmkanal 11 angeschlossen. Diese Steinefänger 16 arbeiten vorzugsweise mit einem Wasserauftrieb, derart, daß die schweren Steine unter Überwindung des Auftriebs nach unten über ein Loch in einen Elevator fallen.
- Die Zuckerrüben dagegen werden durch den Auftrieb im Schwemmstrom 10 zurückgehalten und weitergeführt.
- Um den ständigen, erheblichen Wasserbedarf des Steinefängers 16 zur Erzeugung des Auftriebs zu decken, ist bei der in Fig. 1 dargestellten Anlage ein geschlossener Wasserkreislauf vorgesehen. Das in den Steinefänger 16 zur Erzeugung des Auftriebs ständig eingeführte Wasser wird in einem Auslaß 17 aus dem Kanal 11 abgeleitet und durch eine Pumpe 18 über eine Speiseleitung 19 in den Steinefänger 16 eingeführt, so daß ein ständiger Wasserumlauf vorhanden ist.
- Problematisch ist die einwandfreie Absonderung der Wassers durch den Auslaß 17 derart, daß zumindest die Rüben im SchwemmstromlO zurückgehalten werden, das Wasser aber störungsfrei in der erwünschten Menge ständig entnommen werden kann. Dies wird durch die erfindungsgemäße Vorrichtung in einwandfreier Weise ermöglicht.
- Im Bereich des Auslasses 17 ist der Boden 15 des Kanals 11 durch ein gelochtes Blech 20 ersetzt, das einen Durchtritt des Wassers in einem Auffangbehälter 21 ermöglicht. An den Auffangbehälter schließt sich eine Pumpe 18 an. Die Zuckerrüben und die Zuckerrübenschwänze sowie auch Kraut und dergleichen Fremdkörper werden bei entsprechender Größe durch das gelochte Blech 20 im Schwemmstrom 10 zurückgehalten.
- Um zu vermeiden, daß die Löcher des Bleches 20 durch Fremdkörper oder Zuckerrübenschwänze verstopfen, sind außerhalb. des Kanals Abstreicher22, 23 zum ständigen Reinigen und Freihalten des gelochten Bleches 20 vorgesehen. Durch die Anordnung der Abstreicher 22, 23 außerhalb des Kanals 11 werden störende Einbauten in diesem vermieden. Um trotzdem die Reinigung des gelochten Bleches 20 zu ermöglichen, ist dieses eine und hergehend bewegbar, derart, daß die gesamte mit dem Schwemmstrom in Berührung kommende Fläche des Bleches 20 durch die Abstreicher 22, 23 erfaßt wird.
- Bei~dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das gelochte Blech 20 als Kreisbogenabschuitt ausgebildet. Die Querabmessungen des gelochten Bleches 20 sind so gewählt, daß die Bodenfläche des Kanals 11 auch in den Endstellungen des gelochten Bleches 20 durch dieses bedeckt ist. Die Abstreicher 22, 23 liegen vorzugsweise auf der gesamten Länge des gelochten Bleches 20 auf dessen Oberseite an diesem an, vorzugsweise unter der Belastung von Federn 24.
- Die stabförmig ausgebildeten, mit einer Kante versehenen Abstreicher 22, 23 können durchgehend, also in einem Stück ausgebildet sein und schwenkbar an Haltearmen 25, 26, die ihrerseits mit den Seitenwänden 13, 14 des Kanals 11 verbunden sind, gelagert sein. Es können aber auch Stababschnitte zur Bildung der Abstreicher 22, 23 vorgesehen sein, um eine bessere Anpassung an die Fläche des gelochten Bleches 20 zu ermöglichen. Bei durchgehenden, einteiligen Abstreichern 22, 23 können diese auch elastisch ausgebildet sein.
- Der Antrieb des gelochten Bleches 20 kann auf verschiedene Weise erfolgen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das gelochte Blech 20 mit im Abstand voneinander angeordneten Trägern 27, 28 schwenkbar auf einer Achse 29 gelagert, die in Längsrichtung des Kanals 11 über diesem drehbar gelagert ist. Die Achse 29 wird eine und hergehend angetrieben durch einen Motor 30 über einen Kurbeltrieb 31. Der Antrieb kann aber auch in anderer Weise erfolgen, z. B. mittels Ritzel und Zahnstange durch einen umsteuerbaren Motor oder hydraulisch bzw. pneumatisch mittels Zylinder und Kolben.
- Durch die Erfindung wird eine einfache, robuste und haltbare Möglichkeit vorgeschlagen, das Wasser für den ständigen Bedarf des Steinefängers aus dem Schwemmstrom störungsfrei abzuleiten, wobei die Festteile, insbesondere die Zuckerrüben, Zuckerrübeuschwänze und gegebenenfalls auch das Kraut im Schwenunstrom zurückgehalten werden. Durch die Verwendung der Abstreicher ist diese Vorrichtung ständig funktionsfähig und wartungsfrei.
Claims (8)
1. Trennvorrichtung für Flüssigkeiten und Feststoffe, insbesondere
von in einem Schwemmkanal geführten Zuckerrüben, Zuckerrübenschwänzen und sonstigen
Feststoffen von Schwemmwasser, wobei wenigstens ein Teil des Kanals die Zuckerrüben
zurückhaltende Durchtrittsöffnungen für das Wasser aufweist, d a -durch gekennzeichnet,
daß der mit Durchtrittsöffnungen versehene Teil des Kanals (11) aus einem beweglichen
gelochten Blech (20) besteht, das an ortsfest angebrachten Abstreichern (22, 23)
vorbeiführbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche
gelochte Blech (20) einen Teil des Kanalbodens bildet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das gelochte Blech (20) eine und hergehend bewegbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das gelochte Blech (20) im Querschnitt kreisbogenförmig ausgebildet und um eine
vorzugsweise mittig in Längsrichtung des Kanals (11) verlaufende Achse (29) schwenkbar
ist, wobei das gelochte Blech eine Breite aufweist, die die Bodenfläche des Ka nals
in den Endstellungen des Schwenkbereichs abschließt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das gelochte
Blech (20) durch den Kanal (11) umfassende Träger (27, 28) mit der Achse (29) verbunden
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das gelochte Blech (20) bzw. die Achse (29) durch einen Motor (30) über einen Kurbeltrieb
(31) angetrieben ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreicher
(22, 23) außerhalb des Kanals (11), vorzugsweise unmittelbar seitlich neben dem
Kanal auf der Oberseite des gelochten Bleches (20) aufliegend angebracht sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abstreicher (22, 23) stabförmig ausgebildet und schwenkbar gelagert sind und
vorzugsweise unter der Belastung von Federn (24) an das gelochte Blech (20) andrückbar
sind. ~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr.
253 618, 737 231; österreichische Patentschrift Nr. 55677.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
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| BE714884D BE714884A (de) | 1967-05-10 | 1968-05-09 | |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE1277170B true DE1277170B (de) | 1968-09-05 |
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Family Applications (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0142821A1 (de) * | 1983-11-21 | 1985-05-29 | Gerlach, Hildburg | Trommelsteinefänger mit Abstreifer |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE253618C (de) * | ||||
| AT55677B (de) * | 1910-06-18 | 1912-10-10 | Theodor Steen | Steinfänger für Fördervorrichtungen zum Fördern von in Wasser schwimmenden Körpern. |
| DE737231C (de) * | 1939-04-01 | 1943-07-09 | Paschen Ag Maschf | Waschvorrichtung fuer Ruebenschwaenze, Ruebenblaetter u. dgl. |
-
1967
- 1967-05-10 DE DEB92439A patent/DE1277170B/de active Pending
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1968
- 1968-05-09 BE BE714884D patent/BE714884A/xx unknown
- 1968-05-10 FR FR1565837D patent/FR1565837A/fr not_active Expired
Patent Citations (3)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0142821A1 (de) * | 1983-11-21 | 1985-05-29 | Gerlach, Hildburg | Trommelsteinefänger mit Abstreifer |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1565837A (de) | 1969-05-02 |
| BE714884A (de) | 1968-09-30 |
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