DE2002091C3 - Vorrichtung zur Regulierung des Durchflusses in Schwemmrinnen - Google Patents
Vorrichtung zur Regulierung des Durchflusses in SchwemmrinnenInfo
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Description
60
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Regulierung des Durchflusses in knollenförmige
Feldfrüchte, wie Zuckerrüben, Zuckerrübenschwänze od. dgl. und von diesen mitgeführte Fremdstoffe, wie
Steine, Blätter od. dgl. fördernden, langgestreckten und waagerecht verlaufenden Schwemmrinnen, wobei
ein Teil des Schwemmwassers im Bodenbereiche eines mit einer einen Wasserübertritt ermöglichenden
Siebfläche sowie einer ausschließlich in diesem Bodenbereich wirkenden Abstreifervorrichtung als Reinigungselement
für die Siebfläche ausgerüsteten verbreiterten Schwemmrinnenabschnitts abge-weigt und
in einen dem Bodenbereich der Siebfläche mit Abstand nachgeordneten, gleichfalls in einem Bodenbereich
der Schwemmrinne angeordneten Steinefängers als Auftriebswasser unter Druck wieder in die
Schwemmrinne zurückgeleitet wird.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 277 170 ist eine Vorrichtung zum Trennen von Flüssigkeiten
und Fremdstoffen bekanntgeworden, bei der ein Wasserdurchtritt in der Schwemmrinne zum Abzweigen
eines Teils des Strömungswassers der Schwemmrinne durch eine die Schwemmrinne im Bereiche ihre,
Wasserdurchtritts uniergreifende Schwingsiebfläche abgedeckt ist, welche durch einen eigenen
Antrieb quer zur Längsachse der Schwemmrinne bewegt wird Die der Schwemmrinne zugekehrte Innenfläche
dieser Siebfläche wirkt mit in Richtung auf die Siebfläche federbelasteten Abstreiferleisten zusammen,
die bei der Schwingbewegung der Siebfläche im Sinne des Abkratzens der Siebinnenfläche wirksam
sind und damit eine Reinigungsfunktion der Siebfläche übernehmen sollen.
Bei der vorbeschriebenen Abstreifervorrichtung besteht jedoch die Gefahr, daß die Abstreiferleisten,
welche einen rechteckigen Querschnitt aufweisen, sich mit einer Querschnittsecke auf der Siebfläche
abstützen. Dies nat zwangläufig zur Folge, daß sich zwischen der gekrümmten Siebfläche einerseits und
der der Schwemmrinne zugekehrten Seitenfläche des Rechteckquerschnitts der Abstrciferleisten andererseits
je ein keilförmiger Raum bildet. Gerade dieser keilförmige Raum begünstigt aber eine ungewünschte
Fehlkonstruktion des Abstreifens insofern, als durch die Schwingbewegung der Siebfläche auf dieser liegende
Steine od. dgl. nicht immer und zuverlässig von den Abstreiferleisten abgestreift, sondern regelrecht
in dem entstehenden Keilraum zwischen den Abstreiferleisten und der gekrümmten Siebfläche
fcNtgeklemmt werden und dadurch zu Störungen Anlaß geben. Selbst wenn ein Festklemmen nicht stattfindet
und die Abstreiferleisten vor dem entgegenkommenden Hindernis gegebenenfalls hochschwenken,
wird die Abstreiferfunktion im Sinne der Reinigung der Siebfläche ebenfalls unterbrochen, so daß
insgesamt gesehen, bei der vorbeschriebenen Vorrichtung mit dem Auftreten von Störungen zu rechnen
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung zu
schaffen, mit der eine einwandfreie Abscheidung von Schwemmwasser bei selbsttätiger Reinigung der Siebfläche
erzielt und der Verschleiß herabgesetzt wird, wobei eine optimale Mengendosierung gewährleistet
ist und vorteilhafterweise bei Stillstand nur Wasser weiterfließen kann, nicht aber das Schwemmgut.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Abstreifervorrichtung aus wenigstens
einer, in der Längsachse der Schwemmrinne innerhalb dieser liegenden, drehzahlregelbar angetriebenen
Förderschnecke besteht, deren schraubengangförmig um die Schneckenachse verlaufende Schnek-
2 002 09i
kenflügelspirale, bezogen auf die Ebene der Siebflache,
senkrecht, d. h. jeweils im rechten Winkel hierzu steht, wobei die Siebfläche durch ein der
IJmfangskrümmung der Förderschnecken angepaßtes, ringsegmentförmig ausgebildetes, nachgiebig gelagertes
und in Richtung auf die Schneckenachse selbsttätig anstellbares Lochschalenblech gebildet ist.
Die gemäß der Erfindung als Förderschnecke ausgebildete Abstreifervorrichtung bietet insofern gegenüber
der vorerwähnten Abstreifervorrichtung entscheidende Vorteile, als die bei der Erfindung benutzten
Abstreiferelemente zwischen sich und der Siebfläche keinen keilförmigen Raum mehr bilden, in
welchem sich Fremdkörper- einklemmen können, vielmehr wirken die Abst: .iferelemente des Erfini.l'jngsgegenstandes
in Form einer schraubengangförriιi
13. um die Schneckenachse gelegten Schneckenflüuelspirale
im Sinne einer kontinuierlichen AbstreiCeri'unktion,
die eine schiebende Wirkung auf die Fremdteile auf der Siebfläche ausübt und damit eine
fortwährende ununterbrochene R inigungsfunktion eier Siebfläche erzielt.
Neben dieser jetzt störungs- und nebenerscheiüjngsfreien
kontinuierlichen Reinigungsfunktion der Siebfläche obliegt der neuen Förderschnecke jedoch
roch eine weitere entscheidend vorteilhafte Funktion dahingehend, daß sie auch noch als regelrechte Dosiervorrichtung
auf das Schwemmgut wirkt. Die Förderschnecke fördert nämlich das Schwemmgut, z.B.
die Zuckerrüben, mit einer ihrer Drehzahl entsprechenden Geschwindigkeit durch diese Schneckenschleuse
hindurch, so daß in Strömungsrichtung hinter der Förderschnecke eine ganz bestimmte Menge
dos Behandlungsgutes weiterströmt. Durch Erhöhung oder Verminderung der Antriebsdrehzahl dieser Förderschnecke
kann also die erforderliche Menge des Schwemmgutes individuell zur Weiterverarbeitung
dosie.. werden, womit ein weiterer Vorteil erzielt wird.
l'nd schließlich kann diese Förderschnecke auch als reines Absperrorgan benutzt werden, wenn ihre
Drehzahl gleich Null ist, sie also stillsteht. Das Schwemmgut wird dann nicht gefördert, der Strömungsfluß
des Wassers bleibt jedoch voll erhalten. Eine Bodenerhebung des Schwemmrinnenbodens
/wischen den Förderschnecken dient dabei als Sperre, so daß c'ns Schwemmgut zwischen den Förderschnecken
ebenfalls zum Stillstand kommt.
Förderschnecken sind an sich aus den französischen
Patentschriften 396 118, 1565 836. dem deutschen Gebrauchsmuster 1 985 000 sowie aus der
USA.-Patentschrift 3 337 026 bekanntgeworden. Diese Förderschnecken bestehen in der Hauptsache
aus einer raumfest gelagerten Scheckenwelle, die sich in einem entsprechend U-förinig gebogenen Trog
dreht, der ebenfalls raumfest angeordnet ist und dessen halbkreisförmiger Teilboden zum Teil gelocht ist.
Diese Schneckenförderer dienen aber bisher ausschließlich dazu, als ansteigende Transportelemente
Feststoffe zu fördern. Mehr in Richtung auf den Erfindungsgegenstand ist diesen Druckschriften nicht
zu entnehmen.
Eine für die Praxis bevorzugte Ausführungsform der Erfindung kann ihren Niederschlag beispielsweise
darin finden, daß zwei Förderschnecken mit gegenläufiger Drchrichturig achsparallel und auf gleicher
Höhe liegend innerhalb der Schwemmrinne ncbeneinanderliegend angeordnet sind.
Mit einer solchen, erfindungsgemäß vorgeschlagenen Ausführung kann also eine vielseitige Funktion
der vorgeschlagenen Schwemmrinne erzielt werden.
Eine bevorzugte Lösung kann dabei ihren Niederschlag darin finden, wenn die die Siebfläche bildenden
Lochschalenbleche durch zweckmäßig je paarweise angeordnete, entsprechend der Krümmung der
Lochschalenbleche ausgebildete, außen an deren Umfang anliegende Stützleisten abgestützt sind, die
ίο je an ihrem einen Ende scharniergelenkartig oder in
ähnlicher Weise gelagert und auf ihrem der Gelenklagerstelle
abgekehrten Ende durch federnd gelagerte Druckrollen anstellend belastet sind.
Diese Ausführung ist \on der fertigungs- und montagetechnischen Seite ebenso von Bedeutung,
wie auch für möglicherweise durchzuführende Reparaturarbeiten. Die Lochschalenbleche als Einzelsuickc
können jederzeit leichi kontrolliert, gegebenenfalls auch ausgetauscht werden.
Zusammenfassend steii. der Erfindungsgegenstand eine für die Praxis brauchbare Lösung dar. Mit der
erreichten Mengendosierung der vorgesehenen Förderschnecke ist also gleichzeitig gewährleistet, daß
alle Feststoffe über eine Siebfläche ohne Störungen »5 gleitend vorgeschoben, also in keiner Weise festgeklemmt
werden können, womit auch eine sichere Reinigungswirkung der Siebfläche erreicht und die"
Störanfälligkeit des Reinigungsbetriebes entscheidend herabgesetzt wird.
Im übrigen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
auf den Zeichnungen wiedergegeben. Dabei zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Teilabschnitt einer Schwemmrinne,
Fig. 2 eine Draufsicht hierzu und
Fig. 2 eine Draufsicht hierzu und
F i g. 3 einen Querschnitt durch die Schwemmrinne im Bereiche der Siebfläche, alle Figuren schematisch
wiedergegeben.
Dabei ist mit 10 eine Schwemmrinne bezeichnet.
in welcher Schwemmgui mitsamt den Fremdkörpern in der dargestellten Pfeilrichtung A strömend bewegt
wird. An einem verbreiterten Teil 11 dieser Schwemmrinne befinden sich im Obergang zwischen
dem Boden 12 der Schwemmrinne und deren Seitenwänden 13 an beiden Seiten des Rinnenbodens nicht
verbundene, je viertelkreisförmig gebogene Siebflächen 18, durch welche ein Teil des Strömungswassers
in einen Auffangraum 14 darunter abgezweigt wird. Dieses Abzweigwasser, dessen Lauf durch die Pfeil-■jo
richtung B angedeutet ist, wird durch eine Pumpe 15 mit erhöhtem Druck im Bereiche eines Steinfängers
16 zurück in die Schwemmrinne 10 geleitet. Dieses unter Druck eintretende Auftriebswasser unterstützt
den Auftrieb des Schwemmgutes im Bereiche des Steinefängers gegenüber den spezifisch schwereren
Fremdkörpern 17, welche im Steinfänger abgeschieden werden.
Damit die nach außen konisch erweiterten Durchgangslöcher in den Siebflächen nicht verstopft werden,
ist eine ständige Reinigung der Innenfläche der Siebfläcrrn 18 erforderlich, was mit Hilfe von Förderschnecken
19 geschieht. Bei diesen Förderschnekken, von denen im Ausführungsbeispiel zwei im verbreiterten
Teil 11 der Schwemmrinne 10 achsparallel und auf gleicher Höhe in Längsrichtung der
Schwemmrinne verlaufend vorgesehen sind, steht die jeweils schraubengangförmig um die Schneckenadiso
gelegte Schneckenflügelspirale 19« jeweils senkrecht.
d. h. im rechten Winkel zur Ebene der Siebfläche 18.
Hierdurch wird eine gleitende Bewegung der Fremdkörper auf den Siebflächen erzielt.
Die Siebflächen 18 sind als gebogene Lochschalenbleche
ausgebildet und können durch jeweils bei 21 schwenkbar angelenkte sowie an dem der GelenklageTStelle
21 abgekehrten Ende je durch eine Druckrolle 22 untergriffene Stützleisten 20 abgestützl
und selbsttätig anstellbar gelagert sein.
Ferner befindet sich im Bereich zwischen den Förderschnecken 19 auf dem Boden 12 der Schwemmrinne
eine Bodenerhebung 23, die als Sperre auf das Schwemmgut wirkt, wenn die Förderschnecken stillstehen.
Das Prinzip der Mengendosicrung ließe sich auch
abweichend von der Darstellung nur mit einer Einzelschnecke in der Längsmittelachse der Schwemmrinne
mit Vorteil verwirklichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Regulierung dis Durchflusses
in knollenförmige Feldfrüchte, wie Zuckerrühen, Zuckerrübenschwänze od. dgl. und von diesen
mitgeführte Fremdstoffe, wie Steine, Blätter, Unkraut od. dgl. fördernden langgestreckten und
waagerecht verlaufenden Schwemmrinnen, wobei ein Teil des Schwemmwassers im Bodenbereiche
eines mit einer einen Wasserübertritt ermöglichenden Siebfläche sowie einer ausschließlich in
diesem Bodenbereich wirkenden Abstreifervorrichtung als ReinigungselSment für die Siebfläche
ausgerüsteten verbreiterten Schwemmrinnenab-Schnitts abgezweigt und in einem dem Bodenbereich
der Siebfläche mit Abstand nachgeordneten, gleichfalls in einem Bodenbereich der
Schwemmrinne angeordneten Steinefänger als Auftriebswasser unter Druck wieder in die
Schwemmrinne zurückgeleitet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abstreifervorrichtung aus wenigstens einer in der Längsachse
der Schwemmrinne (10) innerhalb dieser liegenden, drehzahlregelbar angetriebenen Förderschnecke
(19) besteht, deren schraubengangförmig um die Schneckenachse verlaufende Schnekkenflügelspirale(19a),
bezogen auf die Ebene der Siebfläche (18\ senkrecht, d. h. jeweils im rechten
Winke! hierzu steht, wobei die Siebfläche (18) durch ein der Umfangskrümmung der Förderschnecken
(19) angepaßtes, nngsegmentförmig ausgebildetes, nachgiebig gelagertes und in Richtung
auf die Schneckenachse selbsttätig anstellbares Lochschalenblech gebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Siebfläche (18) bildende
Lochschalenblech durch eine entsprechend der Krümmung des Lochschalenblechs ausgebildete,
außen an deren Umfang anliegende Stützleiste (20) abgestützt ist, die je an ihrem einen Ende
scharniergelenkartig oder in ähnlicher Weise gelagert und auf ihrem der Gelenklagcrstelle (21)
abgekehrten Ende durch federnd gelagerte Druckrollen (22) anstellend belastet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch!, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Förderschnecken (19) mit gegenläufiger Drehrichtung achsparallel und auf
gleichet Höhe liegend innerhalb der Schwemmrinne (10) nebeneinanderliegend angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereiche zwischen den Förderschnecken
(19) auf dem Boden (12) der Schwemmrinne (10) eine bei Förderschneckenstillstand
im Sinne einer Sperre auf das Schwemmgut wirkende Bodenerhebung (23) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702002091 DE2002091C3 (de) | 1970-01-19 | 1970-01-19 | Vorrichtung zur Regulierung des Durchflusses in Schwemmrinnen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702002091 DE2002091C3 (de) | 1970-01-19 | 1970-01-19 | Vorrichtung zur Regulierung des Durchflusses in Schwemmrinnen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2002091A1 DE2002091A1 (de) | 1972-02-17 |
| DE2002091B2 DE2002091B2 (de) | 1973-05-03 |
| DE2002091C3 true DE2002091C3 (de) | 1973-11-22 |
Family
ID=5759906
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702002091 Expired DE2002091C3 (de) | 1970-01-19 | 1970-01-19 | Vorrichtung zur Regulierung des Durchflusses in Schwemmrinnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2002091C3 (de) |
-
1970
- 1970-01-19 DE DE19702002091 patent/DE2002091C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2002091B2 (de) | 1973-05-03 |
| DE2002091A1 (de) | 1972-02-17 |
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|---|---|---|---|
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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