DE1276511B - Verfahren und Vorrichtung zum Verseilen mehrlagiger Kabel od. dgl. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verseilen mehrlagiger Kabel od. dgl.Info
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- D07—ROPES; CABLES OTHER THAN ELECTRIC
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- D07B3/00—General-purpose machines or apparatus for producing twisted ropes or cables from component strands of the same or different material
- D07B3/08—General-purpose machines or apparatus for producing twisted ropes or cables from component strands of the same or different material in which the take-up reel rotates about the axis of the rope or cable or in which a guide member rotates about the axis of the rope or cable to guide the rope or cable on the take-up reel in fixed position and the supply reels are fixed in position
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Verseifen mehrlagiger Kabel od. dgl. Es ist bekannt, zum Verseifen mehrlagiger Kabel od. dgl. Doppelschlagmaschinen als sogenannte Würge- oder Verlitzrnaschinen zu verwenden. Hierbei läuft eine Vielzahl von Verseilelementen mehr oder weniger geordnet im Verseilpunkt zusammen, so daß es nicht möglich ist, die genaue Lage jedes Elementes festzulegen und insbesondere einen exakten Lagenaufbau zu erreichen. Es kommt immer wieder vor, daß einzelne Elemente aus dem Verband herausspringen und von einer inneren zu einer äußeren Lage herüberwechseln. Insbesondere bei stärkeren Abmessungen der Verseilelemente ist ein exakter Aufbau mehrerer Lagen unmöglich. Hierbei wird mit dem ersten Schlag der Verseilverband, in dem beispielsweise der Kerndraht und die ersten sechs Drähte der inneren Lage festliegen, und darum herum die zweite Lage mit zwölf Drähten aufgebaut. Mit dem zweiten Schlag der Doppelschlagmaschine wird die Schlaglänge der Außenlage um die Hälfte verkürzt, d. h., die Außenlage wird zusammengedreht. Die innere Lage wird dabei ebenfalls zusammengedreht, jedoch nicht im gleichen Verhältnis, sondern um den gleichen absoluten Wert. Dadurch entstehen Stauchungen, die sich dadurch bemerkbar machen, daß sich einzelne Verseilelemente zwischen der äußeren Lage hindurchzwängen oder auch in diese einfügen. Der exakte Lagenverband wird somit gestört.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Verseifen mehrlagiger Kabel od. dgl. mittels Doppelschlagmaschinen zu schaffen, das die Herstellung eines exakten Lagenverbandes gewährleistet.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Elemente der in einem Arbeitsgang jeweils neu aufzubringenden Lage zunächst für sich allein in einer Doppelschlagmaschine vorverseilt, sodann in einem innerhalb dieser mit doppelter Drehzahl umlaufenden Bügel wieder aufgeseilt, um eine dort gelagerte, den aus den früher verseiften inneren Lagen bestehenden Kern enthaltenden Spule herumgeführt und schließlich um diesen Kern endgültig verseilt werden.
- Eine zum Ausüben des genannten Verfahrens dienende Doppelschlagmaschine besteht erfindungsgemäß aus einem umlaufenden äußeren Bügel, in dem die von Spulen in einem feststehenden Ablaufgestell abgezogenen Elemente der neu aufzubringenden Lage vorverseilt werden und in dessen Innern ein nicht umlaufender Träger für die Abzugsvorrichtung und die Aufwickelspule sowie ein mit doppelter Drehzahl umlaufender, zum Wiederaufseilen dienender Bügel mit einem innerhalb desselben gelagerten Rahmen für die Kernablaufspule gelagert ist. Die gschilderte Doppelschlagmaschine dient zum Aufbringen einer neuen Verseillage auf einen Kern, der aus den früher verseiften inneren Lagen besteht.
- Bei einer bekannten Doppelschlagmaschine mit ähnlich angeordneter Wiederaufseilvorrichtung ist diese als einfache Legscheibe ohne darin gelagertem Rahmen für die Kernablaufspule ausgebildet. Diese Maschine ermöglicht daher nur das Verseifen einer einlagigen Litze ohne Kern. Würde man in sie, wie ebenfalls bekannt, zusätzlich noch einen Kerndraht oder eine Kernlitze von außen einführen, so würde ein derartiger Kern beim Verseifen nicht wie die sich um ihn herumlegenden übrigen Verseilelemente verkürzt werden. Infolgedessen würde er beim ersten Schlag eingeklemmt werden, beim zweiten Schlag nach außen drängen und dadurch den exakten Lagenverband stören. Dieser Nachteil tritt bei der Doppelschlagmaschine gemäß der Erfindung nicht auf, da bei dieser die Kernspule innerhalb der Wiederaufseilvorrichtung liegt und daher der Kern erst nach dem zweiten Schlag in den Lagenverband eingefügt wird.
- In Weiterbildung der Erfindung kann die Doppelschlagmaschine auch so gestaltet werden, daß mit ihr ein gleichzeitiges Verseifen der vorhergehenden Lage - deren Elemente auf der Kernablaufspule zunächst nur parallel nebeneinander liegen - ermöglicht ist. Das geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß der Rahmen für die Kernablaufspule ebenfalls, und zwar mit einer von der Drehzahl des äußeren Bügels abhängigen Drehzahl, umläuft.
- Durch die hiermit mögliche gleichzeitige Verseilung von zwei Lagen mittels schnellaufender Doppelschlagmaschinen ist eine außerordentlich hohe, den bisherigen Maschinen weit überlegene Leistung zu erzielen, wobei gleichzeitig die Herstellung exakter Lagenverbände gewährleistet ist. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer nach dem Verfahren gemäß der Erfindung arbeitenden Vorrichtung schematisch dargestellt.
- Die Doppelschlagmaschine besteht in erster Linie aus dem umlaufenden Bügel 1, der mit den teilweise als Hohlwellen ausgebildeten Zapfen 2 und 3 in den Ständern 4 bzw. 5 drehbar gelagert und über die Riemenscheibe 6 von einem nicht dargestellten Motor aus antreibbar ist, sowie aus einem in dessen Innern gelagerten, nicht umlaufenden Träger 7 für die Abzugsvorrichtung 8 und die Aufwickelspule 9 mit den zugehörigen Antriebsgliedern (Zahnradpaar 10, 11, Längswelle 12, Schneckengetriebe 13,14).
- Im Innern des Bügels 1 ist außerdem ein weiterer Bügel 15 gelagert, der im gleichen Drehsinn wie dieser, aber mit doppelter Drehzahl umläuft und den entsprechenden Antrieb von der Längswelle 12 über das Zahnradpaar 16,17 erhält. Innerhalb des Bügels 15 ist der Rahmen 18 für die Kernablaufspule 19 derart gelagert, daß er - ebenso wie der Träger 7 - nicht mit umläuft.
- Der Verseilvorgang verläuft wie folgt: Die Elemente 20 der neu zu verseilenden Lage werden von den Spulen 21, die in einem außerhalb des Bügels 1 feststehenden Gestell angeordnet sind, durch die ebenfalls feststehende Lochplatte 22 hindurch in die den ersten Schlag bewirkende Hohlwelle 3, von dort aus über Umlenkrollen 23 seitlich am Bügel l entlang und schließlich über die den zweiten Schlag bewirkende Hohlwelle 2 in das Innere dieses Bügels hineingeführt. Dort werden sie durch die rohrförmig ausgebildeten Längsarme des Bügels 15 hindurchgeführt, der dabei infolge seines Umlaufs mit doppelter Drehzahl ein vollständiges Wiederaufseilen bewirkt. Schließlich gelangen sie zusammen mit dem aus der Kernablaufspule 19 stammenden Kern 24 in die Hohlwelle 25 und werden dort um diesen Kern herum endgültig verseilt. Das so erhaltene Verseilgut 26 wird durch die Abzugsvorrichtung 8 abgezogen und schließlich auf die Aufwickelspule 9 gebracht.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Verseilen mehrlagiger Kabel od.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente der in einem Arbeitsgang jeweils neu aufzubringenden Lage zunächst für sich allein in einer Doppelschlagmaschine vorverseilt, sodann in einem innerhalb dieser mit doppelter Drehzahl umlaufenden Bügel wieder aufgeseilt, um eine dort gelagerte, den aus den früher verseilten inneren Lagen bestehenden Kern enthaltende Spule herumgeführt und schließlich um diesen Kern endgültig verseht werden.
- 2. Doppelschlagmaschine zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen umlaufenden äußeren Bügel (1), in dem die von Spulen (21) in einem feststehenden Ablaufgestell abgezogenen Elemente (20) der neu aufzubringenden Lage vorverseilt werden `und in dessen Innern ein nicht umlaufender Träger (7) für die Abzugsvorrichtung (8) und die Aufwickelspule (9) sowie ein mit doppelter Drehzahl umlaufender, zum Wiederaufseilen dienender Bügel (15) mit einem innerhalb desselben gelagerten Rahmen (18) für die Kernablaufspule (19) gelagert ist.
- 3. Doppelschlagmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (18) für die Kernablaufspule (19) mit einer von der Drehzahl des äußeren Bügels abhängigen Drehzahl umläuft. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 520 281, 543 939.
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| DE1963B0070944 DE1276511B (de) | 1963-03-01 | 1963-03-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Verseilen mehrlagiger Kabel od. dgl. |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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