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DE1276307B - Einrichtung zur selbsttaetigen Begrenzung des Lastmomentes bei Auslegerkranen mit hydraulischem Antrieb - Google Patents

Einrichtung zur selbsttaetigen Begrenzung des Lastmomentes bei Auslegerkranen mit hydraulischem Antrieb

Info

Publication number
DE1276307B
DE1276307B DE1966M0071139 DEM0071139A DE1276307B DE 1276307 B DE1276307 B DE 1276307B DE 1966M0071139 DE1966M0071139 DE 1966M0071139 DE M0071139 A DEM0071139 A DE M0071139A DE 1276307 B DE1276307 B DE 1276307B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
switching means
measuring device
boom
pressure measuring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1966M0071139
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Blume
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Miag Muehlenbau und Industrie GmbH
Original Assignee
Miag Muehlenbau und Industrie GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Miag Muehlenbau und Industrie GmbH filed Critical Miag Muehlenbau und Industrie GmbH
Priority to DE1966M0071139 priority Critical patent/DE1276307B/de
Publication of DE1276307B publication Critical patent/DE1276307B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C23/00Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes
    • B66C23/88Safety gear
    • B66C23/90Devices for indicating or limiting lifting moment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Jib Cranes (AREA)

Description

  • Einrichtung zur selbsttätigen Begrenzung des Lastmomentes bei Auslegerkranen mit hydraulischem Antrieb Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur selbsttätigen Begrenzung des Lastmomentes bei Auslegerkranen, deren Hubwerk hydraulisch angetrieben und deren Ausleger ebenfalls hydraulisch abgestützt wird.
  • Für diese Kranbauart sind bereits Sicherheitseinrichtungen bekannt, die den in den Stützpressen des Auslegers oder im Antriebsmotor des Hubwerks auftretenden Flüssigkeitsdruck als eine und die Neigung des Auslegers als andere Größe zum Messen des Lastmomentes und Stillsetzen des Auslegerantriebs benutzen. In einem Fall (deutsche Patentschrift 1072 788) ist an die Druckmittelleitung zur Stützpresse ein in einem Zylinder geführter, gegen die Kraft einer Feder verschiebbarer Kolben angeschlossen. Die Vorspannung der Feder wird durch einen von einer Steuerkurve verschobenen, als Widerlager für die Feder dienenden Stößel verändert. übersteigt der in der Stützpresse auftretende Druck die Vorspannkraft der Feder, dann wird der Kolben verschoben und schaltet dabei das Steuergerät so, daß die Zuleitung zur Stützpresse von der Druckmittelzu- oder -abfuhr absperrt.
  • Bei einer anderen bekannten Einrichtung (deutsche Patentschrift 1188 256) wird der Hub eines federbelasteten Meßkolbens auf einen Schiebekontakt übertragen, der mit einer zusammen mit dem Ausleger bewegten stromführenden Kontaktkurve zusammenarbeitet und bei Berühren einen im Stromkreis liegenden Steuerschieber für die Ausleger-Stützpresse umschaltet.
  • Der gemeinsame Nachteil beider Ausführungsarten ist darin zu erblicken, daß die Steuerkurven und Stößel bzw. Gestänge, die zum Messen und übertragen der Auslegerstellung notwendig sind, zum Teil mit sehr großen Kräften belastet und daher einem starken Verschleiß unterworfen sind. Außerdem sind die Kosten für die mit großer Präzision herzustellenden Steuerkurven und Gestängegelenke hoch, und trotz regelmäßiger Wartung kann die Betriebssicherheit nicht als gut bezeichnet werden.
  • Ähnlich ungünstige Verhältnisse liegen bei einer anderen bekannten Einrichtung vor, bei der der Arbeitsdruck im hydraulischen Antrieb des Hubwerks in einer Druckmeßvorrichtung gemessen wird und die Auslegerstellung sich über ein Gestänge auf einen parallel zum Stellglied der Druckmeßdose verschiebbaren Schalter überträgt (deutsche Patentschrift 1050 523). Bei Betätigung des Schalters durch das Schaltglied des Meßkolbens wird der Antrieb des Hubwerks im Sinne von »Heben« und der Antrieb des Wippwerks im Sinne von »Neigen« abgeschaltet. Die Einrichtung arbeitet ordnungsgemäß in allen Betriebszuständen, bei denen der Meßkolben sich in einer der angehängten Last entsprechenden Stellung befindet. Wird z. B. die Last mit dem Hubwerk angehoben und der Ausleger anschließend abgesenkt, so erfolgt eine Abschaltung bei derjenigen Neigung, bei der das zulässige Lastmoment erreicht ist. Soll hingegen die Last einzig durch Aufrichten des Auslegers angehoben werden, so ist keine Gewähr dafür gegeben, daß sich über das Hubseil und den Hubwerksantrieb im Meßzylinder ein Druck in der maßgeblichen Höhe aufbaut. Es kann also unter Umständen eine zu schwere Last angehoben werden, wodurch die Kippgrenze überschritten werden kann.
  • Auch von den beiden erstgenannten bekannten Sicherheitseinrichtungen werden diejenigen Betriebszustände nicht erfaßt, bei denen sich in den Stützpressen des Auslegers kein Druck aufbauen kann, wenn sich dessen Kolben in der tiefsten Stellung möglicherweise auf dem Zylinderboden und nicht auf einem Hydraulikvolumen abstützt. Wird z. B. in einer derartigen tiefsten Stellung des Auslegers eine Last mit dem Hubseil angehoben, so kann deren Gewicht nicht erfaßt und der Hubvorgang nicht unterbrochen werden, wenn das zulässige Lastmoment überschritten wird.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, die in allen Betriebszuständen einwandfrei und betriebssicher arbeitet und die teure und verschleißgefährdete Teile weitgehend vermeidet. Dabei werden mechanische Übertragungsteile zwischen dem Ober- und dem Unterwagen eines Kranfahrzeugs ganz durch hydraulische oder elektrische ersetzt. Bei einer Einrichtung zur selbsttätigen Begrenzung des Lastmomentes bei Auslegerkranen mit über Steuergeräte gesteuertem, hydraulisch angetriebenem Hubwerk und mittels hydraulischer Stützpressen abgestütztem Ausleger durch Stillsetzen des Antriebs für dasjenige Arbeitsgerät, durch dessen Bewegung der jeweils zulässige Höchstwert des Lastmomentes erreicht wird, wobei der Druck in den Stützpressen des Auslegers auf das Stellglied einer Druckmeßvorrichtung wirkt, das gegen die Kraft einer Feder verschiebbar ist und mit Schaltmitteln verbunden ist, gelingt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, daß gemäß der Erfindung eine zweite Druckmeßvorrichtung an den hydraulischen Kreislauf des Antriebs des Hubwerks angeschlossen ist, deren Stellglied gegen die Kraft einer Feder verschiebbar und mit Schaltmitteln versehen ist, welche mit den Schaltmitteln des anderen Stellgliedes zusammenarbeiten und bei Erreichen der Lastmomentgrenze einen Impuls zum Stillsetzen der Antriebe liefern. Mit den Druckmeßeinrichtungen werden die Arbeits- bzw. Reaktionsdrücke in beiden hydraulischen Antrieben gemessen und in Beziehung zueinander gesetzt. Das Lastmoment wird also aus der gewogenen Last und aus dem von ihr in der Stützpresse erzeugten Druck festgestellt. Die Federkennlinien der Stellglieder sind hierbei so aufeinander abgestimmt, daß der zu jeder Last gehörige Stellweg das eine Schaltmittel in eine Position bringt, in der es vom Schaltmittel des anderen Stellgliedes betätigt wird, wenn dessen Stellweg dem in der Stützpresse höchstzulässigen Druck entspricht. Eine unmittelbare Berücksichtigung der Auslegerneigung ist also überflüssig, ebenso ein kostspieliges, anfälliges und betriebsunsicheres Gestänge. Es werden auch die bislang nicht erfaßten gefährlichen Bewegungsvorgänge begrenzt bzw. ganz unterbunden, da das Anheben einer Last sowohl durch Aufrichten des Auslegers als auch mit dem Hubseil bei aufsitzendem Kolben der Stützpresse jeweils mindestens eine Meßvorrichtung zum Ansprechen veranlaßt, so daß deren Meßweg einen Abschaltimpuls zu liefern vermag.
  • Es ist vorteilhaft, in Ausgestaltung des Erfindungsgedankens die Druckmeßeinrichtungen so zueinander anzuordnen, daß ihre Stellglieder längs paralleler Bahnen und bei Beaufschlagung in der gleichen Richtung verschiebbar sind. Die Schaltmittel sind dabei hintereinander angeordnet, und zwar liegt das vom Druck in dem Antrieb des Hubwerks bewegte Schaltmittel weiter vorn. Dadurch stellt sich beim Heben einer Last mit dem Hubseil dieses Schaltmittel unbeeinflußt durch die andere Druckmeßvorrichtung ein und ist anschließend bereit, den Abschaltimpuls zu liefern, wenn beim Neigen des Auslegers der zulässige Lastmomentbetrag erreicht wird, das andere Schaltmittel also ebenfalls auf seinem Meßweg in diese Stellung verschoben wurde,- Wird der Ausleger anschließend wieder aufgerichtet und damit aus dem gefährlichen Bereich herausgeführt, so sinkt der Druck in der Stützpresse, und das Schaltmittel entfernt sich wieder von dem anderen, derzeit feststehenden Schaltmittel.
  • Wird eine Last mittels des Auslegers angehoben, ohne vorher »gewogen« worden zu sein, so muß verhindert werden, daß beim späteren Neigen des Auslegers mit dieser Last die Lastmomentgrenze überschritten wird. Da die ungünstigste Stellung des Auslegers seine tiefste Stellung ist, muß die Abschaltung dann erfolgen, wenn die Stützkraft der in dieser Stellung noch zulässigen Last entspricht. Den zugehörigen Meßweg kann das Schaltmittel bis zur Abschaltung durchlaufen, weil sich das andere Schaltmittel in Ruhestellung um diesen Betrag weiter vorn befindet. Das Stillsetzen des Auslegers beim Neigen erfolgt also immer dann, wenn das maximal zulässige Lastmoment erreicht ist; das ist bei einer großen Last bei einer steileren Stellung des Auslegers der Fall als bei einer kleinen. Die Tragkraft des Kranes wird jedoch bei dieser Betriebsart nicht voll ausgenutzt; die Bedienungsperson wird viehmehr im Normalfall jede Last, nachdem der Lasthaken durch Absenkers und/oder Neigen des Auslegers in die richtige Stellung gebracht wurde, zuerst mit dem Windwerk anheben und dann erst auch horizontal durch Betätigen des Auslegers bewegen.
  • Damit der einmal eingestellte Zustand der die Last wiegenden zweiten Druckmeßvorrichtung auch erhalten bleibt, wenn der Arbeitsdruck infolge Wirkungsgradeinflüssen oder durch schnelles Absenken des Auslegers sinkt, ist in Weiterausgestaltung der Erfindung in der Zuleitung zur zweiten Druckmeßvorrichtung ein Rückschlagventil angeordnet, das vom Stellglied der anderen Druckmeßvorrichtung erst entsperrt wird, wenn diese entlastet, die Last also abgesetzt ist. Erst dann kehrt auch das erste Stellglied in die Ruhelage zurück und ist zum Wiegen der nächsten Last betriebsbereit.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung nach der Erfindung in Form eines Schaltschemas dargestellt.
  • Auf einem Oberwagen 1, eines Kranes ist ein Ausleger 2 gelagert, der mittels einer hydraulischen Stützpresse 3 verstellt werden kann. Ein Hubwerk 4 hat als Antrieb 5 einen hydrostatischen Motor. Das Druckmittel wird von einer durch einen Elektromotor 6 angetriebenen Pumpe 7 geliefert, die es aus einem Behälter 8 ansaugt und in eine Förderleitung 9 drückt. Von dieser Förderleitung 9 zweigt eine Nebenleitung 10 ab, die zu einem überdruckventil 11 führt. Für die Steuerung der Antriebe 3, 5 sind zwei mittels Handhebel 12,13 zu betätigende Steuerschieber 14,15 vorgesehen, die durch eine Druckmittelleitung 16 hydraulisch hintereinandergeschaltet sind. Befinden sich beide Steuerschieber 14,15 in einer durch Rückholfedern 17,18 gewährleisteten Mittellage, dann kann das Druckmittel drucklos durch eine Rücklaufleitung 19 in den Behälter 8 abfließen. Der in Fließrichtung erste Steuerschieber 14 ist durch eine Leitung 20 an die Stützpresse 3 des Auslegers 2 angeschlossen, wobei ein in dieser Leitung 20 liegendes, steuerbares Rückschlagventil 21 bei Unterbrechung der Druckmittelzufuhr den Ausleger 2 festhält und gleichzeitig den Steuerschieber 14 vom Reaktionsdruck entlastet. In Fließrichtung zur Stützpresse 3 hinter dem Rückschlagventil21 ist mittels einer Zweigleitung eine Druckmeßvorrichtung 22 bis 27 angeschlossen, die im wesentlichen aus einem Meßkolben 22, einem an dessen Kolbenstange befestigten Federteller 23, einer Druckfeder 24 und einem durch einen Gewindestift 25 verstellbaren Widerlager 26 für die Druckfeder 24 besteht. Durch eine Ausnehmung im Gehäuse der Meßdose ragt als Schaltmittel ein Schaltglied 27 nach außen, das einen an einem Meßkolben 28 einer anderen Druckmeßvorrichtung 28, 29 als zweites Schaltmittel befestigten Schalter 29 betätigt. Der übrige Aufbau dieser Druckmeßvorrichtung 28, 29 ist gleich dem der vorher beschriebenen. Angeschlossen ist die zweite Druckmeßvorrichtung 28, 29 an eine vom Steuerschieber 15 zum Antrieb 5 des Hubwerks 4 führende und beim Heben mit Druckmittel beaufschlagte Leitung 30. In eine von der Leitung 30 abzweigende Zuleitung 31 sind hintereinander eine Drossel32 und ein Rückschlagventil 33 eingefügt, wobei das Rückschlagventil 33 in Richtung zur Druckmeßvorrichtung 28, 29 hin freien Durchfluß gewährt, wogegen in der umgekehrten Richtung Druckmittel nur abfließen kann, wenn der in Ausgangsstellung befindliche Meßkolben 22 der ersten Druckmeßvorrichtung 22 bis 27 mit einem rückwärts verlängerten Stift des Schaltgliedes 27 das Rückschlagventil33 entsperrt.
  • Die elektrische Ausrüstung der Sicherheitseinrichtung umfaßt außer dem bereits erwähnten Schalter 29 und zwei Endschaltern 34, 35 für die höchste und tiefste Stellung der Hakenflansche mehrere Haftmagnete 36, 37, 38 mit Spulenkernen 39, 40, 41, die am freien Ende den Handhebeln 12,13 der Steuerschieber 14,15 als Schwenklager dienen; zu diesem Zweck sind die Handhebel 12,13 am Ende mit einer Kugel versehen. Die Betätigungskraft wird von den Handhebeln 12, 13 über Schub- und Koppelstangen 42, 43 bzw. 44, 45 auf die Steuerschieber 14, 15 übertragen. Der Haftmagnet 36, auf dessen Spulenkern 39 sich der Handhebel 13 beim Schwenken in Richtung S - Senken - abstützt, liegt elektrisch in Reihe mit dem Endschalter 34, der das Senken des Hubseils begrenzt und dabei von einem nicht dargestellten Seilführungsschuh betätigt wird und die Magnetspule 36 stromlos macht. Die für Heben des Hubseils und Neigen des Auslegers benötigten Haftmagnete 37, 38 sind parallel geschaltet und liegen in Reihe mit dem Schalter 29 der Druckmeßvorrichtung 22 bis 27, 28, 29 und mit einem Endschalter 46, der von einem Anschlag 47 des Auslegers 2 in dessen tiefster Stellung betätigt wird. Ebenfalls in Reihe liegt der Endschalter 35, der den Hub des Hubseils nach oben begrenzt. Durch einen Hauptschalter 48 kann die Anlage still- oder in Betrieb gesetzt werden.
  • Wird eine Last gehoben, so wird zunächst Handhebel 13 in Richtung H - Heben - verstellt, wodurch das rechts gezeichnete Fließschema H des Steuerschiebers 15 wirksam wird. Das bisher drucklos durch die Rücklaufleitung 19 abfließende Druckmittel gelangt jetzt durch Leitung 30 in den hydrostatischen Antrieb 5 und steigert seinen Druck bis auf den zum Anheben der Last erforderlichen Betrag. Der Druckanstieg pflanzt sich durch die Zuleitung 31, Drossel 32 und Rückschlagventil 33 zur Druckmeßvorrichtung 28, 29 fort und verschiebt deren Meßkolben 28 gegen die Kraft der Feder nach rechts. Gleichzeitig baut sich in der Stützpresse 3 ein Reaktionsdruck auf, der sich durch die Leitung 20 bis zur zweiten Druckmeßvorrichtung 22 bis 27 fortpflanzt und den Meßkolben 22 ebenfalls nach rechts verschiebt. Übersteigt der Reaktionsdruck den für die Lastgröße zulässigen Wert, dann wird Schalter 29 vom Schaltglied 27 überholt und geöffnet, so daß die Spule des Haftmagnets 37 stromlos, der Handhebel,13 »weich« und der Steuerschieber 15 mittels der Rückholfeder 18 in die Mittellage zurückgeschoben wird. Die Last kann, da sie für die Auslegerstellung zu schwer ist, nicht angehoben werden. Erfolgte der Abschaltvorgang nicht, dann kann die Last bis zur erforderlichen Höhe angehoben werden. Durch Rückstellen des Steuerschiebers 15 in die Mittellage hört die Druckmittelzufuhr auf, und das Rückschlagventil33, das vom Schaltglied 27 frei ist, schließt sich, so daß der Meßkolben 28 und mit ihm der Schalter 29 in der eingestellten Lage verbleiben. Bei Einstellung des Handhebels 12 in Richtung N - Neigen - wird der Steuerschieber 14 nach links auf das Fließschema N verstellt, dabei wird das Rückschlagventi121 entsperrt. Steigt nun durch Neigen des Auslegers 2 der Druck in der Stützpresse 3 und in der zugehörigen Druckmeßvorrichtung 22 bis 27, dann verschiebt sich deren Meßkolben 22 nach rechts, um bei Überschreitung der Lastmomentgrenze den Schalter 29 zu betätigen. Dadurch wird die Spule des Haftmagnets 38 stromlos, und der Handhebel 12 wird mittels der Rückholfeder 17 in die gestrichelt gezeichnete Stellung gezogen. Die vorher wirksame, rechts gezeichnete Stellung N des Steuerschiebers 14, bei der das Rückschlagventil21 entsperrt war und Druckmittel aus der Stützpresse 3 durch die Druckmittelleitung 16 und die Rücklaufleitung 19 abfließen konnte, wird unwirksam, an ihre Stelle tritt wieder das in der Mitte gezeichnete Fließschema des Steuerschiebers 14, welches Stillstand des Auslegers 2 bedeutet. Da auch die für Heben der Last notwendige Spule des Haftmagnets 37 stromlos ist, können nur noch die Vorgänge »Last absenken« und »Ausleger aufrichten« durchgeführt werden, die beide aus dem gefährlichen Lastmomentbereich herausführen. Nach dem Absetzen der Last sinkt der Reaktionsdruck in der Stützpresse 3 auf Null, und der Meßkolben 22 kehrt in die Ausgangsstellung zurück, in der er das Rückschlagventil 33 öffnet und dem in der anderen Druckmeßvorrichtung 28, 29 eingeschlossenen Druckmittel den Abfluß in die Rücklaufleitung 19 ermöglicht. Der Meßkolben 28 kehrt also ebenfalls in die Ruhestellung zurück.
  • Soll versehentlich die Last sofort mit dem Ausleger 2 angehoben werden, so befindet sich der Meßkolben 28 noch in Ruhestellung, und die Last kann nur angehoben werden, wenn der Weg des Schaltgliedes 27 kleiner bleibt als sein Abstand vom Schalter 29. Dieser Abstand ist so bemessen, daß er dem Meßweg des Meßkolbens 22 entspricht, den dieser bei einer in tiefster Auslegerstellung noch zulässigen Last zurücklegt.
  • Die komplette Meß- und Steuereinrichtung kann an beliebiger Stelle im Unterwagen des Kranfahrzeugs untergebracht werden, beispielsweise im Führerhaus. Ihre Funktion kann daher jederzeit leicht überprüft werden, und Beschädigungen an ungeschützt liegenden Teilen sind ausgeschlossen. Die elektrischen und hydraulischen Verbindungsleitungen zum Oberwagen 1 sind ohnehin vorhanden und bedürfen keiner zusätzlichen Überwachung. Die Einrichtung nach der Erfindung bietet somit ein Höchstmaß an Betriebssicherheit und erfüllt alle geltenden Vorschriften zur Unfallverhütung.
  • Auch in demjenigen Fall arbeitet die Sicherheitseinrichtung ordnungsgemäß, in dem bei unten aufsitzendem Kolben der Stützpresse 3 eine Last mit dem Hubseil angehoben werden soll. Dieser Zustand kann eintreten, wenn der Kran längere Zeit außer Betrieb ist und im Leitungssystem und in den Schaltorganen Leckölverluste auftreten. Da aber in der tiefsten Stellung des Auslegers 2 der Anschlag 47 den Schalter 46 öffnet und auch weiterhin offenhält, bleibt unter anderem die Spule des Haftmagnets 37 stromlos, und das Verschieben des Handhebels 13 in Richtung H - Heben - hat auf den Steuerschieber 15 keine Wirkung, so daß die Last nicht gehoben werden kann. Lediglich ein Aufrichten des Auslegers 2 ist möglich, wodurch aber die normale Arbeitsweise der Einrichtung wiederhergestellt ist.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Einrichtung zur selbsttätigen Begrenzung des Lastmomentes bei Auslegerkranen mit über Steuergeräte gesteuertem, hydraulisch angetriebenem Hubwerk und mittels hydraulischer Stützpressen abgestütztem Ausleger durch Stillsetzen des Antriebs für dasjenige Arbeitsgerät, durch dessen Bewegung der jeweils zulässige Höchstwert des Lastmomentes erreicht wird, wobei der Druck in den Stützpressen des Auslegers auf das Stellglied einer Druckmeßvorrichtung wirkt, das gegen die Kraft einer Feder verschiebbar ist und mit Schaltmitteln verbunden ist, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß eine zweite Druckmeßvorrichtung (28, 29) an den hydraulischen Kreislauf des Antriebes (5) des Hubwerks (4) angeschlossen ist, deren Stellglied (Meßkolben 28) gegen die Kraft einer Feder verschiebbar und mit Schaltmitteln (Schalter 29) versehen ist, welche mit den Schaltmitteln (Schaltglied 27) des anderen Stellgliedes (Meßkolben 22) zusammenarbeiten und bei Erreichen der Lastmomentgrenze einen Impuls zum Stillsetzen der Antriebe (3, 5) liefern.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellglieder (Meßkolben 22, 28) der Druckmeßvorrichtungen (22 bis 27 und 28, 29) längs parallel zueinander verlaufender Bahnen und bei Druckbeaufschlagung in gleicher Richtung verschiebbar sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im drucklosen Zustand das Schaltmittel (Schaltglied 27) der vom Druck in den Stützpressen (3) beaufschlagten ersten Druckmeßvorrichtung (22 bis 27) hinter dem anderen Schaltmittel (Schalter 29) um einen Betrag zurücksteht, der dem bei tiefster Auslegerstellung zulässigen Meßhub des Stellgliedes (Meßkolben 22) der ersten Druckmeßvorrichtung (22 bis 27) entspricht.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von den Schaltmitteln (27, 29) gelieferte Impuls auf die Steuergeräte (Steuerschieber (14, 15) beider Druckmittelkreisläufe derart einwirkt, daß der Antrieb (5) des Hubwerks (4) stillgesetzt und der Druckmittelrücklauf aus den Stützpressen (3) gesperrt wird.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuleitung (31) zur zweiten Druckmeßvorrichtung (28, 29) für den Arbeitsdruck im Antrieb (5) des Hubwerks (4) ein entsperrbares, in Strömungsrichtung zur zweiten Druckmeßvorrichtung (28, 29) hin offenes Rückschlagventil (33) liegt, das vom Schaltmittel (Schaltglied 27) der ersten Druckmeßvorrichtung (22 bis 27) in deren Ruhestellung entsperrt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1050 523, 1072 788, 1188256.
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