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Anordnung zur Aufnahme und Wiedergabe von mehreren Bildfolgen auf
einem Bildträger Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Aufnahme und Wiedergabe
von mehreren Bildfolgen auf einem Bildträger.
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Bisher war es üblich, auf einem Bildträger Szenen oder Bildfolgen
unterschiedlicher Länge aufzunehmen und diesen dann als Ganzes gegebenenfalls nach
Herausschneiden einzelner unbrauchbarer Stellen vorzuführen. Insbesondere auf dem
Gebiet des Amateurfilms hat sich jedoch herausgestellt, daß Anfänger und nur gelegentlich
filmende Amateure häufig aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sind, einen
Film zu drehen, der ihren Ansprüchen an den Zusammenhang der verschiedenen, je ein
Motiv wiedergebenden Bildfolgen und die durchlaufende Handlung genügt, da diese
Ansprüche durch die weite Verbreitung des Fernsehens und des kommerziellen Films
hoch liegen. Trotz der Möglichkeit, vom technischen Standpunkt aus ohne weiteres
einwandfreie Belichtungen erzielen zu können, verlieren infolgedessen viele Anfänger
nach anfänglichen Versuchen ihr Interesse am Filmen.
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Hier setzt die Erfindung ein, deren Ziel es ist, dem Amateur die Möglichkeit
zu schaffen, Aufnahmen zu machen, die zu mehreren jeweils ein Motiv in seinem Bewegungsablauf
festhaltenden Bildfolgen führen, ihn aber von komplizierten Regie-und Drehbucharbeiten
entlastet und ohne komplizierte Schneide- und Klebearbeiten zu einem bei der Vorführung
befriedigenden Ergebnis führt.
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Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß eine Vorrichtung zum
selbsttätigen Stillsetzen des Bildträgers bei der Aufnahme jeweils nach Durchlauf
eines eine Bildfolge enthaltenden Trägerabschnitts vorbestimmter Länge vorgesehen
ist und am Ende jeder Bildfolge eine Markierung erfolgt. Zweckmäßig besteht die
Markierung am Ende jeder Bildfolge aus einem Leerbild.
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In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist die Vorrichtung
zum Stillsetzen eine vom Kameraantriebsmotor angetriebene Meßeinrichtung auf. Zum
selbsttätigen Abstoppen des Filmtransportgetriebes und zur Erzeugung des Leerbildes
kann die Meßeinrichtung zwei Steuerscheiben mit je einer Ausnehmung umfassen, von
denen die eine mit einem Sperrglied für das Transportgetriebe und die andere mit
einer Einrichtung zur Abdeckung des Objektivstrahlenganges zusammenwirkt.
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Um dem Benutzer die Möglichkeit zu schaffen, auch die Bildfolgen beliebiger
Länge aufzunehmen, ist zweckmäßig eine rastbare Handhabe zum Ausschalten der Vorrichtung,
zum Stillsetzen des Bildträgers und der Mittel zur Anbringung der Markierung am
Ende jeder Bildfolge vorgesehen.
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Eine besonders einfache Handhabung bei der Wiedergabe der einzelnen
Trägerabschnitte ergibt sich durch Verwendung einer einen Trägerabschnitt zur Endlosprojektion
aufnehmenden Kassette, die an ein Wiedergabegerät ansetzbar ist.
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Vorzugsweise bildet eine solche Kassette einen in sich geschlossenen
Filmkanal zur Aufnahme des Trägerabschnitts und besitzt einen Ausbruch im Bereich
des wiederzugebenden Teils des Trägerabschnitts.
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Der Erfindungsgegenstand ist an Hand von Ausführungsbeispielen beschrieben
und in den Zeichnungen aufgezeigt. Es ist F i g.1 eine aufgeschnittene Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes zur Aufnahme von Bildstreifen konstanter Länge, F i g.
2 ein Detail der Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes gemäß F i g. 1 in einem
Schnitt, F i g. 3 eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zur Wiedergabe
von Bildstreifen in einer der F i g.1 entsprechenden Wiedergabe, F i g. 4 ein Detail
der Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes gemäß F i g. 3 in einem Schnitt,
F i g. 5 ein Detail der in der Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes gemäß
den F i g. 3 und 4 verwendeten Kassette zur Wiedergabe von Filmstreifen und F i
g. 6 eine weitere Kassette zur Wiedergabe von Filmstreifen.
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In der Darstellung gemäß F i g.1 und 2 ragt durch ein Kameragehäuse
1 eine Betätigungshandhabe 2 eines Kameraauslösers 3, welcher mittels einer Rückholfeder
4 im Ruhezustand am Kameragehäuse 1 gegen seinen Anschlag 5 gehalten wird. Die Rückholfeder
4 ist zwischen einem am Kameraauslöser 3 angebrachten Ansatz 6 und einem auf einer
nicht
näher dargestellten Platine befestigten Stift 7 eingehängt.
Der Kameraauslöser 3 weist zwei Schlitze 8
und 9 auf, in welche zwei
Stifte 10 und 11 ragen, die ebenfalls in der Kameraplatine befestigt sind und in
den Schlitzen 8 und 9 geführt sind. Am unteren Ende des Kameraauslösers 3 befindet
sich ein Stellstift 12, der auf einen Ansatz 13 eines als Hebel ausgeführten Sperrgliedes
15 einwirkt.
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Eine Rückholfeder 16 greift mit ihrem einen Ende in der Bohrung 17
des Sperrgliedes 15 ein und ist mit ihrem anderen Ende in einem in der Platine befestigten
Stift 18 eingehängt. Das Sperrglied 15 weist an einem Ende eine Nase 19 auf, welche
in dem Ablaufweg eines Anschlags 20 führbar ist. Der Anschlag 20 ist auf
einem Zahnrad 21 befestigt, das von dem Ritze122 angetrieben wird. Das Ritzel22
ist auf einer zum Kameraantriebsmotor 24 gehörenden Welle 23 befestigt.
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Das Zahnrad 21 sitzt auf einer Welle 25, welche in den Punkten 26
und 27 in der Kameraplatine gelagert ist. Das Zahnrad 21 ist mit einer als
Zahnrad ausgebildeten Umlaufblende 28 im Eingriff, welche im Bereich des Objektivstrahlenganges
die Öffnung 29 aufweist. Die Umlaufblende 28 sitzt auf einer Welle 30, welche in
der Platine gelagert ist und durch eine Scheibe 31 gegen Herausfallen gesichert
ist. Ini Kameragehäuse 1 befindet sich ein Objektiv 32.
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Auf der Welle 25 befindet sich weiter eine Kurve 33, welche einen
Schleppgreifer 34 antreibt. Der Schleppgreifer 34 weist zwei Backen 35 und 36 auf,
welche an der Kurve 33 anliegen. Am Schleppergreifer 34 befindet sich ein Schaltzahn
37, der in die Perforationen eines Films 38 eingreift. Eine Filmbahn 39 ist
an der Platine befestigt und bildet mit einer nicht näher dargestellten Andruckplatte
die Filmführung in der Aufnahmekamera.
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Auf der Welle 25 ist eine Schnecke 40 befestigt, welche
ein Zahnrad 41 und ein weiteres Zahnrad 42
antreibt. Das Zahnrad 41
ist auf einer Achse 43 befestigt, welche über nicht näher dargestellte, an sich
q bekannte Mittel den Aufwickelkern für den Film antreibt. Das Zahnrad
42 trägt eine Steuerscheibe 44
mit einer Ausnehmung 45. über zwei Stifte
46 und 47 ist das Zahnrad 42 mit einer weiteren, eine Ausnehmung 48 aufweisenden
Steuerscheibe 49 fest verbunden. Relativ zur Steuerscheibe 44 ist eine Schaltscheibe
50 bewegbar angeordnet. Die Steuerscheibe 44, das Zahnrad 42 sowie die Steuerscheibe
49 sind vorzugsweise aus einem elektrisch nicht leitendem Material gefertigt
und zusammen mit der Schaltscheibe 50 um eine Lagerbüchse 51 drehbar gelagert. Zwischen
der Lagerbüchse 51 und einem Lagerbolzen 52 ist eine Isolierbüchse 53 angeordnet.
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Zwei Schaltkontakte 54 und 55 bilden einen Schalter für den Kameraantriebsmotor
24. Der Schaltkontakt 55 ist auf der Steuerscheibe 44 befestigt und schleift auf
der Lagerbüchse 51. Eine Zuleitung 56
ist an einer Lötöse 57 befestigt
und über die Platine mit der Lagerbüchse 51 leitend verbunden, so daß der
Schaltkontakt 55 mit der Spannungszuführung 56
in Verbindung steht.
Eine zweite Zuleitung 58 ist an einer Lötöse 59 befestigt, welche mit dem Lagerbolzen
52 in leitendem Kontakt steht. Am anderen Ende des Lagerbolzens 52 schleift der
Schaltkontakt 54 und nimmt die zugeführte Spannung an diesem Punkt ab.
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Eine Zugfeder 60 ist zwischen einem auf der Schaltscheibe 50 befestigten
Stift 61 und dem zur Steuerscheibe 44 gehörenden Stift 46 eingehängt. Die Schaltscheibe
50 trägt weiterhin eine Ausnehmung 62, welche mit einem auf dem Sperrglied
15 befestigten Ansatz 63 zusammenwirkt.
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Am Sperrglied 15 ist weiter eine Feder 64 mit einem Schaltzahn 65
befestigt. Der Schaltzahn 65 wirkt auf ein Gesperrzahnrad 66 ein, das um den Zapfen
67 drehbar gelagert ist und unter der Wirkung einer Drehfeder 68 steht. Eine
durch einen drehbaren Hebel ausgeführte Rücklaufsperre 69 ist um den Zapfen 70 drehbar
gelagert und greift mit ihrem Ende 71 in die Zähne des Gesperrzahnrades 66 ein.
Das Gesperrzahnrad 66 ist auf einer Scheibe 137 befestigt, die einen Index 138 trägt.
Eine am Kameragehäuse angebrachte Skala 139 zeigt die Stellung des Gesperrzahnrades
66 an. Eine Druckfeder 72 wirkt auf die Rücklaufsperre 69. Eine auf einem nicht
näher dargestellten Kameradeckel angebrachte Nase 73 bewegt sich beim Öffnen des
Kameradeckels in Richtung des Pfeiles a und wirkt auf die Feder 64 und die Rücklaufsperre
69 ein.
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Ein Winkelhebel 74 ist um den Zapfen 75 drehbar gelagert und übergreift
mit einer Gabel 76 einen auf einem Sektor 77 befestigten Stift 77 a. Der Sektor
77 ist mit seiner Welle 78 schwenkbar gelagert und kann sich je nach Stellung der
Gabel 76 im Bereich des Objektivstrahlenganges befinden oder ausgeschwenkt
sein. Hierzu trägt der Winkelhebel 74 eine Tastnase 79, welche unter der Wirkung
der Zugfeder 80 in die Ausnehmung 48 der Steuerscheibe 49 einfallen kann. Die Zugfeder
80 wirkt zwischen einem mit dem Winkelhebel 74 fest verbundenen Stift 81
und einem pjatineseitigen Stift 82.
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An der Oberseite des Kameragehäuses 1 befindet sich ein eine
Betätigungshandhabe 84 und eine Stellnase 85 umfassender Schieber 83, welcher mit
einem am Winkelhebel 74 angebrachten Ansatz 86 zusammenwirkt. Der Schieber
83 weist ein Führungsblech 87 auf, welches eine Bohrung 88 besitzt, in die
unter der Wirkung einer Druckfeder 89 eine Kugel 90 in der hinteren
Stellung des Schiebers 83 einrasten kann.
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Auf der Rückseite der Steuerscheibe 49 befindet sich eine Steuerkurve
91, die durch ein Tastglied 92 abgetastet wird. Das Tastglied 92 ist Teil eines
weiteren Winkelhebels 93, der unter der Wirkung einer Zugfeder 94 um einen Zapfen
95 in Richtung des Pfeiles b drehbar ist.
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Bei Betätigung des Kameraauslösers 3 in Richtung des Pfeiles c wird
das Sperrglied 15 um seinen Lagerzapfen 14 in Richtung des Pfeiles d im Uhrzeigersinn
gedreht. Hierdurch wird die Nase 19 vom Anschlag 20 entfernt und das Zahnrad 21
freigegeben. Gleichzeitig wird auch der Ansatz 63 des Sperrgliedes 15 aus der Aussparung
62 der Schaltscheibe 50 und der Aussparung 45 der Steuerscheibe 44 herausbewegt.
Dadurch kann sich die Schaltscheibe 50 unter der Wirkung der vorgespannten Feder
60 in Richtung des Pfeiles e relativ zur Schaltscheibe bewegen. Da der Kontakt 54
mit der Schaltscheibe 50 und der Kontakt 55 mit der Steuerscheibe 44 verbunden ist,
kommt es zu einem Schließen des Kontaktpaares. Durch die Drehbewegung der Schaltscheibe
50 gelangt deren Ausnehmung 62 aus dem Wirkungsbereich des Ansatzes 63, und nach
Schließen des Kontaktpaares 54 und 55 beginnt der Kameraantriebsmotor 24 zu laufen.
Das Antriebsritzel 22 treibt nun über das Zahnrad 21 die Welle 25 und die verzahnte
Umlaufblende 28 an. Gesteuert durch
die Kurve 33 transportiert der
Greifer 34 den Film in Richtung des Pfeiles f.
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über die Schnecke 40 wird das Zahnrad 42 angetrieben, so daß sich
dieses zusammen mit der Schaltscheibe 50 und den Steuerscheiben 44 und 49 in Richtung
des Pfeiles e um die Lagerbüchse 51 dreht.
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Infolgedessen gleitet die Tastnase 79 des Winkelhebels 74 aus der
Ausnehmung 48 der Steuerscheibe 49, so daß die Gabel 76 den am Sektor 77 befestigten
Stift 77 a nach unten bewegt. Der Sektor 77 wird somit aus dem Bereich des Objektivstrahlenganges
entfernt. Der Kameraauslöser 3 kann nunmehr losgelassen werden, denn der Kameraantriebsmoior
24 bleibt so lange angeschaltet, bis nach einer Umdrehung des Zahnrades 42 die Ausnehmung
62 der Schaltscheibe 50 wieder in den Bereich des Ansatzes 63 gelangt.
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Wenn der Ansatz 63 wieder in die Ausnehmungen 45, 62 einfällt, gelangt
die am Sperrglied 15 angebrachte Nase 19 in den Ablaufweg des am Zahnrad 21 befestigten
Anschlages 20, berührt diesen aber noch nicht. Das Zahnrad 42 kann sich, da die
Ausnehmung 45 länger als die Ausnehmung 62 ist, noch etwas weiterdrehen; der auf
der Steuerscheibe 44 angebrachte Kontakt 55 wird somit von dem auf der Schaltscheibe
50 befestigten Kontakt 54 entfernt. Der Kameraantriebsmotor 24 wird hierdurch abgeschaltet.
Da etwa gleichzeitig auch die zum Winkelhebel 74 gehörende Steuernase 79 in die
Ausnehmung 48 der Steuerscheibe 49 einfällt, wird der Sektor 77 wieder in den Strahlengang
des Objektivs 32 zurückgeführt.
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Bei einer solchen Anordnung entspricht einer Umdrehung des Zahnrades
42 eine Bildfolge. Die Zuordnung der Ausnehmung 48 in der Steuerscheibe 49 zu den
Ausnehmungen 45 und 62 der Steuerscheibe 44 und der Schaltscheibe 50 ist so getroffen,
daß unmittelbar nach Einfallen der Steuernase 79 in die Ausnehmung 48 das Kontaktpaar
54, 55 geöffnet wird. Der Motor 24 bewegt jedoch unter der Wirkung seines
eigenen Trägheitsmoments das Filmtransportgetriebe noch etwas weiter, bis der Film
38 um ein Bild weitertransportiert ist. Hierdurch kommt der zum Zahnrad 21 gehörende
Anschlag 20 gegen die am Sperrglied 15 angebrachte Nase 19 zu liegen. Da hierbei
der Sektor 77 in den Objektivstrahlengang eingebracht wird, ist das Bild am Ende
der Bildfolge nicht mehr belichtet.
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Soll die beschriebene Anordnung im Dauerlauf betrieben werden, so
kann der den Objektivstrahlengang abdeckende Sektor 77 für eine beliebige Dauer
ausgeschwenkt bleiben. Hierzu wird die Betätigungshandhabe 84 des Schiebers 83 in
Richtung des Pfeiles h bewegt, so daß die Stehnase 85 auf den zum Winkelhebel 74
gehörenden Ansatz 86 aufgleiten kann. Der Winkelhebel 74 wird um seinen Lagerzapfen
75 in Richtung des Pfeiles g gedreht und bleibt so lange arretiert, bis die Schieberanordnung
83 wieder in ihre Ausgangslage zurückgeführt wird. Damit wird eine Unterbrechung
der Belichtung verhin- i dort. Bei Betätigung des Kameraauslösers 3 bleibt entsprechend
der vorbeschriebenen Darstellung der Kameraantriebsmotor 24 für die Zeitdauer des
Niederdrückens eingeschaltet, da erst nach Loslassen des Kameraauslösers der zum
Sperrglied 15 ge- i hörende Ansatz 63 wieder in die Ausnehmung 62 der Schaltscheibe
50 einfallen kann. Hierdurch können also Szenen mit einem vielfachen der Laufdauer
einer Bildfolge belichtet werden, so daß auch normale Filmaufnahmen mit variabler
Szenenlänge durchgeführt werden können.
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Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die Anzahl der aufgenommenen
Szenen zählen sowie den Ablauf einer Bildfolge kontrollieren zu können. Zur Zählung
der einzelnen Szenen zeigt F i g. 1 ein Zählwerk, das im wesentlichen aus dem unter
der Wirkung einer Drehfeder stehenden Gesperrzahnrad 66 besteht. Die am Sperrglied
15 angebrachte Feder 64 trägt eine Schaltklinke 65, welche in die Zähne des Gesperrzahnrades
66 eingreift. Wird das Sperrglied bei Betätigung des Kameraauslösers 3 um seinen
Lagerzapfen 14 in Richtung des Pfeiles d bewegt, so greift die Schaltklinke 65 unter
den nachfolgenden Zahn des Gesperrzahnrades 66 und transportiert dieses, wenn das
Sperrglied 15 unter der Wirkung der Zugfeder 16 wieder nach oben geführt wird, um
eine Zahnlänge weiter. Die Indexmarke 138 auf der Scheibe 137 zeigt dann je nach
ihrer Stellung zur kameraseitigen Skala 139 die Anzahl der aufgenommenen Szenen
an. Die um den Lagerzapfen 70 drehbar angeordnete Rücklaufsperre 69 verhindert eine
unkontrollierte Drehbewegung des Gesperrzahnrades 66. Wird nach Durchlauf der gesamten
Filmlänge der Film ausgewechselt, so schiebt eine am Kameradeckel angebrachte Nase
73 beim öffnen des Deckels die Feder 64 und die Rücklaufsperre 69 in Richtung des
Pfeiles a, so daß die Schaltklinke 65 und das Ende 71 der Rücklaufsperre
69 aus dem Bereich des Gesperrzahnrades 66 gelangen. Die Drehfeder 68 führt dieses
darauf wieder in seine Ausgangsstellung zurück.
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Zur Kontrolle des Ablaufs einer Bildfolge befindet sich in der Darstellung
gemäß F i g. 2 auf der Rückseite der Steuerscheibe 49 die Steuerkurve 91, welche
mittels des Tastgliedes 92 abgetastet werden kann. Die Bewegung des Tastgliedes
92 überträgt sich in der dargestellten Ausführung auf den Winkelhebel 93, dessen
Ende beispielsweise im Sucher der Kamera sichtbar gemacht werden kann.
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In der Darstellung gemäß F i g. 3 ist an einem Projektor 100 eine
ringförmige Kassette 101 ansetzbar. Die Kassette 101 enthält in einem umlaufenden
Filmkanal 105 einen Bildstreifen 102, der in Endlosprojektion vorgeführt werden
kann. Die Kassette 101 weist einen Ausbruch auf zur Aufnahme einer projektorseitig
angeordneten Filmführung. Zur Zentrierung der Kassette 101 ragt ein rechteckiger
Zapfen 103 in den Kassettenboden hinein. Der Projektor 100 kann außer mit der Kassette
101 in an sich bekannter Weise mittels zweier Spulen 104 und 104 a betrieben werden.
Zwei federnde Ausgleichsglieder 10"6 und 106 a wirken dann auf einen Film 107 ein.
Eine Andruckplatte 108 drückt den Film 107 bzw. den Bildstreifen 102 unter
der Wirkung zweier Federn 109 und 1l.0 gegen eine mit dem Projektor 100 fest verbundene
Filmbahn 111. Die Andruckplatte 108 ist unten abgewinkelt ausgeführt und trägt zwei
Schlitze 112 und 113, in welchen zwei projektorseitig angeordnete Stifte 114 und
11.5 geführt sind. An der Ardruckplatte 108 befindet sich weiterhin ein Ansatz
116, der mit einer exzentrisch auf einer Drehachse 118 befestigten Kurve 117 zusammenwirkt.
Weiterhin befindet sich auf der Drehachse 118 ein Drehknopf 119 zur Betätigung von
Hand.
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Soil der Projektor 100 mit der ringförmigen, den Bildstreifen 102
enthaltenden Kassette 101 betrieben werden, so wird zweckmäßig beim Ansetzen der
Kassette
101 die Andruckplatte 108 von der Filmbahn 111 entfernt. Hierzu wird
der Drehknopf 119 in Richtung des Pfeiles z bewegt, so daß die Kurve 117 gegen den
Ansatz 116 geführt wird. Hierdurch wird die Andruckplatte 108 zur Erleichterung
des Filmeinführens von der Filmbahn 111 entfernt. Nach Ansetzen der Kassette
101 wird die Filmführung wieder geschlossen, und der Projektor kann in bekannter
Weise in Betrieb genommen werden.
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F i g. 4 zeigt die Kassette 101 am Projektor 100 befestigt. Der zur
Zentrierung der Kassette 101 vorgesehene rechteckige Zapfen 103 ragt durch
den Kassettenboden. Die Befestigung der Kassette 101
erfolgt über eine Rastvorrichtung,
welche aus einer Kugel 120 und der Feder 121 gebildet ist. Der Film 102 ist so in
der Kassette 101 geführt, daß er weder herausfallen noch verkratzen kann. Um das
Herausfallen des Films 102 aus dem Filmkanal 105 zu verhindern, weist
die Kassette entlang der offenen Seite des Filmkanals 105 eine Anzahl von Nocken
122 auf, die den Film seitlich abstützen. Um die Herstellung dieser Nocken
122 zu ermöglichen, sind unter jedem Nocken im Kassettenboden Freisparungen
123 vorgesehen. Ein Verkratzen von Bildteilen des Films 102
wird verhindert
durch einen an der Innenseite der Kassette angebrachten Ansatz 124, der den
Film im äußersten Randbereich berührt. Zum Einlegen des Films wird der Filmstreifen
über eine an den Nocken 122 angebrachte Schräge 125 in den Filmkanal 105 eingeführt.
Nach Einlegen der Kassette 401 in den Projektor 100 liegt der Bildstreifen
102 in der aus der Filmbahn 111 und der Andruckbahn 108 gebildeten
Filmführung. Der Projektor weist ein Beleuchtungssystem auf, das aus einer Lampe
127, einem Spiegel 128 und Kondensorlinsen 129 und 130 besteht.
Zur Ablenkung des Strahlenganges dient ein Prisma 131. Die Teile 130, 131
befinden sich in einem Gehäuseteil 132 des Projektors 100, der in die Kassette
101 hineinragt. In diesem Gehäuseteil könnte auch das gesamte Beleuchtungssystem
untergebracht sein.
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In F i g. 6 zeigt eine Kassette 133 in ovaler Ausführung. Eine
solche Ausführung hat den Vorteil, daß der zu projizierende Teil des Bildstreifens
134 in der Kassettenöffnung gerade geführt und damit das Einlegen in den Projektor
noch weiter erleichtert ist. Bei einer solchen Kassette kann beispielsweise die
Zentrierung zum Projektor durch ein im Boden angebrachtes Rundloch 135 und ein weiteres
im Boden angebrachtes Langloch 136 erfolgen, durch welche zwei projektorseitig
angebrachte Stifte greifen.