[go: up one dir, main page]

DE1274265B - Kaseinleim, Gips und Fuellstoffe enthaltendes waessriges Anstrichmittel - Google Patents

Kaseinleim, Gips und Fuellstoffe enthaltendes waessriges Anstrichmittel

Info

Publication number
DE1274265B
DE1274265B DEA44582A DEA0044582A DE1274265B DE 1274265 B DE1274265 B DE 1274265B DE A44582 A DEA44582 A DE A44582A DE A0044582 A DEA0044582 A DE A0044582A DE 1274265 B DE1274265 B DE 1274265B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paint
sand
glue
plaster
paris
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA44582A
Other languages
English (en)
Inventor
John Olle Andersson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1274265B publication Critical patent/DE1274265B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/14Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B24/00Use of organic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. plasticisers
    • C04B24/008Aldehydes, ketones
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2103/00Function or property of ingredients for mortars, concrete or artificial stone
    • C04B2103/20Retarders
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2111/00Mortars, concrete or artificial stone or mixtures to prepare them, characterised by specific function, property or use
    • C04B2111/00474Uses not provided for elsewhere in C04B2111/00
    • C04B2111/00482Coating or impregnation materials

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Kaseinleim, Gips und Füllstoffe enthaltendes wäßriges Anstrichmittel Die Erfindung betrifft ein Kaseinleim, Gips und Füllstoff enthaltendes wäßriges Anstrichmittel. Anstrichmittel, die Kaseinleim, Gips und Füllstoffe enthalten, sind bereits seit langem bekannt. Das in diesen Anstrichmitteln enthaltene Bindemittel Kaseinleim zeichnet sich durch besonders hohes Bindevermögen aus. Doch haftet den Kasein-Binderfarben der Nachteil an, daß sie zwar außerordentlich zäh sind, aber die Neigung haben, unmittelbar nach dem Aufbringen abzulaufen. Die thixotropen Anstrichmittel lassen sich tropffest auftragen, doch behalten sie beim Aufstreichen ihre Plastizität nicht bei, so daß sich Reliefmuster mit ihnen nicht erhalten lassen.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Anstrichmittel zu schaffen, das auf Kaseinleim aufgebaut ist, bei dem also von der hohen Bindekraft dieses Produktes und seinem guten Haftvermögen an den meisten in Betracht kommenden Werkstoffen Gebrauch gemacht wird. Darüber hinaus soll es sich aber tropffest, selbst in dicken Schichten, auftragen lassen und während und nach dem Auftrag seine Plastizität beibehalten.
  • Es ist nun überraschenderweise gefunden worden, daß sich diese Eigenschaften erzielen lassen, wenn man dem wäßrigen Anstrichmittel, das Kaseinleim, Gips und Füllstoffe enthält, Benzaldehyd zusetzt. Somit betrifft die Erfindung ein Kaseinleim, Gips und Füllstoffe enthaltendes wäßriges Anstrichmittel, das Benzaldehyd enthält.
  • Benzaldehyd verleiht dem Anstrichmittel eine ausreichende Stabilität, so daß es praktisch unbeweglich ist, auch wenn es auf eine senkrechte Wand in Schichten aufgetragen wird, die eine Stärke von 1 mm und mehr bis zu 5, 10 und sogar 15 mm haben. Dies ist unter anderen von wesentlicher Bedeutung, wenn ein guter Farbanstrich auf einer ganz dünnen Unterlage in Form einer Spachtelung od. dgl. hergestellt werden soll. Der fertige Anstrich hat ein niedriges spezifisches Gewicht und eine hohe Porosität, was z. B. für das Austrocknen feuchter Wände von Bedeutung ist.
  • Das erfindungsgemäße Anstrichmittel eignet sich insbesondere zum Auftragen eines Anstriches auf Wandflächen in zwei oder mehreren Schichten, wobei zusammengesetzte Muster und Farbeffekte erzielt werden. Hierauf wird später noch näher eingegangen werden. Das erfindungsgemäße Anstrichmittel ist ferner gekennzeichnet durch einen Zusatz an einem Aufschlußmittel für Kasein, vorzugsweise Soda und/ oder Kalk, ferner durch einen Zusatz an einem Mittel zur Verzögerung der Trocknung, vorzugsweise Zelluloseleim. Darüber hinaus kann das Anstrichmittel gemäß der Erfindung Zinkweiß oder Titanweiß enthalten.
  • Wird als Aufschlußmittel für den Kaseinleim ein Gemisch von Soda oder Kalk (Malerkalk) eingesetzt, so ist die Menge an Soda erheblich geringer als die des Kalkes. In kleinerer Menge anwesender Zelluloseleim erhöht die Geschmeidigkeit des Anstrichmittels und bewirkt zugleich, daß es nicht zu schnell trocknet. In gleicher Weise wirken geringe Mengen, z. B. 1 bis 3 %, Zinkweiß oder Titanweiß.
  • Der Füllstoff, der mengenmäßig den Hauptbestandteil des Anstrichmittels ausmacht, besteht zweckmäßig aus Feldspat-, Marmor- oder Quarzmehl, die in ausreichender Menge zu niedrigen Preisen zur Verfügung stehen.
  • Ein besonders geeignetes Anstrichmittel kann die folgende Zusammensetzung haben:
    Gewichtsteile
    Zelluloseleim .:. .. . ....... 36
    Kalzinierte, wasserfreie Soda ...... 5
    Zinkweiß (Zinkoxyd) ............. 20
    Gips ........................... 50
    Kaseinleim ...................... 50
    Kalk (Malerkalk) ................ 75
    Benzaldehyd .................... 4
    Feldspatmehl oder Marmormehl ... 800
    Wasser ......................... 545
    Summe .... 1552
    Das Anstrichmittel wird zweckmäßigerweise so hergestellt, daß zuerst Kaseinleim, Gips, die pulverförmigen Füllstoffe und gegebenenfalls die Zusätze Soda, Zinkweiß und Kalk bzw. Äquivalente dafür miteinander vermischt werden. In einem zweiten Ansatz wird der Zelluloseleim oder ein Äquivalent dafür mit Benzaldehyd zusammen mit 1 Teil des Wassers, im oben angegebenen Beispiel 45 Gewichtsteilen, vermischt. Die übrige Wassermenge wird erst bei Fertigstellung desAnstrichmittels zugesetzt, und zwar wird 1 Teil mit dem den Kaseinleim enthaltenden Ansatz vermischt, dann der zweite, den Zelluloseleim enthaltende Ansatz und schließlich das restliche Wasser zugegeben, wobei kräftig gerührt wird. Das fertige Anstrichmittel hält sich einige Tage.
  • Um den Nachweis der vorteilhaften Wirkung, die durch den Benzaldehydzusatz erzielt wird, zu erbringen, wurden folgende Versuche durchgeführt: 2 kg des Anstrichmittels gemäß obiger Zusammensetzung wurden hergestellt, wobei jedoch der Benzaldehyd weggelassen wurde. Die pulverförmige Mischung wurde in 1,41 Wasser eingerührt und das Ganze in einer Mischvorrichtung, die mit einem Schaufelrührer versehen war, 15 Minuten kräftig durchmischt. Mit dieser Anstrichfarbe wurde eine Hartfaserplatte einer Größe von etwa 18 - 15 cm bestrichen, indem eine Laufrolle, die in das. flüssige Anstrichmittel eingetaucht worden war, viele Male in allen Richtungen über die Platte bewegt wurde. Die -Farbe floß so schnell, daß irgendwelche Muster nicht erhalten wurden. Das Anstrichmittel lief zu einer Schicht aus, welche den braunen Untergrund der Faserplatte nicht ausreichend bedeckte.
  • Danach wurden dem flüssigen Anstrichmittel 8 g Benzaldehyd eingemischt. Der Gehalt des Mittels an Benzaldehyd betrug somit 0,24°/o (die bereits verbrauchte Menge Anstrichmittel wurde nicht berücksichtigt, da diese Menge unbeachtlich war). Danach wurde wiederum 1 Minute mit der Mischvorrichtung gründlich durchmischt. Die Masse bekam sofort eine zähere Konsistenz, so daß die mit ihr enthaltenen Anstriche auf den Faserplatten ausgezeichnet waren. Das Auftragen erfolgte in der gleichen Weise, wie im ersten Versuch beschrieben, mit einer Laufrolle. Das Anstrichmittel ließ sich jetzt in Schichten verschiedener Dicke auftragen, was zu schönen Reliefmustern führte. Der Untergrund wurde vollständig überdeckt.
  • Wenn gewünscht, können die verschiedenen Bestandteile variiert weiden, vorausgesetzt, daß sich die Menge Füllstoffe auf 800 Gewichtsteile und. die Menge Wasser auf 500 Gewichtsteile beläuft, abgesehen von der Menge Wasser, die zur Herstellung des den Zelluloseleim Enthaltenden Ansatzes benötigt wird: Der Gehalt an Zelluloseleim kann zwischen 1 und 6 Gewichtsteilen betragen; mit steigendem Gehalt dieses Zusatzes wird die Geschmeidigkeit des Anstrichmittels größer, gleichzeitig wird aber das Anstrichmittel dickflüssiger. Der Gehalt an Soda kann zwischen 3 und B Gewichtsteilen, der an Zinkweiß zwischen 10 und 40 Gewichtsteilen variieren. Der Gipsanteil kann -zwischen 40 und 75 Gewichtsteilen, der für den Kaseinleim 45 bis 60, gegebenenfalls 20 bis 80 Gewichtsteilen betragen. Der Kalk kann 50 bis 100 und sogar bis zu 125 Gewichtsteilen ausmachen. Der Benzaldehyd wirkt auf die Konsistenz der Farbe insofern ein, als bei Verringerung dieses Zusatzes unter 4 Gewichtsteile auf etwa 2 bis 3 Gewichtsteile, die Farbe viskoser wird. Bei Erhöhung des Zusatzes auf 5 bis 8 Gewichtsteile wird das Anstrichmittel poröser. Doch ist unabhängig vom Mischungsverhältnis allen erfindungsgemäßen Anstrichmitteln gemeinsam, daß sie auf senkrechten Flächen nicht ablaufende Schichten großer Dicke bilden.
  • Obgleich das Anstrichmittel bis zu 80 % aus Feldspatmehl oder Marmormehl besteht, Stoffen, also mineralischem Material, hat es eine äußerst geschmeidige Konsistenz und geringes spezifisches Gewicht, was sowohl das Aufbringen mit dem Pinsel als auch mit der Spritzpistole leicht macht. Die poröse Konsistenz und das geringe spezifische Gewicht des Anstrichmittels erklären sich dadurch, daß das Feldspat-bzw. Marmormehl ein spezifisches Gewicht von 2,0 haben und das fertiggemischte Anstrichmittel ein spezifisches Gewicht von 0,9 bis 1,2 haben kann, was einen Unterschied im Volumen von ungefähr dem Doppelten und mehr bedeutet.
  • Das Anstrichmittel nach der Erfindung läßt sich mit besonderem Vorteil für die Herstellung von in mehreren Farbtönen oder -schattierungen oder von transparenten bzw gemusterten Deckschichten auf Oberflächen aus verschiedenartigem Werkstoff, wie Holz, Mauerwerk, Faserplatten, Gips, Glas u. dgl. verwenden. Deckschichten dieser Art sind bisher dadurch erzeugt worden, daß ein Anstrichmittel auf die Fläche aufgetragen wird, das eine spachtelfähige Konsistenz hat und das danach durch Bearbeitung mit z. B. einem Pinsel oder einer profilierten Laufrolle gemustert wird. Nachdem der gemusterte Anstrich nach einigen Tagen getrocknet ist, wird geschliffen und mit Leim überstrichen. Danach wird eine sogenannte Lasierung ausgeführt, die eine transparente Farbwirkung ergibt. Damit sich diese mit gutem Ergebnis durchführen läßt, muß die geleimte und gemusterte Grundschicht ganz trocken sein, was eine Trockenzeit von mehreren Tagen erfordert. Unter Lasierung versteht man, daß mit einem Pinsel ein verdünntes, dunkleres Antriebmittel auf die trockene Grundschicht eines etwas helleren Farbtons aufgestrichen wird; da die Lasierschicht nicht deckt, leuchtet der hellere Farbton der Grundschicht durch, und es wird eine Farbwirkung in zwei Tönen erhalten. Die Lasierung muß mit einer langsam trocknenden Farbe, z. B. einer Ölfarbe, ausgeführt werden, und die Arbeit erfordert fachmännische; große Geschicklichkeit, weswegen sie in der Regel nur von besonders ausgebildeten Malern, z. B. Dekorationsmalern, ausgeführt werden kann und oft auf kleinere Flächen begrenzt ist. Dieses bekannte Verfahren ist teuer und zeitraubend, insbesondere wegen der kostspieligen Vorbehandlungen, die Arbeitszeiten erfordern, die sich insgesamt auf mehrere Wochen belaufen können.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Anstrichmittel ist das Aufbringen gemusterter bzw. in mehreren Farben spielender Deckschichten möglich, wobei eine besonders einfache Anstreichtechnik anzuwenden ist. Diese Deckschichten lassen sich auch ohne besondere Fachkunde und ohne kostspielige Vorbehandlungen unmittelbar auf einer Fläche ausführen, z. B. auf einer verputzten Wandfläche oder einer Wandfläche aus reinem Beton, die also mehr oder weniger ausgeprägte Ungleichmäßigkeiten aufweist. Die Deckschicht läßt sich ohne lange Trockenzeiten zwischen den Arbeitsabläufen durchführen, sogar so, daß sich die Deckschicht von einem Tag zum anderen ganz fertigstellen läßt. Gleichzeitig hat man die Möglichkeit zu größten Abwechselungen in den Muster- und Farbeffekten, und zwar unabhängig von der Größe der Wandfläche. Die Fläche, die mit einem Anstrich versehen werden soll, wird in einem ersten Arbeitsgang mit Hilfe einer Spritzpistole, eines Pinsels oder eines ähnlichen Werkzeuges mit einer dicken Schicht des erfindungsgemäßen Anstrichmittels überzogen. Unmittelbar darauf, d. h. bevor diese Grundschicht an ihrer Oberfläche trocken geworden ist, wird auf sie ein trockenes, feinkörniges Sandmaterial aufgespritzt. Die Grundschicht und die Sandschicht haben verschiedene Farben, wobei die Grundschicht gewöhnlich weiß ist und die Sandschicht eine andere Farbe hat. Falls gewünscht, läßt sich auch das umgekehrte Verhältnis in der Farbenwahl durchführen.
  • Die Grundschicht ist langsam trocknend, hat ein niedriges spezifisches Gewicht und eine weiche, poröse und formbare Konsistenz und läßt sich auf die Fläche in dicker Schicht bis zu 5 bis 10 und sogar 15 mm aufbringen, ohne daß sie zusammenfließt oder während des Trocknens Risse auftreten. Das Sandmaterial kann ein trockener, feinkörniger Sand sein, der an sich oder durch Farbzusatz einen gewünschten Farbwert aufweist. Unter Sand werden in diesem Zusammenhang auch andere feinkörnige Stoffe als Natursand verstanden, pulverisiertes Material, feingemahlenes Mineral, Glas, Metall oder (Farb-)Pigment oder andere Teilchen. Der Sand kann eine Feinheit haben, die mit der des sogenannten Gießereisandes vergleichbar oder noch feiner ist. Die Färbung des Sandes kann durch einen kleinen Zusatz von Farbpigment oder Farbstoff in trockenem Zustand erfolgen. Wenn der Sand auf feuchte Grundschicht aufgespritzt wird, haften die Sandkörner an dieser und legen sich nebeneinander, so daß die Körner gleichmäßig über die Fläche verteilt sind. Nachdem die Grundschicht mit Sand gesättigt worden ist, findet der Überschuß keinen Halt, sondern fällt von der Fläche ab. Die Dicke der Sandschicht beträgt nur einen Bruchteil, etwas weniger als ein Zehntel, derjenigen der Grundschicht. Oft beträgt sie sogar nur ein Fünfzehntel oder weniger der Dicke der Grundschicht.
  • Die Sandkörner decken die Fläche nicht vollständig, weswegen die Grundschicht zwischen den einzelnen Körnern sichtbar ist, was einen transparentartigen Effekt mit Spielen in mehreren Farben und lebhafter Wirkung ergibt, insbesondere, wenn die Sandkörner an sich verschiedenfarbig sind.
  • Durch das Färben des Überzugs auf der Fläche mit dem gefärbten Sandmaterial allein werden wesentliche Vorteile mit Bezug auf Kosten und Arbeit erzielt. Sofern nämlich die ganze Farbschicht von weißer Grundfarbe zu dem gewünschten Farbton gefärbt werden soll, muß das Mischen oder Brechen der Farben in der Fabrik oder auf dem Arbeitsplatz vorgenommen werden, was kostspielig und zeitraubend ist. Ferner ist der Verbrauch an der oft teuren Brechfarbe um viele Male größer als gemäß der Erfindung, bei der die Farbe nur dem Sandmaterial zugesetzt bzw. mit diesem vermischt zu werden braucht und dieses Sandmaterial nur z. B. 5 bis 101/o oder sogar weniger des gesamten Belages auf der Fläche ausmacht.
  • Der Überzug auf der Fläche läßt sich in einer praktisch unbegrenzten Anzahl von Kombinationen mustern, und zwar sowohl in bezug auf die Struktur der Fläche als auch deren Farbwerte und Farbtöne. Nachdem das Sandmaterial aufgebracht worden ist, können Muster in die nasse Grundschicht gerollt, gedrückt, geschnitten, geschabt oder gezeichnet werden. Der aufgebrachte Sand verhindert, daß sich die feuchte Grundschicht an den Werkzeugen festsetzt. Während der Musterung werden sowohl die Verteilung der Sandschicht über der Oberfläche als auch die Grundschicht selbst verändert oder die eine oder die andere der Schichten teilweise freigelegt, so daß die kontrastierende, z. B. weiße Grundschicht in dem gewünschten Muster hervortritt.
  • Man kann farbige Teilüberzüge und Muster herstellen, die sich in bezug auf Reichtum an Farbkombinationen und Reliefwirkung am ehesten mit Tapetenmustern vergleichen lassen. Es leuchtet daher ein, daß die Grundschicht eine Dicke aufweist, die, falls erwünscht, bei Einzeichnen eines Musters eine teilweise Entfernung der Schicht gestattet, ohne daß die darunterliegende Fläche, die beschichtet ist, freigelegt wird.
  • Es ist auch möglich, mehr als eine Schicht des erfindungsgemäßen Anstrichmittels auf eine Fläche aufzubringen, z. B. so, daß zunächst eine Schicht mit blauem Farbton aufgespritzt und sodann unmittelbar auf dieser, naß-in-naß, eine dünne Schicht einer anderen, z. B. weißen Farbe, wonach schließlich ein z. B. graugefärbtes Sandmaterial aufgetragen wird. Danach kann ein dreifarbiges, im vorliegenden Fall grau-weiß-blaues Muster in den nassen Überzug eingebracht werden, indem mit Hilfe eines Zeichenwerkzeuges das zuunterst liegende blaue Grundmaterial teilweise freigelegt wird, so daß es einen dritten Farbton in der Musterkombination bildet.
  • Nachdem die nasse Grundschicht und die Sandschicht auf die Fläche aufgebracht worden sind und mittels einer profilierten Laufrolle oder auf andere Weise eine ungleichförmige, reliefartige Oberfläche erhalten ist, kann dieser Überzug trocknen, und danach durch eine mechanische Bearbeitung, wie teilweises Schleifen, können die Spitzen der höckerigen Oberfläche von dem Sandmaterial befreit werden. Auf diese Weise wird ein außergewöhnlicher Muster-und Farbeffekt erhalten, bei dem die Farbe der Grundschicht an den Spitzen vorherrscht und die Farbe des Sandmaterials in den Tälern der Schicht.
  • Nachdem die Farbschicht getrocknet ist, kann sie mit einer transparenten Leimsorte überzogen werden, die entweder den Mustereffekt erhöht oder ihn abschwächt oder diesen auch zu einem helleren oder dunkleren Farbton ändert. Derartige Leimsorten können auch dazu beitragen, die mechanische Festigkeit des Belages bzw. seine Überempfindlichkeit gegen Angriffe von Flüssigkeiten u. dgl. zu erhöhen.
  • Noch ein Weg zur Herstellung von Mustern mit guter dekorativer Wirkung besteht darin, in die nasse Grundschicht Gegenstände aus Metall, Holz, Papier, Pappe, Glas od. dgl. fest einzudrücken und danach das Sandmaterial aufzuspritzen. Nach dem Trocknen der Grundschicht sind diese Gegenstände in die genannte Schicht infolge ihrer außerordentlichen Hafteigenschaften fest eingeklebt. Das Sandmaterial haftet nur in der nassen Grundschicht, so daß die Gegenstände nach dem Aufspritzen des Sandes rein mit scharfen Konturen hervortreten. Auf diese Weise läßt sich z. B. auch Text für Schauzwecke schnell und wirksam anbringen, indem ausgestanzte Buchstaben in der Grundschicht vor dem Aufspritzen des Sandes festgedrückt werden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Kaseinleim, Gips und Füllstoffe enthaltendes wäßriges Anstrichmittel, gekennzeichnet d u r c h einen Zusatz an Benzaldehyd.
  2. 2. Anstrichmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Zusatz an einem Aufschlußmittel für Kasein, vorzugsweise Soda und/oder Kalk.
  3. 3. Anstrichmittel nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Zusatz an einem Mittel zur Verzögerung der Trocknung, vorzugsweise Zelluloseleim.
  4. 4. Anstrichmittel nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch einen Zusatz an Zinkweiß oder Titanweiß. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 219 488, 747 971; schweizerische Patentschriften Nr. 137 286, 272 834; britische Patentschriften Nr. 707146, 869 767.
DEA44582A 1962-11-29 1963-11-19 Kaseinleim, Gips und Fuellstoffe enthaltendes waessriges Anstrichmittel Pending DE1274265B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE1274265X 1962-11-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1274265B true DE1274265B (de) 1968-08-01

Family

ID=20422916

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA44582A Pending DE1274265B (de) 1962-11-29 1963-11-19 Kaseinleim, Gips und Fuellstoffe enthaltendes waessriges Anstrichmittel

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1274265B (de)

Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE219488C (de) * 1907-10-26
CH137286A (de) * 1929-01-19 1929-12-31 Koch & Co F Verfahren zur Herstellung eines Überzuges auf Wandflächen etc.
DE747971C (de) * 1938-10-29 1944-10-23 Firmus Dr Otto Schaerer Fabrik Holzklebstoff, insbesondere zum Verleimen von Sperrholzplatten und Deckfournieren
CH272834A (de) * 1950-11-04 1951-01-15 Eichenberger Walter Anstrichmittel.
GB707146A (en) * 1951-03-16 1954-04-14 Plaster Products Greenhithe Lt Improvements in and relating to water plastic paint
GB869767A (en) * 1959-02-13 1961-06-07 Range Boilers Ltd Improvements relating to domestic hot water systems

Patent Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE219488C (de) * 1907-10-26
CH137286A (de) * 1929-01-19 1929-12-31 Koch & Co F Verfahren zur Herstellung eines Überzuges auf Wandflächen etc.
DE747971C (de) * 1938-10-29 1944-10-23 Firmus Dr Otto Schaerer Fabrik Holzklebstoff, insbesondere zum Verleimen von Sperrholzplatten und Deckfournieren
CH272834A (de) * 1950-11-04 1951-01-15 Eichenberger Walter Anstrichmittel.
GB707146A (en) * 1951-03-16 1954-04-14 Plaster Products Greenhithe Lt Improvements in and relating to water plastic paint
GB869767A (en) * 1959-02-13 1961-06-07 Range Boilers Ltd Improvements relating to domestic hot water systems

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2301617A1 (de) Verfahren zum aufbringen einer dekorativen schicht auf ein substrat
DE4324315A1 (de) Feinputzmasse
DE202004010559U1 (de) Baumaterial auf Basis von Lehm und/oder Ton
DE19681772B4 (de) Verwendung eines Kitts für Holzerzeugnisse
DE1274265B (de) Kaseinleim, Gips und Fuellstoffe enthaltendes waessriges Anstrichmittel
DE1117032B (de) Auftragsmasse und Verfahren zur Oberflaechenverkleidung damit
DE1072183B (de)
DE69205671T2 (de) Poröse Bauplatte und Verfahren zur Verfugung.
DE29604493U1 (de) Beschichtungsmittel zur oberflächenstrukturierten Wand- und Deckenverkleidung
DE575895C (de) Verfahren zur Herstellung von metallischen UEberzuegen auf Unterlagsstoffen aller Art
DE619498C (de) Verfahren zur Herstellung von Billigen, unter Wasser haltbaren, farbigen Silicatanstrichen auf Beton
EP0792923A1 (de) Spritzfähiges Beschichtungsmittel
DE341856C (de) Verfahren zur Erzeugung eines glasurartigen, mineralischen UEberzugs auf Eisen auf kaltem Wege
DE1021288B (de) Verfahren zur Herstellung einer Putzmasse fuer Sichtflaechen
DE699806C (de) Verfahren zum Faerben von Bimssteinkoernern
DE553777C (de) Verfahren zum Lackieren von Konkretmassen, Porzellanen, Marmor u. dgl.
DE409666C (de) Verfahren zur Herstellung wasser- und wetterbestaendiger Bauteile, Wandverkleidungen usw
DE597050C (de) Verfahren zur Oberflaechenverzierung von Waenden oder Gegenstaenden
DE944270C (de) Verfahren zur Herstellung eines Wandbelages mit fliesenartigen Eigenschaften, von Fussbodenbelaegen, von Platten fuer Waschtische, Ladentische, Fensterbaenke od. dgl.
DE1096020B (de) Verfahren zur Herstellung eines Mehrtonverputzes
DE490549C (de) Verfahren zur Herstellung von Wandbekleidungen
AT91209B (de) Verfahren zur Erzeugung eines glasurartigen, mineralischen Überzuges auf Eisen auf kaltem Wege.
DE704507C (de) Herstellung von Auftrags- und Pressmassen
AT102548B (de) Verfahren zur Herstellung von Glanzbekleidungsplatten aus Asbestzement.
DE553360C (de) Verfahren zur Herstellung von Zementmischungen zur Benutzung als Putz- oder UEberzugsmasse