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DE1273562B - Anordnung zur gesicherten Datenuebertragung - Google Patents

Anordnung zur gesicherten Datenuebertragung

Info

Publication number
DE1273562B
DE1273562B DE1965T0028962 DET0028962A DE1273562B DE 1273562 B DE1273562 B DE 1273562B DE 1965T0028962 DE1965T0028962 DE 1965T0028962 DE T0028962 A DET0028962 A DE T0028962A DE 1273562 B DE1273562 B DE 1273562B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
code
transmission
decoding unit
information
coding unit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1965T0028962
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Drescher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken Patentverwertungs GmbH
Original Assignee
Telefunken Patentverwertungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken Patentverwertungs GmbH filed Critical Telefunken Patentverwertungs GmbH
Priority to DE1965T0028962 priority Critical patent/DE1273562B/de
Publication of DE1273562B publication Critical patent/DE1273562B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L1/00Arrangements for detecting or preventing errors in the information received

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Detection And Prevention Of Errors In Transmission (AREA)

Description

  • Anordnung zur gesicherten Datenübertragung Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur gesicherten Datenübertragung, bei dem sendeseitig für jeweils einen Datenblock nach einem vorgegebenen Kode mittels eines Kodierwerkes eine Prüfzeichengruppe gebildet wird. Das System weist empfangsseitig zur Auswertung der Prüfzeichengruppen durch Erkennung und/oder Korrektur von übertragungsfehlern ein Dekodierwerk auf. Einrichtungen zur amplitudenmäßigen Erkennung von Kanalstörungen sind vorgesehen.
  • Datenübertragungssysteme sind hinreichend beschrieben, insbesondere auch solche, bei denen das empfangsseitige Erkennen von übertragungsfehlern eine Informationswiederholung durch den Sender auslöst. Zu diesem Zweck besteht vom Empfänger zum Sender eine Rückverbindung. Außer der Aufgabe dieser Systeme, eine Datenübertragung mit extrem niedriger Fehlerwahrscheinlichkeit durchzuführen, besteht die weitere, zur übertragung möglichst wenig redundante Kodes zu verwenden. Man möchte also einen möglichst hohen resultierenden Informationsluß erzielen. Unter Kodierung soll hier nicht die normale binäre Verschlüsselung vorgegebener Zeichen verstanden werden, sondern das Ableiten und Hinzufügen von binärer Prüfinformation zu binären Zeichen oder Datengruppen.
  • Zur Erzielung einer bestmöglichen Kanalausnutzung ist es aus der deutschen Auslegeschrift 1191411 bekannt, die Aussendegeschwindigkeit von binären Daten dem jeweiligen die Datenübertragung tragenden Kanal anzupassen. Dies soll dadurch geschehen, daß sowohl der Sender als auch der Empfänger auf verschiedene, untereinander jedoch jeweils gleiche Arbeitsgeschwindigkeiten einstellbar sind. Eine Obertragung soll zunächst mit einer bestimmten Arbeitsgeschwindigkeit beginnen und dann in Abhängigkeit von der Fehlerhäufigkeit am Empfangsort auf eine zweckmäßigere Geschwindigkeit umgeschaltet werden.
  • Weiterhin ist es aus der deutschen Auslegeschrift 1189 1.1.9 bekannt, den jeweiligen übertragungskanal am Empfangsort mittels Stördetektoren auf Störungen zu überwachen und dann eine Informationswiederholung auszulösen, wenn die Störungen vorgegebene Störgrenzen überschreiten. Die Störgrenzen können sehr eng gehalten werden, so daß sich die Möglichkeit der Verwendung eines Kodes geringer Redundanz oder unkodierten Datenübertragung ergibt. Um hierbei eine geringe Fehlerwahrscheinlichkeit in der empfangenen und in der Folge auszuwertenden Information zu erzielen, müssen die Störgrenzen sehr eng gehalten werden. Dies bringt ein oftmaliges überschreiten der Fehlergrenzen und somit einen zu niedrigen resultierenden Informationsfluß durch zu häufige Wiederholung mit sich.
  • Zur Herabdrückung der Fehlerwahrscheinlichkeit ist es bekannt, außer den allgemein geläufigen Kodierungen, wie sie z. B. in dem Buch von W. W. P e t e rson, »Error Correcting Codes«, 1961, beschrieben sind, für aufeinanderfolgende Datenblöcke unterschiedliche Kodes zu verwenden (deutsche Auslegeschrift 1187 265). Durch ein solches Vorgehen lassen sich systematische, in gewissen Abständen wiederkehrende Fehler am besten erkennen.
  • Ziel der Erfindung ist es, für die bekannten Datenübertragungssysteme Maßnahmen zu treffen, die bei wenigstens gleicher Sicherheit bezüglich der bekannten Systeme eine Erhöhung des resultierenden Informationsflusses, also der über den jeweiligen Kanal fehlerfrei übertragenen Information pro Zeiteinheit, ermöglichen.
  • In der deutschen Auslegeschrift 1117 156 ist eine Schaltungsanordnung für elektronische Fernschreibzeichensender beschrieben, bei der die Anzahl und die Länge der Schritte der auszusendenden Fernschreibzeichen umstellbar sind. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Fernschreibzeichen wahlweise nach einem von mehreren Fernschreibzeichenkodes (Telegraphenalphabete) auszusenden. Anregungen zum Entwurf einer Datenübertragungsanordnung, die der Aufgabe der vorliegenden Erfindung entspricht, können dieser Auslegeschrift nicht entnommen werden.
  • Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das senderseitige Kodierwerk und das empfangsseitige Kodierwerk derart umschaltbar ausgebildet sind, daß sie in Abhängigkeit von ihrer Ansteuerung für Datenblöcke gleicher Länge wahlweise Prüfzeichengruppen unterschiedlicher Länge ableiten bzw. auswerten und daß Schaltmittel vorgesehen sind, die in Abhängigkeit von der Störungs- und/oder Fehlerhäufigkeit das Kodier- und Dekodierwerk auf die Ableitung bzw. Auswertung von Prüfzeichengruppen größerer Länge umschalten.
  • Von den Zeichnungen zeigt F i g. 1 als Beispiel zur Erfindung blockschaltbildmäßig ein Duplexdatenübertragungssystem und F i g. 2 ein einfaches, umschaltbares Kodierwerk.
  • Das Duplexdatenübertragungssystem der F i g. 1 besteht aus einem Sender 1, einem Empfänger 2, einem übertragungskanal31 in Richtung vom Sender 1 zum Empfänger 2 und einem Rückkanal 32. In ihm sind Information führende Leitungen stark und Taktleitungen ebenso wie Steuerleitungen gestrichelt ausgezogen. Der Sender besteht im wesentlichen aus einer Quelle 10, einer Kodiereinheit 11, einem Modulationsgerät 12, einem Wiederholspeicher 13 und einer Steuereinheit 14. Die Quelle wird von der Steuereinheit 14 gesteuert. Sie gibt die Daten in Form von Binärelementen aus. Diese laufen von der Quelle 10 herkommend in das Kodierwerk 11 ein, welches die zu jeweils einem Datenblock zugehörige Prüfinformation ableitet und die Bits jedes Datenblockes in Serie an das Modulationsgerät 12 abgibt. Ein ausgesandter Datenblock besteht daher aus Information plus Prüfinformation. Die von der Quelle 10 ausgegebene Information läuft zu Wiederholungszwecken außerdem in den Wiederholungsspeicher 13 ein. Wird die Information unmittelbar von der Quelle 10 in den Wiederholungsspeicher 13 eingegeben, so ist es notwendig, die im Falle einer Wiederholung aus dem Wiederholspeicher ausgesandte Information nochmals durch das Kodierwerk 11 laufen zu lassen. Diese Maßnahme erübrigt sich dann, wenn der Wiederholspeicher zwischen dem Kodierwerk 11 und dem Modulationsgerät 12 angeschlossen ist. Da er in diesem Fall außer der eigentlichen Information pro Block auch dessen Prüfinformation aufzunehmen hat, muß er hier ein größeres Speichervermögen aufweisen.
  • Die den Empfänger 2 erreichenden Daten werden zunächst mittels eines Demodulationsgerätes 22 demoduliert und danach durch ein Dekodierwerk 21 dekodiert. Das Dekodierwerk gibt die Information jedes Blockes nach Feststellung der Fehlerfreiheit an eine Senke 20 weiter. Das Dekodierwerk 21. arbeitet in bekannter Weise derart, daß es aus der Information eines Blockes nach den gleichen Regeln wie auf der Sendeseite das Kodierwerk eine Prüfinformation ableitet und diese mit der vom Sender mitgesandten Prüfinformation auf Fehler vergleicht. Werden solche festgestellt, so gibt das Dekodierwerk 21 eine Fehlermeldung an eine Empfängersteuerung 24, welche daraufhin über den, Rückkana132 und die Sen.dersteuerang 14 eine Wiederholung des fehlerhaften Blockes veranlaßt. Zum gleichen Zweck ist im Empfänger ein Detektor 23 vorgesehen, der entweder vor oder nach dem Demodulator 22 eine Amplitudenüberwachung vornimmt und bei überschreiten vorgegebener Amplitudengrenzen durch die Kanalspannung ein Wiederholungssignal an den Sender über die Empfängersteuereng 24 auslöst. Der Detektor 23 ist also zur Erkennung von additiven und multiplikativen Störungen vorgesehen. Erreichen diese ein bestimmtes Maß, kann mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß die Information ebenfalls nicht mehr richtig erkannt wird. Eine Wiederholungsanforderung ist daher erforderlich. Der Detektor 23 kann dabei als Maximaldetektor oder als Nulldetektor oder als Kombination aus beiden Detektorarten gebildet sein. Sowohl die Nulldetektoren als auch die Maximaldetektoren sind aus der Literatur hinreichend bekannt. So ist z. B. die Wirkung von Nulldetektoren ausführlich beschrieben in Proceedings IRE, Vol. 45, Juli 1957, S. 964 bis 975; die der Maximaldetektoren z. B. in der deutschen Auslegeschrift 1189 119.
  • Das Datenübertragungssystem, wie es bisher beschrieben wurde, ist im Prinzip ebenfalls bekannt und ausführlich z. B. in der Zeitschrift »Elektronische Rechenanlagen«, 3 (1961), H. 4, S. 148 bis 159, beschrieben.
  • Der Kodierer 11 des Senders 1 und der Dekodierer 21 des Empfängers 2 sind nun derart aufgebaut, daß sie Prüfinformation aus der ihnen gelieferten Information nach verschiedenen Kodes ableiten können. Im allgemeinen wird die wahlweise Ableitung nach einem von zwei verschiedenen Kodes und mithin die Ableitung von zwei verschiedenen Prüfinformationslängen genügen. Da zur Kodierung und Dekodierung eines Blockes jeweils der gleiche Kode verwendet werden muß, sind Steuerungsmaßnahmen vorgesehen, die eine entsprechende zeitgerechte Umschaltung des Kodierers und Dekodierers auf den jeweils notwendigen Kode vornehmen.
  • Das Dekodierwerk möge so beschaffen sein, daß es m Fehler korrigieren und m+n Fehler zu erkennen vermag, Im. Fall der ungestörten übertragung sind sowohl der Kodierer 1.1 als auch der Dekodierer 21 auf die geringste Prüfinformationslänge 1l (Kode .L,) eingestellt. In diesen Zustand kann das Dekodierwerk 21 ml Fehler korrigieren und (ml+nl) Fehler erkennen, Weist ein Block bis ml Fehler auf, so werden diese korrigiert; weist er zwischen ml und (ml +n1) Fehler auf, so gibt der Dekodierer 21 ein Signal ab, das in der Folge die Informationswiederholung veranlaßt. Stellt der Dekodierer 21 über wenigstens zwei Blöcke hinweg in jedem Block (ml+k), k= 1, 2 ... Fehler fest, so gibt die Empfängersteuerung 24 ein Signal an den Sender l ab, welches diesen veranlaßt, nach Aussendung des gerade laufenden Blockes den Kodierer 1,1 auf die Prüfinformationslänge 1, (Kode L2) einzustellen und danach unter Benutzung des Kodes L2 mit der Wiederholung zu beginnen oder fortzufahren, sofern sich das System bereits im Wiederholzustand befindet. Um nun den jeweils ersten Block des Kodes L2 empfängerseitig zwecks Umschaltung des Dekodierwerkes 21. auf den Kode L2 erkennen zu können, werden entsprechende Kodeankündigungssignale vom Sender zum Empfänger gesendet, Im Sender sind Erkennungsschaltungen für diese Signale vorgesehen. Diese Erkennungsschaltungen sind in der F i g. 1 jedoch nicht dargestellt. Die Kodeankündigungssignale müssen so beschaffen sein, daß sie mit Sicherheit auf der Empfangsseite erkannt werden. Dies wird durch die übertragung eines Blockes von unter sich gleichen Bits erreicht. Nach dem Empfang des den. Kode L2 ankündigenden Signals schaltet die Empfängersteuerung den Dekodierer auf den Kode L2 um. Mit diesem werden m2 > ml Fehler korrigiert und (m2+n2) > (ml+nl) Fehler erkannt. Das Korrigieren einer größeren Fehlerzahl hat zur Folge, daß nunmehr die Datenübertragung im Mittel mit weniger Wiederholungen vor sich geht als mit dem Kode L1, sofern im Mittel mehr als ml und weniger als m2 Fehler pro Datenblock auftreten. Der resultierende Informationsfluß des Datenübertragungssystems wird also erhöht. Das Erkennen von (m2+n2) > (ml +n) Fehlern führt zu einer höheren Übertragungssicherheit, da nun bei mehr als (ml +nl) Fehlern diese noch erkannt werden, während dies beim Kode L1 nicht mehr der Fall wäre.
  • Das Zurückschalten vom Kode L2 auf den Kode L1 geschieht nach Empfang wenigstens zweier aufeinanderfolgender Blöcke mit weniger als m2 Fehlern.
  • Die Festlegung der Kodeumschaltkriterien ist im vorhergehenden zur Demonstration rein willkürlich getroffen, Sie hängt im höchsten Grade von den Fehlercharakteristiken der benutzten Kanäle ab. Langzeitstörungen wie Bursts sind durch das angegebene System nicht ausschaltbar, wohl aber ein zeitliches Schwanken der Dichte statistisch unabhängiger Fehler. Ein Gewinn bringt die Kodeumschaltung jedoch nur dann, wenn bei der Verwendung des einen wie des anderen Kodes die gleiche Sendetaktfrequenz verwendet wird. Würde z. B. bei Verwendung des höher redundanten Kodes L2, bei dem also jeder Block länger ist als beim Kode L1, die gleiche Aussendezeit pro Block vorausgesetzt, so brächte die zur Übertragung notwendig höhere Bandbreite eine wesentlich höhere Störempfindlichkeit mit sich, was einer Verschlechterung der Übertragungsgüte gleich käme.
  • Das System wird bezüglich der Fehlerkorrektur und Fehlererkennung noch wesentlich wirksamer, wenn auch der Stördetektor 23 die Kodeumschaltung veranlassen kann. Dazu ist vorgesehen, daß die Amplitudenüberschreitungen (Maximaldetektierung) und Amplitudenunterschreitung (Nulldetektierung) angebenden Signale des Detektors 23 über die Empfangszeit von wenigstens zwei Blöcken in der Empfängersteuerung aufintegriert werden und bei überschreiten einer vorgegebenen Schwelle die Kodeumschaltung vom Kode L1 auf den Kode L2 vorgenommen wird. Der Übergang vom Kode L2 auf den Kode L1 wird entsprechend dann vorgenommen, wenn über die Zeit von wenigstens zwei Blöcken die vorgegebene Schwelle nicht überschritten wird.
  • Da in der Datenübertragung im allgemeinen Leitungen des öffentlichen Fernsprech- und Fernschreibnetzes benutzt werden, ist mit von Übertragung zu Übertragung unterschiedlichen Fehlercharakteristiken zu rechnen. Stellt der Stördetektor 23 z. B. einen völlig störfreien Kanal 31 fest, so veranlaßt er durch das Nichtüberschreiten einer weiteren Schwelle in der Empfängersteuerung das völlige Abschalten des-I odierer 11 bzw. des Dekodierers 21.. Die Übertragung läuft ungesichert, was einen erheblichen Gewinn an pro Zeiteinheit übertragener Information (resultierender Informationsfiuß) bedeutet. Mittel zur Abschaltung des Kodierers 11 und des Dekodierers 21 sind in der F i g. 1 nicht dargestellt.
  • Bezüglich der Kodeumschaltkriterien des Stördetektors gilt das gleiche wie das für die durch das Dekodierwerk 23 veranlaßte Kodeumschaltung Gesagte.
  • Es ist auch möglich, den Stördetektor 23 in an sich bekannter Weise an einen nicht beaufschlagten Kanal, der frequenzmäßig unmittelbar neben dem Kanal 31 liegt, anzuschalten. Der Stördetektor 23 kann ebenfalls auf der Sendeseite angeordnet sein. Dies ist vor allem bei den sogenannten Echosystemen, bei denen unter Zurücksendung aller empfangenen Daten vom Empfänger 2 zum Sender 1 sendeseitig auf übertragungsfehlerfreiheit geprüft wird, von Vorteil. Bei Datenübertragungssystemen, wie dem in Verbindung mit der F i g. 1 beschriebenen, ist das Verfahren der Kodeumschaltung sinngemäß auch auf den Rückkanal 32 anwendbar: Stellt ein an den Rückkanal 32 angeschalteter Stördetektor die Überschreitung einer vorgegebenen Störhäufigkeit fest, so werden die Meldungen vom Empfänger zum Sender zwecks sicherer Erkennung mit mehr Redundanz versehen. Diese Maßnahme ist von größter Bedeutung, da die Sicherheit eines Datenübertragungssystems mit empfangsseitiger Prüfung im höchsten Grade von der Sicherheit der Übertragung auf dem Rückkanal abhängt.
  • Im vorhergehenden wurde die Umschaltung des. Dekodierers 21 auf Grund von dem Sender 1 ausgesendeten Sonderzeichen beschrieben. Sofern jedoch die Datenblöcke z. B. mit besonderen Start- oder Stopzeichen versehen oder durch Synchronisationszeichen voneinander getrennt sind, wird zweckmäßigerweise anders verfahren. Da hier jeder Block in seiner Länge eindeutig erkennbar ist, genügt es, die Blöcke nach dem Demodulator 22 in ein Schieberegister zu leiten und die jeweilige Blocklänge durch Abzählen der Bits zwischen zwei Marken (Startschritt, Stoppschritt, Synchronisationszeichen) festzustellen. Die Umschaltung des Dekodierers 21 auf den Kode des jeweils empfangenen Blockes geschieht dann in Abhängigkeit von der festgestellten Blocklänge. Dies ist möglich, da zu jeder Blocklänge ein bestimmter Kode gehört.
  • In vielen Fällen ist es auch zweckmäßig, im Falle der notwendigen Kodeumschaltung dem. Sender kein Sonderzeichen durch den Empfänger zuzuleiten, sondern die ohnehin erforderlichen Wiederholungssignale auszunutzen. Die Anordnung kann dann so getroffen werden, daß bei Empfang des ersten, zweiten oder dritten Wiederholzeichens eines Blockes die Kodeumschaltung im Sender und die Vorbereitung zur Kodeumschaltung im Empfänger eingeleitet wird. Besonders günstig ist es in diesem Fall, grundsätzlich alle Wiederholungen in einem Kode erhöhter Redundanz durchzuführen. Das letztlich gewählte Kodeumschaltkriterium hängt jedoch wieder von den Eigenschaften des jeweiligen Kanals ab.
  • In F i g. 2 ist ein einfaches, umschaltbares Kodierwerk dargestellt. Dies besteht aus zwei hintereinandergeschalteten Schieberegistern 4 und 5. Das Schieberegister 4 bildet mit einer Rückkopplungslogik 6 ein Kodierwerk für einen Kode L1 niedrigerer Redundanz. Die Schieberegister 4 und 5 bilden zusammen mit einer ihnen gemeinsamen Rückkopplungslogik 7 ein Kodierwerk für einen Kode L2 höherer Redundanz. Die zu kodierende Information läuft von links in das Schieberegister 4 über jeweils eine der beiden Rückkopplungslogiken 6, 7 ein. Wird zur Kodierung der Kode L1 verwendet, so führt der Ausgang des Schieberegisters 4 über die Stellung 1 eines Schalters 81 an die Rückkopplungslogik 6. Diese ist über einen Vielfachschalter 6 a an das Schieberegister 4 angeschaltet. Nach Einlauf der Informationsbits eines Blockes wird der die jeweilige Prüfinformation des Blockes darstellende Inhalt des Schieberegisters 4 über die Stellung 2 des Schalters 81 und die Stellung 1 des Schalters 82 an die Ausgangsleitung 9 abgegeben.
  • Wird hingegen der Kode L2 verwendet, so schaltet ein Vielfachschalter 7 a die Schieberegister 4 und 5 an die Rückkopplungslogik 7 an. Die Rückkopplungslogik 6 ist durch den Vielfachschalter 6 a abgeschaltet. Der Ausgang des Schieberegisters 5 ist über den Schalter 83 an die Rückkopplungslogik 7 angeschaltet. Während des Einlaufs von Informationsbits in den Kodierer steht der Schalter 82 in der Stellung 2. Nach Einlauf aller Bits eines Blockes wird der Inhalt der Schieberegister 4 und 5 bei geöffnetem Schalter 83 über die Stellung 3 des Schalters 82 auf die Ausgangsleitung 9 abgegeben. Kodierer mit Rückkopplungslogik, insbesondere solche für zyklische Kodes sind z. B. beschrieben in »Electronic Engineering«, April 1964, S.253. An Stelle eines umschaltbaren Kodierers (Dekodierers) können auch zwei getrennte Kodierer (Dekodierer) verwendet werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung zur gesicherten Datenübertragung, die in Abhängigkeit von den Kanalstörungen bzw. von der durch diese bedingten Fehlerhäufigkeit Maßnahmen zur Erhaltung der übertragungsgüte einleitet, bei der sendeseitig für jeweils einen Datenblock nach einem vorgegebenen Kode mittels eines Kodierwerkes eine binäre Prüfzeichengruppe gebildet wird, die in Verbindung mit dem Datenblock auf der Empfangsseite zur Erkennung und/oder Korrektur von übertragungsfehlern mittels eines Dekodierwerkes ausgewertet wird und mit Einrichtungen zur amplitudenmäßigen Erkennung von Kanalstörungen, dadurch gekennzeichnet, daß das sendeseitige Kodierwerk (11) und das empfangsseitige Dekodierwerk (21) derart umschaltbar ausgebildet sind, daß sie in Abhängigkeit von ihrer Ansteuerung für Datenblöcke gleicher Länge wühlweise Prüfzeichengruppen unterschiedlicher Länge ableiten bzw. auswerten und daß Schaltmittel (14, 24) vorgesehen sind, die in Abhängigkeit von der Störungs- und/oder Fehlerhäufigkeit das Kodier-und Dekodierwerk auf die Ableitung bzw. Auswertung von Prüfzeichengruppen größerer Länge umschalten.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1 mit Einrichtungen zur Informationswiederholung durch den Sender, dadurch gekennzeichnet, daß sende- und empfangsseitig Mittel vorgesehen sind, die nach einer vorbestimmten Anzahl von erfolgten Wiederholungsanforderungen des Empfängers, frühestens jedoch nach der ersten, das Kodierwerk (11) und unter Berücksichtigung der Signallaufzeit des jeweils zur Übertragung verwendeten übertragungskanals das Dekodierwerk (21) auf einen Kode höherer Redundanz umschalten. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1187 265, 1189 119, 1191411; Zeitschrift »Elektrische Rechenanlagen«, 3 (1961), H. 4, S. 148 bis 159; »Proceedings IRE«, Vol. 45, Juli 1957, S. 964 bis 975; W. W. P e t e r s o n, »Error Correcting Codes«, 1961.
DE1965T0028962 1965-07-09 1965-07-09 Anordnung zur gesicherten Datenuebertragung Pending DE1273562B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1187265B (de) * 1963-12-20 1965-02-18 Telefunken Patent Verfahren zur Datenuebertragung
DE1189119B (de) * 1964-02-22 1965-03-18 Telefunken Patent Verfahren und Anordnung zur Pruefung von Datenuebertragungen auf Stoerungsfreiheit
DE1191411B (de) * 1963-10-30 1965-04-22 Siemens Ag Verfahren und Anordnung zum UEbertragen von Daten ueber Fernmeldewaehlanlagen mit Einrichtungen zur Sicherung der Datenuebertragung

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