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DE1273121B - Verfahren zum Wasserdichtmachen von gegerbtem Leder - Google Patents

Verfahren zum Wasserdichtmachen von gegerbtem Leder

Info

Publication number
DE1273121B
DE1273121B DEN16964A DEN0016964A DE1273121B DE 1273121 B DE1273121 B DE 1273121B DE N16964 A DEN16964 A DE N16964A DE N0016964 A DEN0016964 A DE N0016964A DE 1273121 B DE1273121 B DE 1273121B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sample
leather
solution
minutes
samples
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN16964A
Other languages
English (en)
Inventor
Charles A Fetscher
Stanley Lipowski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Diamond Shamrock Corp
Original Assignee
Diamond Alkali Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Diamond Alkali Co filed Critical Diamond Alkali Co
Publication of DE1273121B publication Critical patent/DE1273121B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Wasserdichtmachen von gegerbtem Leder Leder ist bekanntlich bis zu einem gewissen Grad aufnahmefähig für Wasser, was bei gewissen Verwendungszwecken, unter anderem für Schuhe oder Bekleidung, sehr störend sein kann. Es fehlte daher nicht an Vorschlägen, Leder wasserdicht bzw. wasserabstoßend zu machen.
  • Schon die von jeher bekannte Behandlung des Leders mit Fetten und/oder Wachsen erfüllt bis zu einem gewissen Grade diesen Zweck. In neuerer Zeit ging man zu einer bleibenden Imprägnierung, z. B. mit Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen der verschiedensten Natur- oder Kunststoffe, über. Unter anderem wurden auch die zum Wasserdichtmachen von Textilien bewährten Aluminiumsalze und -seifen zur Lederimprägnierung in Betracht gezogen. Soweit sich diese beim Imprägnieren von Textilien bewährte und auf diesem Gebiet weitgehend ausgebaute Technik aber überhaupt auf die Lederimprägnierung anwenden ließ, führte die Behandlung mit Aluminiumverbindungen, falls ein genügender Grad von Wasserfestigkeit erreicht werden sollte, stets zu einer Verstopfung der Poren des Naturstoffes Leder, dessen Aufbau natürlich nicht mit demjenigen von Geweben oder Gewirken zu vergleichen ist. Damit nimmt das imprägnierte Leder höchst unerwünschte Eigenschaften an, und selbst wenn es nicht verhärtet, wird es undurchlässig für Luft und Wasserdampf, was seine Verwendungsmöglichkeiten naturgemäß weitgehend einschränkt und seine Vorteile gegenüber z. B. Kunststoffen illusorisch macht.
  • Auch die Übertragung der zum Wasserabstoßendmachen von Fasergut bekannten Methoden, bei denen das Fasergut mit Aluminiumseifen und Paraffinwachsen in wasserfreien organischen Lösungsmitteln getränkt und nach dem Trocknen wärinebehandelt wird, auf Leder hat sich schon deswegen nicht bewährt, weil kaum eine ausreichende Eindringtiefe der Imprägnierung zu erreichen ist.
  • Demgegenüber wurde nun gefunden, daß man Leder wasserabstoßend machen kann, ohne seine Durchlässigkeit für Gase und Dämpfe, z. B. Luft und Wasserdampf, allzusehr zu beeinträchtigen, wenn man die Bildung einer Aluminiumseife innerhalb der Lederstruktur veranlaßt und dabei mit einem geeigneten Lösungsmittel für die Komponenten der Seife arbeitet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zum Wasserdichtmachen von gegerbtem Leder mit aus Aluminiumisopropylat und einer Fettsäure mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen gebildeten Aluminiumseifen ist daher dadurch gekennzeichnet, daß man das Leder in beliebiger Reihenfolge mit einer Lösung von Aluminiumisopropylat und mit einer Lösung einer Fettsäure mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen tränkt und den nicht zur Aluminiumseife umgesetzten Anteil beider Komponenten auswäscht, wobei man sowohl als Lösungsmittel für beide Komponenten der Seife wie auch als Mittel zum Auswaschen der nicht umgesetzten Anteile der Komponenten einen bei Zimmertemperatur unter Normaldruck verdunstenden aromatischen Kohlenwasserstoff verwendet.
  • Das Verfahren führt zu einem Produkt, das dem unter Aufbringen von vorgebildeten Aluminiumseifen imprägnierten Leder in bezug auf die erwähnte Gas- und Dampfdurchlässigkeit überlegen ist, ohne ihm hinsichtlich der Wasserfestigkeit nachzustehen. Die Gefahr einer auch nur oberflächlichen Verhärtung und störenden Verfärbung ist ebenfalls vermieden.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens tränkt man das lufttrockene Leder bis zur Sättigung mit einer Lösung von Aluminiumisopropylat in dem betreffenden Kohlenwasserstoff, z. B. Benzol, Toluol oder Xylol, deren Konzentration vorzugsweise 3 bis 10 Gewichtsteile Aluminiumisopropylat auf 100 Teile Lösung beträgt, die jedoch auch konzentrierter oder verdünnter sein kann. Man nimmt die Tränkung am bequemsten bei Raumtemperatur oder unter leichtem Aufwärmen, jedoch möglichst unterhalb 50' C vor, indem man das Leder in der vorbereiteten Lösung einweicht.
  • Nach Abtropfenlassen der überflüssigen Lösung bringt man das feuchte Leder in eine Lösung einer Fettsäure, d. h. einer aliphatischen, gesättigten oder ungesättigten Monocarbonsäure mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen, ein. Als Lösungsmittel für die Fettsäure wird ebenfalls ein aromatischer Kohlenwasserstoff verwendet, der bei Raumtemperatur unter Normaldruck verdunstet. Zweckmäßigerweise verwendet man das gleiche Lösungsmittel wie für das Aluminiumisopropylat.
  • Die Konzentration der Säurelösung soll derjenigen der Isopropylatlösung entsprechen; vorzugsweise sind ebenfalls 3 bis 10Gewichtsteile Fettsäure je 100 Teile Lösung vorhanden. Die Behandlung erfolgt wie oben bei Raum- oder etwas erhöhter Temperatur.
  • Die hierbei neben Isopropylalkohol gebildete Aluminiumseife setzt sich hauptsächlich im Inneren des Leders ab, ohne dessen Poren ganz zu verstopfen, und wirkt wasserabstoßend.
  • Nicht umgesetzte Anteile der Reaktionsteilnehmer werden dann durch gründliches Auswaschen entfernt, wobei wiederum ein bei Raumtemperatur unter Normaldruck verdunstender Kohlenwasserstoff, am besten der zum Lösen der Reaktionsteihiehmer verwendete, als Waschmittel dient und bei Temperaturen von bis zu etwa 5011 C gearbeitet wird.
  • Die Tränkung kann gegebenenfalls auch in umgekehrter Reihenfolge, d. h. zuerst mit der Fettsäure, dann mit dem Isopropylat durchgeführt werden, je- doch schließt sich als letzte Stufe stets das Auswaschen an, dem selbstverständlich ein Trocknen, am besten bei Raumtemperatur an der Luft, folgt.
  • Es sei noch erwähnt, daß sich das erfindungsgemäße Imprägnierverfahren auf praktisch alle Lederarten anwenden läßt. Besondere Vorteile ergeben sich bei hellem bzw. weißem Leder, da keine Verfärbungsgefahr besteht. Die Art der vorangegangenen Gerbung spielt keine Rolle. Die Imprä;-gnierung wird zweckmäßigerweise unmittelbar nach der Fettungsbehandlung vorgenommen, ist jedoch zu jedem beliebigen Zeitpunkt möglich.
  • Die Beispiele erläutern die Erfindung näher. B6ispiel 1 Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wurden Proben von Seitenleder wasserdicht gemacht. Das verwendete Leder war ehromiert, mit Syntan nachgegerbt und gefettet.
  • Zuerst ist eine Lösung aus Benzol, die 3,0 Gewichtsprozent Aluminiumisopropylat darin gelöst enthielt, hergestellt worden. Diese Lösung wurde in zwei Teile aufgeteilt. Eine Probe des Seitenleders, im folgenden als Probe 1 bezeichnet, wurde in einen Teil der Lösung eingetaucht. Man ließ sie 30 Mi:-nuten lang darin. Die Lösung hatte eine Temperatur von 271 C. Eine andere Probe des Seitenleders, im folgenden als Probe 2 bezeichnet, wurde in den zweiten Teil der Lösung eingetaucht und 15 Minuten darin gelassen. Diese Lösung hatte eine Temperatur von ungefähr 271 C.
  • Nach Ablauf der entsprechenden Zeit wurde jede Lederprobe aus der Lösung herausgenormnen. Probe 1 wurde danach in eine Lösung, welche 3,0 Gewichtsprozent Oleinsäure in Benzol enthielt, eingetaucht und ungefähr 30 Minuten lang darin g "elassen. Diese Lösung hatte eine Temperatur von ungefähr 27' C. Probe 2 wurde in eine 3,0gewichtsprozentige Lösung von Oleinsäure in Benzol eingetaucht und 15 Minuten lang darin gelassen. Diese Lösung hatte ebenfalls eine Temperatur von 270 C.
  • Am Ende der bestimmten Zeit wurde jede der Proben aus der Oleinsäurelösung herausgenommen. Jede Probe wurde darauf durch Eintauchen in Beazol während einer Zeitdauer von 5 Minuten von allen nicht umgesetzten Bestandteilen befreit. Danach wurde jede Probe herausgenommen und bei Zimmertemperatur trocknen gelassen. Nach Versuchsverfahren E 30 der American Leather Chemists Association Provisional Method, April 1953, wurde jede Probe nach ihrer statischen Wasserabsorption geprüft. Unter statischer Wasserabsorption versteht man hierbei die Menge an Wasser, die von Leder, welches ohne Biegen während einer bestimmten Zeitdauer in Wasser eingetaucht wurde, absorbiert wird. Das Versuchsverfahren sieht zwei Eintauchvorgänge in Wasser vor, nämlich einen von 30 Minuten und einen von 120 Minuten Dauer. Dieser Versuch gibt den Prozentgehalt an Wasser, der in den angegebenen Zeitperioden von Leder aufgenommen wurde, an. Im folgenden sind die Ergebnisse der Absorptionsversuche zur Bestimmung des statischen Wassers angegeben.
    Wasserabsorption in %
    Eintauchdauer
    30 Minuten 120 Minuten
    Probe 1 ........... 21,5 31,8
    Probe 2 ........... 24,3 35,7
    Die oben angegebene Behandlung wurde in allen C Einzelheiten wiederholt mit der Ausnahme, daß statt einer 3%igen Aluminiumiso ropylatlösung wie sie p C3 ursprünglich Verwendung fand, eine 5,0gewichtsprozentige Lösung angewandt wurde und daß statt einer 3,Ogewichtsprozentigen Oleinsäurelösung, welche ursprünglich verwendet wurde, eine 5,Ogewichtsprozentige Oleinsäurelösung angewandt wurde. Die so behandelten Lederproben wurden in gleicher Weise wie die Proben 1 und 2 nach ihrer statischen Wasserabsorption untersucht. In der folgenden Tabelle bezieht sich die Bezeichnung Probe 3 auf ein Produkt, das dem Verfahren der vorhergehenden Probe 1 entspricht. Probe 4 kennzeichnet ein Produkt entsprechend dem Verfahren der vorhergehenden Probe 2. Das Ergebnis des statischen Wasserabsorptionsversuchs war wie folgt:
    Wasserabsorption in 0/9
    Eintauchdauer
    30 Minuten 120 Minuten
    Probe 3 ........... 19,3 28,2
    Probe 4 ........... 24,3 32,2
    Die obenerwähnten Behandlungsmethoden wurden in allen Einzelheiten wiederholt mit der Ausnahme, daß in diesem Fall Lösungen mit 10,0 Gewichtsprozent Aluminiumisopropylat in Benzol und Lösungen von 10,0 Gewichtsprozent Oleinsäure in Benzol statt der 3,0- imd 5,Oprozentigen Lösungen, wie sie oben Verwendung fanden, angewandt wurden. Diese Proben wurden auf gleiche Weise wie die Proben 1 bis 4 nach ihrer statischen Wasserabsorption untersucht. In folgender Tabelle bezieht sich die Bezeichnung Probe 5 auf ein Produkt entsprechend dem Verfahren der vorher erwähnten Proben 1 und 3. Die Bezeichnung Probe 6 bezieht sich auf ein Produkt entsprechend dem Verfahren der obenerwähnten Proben 2 und 4. Die Versuchsergebnisse waren wie folgt:
    Wasserabsorption in 0/9
    Eintauchdauer
    30 Minuten 120 Minuten
    Probe 5 ........... 24,7 40,0
    Probe 6 ........... 19,7 30,0
    Aus obigen Ergebnissen geht klar hervor, daß durch die erfindungsgemäße Behandlung des Leders eine ausgezeichnete Wasserdichtigkeit erreicht werden kann. Um jedoch zu zeigen, daß das erzielte Ergebnis auf die Reaktion zwischen dem Aluminiumisopropylat und der Oleinsäure an Ort und Stelle bzw. in den Lederporen zurückzuführen ist und nicht lediglich auf das Niederschlagen eines überzugs von wasserunlöslicher Fettsäure in oder auf dem Leder, wurden folgende Versuche durchgeführt: Zunächst ist Oleinsäure zu einer 3,Ogewichtsprozentigen Lösung in Benzol aufgelöst und außerdem eine Lösung von 5,0 Gewichtsprozent Oleinsäure in Benzol hergestellt worden. In jede der beiden Lösungen wurde eine Probe von chromgefärbtem und mit Syntan nachgefärbtem und gefettetein Seitenleder eingetaucht. In einem Fall ließ man das Leder mit der 3,Oprozentigen Oleinsäurelösung 30 Minuten lang in Berührung. Das so behandelte Leder wird im folgenden als Probe 7 bezeichnet. Die zweite Lederprobe, im folgenden als Probe 8 bezeichnet, wurde 30 Minuten lang in der 5,0prozentigen Oleinsäurelösung stehengelassen.
  • Am Ende der jeweiligen Eintauchdauer wurde jede der Proben aus der Oleinsäurelösung herausgenommen und an der Luft getrocknet. Dann untersuchte man die Proben in der gleichen Weise wie Probe 1 bis 6 nach ihrer statischen Wasserabsorption. Die Versuchsergebnisse waren wie folgt:
    Wasserabsorption in %
    (Proben nur mit Fettsäure behandelt)
    Eintauchdauer
    30 Minuten 120 Minuten
    Probe 7 ........... 116 116
    Probe 8 ...........
    95 97
    Da Aluminiumisopropylat bekannterweise solche Eigenschaften aufweist, daß es allein nicht als wasserdichtmachendes Mittel wirken oder Verwendung finden könnte, und da aus obigen Ergebnissen hervorgeht, daß Oleinsäure allein keine Wirksamkeit besitzt, so zeigen die Ergebnisse des Versuchs zur Bestimmung der statischen Wasserabsorption eindeutig, daß das erfindungsgemäße Verfahren ein wertvolles Verfahren zum Wasserdichtmachen von Leder ist. Die Untersuchunc, des Leders nach der Behandlung gemäß der Erfindung ergab, daß die Probe in jedem Fall wasserdicht war, ohne an Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit eingebüßt zu haben und ohne daß sich das Leder verfärbt hätte oder dunkel geworden wäre.
  • Beispiel 2 In diesem Beispiel wurde die Behandlung von Beispiel 1 in allen Einzelheiten wiederholt mit der Ausnahme, daß in diesem Beispiel statt Seitenleder Kalbsleder Verwendung fand. Das verwendete Kalbsleder war chromgefärbt, mit Syntan nachgefärbt, aber nicht vor der Wasserdichtigkeitsbehandlung gefettet worden.
  • Proben des Kalbsleders wurden bei 27' C behandelt, indem man sie zuerst in eine 3,Ogewichtsprozentige (Probe 1), 5,Ogewichtsprozentige (Probe 2) bzw. 10,0gewichtsprozentige (Probe 3) Lösung von Aluminiumisopropylat in Benzol 30 Minuten lang eintauchte und danach in einer Lösung von 3,0, 5,0 bzw. 10,0 Gewichtsprozent Oleinsäure in Benzol 30 Minuten lang stehenließ. Darauf wurden die Leder in Benzol 5 Minuten lang gewaschen und an der Luft getrocknet.
  • Auf gleiche Weise wie die Proben 1, 2 und 3 wurden Kalbsleder (Proben 4, 5 und 6) behandelt, indem man sie in benzolische Lösungen von Aluminiumisopropylat und Oleinsäure statt 30 Minuten lang 15 Minuten lang eintauchte.
  • Kalbsleder (Proben 7, 8 und 9) wurden auf gleiche Weise wie die Proben 1, 2 und 3 behandelt mit der Ausnahme, daß die benzolischen Lösungen von Aluminiumisopropylat und Oleinsäure vor dem Eintauchen des Leders auf 50' C erhitzt wurden und daß die Leder statt 30 Minuten nur 10 Minuten lang in jede der Lösungen eingetaucht wurden.
  • Zu Vergleichszwecken wiederholte man ebenfalls die grundlegenden Behandlungsvorgänge, die bei den Proben 1 bis 3 und 7 bis 9 angewandt worden waren, in allen Einzelheiten mit der Ausnahme, daß in diesem Beispiel das Eintauchen des Leders in die Lösung von Aluminiumisopropylat und das Waschen des behandelten Leders in Benzol ausgelassen wurde. In den nachfolgenden Tabellen sind die Proben, die den Proben 1, 2, 3, 7, 8 und 9 entsprechen, mit 10, 11, 12, 13, 14 und 15 bezeichnet.
  • Nach der Provisional Method of the American Leather Chemists Assoeiation, April 1953, wurde jede der trockenen Proben nach ihrer statischen Wasserabsorption geprüft. Es ergaben sich folgende Daten:
    Wasserabsorption in %
    Eintauchdauer
    30 Minuten 120 Minuten
    Probe 1 ........... 18,2 27,6
    Probe 2 ........... 17,4 26,2
    Probe 3 ........... 8,0 16,2
    Probe 4 ........... 19,4 29,0
    Probe 5 ........... 17,2 28,0
    Probe 6 ........... 139 23,0
    Probe 7 ........... 16:8 28,5
    Probe 8 ........... 16,2 27,8
    Probe 9 ........... 13,0 24,4
    Wasserabsorption in 11/o
    (Proben nur mit Fettsäure behandelt)
    Eintauchdauer
    30 Minuten 1 120 Minuten
    Probe 10 .... ..... 110,5 113
    Probe 11 ......... 107 108
    Probe 12 .......... 115,5 108
    Probe 13 .......... 135 136
    Probe 14 .......... 137 137
    Probe 15 .......... 142 142
    Diese Ergebnisse zeigen das Ausmaß, in dem das nach dem erlmdungsgemäßen Verfahren behandelte Leder wasserabstoßend wirkt. Es konnte weiterhin festgestellt werden, daß dieses Ergebnis erzielt wurde, ohne daß das Leder dabei dunkler geworden oder sich verfärbt und ohne daß die Luft- und Wasserdurchlässigkeit des Leders darunter gelitten hätte.
  • Beispiel 3 In diesem Beispiel wurden Proben von ehromgegerbtem Seitenleder behandelt.
  • Zuerst ist eine Lösung mit 3,0 Gewichtsprozent Aluminiumisopropylat hergestellt worden. Sie wurde in drei Teile aufgeteilt. In jede dieser Lösungen wurde eine gesonderte Probe des Leders eingetaucht und ungefähr 30 Minuten lang darin gelassen. Die Temperatur jeder Lösung betrug ungefähr 271 C. Am Ende der angegebenen Eintauchdauer nahm man jede Lederprobe aus ihrem Aluminiumisopropylatbad heraus. Die erste Probe (1) wurde darauf in ein Bad, welches 3,0 Gewichtsprozent Oleinsäure in Benzol enthielt, die zweite Probe (2) in ein Bad mit 3J0 Gewichtsprozent Stearinsäure und die dritte Probe (3) in ein Bad mit einem Gehalt von 3,0 Gewichtsprozent Laurinsäure, jeweils in Benzol, eingetaucht und darin ungefähr 30 Minuten lang gelassen. In jedem Fall betrug die Temperatur der Fettsäurelösung 27' C. Nach 30 Minuten nahm man jede Probe aus dem Fettsäurebad heraus und wusch sie durch 5 Minuten langes Eintauchen in Benzol frei von allen nicht umgesetzten Stoffen. Man ließ jede Probe, nachdem sie herausgenommen war, bei Zimmertemperatur trocknen.
  • Zu Vergleichszwecken wurde die zum Wasserdichtmachen der Proben 1, 2 und 3 angewandte Behandlung wiederholt mit der Ausnahme, daß in jedem Fall der Eintauchvorgang des Leders in die Aluminiumisopropylatlösung und das Waschen des Leders in Benzol ausgelassen wurde.
  • In den nachfolgenden Tabellen wurden die Vergleichsproben, welche den Proben 1, 2 und 3 entsprechen, als Proben 4, 5 und 6 bezeichnet.
  • Jede dieser sechs Proben von behandeltem Leder wurde nach der im Beispiel angeführten Methode der American Leather Chemists Association, April 1953, nach ihrer statischen Wasserabsorption untersucht. Die Ergebnisse waren wie folgt:
    Wasserabsorption in 11/o
    Eintauchdauer
    30 Minuten 120 Minuten
    Probe 1 ........... 21,5 31,8
    Probe 2 ........... 17,6 27,4
    Probe 3 ........... 17,9 27,9
    Wasserabsorption in 1%
    (Proben nur mit Fettsäure behandelt)
    Eintauchdauer
    30 Minuten 1 120 Minuten
    Probe 4 ........... 116 116
    Probe 5 ........ 1.. 85 90
    Probe 6 ........... 91 96
    Beispiel 4 In diesem Beispiel wurde chromgegerbtes Schafsleder einer hohen Qualität, ein weiches Leder einer Art, wie es in der Handschuh- und Bekleidungsindustrie Verwendung findet, angewandt. Das Leder wurde vor seiner Verwendung gefettet und an der Luft getrocknet.
  • Eine Probe dieses Leders, im folgenden als Probe 1 bezeichnet, wurde zuerst in eine Lösung von 3,0 Gewichtsprozent Aluminiumisopropylat in Benzol eingetaucht und darin 30 Minuten lang gelassen. Die verwendete Lösung hatte eine Temperatur von 27' C. Nach dem Eintauchen in diese Lösung wurde eine Lederprobe herausgenommen und darauf in eine Lösung von 3,0 Gewichtsprozent Stearinsäure in Benzol eingetaucht und darin 30 Minuten lang gelassen. Die Stearinsäurelösung hatte ebenfalls eine Temperatur von 271 C. Am Ende der angegebenen Eintauchdauer nahm man die Probe aus der Stearinsäure heraus, tauchte sie 5 Minuten lang in Benzol und trocknete an der Luft.
  • Der dymamische Widerstand des so behandelten Leders gegenüber Wasser wurde gemäß der Untersuchungsmethode E 31 der American Leather Chemists Association Provisional Method, April 1953, geprüft. Zu Vergleichszwecken unterwarf man eine Probe von nicht wasserdichtem Schafsleder, das chromgegerbt und gefettet war, der gleichen Untersuchungsmethode. Dieses nicht wasserdichte Leder wird im folgenden als Probe 2 bezeichnet. Zum weiteren Vergleich wurde chromgegerbtes Schafsleder, das nach dem Fetten und Trocknen unter Verwendung von Chromkomplexverbindungen wasserdicht gemacht worden war, ebenfalls einer Prüfung auf seinen dynamischen Widerstand gegenüber Wasser unterworfen. Diese Probe wird im folgenden als Probe 3 bezeichnet. Schließlich wurde noch eine Probe von chromiertern Schafsleder, die nach dem Fetten und Trocknen unter Verwendung von Chromkomplexverbindungen wasserdicht gemacht und weiterhin der Behandlung gemäß Probe 1 dieses Beispiels unterworfen worden war, auf ihre dynamische Wasserabsorption geprüft. Diese Probe wird als Probe 4 bezeichnet.
  • Die Prüfung auf dynamische Wasserabsorption zeigte, daß unter allen geprüften Proben die Probe 1, d. h. das erfindungsgemäß behandelte Leder, dem Eindringen von Wasser den größten Widerstand entgegensetzte. Erst nach 7500 Biegevorgängen fing das Wasser an, Probe 1 zu durchdringen. Probe 4 wies die zweitbeste Qualität auf, wobei das Wasser nach 6500 Biegevorgängen das Leder durchdrang. Probe 3 erwies sich als am drittbesten. Das Wasser fing nach 5500 Biegevorgängen an, das Leder zu durchdringen. Bei Probe 2 drang das Wasser beinahe sofort durch das Leder hindurch. Mit den Proben 1 und 3 wurde darauf eine Bestimmung der statischen Wasserabsorption gemäß »American Leather Chemists Association« durchgeführt. Es zeigte sich, daß Probe 3, die lediglich unter Verwendung von Chromkomplexverbindungen wasserdicht gemacht worden war, 107 % Wasser aufnahm, wogegen Probe 1 innerhalb der gleichen Zeitdauer nur 32% Wasser absorbierte.
  • Die Prüfungsergebnisse zeigen deutlich, daß das erfindungsgemäße Verfahren dem Leder eine überlegene Wasserdichtigkeit verleiht, die in keinem Fall von einem Dunkelwerden oder einer Verfärbung des Leders begleitet war.

Claims (1)

  1. Patentansprach: Verfahren zum Wasserdichtmachen von gegerbtem Leder mit aus Aluminiumisopropylat und einer Fettsäure mit 12 bis 24Kohlenstoffatomen gebildeten Aluminiumseifen, dadurch gekennzeichnet, daß man das Leder in beliebiger Reihenfolge mit einer Lösung von Aluminiumisopropylat und mit einer Lösung einer Fettsäure mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen tränkt und den nicht zur Aluminiumseife umgesetzten Anteil beider Komponenten auswäscht, wobei man sowohl als Lösungsmittel für beide Komponenten der Seife sowie als Mittel zum Auswaschen der nicht umgesetzten Anteile der Komponenten einen bei Zimmertemperatur unter Normaldruck verdunstenden aromatischen Kohlenwasserstoff verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentanmeldungen F 8783 IV c / 8 k (bekanntgemacht am 1. 12. 1955), F 9205 IV c / 8 k (bekanntgemacht am 19. 1. 1956), F 9447 IV c/ 8 k (bekanntgemacht am 30. 5. 1956); USA.-Patentschrift Nr. 2 469 041.
DEN16964A 1958-07-11 1959-07-11 Verfahren zum Wasserdichtmachen von gegerbtem Leder Pending DE1273121B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2469041A (en) * 1946-09-02 1949-05-03 Standard Vacuum Oil Company Methods for preparing aluminum soaps and certain classes of useful compositions containing aluminum soaps

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2469041A (en) * 1946-09-02 1949-05-03 Standard Vacuum Oil Company Methods for preparing aluminum soaps and certain classes of useful compositions containing aluminum soaps

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