DE1272905B - Verfahren zur Herstellung von Monoalkalimetallphosphaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von MonoalkalimetallphosphatenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
COIb
C05b
12 i-25/30
16-5
Nummer: 1272905
Aktenzeichen: P 12 72 905.4-41 (J 27617)
Anmeldetag: 3. März 1965
Auslegetag: 18. Juli 1968
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Monoalkalimetallorthophosphaten
durch Umsetzung von wäßriger Phosphorsäure mit einem Alkalimetallchlorid. Diese Salze haben verschiedene Verwendungszwecke,
z. B. als Düngemittel (insbesondere die Kalium- und Ammoniumsalze) und als Ausgangsstoffe
für die Herstellung von Polyphosphaten (insbesondere die Kalium- und Natriumsalze), die
als Bestandteile von Detergentien verwendet werden.
Im Sinne der Erfindung wird der Ausdruck »Alkalimetall« so verstanden, daß er auch das Ammoniumradikal einschließt.
Im Hinblick darauf, daß Alkalimetallchloride und technische oder Handelsqualitäts-Phosphorsäure (in
Konzentrationen von etwa 40 bis 90 Gewichts-Prozenten) leicht erhältliche Stoffe sind, wurden
bereits viele Verfahren zur Herstellung von Monoalkaliphosphaten durch direkte Umsetzung dieser
Stoffe bei Temperaturen vorgeschlagen, bei denen die in Freiheit gesetzte Salzsäure verdampft. Die
Ausbeute war aber klein, und die Verfahren beinhalteten andere Schwierigkeiten, so daß ein technisch
sich lohnendes Verfahren auf Basis dieser unmittelbaren Umsetzung bisher nicht entwickelt werden
konnte. Wenn die Reaktionskomponenten in molaren Verhältnissen 1 :1 entsprechend der stöchiometrischen
Beziehung, die durch die folgende Reaktionsgleichung gefordert wird, verwendet werden
H:iPQi + MeCl
MeH2PO-I + HCl
worin Me ein Alkalimetall ist, können keine höheren Ausbeuten als etwa 40% der theoretischen Ausbeute
erreicht werden, sogar bei Temperaturen von 180"C,
was praktisch die obere zulässige Grenze für die Reaktionstemperatur darstellt, da bei höheren Temperaturen
ein Teil des Phosphates in Metaphosphat oder Polyphosphate umgewandelt wird.
Die Ausbeute kann erhöht werden, wenn ein Überschuß an Phosphorsäure verwendet wird entsprechend
einem molaren Verhältnis Säure zu Chlorid von 2 : 1 oder sogar 3:1. Aber nicht einmal auf
diese Weise wird bei Temperaturen bis zu 180"C hinauf eine vollständige Umsetzung erreicht.
Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung, das ebenfalls auf der unmittelbaren Umsetzung eines
Alkalimetallchlorides mit wäßriger Phosphorsäure basiert, werden diese Nachteile und Schwierigkeiten
beseitigt, und eine hohe Ausbeute an Monoalkalimelallphosphat wird erhalten.
Aus der deutschen Patentschrift 1 102 711 ist ein Verfahren bekannt, bei dem nach der Umsetzung
von Kaliumchlorid und Phosphorsäure ohne Gegen- Verf ahren zur Herstellung von
Monoalkalimetallphosphaten
Anmelder:
and Development —, Haifa Bay (Israel)
Vertreter:
4000 Düsseldorf-Benrath 3,
wart von organischen Lösungsmitteln zunächst mittels Dampf die Salzsäure entfernt und anschließend das
gewünschte Produkt mittels Methanol ausgefällt wird. Methanol und wäßrige Mutterlauge werden
dann in den Kreislauf zurückgeführt. Bei diesem bekannten Verfahren werden bei der Umsetzung
zwischen Kaliumchlorid und Phosphorsäure jedoch nur Ausbeuten unter etwa 70% der Theorie erhalten.
Beim Verfahren gemäß der Erfindung werden demgegenüber erheblich höhere Ausbeuten bei der
Umsetzung in Höhe von etwa 95% der Theorie und darüber erhalten. Dies ist ein außerordentlich
großer technischer Fortschritt, der vom Fachmann nicht vorausgesehen werden konnte. Außerdem wird
beim Verfahren gemäß der Erfindung als wertvolles Nebenprodukt eine 25- bis 28%ige wäßrige Salzsäurelösung
erhalten, die einen bedeutenden technischen und wirtschaftlichen Wert darstellt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Monoalkalimetallphosphaten
durch Umsetzen von etwa 2 Molteilen wäßriger Phosphorsäure mit etwa 1 Molteil eines
Alkalimetallchloride« bei Temperaturen nicht über 180"C, das gemäß der Erfindung dadurch gckenn-
«09 570/550
zeichnet ist, daß die Umsetzung in Gegenwart von keine Bildung von Metaphosphat oder Polyphos-Dämpfen
eines organischen Lösungsmittels vor- phaten.
genommen wird, dessen Siedepunkt bei dem gege- ■ Nach Entfernen des zurückbleibenden oder durch
benen Druck über dem Siedepunkt einer azeotro- Kondensation gebildeten flüssigen Lösungsmittels
pischen Mischung von Chlorwasserstoff und Wasser 5 aus der Reaktionsmischung besteht diese etwa aus
bei dem gleichen Druck liegt und das durch die gleichen molaren Anteilen Monoalkalimetallphos-Reaktionskomponenten
und -produkte nicht zersetzt phat und Phosphorsäure. Im Falle von Kalium wird und mit diesen nicht reagiert. und Natrium bilden sich beim Abkühlen in kristal-
Der bevorzugte Reaktionstemperaturbereich liegt liner Form die bekannten Doppelverbindungen
zwischen etwa 120 und etwa 1600C. Die Umsetzung 10 MeKfePC^ · H3PO4 (Me = Kalium oder Natrium),
kann unter Normaldruck oder vermindertem Druck die in bekannter Weise auf verschiedene Arten
durchgeführt werden. oder gemäß der vorliegenden Erfindung durch
Das Molverhältnis Phosphorsäure zu Chlorid extrahierendes Digerieren mittels mit Wasser teilweise
muß nicht genau 2 : 1 betragen. In einigen Fällen mischbarer Lösungsmittel, z. B. aliphatischen Alkokann
sich die Verwendung eines Überschusses an 15 holen, wie Butyl- oder Amylalkohol, gespalten
Phosphorsäure als vorteilhaft erweisen; in anderen werden können. Diese Lösungsmittel lösen die
Fällen kann ein Überschuß an Chlorid ratsam sein, Phosphorsäurekomponente und lassen die Monoinsbesondere
aus wirtschaftlichen Gründen. phosphatkomponente zurück. Im Falle des Mono-
Das Lösungsmittel kann in flüssigem Zustand der ammoniumphosphats konnte noch nicht endgültig
Reaktionsmischung zugegeben und durch äußere 20 festgestellt werden, ob der Rückstand die gleiche
Einwirkung von Hitze auf die Mischung verdampft Art Doppelverbindung oder eher eine gegenseitige
werden. Statt dessen kann das Lösungsmittel auch in Dispersion der beiden Komponenten ist. Auf jeden
einem von der Reaktionsmischung getrennten Gefäß Fall kann sie aber auf die gleiche Weise wie die
erhitzt und verdampft und die Dämpfe der Mischung vorstehend erwähnten Doppelverbindungen in ihre
zugeführt und mit der Mischung in Kontakt gebracht 25 Komponenten getrennt werden,
werden. Für gewisse Verwendungszwecke, z. B. zur Ver-
Das Zugeben des Lösungsmittels in flüsssiger Wendung als Düngemittel, braucht die Mischung
Form zu der Reaktionsmischung kann auf ver- oder die Doppelverbindung aus Monoalkalimetallschiedene
Arten erfolgen. Beispielsweise bei Chargen- phosphat und Phosphorsäure nicht getrennt zu
weiser Umsetzung kann die Gesamtmenge des Lö- 30 werden, sondern sie können als solche weiterversungsmittels,
die für die Durchführung des Ver- arbeitet werden. Beispielsweise können sie mit
fahrens bis zum Ende benötigt wird, von vornherein Ammoniak behandelt werden, wobei ein kombizugefügt
werden. Es kann aber auch ein kleiner nierter Stickstoff-Kalium-Phosphor-Dünger herge-Anteil
des Lösungsmittels anfänglich zugefügt und stellt werden kann. Ein brauchbares Verhältnis des
Zusatzmengen im Laufe der Umsetzung in größeren 35 zuzufügenden Ammoniaks würde beispielsweise der-
oder kleinen Anteilen sogar tropfenweise nach- art sein, daß 1,5 Molteile Ammoniak zu 1 Molteil
gegeben werden, wobei diese Zusatzmengen des der Mischung oder Doppelverbindung gegeben
Lösungsmittels aus frischem Vorrat oder aus wieder- werden. Diese Umsetzung läßt wahrscheinlich die
gewonnenem Destillat stammen können. Monoalkaliphosphatkomponente weitgehend unver-
Die Entwicklung von Lösungsmitteldämpfen un- 40 ändert und addiert den Ammoniak an die Phosphorabhängig von der Reaktionsmischung ist bei der Säurekomponente.
kontinuierlichen Durchführung des Verfahrens ge- Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele
maß der Erfindung vorteilhaft. Beispielsweise kann erläutert, ohne sie darauf zu beschränken,
ein Strom der Lösungsmitteldämpfe im Gegenstrom . . . .
dem Reaktionsmischungszufluß zugeführt werden. 45 B e 1 s ρ 1 e 1 1
In geeigneten Fällen kann die Eigenwärme und die Eine Mischung von 112 g( 1,5 Mol) Kaliumchlorid,
latente Wärme der Lösungsmitteldämpfe die einzige 450 g technischer, nach dem Naßverfahren her-Wärmequelle
zum Erhitzen der Reaktionskomponen- gestellter Phosphorsäure mit 65% H3PO i-Gehalt
ten auf die Reaktionstemperatur und zum Aufrecht- (3 Mol, berechnet als 100°/oige H3PO4) und 25 ml
erhalten derselben sein. In anderen Fällen kann 50 n-Octan (Siedepunkt 124,80C) werden in einem
zusätzlich zum Erhitzen von außen her gegriffen Destillierkolben erhitzt, der mit einem absteigenden
werden. In jedem Fall können die Lösungsmittel- Kühler verbunden und mit einem Tropftrichter
dämpfe gesättigt oder überhitzt sein. versehen ist. Bei 1120C beginnt eine Mischung von
Für die Verwendung im Verfahren gemäß der wäßriger Salzsäure und n-Octan zu destillieren. Das
Erfindung sind als Lösungsmittel beispielsweise 55 Destillat wird kondensiert, das Octan von der
aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Kerosin, Terpen- wäßrigen Salzsäure abgetrennt und in den Tropftinölersatz,
n-Octan, gewisse aliphatische Äther wie trichter des Destillierkolbens zurückgegeben, aus
n-Butyläther (Siedepunkt 142° C), sekundärer Butyl- dem es allmählich der siedenden Mischung wieder
äther (Siedepunkt 1210C) und Isoamyläther (Siede- zugeführt wird. Während die Siedetemperatur auf
punkt etwa 1700C) sowie chlorierte Kohlenwasser- 60 124° C steigt, erhöht sich die Konzentration der
stoffe wie Tetrachloräthan (Siedepunkt 146°C) und Salzsäure von ursprünglich 13,4% auf einen Endwert
Tetrachloräthylen (Siedepunkt 1210C) geeignet. Nach von 26,2%. Wenn die Siedetemperatur auf 1263C
dem Verfahren der Erfindung kann ein hoher Anteil gestiegen ist, wird keine weitere Salzsäure im Destillat
des Alkalimetallchlorides in das Monoalkalimetall- mehr gebildet.
phosphat umgesetzt werden, und zwar bei einer 65 Der Rückstand besteht dann aus einer oberen
beträchtlich tieferen Reaktionstemperatur, als sie Phase aus flüssigem n-Octan und einer flüssibisher
für diesen Verfahrenstyp erforderlich war. gen Bodenphase, die aus der Doppelverbindung
Bei dieser niedrigeren Temperatur erfolgt praktisch KHaPQj · H3PO4 gebildet wird und die sich etwa
aus 95 "/ο des als Ausgangsmaterial verwendeten
Kaliumchlorides herleitet. Die etwa 5°/o nicht umgesetztes Kaliumchlorid verbleiben gelöst in der
Bodenphase. Das Letztere verfestigt sich beim Abkühlen in kristalliner Form.
Die Bodenphase wird von der Lösungsmittelphase abgetrennt und entweder flüssig oder nach
Verfestigung dadurch gespalten, daß sie mit Butylalkohol extrahiert wird, der die in Freiheit gesetzte
Phosphorsäure löst, während das Monokaliumphosphat und das verbleibende Kaliumchlorid als
fester Rückstand zurückbleiben. Das Kaliumchlorid kann durch Waschen mit einer kleinen Menge Wasser
entfernt werden, wobei das Monokaliumphosphat weitgehend ungelöst zurückbleibt.
Das Verfahren wird wie im Beispiel 1 beschrieben ausgeführt, wobei folgende Abänderungen vorgenommen
werden:
a) Zusammensetzung der Reaktionsmischung: 149 g (2 Mol) Kaliumchlorid, 560 g 70%ige (H3P(M
nach dem Naßverfahren erhaltene technische Phosphorsäure (entsprechend 4 Mol H3PO4),
40 ml n-Butyläther (Siedepunkt 142 C);
b) Siedebereich der Reaktionsmischung von 110 bis
142° C;
c) Ausbeute: 94,5%ige Umsetzung des KCl.
Ähnliche wie die gemäß den Beispielen 1 und 2 erhaltenen Ergebnisse können durch die Verwendung
von einer Terpentinölersatzfraktion mit dem Siedebereich 126 bis 165° C oder η-Dekan (Siedepunkt
174"C) erzielt werden.
35
Das Verfahren wird in kontinuierlicher Weise unter Zuhilfenahme einer Glas-Füllkörperkolonne
von 70 cm Höhe und 5 cm innerem Durchmesser, die durch einen keramischen Mantel thermisch isoliert
ist, durchgeführt. Kein äußeres Erhitzen wird angewandt.
Eine Mischung von 63% (H3POi) im Naßverfahren
hergestellte technische Phosphorsäure (berechnet als 100% H3PO4) und Kaliumchlorid im
molaren Verhältnis 2 : 1 wird mit einer Geschwindigkeit von 1,16 kg/Std. am Kopf der Kolonne eingefüllt.
Am Boden der Kolonne werden Dämpfe von Terpentinölersatz (Siedebereich 140 bis 16O0C)
mit einer Geschwindigkeit von 15 kg/Std. aus einem Gefäß zugeführt, in dem das Lösungsmittel auf den
Siedepunkt erhitzt wird. Ein Teil der Lösungsmitteldämpfe kondensiert kontinuierlich in der Kolonne
und liefert die Wärme, die zum Erhitzen der Reaktionsmischung erforderlich ist. Vom Boden der
Kolonne wird eine Zweiphasenmischung der Doppelverbindung KH2PO1 · H3PO4 im flüssigen Zustand
und des kondensierten Lösungsmittels entnommen. Diese wird wie im Beispiel 1 beschrieben weiterverarbeitet.
Am Kopf entweichen eine Mischung aus Lösungsmitteldämpfen und verdampfter wäßriger
Salzsäure. Diese Dämpfe werden kondensiert, und das Lösungsmittel wird von der wäßrigen Phase
abgetrennt und dem Verfahren wieder zugeführt. Die wäßrige Salzsäure hat eine durchschnittliche
Konzentration von 26 bis 27%.
Der Umsetzungsgrad von KCI zu KH2PO4 liegt
über 95%.
Im wesentlichen das gleiche Ergebnis wird durch Verwendung von n-Butyläther (Siedepunkt 142 0C)
oder Isoamyläther (Siedepunkt 172°C) an Stelle von Terpentinölersatz erzielt.
Mononatriumphosphat wird auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise aus einer Reaktionsmischung
hergestellt, die 58,5 g (1 Mol) Natriumchlorid, 300 g 65% (H3PO4) nach dem Naßverfahren hergestellte
technische Phosphorsäure (2 Mol, berechnet auf H3PO4) und 30 ml Isoamyläther (Siedepunkt 172°C)
enthält. Die Siedetemperatur der Mischung beträgt etwa 135 0C. Der Umsetzungsgrad des Natriumchlorides
beträgt etwa 96%.
Eine Reaktionsmischung, die aus 53,5 g (1 Mol) Ammoniumchlorid und 310 g 63% (H3POt) nach
dem Naßverfahren hergestellte technische Phosphorsäure (2 Mol, berechnet als H3PO4) zusammengesetzt
ist, wird in ein senkrecht stehendes Glasrohr von 60 cm Höhe und 5 cm innerem Durchmesser, das
mit einem porösen Sinterglasboden ausgerüstet ist, eingefüllt. Eine Kerosinfraktion mit dem Siedebereich
140 bis 1500C wird in einem separaten Gefäß zum Sieden gebracht, und 1200 g von deren
Dampf werden durch den Sinterboden in die Reaktionsmischung im Glasrohr eingeleitet. Die Temperatur
der Mischung wird mittels von außen zugeführter Wärme und der Wärme, die durch die in
der Reaktionsmischung kondensierenden Kerosindämpfe zugeführt wird, auf 125 bis 1300C gehalten.
Eine Mischung von Kerosindämpfen und verdampfter wäßriger Salzsäure entweicht am Kopf des Glasrohres,
wird gesammelt und kondensiert.
Die Reaktion ist nach etwa 30 Minuten beendet, wenn etwa 95% des Ammoniumchlorides in das
Monoammoniumphosphat umgewandelt worden sind. Die so gebildete molare Mischung aus
(NH4)H2PO4 und H3PO4 wird in gleicher Weise
wie im Beispiel 1 für die Doppelverbindung beschrieben in seine Komponenten getrennt.
Claims (14)
1. Verfahren zur Herstellung von Monoalkalimetallphosphaten
durch Umsetzen von etwa 2 Molteilen wäßriger Phosphorsäure mit etwa 1 Molteil eines Alkalimetallchlorides bei Temperaturen
nicht über 1800C, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in
Gegenwart von Dämpfen eines organischen Lösungsmittels vorgenommen wird, dessen Siedepunkt bei dem gegebenen Druck über dem
Siedepunkt einer azeotropischen Mischung von Chlorwasserstoff und Wasser bei dem gleichen
Druck liegt und das durch die Reaktionskor^oonenten und -produkte nicht zersetzt wird und nJt
diesen nicht reagiert.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionstemperatur in
einem Bereich von etwa 120 bis etwa 160 C gehalten wird.
3. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel
in flüssigem Zustand zu der Reaktionsmischung
gegeben und dadurch verdampft wird, daß der Mischung von außen her Wärme zugeführt wird.
4. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel
in einem von der Reaktionsmischung getrennten Gefäß erhitzt und verdampft wird und die Dämpfe
der Reaktionsmischung zugeführt werden.
5. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung
chargenweise durchgeführt wird.
6. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß von Anfang an die Gesamtmenge
des für die Durchführung des Verfahrens bis zur Beendigung erforderlichen Lösungsmittels
der Reaktionsmischung zugefügt wird.
7. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein kleiner Anteil des Lösungsmittels
am Anfang und Zusatzmengen des Lösungsmittels im Verlauf der Durchführung des Verfahrens zu der Reaktionsmischung gegeben
werden.
8. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es kontinuierlich durchgeführt
wird.
9. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß aliphatische Kohlenwasserstoffe,
wie Kerosin, Terpentinölersatz oder n-Octan, aliphatische Äther, wie n-Butyläther
(Siedepunkt 142°C), sekundärer Butyläther (Siedepunkt 1210C) oder Isoamyläther (Siedepunkt
etwa 1700C) oder chlorierte Kohlenwasserstoffe,
wie Tetrachloräthan (Siedepunkt 146° C) oder Tetrachloräthylen (Siedepunkt 121°C), als
Lösungsmittel verwendet werden.
10. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß nach Beendigung
der Umsetzung die Mischung oder Doppelverbindung von im wesentlichen äquimolaren Anteilen
Monoalkalimetallphosphat und Phosphorsäure abgetrennt und von verbleibenden Anteilen
flüssigen Lösungsmittels befreit wird.
11. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung oder
Doppelverbindung aus Monoalkalimetallphosphat und Phosphorsäure in seine zwei Komponenten
getrennt wird.
12. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung der
Mischung oder Doppelverbindung durch extrahierendes Digerieren mittels teilweise mit Wasser
mischbarer Lösungsmittel, z. B. aliphatischen Alkoholen, wie Butyl- oder Amylalkohol, durchgeführt
wird.
13. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung oder
Doppelverbindung durch Behandlung mit Ammoniak weiter verarbeitet wird.
14. Verfahren gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß etwa 1,5 Molteile Ammoniak
1 Molteil der Mischung oder Doppelverbindung zugefügt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 1 102 711.
Deutsche Patentschrift Nr. 1 102 711.
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