DE1272879B - Verfahren zur Herstellung echter Faerbungen oder Drucke auf Cellulosematerialien - Google Patents
Verfahren zur Herstellung echter Faerbungen oder Drucke auf CellulosematerialienInfo
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- DE1272879B DE1272879B DEF37312A DEF0037312A DE1272879B DE 1272879 B DE1272879 B DE 1272879B DE F37312 A DEF37312 A DE F37312A DE F0037312 A DEF0037312 A DE F0037312A DE 1272879 B DE1272879 B DE 1272879B
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- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B47/00—Porphines; Azaporphines
- C09B47/04—Phthalocyanines abbreviation: Pc
- C09B47/32—Cationic phthalocyanine dyes
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Description
- Verfahren zur Herstellung echter Färbungen oder Drucke auf Cellulosematerialien Es ist bekannt, daß man Cellulosematerialien mit Phthalocyaninfarbstoffen, die quaternäre Ammonium-, tertiäre Sulfonium- oder Isothiuroniumgruppen enthalten, färben und bedrucken kann, indem man die Farbstoffe aus wäßriger Lösung in Gegenwart einer schwachen Säure und eines Alkalisalzes einer schwachen Säure auf das Cellulosematerial aufbringt und anschließend durch Dämpfen oder Erhitzen fixiert (britische Patentschrift 633 160).
- Es wurde nun gefunden, daß man echte Färbungen oder Drucke auf Cellulosematerialien herstellen kann, indem man wasserlösliche Phthalocyaninfarbstoffe der Formel worin R1, R2 und R3 gleiche oder verschiedene niedere Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppen, X° das Anion einer anorganischen oder organischen Säure, Pc einen Phthalocyaninrest und n eine ganze Zahl von 2 bis 4 bedeuten, auf Cellulosematerial klotzt oder druckt und dann mit einem Reduktionsmittel in Gegenwart eines alkalisch wirkenden Mittels bei erhöhter Temperatur auf der Faser fixiert.
- Die Mitverwendung eines Reduktionsmittels beim Fixieren unter alkalischen Bedingungen bewirkt überraschenderweise eine sehr starke Erhöhung der Farbstoffausbeute auf der Faser im Vergleich zu Färbungen, bei denen mit Alkali allein fixiert worden ist. Offensichtlich erfolgt durch die Anwesenheit des Reduktionsmittels eine schnellere Spaltung und eine stärkere Fixierung des Farbstoffes auf der Faser. Als Beispiele für die verfahrensgemäß zur Anwendung gelangenden Reduktionsmittel seien Natriumhydrosulfit und das Natriumsalz der Hydroxymethansulfinsäure genannt.
- Die bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung zur Anwendung gelangenden Kupferphthalocyaninfarbstoffe können beispielsweise hergestellt werden, indem man chlor- oder brommethylierte Kupferphthalocyanine mit tertiären Aminen umsetzt oder indem man ein Kupferphthalocyanin, das an den Benzolkernen über Methylengruppen gebundene tertiäre Aminogruppen enthält, mit einem Alkylenoxyd umsetzt und die erhaltene quaternäre Farbstoffammoniumhydroxydverbindung mit einer Säure neutralisiert.
- In der Regel wird die Fixierung der quaternäre Ammoniumgruppen enthaltenden Phtluilocyttninf-trb-Stoffe gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung in der Weise durchgeführt, daß man die mit -den Farbstoffen hergestellten Färbungen oder Drucke mit einem Reduktionsmittel in Gegenwart eines alkalisch wirkenden Mittels behandelt. Echte Färbungen mit hoher Farbstärke kann man beispielsweise nach dem Zweibad-Klotz-Jigger-Verfahren herstellen, indem man die Farbstoffe auf die Faser klotzt und nach dem Trocknen des Fasergutes auf dem Jigger in einer Flotte entwickelt, die Natronlauge, Natriumsulfat und Natriumhydrosulfit enthält.
- Farbstarke Drucke mit guten Echtheitseigenschaften kann man beispielsweise nach dem 'Zweiphasen-Druckverfahren herstellen, indem man das Fasergut mit einer Druckpaste, die die zur Anwendung gelangenden Farbstoffe enthält, bedruckt, die getrockneten Drucke mit einer ein Reduktionsmittel und ein alkalisch wirkendes Mittel enthaltenden Lösung klotzt oder pflatscht und dann dämpft.
- Beispiel 1 30 Gewichtsteile des durch Umsetzung von Kupfer-tri-(chlormethyl)-phthalocyanin mit Methyl-di-(oxiithyl)-amin erhältlichen Farbstoffes werden mit 90 Gewichtsteilen Harnstoff in 290 Gewichtsteilen heißem Wasser gelöst. Dann fügt man 600 Gewichtsteile einer 10%igen Tragant-Verdickung hinzu. Die Druckfarbe wird wie üblich auf Baumwollgewebe gedruckt und der Druck getrocknet, worauf die Ware auf dem Foulard mit einer Klotzflotte geklotzt wird, die in 1000 Volumteilen Flotte 70 Gewichtsteile Natriumhydrosulfit, 100 Gewichtsteile Natronlauge, 38°B6, und 50 Gewichtsteile wasserfreies Natriumcarbonat enthält. Anschließend wird auf einer Schnelldämpfanlage bei 110 bis 112°C 20 Sekunden gedämpft. Dann wird die Ware gespült und mit einer Lösung von 1 Gewichtsteil eines ionogenen oder nichtionogenen synthetischen Waschmittels in 1000 Gewichtsteilen Wasser kochend nachbehandelt, gespült und getrocknet. Man erhält einen klaren türkisblauen Druck mit sehr guten Echtheiten.
- Zu denselben Ergebnissen gelangt man, wenn man in der obenerwähnten Klotzflotte an Stelle von Natriumhydrosulfit 60 Gewichtsteile des mit Acetaldehyd und einem organischen Amin stabilisierten Natriumsalzes der Hydroxymethansulfinsäure verwendet und etwa 30 bis 40 Sekunden dämpft. Beispiel 2 An Stelle der im Beispiel 1 angegebenen Klotzflotten verwendet man eine Flotte, die in 1000 Gewichtsteilen Lösung 100 Gewichtsteile des Natriumsalzes der Hydroxymethansulfinsäure, 700 Gewichtsteile Wasser, 50 Gewichtsteile Kaliumcarbonat, 50 Gewichtsteile Natronlauge, 38'B6, und 100 Gewichtsteile Wasser enthält, wobei man unmittelbar nach dem Klotzen etwa 5 bis 8 Minuten dämpft und in der beschriebenen Weise fertigstellt. Beispiel 3 20 Gewichtsteile des aus Kupfer-tri-(chlormethyl)-phthalocyanin durch Umsetzung mit Trimethylamin erhaltenen Farbstoffs werden mit 80 Gewichtsteilen Harnstoff in 250 Gewichtsteilen Wasser heiß gelöst. Dann gibt man eine Stärke-Tragant-Verdickung hinzu und stellt mit Wasser oder Verdickung auf 1000 Gewichtsteile ein. Nach dem Drucken auf Baumwollgewebe wird die Ware getrocknet und zur Fixierung des Farbstoffes, wie im Beispiel 1 angegeben, geklotzt, gedämpft und fertiggestellt. Man erhält einen sehr lebhaften türkisblauen Druck mit sehr guten Licht- und Naßechtheiten.
- Beispiel 4 25 Gewichtsteile des im Beispiel 3 beschriebenen Farbstoffes werden unter Zusatz von 20 Gewichtsteilen 30%iger Essigsäure in 1000 Gewichtsteilen Wasser gelöst und mit einem Abquetscheffekt von etwa 80°/Q auf gebleichtes mercerisiertes Baumwollgewebe geklotzt. Nach dem Trocknen bei 80'C entwickelt man 30 Minuten auf dem Egger bei 90'C in einer Flotte, die 10 Volumteile Natronlauge, 38'B8, 50 Gewichtsteile Natriumsulfat und 5 Gewichtsteile Natriumhydrosulfit in 1000 Gewichtsteilen Wasser enthält. Nach dem Spülen und Seifen erhält man eine klare türkisblaue Färbung mit sehr guten Echtheiten, dern Farbton um ein Mehrfaches tiefer als der einer in Abwesenheit des Reduktionsmittels unter sonst gleichen Bedingungen hergestellten Färbung ist.
Claims (1)
- Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung echter Färbungen oder Drucke auf Cellulosematerialien, d adurch gekennzeichnet, daß man wasserlösliche Phthalocyaninfarbstoffe der Formel worin R1, R2 und R3 gleiche oder verschiedene niedere Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppen, XO das Anion einer anorganischen oder organischen Säure, Pc einen Phthalocyaninrest und n eine ganze Zahl von 2 bis 4 bedeuten, auf Cellulosematerial klotzt oder druckt und dann mit einem Reduktionsmittel in Gegenwart eines alkalisch wirkenden Mittels bei erhöhter Temperatur auf der Faser fixiert. In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 611907.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF37312A DE1272879B (de) | 1962-07-14 | 1962-07-14 | Verfahren zur Herstellung echter Faerbungen oder Drucke auf Cellulosematerialien |
| CH871763A CH398498A (de) | 1962-07-14 | 1963-07-12 | Verfahren zur Herstellung echter Färbungen oder Drucke auf Cellulosetextilmaterialien mit Kupferphthalocyaninfarbstoffen |
| AT560263A AT243222B (de) | 1962-07-14 | 1963-07-12 | Verfahren zur Herstellung echter Färbungen oder Drucke auf Cellulosematerialien |
| FR941420A FR1363007A (fr) | 1962-07-14 | 1963-07-15 | Procédé de préparation de teintures ou impressions solides sur des matières cellulosiques |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF37312A DE1272879B (de) | 1962-07-14 | 1962-07-14 | Verfahren zur Herstellung echter Faerbungen oder Drucke auf Cellulosematerialien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1272879B true DE1272879B (de) | 1968-07-18 |
Family
ID=7096829
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF37312A Pending DE1272879B (de) | 1962-07-14 | 1962-07-14 | Verfahren zur Herstellung echter Faerbungen oder Drucke auf Cellulosematerialien |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT243222B (de) |
| CH (1) | CH398498A (de) |
| DE (1) | DE1272879B (de) |
| FR (1) | FR1363007A (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE611907A (fr) * | 1960-12-22 | 1962-06-22 | Basf Ag | Procédé pour la teinture et/ou l'impression de textiles en cellulose |
-
1962
- 1962-07-14 DE DEF37312A patent/DE1272879B/de active Pending
-
1963
- 1963-07-12 CH CH871763A patent/CH398498A/de unknown
- 1963-07-12 AT AT560263A patent/AT243222B/de active
- 1963-07-15 FR FR941420A patent/FR1363007A/fr not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE611907A (fr) * | 1960-12-22 | 1962-06-22 | Basf Ag | Procédé pour la teinture et/ou l'impression de textiles en cellulose |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1363007A (fr) | 1964-06-05 |
| CH398498A (de) | 1966-03-15 |
| AT243222B (de) | 1965-10-25 |
| CH871763A4 (de) | 1965-05-31 |
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