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Verfahren zur Herstellung einer Relaiskontaktbaugiuppe Die Erfindung
betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Relaiskontaktbaugruppe, die einen Satz
von vorgespannten Federkontakten aufweist, von denen jeder als im wesentlichen U-förmige
Blattfeder ausgebildet ist, die zwei Schenkel aufweist, welche in einer Ebene liegen.
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Es sind verschiedene Relais bekannt, die vorgespannte Federkontakte
haben, die aus einer im wesentlichen U-förmigen Blattfeder bestehen, welche zwei
Schenkel hat, die in einer Ebene liegen. Die bekannten Blatfedern werden aus vollem
Material herausgestanzt oder herausgeschnitten. Die Produktionsgeschwindigkeit und
die Produktionsqualität werden hierbei durch die bekannten Grenzen einer mechanischen
Bearbeitung bestimmt.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges
Verfahren zur Herstellung derartiger Federn zu schaffen.
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Erfindungsgemäß wird ein Satz von Federkontakten nach Art von gedruckten
Schaltungen hergestellt. Dabei werden Federn relativ zueinander auf einem Träger
angeordnet, und diese Federn werden gehärtet, gespannt und in einer Relaiskontaktbaugruppe
montiert, und die Federn werden dann vom Träger getrennt. In vorteilhafter Weise
wird durch diese Technik auch die Montage der Federn wesentlich vereinfacht.
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Mit Vorteil kann der Satz aus silberplattiertem Beryllium-Kupfer hergestellt
werden. Die Trennung der Federn nach Montage kann vom Träger in vorteilhafter Weise
mittels eines elektrischen Schmelzvorganges durchgeführt werden.
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Die Erfindung soll unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung
erläutert werden. Es zeigt F i g. 1. eine Stirnansicht eines Kolbenrelais mit Kontaktfedern,
die gemäß der Erfindung hergestellt werden können, F i g. 2 eine Schnittansicht,
genommen längs der Linie II-II der F i g. 1, und F i g. 3 eine schematische Ansicht
des Herstellungsvorganges der Kontaktfedern.
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Das in den F i g. 1 und 2 schematisch dargestellte Relais weist eine
magnetisch betätigte Kolbenstange 16 auf, die ein nichtmagnetisches Pufferende 25
trägt, welches einen nach außen gerichteten Steg 26 aufweist. Dieser Steg kann mit
den Federkontakten zusammenwirken.
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Die Kontaktanordnung weist einen Satz ortsfester Kontaktelemente 36
auf, von denen so viele, wie jeweils gewünscht, vorhanden sind. Die Kontaktelemente
36 sind an Zapfen 37 gelagert. Das Kontaktelement 36 trägt an seinem inneren Ende
die Kontakte 38 und 39. Die Kontakte 38 können mit Kontakten zusammenarbeiten, die
von den Federn 41 getragen werden, welche wiederum an den Zapfen 42 gelagert sind.
Die Federn 41 und die Kontakte 40 bilden zusammen bewegliche Kontaktelemente. Jedem
Kontakt 38 ist ein Gegenkontakt zugeordnet. Die Zapfen 42 sind im gleichen Winkelabstand
um die Achse der Stange 16 angeordnet und in der Grundplatte 41 über hermetische
Glas-Metall-Dichtungen 43 gelagert. Die Kontakte 39 können mit den Kontakten 44
zusammenwirken, die an Federn 45 angeordnet sind, welche von Zapfen 46 getragen
werden, die ihrerseits über hermetische Glas-Metall-Dichtungen von einer Grundplatte
getragen werden.
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Die Federn 41 und 45 sind etwa U-förmige Elemente mit zwei Armen.
Im Zusammenbau trägt entweder das freie Ende eines jeden Armes einen Kontakt, und
die Basis des U ist auf einem Stift angeordnet, oder ein freies Ende des einen Armes
trägt einen Kontakt, während das andere freie Ende an dem zugehörigen Haltestift
befestigt ist.
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Wie insbesondere aus F i g. 2 ersichtlich ist, sind die Kontaktfedern
36, 41 und 45 an Hülsen 55, 56 und 57 bzw. 57, 58 und 59 befestigt, die über die
hermetisch abgedichteten Glas-Metall-Dichtungen 43 mechanisch an der Grundplatte
l befestigt sind. Das Ende der Hülse, an dem die zugeordnete Feder angebracht wird,
ist nach außen glockenförmig erweitert und bildet einen ersten Umfangsflansch bzw.
einen Anschlag 60, an den die entsprechende Feder über einen zweiten Flansch 61
angedrückt wird, der durch Druck auf das äußere Ende der Hülse gebildet wird. Außerdem
sind die Federn an den Hülsen angelötet.
Ein elektrisch leitender
Stift 62 ist in jeder derselben vorgesehen, und das innere Ende der Stifte 62 mit
den Hülsen wird durch Löten, Hartlöten od. dgl. verbunden. Durch diese Anordnung
können die verschiedenen Kontaktfedern mechanisch fest an ihren Traghülsen zusätzlich
zu einer Lötverbindung od. dgl. angebracht werden. Eine nicht wiedergegebene Dichtungskappe
ist an der Grundplatte 1 befestigt, und diese Kappe verschließt eine in der Platte
vorgesehene Bohrung 65.
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Eine gebräuchliche Ausbildung der Federn 45, die eine Schicht der
beweglichen Federn bilden, ist in F i g. 1 wiedergegeben. Eine jede Feder 45 ist
in Form eines U mit zwei Armen 45A, 45B ausgebildet. Der Arm 45B ist
an der Lagerhülse 57 befestigt, und der Arm 45 A trägt den Kontakt 44. Nach
der Figur weist der vorstehende Teil 26 des Puffers 25 eine Anzahl radialer Schlitze
66 auf, die diese Ansatzfläche in getrennte Teile unterteilen.
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Die aus F i g. 1 ersichtlichen Federn sowie diejenigen, die bei anderen
Ausführungsformen der Federanordnung Verwendung finden, sind nach Art gedruckter
Stromkreise hergestellt. Das Verfahren zur Herstellung der Kontaktfedern schließt
im allgemeinen die Anwendung eines Metallüberzugs auf einer Unterlagsplatte ein
sowie das Entfernen der nicht erforderlichen Teile des Überzugs, so daß ein Überzug
von bestimmter Ausbildung oder entsprechendem Muster auf der Unterlage verbleibt.
Dies ist in F i g. 3 wiedergegeben, aus der ersichtlich ist, daß das Muster aus
einer großen Anzahl (insgesamt 40) von Sätzen 67 einzelner Federn 45 oder 41 besteht.
Die dargestellte Federform weicht von derjenigen nach F i g. 1 ab. Der Überzug ist
von der Unterlagsplatte abgenommen. Der metallische überschußwerkstoff wird vorzugsweise
weggeätzt. Die Sätze 67 werden darauf durch Einschneiden entlang der gestrichelten
Linie 68 voneinander getrennt und anschließend einer gleichzeitigen kombinierten
Härte-und Einstellungsbehandlung unterzogen. Jeder Satz enthält eine Anzahl von
Kontaktfedern 45 oder 41, die durch schmale Verbindungsstücke 69 miteinander verbunden
sind, wobei bei je einer Feder zwei Stücke vorgesehen sind. Nach dieser Vorbehandlungsstufe
sind die Federsätze fertig zurr Einbau an den Stiften oder Hülsen. Nachdem die Kontaktfedern
an den jeweils zugehörigen Haltestiften oder -hülsen angebracht worden sind, werden
die einzelnen Federn von den zugehörigen Halteringen 70 abgetrennt. Dieses Abtrennen
kann durch einen Schneidvorgang oder durch elektrisches Abschmelzen erfolgen.
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Als besonders geeigneter Werkstoff zur Ausbildung der Kontaktfedern
hat sich Beryllium-Kupfer erwiesen, welches mit einem Silberüberzug von sehr geringer
Stärke, beispielsweise 0,0127 mm, versehen wird.