DE1272339B - Regelschaltung fuer den Abtastelektronenstrahl bei Bildaufnahmeroehren vom Superorthikontyp - Google Patents
Regelschaltung fuer den Abtastelektronenstrahl bei Bildaufnahmeroehren vom SuperorthikontypInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H04n
Deutsche Kl.: 21 al - 32/35
Nummer: 1272339
Aktenzeichen: P 12 72 339.6-31 (A 46501)
Anmeldetag: 4. Juli 1964
Auslegetag: 11. Juli 1968
Die Erfindung betrifft eine Regelschaltung für eine Bildaufnahmeröhre vom Superorthikontyp, bei der
ein Abtastelektronenstrahl auf eine Speicherelektrode geworfen und von derselben ein Anteil des Abtaststrahls
mit einer der Ladung entsprechenden Modulation zurückkehrt.
Beim Superorthikon ist der wesentliche Teil des Rauschens auf den Schroteffekt zurückzuführen,
welcher der Größe des unmodulierten Ladungsstroms proportional ist. Der optimale Störabstand ergibt
sich, wenn infolge eines Höchstwertes des Eingangssignals eine Modulation des zurückkehrenden Strahlenanteils
von 100% erreicht wird.
Im allgemeinen wird der Abtaststrahl genügend hoch eingestellt, damit die Speicherelektrode auch
bei den größten zu erwartenden Beleuchtungen vollständig entladen wird. Bei der Abnahme des Höchstwertes
der Beleuchtung nimmt auch der Modulationsgrad ab, und bei sehr niedriger Beleuchtung ist die
Abweichung des zurückkehrenden Strahlenanteils von seinem unmodulierten Wert sehr klein. Der Schroteffekt
richtet sich nach der Größe des unmodulierten Strahls, und der Störabstand hat daher bei kleiner
Modulation einen sehr ungünstigen Wert.
Dieser Nachteil macht sich besonders bemerkbar, wenn das Superorthikon zur Fernüberwachung, z. B.
des Verkehrs oder des Wetters verwendet wird.
Aus der USA.-Patentschrift 2451640 ist eine
Schaltung zur Steuerung des Abtaststrahls einer Superorthikonröhre in Abhängigkeit von der Modulation
des zurückkehrenden Strahlanteils bekannt. In der Schaltung wird eine Regelspannung in Abhängigkeit
von der Spitze-Spitze-Amplitude der von der Röhre abgegebenen Signalspannung erzeugt und
durch dieselbe die Stärke des Abtaststrahls zur Konstanthaltung der genannten Spitze-Spitze-Amplitude
gesteuert.
Bei der Steuerung des Abtaststrahls eines Superorthikons ist es nicht nur von Bedeutung, daß eine
Untermodulation zur Verbesserung des Störabstandes vermieden wird. Wenn die Stärke des Abtaststrahls
so geregelt wird, daß der Modulationsgrad in der Nähe von 100% liegt, kann ein plötzliches Ansteigen
der Lichtstärke zu einer Ubermodulation führen, mit der eine Verzerrung der Bildwiedergabe verbunden
ist.
Gegenüber dem Bekannten ist die Regelschaltung nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuervorrichtung auf den Unterschied zwischen einerseits einem Bezugspegel, der dem WertO des
von der Speicherelektrode zurückkehrenden Anteils des Abtastelektronenstrahles entspricht, und ande-Regelschaltung
für den Abtastelektronenstrahl
bei Bildaufnahmeröhren vom Superorthikontyp
bei Bildaufnahmeröhren vom Superorthikontyp
Anmelder:
AGA Aktiebolag, Lidingö (Schweden)
Vertreter:
Dr. F. E. Trettin, Patentanwalt,
6000 Frankfurt, Krögerstr. 5
Als Erfinder benannt:
Bernard Dunlevy Loughlin, New York, N. Y.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 5.JuIi 1963 (293121)
rerseits dem Pegel, der dem bei der Bildinhaltsmodulation erreichten Mindestwert des zurückkehrenden
Strahlenanteils entspricht, anspricht und eine Regelspannung erzeugt die die Amplitude des Abtastelektronenstrahles
zur Konstanthaltung des genannten Unterschieds mit einer geeigneten Zeitkonstante
steuert.
Der wesentliche Teil der Erfindung liegt darin, daß die Steuervorrichtung auf diejenige Größe anspricht,
die von ihr geregelt werden soll. Wenn die Regelung in Abhängigkeit von nur der Spitze-Spitze-
Amplitude des zurückkehrenden Strahls (EP in
Fig. 2) erfolgt, sozusagen um den »unbenutzten« Anteil des Abtaststrahls (AE in Fig. 2) klein zu
halten, besteht offenbar die Gefahr einer Über- oder Untermodulation in viel höherem Maße, als wenn
die Regelung in Abhängigkeit von Δ Ε selbst erfolgt, weil im ersten Fall der Sollwert von EP ein von 0
wesentlich abweichender Wert ist, der den Einflüssen von zufälligen Schwankungen der Schaltungskonstanten
ausgesetzt ist, während im zweiten Fall A E
einen Sollwert von etwa 0 hat, der von solchen Schwankungen weit weniger abhängig ist. Die Gefahr
einer Über- oder Untermodulation ist daher im zweiten Fall wesentlich kleiner. Auch wird die Regelung
empfindlicher erfolgen, wenn z.B. Es = 100%
ist, dann entsprechen den beiden Fällen AE= 10%
und AE = 20% Regelspannungen, die sich wie 1: 2
verhalten, wenn die Regelspannung von AE abge-
809 569/400
3 4
leitet wird. Wird sie statt dessen von EP abgeleitet, zunehmenden Gegenstandes 12 gleichbedeutend ist.
wird das entsprechende Verhältnis Jedoch ist, wie eingangs erläutert, der Schroteffekt bei
(100 — 10) · (100 — 20) = 9 · 8. der Videospannung EPi gleich groß wie bei Ep1, da
keine Änderung der Stärke des primären Stroms 18
Ausführungsformen werden an Hand der Zeich- 5 stattgefunden hat. Dabei ist diese Stromstärke bei
nung erläutert. Es zeigt dem vierten Bild wesentlich größer als erforderlich,
Fig. 1 einen Fernsehsender mit Steuervorrichtung um eine vollständige Entladung der Speicherplatte 16
nach der Erfindung, herbeizuführen. Bei diesem Bild liegt daher eine
F i g. 2 und 3 Kurven zur Erläuterung der Wir- wesentliche Verschlechterung des Rauschabstandes
kungsweise und io vor.
Fig. 4 eine abgeänderte Form der Steuervorrich- Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß
tung nach F i g. 1. durch eine Steuerung des primären Stroms 18 in Ab-
Mit 10 ist ein übliches Superorthikon bezeichnet, hängigkeit von dem Mindestwert des Spannungsbei
dem ein Gegenstand 12 durch eine Linse 13 auf Unterschiedes AE zwischen dem weißesten Teil der
einer Photokathode 14 abgebildet wird, wodurch 15 Zeilenspannung und der einer vollständigen UnterElektronen von der Photokathode ausgelöst und drückung des primären Stroms entsprechenden Spanemittiert
werden. Die Elektronen werden durch eine nung W der primäre Strom 18 zur völligen Entladung
Elektrode 15 beschleunigt und fallen auf eine ladungs- der Speicherplatte 16 ausreicht. Wenn die Steuerung
speichernde Elektrode in der Form einer Speicher- so arbeitet, daß der genannte Spannungsunterschied
platte 16, wo Sekundärelektronen ausgelöst und von 20 AE auf einem niedrigen Wert gehalten wird, ergibt
einer Fangelektrode 17 aufgenommen werden. Die sich eine Verbesserung des Rauschabstandes.
Fangelektrode liegt an Masse oder eventuell an einer Um nach der Erfindung die Messung des genannnegativen
Spannung von einigen Volt. Da die Sekun- ten Spannungsunterschiedes AE ohne Übertragung
därelektronen nicht zur Speicherplatte zurückkehren der Gleichstromkomponente zu ermöglichen, wird
können, entsteht auf dieser ein positives Ladungsbild 25 der Strom 18 periodisch unterdrückt. Hierzu wird ein
des Gegenstandes 12. Impulsgenerator 25 verwendet, der Spannungsimpulse
Zur Erzeugung eines Ausgangssignals des Super- A1B1C und D gemäß den Fig. 3a, 3b, 3c bzw. 3d
orthikons 10 wird die Rückseite der Speicherplatte erzeugt. Der Impuls B gelangt über einen Kondendurch
einen Abtastelektronenstrahl 18 abgetastet, der sator 27 zum Steuergitter 23 und unterdrückt den
einen primären Strom darstellt, durch den Elektronen 30 Strom 18, wodurch die Impulse P der F i g. 2 entzur
Speicherplatte 16 gelangen und die dort gespei- stehen. Die Unterdrückung des Stroms 18 erzeugt
cherte positive Ladung vernichten. Die übrigbleiben- einen Bezugswert entsprechend gesättigtem Weiß, in
den Elektronen bilden einen zur Elektrodenanord- F i g. 2 mit W bezeichnet. Der Generator 25 wird von
nung 20 rückkehrenden Strahl 19, der in Überein- dem Bezugsgenerator 28 zur Erzeugung der Ablenkstimmung
mit der gespeicherten Ladung in negativer 35 spannungen für das Ablenksystem 29 des Superorthi-Richtung
moduliert ist und wobei der ihm ent- kons 10 gesteuert, wodurch die vom Generator 25 ersprechende
sekundäre Strom über einen Widerstand zeugten Impulse mit der Ablenkung synchronisiert
21 das Ausgangssignal erzeugt. werden.
Fig. 2 zeigt die Spannung über den Widerstand Das Ausgangssignal des Superorthikons gelangt
21 für verschiedene Abtastungen ein und derselben 40 über den für Wechselstrom geschalteten Videover-Zeile
des auf der Speicherplatte 16 erzeugten Abtast- stärker 22 zu der Steuervorrichtung 11 nach der Errasters.
Die nachstehend behandelte Steuerung er- findung. Die Spannung über dem Widerstand 21 wird
streckt sich somit über mehrere aufeinanderfolgende über den Kondensator 24 einem Spitze-Spitze-Gleich-Bilder,
jedoch kann man durch passende Bemessung richter 30 zugeführt, durch den die Spitzenamplitude
der Zeitkonstanten der Steuervorrichtung erreichen, 45 des Impulses P, gemessen von dem gesättigten
daß sich die Steuerwirkung über eine Zeile oder nur Schwarz entsprechenden BezugspegelS der Fig. 2,
einen Teil einer Zeile erstreckt. festgestellt wird. Die Spannung über dem Widerstand
V in Fig. 2 entspricht der Modulation des sekun- 21 wird auch einem ähnlichen Spitze-Spitze-Gleichdären
Stroms 19 durch die positive Ladung auf der richter 31 zugeführt, der über einen Kondensator 32
Speicherplatte 16. Dem gesättigten Schwarz entspricht 50 den Impuls C erhält und während dieses Impulses
ein Höchstwert des Stroms 19, der während der ausgeschaltet wird. Es wäre auch möglich, dem
Rücklauf- oder Löschintervalle durch Anlegen eines Gleichrichter 31 den Impuls D zuzuführen, um den
negativen. Spannungsimpulses A über einen Konden- Impuls P zu unterdrücken. In jedem Fall mißt der
sator 26 an die Speicherplatte 16 erzeugt wird. Die Gleichrichter 31 die Modulationsspitze des Signals entImpulse
A sind in Fig. 3a dargestellt, und diese 55 sprechend der SpannungEP anstatt des ImpulsesF.
unterdrücken jegliche Beeinflussung des primären In der F i g. 2 ist also EP die Ausgangsspannung des
Stroms 18 durch die Ladung der Speicherplatte, wo- Gleichrichters 31 und Es die des Gleichrichters 30.
durch der sekundäre Strom 19 dem primären Strom Die Ausgangsspannungen der Gleichrichter 30 und
18 gleich wird, und dieser am Widerstand 21 einen 31 werden einem Verteilungsnetzwerk 33 zugeführt,
dem gesättigten Schwarz entsprechenden Mindest- 60 das aus Widerständen 34, 35, 36 und einem Kondenwert
S der Spannung erzeugt. sator 37 besteht und in dem eine Regelspannung ent-
F i g. 2 zeigt die Abtastung der ausgewählten Zeile sprechend dem Unterschied zwischen dem Bezugsfür acht aufeinanderfolgende Bilder. Die entspre- wert und dem Modulationswert EP gebildet wird,
chenden Höchstwerte der Videospannung mit Bezug Die Zeitkonstanten der Gleichrichter und des Netzauf
gesättigtes Schwarz sind mit EPl ... Ep8 bezeich- 65 werks 33 sind so bemessen, daß die Auf- und Entnet.
Während der vier ersten Bilder findet eine Ab- ladezeiten im Vergleich zur Zeilen- bzw. Bildperiode
nähme dieses Höchstwertes statt, was mit einer Ab- groß sind. Die Steuerung des Abtaststrahls erstreckt
nähme der höchsten Lichtstärke dieses Teils des auf- sich daher über mehrere Bildperioden. Die erzeugte
Regelspannung gelangt über Vorspannungswiderstände 38, 39 und 40 zum Steuergitter 23 und steuert
den Strom 18 so, daß der genannte Unterschied AE einen vorbestimmten Wert annimmt.
F i g. 4 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform, bei der die Regelspannung aus dem Verhältnis zwischen
den Ausgangsspannungen der Gleichrichter 30 und 31 abgeleitet wird. Dies geschieht in einer an sich
bekannten Röhrenschaltung 41 mit zwei Eingangselektroden 42 und 43, denen Vorspannungen E&
und E1 zugeführt werden. Durch passende Wahl der
Vorspannungen läßt sich erreichen, daß der Strom im Belastungswiderstand 44 umgekehrt proportional
zu der mit negativer Polarität an das zweite Steuergitter 42 gelegten Spannung E9 wird, während die an
das erste Steuergitter 43 gelegte Spannung Es den
Ausgangsstrom direkt proportional steuert. Der Ausgangsstrom wird somit der Größe EsjEP proportional.
Mit dieser Größe wird dann das Steuergitter 23 des Superorthikons ähnlich wie bei F i g. 1 gesteuert.
Die grundsätzliche Gleichwertigkeit der beiden Ausführungsformen nach F i g. 1 und 4 ergibt sich
aus den beiden Gleichungen:
= E5-Ep.
Claims (2)
1. Regelschaltung für Bildaufnahmeröhren vom Superorthikontyp mit einer Steuervorrichtung zur
Erzeugung einer von der Modulation des von der Speicherelektrode zurückkehrenden Anteils des
Abtastelektronenstrahles abhängigen Regelspannung, durch die die Amplitude des Abtastelektronenstrahls
gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (11) auf den Unterschied (AE) zwischen einerseits
einem Bezugspegel (W), der dem Wert O des von der Speicherelektrode zurückkehrenden Anteils
des Abtastelektronenstrahls (19) entspricht, und andererseits dem Pegel, der dem bei der Bildinhaltsmodulation
erreichten Mindestwert (EP) des zurückkehrenden Strahlanteils entspricht, anspricht
und eine Regelspannung erzeugt, die die Amplitude des Abtastelektronenstrahles (18) zur
Konstanthaltung des genannten Unterschiedes mit einer geeigneten Zeitkonstante steuert.
2. Regelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bezugspegel (W) durch
die periodische Unterdrückung des Abtastelektronenstrahles (18) erzeugt wird.
Es/Ep = dE/Ep + 1. (2)
Das Ausgangssignal des Verstärkers 22 gelangt zu einem Fernsehsender 45 und wird von dessen
Antenne 46 ausgestrahlt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1077 251;
französische Patentschrift Nr. 1 265 859;
USA.-Patentschrift Nr. 2451 640.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1077 251;
französische Patentschrift Nr. 1 265 859;
USA.-Patentschrift Nr. 2451 640.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US293121A US3316349A (en) | 1963-07-05 | 1963-07-05 | Image orthicon beam control system for automatically optimizing signal-to-noise ratio of the video output |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1272339B true DE1272339B (de) | 1968-07-11 |
Family
ID=23127748
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP1272A Pending DE1272339B (de) | 1963-07-05 | 1964-07-04 | Regelschaltung fuer den Abtastelektronenstrahl bei Bildaufnahmeroehren vom Superorthikontyp |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
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| DE (1) | DE1272339B (de) |
| GB (1) | GB1022260A (de) |
| SE (1) | SE330218B (de) |
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- 1963-07-05 US US293121A patent/US3316349A/en not_active Expired - Lifetime
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- 1964-07-04 DE DEP1272A patent/DE1272339B/de active Pending
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Also Published As
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|---|---|
| SE330218B (de) | 1970-11-09 |
| GB1022260A (en) | 1966-03-09 |
| US3316349A (en) | 1967-04-25 |
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