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DE1272283B - Verfahren zur Herstellung von Phosphorsauredialkylestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phosphorsauredialkylestern

Info

Publication number
DE1272283B
DE1272283B DE1966B0088035 DEB0088035A DE1272283B DE 1272283 B DE1272283 B DE 1272283B DE 1966B0088035 DE1966B0088035 DE 1966B0088035 DE B0088035 A DEB0088035 A DE B0088035A DE 1272283 B DE1272283 B DE 1272283B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosphoric acid
reaction
acid dialkyl
preparation
dialkyl esters
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1966B0088035
Other languages
English (en)
Inventor
7737 Bad Durkheim Dr Wolfgang Vilsmeier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Badische Anilin and Sodafabrik AG filed Critical Badische Anilin and Sodafabrik AG
Priority to DE1966B0088035 priority Critical patent/DE1272283B/de
Priority to CH932067A priority patent/CH478844A/de
Priority to US652039A priority patent/US3538197A/en
Priority to FR114074A priority patent/FR1531054A/fr
Priority to BE701392D priority patent/BE701392A/xx
Priority to GB32432/67A priority patent/GB1184577A/en
Priority to AT661367A priority patent/AT266162B/de
Publication of DE1272283B publication Critical patent/DE1272283B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/09Esters of phosphoric acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
Deutsche Kl.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C07f
BOIj
12 ο-5/04
12O-25
12 g-11/78
P 12 72 283.7-42 (B 88035)
16. Mi 1966
11. Juli 1968
Die Umsetzung von Phosphoroxychlorid mit Alkoholen führt bekanntlich zu einem Reaktionsgemisch, das neben anderen Produkten Phosphorsäuretrialkylester, Phosphorsäuredialkylesterchlorid, Phosphorsäuremonoalkylesterdichlorid und Tetraalkylpyrophosphat enthält. Durch geeignete Wahl der Reaktionsbedingungen läßt sich zwar Phosphorsäuretrialkylester in guter Ausbeute gewinnen, es gelingt jedoch nicht, die Reaktion derart zu lenken, daß hohe Ausbeuten an Phosphorsäuredialkylesterchlorid oder Tetraalkylpyrophosphat entstehen, die durch Hydrolyse in einfacher Weise in die technisch wichtigen Phosphorsäuredialkylester übergeführt werden können.
Nach der USA.-Patentschrift 2 552 326 erhält man durch stufenweises Erhitzen von Phosphoroxychlorid mit Alkoholen Tetraalkylpyrophosphate in nur 44%iger Reinheit.
Nach der deutschen Patentschrift 905 368 werden durch Umsetzung von Phosphoroxychlorid mit Alkoholen in Gegenwart von Borfluorid bei +15 bis +35°C Trialkylphosphate in hoher Reinheit erhalten.
Es wurde nun ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäuredialkylestern durch Umsetzung von Phosphoroxychlorid mit Alkoholen gefunden, bei dem die Umsetzung in Gegenwart einer Lewissäure als Katalysator bei einer Temperatur unterhalb von +1O0C durchgeführt wird und der hierbei entstehende Tetraalkylpyrophosphorsäureester in üblicher Weise hydrolysiert wird.
Es ist überraschend, daß durch die Verwendung von Lewissäuren als Katalysator und tiefen Reaktionstemperaturen die Umsetzung praktisch ausschließlich in Richtung Tetraalkylpyrophosphat gelenkt wird, das durch Hydrolyse in üblicher Weise zum Phosphorsäuredialkylester hydrolysiert werden kann. Dadurch gelingt die Synthese der Dialkylester mit einer bislang unerreichten hohen Ausbeute, bezogen auf Phosphoroxychlorid.
Für das Verfahren geeignete Alkohole sind im allgemeinen ein- oder zweiwertig. Vorzugsweise werden primäre oder sekundäre Alkohole verwendet. Besonders gut geeignet sind aliphatische einwertige sekundäre Alkohole, wie Isopropanol, Isobutanol und Isoamylalkohol. Geeignet sind ferner beispielsweise Methanol, Äthanol, n-Propanol, n-Butanol, 2-Äthylhexanol, Decanol, Dodecylalkohol, 1,2-Äthylenglykol und 1,2-Propylenglykol. Alkohole mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen werden bevorzugt.
Phosphoroxychlorid und Alkohol werden im allgemeinen im Molverhältnis zwischen 1: 2 und 1: 6, vorzugsweise zwischen 1: 4 und 1: 5 eingesetzt.
Als Katalysator für die Umsetzung verwendet man Verfahren zur Herstellung von
Phosphorsäuredialkylestern
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik
Aktiengesellschaft, 6700 Ludwigshafen
Als Erfinder benannt:
Dr. Wolfgang Vilsmeier, 7737 Bad Dürkheim
Lewissäuren, wie Aluminiumchlorid, Eisen(III)-chlorid, Zinkchlorid oder vorzugsweise Borfluorid. Der Katalysator braucht nur in geringer Menge verwendet zu werden, beispielsweise 0,1 bis 5%, vorzugsweise 0,5 bis 1 Gewichtsprozent, bezogen auf Phosphoroxychlorid.
Die Umsetzung erfolgt bei Temperaturen unterhalb von +100C, jedoch im allgemeinen nicht unterhalb von —30° C. Vorteilhaft arbeitet man zwischen 0 und —200C. Bei höheren Temperaturen verläuft die Reaktion in zunehmendem Maße in Richtung Trialkylphosphat, bei tieferen Temperaturen ist die Reaktionsgeschwindigkeit äußerst gering.
Zur Durchführung der Umsetzung werden die Reaktionspartner bei der gewünschten Reaktionstemperatur vereinigt. Zweckmäßig legt man den Alkohol und Katalysator vor und fügt Phosphoroxychlorid langsam hinzu. Man läßt einige Zeit bei der Reaktionstemperatur nachreagieren, beispielsweise 1 bis 100 Stunden, und arbeitet dann auf. Um den entstandenen Pyrophosphorsäureester rein zu isolieren, empfiehlt es sich, das Reaktionsgemisch nicht längere Zeit auf Temperaturen oberhalb von +1O0C zu erwärmen, da sonst Nebenreaktionen eintreten. Zweckmäßig neutralisiert man den gebildeten Chlorwasserstoff bei Temperaturen unterhalb von 100C, vorzugsweise unterhalb von 0° C. Als Neutralisationsmittel hat sich Ammoniak am besten bewährt. An- schließend trennt man gebildetes Ammonchlorid durch Auswaschen mit Wasser ab und reinigt den Pyrophosphorsäureester durch Destillation unter vermindertem Druck.
Die Hydrolyse des Pyrophosphorsäuretetraalkylesters zum Phosphorsäuredialkylester erfolgt in üblicher Weise mit Wasser, vorteilhaft bei erhöhter Temperatur.
809 569/584
Bei dem Verfahren nach der Erfindung ist es jedoch keineswegs notwendig, aus dem Umsetzungsgemisch den Pyrophosphorsäureester zu isolieren und in einer zweiten Stufe zu hydrolysieren. Man erhält ausgezeichnete Ausbeuten auch dann, wenn das rohe Reaktionsgemisch mit Wasser versetzt und einige Zeit erwärmt wird. Man verwendet im allgemeinen 1 bis 100 Mol, vorzugsweise 30 bis 40 Mol Wasser pro Mol Pyrophosphorsäureester und hydrolysiert bei 20 bis 100° C und Verweilzeiten, die im allgemeinen zwischen 1 und 2 Stunden liegen. Zur Aufarbeitung trennt man die wäßrige Phase ab und entfernt in der organischen Phase vorliegende Wasser- und Alkoholreste durch Destillation unter vermindertem Druck. Der erhaltene Phosphorsäuredialkylester ist sehr rein.
Beispiel 1
In einem 2-1-Kolben werden 560 g Isobutanol und 4 g Borfluorid bei —5° C mit 500 g Phosphoroxychlorid versetzt und 60 Stunden bei —5° C nachgerührt. Bei —5° C wird mit Ammoniakgas neutralisiert, dreimal mit je 1000 g Wasser ausgerührt und die organische Phase bei 140°C/2mm Hg destilliert. Ausbeute: 590 g Tetraisobutylpyrophosphat (90% der Theorie).
Beispiel 2
In einem 2-1-Kolben werden 560 g Isobutanol und 4 g Borfluorid bei —5° C mit 500 g Phosphoroxychlorid versetzt und 60 Stunden bei —5°C nachgerührt. Unter leichtem Kühlen werden 1000 g Wasser
ίο zugesetzt, wobei man die Temperatur auf 7O0C ansteigen läßt. Nach lstündigem Nachrühren bei 80°C wird abgekühlt, die wäßrige Phase abgetrennt und zweimal mit 1000 g Wasser nachgewaschen. Die organische Phase wird durch Abdestillieren vom Wasser und überschüssigen Isobutanol befreit. Ausbeute: 615 g Diisobutylphosphat (90% der Theorie) mit der Säurezahl 248 (Theorie 246).
Beispiel3
ao Arbeitet man nach den Angaben des Beispiels 2, verwendet jedoch die in der Spalte 1 der folgenden Tabelle angegebenen Alkohole, so erhält man die in Spalte 4 der Tabelle genannten Dialkylphosphate.
1 2 3 65,3 % 4
Alkohol POCl3 BF3 66,8% Ausbeute
Teile Teile Teile 98,7% % der Theorie
392 n-Propanol 250 2 99% Di-n-propylphosphat
574 n-Amylalkohol 250 2 50% Di-n-amylphosphat
1030 n-Decanol 250 2 62% Di-n-decylph osphat
496 Methylglykol 250 2 Dimethylglykolphosphat
652 Cyclohexanol 250 2 Dicyclohexylphosphat
952 2-Äthylhexanol 250 2 Di-2-äthylhexanolpho.sphat

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäuredialkylestern durch Umsetzung von Phosphoroxychlorid mit Alkoholen, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in Gegenwart einer Lewissäure als Katalysator bei einer Temperatur unterhalb von +100C durchgeführt wird und der hierbei entstehende Tetraalkylpyrophosphorsäureester in üblicher Weise hydrolysiert wird.
    309 569/584 7.68 © Bundesdruckerei Berlin
DE1966B0088035 1966-07-16 1966-07-16 Verfahren zur Herstellung von Phosphorsauredialkylestern Pending DE1272283B (de)

Priority Applications (7)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1966B0088035 DE1272283B (de) 1966-07-16 1966-07-16 Verfahren zur Herstellung von Phosphorsauredialkylestern
CH932067A CH478844A (de) 1966-07-16 1967-06-30 Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäuredialkylestern
US652039A US3538197A (en) 1966-07-16 1967-07-10 Production of phosphoric acid dialkyl esters
FR114074A FR1531054A (fr) 1966-07-16 1967-07-12 Procédé de préparation d'esters dialcoyliques de l'acide phosphorique
BE701392D BE701392A (de) 1966-07-16 1967-07-14
GB32432/67A GB1184577A (en) 1966-07-16 1967-07-14 Production of Phosphoric Acid Diesters and Pyrophosphoric Acid Tetraesters.
AT661367A AT266162B (de) 1966-07-16 1967-07-14 Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäuredialkylestern

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AT (1) AT266162B (de)
BE (1) BE701392A (de)
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GB (1) GB1184577A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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Also Published As

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AT266162B (de) 1968-11-11
GB1184577A (en) 1970-03-18
BE701392A (de) 1968-01-15
CH478844A (de) 1969-09-30
US3538197A (en) 1970-11-03

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