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Anordnung zum Prüfen einer insbesondere mit Wechselstrom betriebenen
elektrischen Leckanzeigevorrichtung Zur Ortung und zur Anzeige von Leckstellen an
Öl, Benzin oder andere Flüssigkeiten enthaltenden Behältern und Rohrleitungen sind
elektrische Leckanzeigeeinrichtungen bekannt, die eine oder mehrere als Schalter
wirkende Lecksonden enthalten, die selektiv auf das Vorhandensein der Flüssigkeit
ansprechen und dies durch elektrische Fernanzeige erkennen lassen. Die genannten
Sonden sind in der Nähe der zu überwachenden Objekte angeordnet und werden von Überwachungsstellen
aus gespeist, die außer den Stromquellen oder deren Anschlußklemmen noch Anzeigegeräte
enthalten, die in die Stromkreise der Sonden geschaltet sind und Signal geben, wenn
die Sonden auslösen. Einer Uberwachungsstelle können mehrere Sonden zugeordnet sein.
Es kann vorkommen, daß die Speiseleitungen der Sonden selbst unterbrochen sind und
das Ansprechen der Sonden nicht weitergeben können.
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Zur Prüfung der Schutzleiter elektrischer Arbeitsgeräte auf Stromdurchgang
ist es aus den deutschen Auslegeschriften 1 042752 und 1 054569 bekannt, das Gehäuse
des Gerätes mittels eines Prüfleiters abzutasten, der über eine Signallampe mit
der an den Schutzleiter des Netzes angeschlossenen Sekundärwicklung eines Prüftransformators
verbunden ist.
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Hierfür sind aber eine besondere Stromquelle und ein besonderes Anzeigegerät
erforderlich. Außerdem kann man diese Prüfung nur an dem Gerät, zu dem der Schutzleiter
führt, selbst vornehmen. Zur Prüfung betriebsmäßig verwendeter Schleifenleitungen
in Morsesicherheitsschaltungen wird nach der deutschen Auslegeschrift 1 011 785
ein einseitig geerdetes Prüfgerät, das unter anderem einen Einweggleichrichter in
Reihe mit einem Stromflußanzeiger besitzt, an verschiedenen Punkten der zu prüfenden
Leitung so lange nacheinander einpolig eingeschaltet, bis bei einer bestimmten Polung
die Stromfiußanzeige verschwindet und bei einer Umpolung wieder auftritt.
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Hierzu ist wiederum ein besonderes, sehr aufwendiges Prüfgerät erforderlich.
Außerdem kann diese Prüfung nicht von einer einzigen Person in der Zentrale durchgeführt
werden. Eine in der Patentanmeldung M 13 086 beschriebene Prüfanordnung für Meldeschleifen
in Meldeanlagen erfordert ebenfalls ein besonderes Prüfgerät, außerdem aber noch
Leitungsstörungen nachbildende Schaltmittel, welche an Stelle der zu prüfenden Leitungsabschnitte
in die Anlage eingeschaltet werden müssen. Nach der deutschen Patentschrift 567723
schließlich wird einer mit Gleichstrom betriebenen Leitung zwecks Prüfung eine Wechsel-
oder Stoßspannung, also eine andere Stromart, zugeführt. Dies erfordert wiederum
eine
zusätzliche Stromquelle. Außerdem müssen die in der zu prüfenden Leitung vorhandenen
Schalter durch Kondensatoren überbrückt werden, was einen weiteren zusätzlichen
Aufwand bedeutet und darüber hinaus in Lecksicherungsanlagen eine nicht zulässige
Störungsquelle darstellen würde.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Prüfen der Stromkreise
der Lecksonden einer insbesondere mit Wechselstrom betriebenen Leckanzeigeeinrichtung
der eingangs beschriebenen Art, die aus einer als Schalter wirkenden Lecksonde und
einer von dieser räumlich getrennten, ein Signalgerät enthaltenden Überwachungsstelle
besteht, mittels einer Prüftaste. Die Aufgabe besteht darin, eine besonders einfache
Prüfung zu ermöglichen unter Verwendung nur weniger und einfacher zusätzlicher Mittel.
Erfindungsgemäß sind zu diesem Zweck die Klemmen der Sonde der Leckanzeigeeinrichtung
einzeln mittels je eines zusätzlichen, zur tJberwachungsstelle führenden Leiters
in Leiterschleifen geschaltet, deren freie Enden an die Prüftaste angeschlossen
sind.
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Es kann daher eine einzige Person in der Überwachungsstelle durch
Drücken der Prüftaste die Klemmen der unter Umständen weitab gelegenen Lecksonde
überbrücken und durch Beobachten des in der Überwachungsstelle ohnehin vorhandenen
Signalgeräts die Verbindungsleitung von der fJberwachungsstelle zur Sonde auf ihren
Betriebszustand prüfen, ohne daß der oft schwierig oder nicht ohne weiteres zugängliche
Ort der Sonde aufgesucht zu werden braucht. Außerdem ist es so durch die Erfindung
möglich, durch eine einzige Prüfung gleichzeitig festzustellen, ob auch die Geräte
der Oberwachungsstelle selbst in Ordnung sind. Ein weiterer Vorteil der Erfindung
besteht noch darin, daß für
die Prüfung weder eine besondere Stromquelle
noch ein besonderes Anzeigegerät notwendig sind.
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Sind an eine Überwachungsstelle mehrere Sonden angeschlossen, so
liegen vorteilhaft die Klemmen aller Sonden in Leiterschleifen, deren freie Enden
zur Überwachungsstelle führen, und jeder Sonde ist eine Prüftaste zugeordnet.
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Die Zeichnung zeigt in den Fig.1 bis 4 schematisch einige Ausführungsbeispiele
der Einrichtung nach der Erfindung, in Fig. 1 mit einer, in den Fig.2 bis 4 mit
drei Sonden, die an die Uberwachungsstelle angeschlossen sind. Die Beispiele lassen
zugleich weitere Merkmale der Erfindung erkennen.
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In F i g. 1 bezeichnet 1 die Sonde, die an dem zu überwachenden Objekt,
z. B. in der Nähe eines Ölbehälters, angeordnet ist, und 10 die Überwachungsstelle.
In der Oberwachungsstelle 10 befinden sich die Stromquelle 11, hier als Transformator
dargestellt, und das Anzeigegerät 12. Das Anzeigegerät 12 besteht in dem Beispiel
aus der ständig im Stromkreis liegenden Lampe 13 sowie aus der Glocke 14 und dem
Ersatzwiderstand 15, die mittels des Umschalters 16 wahlweise parallel zu der Lampe
13 geschaltet werden können. Die Klemmen der Sonde sind mit al und ao bezeichnet.
Die Sondenklemme al liegt in der aus den Leitungen 11 und 14 gebildeten Schleife,
deren in der Oberwachungsstelle 10 angeordnete Anschlußklemmen mit bl und b4 bezeichnet
sind. Die Sondenklemme a2 liegt in der durch die Leiter 12 und 13 gebildeten Schleife,
deren in der Überwachungsstelle gelegene Anschlußklemmen mit b2 und b3 bezeichnet
sind. Die Anschlußklemmen b1 und b2 an den Anfängen der Leiterschleifenll, 14 und
12, 13 sind in Reihe mit dem Anzeigegerät 12 an die Stromquelle 11 angeschlossen.
Zwischen den Anschlußklemmen b3 und b4 an den Enden der genannten Leiterschleifen
liegt die Prüftaste t1. Drückt man die Prüftaste tl, so gibt das Anzeigegerät 12
durch die Lampe 13 sowie gegebenenfalls durch die Glocke 14 Signal, wenn die Zuleitungen
der Sonde in Ordnung sind.
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In den folgenden Figuren, nach denen jedesmal drei Sonden 1, 5 und
9 an die Überwachungsstelle 10 angeschlossen sind, ist in F i g. 2 der Fall behandelt,
daß die Sonden einzeln an das Anzeigegerät 12 und die Stromquelle 11 angeschaltet
sind. Die Sondel ist in gleicher Weise wie in Fig. 1 geschaltet. Die Klemmen der
Sonde 5 sind mit a5, a6 und die Klemmen der Sonde 9 mit a9, al0 bezeichnet. Von
Sonde 5 liegt die Klemme a5 in der Leiterschleife 15, 19 mit den Anschlußklemmen
b5 und b8 und die Klemme a6 in der Leiterschleife 16, 17 mit den Anschlußklemmen
b6, b7. Von der Sonde 9 liegt die Klemme a9 in der Leiterschleife 19, 112 mit den
Anschlußklemmen b9, b12 und die Klemme a10 in der Leiterschleife lio, lii mit den
Anschlußklemmen b10 und ball. Die Anschlußklemmen b5 bis b12 sind ebenso wie die
Anschlußklemmet bs bis b4 in der Oberwachungsstelle 10 angeordnet. Jede der Sonden
1, 5 und 9 ist einzeln an das Anzeigegerät 12 und- die Stromquelle 11 angeschlossen,
und zwar die Sonde 1 mit ihren Anschlußklemmen b1 und b2 über den Schalter 17, die
Sonde 5 mit ihren Anschlußklemmen b5, b6 über den Schalter 18 und die Sonde 9 mit
ihren Anschlußklemmen b9, b10 über den Schalter 19. Die Prüftasten der Sonden liegen
jeweils an den freien Enden der Leiterschleifen der einzelnen Sonden, und zwar die
Prüftaste tal an den Anschlußklemmen b3, b4, die Prüf-
tastet, an den Anschlußklemmen
b7, b8 und die Prüftaste t9 an den Anschlußklemmen bit, bl2. Man erkennt aus der
Fig.2, daß der Stromkreis jeder Sonde durch Drücken der betreffenden Prüftaste einzeln
geprüft werden kann.
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Vorteilhaft können aber auch die Leiterschleifen der einzelnen Sonden
in zwei einander entsprechenden Leiterzügen in Reihe geschaltet sein. Diese Anordnung
hat den Vorteil, daß sich durch Drücken einer einzigen bevorzugten Prüftaste die
Unversehrtheit sämtlicher Sondenleitungen in besonders einfacher Weise feststellen
läßt. Zwei mögliche Schaltungen sind in den Fig.3 und 4 dargestellt. Dabei sind
die genannten bevorzugten Prüftasten mit t22 bzw. t23, die übrigen Prüftasten mit
t20 und t2l bezeichnet, die Verbindungsleiter zwischen den Enden der Leiterschleifen
der Sonde 1 und den Anfängen der Leiterschleifen der Sonde 5 mit 24, 25 und die
Verbindungsleiter zwischen den Enden der Leiterschleifen der Sonde 5 und den Anfängen
der Leiterschleifen der Sonde 9 mit 26, 27.
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In dem Beispiel der Fig. 3 sind die Anfänge der durch die Reihenschaltung
der Leiterschleifen gebildeten Leiterzüge über die Anschlußklemmen b1 und b2 an
das Anzeigegerät 12 und die Stromquelle 11 angeschlossen. Die Prüftaste t22 liegt
am anderen Ende der genannten Leiterschleifen zwischen den Anschlußklemmen bll und
bl2. Die übrigen Prüftasten liegen jeweils zwischen den Verbindungsleitern der Leiterschleifen
zweier aufeinanderfolgender Sonden, und zwar die Prüftaste t20 zwischen den Verbindungsleitern
24 und 25 und die Prüftaste t21 zwischen den Verbindungsleitern 26 und 27. Außerdem
ist jeweils einer der genannten Verbindungsleiter durch einen Schalter auftrennbar,
in dem Beispiel der Verbindungsleiter 24 durch den Schalter 28 und der Verbindungsleiter
26 durch den Schalter 29.
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Wie aus der Fig.3 ersichtlich, wird die Sonde 1 über die Leiter lt
und l2 gespeist, die Sonde 5 einerseits über die Leiterschleife 1l, 14, den Verbindungsleiter
25 und den Leiter 15, andererseits über die Leiterschleife l2, 13, den Verbindungsleiter
24 und den Leiter 16, die Sonde 9 einerseits über die Leiterschleifen 11, 14 und
15, 18, die Verbindungsleiter 25,27 und den Leiter 19, andererseits über die Leiterschleifen
12, 15 und 16, 17, die Verbindungsleiter 24, 26 und den Leiter 119. Der gesamte
Stromkreis aller Sonden läßt sich in diesem Beispiel durch Drücken der Prüftaste
t22 prüfen. Gibt in diesem Fall das Anzeigegerät 12 Signal, so sind sämtliche Leitungen
der drei Sonden in Oordnung. Gibt dagegen das Anzeigegerät kein Signal, so ist an
irgendeiner Stelle eine Unterbrechung vorhanden, die durch Drücken der übrigen Prüftasten
4 und t21 und durch Auftrennen der Reihenschaltung mittels der Schalter 28 und 29
leicht eingegrenzt werden kann.
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Nach Fig.4 sind der Anfang des einen Leiterzuges und das Ende des
anderen Leiterzuges über die Anschlußklemmenb und b11 an das Anzeigegerät 12 und
die Stromquelle 11 angeschlossen. Die Prüftaste t28 liegt an den beiden anderen
Enden der genannten Leiterzüge über die Anschlußklemmen b2 und b 2. Die übrigen
Prüftasten liegen wiederum jeweils zwischen den Verbindungsleitern der Leiterschleifen
zweier aufeinanderfolgender Sonden, und zwar die Prüftaste t20 zwischen den Verbindungsleiterm
24 und 25 und die Prüftaste t21 zwischen den Verbindungsleitern 26 und 27. Weiterhin
ist wiederum
jeweils einer der genannten Verbindungsleiter durch
einen Schalter auftrennbar, beispielsweise der Verbindungsleiter 24 durch den Schalter
28 und der Verbindungsleiter 26 durch den Schalter 29. In dem Beispiel der F i g.
4 läßt sich der gesamte Stromkreis aller Sonden durch Drücken der Prüftaste t23
prüfen, während die Eingrenzung einer etwaigen Unterbrechungsstelle mittels der
Prüftasten t20 und t21 und der Schalter 28 und 29 vorgenommen werden kann.
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Die von der Überwachungsstelle zu jeder einzelnen Sonde abgehenden
vier Leiter sind zweckmäßig in einem vieradrigen Kabel zusammengefaßt, das je nach
den vorliegenden Verhältnissen bewehrt oder unbewehrt sein kann.