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DE1271582B - Zuendpatrone, insbesondere zum Zuenden des Brennstoff-Luft-Gemisches fuer die Antriebsmaschine eines Torpedos - Google Patents

Zuendpatrone, insbesondere zum Zuenden des Brennstoff-Luft-Gemisches fuer die Antriebsmaschine eines Torpedos

Info

Publication number
DE1271582B
DE1271582B DEP1271A DED0043721A DE1271582B DE 1271582 B DE1271582 B DE 1271582B DE P1271 A DEP1271 A DE P1271A DE D0043721 A DED0043721 A DE D0043721A DE 1271582 B DE1271582 B DE 1271582B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bottom part
ignition cartridge
cartridge according
sleeve
primer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1271A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dr-Ing Franz Becker
Heinrich Kolf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dynamit Nobel AG
Original Assignee
Dynamit Nobel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dynamit Nobel AG filed Critical Dynamit Nobel AG
Priority to DEP1271A priority Critical patent/DE1271582B/de
Priority to FR5037A priority patent/FR1430432A/fr
Priority to NL6502040A priority patent/NL6502040A/xx
Priority to DK865A priority patent/DK114676B/da
Publication of DE1271582B publication Critical patent/DE1271582B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
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    • F42C19/08Primers; Detonators
    • F42C19/0838Primers or igniters for the initiation or the explosive charge in a warhead
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B19/00Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
    • F42B19/12Propulsion specially adapted for torpedoes
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    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/04Blasting cartridges, i.e. case and explosive for producing gas under pressure
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
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    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/26Cartridge cases
    • F42B5/36Cartridge cases modified for housing an integral firing-cap
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    • F42C19/08Primers; Detonators

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Lighters Containing Fuel (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
F42b
Deutsche Kl.: 65 d - 5/05
P 12 71 582.1-22
21. Februar 1964
27.Juni 1968
Die Erfindung befaßt sich mit einer Zündpatrone, wie sie beispielsweise als sogenannte »Verdampferkartusche« oder auch unter der Bezeichnung »Igniter« zum Zünden des über einen Verdampfer die Inbetriebsetzung der Antriebsmaschine eines Torpedos bewirkenden Brennstoff-Luft-Gemisches Verwendung findet.
Im allgemeinen weisen diese Zündpatronen eine Messinghülse auf, in die ein fester Brennsatz aus Schwarzpulvergemischen eingepreßt ist, der meist durch wenigstens ein in den Pulverpreßkörper eingesetztes Röhrchen über Zündhütchen von der Bodenseite her gezündet wird und von der Vorderseite, d. h. von der dem Boden entgegengesetzten Seite her abbrennt. Bei Verwendung als Verdampferkartusche müssen diese Zündpatronen gegen mehrere Atmosphären Wasserdruck dicht sein, was üblicherweise dadurch erreicht wird, daß an der Vorderseite der Messinghülse eine Zinnfolie aufgelötet wird, die zwar einen dichten Abschluß gewährleistet, jedoch den Nachteil hat, daß sie nicht rückstandslos verbrennt. Es ist aber auch bekannt, auf der Vorderseite der Messinghülse eine Abdeckscheibe aus rückstandslos verbrennendem Material mit ihrem Rand einzubördeln, jedoch wird hierbei wiederum nicht die gewünschte und erforderliche Dichtheit erzielt.
Außer den genannten Nachteilen weisen diese bekannten Patronen noch verschiedene weitere Mängel auf, weshalb sie nicht zufriedenstellen können. Beispielsweise ist es rein fertigungsmäßig nicht einfach, einen Schwarzpulverkörper, in welchem parallel zur Längsachse ein oder mehrere Röhrchen aus Pappe od. dgl. vorgesehen sind, einwandfrei zu pressen. Da der Brennsatz dieser Zündpatronen meist bei einem Überdruck von etwa 20 Atmosphären abbrennen muß, ist es unbedingt erforderlich, daß der Brennsatz sowohl mit der umgebenden Wand der Messinghülse als auch mit den durch ihn hindurchgehenden Röhrchen dicht und fest verbunden ist, wenn vermieden werden soll, daß die Flamme des abbrennenden Brennsatzes an der Wand der Hülse oder der Röhrchen entlang nach unten schlägt und zu sogenannten Kurzbrennern führt. Gerade diese dichte und feste Verbindung zwischen Brennsatz und Hülse bzw. Röhrchen ist aber nicht leicht zu erreichen.
Bei einer anderen bekannten Ausführung von Zündpatronen ist die Notwendigkeit dieses nicht einfachen Einpressens von Röhrchen in den Pulverkörper dadurch vermieden, daß letzterer in ein becherartiges Metallgefäß eingesetzt ist, das im Durchmesser so viel kleiner ist als die umgebende Messinghülse, daß zwischen Metallbecher und Messinghülse Zündpatrone, insbesondere zum Zünden
des Brennstoff-Luft-Gemisches
für die Antriebsmaschine eines Torpedos
Anmelder:
Dynamit Nobel Aktiengesellschaft,
5210 Troisdorf
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Franz Becker, 5300 Bonn;
Heinrich KoIf, 5210 Troisdorf
ein in Längsrichtung durchgehender Ringspalt ausreichender Größe vorhanden ist, durch den die Zündflammen des bzw. der im Boden der äußeren Messinghülse angeordneten Zündhütchen hindurchtreten und gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von Stoppinen od. dgl. die Oberfläche des in dem Metallbecher eingesetzten Brennsatzes zünden. Die umgebende Messinghülse ist dabei an ihrem vorderen Ende mittels eines unter der Wirkung der Verbrennungsgase aufreißenden Deckels verschlossen, der entweder in die Hülse eingesetzt ist und sich gegen diese mit einem kleinen ringzylindrischen Kragen abstützt oder aber, gegebenenfalls unter Verwendung eines zusätzlichen Dichtungselementes in Form eines Gummiringes od. dgl., um das vordere Hülsenende herumgebördelt ist. Zwecks weiterer Verbesserung der Abdichtung kann auch noch ein zweiter Deckel vorgesehen sein, der über die Dichtfläche des ersten Deckels hinweggreifend außen an der Messinghülse anliegt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Zündpatrone der zuletzt beschriebenen Art weiter zu verbessern, so daß bei völlig getrennter Herstellung der Außenhülse, des Deckels, des Bodenteiles mit Zündhütchen und der Innenhülse mit Brennsatz als Baueinheiten, diese unter Sicherstellung einer einwandfreien Funktion der Zündpatrone leicht miteinander zusammenbaubar sind, wobei insbesondere die den Brennsatz enthaltende Innenhülse unabhängig von der Anordnung der Zündhütchen, d. h. nichtorientiert, in die Außenhülse einsetzbar sein soll. Als Lösung der gestellten Aufgabe wird für eine Zündpatrone, insbesondere zum Zünden des Brennstoff-Luft-Gemisches für die Antriebsmaschine eines Torpedos, mit in einer äußeren zylindrischen Metallhülse mit darin eingeschraubtem Boden und darin
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eingesetztem Deckel unter Belassung eines Ringspal- bei noch dadurch gefördert, daß sich die Innentes eingesetzter, mittels eines Ansatzes mit ihrem Bo- hülse, ganz abgesehen von dem Vorteil der wesentden in einem vorgegebenen Mindestabstand vom Bo- lieh einfacheren und billigeren Herstellung im Spritzden der äußeren Metallhülse gehaltener becherförmi- verfahren, wegen der guten elastischen Eigenschaften ger Innenhülse mit Brennsatz sowie mit zwei oder 5 ihres Materials dem Brennsatz wesentlich besser anmehreren in gleichmäßigen Abständen auf einem zur paßt als die bisher üblichen Metallbecher. Hinzu Patronenachse konzentrischen Kreis im Boden der kommt, daß aus zweibasigem Festtreibstoff beäußeren Metallhülse angeordneten Zündhütchen er- stehende Pulverkörper gegenüber den bisher üblichen findungsgemäß vorgeschlagen, daß der Ansatz der Schwarzpulverbrennsätzen neben Vorteilen bezüglich Innenhülse aus in gleichmäßigen Abständen an ihrem io der hygroskopischen Eigenschaften und des korro-Umfang vorgesehenen nach außen vorspringenden siven Verhaltens auch ein günstigeres Verhalten bei Knaggen besteht, die zwischen der Stirnfläche einer der Zündung und beim Abbrennen zeigen, da sie zylindrischen Erweiterung des äußeren Rohrteils und infolge ihres elastischen Verhaltens bei richtiger Beder Stirnfläche des Gewindeansatzes des die Zünd- handlung nicht zur Rißbildung neigen, während im hütchen aufnehmenden Bodenteils mit geringem 15 Gegensatz dazu gepreßte Schwarzpulverkörper infolge axialem und radialem Spiel gehalten sind. nicht immer vermeidbarer feiner Haarrisse unter Neben dem Vorteil, das verhältnismäßig niedrige Druck beim Abbrennen zum sogenannten Kurzbren-Bodenteil in einem Gesenk billig herstellen zu kön- nen neigen, was beispielsweise bei Torpedos die Genen, anstatt wie bisher bei der Herstellung der ein- fahr von Kaltläufern mit sich bringt. Ein weiterer teiligen äußeren Metallhülse auf ein teureres Zieh- 20 Vorteil des zweibasigen Festtreibstoffs ergibt sich aus werkzeug angewiesen zu sein, ergibt sich durch die der Feststellung, daß unter den gleichen Umständen, erfindungsgemäße Zweiteinteilung der äußeren Me- bei denen in die Verdampferkammer eindringendes tallhülse sowie durch die Art der Anordnung der Wasser einen Brennsatz aus Schwarzpulver zum Ver-Innenhülse vor allem auch noch der Vorteil, etwa löschen brachte, ein solcher aus zweibasigem Festunter Zuführung von Wärme an der äußeren Metall- 25 treibstoff am Brennen blieb und bis zum Ende aushülse durchzuführende Arbeiten, wie etwa das Auf- brannte.
löten einer Zinnfolie am oberen Ende der Hülse, zu Statt in der bisher üblichen Weise die Zündhüt-
einem Zeitpunkt vornehmen zu können, da diese chen in den Boden der äußeren Metallhülse einzu-
noch nicht mit pyrotechnischen Teilen bestückt ist. pressen und dann mittels einer auf die äußere Stirn-
Die Innenhülse mit Brennsatz läßt sich nämlich in 30 fläche des Bodens aufgelöteten Kupferfolie gegen
die äußere Metallhülse einsetzen, nachdem deren den Überdruck wasserdicht zu schützen, wird gemäß
Rohrteil bereits am oberen Ende verschlossen ist, wie der Erfindung vorgesehen, die Zündhütchen jeweils
auch die Zündhütchen von innen her in das Boden- in einen in das Bodenteil der äußeren Metallhülse
teil eingesetzt werden können, wenn dieses an seiner eingeschraubten und mit dessen äußerer Stirnfläche
äußeren Stirnfläche in an sich bekannter Weise etwa 35 in etwa bündig abschließenden hülsenförmigen Ge-
durch eine aufgelötete Kupferfolie überdeckt ist. windekörper mit membranartigem Boden einzusetzen.
Zwecks Erzielung einer guten und insbesondere Zwecks besserer Handhabung des Gewindekörpers
auch dichten Verbindung zwischen den beiden Teilen kann dazu auch noch vorgesehen werden, diesen mit
der äußeren Metallhülse wird in zweckmäßiger wei- einem als Schraubkopf dienenden Bund auszubilden,
terer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes vorge- 40 Weiter wird dazu vorgesehen, auf die Zündhütchen
schlagen, daß das Bodenteil mit einer ringförmigen jeweils einen Sützkörper mit düsenförmiger zentraler
Nut versehen ist, in die das zylindrische Rohrteil Bohrung für den Durchtritt der Zündflamme aufzu-
beim Zusammenschrauben mit einem glatten zylin- setzen und mittels eines Bördelrandes im Gewinde-
drischen Ansatz eingreift, wobei in der ringförmigen körper zu befestigen. Zur Erzielung einer wasserdich-
Nut des Bodenteils ein insbesondere als Dichtungs- 45 ten Anordnung des Gewindekörpers im Bodenteil
ring ausgebildetes, vorzugsweise aus Gummi herge- wird zwischen diese Teile zweckmäßig ein Dich-
stelltes Dichtungselement angeordnet ist. tungselement eingelegt.
Auf das obere Ende des Rohrteils könnte in be- Ein besonderer Vorteil dieser Anordnung des kannter Weise eine Zinnfolie aufgelötet werden. Zur Zündhütchens in einem Gewindekörper besteht darin, Vermeidung der hierbei entstehenden Wärme schlägt 50 daß bei einer beabsichtigten Wiederverwendung der die Erfindung statt dessen vor, den aus schlackenfrei äußeren Metallhülse abgeschossener Zündpatronen verbrennendem Material, vorzugsweise aus Acetal- bei der Wiederaufarbeitung von deren Teilen einharz, bestehenden und in seinem zentralen Teil dünn- fach der Gewindekörper mit den Resten des Zündwandig hergestellten, das dem Bodenteil entgegen- hütchens ausgeschraubt und durch einen neuen Gegesetzte Ende der äußeren Metallhülse verschließen- 55 windekörper mit eingesetztem Zündhütchen ersetzt den Deckel in die äußere Metallhülse einschraubbar werden kann wie auch das Rohrteil der äußeren Mezu machen. tallhülse lediglich gereinigt und mit einem neuen Um Randbrenner und damit Kurzzeitbrenner si- Schraubdeckel versehen zu werden braucht, um wiecher zu vermeiden, wird nach einem weiteren Vor- der verwendungsfähig zu sein, schlag der Erfindung der aus zweibasigem Festtreib- 60 Zusätzlich zu einer Dichtung zwischen Gewindestoff, beispielsweise aus Nitroglycerin-Nitrocellulose körper und Bodenteil oder auch an Stelle einer sol-Pulver bestehende Brennsatz zu einem Pulverkörper chen Dichtung kann die äußere Stirnfläche des Bogepreßt und mittels eines neutralen Lösungsmittels denteils in an sich bekannter Weise mit einer dünnen mit der Innenfläche der aus einem mit dem Brenn- Kupferfolie bedeckt werden, die mit einem ringförmig satz gut verträglichen, sich in der Hitze schlacken- 65 umgebördelten Rand in eine in das Bodenteil eingelos umsetzenden Kunststoff, beispielsweise aus stochene Ringnut eingreift. Die bei einem etwaigen Äthylcellulose, bestehenden Innenhülse verklebt. Der Heißverlöten erforderlichen Wärme- und Feuerarbeimit dieser Klebeverbindung erreichte Effekt wird da- ten lassen sich dadurch vermeiden, daß die Kupfer-
folie mittels eines in die Ringnut eingelegten und verstemmten Runddrahtes aus Lötzinn oder Blei, gegebenenfalls mit nachträglicher Lackierung, abgedichtet gehalten wird.
Sowohl auf die Dichtung zwischen Gewindekörper und Bodenteil als auch auf die Anordnung einer Kupferfolie auf der äußeren Stirnfläche des Bodenteils kann aber verzichtet werden, wenn das Zündhütchens mittels des Gewindekörpers von der Innenseite des Bodenteils her in ein in diesem vorgesehenes Sackloch eingeschraubt wird. Es ist klar, daß in einem solchen Fall das Sackloch so ausgebildet werden muß, daß das an seiner äußeren Stirnfläche keinerlei öffnungen, Bohrungen od. dgl. aufweisende Bodenteil im Bereich des Zündhütchens so dünn ausgebildet ist, daß das Zünden des Zündhütchens nicht in Frage gestellt ist.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel in vergrößertem Maßstab darstellt, noch näher erläutert.
In der aus dem zylindrischen Rohrteil 1 und dem Bodenteil 2 zusammengesetzten, vorzugsweise aus Messing hergestellten äußeren Metallhülse ist unter Belassung eines ringförmigen Spaltes 25 die Innenhülse 3 mit dem Brennsatz 4 angeordnet. Am oberen Ende ist die äußere Metallhülse mittels des eingeschraubten Deckels 5 abgeschlossen. Im Bodenteil 2 sind die Gewindekörper 12 mit den Zündhütchen 6 angeordnet.
Das Rohrteil 1 und das Bodenteil 2 sind mittels des am unteren Ende des ersteren ausgebildeten Innengewindes 7 bzw. des am Bodenteil 2 vorgesehenen Gewindeansatzes 8 miteinander verschraubt. Zur Erzielung einer guten und insbesondere wasserdichten Verbindung zwischen den beiden Teilen der äußeren Metallhülse sind im Bodenteil 2 die ringförmige Nut 9 mit als O-Ring ausgebildetem eingelegtem Dichtungsring 10 und am unteren Ende des Rohrteiles 1 der in diese Nut eingreifende glatte zylindrische Ansatz 11 vorgesehen.
Für das Einsetzen der Zündhütchen 6 in das Bodenteil 2 zeigt die Zeichnung zwei verschiedene Möglichkeiten. In beiden Fällen ist das Zündhütchen 6 in den hülsenförmigen Gewindekörper 12 mit dünnem Boden 13 eingesetzt und in diesem mittels des eingebördelten Stützkörpers 14 mit düsenförmiger zentraler Bohrung 15 für den Durchtritt der Zündflamme festgehalten. Während bei der in der linken Hälfte der Zündpatrone gezeigten Ausführungsmöglichkeit der Gewindekörper 12 am unteren Ende mit einem zum Einschrauben dienenden, für das Ansetzen eines Werkzeugs zum Einschrauben mit entsprechenden Ausnehmungen od. dgl. versehenen ringförmigen Bund 16 ausgebildet ist, weist der Gewindekörper 12 bei der in der rechten Hälfte der Zündpatrone gezeigten Ausführungsmöglichkeit einen solchen Bund am oberen Ende auf. Entsprechend ist der linke Gewindekörper 12 in eine durch das Bodenteil 2 hindurchgehende entsprechend ausgebildete Gewindebohrung 17 von außen eingeschraubt, der in der rechten Hälfte der Zündpatrone gezeigte Gewindekörper 12 dagegen von der Innenseite des Bodenteils 2 her in ein in diesem angeordnetes entsprechend ausgebildetes Sackloch 18, so daß hier die äußere Stirnfläche 19 des Bodenteils 2 nicht durchbrochen ist und dementsprechend die beim linken Gewindekörper zur wasserdichten Befestigung vorgesehene Dichtung 20 entfallen kann.
Es ist klar, daß in beiden Fällen die Materialstärke des Bodens 13 des Gewindekörpers 12, und im Fall der Ausbildung eines Sackloches 18 auch die Materialstärke des Bodenteiles 2 im Bereich des Zündhütchens, stets so gewählt bzw. aufeinander abgestimmt werden, daß der Anstich des Zündhütchens 6 durch den nicht dargestellten Schlagbolzen nicht in Frage gestellt ist. Im übrigen stellen die hier gezeigten Ausführungsmöglichkeiten für die Anordnung und Ausbildung des Zündhütchens 6 bzw. des Gewindekörpers 12 selbstverständlich nur zwei von weiteren denkbaren Möglichkeiten dar. So wäre es beispielsweise auch denkbar, den Zündsatz unmittelbar in den Gewindekörper 12 einzupressen, so daß dieser praktisch die Zündhütchenkapsel bilden würde.
Die aus Äthylcellulose hergestellte becherförmige Innenhülse 3 mit dem aus Nitroglycerin-Nitrocellulose-Pulver bestehenden Brennsatz 4 weist an ihrem Umfang eine Anzahl von in gleichmäßigen Abständen angeordneten, radial nach außen vorspringenden Knaggen 21 auf, mittels derer die Innenhülse 3 zwischen der Stirnfläche 22 der zylindrischen Ausdrehung 23 des Rohrteiles 1 und der Stirnfläche 24 des Gewindeansatzes 8 des Bodenteils 2 mit geringem axialem und radialem Spiel im Rohrteil 1 gehalten ist. Die Anzahl der Knaggen 21 sowie deren Breite in Umfangsrichtung ist selbstverständlich so bemessen, daß für die Zündflammen der Zündhütchen 6 genügende Durchtrittsmöglichkeiten vorhanden sind, um zwischen den Knaggen 21 hindurch in den Ringspalt 25 nach oben zu schlagen und die über den oberen Rand der Innenhülse 3 gelegte und mit ihren Enden im Ringspalt 25 herabhängende Stoppine 26 oder — bei Verzicht auf eine solche — die am oberen Ende der Innenhülse 3 als Verschluß aufgeklebte, hier ebenfalls aus zweibasigem Festtreibstoff wie Nitroglycerin-Nitrocellulose-Pulver bestehende, zum Anbrennen dienende gepreßte Scheibe 27 sicher zu zünden. Zur Fixierung eines für das ungehinderte Emporschlagen der Zündflammen der Zündhütchen 6 ausreichenden Mindestabstandes zwischen den Zündhütchen 6 und der unteren Stirnfläche der Innenhülse 3 ist letztere mit dem zentral angeordneten Zapfen 28 zu versehen.
Der am oberen Ende des rohrförmigen Teils 1 der äußeren Metallhülse eingeschraubte, aus Acetalharz hergestellte Abschlußdeckel weist eine zentral zylindrische Ausnehmung oder Aussparung 29 auf, die so ausgebildet ist, daß der Deckel 5 in seinem zentralen Teil eine verhältnismäßig geringe Materialstärke besitzt, die jedoch so groß ist, daß der Deckel dem von außen auf ihn einwirkenden Wasserdruck sicher standhält. Zum Abdichten gegen Eindringen von Feuchtigkeit ist zwischen dem Deckel 5 und der Stirnfläche 30 des Rohrteils 1 das als O-Ring ausgebildete Dichtungselement 31 eingelegt. Zum gleichen Zweck und auch zwecks sicheren Festhaltens des Dichtungselementes beim Einschrauben des Deckels 5 ist an diesem der ringförmige Ansatz 32 ausgebildet. Die Bohrungen 33 dienen zum Ansetzen eines Einschraubwerkzeuges.
Wie bei Zündpatronen allgemein üblich, ist auf die äußere Stirnfläche 19 des Bodenteiles 2 eine aus Klingerit hergestellte Gummi-Asbest-Scheibe 34 aufgeklebt. Diese Scheibe kann als zusätzliche Dichtung gedacht sein, insbesondere hat sie aber den Zweck, durch ihre Elastizität etwaige Maßabweichungen von Zündpatrone, Patronenlager und Zündverschluß aus-
zugleichen und so einen einwandfreien und funktionssicheren Sitz der Zündpatrone im Patronenlager zu gewährleisten.
Wie an Hand der Zeichnung leicht zu ersehen ist, lassen sich alle Teile der erfindungsgemäßen Zündpatrone für sich gesondert herstellen und dann ohne Erfordernis von Wärme erzeugenden Arbeiten zusammensetzen, wobei etwa so vorgegangen werden kann, daß die Innenhülse 3 mit eingeklebtem Pulverpreßkörper 4 von unten her in das Rohrteil 1 mit aufgeschraubtem Deckel 5 eingeführt und dann das Bodenteil 2 in das Rohrteil 1 eingeschraubt wird. Bei der rechts im Bild gezeigten Befestigungsart der Zündhütchen müssen diese selbstverständlich vor dem Einschrauben des Bodenteiles 2 in das Rohrteil 1 im Bodenteil 2 eingesetzt werden, wogegen dies bei der links im Bild gezeigten Befestigungsart nachträglich erfolgen kann. Entsprechend kann aber bei dem rechts gezeigten Zündhütchen die Scheibe 34 vor dessen Einsetzen, bei dem links gezeigten Zündhütchen dagegen erst nachträglich aufgeklebt werden.
Bei einer beabsichtigten Wiederverwendung der äußeren Metallhülse einer abgeschossenen Zündpatrone werden die beiden Teile 1 und 2 auseinandergeschraubt und aus dem Teil 2, gegebenenfalls nach vorherigem Entfernen der Scheibe 34, die Gewindekörper 12 mit Zündhütchen 6 entfernt, durch neue Teile ersetzt und die Zündpatrone in der zuvor beschriebenen Weise wieder zusammengesetzt.

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Zündpatrone, insbesondere zum Zünden des Brennstoff-Luft-Gemisches für die Antriebsmaschine eines Torpedos, mit in einer äußeren zylindrischen Metallhülse mit darin eingeschraubtem Boden und darin eingesetztem Deckel unter Belassung eines Ringspaltes eingesetzter, mittels eines Ansatzes mit ihrem Boden in einem vorgegebenen Mindestabstand vom Boden der äußeren Metallhülse gehaltener becherförmiger Innenhülse mit Brennsatz sowie mit zwei oder mehreren in gleichmäßigen Abständen auf einem zur Patronenachse konzentrischen Kreis im Boden der äußeren Metallhülse angeordneten Zündhütchen, dadurchgekennzeichnet, daß der Ansatz der Innenhülse (3) aus in gleichmäßigen Abständen an ihrem Umfang vorgesehenen nach außen vorspringenden Knaggen (21) besteht, die zwischen der Stirnfläche (22) einer zylindrischen Erweiterung (23) des äußeren Rohrteiles (1) und der Stirnfläche (24) des Gewindeansatzes (8) des die Zündhütchen (6) aufnehmenden Bodenteiles (2) mit geringem axialem und radialem Spiel gehalten sind.
2. Zündpatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenteil (2) mit einer ringförmigen Nut (9) versehen ist, in die das zylindrische Rohrteil (1) beim Zusammenschrauben mit einem glatten zylindrischen Ansatz (11) eingreift.
3. Zündpatrone nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der ringförmigen Nut (9) des Bodenteiles (2) ein insbesondere als Dichtungsring (10) ausgebildetes, vorzugsweise aus
Gummi hergestelltes Dichtungselement angeordnet ist.
4. Zündpatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der aus schlackenfrei verbrennendem Material, vorzugsweise aus Acetalharz, bestehende und in seinem zentralen Teil dünnwandig hergestellte, das dem Bodenteil (2) entgegengesetzte Ende der äußeren Metallhülse verschließende Deckel (5) in die äußere Metallhülse einschraubbar ist.
5. Zündpatrone nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der aus zweibasigem Festtreibstoff, beispielsweise aus Nitroglycerin-Nitrocellulose-Pulver bestehende Brennsatz (4) zu einem Pulverkörper gepreßt und mit-
ao tels eines neutralen Lösungsmittels mit der Innenfläche der aus einem mit dem Brennsatz (4) gut verträglichen, sich in der Hitze schlackenlos umsetzenden Kunststoff, beispielsweise aus Äthylcellulose, bestehenden Innenhülse (3) verklebt ist.
6. Zündpatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündhütchen (6) jeweils in einen in das Bodenteil (2) der äußeren Metallhülse eingeschraubten und mit dessen äußerer Stirnfläche (19) in etwa bündig ab-
schließenden hülsenförmigen Gewindekörper (12) mit membranartigem Boden (13) eingesetzt sind.
7. Zündpatrone nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Aufnahme der Zündhütchen (6) dienenden Gewindekörper (12) je-
weils einen als Schraubkopf dienenden Bund (16) aufweisen.
8. Zündpatrone nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Zündhütchen (6) jeweils ein Stützkörper (14) mit düsenförmiger zentraler Bohrung (15) aufgesetzt und mittels eines Bördelrandes im Gewindekörper (12) gehalten ist.
9. Zündpatrone nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Bodenteil (2) und Gewindekörper (12) ein vorzugsweise als Dichtungsring (20) ausgebildetes Dichtungselement angeordnet ist.
10. Zündpatrone nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Stirnfläche (19) des Bodenteils (2) mit einer Kupferfolie überdeckt ist, die mit einem ringförmig umgebördelten Rand in eine in das Bodenteil (2) eingestochene Ringnut eingreift und in dieser mittels eines in diese eingelegten und verstemmten Runddrahtes aus Lötzinn oder Blei, gegebenenfalls mit nachträglicher Lackierung, abgedichtet gehalten ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 303 100, 303 099,
482;
USA.-Patentschrift Nr. 1 491 000.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 567/47 6.68 © Bundesdruckerei Berlin
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NL6502040A NL6502040A (de) 1964-02-21 1965-02-18
DK865A DK114676B (da) 1964-02-21 1965-02-19 Tændpatron.

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