DE19729291C2 - Hülsenboden für großkalibrige Munition - Google Patents
Hülsenboden für großkalibrige MunitionInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/02—Cartridges, i.e. cases with charge and missile
- F42B5/18—Caseless ammunition; Cartridges having combustible cases
- F42B5/181—Caseless ammunition; Cartridges having combustible cases consisting of a combustible casing wall and a metal base; Connectors therefor
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Description
Die Erfindung betrifft einen Hülsenboden für großkalibrige
Munition mit einem Hülsenmantel aus einem verbrennbaren
Material.
Ein derartiger Hülsenboden ist beispielsweise aus der DE 26 41 665 C2
bekannt. Er besteht aus einer metallischen Boden
platte und einem randseitig axial über der Bodenplatte
hinausragenden und mit einem Auszieherrand versehenen Stütz
ring (Hülsenstummel). Der Stützring dient zur bodenseitigen
Abstützung des Hülsenmantels und gewährleistet Gasdichtheit
bei Abgabe eines Schusses (Hülsenliderung), da er sich auf
grund der sehr hohen Gasdrücke im Rohr aufweitet und radial
an das Waffenrohr anlegt. Außerdem ist bei dem bekannten Hül
senboden geschoßseitig an dem Stützring ein Liderungsring aus
Gummi angeordnet.
Nachteilig ist bei dem bekannten Hülsenboden u. a., daß seine
Herstellung mit relativ hohen Herstellkosten verbunden ist,
weil aufgrund der hohen Belastungen beim Schuß (Plastifizie
rung der Querschnittsfläche zur Gewährleistung der Hülsen
liderung des Stützringes) ein geschmiedeter Stahlrohling
verwendet werden muß, der anschließend durch eine spezielle Wärme
bearbeitung nachvergütet und schließlich spanend endbearbeitet
wird. Außerdem ist der bekannte Hülsenboden nur einmal wiederver
wendbar, da er zur Wiederverwendung spanend bearbeitet werden muß
und bei mehrmaliger Wiederverwendung die Liderung durch den Stütz-
und Dichtring nicht gewährleistet wäre.
Aus der DE 42 29 559 A1 ist es bereits bekannt, zur kostengünsti
geren Herstellung eines Hülsenbodens für großkalibrige Munition
die metallische Bodenplatte sowie den metallischen Stütz- und
Dichtring aus zwei separaten Teilen aufzubauen, die derart form
schlüssig miteinander verbunden sind, daß eine radiale Entkopplung
der beiden Teile erfolgt, d. h., bei einer radialen Aufweitung des
Stütz- und Dichtringes sollen keine wesentlichen Zugkräfte von dem
Dichtring auf die Bodenplatte ausgeübt werden. Dadurch kann die
Bodenplatte aus geringerfestem Material hergestellt werden als der
Stütz- und Dichtring. Die Anfangsliderung erfolgt wiederum mittels
eines zusätzlichen, relativ schmalen Elastomerringes.
Nachteilig bei diesem bekannten Hülsenboden ist unter anderem, daß
der Hülsenboden aufgrund der Mehrteiligkeit von Bodenplatte und
Hülsenstummel und den erforderlichen Verbindungen dieser Teile
miteinander ebenfalls mit relativ hohen Herstellkosten verbunden
ist.
Aus der US 3,170,401 ist ferner ein Hülsenboden für großkalibrige
Munition bekannt, der aus einer metallischen Bodenplatte und einem
randseitig axial über der Bodenplatte hinausragenden Stützring so
wie einem geschoßseitig an dem Stützring angeordneten
Liderungsring aus einem Elastomer besteht, wobei Bodenplatte und
Stützring einteilig ausgebildet sind.
Nachteilig bei diesem Hülsenboden ist allerdings, daß zur Fixie
rung des Liderungsringes dieser in eine umlaufende Nut der Boden
platte eingebracht und dort befestigt werden muß. Dadurch ist eine
Wiederverwendung der Bodenplatte praktisch ausgeschlossen, weil
zur Entfernung des Liderungsringes im Bereich der umlaufenden Nut
diese relativ arbeitsintensiv ausgedreht werden muß, was mit einer
nicht tolerierbaren Schwächung der Bodenplatte verbunden ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Hülsenboden zu offenbaren, der einfach aufgebaut und kosten
günstiger herstellbar ist als vergleichbare bekannte Hülsenböden
und der nach seiner bestimmungsgemäßen Verwendung mindestens noch
einmal wiederverwendbar sein soll.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren
die Unteransprüche.
Im wesentlichen liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde, zur
Fixierung des Liderungsringes diesen nicht in einer in der Boden
platte befindlichen umlaufenden Nut zu fixieren, sondern in einer
Nut, die in den äußeren Rand des Stützringes eingebracht ist. Nach
dem Abschuß der entsprechenden Patrone ist es bei dem erfindungs
gemäßen Hülsenboden dann lediglich erforderlich, den die umlaufen
de Nut enthaltenden Rand des Stützringes abzustechen und eine neue
Nut in den verbleibenden Rand des Stützringes einzubringen. Die
Wandstärke der Bodenplatte wird durch diesen Vorgang nicht negativ
beeinflußt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
den folgenden anhand von Figuren erläuterten Ausführungsbeispie
len. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Hülsenboden und
Fig. 2 einen Hülsenboden nach dem Stand der Technik.
In Fig. 1 ist mit 1 ein erfindungsgemäßer Hülsenboden für
großkalibrige Munition mit einem gestrichelt angedeuteten
Hülsenmantel 2 aus verbrennbarem Material bezeichnet. Der
Hülsenboden 1 besteht aus einer metallischen Bodenplatte 3
aus Stahl der Wandstärke D und einem geringfügig über die
Bodenplatte hinausragenden Stützring 4. Die entsprechende
Höhe des Stützringes 4, bezogen auf die innenseitige Ober
fläche der Bodenplatte 3, ist mit H1 bezeichnet, wobei für H1
die Beziehung gilt: 0 < H1 < 2D
Die Bodenplatte 3 weist ein zentrales Zündschraubenlager 5
auf, welches in den Hülsenboden 1 hineinragt und, bezogen auf
die innenseitige Oberfläche der Bodenplatte, eine Höhe H0 be
sitzt. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die Höhe
des Zündschraubenlagers H0 etwa gleich der Höhe H1 des Stütz
ringes 4 entspricht.
An den Stützring 4 schließt sich geschoßseitig ein Liderungs
ring 6 aus Gummi an. Der Liderungsring ist an die Bodenplatte
3 anvulkanisiert sowie in einer umlaufenden Nut 7 des Stütz
ringes 4 fixiert.
Fig. 2 zeigt einen Hülsenboden, wie er heute üblicherweise bei
120 mm Panzermunition verwendet wird. Der mit 10 bezeichnete
Hülsenboden weist wiederum einen randseitig über der Boden
platte 11 hinausragenden Stützring 12 auf. Allerdings weist
der Stützring 12 eine Höhe gegenüber der Bodenplatte 11 auf,
die gewährleistet, daß er als Hülsenliderung bei Abgabe eines
Schusses wirkt. Für die Anfangsliderung ist ein relativ kur
zer Liderungsring 13 aus Gummi an dem Stützring befestigt.
1
Hülsenboden
2
Hülsenmantel
3
Bodenplatte
4
Stützring
5
Zündschraubenlager
6
Liderungsring, Elastomerring
7
umlaufende Nut
10
Hülsenboden
11
Bodenplatte
12
Stützring
13
Liderungsring
Höhe0
Höhe0
des Zündschraubenlagers
H1
H1
Höhe des Stützringes
D Dicke der Bodenplatte
D Dicke der Bodenplatte
Claims (3)
1. Hülsenboden (1) für großkalibrige Munition mit einem
Hülsenmantel (2) aus einem verbrennbaren Material, wobei
- a) der Hülsenboden (1) aus einer metallischen Bodenplatte (3) und einem randseitig axial über der Bodenplatte (3) hinausragenden Stützring (4) sowie einem geschoßseitig an dem Stützring (4) angeordneten Liderungsring (6) aus einem Elastomer besteht;
- b) Bodenplatte (3) und Stützring (4) einteilig ausgebildet sind;
- c) der Stützring (4) in seinem der Bodenplatte (3) ab gewandten Rand eine umlaufende Nut (7) aufweist, in welcher der Liderungsring (6) fixiert ist.
2. Hülsenboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einem an der Bodenplatte (3) angeordneten Zündschraubenlager
(5), welches geschoßseitig mit einer Höhe H0 über die Boden
platte (3) ragt, die Höhe (H1) des Stützringes (4) der Höhe
(H0) des Zündschraubenlagers (5) entspricht.
3. Hülsenboden nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Höhe H1 des über die Bodenplatte (3) ragenden
Stützringes (4) gilt: 0 < H1 < 2D, wobei D die Wandstärke der
Bodenplatte (3) bedeutet.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1997129291 DE19729291C2 (de) | 1997-07-09 | 1997-07-09 | Hülsenboden für großkalibrige Munition |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19729291A1 DE19729291A1 (de) | 1999-01-14 |
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Family
ID=7835108
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| DE1997129291 Expired - Fee Related DE19729291C2 (de) | 1997-07-09 | 1997-07-09 | Hülsenboden für großkalibrige Munition |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19729291C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19944375A1 (de) | 1999-09-16 | 2001-03-22 | Rheinmetall W & M Gmbh | Hülsenboden für großkalibrige Munition |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3170401A (en) * | 1962-09-11 | 1965-02-23 | Walter T Johnson | Cartridge case |
| DE1453842C2 (de) * | 1962-09-05 | 1970-06-11 | Les Forges de Zeebrugge S.A., Herstal (Belgien) | Hülse für Feuerwaffenmunition |
| DE2641665C2 (de) * | 1976-09-16 | 1984-03-01 | Rheinmetall GmbH, 4000 Düsseldorf | Treibladungshülse |
| DE4229559A1 (de) * | 1992-09-04 | 1994-03-10 | Rheinmetall Gmbh | Hülsenboden für großkalibrige Munition |
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1997
- 1997-07-09 DE DE1997129291 patent/DE19729291C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Publication date |
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