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DE1271317B - Vorrichtung zum Erhitzen von feinkoernigem Gut - Google Patents

Vorrichtung zum Erhitzen von feinkoernigem Gut

Info

Publication number
DE1271317B
DE1271317B DE19651271317 DE1271317A DE1271317B DE 1271317 B DE1271317 B DE 1271317B DE 19651271317 DE19651271317 DE 19651271317 DE 1271317 A DE1271317 A DE 1271317A DE 1271317 B DE1271317 B DE 1271317B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas flow
gas
section
flow direction
channel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19651271317
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing E H Karl Goluecke
Dipl-Ing Franz Mueller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Original Assignee
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kloeckner Humboldt Deutz AG filed Critical Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority to DE19651271317 priority Critical patent/DE1271317B/de
Publication of DE1271317B publication Critical patent/DE1271317B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/20Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
    • F27B7/2016Arrangements of preheating devices for the charge

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Erhitzen von feinkörnigem Gut Diese Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Erhitzen von feinkörnigem Gut durch direkte Berührung mit heißem Gas, wobei das Gut mehrmals in den Gasstrom eingebracht und durch plötzlichen Richtungswechsel des Gasstromes wieder aus diesem ausgeschieden und dabei stufenweise entgegen der Hauptströmungsrichtung der Gase geführt wird. Derartige Vorrichtungen finden bei der thermischen Behandlung von Zementrohmehl Verwendung. Sie können aber auch dort eingesetzt werden, wo die thermische Behandlung des Gutes darin besteht, daß es im Gasstrom gekühlt wird, wobei dann kühles Behandlungsgas in direkte Berührung mit heißem Gut kommt, welches, wie eingangs angegeben, stufenweise entgegen der Hauptströmungsrichtung der Gase geführt wird.
  • Bei einer bekannten Ausführung der erstgenannten Art geschieht das Erhitzen von feinkörnigem Gut in hintereinandergeschalteten Zyklonen, die nacheinander von einem heißen Gas durchflossen werden. Das zu erhitzende Gut wird in die Zuführungsleitung zum letzten Zyklon geleitet und das aus diesem Zyklon ausgeschiedene Gut dem vorletzten zugeführt. In der Folgezeit wird das in den einzelnen Zyklonen abgeschiedene Gut dem jeweilig davor geschalteten aufgegeben. Das im ersten Zyklon abgeschiedene Gut wird dann zur weiteren Verarbeitung beispielsweise in einen Drehrohrofen geleitet, wenn es sich um Zementfabrikation handelt.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, das Gut stufenweise und wiederholt dem Heizgasstrom beizugeben, während dieser ein schlangenförmig gewundenes Rohr durchströmt. Solche Vorrichtungen sind in den deutschen Patentschriften 967 250 und 1027123 beschrieben. Aber solche Vorrichtungen erfüllen noch nicht die Forderung nach geringstem Raumbedarf bei bestem Wirkungsgrad, weil entweder längere verzweigte Rohrleitungen zur Überführung des Gutes von einer Stufe zur anderen notwendig sind, was wegen des notwendigen Neigungswinkels der Rohre zu großen Bauhöhen und wegen der Rohrlänge zu Wärmeverlusten führt, oder weil sich aus dem Arbeitsprinzip der Vorrichtung die Notwendigkeit ergibt, die Abscheidung des Gutes teilweise entgegen der Schwerkraftrichtung vor sich gehen zu lassen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, bei der mit geringem Raumbedarf, insbesondere geringer Bauhöhe, eine gleichmäßig günstige Anordnung aller Abscheider unter Verminderung von Wärmeverlusten und Vermeidung von längeren Rohrleitungen zur Überführung des Gutes erzielt wird. Die Erfindung soll vorzugsweise für die Erhitzung von Zementrohmehl verwendet werden, jedoch wird sie auch für die thermische Behandlung, also für die Erhitzung oder Abkühlung, von feinkörnigem Gut anderer Art mit Vorteil anwendbar sein, z. B. für die thermische Behandlung von Tonerde.
  • Die Aufgabe wurde mittels einer Anordnung gelöst, bei der der Gaskanal aus mehreren in zwei nebeneinanderliegenden vertikalen Ebenen übereinander angeordneten, im wesentlichen bogenförmigen Abschnitten besteht, die unter plötzlicher Richtungsänderung so hintereinandergeschaltet sind, daß das Gasaustrittsende des in Gasstromrichtung vorangehenden Abschnittes mit dem Gaseintrittsende des in Gasstromrichtung folgenden Abschnittes einen spitzen Winkel bildet, an dessen nach unten weisenden Scheitel die mit einer Schleuse oder einem Zwischenbehälter verbundene Gutauslaßöffnung des in Gasstromrichtung vorangehenden Abschnittes angeordnet ist.
  • In Ausgestaltung der Erfindung soll der Gutaufgabeöffnung des in Gasstromrichtung voraufgehenden Kanalabschnittes ein kleiner Zyklon vorgeschaltet sein, wobei letzterer von einem Teilstrom des Gases des nachfolgenden Kanalabschnittes durchströmt wird.
  • Die im wesentlichen bogenförmigen Kanalabschnitte erhalten am Eingangsende vorzugsweise ein schräg nach oben gerichtetes Stück. Dort bewegt sich das eingebrachte Gut gemeinsam mit dem Kern der Gasströmung und erwärmt sich infolge des günstigen Wärmeüberganges rasch. In dem nachfolgenden Krümmer, an dessen Ende die plötzliche Richtungsänderung des Gasstromes erfolgt, findet schon eine gute Staubkonzentration an dem Außenradius des Krümmers statt, so daß durch die Umlenkung selbst nur noch wenig Gut aus dem Gasstrom abgeschieden werden muß. Zwecks eines Gasabschlusses ist es notwendig, in der Auslaufrutsche jedes Abscheiders eine Luftabschlußklappe als Schleuse vorzusehen. Um lange Rutschen zu vermeiden und um einen guten Materialabfluß aus den einzelnen Abscheide m. zu gewährleisten, kann mit Vorteil vor der Luftabschlußklappe ein kleiner Zwischenbehälter vorgesehen werden.
  • Um das Ausscheiden des Gutes aus dem Gasstrom zu verbessern, ist es von Vorteil, einen Teil des Gasstromes am Ende des Rohrkrümmers in einen kleinen Zyklon zu leiten. Das Gut, welches sich im Rohrkrümmer an der Außenwand konzentrierte und durch die plötzliche Umlenkung ausgeschieden wurde, wird durch den Teilgasstrom mitgerissen und schlägt sich in dem kleinen Zyklon nieder. Die Weiterleitung des ausgeschiedenen Gutes geschieht genau wie vorher, d. h., es fließt in einen kleinen Zwischenbehälter und von dort in die Rohrleitung.
  • Die plötzliche Richtungsänderung des Gasstromes wird unterstützt, wenn der Kanal an der Stelle, wo die Richtungsänderung stattfindet, allseitig nach unten hin sich verjüngt.
  • In den Abbildungen sind Beispiele für erfindungsgemäße Vorrichtungen schematisch dargestellt.
  • A b b.1 zeigt die Anordnung von vier hintereinandergeschalteten Kanalabschnitten; A b b. 2 zeigt die Seitenansicht dazu; A b b. 3 zeigt die Anordnung von kleinen Zyklonen hinter den Abscheidern.
  • Die Heißgase treten beispielsweise vom Drehofen kommend in Pfeilrichtung in den ersten Kanalabschnitt 1 ein. Am Beginn der geraden Kanalstrecke 1 a befindet sich die aus Klappe und Zwischenbehälter bestehende Schleuse 2, über deren Auslaßöffnung 11 bereits stark vorerwärmtes Gut, welches am Ende des folgenden Kanalabschnittes 3 durch plötzlichen Richtungswechsel der Gase im Bereich der Leitplatten 4 nach unten, also in Schwerkraftrichtung, ausgeschieden wurde, in den Gasstrom eintritt. Der gleiche Vorgang wiederholt sich an den Schleusen 2 a und 2 b und den dazugehörigen Kanalabschnitten 3 a und 3 b. Die Gase verlassen die Vorrichtung nach dem letzten plötzlichen Richtungswechsel im Bereich der letzten Schleuse 2 b durch einen Abzug 6. Das feinkörnige Gut wird der Vorrichtung über an sich bekannte Organe, wie Fülltrichter mit Schleuse 5, am Gaseintrittsende des, in Gasströmungsrichtung gesehen, letzten bogenförmigen Abschnittes 3 b zugeführt und bewegt sich im Gleichstrom mit dem Gas durch diesen Abschnitt 3 b. Der plötzliche Richtungswechsel des Gasstromes beim Übertritt des Gases aus dem letzten Abschnitt 3 bin den Abzugskanal 6 bewirkt, daß das vom Gasstrom mitgeführte Gut nach unten zur Ausscheidung kommt, d. h. sich unter dem Einfluß von Massenkraft und Schwerkraft in Richtung auf die Schleuse 2 b bzw. deren vorgeschalteten Auffangbehälter zu bewegt. Die Schleuse 2 b bewirkt in bekannter Weise die gleichmäßige Eintragung des ausgeschiedenen, bereits vorgewärmten Gutes in den, in Gasströmungsrichtung gesehen, vorletzten bogenförmigen Abschnitt 3 a. Diesen Abschnitt 3 a durchläuft das Gut zusammen mit dem Gas in derselben Weise, wie bereits beschrieben, um am Ende des Abschnittes 3 a nach Ausscheidung aus dem Gasstrom über die Schleuse 2 a in den in Gasstromrichtung voraufgehenden Abschnitt 3 zu gelangen. Hier wiederholt sich derselbe Vorgang mit Ausscheidung des Gutes am Ende des Abschnittes 3 und seiner Überführung in den Abschnitt 1 über die Schleuse 2. Hier kommt das Gut mit den Gasen in Kontakt, wo sie ihre höchste Temperatur haben. Das dabei auf seine Endtemperatur erhitzte Gut gelangt schließlich in den der Schleuse 7 am Ende des ersten Abschnittes 1 vorgeschalteten Auffangbehälter, um von hier aus dem weiteren Behandlungsprozeß zugeführt zu werden.
  • Die Aufgabe- und die Abzugstellen zugeordneten Schleusen dienen der Steuerung und gleichmäßigen Eintragung des Gutes in den Gasstrom. Die Ausscheidung des Gutes, insbesondere die Ausscheidung der feinkörnigen Bestandteile, soll durch Zyklone 8 verbessert werden, die der Gutaufgabeöffnung der einzelnen Abschnitte vorgeschaltet sind. Das vor Eintritt in den Zyklon 8 bereits eng gelagerte Gut gelangt zusammen mit einem Teil der vom Hauptstrom abgezweigten Gase in den Zyklon 8, wobei dann der Abscheidungsgrad höher ist. Die Abmessungen der Zyklone 8 können sehr gering gehalten werden, da sie nur von einem Teil der Gase durchströmt werden.
  • Durch das gerade Stück 1 a eines jeden Kanalabschnittes 1, 3, 3 a, 3 b wird ein Bereich geschaffen, in dem sich Gut und Gas im Gleichstrom ohne Richtungsänderung und in inniger Mischung bewegen. Der Wärmeaustausch ist in diesem Bereich besonders intensiv. Erst beim Eintritt in den gekrümmten Bereich eines Kanalabschnittes 1, 3, 3 a, 3 b erfolgt eine stärkere Konzentration des spezifisch schweren Gutes an der Peripherie der Krümmung.
  • Eine Verbesserung der Ausscheidung wird in vorteilhafter Weise auch durch eine Verjüngung des Kanalquerschnittes am Ende eines jeden Kanalabschnittes 1, 3, 3 a, 3 b erzielt. Durch die infolge Querschnittsverminderung erhöhte Gasgeschwindigkeit an der Stelle der plötzlichen Richtungsänderung erhöhen sich auch die auf die Gutsteilchen wirkenden Massenkräfte, die für die Ausscheidung maßgebend sind.
  • A b b. 3 zeigt die Anordnung kleiner Zyklone 8 am Ende jeder Stufe und die Abzweigung eines Teilgasstromes über kurze Rohre 9 und die Wiedervereinigung mit dem Hauptgasstrom über Rohre 10.
  • Besonders die A b b. 2 veranschaulicht, daß die einzelnen Kanalabschnitte sehr raumsparend aneinandergefügt werden können, wodurch sich auch wärmewirtschaftlich günstige Verhältnisse ergeben, weil größere Anteile der Oberfläche verschiedener Abschnitte einander zugekehrt sind.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Erhitzen von feinkörnigem Gut durch direkte Berührung mit heißem Gas, wobei das Gut mehrmals in den Gasstrom eingebracht und durch plötzliches Richtungswechseln des Gasstromes wieder aus diesem ausgeschieden und dabei stufenweise entgegen der Hauptströmungsrichtung der Gase geführt wird, d a d u r c h gekennzeichnet, daß der Gaskanal aus mehreren in zwei nebeneinanderliegenden vertikalen Ebenen übereinander angeordneten, im wesentlichen bogenförmigen Abschnitten (1, 3, 3 a, 3 b) besteht, die unter plötzlicher Richtungsänderung so hintereinandergeschaltet sind, daß das Gasaustrittsende des in Gasstromrichtung vorangehenden Abschnittes mit dem Gaseintrittsende des in Gasstromrichtung folgenden Abschnittes einen spitzen Winkel bildet, an dessen nach unten weisenden Scheitel die mit einer Schleuse oder einem Zwischenbehälter (2, 2a, 2b) verbundene Gutauslaßöffnung des in Gasstromrichtung vorangehenden Abschnittes angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gutaufgabeöffnung des in Gasstromrichtung voraufgehenden Kanalabschnittes ein Zyklon (8) vorgeschaltet ist, der von einem Teilstrom des Gases des nachfolgenden Kanalabschnittes durchströmt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein gerades Stück am Eingang jedes Kanalabschnittes, in dem sich das Gut mit dem Gasstrom in schräg aufsteigender Richtung bewegt.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Kanal an der Stelle, wo die Richtungsänderung der Gase stattfindet, allseitig nach unten hin verjüngt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 967 250, 1027123.
DE19651271317 1965-11-30 1965-11-30 Vorrichtung zum Erhitzen von feinkoernigem Gut Pending DE1271317B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967250C (de) * 1952-12-13 1957-10-24 Eisen & Stahlind Ag Vorrichtung zum Vorwaermen von mehlfoermigem oder feinkoernigem Rohgut, das in einem Drehrohrofen weiterbehandelt wird
DE1027123B (de) * 1955-06-14 1958-03-27 Josef Rosa Dr Ing Waermeaustauscher zur Waermebehandlung von feinkoernigem Material, insbesondere Kalk oder Zement, durch Gase

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE967250C (de) * 1952-12-13 1957-10-24 Eisen & Stahlind Ag Vorrichtung zum Vorwaermen von mehlfoermigem oder feinkoernigem Rohgut, das in einem Drehrohrofen weiterbehandelt wird
DE1027123B (de) * 1955-06-14 1958-03-27 Josef Rosa Dr Ing Waermeaustauscher zur Waermebehandlung von feinkoernigem Material, insbesondere Kalk oder Zement, durch Gase

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