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DE1271100B - Verfahren zur Herstellung von Deuterochloroform - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Deuterochloroform

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Publication number
DE1271100B
DE1271100B DEP1271A DE1271100A DE1271100B DE 1271100 B DE1271100 B DE 1271100B DE P1271 A DEP1271 A DE P1271A DE 1271100 A DE1271100 A DE 1271100A DE 1271100 B DE1271100 B DE 1271100B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
deuterochloroform
deuterium oxide
hexachloroacetone
reaction
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP1271A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Mueller Von Dipl-Chem
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Roth O H G
HANS MUELLER VON DER HAEGEN DR
Original Assignee
Carl Roth O H G
HANS MUELLER VON DER HAEGEN DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carl Roth O H G, HANS MUELLER VON DER HAEGEN DR filed Critical Carl Roth O H G
Priority to DEP1271A priority Critical patent/DE1271100B/de
Publication of DE1271100B publication Critical patent/DE1271100B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESeHRIFT
Int. α.:
Deutsche Kl.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C07c
BOIf
GOIj
12 ο-2/01
12c-l
42 h-20/01
28. September 1964
27.Juni 1968
Deuterochloroform ist als protonenfreies Lösungsmittel für organisch-chemische Synthesen und für die Spektroskopie von großer Bedeutung. Einer Anwendung auf breiter Basis standen bisher der hohe Preis und seine relativ unökonomische Darstellungsweise entgegen.
Deuterierte Verbindungen können gewöhnlich nicht nach den von den entsprechenden Wasserstoffverbindungen bekannten Verfahren hergestellt werden. Geringer Verbrauch an Deuterium bzw. Deuteriumoxid, hoher Isotopenanteil, verbunden mit hohen Ausbeuten kennzeichnen die Güte und Wirtschaftlichkeit von Verfahren zur Herstellung deuterierter Verbindungen.
Zur Synthese von Deuterochloroform wurde in den letzten Jahren eine Reihe von Methoden ausgearbeitet (s. zusammenfassend bei A. M u r r a y und D. L. Williams, Organic Synthesis with Isotopes, S. 1488 bis 1490, Interscience Publishers, New York 1958), die jedoch eine wirtschaftliche Herstellung der Verbindung nicht ermöglichen. Die Ausbeuten an Deuterochloroform, bezogen auf Deuteriumoxid, sind entweder gering, oder die Verfahren benötigen einen großen Überschuß an Deuteriumoxid, das nach der Rückgewinnung auf Grund der verwendeten Hilfsstoffe in seinem Isotopengehalt so stark herabgesetzt ist, daß eine Wiederverwendung ohne Anreicherung nicht erfolgen kann.
Nach dem Verfahren dieser Erfindung wird Deuterochloroform durch Reaktion von Hexachloraceton mit Deuteriumoxid gewonnen:
Verfahren zur Herstellung
von Deuterochloroform
CCl3COCCl3 + D2O
2CDCl3 + CO2
Reaktionen von Hexachloraceton unter Bildung von Chloroform sind bereits beschrieben worden. Sie führen jedoch gewöhnlich nur zu 1 Mol Chloroform.
Wir haben nun gefunden, daß man Deuterochloroform in der obigen Formelgleichung entsprechenden Mengen dadurch herstellen kann, daß man Hexachloraceton mit Deuteriumoxid in Gegenwart von Oxiden oder Carbonaten der I. und II. Hauptgruppe des Periodensystems bei 100 bis 15O0C umsetzt.
Die Ausbeute an Deuterochloroform ist quantitativ. Der Isotopengehalt wurde bei Verwendung eines Deuteriumoxids von 99,7% durch Kernresonanzspektroskopie mit über 99,5% ermittelt.
Weiterhin konnten wir finden, daß bei Verwendung von Alkali- und Erdalkalicarbonaten diese nach der Reaktion unverändert sind und mit Vorteil für weitere Reaktionen eingesetzt werden können.
Die Herstellung von Deuterochloroform kann daher in einfacher Weise kontinuierlich durchgeführt werden.
Anmelder:
Carl Roth o. H. G.,
7500 Karlsruhe, Herrenstr. 26/28;
Dr. Hans Mueller von der Haegen,
7552 Durmersheim, Speyerer Str. 84
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Chem. Dr. Hans Mueller von der Haegen,
7552 Durmersheim
Dazu gibt man laufend Hexachloraceton und Deuteriumoxid zu dem auf 120 bis 1300C erhitzten Katalysatorengemisch und läßt das entstehende Deuterochloroform abdestillieren. Die Reaktion verläuft formelgerecht quantitativ. Dabei erreicht der Isotopenanteil des gewonnenen Deuterochloroforms den des eingesetzten Deuteriumoxids.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird nicht nur eine wesentliche Verbilligung dieser wichtigen deuterierten Verbindung erreicht, sondern erstmalig auch eine volle Ausnutzung der Deuteriumkonzentration; dadurch können dem Deuterochloroform noch viele neue Anwendungsgebiete erschlossen werden.
Beispiel 1
Ein Gemisch von 260 g Hexachloraceton und 75 g Bariumoxid wird mit 20 g Deuteriumoxid langsam bis 15O0C erhitzt. Dabei destilliert ein Gemisch von Deuteriumoxid und Deuterochloroform aus dem Reaktionsgemisch ab. Das leichtere Deuteriumoxid wird mittels eines Phasenabscheiders dem Reaktionsgemisch wieder zugeführt. Es werden 220 g reines Deuterochloroform erhalten.
Beispiel 2
Reaktion nach Beispiel 1 mit den gleichen Gewichtsmengen Hexachloraceton und Deuteriumoxid unter Verwendung von 55 g Natriumcarbonat als Katalysator. Es werden 223 g Deuterochloroform erhalten. Die Isotopenreinheit beträgt bei 99,7%igem D2O 99,5 % (Kernresonanzspektroskopie).
Beispiel3
Zu der im Beispiel 2 verbliebenen Katalysatorenmasse werden neu 260 g Hexachloraceton und 20 g
809 567/591
Deuteriumoxid gegeben. Das Reaktionsgemisch wird bis auf 1500C erhitzt. Es werden 228 g Deuterochloroform erhalten. Der Isotopenanteil beträgt bei 99,7%igem D2O 99,65%.
Beispiel 4
Zu einem auf 120 bis 1300C gehaltenen Gemisch von Natrium- und Calciumcarbonat (1:1) werden gleichzeitig und kontinuierlich molare Mengen Hexachloraceton und Deuteriumoxid gegeben. Die Geschwindigkeit der Zugabe wird so eingestellt, daß der durch das entstehende Deuterochloroform verminderte Vorrat an Ausgangsstoffen im Reaktionsgefäß laufend ergänzt wird. Die Reaktion kann ununterbrochen aufrechterhalten werden. Die Ausbeute an Deuterochloroform ist quantitativ, bezogen auf Hexachloraceton und auf Deuteriumoxid. Die Isotopenreinheit ist gleich der des eingesetzten Deuteriumoxids.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Deuterochloroform, dadurch gekennzeichnet, daß man Hexachloraceton mit Deuteriumoxid in Gegenwart von Oxiden oder Carbonaten der I. und II. Hauptgruppe des Periodensystems bei 100 bis 15O0C umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung bei 120 bis 130° C kontmuierlich durchführt.
DEP1271A 1964-09-28 1964-09-28 Verfahren zur Herstellung von Deuterochloroform Pending DE1271100B (de)

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DER0038862 1964-09-28
DEP1271A DE1271100B (de) 1964-09-28 1964-09-28 Verfahren zur Herstellung von Deuterochloroform

Publications (1)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN103408413A (zh) * 2013-07-29 2013-11-27 青岛腾龙微波科技有限公司 一种以六氯丙酮为中间体制备氘代氯仿的方法
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