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Kohlenhobel mit Antrieb durch Zugmittel Zusatz zum Patent-
1242 537
Das Hauptpatent betrifft einen Kohlenhobel mit Antrieb durch
Zugmittel unter Verwendung einer die Vorgabe selbsttätig in Abhängigkeit vom Schneidwiderstand
regelnden hydraulischen Verstellvorrichtung, durch welche bei hohem Schneidwiderstand
die Schneidenstellung im Sinn einer Verringerung der Vorgabe und bei verringertem
Widerstand im Sinn einer Vergrößerung der Vorgabe beeinflußbar ist. Der Gegenstand
des Hauptpatentes ist dadurch gekennzeichnet, daß an den Enden des Hobelkörpers
angeordnete, die Vorgabe bestimmende hydraulische Abdrückvorrichtungen über eine
hydraulische Anordnung mit dem Hobelzugmittel in Verbindung stehen, wobei die Abdrückvorrichtung
gegen die Wirkung der dem Hobelzugmittel entgegenwirkenden eingebauten Rückstellelemente
in Abhängigkeit von der Zugmittelspannung selbsttätig verstellbar sind. Dabei kann
gemäß einem weiteren Merkmal die Abdrückvorrichtung eine sich am Abbaustoß abstützende
Kufe besitzen, die mittels Kolbenstange des Kolbens in einem Zylinder geführt ist,
dessen Druckraum mit einem zweiten Zylinder verbunden ist, an dessen Kolbenstange
das Zugmittel angeschlossen ist, während der Kolben rückseitig durch eine Zugfeder
belastet ist, welche die Druckübertragung auf die Kufe steuert.
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Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des Kohlenhobels
nach dem Hauptpatent. Die Aufgabe der Erfindung besteht ebenfalls darin, die Vorgabe
und damit die Schnittiefe des Hobels durch das Zugmittel in Abhängigkeit vom Widerstand
im Kohlenstoß um ein zweckmäßiges Maß zu verändern und damit auf die entsprechende
Kohlenhärte einzustellen.
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Der Kohlenhobel nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
die Zylinder der beiden Druckstöcke der Abdrückvorrichtungen miteinander und mit
dem dem Zugmittelanschluß zugeordneten Steuerzylinder durch hydraulische Leitungen
in wirkungsabhängiger Verbindung stehen, derart, daß die Druckstöcke beider Abdrückvorrichtungen
an den gegeneinander versetzten Abbaustoßbereichen vor und hinter der in den Kohlenstoß
eingreifenden Hobelschneide gleitend abgestützt sind und durch ihre aufeinander
abgestimmten Hubmaße gemeinsam das Vorgabemaß bestimmen.
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Der Kohlenhobel ist damit hinsichtlich seiner gesamten wirksamen Länge,
und zwar gleichzeitig an beiden Enden, gegenüber dem Abbaustoß einstellbar geführt.
Unkontrollierte Schwenkbewegungen des Kohlenhobels gegenüber dem Abbaustoß sind
vermieden. Der Anstellwinkel der Hobelschneiden gegenüber dem Abbaustoß bleibt in
den vorbestimmten Grenzen. Verändert wird in Abhängigkeit vom Schneidwiderstand
nur das Maß der Vorgabe.
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Die Art der Abstützung des Kohlenhobels gegenüber dem Abbaustoß mittels
der in wirkungsabhängiger Verbindung stehenden Zylinder der Abdrückvorrichtungen
ermöglicht eine zweckmäßige Weiterbildung dadurch, daß der Hobelkörper durch unterschiedliche
Beaufschlagung der beiden endseitig angeordneten hydraulischen Abdrückvorrichtungen
in der Ebene der Strebsohle gegenüber dem Abbaustoß schwenkbar ist.
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Diese gesteuerte Abstützungsart des Kohlenhobels am Abbaustoß ist
besonders vorteilhaft bei rückseitig nicht zwangsgeführtem Kohlenhobel und bei auf
dem Kohlenhobel ungelenkig, d. h. starr befestigten Werkzeugträgern. Es erfolgt
in diesem Fall ausschließlich in Abhängigkeit vom Zugmittel eine hydraulische Umsteuerung
in beiden Abdrückvorrichtungen und damit ein Verschwenken des werkzeugtragenden
Kohlenhobels in der Ebene des Liegenden, wobei durch die Wirkung der Abdrückvorrichtungen
die genau distanzierte Lage beider Enden gegenüber dem Abbaustoß erhalten bleibt.
Diese Bauart erlaubt den Verzicht auf Werkzeugträger, die selbst schwenkbar auf
einem Hobelgrundkörper gelagert sind.
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An sich ist die Ausnutzung der Zugkraft des Hobelzugmittels zur Zwangsverstellung
eines auf einem Hobelgrundkörper schwenkbar gelagerten Werkzeugträgers bekannt.
In diesem Fall wird ein mit dem Zugmittel verbundener Keilkörper zwischen Druckflächen
des schwenkbaren Werkzeugträgerendes und Führungsflächen des Hobelgrundkörpers gezogen.
Es ist hier stets das Zusammenwirken eines schwenkbaren Werkzeugträgers und eines
zwangsgeführten
Hobelgrundkörpers erforderlich, während bei der
Bauart nach der Erfindung die Verstellung des Kohlenhobels gegenüber dem Abbaustoß
durch an diesem Abbaustoß Fühlung nehmende Abdrückvorrichtungen bestimmt wird. Es
stellen damit zwei eine Arbeitsgruppe bildende. Schnittiefenbegrenzer gleichzeitig
die Mittel zur Zwangsverschwenkung der für zwei Arbeitsrichtungen vorgesehenen Hobelschneiden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
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Der Kohlenhobel 1 besitzt in fester Anordnung einen Werkzeugträger,
an welchem die Hobelschneiden 8, 8-' für zwei Arbeitsrichtungen vorgesehen
sind. In den außerhalb der beiden Hobelschneiden liegenden Endbereichen des Kohlenhobels
sind vom Zugmittel 2, 2' steuerbare hydraulische Abdrückvorrichtungen zur Vorgabeänderung
vorgesehen. Diese Abdrückvorrichtungen bestehen jeweils aus den Zylindern 4, 4"
und den Druckstücken 5, 5.
Die Druckstücke 5, 5' gleiten
kufenartig am alten bzw. neuen Abbaustoß und bilden Schnittiefenbegrenzer,
d. h. Mittel zur Änderung der Vorgabe.
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Den Zylindern 4, 4' ist ein Steuerzylinder 3 zugeordnet, von
welchem der Kolben über seine Kolbenstange mit den Zugmitteln 2, 2' verbunden ist.
Die Zylinder 4, 4' stehen miteinander und mit dem dem Zugmittelanschluß zugeordneten
Steuerzylinder 3
durch hydraulische Leitungen 6, 7 in wirkungsabhängiger
Verbindung. Damit bestimmen jeweils beide Abdrückvorrichtungen gemeinsam durch ihre
aufeinander abgestimmten Hubmaße das Vorgabemaß bzw. die Schwenklage des Kohlenhobels
gegenüber dem Abbaustoß.
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Die Arbeitsräume der Zylinder 4, 4' sind über die Leitungen
6, 7 über Kreuz verbunden, Diese Leitungsanordnung wird gewählt, sofern die
Druckstücke in den Zylindern gegensinnig gesteuert werden sollen. Diese hydraulische
Steuerung kann sinngemäß auch mechanisch durchgeführt werden. Es kann auch das Maß
der Vorgabe noch durch zusätzliche Anschläge begrenzt werden, ebenso das Maß der
maximalen Schwenkung.
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In manchen Fällen ist es erwünscht, Schwenkung und VorgaberegeIung
zu kombinieren. Durch den entsprechenden Anschluß der Leitung an die Zylinder und
die Eingliederung einer Federung im Sinn des Hauptpatentes ist beides mit im wesentlichen
übereinstimmenden Mitteln erreichbar.