DE1270227B - Verfahren zum Brennen von Mineralien im Drehrohrofen nach dem Gleichstromprinzip - Google Patents
Verfahren zum Brennen von Mineralien im Drehrohrofen nach dem GleichstromprinzipInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
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Description
- Verfahren zum Brennen von Mineralien im Drehrohrofen nach dem Gleichstromprinzip Die Patentanmeldung R 37019 VI a/31 a1 betrifft ein Verfahren zum Brennen von Mineralien, insbesondere zum Entsäuern von Karbonaten, im Drehrohrofen nach dem Gleichstromprinzip, wobei fühlbare Wärme der Ofenabgase rekuperativ an die Verbrennungsluft abgegeben wird, mit dem Kennzeichen, daß praktisch die gesamte Abwärme rekuperativ zur Erwärmung der Verbrennungsluft ausgenutzt wird und nur ein Überschuß rekuperativ gewonnener Wärme zur Vorwärmung dient, während die Vorwärmung im wesentlichen durch die erwärmte Kühlluft aus dem Brenngutkühler erfolgt.
- Vorteilhafte Varianten dieses Verfahrens bestehen darin, daß der rekuperativ erwärmten Verbrennungsluft zur Regelung der Flamme heiße Abgase zugemischt werden und daß ein kleiner Teil der erhitzten Kühlluft aus dem Brenngutkühler als Trägergas für den Brennstoff dient.
- Bei der weiteren Ausbildung des Verfahrens nach der Hauptpatentanmeldung wurde gefunden, daß man sowohl den Wärmehaushalt der Anlage als auch die Qualität des gebrannten Erzeugnisses verbessern kann, indem man zur weiteren Erwärmung und zur Verminderung des Sauerstoffgehalts der Verbrennungsluft in die Leitung vom Rekuperator zum Brenner zusätzlich Brennstoff einführt. Die Einführung des Brennstoffs kann in an sich bekannter Weise über Lanzen oder Düsen erfolgen, die in diese Rohrleitung einragen. Als Brennstoff können flüssige, gas- und/ oder staubförmige Brennstoffe verwendet werden. Zweckmäßig ordnet man im Bereich der Einmündungsstellen der Lanzen oder Düsen in die Rohrleitung feuerfeste Auskleidungen an, da die eingeführten Brennstoffe bereits im Bereich der Einspeisungsstellen gezündet und größtenteils verbrannt werden.
- An Hand der Zeichnung, welche ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt, soll die vorliegende Erfindung erläutert werden.
- Mit 1 ist ein Drehrohrofen bezeichnet, dem das Gut am Ofenkopf 2 aus einer Vorwärmeinrichtung 4 zugeführt wird. Die Beheizung des Drehrohrofens 1 erfolgt mittels des Brenners 5, wobei das Brenngut in Richtung der Flamme zum Austrag 6 des Ofens wandert.
- Das gebrannte Gut gelangt über den Austrag 6 des Drehrohrofens auf den Rostkühler 7, welcher mit einer Überdachung 8 versehen ist, die in einen über dem Drehrohrofenaustrag 6 sich erstreckenden Schachtteil 9 übergeht. In diesem Schachtteil 9 geben die aus dem Drehrohrofen 1 austretenden heißen Abgase ihre fühlbare Wärme an das Rohrsystem 10 ab, in welchem die über ein Gebläse 11 geförderte Verbrennungsluft erwärmt wird, die dann über die mit dem rekuperativen Rohrsystem 10 verbundene Rohrleitung 10' dem Brenner 5 zugeführt und dort in eine die Brenndüse umgebende Ringkammer mündet. Zur Steuerung der Verbrennung, d. h. zum Beispiel die Flammenlänge in einer für den durchzuführenden Prozeß günstigen Länge zu halten, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, der Verbrennungsluft einen Teil Abgas zuzumischen. Dies erfolgt zweckmäßigerweise durch eine in den Schachtteil 9 einmündende Rohrleitung 14, welche die dort abgezogenen heißen Abgase über einen nach Art eines Injektors ausgebildeten Anschluß in die Rohrleitung 10' einführt. Zur Erhöhung der Temperatur der in der Rohrleitung 10' geführten und im Rohrsystem 10 erwärmten Rekuperatorluft dienen in diese Leitung einragende Lanzen oder Düsen 15, durch welche flüssige, gas- und/oder staubförmige Brennstoffein die heiße Luft eingeführt werden und dort verbrennen.
- Ein Teil der in der Rohrleitung 10' geführten warmen Luft kann über den an die Rohrleitung 10' angeschlossenen Stutzen 12 der Vorwärmeinrichtung 4 zugeführt werden, so daß eine für die Steuerung der Brennerflamme nicht benötigte überschußmenge an erwärmter Luft nutzbringend, für die Vorwärmung des zu behandelnden Gutes verwendet werden kann. Die erwärmte Kühlluft wird unmittelbar aus dem Bereich über dem Rostkühler 7 abgezogen und über die Rohrleitung 13 einem Verteilerorgan 3 im Vorwärmer 4 zugeführt. Ein Teil der erwärmten Kühlluft kann als Trägerluft für den Brennstoff dem Brenner 5 zugeführt werden.
- Durch die Maßnahme der Einführung von Brennstoffen in die Rohrleitung 10' wird neben einer zusätzlichen Erwärmung der Rekuperatorluft deren Sauerstoffgehalt verringert, so daß die Flamme des Brenners verlängert wird. Die lange, milde Flamme verteilt ihren Festkörperstrahlungsanteil auf eine größere Ofenlänge. Man kann den Anteil der Strahlung auch noch dadurch verringern, daß um so weniger Öl dem Brenner aufzugeben ist, je mehr fühlbare Wärme die zusätzlich erhitzte Rekuperatorluft enthält. Man erreicht damit ein weicher gebranntes Erzeugnis.
Claims (1)
- Patentanspruch: Verfahren zum Brennen von Mineralien, insbesondere zum Entsäuern von Karbonaten, im Drehrohrofen nach dem Gleichstromprinzip, wobei praktisch die gesamte Abwärme rekuperativ zur Erwärmung der Verbrennungsluft ausgenutzt wird und nur ein überschuß davon zur Vorwärmung dient, während die Vorwärmung im wesentlichen durch die erwärmte Kühlluft aus dem Brenngutkühler erfolgt, nach Patentanmeldung R 37019 VI a/31 a1 (deutsche Auslegeschrift 1260085), dadurch gekennzeichn e t, daß zur weiteren Erwärmung und zur Verminderung des Sauerstoffgehalts der Verbrennungsluft in die Leitung vom Rekuperator zum Brenner zusätzlich Brennstoff eingeführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19641270227 DE1270227B (de) | 1964-02-28 | 1964-02-28 | Verfahren zum Brennen von Mineralien im Drehrohrofen nach dem Gleichstromprinzip |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19641270227 DE1270227B (de) | 1964-02-28 | 1964-02-28 | Verfahren zum Brennen von Mineralien im Drehrohrofen nach dem Gleichstromprinzip |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1270227B true DE1270227B (de) | 1968-06-12 |
Family
ID=5660837
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19641270227 Pending DE1270227B (de) | 1964-02-28 | 1964-02-28 | Verfahren zum Brennen von Mineralien im Drehrohrofen nach dem Gleichstromprinzip |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1270227B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3237689A1 (de) * | 1982-10-12 | 1984-04-12 | Krupp Polysius Ag, 4720 Beckum | Anlage zur waermebehandlung von feinkoernigem gut |
-
1964
- 1964-02-28 DE DE19641270227 patent/DE1270227B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3237689A1 (de) * | 1982-10-12 | 1984-04-12 | Krupp Polysius Ag, 4720 Beckum | Anlage zur waermebehandlung von feinkoernigem gut |
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