DE1270277B - Verfahren zur Herstellung von stabilisierten Polyamiden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von stabilisierten PolyamidenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
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Int. Cl.:
Deutsche Kl.:
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DOIf
39 b-22/04
39C-10
29 b-3/60
29 b-3/60
P 12 70 277.1-43
29. September 1965
12.Juni 1968
29. September 1965
12.Juni 1968
Faserbildende synthetische Polyamide — allgemein unter der Gattungszeichnung »Nylon« — sind gegen
hohe Temperaturen besonders in Gegenwart von Sauerstoff empfindlich.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von stabilisierten Polyamiden, indem dem
synthetischen linearen Polyamid, auch vor, während oder nach der Polykondensation, ein 1,3,5-Triazin
einverleibt wird, das einen organischen Rest aufweist, der der Rest einer organischen Aminoverbindung ist
und mit dem Triazinring durch ein Stickstoffatom dieses Radikals verbunden ist, welches dadurch
gekennzeichnet ist, daß ein Triazin der Formel
/c\
N N
C-Y
(D
verwendet wird, worin X und Y jeweils unabhängig voneinander ein Halogenatom, eine Hydroxylgruppe
oder einen organischen Rest darstellen und Z den Rest eines Arylendiamins der Formel
NH2 — Arylen — NRR'
darstellt, der mit dem Triazinring durch ein Stickstoffatom dieses Restes verbunden ist, und worin
R und R' jeweils unabhängig einen Alkyl- oder einen substituierten Alkylrest darstellen und worin
R einen Arylenrest und R' ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl- oder einen substituierten Alkylrest
darstellt.
Der durch X bzw. Y dargestellte organische Rest in der Formel I für die Triazine kann jeder organische
Rest sein und ist mit dem Triazinring über ein Kohlenstoff-, Stickstoff-, Sauerstoff- oder Schwefelatom
des Restes verbunden. Stellt X oder Y einen organischen Rest dar, wird es bevorzugt, daß dieser Z
gleich ist.
In der besonders bevorzugten Gattung der Triazine, bei welcher der organische Rest Z der Rest eines
Aminodiphenylamins ist, stellen X und Y Vorzugsweise je ein Halogenatom, eine Hydroxylgruppe oder
den organischen Rest Z dar. Solche Triazine werden beispielsweise durch Reaktion von 1 Mol Cyanurchlorid
mit 1 bis 3 Mol 4-Aminodiphenylamin, 4-Amino-4'-tert.-butyldiphenylamin oder 4-Amino-4'-tert.-octyldiphenylamin
in bekannter Weise erhalten.
Verfahren zur Herstellung von stabilisierten
Polyamiden
Polyamiden
Anmelder:
Imperial Chemical Industries Limited, London
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Fincke, Dipl.-Ing. H. Bohr
und Dipl.-Ing. S. Staeger, Patentanwälte,
8000 München 5, Müllerstr. 31
Als Erfinder benannt:
Stanley Ashton,
Ronald James Hurlock,
Gerald Scott,
Blackley, Manchester (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 29. September 1964 (39 586), vom 8. September 1965
Verfahren zur Herstellung der Triazine, die in den erfindungsgemäßen stabilisierenden Polyamiden Verwendung
finden, sind im allgemeinen schon bekannt. Die Triazine der Formel (I), bei denen X und Y je
ein Halogenatom oder einen organischen Rest darstellen, können durch Reaktion eines Triazine der
Formel
Halogen — C
N/
mit der organischen Aminoverbindung, von welcher der Rest Z stammt, hergestellt worden sein. Stellen
also X und Y jeweils ein Halogenatom dar, so können die Triazine durch Reaktion von Cyanurchlorid
oder -bromid mit 1 Mol der erwähnten Aminoverbindung hergestellt worden sein. Die Triazine
der Formel (I), bei denen X einen organischen Rest darstellt, der Z gleich ist, und Y ein Halogenatom
darstellt, können durch Reaktion von Cyanur-
809 559/53*
chlorid oder -bromid mit 2 Mol der Aminoverbindung hergestellt worden sein, während die Triazine der
Formel (I), bei denen X und Y jeweils einen organischen Rest darstellen, der Z gleich ist, durch Reaktion
von Cyanurchlorid oder -bromid mit 3 Mol 5 der Aminoverbindung hergestellt worden sein können.
Die Reaktionen mit Cyanurchlorid oder -bromid sind vorzugsweise in Gegenwart von einem säurebindenden
Mittel durchgeführt worden.
Die Triazine der Formel (I), bei denen X und/oder Y eine Hydroxylgruppe darstellt, können dadurch
hergestellt worden sein, daß die entsprechenden Triazine, bei denen X und/oder Y ein Halogenatom
darstellt, mit einem Alkali zur Reaktion gebracht worden sind.
Die stabilisierten Polyamide nach der Erfindung können auch bekannte Antioxydantien, wie z. B.
Phenole, Phosphitester oder Dithiocarbamate, zur Verbesserung der Verfärbungsbeständigkeit enthalten.
Die stabilisierten Polyamide nach der Erfindung können durch Mischen des Triazins mit dem Polyamid
hergestellt werden. Beispielsweise kann das Triazin mit dem Polyamid im geschmolzenen Zustand
vermengt werden. Alternativ kann das Triazin den Bestandteilen des Polyamids vor oder während der
Polykondensation zugegeben werden, worauf die Kondensation durchgeführt bzw. zum Abschluß
gebracht wird. In der Regel enthält das Polyamid 0,05 bis 5 Gewichtsteile des Triazins pro 100 Gewichtsteile
Polyamid.
Der Wirkungsgrad dieser Triazine als Wärmestabilisierungsmittel für die Polyamide kann dadurch
gemessen werden, daß die Zahl der Aminendgruppen im Polyamid vor und nach einer Erwärmung desselben
festgestellt wird und daß die Ergebnisse für das Polyamid mit Stabilisierungsmittel mit den Ergebnissen
für ein Polyamid ohne Stabilisierungsmittel verglichen werden. Aminendgruppenverlust zeigt
Wärmeschädigung an, während die Beibehaltung der Aminendgruppen eine erfolgreiche Stabilisation anzeigt.
Zur Messung der Stabilität kann auch die relative Viskosität (r. V.) vor und nach der Erwärmung
festgestellt werden, wobei eine Verminderung der r. V. eine Stabilitätsverringerung bedeutet.
Die r. V. ist ein Maß des Molekulargewichts und besteht aus der Viskosität einer 8,4%igen Lösung
des Polyamids dividiert durch die Viskosität des Lösungsmittels (90%ige Ameisensäure). Die Wärmestabilität
kann auch durch Messen der Sauerstoffaufnahme festgestellt werden, wobei eine hohe Sauer-Stoffaufnahme
nach der Erwärmung eine Stabilitätsverschlechterung andeutet.
In der deutschen Auslegeschrift 1 116 393 ist ein Verfahren zur Verbesserung der Lichtbeständigkeit
von Polyamiden beschrieben, und zwar durch Behandlung derselben mit Triazinderivaten, welche
durch einen organischen Rest substituiert sind. Als Verbindungen, aus denen solche Reste abgeleitet
werden können, sind in der Beschreibung genannt: Polyhydroxybenzophenone, Benztriazole und Benzoxazole.
Das einzige dort genannte Triazinderivat ist 2,4-Dichlor-6-(3-hydroxy-4-benzoylphenoxy)-triazin.
In der britischen Patentschrift 892 379 ist ein Verfahren zum Modifizieren von synthetischem Fasermaterial
aus Polyamid beschrieben, durch Behändlung desselben mit einer wäßrigen Lösung oder
Suspension von gewissen Halogen-l,3,5-iriazinen. Diese Halogentriazinderivate schließen solche ein,
welche mindestens einen organischen Rest an den Triazinring durch ein Stickstoffatom gebunden enthalten.
Der vorliegende Anmeldungsgegenstand unterscheidet sich von der genannten deutschen Auslegeschrift
durch die Tatsache, daß die letztere kein Triazinderivat erwähnt, bei dem ein organischer Rest
an den Triazinring durch ein Stickstoffatom gebunden ist. Von der genannten britischen Patentschrift unterscheidet
sich der Anmeldungsgegenstand durch die Tatsache, daß in der britischen Patentschrift kein
Triazinderivat erwähnt ist, bei dem ein Arylendiaminrest an den Triazinring durch ein Stickstoffatom
gebunden ist.
Der besondere Vorteil der gemäß der Erfindung stabilisierten Polyamidmassen besteht in ihrer Wärmebeständigkeit
in Gegenwart von Sauerstoff. Hinsichtlich der Wärmebeständigkeit wird kein Vorteil erreicht,
wenn den Polyamiden Triazinderivate einverleibt werden, welche durch organische Reste substituiert
sind, welche gegen Lichteinwirkung schützende Eigenschaften besitzen und wie sie in der
deutschen Auslegeschrift 1116 393 vorgeschlagen sind. Dieser Vorteil läßt sich durch folgenden Vergleichsversuch
nachweisen:
Die beiden in der folgenden Tabelle aufgeführten Verbindungen wurden geschmolzenem Polyhexamethylenadipamid
in einer Menge von 0,1 % einverleibt, worauf das Polyamid bei 290C zu einem neunfädigen
Garn schmelzversponnen wurde, von dem vier Stränge miteinander verzwirnt und zu einem
Denierwert von 108 verstreckt wurden. Proben dieser die verschiedenen Zusatzstoffe enthaltenden Garne
wurden der im Beispiel 1 beschriebenen Wärmebehandlung unterworfen, und der Aminendgruppengehalt
derselben wurde vor und nach der Wärmebehandlung bestimmt. Es wurden folgende Ergebnisse
erhalten:
Stabilisierungsmittel
2,4-Dichlor-6-(3-hydroxy-4-benzoylphenoxy)-l,
3,5-triazin
(nach deutscher Auslegeschrift 1 116 393)
(nach deutscher Auslegeschrift 1 116 393)
2,4-Dichlor-6-(4-phenylaminoanilin)-l ,3,5-triazin
(nach der Erfindung)
Aminoend-
gruppen/ 1(Pg vender Wärme-
gruppen/ 1(Pg vender Wärme-
Amino end-
gruppen/ 106 g nach der Wärme
behandlung behandlung
38,34
68,94
23,12
48,42
Prozentualer Verlust anAminoend-
gruppen
39.7
29,8
Aus diesen Vergleichsversuchen ergibt sich, daß das gemäß der Erfindung vorgeschlagene Stabilisierungsmittel
als Antioxydationsmittel wirksamer ist als die in der deutschen Auslegeschrift 1 116 393
beschriebene Triazinverbindung.
Es wurde auch noch festgestellt, daß bei Verwendung von 2,4-DichIor-6-(3-hydroxy-4-benzoylphenoxy)-l,3,5-triazin
ein Polyamidgarn mit einer ausgesprochenen Gelbverfärbung erhalten wird, woraus sich ergibt, daß diese Verbindung als Wärmestabilisator
ungeeignet ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen rein beispielsweise näher erläutert,
wobei die Maßangaben auf das Gewicht bezogen sind, wenn nicht anders angegeben, und
wobei das Verhältnis von .Gewichtsteilen zu Volumteilen als Kilogramm-Liter-Verhältnis angegeben ist.
Herstellung einiger als Stabilisator zu verwendenden Verbindungen
Stabilisator 1
IO
Es werden Lösungen von Cyanurchlorid (74,0Teile) in Aceton (150 Volumteile) bzw. Natriumcarbonat
(21,2 Teile) in Wasser (200 Teile) gleichzeitig einer gerührten Lösung von 4 - Aminodiphenylamin
(73,6 Teile) in Aceton (150 Volumteile) bei 0 bis 5 C zugegeben. Das Reaktionsgemisch wird 1 Stunde bei
0 C gerührt, und das Produkt wird abgefiltert, mit Wasser gewaschen und anschließend getrocknet.
Somit erhält man 4-(4,6-Dichlortriazin-2-yl)-aminodiphenylamin als gelben Feststoff (Schmp. 146'C).
(Prozentgehalt gemäß Analyse: C 55,5, H 3,8. N 21,0;
theoretischer Prozentgehalt für C15H11N5CI2: C 54,2,
H 3.3, N 21,1).
Stabilisator 2
Eine Mischung aus 33,2 Teilen 4-(4,6-Dichlortriazin-2-yl)-aminodiphenylamin
und 27,2 Teilen Natriumacetat (CH3CO2Na · 3 H2O) in 200Teilen Wasser
wird 5 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Der gelbe Feststoff wird abgefiltert, gewaschen und getrocknet.
Somit erhält man 4-(4.6-Dihydroxytriazin-2-yl)-aminodiphenylamin.
Stabilisator 3
Es werden Lösungen von Cyanurchlorid (18,45 Teile)
in Aceton (50 Volumteile) bzw. Natriumcarbonat (10,3 Teile) in Wasser (100 Teile) gleichzeitig einer
gerührten Lösung von N-Äthyl-N-hydroxyäthylp-phenyldiamin
(18,0) in Aceton (100 Volumteile) bei OC zugegeben. Nach 2 Stunden bei OC wird das feste Produkt abgefiltert, gewaschen und getrocknet.
Somit erhält man 4-N-(4,6-Dichlortriazin-2-yl-amino)-N'-äthyl-N'-hydroxyäthyl-p-phenylen-
diamin als gelben Feststoff (Schmp. 116 bis 118 C). (Prozentgehalt gemäß Analyse: N 20,5; theoretischer
Prozentgehalt für Ci3Hi3N5OCIo: N 21,3).
Stabilisator 4
Eine Lösung von 18,45 Teilen Cyanurchlorid in 100 Volumteilen Aceton wird tropfenweise einer
Lösung von 8,0 Teilen Natriumhydroxyd in 200Teilen Wasser bei 0 bis 5°C zugesetzt. Dann wird eine Lösung
von 37,8 Teilen 4-Aminodiphenylamin in 100 Volum teilen Aceton bei 0 bis 5° C zugegeben, und
das Reaktionsgemisch wird 30 Minuten gerührt. Das Gemisch wird dann 2 Stunden auf 45°C gehalten.
Das graue Produkt wird abgefiltert und besteht aus 2-Chlor-4,6-di-(4-N-phenylamino)-anilino-l,3,5-triazin
(41,5 Teile) Schmelzpunkt 3200C).
Stabilisator 5
Es wird 4-Äthyl-4-(4,6-dichlortriazin-2-yl)-aminodiphenylamin nach dem gleichen Verfahren wie
Stabilisator 1 hergestellt mit dem Unterschied, daß statt 4-Aminodiphenylamin 4'-Äthyl-4-aminodiphenylamin
verwendet wird.
Stabilisator 6
Es wird 4'-tert.-Butyl-4-(4,6-dichlortriazin-2-yi)-aminodiphenylamin
nach dem gleichen Verfahren wie Stabilisator 5 unter Anwendung von 4'-tert.-Butyl-4-aminodiphenylamin
als Ausgangsstoff hergestellt.
Stabilisator 7
Es wird 4'-tert.-Octyl-4-(4,6-dichlortriazin-2-yl)-aminodiphenylamin
nach dem gleichen Verfahren wie Stabilisator 5 unter Anwendung von 4'-tert.-Octyl-4-aminodiphenylamin
als Ausgangsstoff hergestellt. Der Schmelzpunkt des Produkts beträgt über 300"-C.
Ein Autoklav aus rostfreiem Stahl wird mit:
8000 g 66-Salz (Hexamethylendiaminadipat), 3000 ml Wasser,
48,5 Mol wäßriger Essigsäure (0,2 g/ml),
6,6 g 4,6-Dichlortriazin-2-ylaminodiphenylamin (Stabilisator 1)
6,6 g 4,6-Dichlortriazin-2-ylaminodiphenylamin (Stabilisator 1)
chargiert. Die Mischung wird den folgenden Polymerisationsbedingungen
ausgesetzt:
Erwärmungsstufei
2 Stunden
1 Stunde
1 Stunde
1 Stunde
Raumtemperatur -—>
210
225-
35 Minuten j 265 ■
-»265
-»285 Druck
1 Atm > 17,5 kg/cm2
17.5 kg/cm2
(aufrechterhalten durch Dampfentnahme)
(aufrechterhalten durch Dampfentnahme)
17,5 kg/cm2 »1 Atm
1 Atm
Das Polyamid wird als Band extrudiert und in Wasser abgeschreckt. Das Band wird dann in
Schnitzel geschnitten. Die Schnitzel werden durch Schmelzspinnen unter Dampf bei 290 C zu einem
Garn verarbeitet, das zur 3,7fachen Länge verstreckt wird, um dabei ein 70-Denier-Garn mit
20 Fäden zu bilden. Die Wärmestabilität dieses Garns wird nachstehend mit einem Kontrollgarn
ohne Stabilisierungsmittel verglichen.
Messung des Verlusts an Aminendgruppen
Die Garne wurden kontinuierlich durch eine erhitzte Kammer hindurchgezogen, derart, dal? sie
30 Sekunden von auf 220 C erwärmter Luft be-
handelt wurden. Der Gehalt an Aminendgruppen (A-EG) wurde vor und nach der Wärmebehandlung
gemessen mit den folgenden Ergebnissen:
Garn mit 4,6-DichIortriazin-2-yl-aminodiphenylamin
Kontrollgarn
Aminendgruppengehalt pro 106 g
vor der Behandlung
41,9 43,0
nach der Behandlung
38,1 30,0
Es ist ersichtlich, daß unter diesen Wärmebedingungen das Garn mit Stabilisierungsmittel lediglich
etwa 4 Aminendgruppen pro 106 g verlor, während
das Kontrollgarn 13 Aminendgruppen pro 106 g verlor. Dies stellt eine bedeutende Verbesserung der
Wärmestabilität der Aminendgruppen dar.
Messung der Änderung der relativen Viskosität sowie der Sauerstoffaufnahme
Die Garne wurden 2 Stunden auf 150 "C an der Luft erhitzt, und die Sauerstoffaufnahme wurde festgestellt.
Außerdem wurde die relative Viskosität vor und nach der Erwärmung gemessen mit den folgenden
Ergebnissen:
| IO | Kontrollgarn ... | Relative 1 | Viskosität | Sauerstoff | |
| vor der Behandlung |
nach der Behandlung |
aufnahme pro 10 g Garn |
|||
| 5 Garn mit 4,6-Di- |
|||||
| chlortriazin- | |||||
| 2-yl-aminodi- | |||||
| phenylamin... | 38,8 | 38,5 | 6 ml | ||
| (Normal | |||||
| zustand) | |||||
| 30,3 | 21,5 | 24 ml | |||
| (Normal | |||||
| zustand) . |
Diese Ergebnisse zeigen, daß 4,6-Dichlortriazin-2-yl-aminodiphenylamin
ein starker Inhibitor für die Kettenspaltung ist, die bei der Erwärmung von PoIyhexamethylendiaminoadipat
in der Luft normalerweise auftritt. „ . . , _
Beispiel 2
Bei Wiederholung des Verfahrens gemäß Beispiel 1 werden statt 4,6-Dichlortriazin-2-yl-aminodiphenylamin
die in der ersten Spalte der nachstehenden Tabelle angegebenen Stabilisierungsmittel jeweils verwendet.
Die Messungen der Aminendgruppen erfolgten wie bei Beispiel 1.
Stabilisierungsmittel
Aminendgruppengehalt
IQ6 g Endgültiger Aminendgruppengehalt
IQ6 g
Verlust an Aminendgruppengehalt
Prozentualer Verlust
an Aminendgruppengehalt
4,6-Dihydroxytriazin-2-yl-aminodiphenylamin
N-(4,6-Dichlortriazin-2-yl-amino)-N'-äthyl-N'-hydroxyäthyl)-p-phenylendiamin
4'-Äthyl-4-(4,6-dichlortriazin-2-yl)-aminodiphenylamin
4'-tert.-Butyl-4-(4,6-dichlortriazin-2-yl)-aminodiphenylamin
4'-tert.-Octyl-4-(4,6-dichlortriazin-2-yl)-aminodiphenylamin
2-Chlor-4,6-di-(4-N-phenyIamino)-anilino-1,3,5-triazin
2,4,6-Tris-(4-N-phenylamino)-anilinoi,3,5-triazin .-
Kontrollgarn
(ohne Antioxydans)
(ohne Antioxydans)
33,0 37,9 43,9 56,0 56,5 44,6 44,7 41,8 29,6
28,1
39,4
45,0
47,4
39,4
40,2
25,4
28,1
39,4
45,0
47,4
39,4
40,2
25,4
3,4
10,1
4,5
11,0
9,1
5,2
4,5
16,4
10,3 26,6 10,3 19,6 16,1 11,7 10,1 39,2
Bei Wiederholungen des Verfahrens gemäß Beispiel 1 werden statt 4,6-Dichlortriazin-2-yl-aminodiphenylamin
die in der ersten Spalte der nachstehenden Tabelle angegebenen Stabilisierungsmittel verwendet.
Die relative Viskosität und die Sauerstoffaufnahme wurden wie folgt gemessen: Die Garne wurden 2 Stunden
auf 185° C in der Luft erhitzt, und die Sauerstoffaufnahme wurde dann gemessen. Außerdem wurde
die relative Viskosität vor und nach der Erwärmung gemessen mit den folgenden Ergebnissen:
Stabilisierungsmittel
Ursprüngliche relative Viskosität Endgültige relative
Viskosität
Viskosität
O2-Aufnahme (Milliliter
bei Normalzustand
pro 10 g Garn)
2-Chlor-4,6-di-(4-N-phenylamino)-anilino-1,3,5-triazin
2,4,6-Tri-(4-N-phenylamino-anilino-1,3,5-triazin
Kontrollgarn
(ohne Antioxydans)
(ohne Antioxydans)
24,7
37,2
9,1
15,6
5,1
138,6
Nylonpolymerschnitzel wurden mit einem Oberflächenbelag aus einer der in der folgenden Tabelle
aufgeführten Verbindungen versehen, und zwar in einer Konzentration von 0,1 Gewichtsprozent des
Zusatzstoffes, bezogen auf die Gewichtsmenge des Polymers. Das Polymer wurde dann zu Fäden versponnen,
die verstreckt und verzwirnt wurden. Die erhaltenen Garne wurden dann fortlaufend durch
eine Heizkammer geführt, in der sie 29 Sekunden lang in Luft einer Wärmebehandlung von 220 C
ausgesetzt wurden.
Der Aminendgruppengehalt der Garne vor und nach der Wärmebehandlung wurde gemessen, und es
wurden folgende Ergebnisse festgestellt:
Stabilisierungsmittel
Anfanglicher Amino endgruppengehalt
10(1a Endgültiger Amino- Verlust an Aminoendgruppengehalt
endgruppengehalt
Prozentualer Verlust
an Aminoendgruppengehalt
4,6-Dichlortriazin-2-yl-aminodiphenylamin
2-Chlor-4,6-di-(4-N-phenylamino)-anilino-1,3,5-triazin
2,4,6-Tris-(4-N-phenylamino)-anilino-1,3,5-triazin
4-tert.-Octyl-4-(4,6-dichlortriazin-2-yl)-aminodiphenylamin
Kontrollversuch
(ohne Antioxydans)
(ohne Antioxydans)
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von stabilisierten Polyamiden, indem dem synthetischen linearen
Polyamid, auch vor, während oder nach der Polykondensation, ein 1,3,5-Triazin einverleibt
wird, das einen organischen Rest aufweist, der der Rest einer organischen Aminoverbindung ist
und mit dem Triazinring durch ein Stickstoffatom dieses Radikals verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Triazin der Formel
/c\
N N
40
Z-C
Il
C-Y
(D
verwendet wird, worin X und Y jeweils unabhängig voneinander ein Halogenatom, eine Hy-
45 20,2
24,8
24.4
35,7
15.7
24,8
24.4
35,7
15.7
11.5
9.1
9,6
6,8
9.1
9,6
6,8
15,8
36
26
28
16
51
26
28
16
51
droxylgruppe oder einen organischen Rest darstellen und Z den Rest eines Arylendiamins der
Formel
NHo — Arylen — NRR'
darstellt, der mit dem Triazinring durch ein Stickstoffatom dieses Restes verbunden ist. und
worin R und R' jeweils unabhängig einen Alkyl- oder einen substituierten Alkylrest darstellen und
worin R einen Arylrest und R' ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl- oder einen substituierten
Alkylrest darstellt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Triazin der Formel (I)
verwendet wird, wobei Z der Rest eines Aminodiphenylamins ist und X und Y je ein Halogenatom,
eine Hydroxylgruppe oder den organischen Rest Z darstellen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 116 393;
britische Patentschrift Nr. 892 379.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 116 393;
britische Patentschrift Nr. 892 379.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB3958664A GB1126803A (en) | 1964-09-29 | 1964-09-29 | Heat-stabilised polyamide compositions |
| GB3027/68A GB1126804A (en) | 1964-09-29 | 1964-09-29 | Triazine derivatives |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1270277B true DE1270277B (de) | 1968-06-12 |
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ID=26237947
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP1270277A Pending DE1270277B (de) | 1964-09-29 | 1965-09-29 | Verfahren zur Herstellung von stabilisierten Polyamiden |
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| GB (1) | GB1126804A (de) |
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