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Relaisschaltkette Die Erfindung betrifft eine in der Regel als Folgekreis
bezeichnete Relaisschaltkette aus einer beliebigen Anzahl von Relais, die sich untereinander
weiterschalten, sobald das erste Relais der Kette von außen erregt worden ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Relaisschaltketten
zu vereinfachen, insbesondere aber variabler zu gestalten, um ihre Anwendung als
Schrittschaltwerke für Schaltautomaten und für Programmierungsaufgaben zu erleichtern.
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Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß jedes Relais der Relaisschaltkette
zwei Umschaltkontakte aufweist, daß der Mittenkontakt des ersten Umschaltkontaktes
des ersten Relais an einem Kondensator liegt, dessen anderer Pol an Masse liegt,
daß die Mittenkontakte der weiteren ersten Umschaltkontakte jeweils mit dem zweiten
Ausgangskontakt des ersten Umschaltkontaktes des vorhergehenden Relais verbunden
sind, daß jeder erste Ausgangskontakt eines jeden ersten Umschaltkontaktes einmal
mit dem einen Ende der Erregerwicklung des ihn steuernden Relais, außerdem mit Ausnahme
des ersten Relais der Kette mit dem zweiten Ausgangskontakt des zweiten Umschaltkontaktes
des vorhergehenden Relais verbunden ist, daß außerdem das andere Ende einer jeden
Relaiswicklung abwechselnd an negative oder positive Steuerspannung gelegt ist,
daß der Mittenkontakt eines jeden zweiten Umschaltkontaktes an einem Stromstoßkondensator
liegt, dessen anderer Pol an Masse liegt, daß die ersten Ausgangskontakte aller
zweiten Umschaltkontakte über eine gemeinsame Leitung an Masse liegen, daß der zweite
Ausgangskontakt des ersten Umschaltkontaktes des letzten Relais der Kette an positiver
Spannung liegt und daß das erste Relais über eine Auslösetaste an Masse liegt.
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Der am Mittenkontakt des ersten Umschaltkontaktes des ersten Relais
liegende Kondensator wirkt dabei als ein den Haltestromkreis des jeweils eingeschalteten
Relais nach einer bestimmten Zeit unterbrechendes Schaltmittel, wobei diese Unterbrechung
ein selbsttätiges Fortschalten der Relaisschaltkette bewirkt. Ist dagegen ein fremdgesteuertes
Fortschalten der Relaisschaltkette erforderlich, so ist als den Haltestromkreis
unterbrechendes Schaltmittel ein Unterbrecherkontakt eines zusätzlichen Relais vorgesehen,
dessen Erregerstromkreis von einem Kontakt, einem Impulskondensator od.
ä. schließbar ist.
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Wird als Schaltmittel ein sich umladender Kondensator benutzt, so
sind die Relais der Schaltkette abwechselnd an positive und negative Betriebsspannung
anzuschließen.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht der als
ein den jeweiligen Haltestromkreis unterbrechendes Schaltmittel geschaltete Kondensator
aus mehreren Kondensatoren unterschiedlicher Kapazität, von denen jeweils ein Kondensator
mittels eines Umschalters mit dem Haltestromkreis der Relaisschaltkette verbunden
ist.
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Die auf diese Weise entstehenden Relaisschaltketten haben für alle
Relais einer beliebig langen Schaltkette lediglich einen als Haltestromkreis wirkenden
Strompfad, der bei seinem Unterbrechen das Abfallen des jeweils im eingeschalteten
Zustand beflndlichen Relais bewirkt. Dieser Strompfad kann sowohl in Ab-
hängigkeit
eines externen Impulsgebers als auch intern, vorzugsweise durch den obenerwähnten
Umladevorgang eines Kondensators, unterbrochen werden.
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Im letzteren Fall schaltet die Relaissehaltkette sich selbsttätig
weiter. Wird von der Ausführungsform der Erfindung Gebrauch gemacht, bei der mehrere
Kondensatoren unterschiedlicher Kapazität über einen Umschalter mit dem Haltestromkreis
verbunden sind, so kann die Schaltgeschwindigkeit der Relaissehaltkette in einfachster
Weise, nämlich lediglich durch Einschalten des gewünschten Kondensators, den geforderten
Bedingungen angepaßt werden.
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Da die Haltezeit eines jeden Relais einer Schaltkette über einen gemeinsamen
Haltestrompfad von einem allen Relais gemeinsamen Schaltmittel bestimmt und der
jeweilige Abschaltvorgang über diesen Strompfad herbeigeführt wird sowie das Einschalten
des jeweils nachfolgenden Relais mit Hilfe eines eigenen Stromstoßkondensators erfolgt,
ist auf einfachste Weise eine beliebige Veränderung der Anzahl der Relais einer
Schaltkette möglich.
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Der Stromstoßkondensator ist im Ruhezustand über einen Ruhekontakt
des vorhergehenden Relais mit der Erregerspule des Relais, das er einschalten soll,
in Serie geschaltet und somit aufgeladen. Beim Ansprechen des vorangehenden Relais
wird er entladen.
Beim Ansprechen des vorangehenden Relais wird
er entladen. Fällt dann dieses Relais ab, so trifft der entladende Kondensator auf
die Erregerspule des einzuschaltenden Relais und bewirkt darin eine kurze Erregung;
dieses Relais erreicht dadurch seine Arbeitslage und hält sich daraufhin wiederum
selbst über den Haltestrompfad. Auf diese Weise erfolgt eine Erregung des nachfolgenden
Relais immer erst dann, wenn das vorangehende Relais seine Ruhelage erreicht hat.
Versehentliches gleichzeitiges Ansprechen von zwei Relais ist also nicht mehr möglich.
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Die Entladung des Stromstoßkondensators als Vorbereitung des nachfolgenden
Schaltschrittes ergibt einen Entladestromstoß. Dieser kann entweder über einen Widerstand
wirkungslos abgeleitet oder aber seinerseits als Impulsbefehl verwendet werden.
Beispielsweise kann eine erste Relaisschaltkette bei jedem Schaltschritt diesen
Stromstoß einer gleichartigen zweiten Relaisschaltkette als Startimpuls zuleiten.
Die zweite Relaisschaltkette schaltet nunmehr selbsttätig durch, indem ein sich
umladender Kondensator als Schaltmittel benutzt wird. Mit Beendigung des letzten
Schaltschrittes gibt die zweite Relaisschaltkette ihren letzten Fortschaltimpuls
auf ein lElfsrelais, welches in der ersten Relaisschaltkette durch Unterbrechung
des Haltestrompfades den nächsten Schaltschritt herbeiführt. Dieser bewirkt beispielsweise
einen neuen Startimpuls auf den Anfang der zweiten Relaisschaltkette usf., so daß
an sich bekannte Programmdekaden gebildet werden.
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Der Entladestromstoß eines einzelnen bestimmten Schaltschrittes einer
beliebigen Relaisschaltkette kann aber auch gesondert herausgeführt und zur Erregung
eines Zusatzrelais benutzt werden. Besteht beispielsweise die Schaltkette aus zehn
Schritten und soll eine Zusatzfunktion während der Schritte eins bis fünf ausgeschaltet,
dagegen während der Schritte sechs bis zehn eingeschaltet sein, so wird der Entladestrompfad
des für das siebente Relais der Schaltkette vorhandenen Stromstoßkondensators nicht
mit der allen übrigen Schritten gemeinsamen Entladeleitung verbunden, sondern auf
das Zusatzrelais geleitet, welches einen eigenen Selbsthaltestromkreis hat. Somit
wird dieses Zusatzrelais gleichzeitig mit dem sechsten Schritt erregt und hält sich
daraufhin selbst, bis mit Beendigung des zehnten Schrittes der Selbsthaltestromkreis
unterbrochen wird. Selbstverständlich lassen sich solche Zusatzfunktionen an beliebigen
Stellen einer Relaisschaltkette ein- und ausschalten.
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Ferner ist es möglich, die erfindungsgemäßen Relaissehaltketten so
zu gestalten, daß ein oder mehrere Sonderschaltschritte an beliebiger Stelle zwischen
zwei Normalschritten eingefügt sind. Beispielsweise kann eine Relaisschaltkette
aus vier Normalschritten und einem Sonderschritt bestehen, wobei auf Grund externer
Steuerbefehle entschieden werden kann, ob und wann der Sonderschritt erfolgen soll.
Er kann hinter dem ersten, zweiten und/oder dritten Normalschritt erfolgen oder
ausbleiben, wie es beispielsweise beim Schreiben eines Dezimalpunktes erforderlich
ist.
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Es können also beliebig viele Relais zu einem selbsttätig oder in
Abhängigkeit eines externen Impulsgebers sich weiterschaltenden Kettenschaltwerk
zusammengefügt oder ein vorhandenes Kettenschaltwerk an neue Aufgaben angepaßt,
beispielsweise erweitert oder reduziert oder mehrere gleichartige Kettenschaltwerke
zu Ober- und Unterprogrammen, wie z. B. Programmdekaden, zusammengefügt oder aber
an beliebiger Stelle einer Programmkette ein Sonderschritt eingefügt werden, der
in Abhängigkeit von einem externen Befehl ausgeführt oder aber je nach Gegebenheit
übergangen werden kann. Ferner kann der Endimpuls dazu benutzt werden, um nach Art
einer Ringschaltung das erste Relais der Kette wieder auszulösen, so daß ein fortwährender
Umlauf eines derartigen Relaisschaltwerkes zustande kommt. Der Endimpuls kann aber
auch dazu benutzt werden, um ein weiteres Relaisschaltwerk gleicher Bauart auszulösen,
welches seinerseits nach seinem Durchlauf einen Endimpuls in der vorstehend beschriebenen
Weise erzeugt, welcher dasselbe oder aber ein drittes Relaisschaltwerk zum Weiterschalten
bringt, usf.
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Es ist zwar bekannt, für das Erregen eines Relais einen Stromstoßkondensator
zu benutzen (vgl. beispielsweise USA.-Patentschrift 2 322 560). Es handelt
sich aber hier immer lediglich um die Erregung eines einzelnen Relais, also nicht
um die Schaltverbindungen der Glieder einer Relaisschaltkette.
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Alles Nähere über den Gegenstand nach den Ansprüchen ergibt sich aus
der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, in der F i
g. 1 eine Relaisschaltkette, F i g. 2 eine abgeänderte Ausführungsform
der Relaisschaltkette nach F i g. 1,
F i g. 3 eine als Programmdekade
geschaltete Relaisschaltkette nach F i g. 1,
F i g. 4 eine Relaisschaltkette
mit extern steuerbaren Sonderschaltschritten und F i g. 5 eine Relaisschaltkette
mit fest verschalteter Zusatzfunktion zeigt.
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Das in F i g. 1 dargestellte Relaisschaltwerk besteht aus einer
dem jeweiligen Anwendungszweck entsprechenden Anzahl von Relais Rel, Re, bis
Ren, denen jeweils zwei Umschaltkontakte raIra2, rb,Irb2 bis rnIrnp zugeordnet sind.
Die den eigentlichen Schaltaufgaben dienenden Kontakte der Relais sind, da sie nicht
zur Erfindung gehören, der besseren Übersicht wegen nicht dargestellt. Die Umschaltkontakte
arbeiten mitArbeitskontakten a,1a2, bIlb, bis n,/n2 bzw. mit Ruhekontakten a.,1a4,
b.1b, bis n,In4 zusammen. Mit den Umschaltkontakten ra2 bis rn, sind jeweils
an Masse liegende Stromstoßkondensatoren C2, C3 bis C. verbunden. Die zugehörigen
Arbeitskontakte a2, b2
bis n, führen über eine Leitung 30 zu einem
ebenfalls an Masse liegenden Widerstand Rl. Je eine Leitung 31
verbindet die
in Ruhestellung befindlichen Umschaltkontakte ra, rb, bis rn, des jeweils
vorangehenden Relais mit dem nachfolgenden Relais, so daß ein durchgehender Strompfad
entsteht, der schließlich -über einen Widerstand R2 mit dem Pluspol einer Spannungsquelle
verbunden ist. Der Ruhekontakt a4 des Relais Re. ist über eine Leitung
32 mit der Erregerspule und dem Arbeitskontakt bl des nachfolgenden Relais
Re, der Ruhekontakt b4 dieses Relais ist über eine Leitung 32 mit der Erregerspule
und dem Arbeitskontakt des nächstfolgenden Relais usf. bis zur Erregerspule und
dem Arbeitskontakt ni des Relais Ren verbunden.
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Wie aus F i g. 1 zu ersehen ist, liegen die Relais Rel bis
Re. jeweils mit dem einen Ende ihrer Wicklungen wechselweise an negativer und positiver
Betriebsspannung, während das andere Ende jeweils mit dem zugehörigen, als Haltekontakt
wirkenden Arbeitskontakt al, bl bis n, verbunden ist. Ferner ist das erste Relais
des Relaissehaltwerkes, also das Relais Rel,
über die Leitung
33 und die Diode D, zur Auslösetaste T,. geführt.
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Schließlich ist der Umschaltkontakt ra, des Relais Rel über eine Leitung
34 zu einem Umschalter S
geführt, durch welchen einer von mehreren Kondensatoren
unterschiedlicher Kapazität einer an Masse liegenden Kondensatorbatterie Cb mit
der Leitung 34 verbunden werden kann. Der Strompfad 31 zusammen mit der Leitung
34 und der jeweils über den Umschalter angeschlossene Kondensator der Kondensatorbatterie
Cb bilden den gemeinsamen Haltestromkreis für die Relais der Schaltkette.
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Der letzte Kontakt des Umschalters S ist über eine Leitung
36 mit einem an Masse liegenden Relaiskontakt rx verbunden, der von einem
Relais Re" geschaltet wird. Über eine Auslösetaste T, der ein Zeitglied 40 in Form
einer RC-Kombination nachgeschaltet ist, kann das Relais Re#, erregt werden.
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Die Relais der Schaltkette sind zweckmäßigerweise nach einem Bausteinprinzip
als steckbare Einheiten ausgeführt, so daß die Flexibilität der Schaltung durch
einen entsprechenden mechanischen Aufbau der Schaltungsanordnung unterstützt wird.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Schaltungsanordnung ist folgende:
Beim Betätigen der in F i g. 1 dargestellten Auslösetaste T, wird das erste
Relais der Schaltkette, nämlich das Relais Rel, erregt. Hierbei werden die Umschaltkontakte
ral und ra2 in ihre Arbeitsstellung bewegt und schließen dabei folgende Stromkreise:
Über den Haltekontakt allral und die Leitung 34 wird das Relais Re an den
über den Umschalter S ausgewählten Kondensator der Kondensatorbatterie Cb
gelegt. Der mit dem nächstfolgenden Relais Re, in Reihe liegende Stromstoßkondensator
C, - der im Ruhezustand der Schaltungsanordnung über die Wicklung
des Relais Re2 und die Kontakte aIra, aufgeladen ist - wird über den Umschaltkontakt
ra2, den Arbeitskontakt a2 und die Leitung 30 über den Widerstand R, entladen.
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DermittelsSchalter S aus derKondensatorbatterie Cb ausgewählte
Kondensator, der im Ruhezustand der Schaltungsanordnung über die Leitungsverbindung
31,
34 und R, positiv aufgeladen worden ist, lädt sich über den nun hergestellten
Stromkreis 341rala,IRel auf negatives Potential um und hält dabei das Relais Rel
für den Zeitraum seiner Umladung in der Arbeitsstellung. Sobald der Umladevorgang
abgeklungen ist, fällt das Relais Re, in seine Ruhestellung zurück, und die
Umschaltkontakte ra, und ra2 nehmen die in F i g. 1 dargestellte Lage
wieder ein.
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Der über die Leitung 30 und die Kontakte ra2, a. und
den Widerstand R, entladene StromstoßkondensatorC, wird nun über die Relaiswicklung
des Relais Re, und die wiederhergestellte Kontaktverbindung a41ra2 wieder aufgeladen,
wobei das Relais Re2 anspricht. Hierdurch werden die ihm zugeordneten Umschaltkontakte
rb, und rb2 in ihre Arbeitsstellung übergeführt. Über die Kontaktverbindung
rb,lb, und die Leitungsverbindung 31/34 wird das Relais Re2 an den ausgewählten
Kondensator der Kondensatorbatterie Cb gelegt. Da dieser nunmehr negativ aufgeladen
ist, Re, jedoch an positiver Betriebsspannung liegt, beginnt ein erneuter
Umladungsvorgang, wobei Re2 in Arbeitsstellungverbleibt. DabeiistüberdenUmschaltkontakt
rb2 und den Arbeitskontakt b2 der Stromstoßkondensator C,1 mit der
Leitung 30 verbunden worden, so daß sich dieser Kondensator über den Widerstand
RI entladen hat. Auf diese Weise wird das Einschalten des nächstfolgenden Relais
vorbereitet.
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Sobald der Umladevorgang im Haltestromkreis 34, 31,
rbl, bl, Re2 abgeklungen ist, fällt das angezogene Relais Re, in seine Ruhestellung
zurück, und die Umschaltkontakte rb, und rb, nehmen die in F i
g. 1 dargestellte Ruhelage wieder ein. Diese Vorgänge wiederholen sich, bis
das letzte Relais Ren erregt worden ist, das bei seinem Abfall über den Umschaltkontakt
rn2 und den Ruhekontakt n4 durch Aufladen des Kondensators C. über r-2 bis
n4 den Endimpuls abgibt.
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Durch Einschalten eines Kondensators größerer oder kleiner Kapazität,
mittels des Umschalters S,
kann die Schaltgeschwindigkeit der Relaisschaltkette
in gewünschter Weise verändert werden.
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Wird der Umschalter S mit der Leitung 36 verbunden,
so erfolgt das Weiterschalten von einem Relais der Relaisschaltkette zum nächsten
immer erst dann, wenn die Taste T2 betätigt wird. Beim Betätigen der Taste T2 wird
ein Stromkreis geschlossen, und das Zeitglied 40 erzeugt einen Einschaltimpuls definierter
Dauer, der das Relais Rex zum Ansprechen bringt, wodurch dieses den Kontakt r#,
öffnet. Auf diese Weise wird das jeweils am Haltestromkreis 31, 34 liegende
Relais der Relaisschaltkette zum Abfallen gebracht. Die Hilfsschaltmittel T2 und
40 sind hier nur fakultativ dargestellt und können je nach Bedarf durch gleichwirkende
Hilfsschaltmittel ersetzt werden, z. B. in einer Programmdekadenanordnung durch
den Kondensator Cn sowie die Schaltkontakte rn2 und n4 der nächstuntergeordneten
Dekade.
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Das in F i g. 2 dargestellte Ausführungsbeispiel, deren der
F i g. 1 entsprechende Bauelemente mit gleichen Bezugsziffern versehen sind,
unterscheidet sich gegenüber dem vorstehend beschriebenen lediglich dadurch, daß
die Leitung 34 direkt zu dem Umschaltkontakt rx des Relais Rex führt und
an Stelle der Diode D, der Umschaltkontakt ry eines über eine Leitung 41
im Haltestromkreis liegenden Ruhestromrelais Rey in den Auslösestromkreis für das
Relais Re, gelegt ist, nämlich zwischen die Leitung 33 und die Auslösetaste
Tj. Auf diese Weise wird erreicht, daß der Auslösestromkreis des ersten Relais der
Schaltkette unterbrochen ist, solange eines der Relais der Schaltkette seine Arbeitslage
einnimmt, der Steuerstromkreis für Rey also unterbrochen ist. Ein den Kettenschaltvorgang
störender nochmaliger Startimpuls oder eine Beeinflussung der Haltezeit des ersten
Relais durch längeres Drücken der Taste T, wird hierdurch verhindert. Das Weiterschalten
der über die Auslösetaste TI einmal ausgelösten Relaisschaltkette erfolgt hier lediglich
in Abhängigkeit von einem äußeren Ereignis, nämlich in diesem Beispiel nach Betätigen
der Fortschalttaste T, und zwar in gleicher Weise, wie es bei dem Ausführungsbeispiel
nach F i g. 1 beschrieben worden ist. Bei dieser Schaltungsanordnung entfällt
die unterschiedliche Polarität der Erregerstromkreise der Relais Rel bis
Re..
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In F i g. 3 ist gezeigt, daß der Entladeimpuls der Stromstoßkondensatoren
einer ersten Relaisschaltkette nach F i g. 1 oder 2 auch dazu benutzt werden
kann, über die Leitung 30 das erste Relais ReK, einer weiteren Relaisschaltkette
der vorstehend beschriebenen Art auszulösen. Dabei wird diese weitere Relaisschaltkette
vorzugsweise derart mit dem Relais Re#, der ersten Relaisschaltkette verbunden,
daß nach Durchlaufen dieser weiteren Relaisschaltkette mit dem Endimpuls das Relais
Re#, der ersten Relaisschaltkette
anspricht und damit auch das
jeweils nächstfolgende Relais Re, . . . Ren der
ersten Relaisschaltkette anspricht. Auf diese Weise können mehrere Relaisschaltketten
zu Ober- und Unterprogrammen zusammengefügt werden.
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Das in F i g. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel besteht wiederum
aus einer Anzahl von Relais Re, bis Re", sowie einem nachfolgenden Sonderrelais
Re" die in der in den F i g. 1 und 2 dargestellten Weise verschaltet sind.
Allerdings sind hier die Erregerstromkreise der Relais Re, bis Re. über Umschaltkontakte
rsIrs, bzw. rs,Irs, bzw. rsIrs, geführt, die extern anrufbaren Steuerrelais ReSt,
bis ReSt, zugeordnet sind.
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Die Arbeitskontakte s, und s2 bzw. s, und s4 bzw.
s5
und s, der Steuerrelais sind jeweils mit Leitungen 41 bzw. 42 verbunden,
von denen die Leitung 41 zur Erregerwicklung des Sonderrelais Re#, die Leitung 42
zu einem Stromstoßkondensator C, führt.
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Die Dioden D4 bis D, verhindern eine ungewollte Beeinflussung
der Stromstoßkondensatoren C2 bis C4. Mit einer derartigen Schaltungsanordnung
wird in den Ablauf eines Normalprogramms in Abhängigkeit von externen Steuerbefehlen
ein Sonderprogrammschritt an vorbestimmbarer Stelle des Normalprogramms eingeschoben.
In der in F i g. 4 dargestellten Schaltstellung läuft das Normalprogramm
ohne Zwischenschritt ab; d. h., die Relais Rel bis Ren der Schaltkette
werden nach Betätigen der Taste T, in der schon beschriebenen Weise nacheinander
erregt. Ist dagegen durch einen externen Steuerbefehl beispielsweise das Steuerrelais
ReSt, eingeschaltet, so wird beim Abfallen des ersten Relais Re" der Schaltkette
der Fortschaltimpuls des Stromstoßkondensators C2 über den in seiner Arbeitsstellung
befindlichen Umschaltkontakt rs, und die Leitung 41 auf das Sonderrelais Re" gegeben,
das anspricht und die ihm zugeordneten Schaltfunktionen auslöst. Der nächste Fortschaltimpuls,
der über das Relais Re#, (vgl. auch F i g. 2) gegeben wird, läßt das sich
über seinen Umschaltkontakt rs, haltende Sonderrelais Re" abfallen. Der hierbei
vom Stromstoßkondensator Q gelieferte Fortschaltimpuls wird über den nunmehr
in seiner Ruhelage befindlichen Umschaltkontakt rS2 und die Leitung 42 auf das nächste
Relais Re2 der Schaltkette geleitet, worauf die Relaisschaltkette sich in der schon
beschriebenen Weise weiterschaltet.
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In gleicher Weise kann der Zwischenschritt hinter dem zweiten und/oder
dritten Normalschritt der Relaisschaltkette eingeschoben werden, so daß sich eine
Vielzahl von Programmöglichkeiten ergeben.
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Auf diese Weise kann beispielsweise das Schreiben eines Kommas oder
eines Dezimalpunktes innerhalb einer Schaltungsanordnung gesteuert werden, die dem
Ablesen und der Aufzeichnung von Rechen-und Meßergebnissen od. ä. dient.
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Soll ein zusätzliches Relais während des ersten Teils eines Unterprogramms
aus- und während des zweiten Teils des Programms eingeschaltet sein, ist die in
F i g. 6 dargestellte Schaltungsanordnung zu wählen.
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Auch hier weisen die der F i g. 1 entsprechenden Teile die
gleichen Bezugszeichen auf. Bei der gewählten Schaltungsanordnung läuft das Unterprogramm
bis zur Auslösung des Relais Re2 normal ab. Beim Erregen des Relais Re, wird der
Stromstoßkondensator C, nicht über die Leitung 30 und den Widerstand
R, entladen, sondern sein Schaltimpuls gelangt über den in seiner Arbeitsstellung
befindlichen Umschaltkontakt rb, und eine Leitung 43 zu einem Zusatzrelais ReZ,
das sich nach seiner Erregung über seinen Haltekontakt rzl, der über eine Leitung
44 und einem Umschaltkontakt rz3 eines Relais ReZ, mit Masse verbunden ist, hält.
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Wie aus F i g. 5 zu ersehen ist, hat das Erregen des Relais
ReZ keinen Einfluß auf das Weiterschalten der Relaisschaltkette. Sobald jedoch das
letzte Relais Re. der Schaltkette abfällt, gelangt ein Schaltimpuls des Stromstoßkondensators
C" über den nunmehr in seiner Ruhelage befindlichen Umschaltkontakt rn, und eine
Leitung 45 zum Relais ReZ,. Beim Anziehen dieses Relais wird über den Umschaltkontakt
rz, der Haltekreis des Relais ReZ geöffnet, so daß dieses abfällt.
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Selbstverständlich können mehrere solcher zusätzlicher Relais vorgesehen
werden, die alle gemeinsam durch Umschaltkontakte des Relais ReZ, abzuwerfen sind.
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Patentschutz wird nur begehrt je-
weils für die Gesamtheit der
Merkmale eines jeden Anspruches, also einschließlich einer Rückbeziehung.