DE1269294B - Waermeeinsatz fuer Block-Giessformen - Google Patents
Waermeeinsatz fuer Block-GiessformenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B22d
Deutsche Kl.: 31 b2- 7/10
Nummer: 1269 294
Aktenzeichen: P 12 69 294.3-24
Anmeldetag: 26. Juni 1963
Auslegetag: 30. Mai 1968
Die Erfindung bezieht sich auf einen Wärmeeinsatz für Block-Gießformen, der durch Wandteile aus aufzehrbarem
Material nach Art eines Rahmens gebildet und innerhalb der Formwände teleskopisch in den
Oberteil einer Blockform einsetzbar ist, mit einer Mehrzahl an der Unterseite des Einsatzrahmens mit
Abstand voneinander vorgesehener, nach oben eingeformter Nuten und in deren Bereich angebrachter
U-förmiger Klammerelemente.
Durch Wärmeeinsätze dieser Art kann das Metall auch im oberen Bereich einer Block-Gießform, wo es
sich sonst schneller abkühlt als im übrigen Bereich, länger flüssig gehalten werden, so daß der Block
gleichmäßiger erstarrt und geringere Restspannungen, Lunker, Pfeifen u. dgl. aufweist.
Es ist bekannt, solche Wärmeeinsätze aus bei der dort herrschenden Temperatur aufzehrbarem oder
sich zersetzendem Werkstoff herzustellen. In der Regel ist das Gewicht der hierzu verwendeten Masse
außerordentlich klein, so daß ein Wärmeeinsatz oder -kopf solchen Materials bei ansteigender Schmelze
von dieser leicht angehoben wird und dann die von ihm entwickelte Wärme der Schmelze nicht im ausreichendem
Maß zuführen kann. Um dies zu verhindern, hat man schon U-förmige Metallklammern verwendet,
deren Steg an der Außenseite des Wärmeeinsatzes anliegt und mit einem gebogenen Flansch
in dessen Werkstoff festgelegt ist, während der andere Flansch an der Unterseite des Wärmeeinsatzes in
einer dort vorgesehenen Nut nach innen ragt. Das im Bereich der Formwand erstarrende Metall schafft
dabei eine Verbindung zwischen dem unteren Flanschende der Klammer und der Formwand, wodurch
der Einsatz oder Wärmekopf in der Form fest verankert werden soll, bis er seine Funktion voll
erfüllt hat.
Infolge der außen an der Formwand anliegenden Teile der Klammern kommt es aber vor, daß mitunter
die Verankerung nicht mit völliger Sicherheit hergestellt wird und daß zum anderen die Klammern
leicht an der Formwand angeschmolzen werden, was ein Herauslösen des Blockes aus der Form außerordentlich
erschwert.
Aufgabe der Erfindung ist es in erster Linie, die Nachteile der bekannten Ausführung zu vermeiden
und einen Wärmeeinsatz oder -kopf für Block-Gießformen zu schaffen, der bei allen Betriebszuständen
seine Stellung in der Form beibehält, bis er völlig aufgezehrt ist, ohne daß dabei metallische Verbindungen
unmittelbar zwischen der Form und den Klammerelementen hergestellt werden können.
Ein erfindungsgemäßer Wärmeeinsatz der eingangs Wärmeeinsatz für Block-Gießformen
Anmelder:
Michael Donald La Bate, Wampum, Pa.
(V. St. A.)
(V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. Beetz und Dipl.-Ing. K. Lamprecht,
Patentanwälte,
8000 München 22, Steinsdorfstr. 10
Als Erfinder benannt:
Michael Donald La Bate, Wampum, Pa.
(V. St. A.)
erläuterten Gattung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel der Klammerelemente nach oben ragen
und sich an die Seitenflächen der Nuten anlegen, während der mit der Unterseite des Einsatzrahmens
abschließende Steg die Nut unter Bildung eines Fensters überspannt, daß die Enden der Schenkel nach
außen gebogen sind und horizontale Flansche bilden, die durch die Seitenfläche der Nut hindurchragen und
in dem aufzehrbaren Material eingebettet sind, und daß die Klammern mit größerem Abstand von der
Außenfläche des Einsatzrahmens nach innen versetzt angeordnet sind, so daß sie im Betrieb nicht an der
Form angeschmolzen werden.
Der erfindungsgemäße Wärmeeinsatz ist aus einem Material geformt, das im Betrieb vollständig zerkrümelt
oder aufgezehrt wird und eine Temperatur erzeugt, die niedriger ist als die Temperatur des in
ihm enthaltenden heißen Metalls. Insbesondere soll der Wärmeeinsatz das in ihm befindliche flüssige
Metall auf einer Temperatur von etwa 1860° C halten, seine ursprüngliche Form und physikalischen
Eigenschaften jedoch beibehalten, ohne daß das flüssige Metall entweicht, so daß sich das Metall auf normale
Weise verfestigen kann. Durch die besondere Ausbildung und Anordnung der Klammern wird erreicht,
daß zwar der Einsatz mittels des in den Fensterdurchbrüchen zwischen Nut und Klammer gebildeten
erstarrten Teils an der Form fest verankert wird, die Klammerelemente aber an der Formwand
nicht angeschmolzen werden, so daß sich der Block später ungehindert aus der Form ausstreifen läßt.
Dabei kann der größte Teil der Wärmeenergie der Schmelze zugeführt werden, ohne daß sich Lunker
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3 4
oder Pfeifen bilden, und der Wärmeeinsatz wird voll- stehende, sich nach auswärts erstreckende Flansche
ständig aufgelöst. auf, die in das benachbarte Material des Wärme-Zweckmäßig weist der Wärmeeinsatz in an sich be- kopfes eingebettet sind, so daß sich Fenster ergeben,
kannter Weise vier kastenartig angeordnete Recht- durch welche hindurch das geschmolzene Metall
eckblöcke auf, an deren Enden ineinandergreifende 5 fließt und dort erstarrt.
Zungen und Nuten eingeformt sind, und zur Bildung In den Seiten- und Endteilen sind jeweils in der
eines Einsatzrahmens sind Wandelemente aus auf- gleichen horizontalen Ebene sich quer erstreckende
zehrbarem Werkstoff um die Blöcke herumgeschlun- Umfangsnuten 17,18 und 19, 20 eingeformt, so daß,
gen. Vorzugsweise liegen die Bänder in Umfangs- wenn ein Wärmekopf, wie in Fig. 1 gezeigt, aus den
rillen, die in die Außenfläche der Blöcke eingeformt io zwei Seitenteilen 10 und 11 und den beiden Endsind,
teilen 12 und 13 gebildet wird, die Rillen 17,18 und
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise 19, 20 sich geschlossen um den Wärmekopf herum
veranschaulicht; es zeigt erstrecken. Stücke aus rostfreiem Stahlband 21 und
Fig. 1 eine räumliche Darstellung eines erfindungs- 22 werden dann um den Wärmekopf in den Rillen
gemäß ausgebildeten verbrauchbaren bzw. aufzehr- 15 17,18, 19 und 20 herumgelegt, und ihre Enden wer-
baren Wärmeeinsatzes, den in an sich bekannter Weise durch Klammern 23
Fig. 2 eine Ansicht eines ersten Teilstückes des und 24 fest verbunden,
in Fig. 1 gezeigten Wärmeeinsatzes, Zur erleichterten Handhabung des fertiggestellten
F i g. 3 eine Ansicht eines anderen Teilstückes des Wärmekopfes können Metallhandgriffe 25 in den
Wärmekopfes gemäß Fig. 1, 20 oberen Teilstücken der Endteile 12 und 13 ange-
Fig. 4 eine Ansicht von oben auf das in Fig. 2 bracht werden. Es ergibt sich daher, daß der in
gezeigte Teilstück, Fig. 1 gezeigte Wärmekopf vollständig fertig zum
Fig. 5 eine Ansicht von oben auf das in Fig. 3 Gebrauch ist und daß seine Wandteile aus einer vorgezeigte
Teilstück, beschriebenen aufzehrbaren Mischung bestehen. Die
Fig. 6 einen Querschnitt durch einen auf eine teil- 25 lotrechten Fugen in den Innenecken des so gebildeweise
weggebrochene Gießform oder Kokille auf- ten Wärmekopfes sind mit einer Mischung aus gegesetzten
aufzehrbaren Wärmekopf und mahlener Schamotte (feingemahlener gebrannter Ton)
Fig. 7 eine weitere Schnittdarstellung eines auf- und Wasser abgedichtet, die mit einer Dicke von etwa
zehrbaren Wärmekopfes, der in einer teilweise ge- 3 mm aufgebracht wird,
zeigten Block-Gießform sitzt. 30 Die Enden der Seitenteile 10 und 11 sind in der
Der in Fig. 1 gezeigte aufzehrbare Wärmekopf Mitte zwischen ihren oberen und unteren Kanten mit
umfaßt ein Paar gegenüberliegende längere Seiten- einzelnen Vorsprüngen 27, 27 versehen, und die Endteile
10 und 11 und ein Paar einander gegenüber- teile 12 und 13 weisen im Bereich ihrer oberen und
liegende Endteile 12 und 13. Die Seitenteile 10 und unteren Kanten jeweils ein Paar mit Abstand vor-11
sind gleich ausgebildet, ebenfalls die Endteile 12 35 gesehener Vorsprünge 28, 28 und 29, 29 auf. Durch
und 13. Sie sind alle aus Material hergestellt, das den wechselseitigen Eingriff dieser Vorsprünge wird
kurz nach dem Erstarren oder Verfestigen eines in eine relativ lotrechte Bewegung zwischen den Seitendie
Form eingegossenen Blockes vollständig auf- teilen 10, 11 und den Endteilen 12, 13 verhindert,
gezehrt wird und/oder zerfällt bzw. sich auflöst. Die Die Fig. 4 und 5 zeigen Ansichten von oben auf Seiten und Endteile 10, 11, 12 und 13 des aufzehr- 40 die Seiten- und Endteile 11 und 12, und in Fig. 6 baren Wärmekopfes sind aus einem Material her- ist der in Fig. 1 gezeigte Wärmekopf in verkleinergestellt, das Bestandteile aufweist, die wegbrennen, tem Maßstab im Querschnitt gezeigt und sitzt auf und ferner Bestandteile, die zu einem feinen Pulver einer Block-Gießform M mit eingegossenem Block zerfallen, das durch einen geeigneten Binder in einer mittels Z-förmiger Stangen 26, 26. Der Wärmekopf normalen Mischung gehalten wird. Eine beispiels- 45 behält seine Stellung auf der Block-Gießform M inweise zufriedenstellende Mischung umfaßt einen An- folge der Nuten 14 und 15 mit Klammern 16 bei, satz, der 18 kg Sägemehl, 63 kg Rohdolomit und wodurch Fenster gebildet werden, die zur Veranke-36 kg Natriumsilikat als Binder aufweist. rung an der Gießform dienen und verhindern, daß
gezehrt wird und/oder zerfällt bzw. sich auflöst. Die Die Fig. 4 und 5 zeigen Ansichten von oben auf Seiten und Endteile 10, 11, 12 und 13 des aufzehr- 40 die Seiten- und Endteile 11 und 12, und in Fig. 6 baren Wärmekopfes sind aus einem Material her- ist der in Fig. 1 gezeigte Wärmekopf in verkleinergestellt, das Bestandteile aufweist, die wegbrennen, tem Maßstab im Querschnitt gezeigt und sitzt auf und ferner Bestandteile, die zu einem feinen Pulver einer Block-Gießform M mit eingegossenem Block zerfallen, das durch einen geeigneten Binder in einer mittels Z-förmiger Stangen 26, 26. Der Wärmekopf normalen Mischung gehalten wird. Eine beispiels- 45 behält seine Stellung auf der Block-Gießform M inweise zufriedenstellende Mischung umfaßt einen An- folge der Nuten 14 und 15 mit Klammern 16 bei, satz, der 18 kg Sägemehl, 63 kg Rohdolomit und wodurch Fenster gebildet werden, die zur Veranke-36 kg Natriumsilikat als Binder aufweist. rung an der Gießform dienen und verhindern, daß
Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Wärme- der Wärmekopf auf dem geschmolzenen Metall
kopfes wird zunächst eine Grundmischung der vor- 50 schwimmt, wenn dieses den Wärmekopf anfüllt. Das
erwähnten Bestandteile angerichtet, z. B. aus Säge- erste in die Nuten 14 und 15 eintretende geschmol-
mehl, Dolomit und Natriumsilikat, und dann werden zene Metall fließt durch die Fenster, welche die
die jeweiligen Seitenteile 10, 11 und Endteile 12 und Nuten mit den Metallklammern 16, 16 bilden, be-
13 des Wärmekopfes aus dieser Mischung geformt rührt die Block-Gießform M, kühlt sich ab und ver-
oder gegossen. Die Mischung trocknet dann, setzt 55 festigt sich, wodurch der Wärmekopf in ausreichen-
sich ab und bildet ein wirklich dauerhaftes Gefüge, der Weise mit dem Block verbunden und gehindert
das sich für die vorgesehene Verwendung eignet. Wie wird zu schwimmen.
die F i g. 2 und 3 in der Zeichnung zeigen, sind die Nach F i g. 7 ist der dort gezeigte Wärmekopf teil-Bodenabschnitte
eines jeden der Seitenteile 10 und 11 weise innerhalb einer Block-Gießform M angeordnet
und der Endteile 12 und 13 jeweils mit Nuten 14 und 60 und mit eingegossenem geschmolzenem Metall an-15
versehen. Metallklammern 16, 16 sind quer über gefüllt. In beiden Fällen nach den F i g. 6 und 7 hat
diese Nuten 14 und 15 angeordnet und weisen jeweils das geschmolzene Metall, nachdem es eingegossen
ein Paar lotrechter Schenkel auf, die an ihren unteren ist, die Wände der Kokille und die Wände des Wärme-Enden
durch ein mit ihnen aus einem Stück bestehen- kopfes berührt, sich abgekühlt und einen Anfangsden
Mittel- oder Bügelteil verbunden sind, das mit 65 ansatz gebildet, während das übrige Metall noch geden
unteren Rändern der jeweiligen Seitenteile oder schmolzen ist. Nun ist noch zu erwähnen, daß, wenn
Endteile fluchtet, und die oberen Endteile der das Metall sich abkühlt und verfestigt, diese VerSchenkel
weisen mit ihnen aus einem Stück be- festigung auch im Bereich der Fläche des aufzehr-
baren Wärmekopfes aufgetreten ist, nachdem sich der Wärmekopf einschließlich der Stahlbänder, die ihn
zusammenhalten, aufgelöst hat. Der vorbeschriebene erfindungsgemäße Wärmekopf erfüllt daher alle eingangs
gestellten Forderungen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Wärmeeinsatz für Block-Gießformen, der durch Wandteile aus aufzehrbarem Material nach Art eines Rahmens gebildet und innerhalb der Formwände teleskopisch in den Oberteil einer Blockform einsetzbar ist, mit einer Mehrzahl an der Unterseite des Einsatzrahmens mit Abstand voneinander vorgesehener, nach oben eingeformter Nuten und in deren Bereich angebrachter U-förmiger Klammerelemente, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel der Klammerelemente nach oben ragen und sich an die Seitenflächen der Nuten anlegen, während der mit der Unterseite des Einsatzrahmens abschließende Steg die Nut (15) unter Bildung eines Fensters (16) überspannt, daß die Enden der Schenkel nach außen gebogen sind und horizontale Flansche bilden, die durch die Seitenfläche der Nut hindurchragen und in dem aufzehrbaren Material eingebettet sind, und daß die Klammern (16) mit größerem Abstand von der Außenfläche des Einsatzrahmens nach innen versetzt angeordnet sind, so daß sie im Betrieb nicht an der Form angeschmolzen werden.In Betracht gezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschrift Nr. 181378;
französische Patentschriften Nr. 1316 992,951;
USA.-Patentschriften Nr. 2 946 103, 2 272 018,1501655.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenSÜ9 557/369 5.68 © Bundesdruckerei Berlin
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|---|---|---|---|
| DEP1269A DE1269294B (de) | 1963-06-26 | 1963-06-26 | Waermeeinsatz fuer Block-Giessformen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1269294B true DE1269294B (de) | 1968-05-30 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1269294B (de) |
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1963
- 1963-06-26 DE DEP1269A patent/DE1269294B/de active Pending
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