DE1269146B - Metallummantelter feuerfester Stein - Google Patents
Metallummantelter feuerfester SteinInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C21c
Deutsche Kl.: 18 b-5/10
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1269146
P 12 69 146.2-24
26. Januar 1961
30. Mai 1968
P 12 69 146.2-24
26. Januar 1961
30. Mai 1968
Die Erfindung bezieht sich auf einen metallummantelten feuerfesten Stein für Öfen u. dgl. aus einem
feuerfesten Magnesiamaterial.
Bisher wurden derartige Steine als Silikasteine hergestellt, jedoch mit der Entwicklung verbesserter
Hüttenverfahren, besonders von Verfahren unter Verwendung von Sauerstoff, sind die Betriebstemperaturen
der Öfen sowie auch die Menge der in der Atmosphäre des Ofens enthaltenen Verunreinigungen
gestiegen. Dies sowie das häufige Abstechen der Öfen hat zur vorzugsweisen Verwendung von Bausteinen
aus basischem feuerfestem Material geführt. Dennoch zerstören die hohen Temperaturen und die
schädlichen Verunreinigungen diese basischen Bausteine in der Decke des Ofens schnell und führen zur
Erosion, und die Häufigkeit, mit der der Ofen abgestochen wird, verursacht so häufige und beträchtliche
Temperaturwechsel, daß die Steine schnell zerbröckeln.
Außerdem wird es zunehmend teurer, solche bekannte Bausteine durch Maurer verlegen zu lassen,
da deren Arbeitslöhne ständig steigen.
Es ist bereits· bekannt, diese Bausteine mit einem Stahlmantel zu umgeben, so daß nach dem Einbau in
der Ofendecke der Stahl beim ersten Befeuern des Ofens zu Fe2O3 oxydiert, das mit dem MgO des Bausteins
zu MgOFe2O3 umgesetzt wird, das die Form
einer undurchlässigen festen und starren Hülle hat, die innen rauh ist und den Baustein gegen ein Abbröckeln
schützt. Dennoch bewirken die Temperaturschwankungen und die Aufnahme von Verunreinigungen
ein Abbröckeln der Bausteine.
Es ist auch bereits ein feuerfester Stein bekannt, der eine oxydierbare metallische Inneneinlage aufweist,
die sich in Längsrichtung des Steines erstreckt. Diese Inneneinlagen sind bei dem bekannten Stein
als Metallplatten ausgebildet und sind in das Steinmaterial durch Preßdruck eingeformt. An zwei einander
gegenüberliegenden Seitenflächen sind Außenplatten bei dem bekannten Stein vorgesehen. Diese
Außenplatten können ein Ganzes mit den Innenplatten bilden und können an dem Stein durch
flächigen Preßdruck angeformt sein.
Erfindungsgemäß ist an jeder Seitenfläche des Steins je eine flache Metallplatte befestigt, und eine
Platte weist am heißen Ende des Steins eine Auswölbung auf, die sich vom Stein fort erstreckt und die
gegen den benachbarten Stein im Ofen anliegt. In vorteilhafter Weise kann sich die Auswölbung in
Längsrichtung der Platte über höchstens 20% der Plattenlängsabmessung erstrecken. Die Auswölbung
kann sich am Plattenrand am höchsten über die
Metallummantelter feuerfester Stein
Anmelder:
International Minerals & Chemical Corporation,
Skokie,JlI. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Prinz, Dr. rer. nat. G. Hauser
und Dipl.-Ing. G. Leiser, Patentanwälte,
8000 München 60, Ernsbergerstr. 19
und Dipl.-Ing. G. Leiser, Patentanwälte,
8000 München 60, Ernsbergerstr. 19
Als Erfinder benannt:
Horace N. Hall, Collegeville, Pa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 16. November 1960
(69 652)
V. St. v. Amerika vom 16. November 1960
(69 652)
Plattenebene erheben und zur Plattenmitte hin abfallen und in die Plattenebene übergehen. Zweckmäßigerweise
können in der Platte zwei nebeneinanderliegende Auswölbungen vorgesehen sein. Die
Auswölbung oder die Auswölbungen können in den Metallplatten in der Querseite der Steine angeordnet
sein. Die Metallplatten der Längsseiten der Steine können am kalten Ende eingebogene Lappen aufweisen.
Zweckmäßigerweise können die Seitenkanten der Metallplatten einen Abstand von den Steinkanten
haben. Insbesondere können die Metallplatten angeklebt sein.
Nach Einbau in die Decke bieten die Steine in der Querrichtung zwei mit Stahlblech verkleidete Flächen
dar, die mit stahlblechverkleideten Flächen benachbarter Bausteine in metallischer Berührung stehen,
und das untere Ende des einen Bausteins liegt mit den dort vorgesehenen Auswölbungen in der Stahlblechverkleidung
an der benachbarten stahlblechverkleideten Fläche des angrenzenden Steins an, so daß die
heißen Enden der Bausteine unter metallischer Anlage in einem geringfügigen Abstand voneinander gehalten
sind. Die am unteren Ende der Stahlblechverkleidung dieser Fläche vorgesehenen Auswölbungen
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weisen vorteilhafte Merkmale sowohl hinsichtlich der Größe als auch der Form und des Umrisses auf.
Da die Bausteine in der gewölbten Decke, die sogenannten Gewölbesteine, mehr oder weniger die
Form von Gewölbeschlußsteinen haben und da die heißen Enden der Bausteine Temperaturen bis zu
1760° C erreichen, während die Temperatur an ihren kalten Enden nicht über 420° C beträgt, müssen
Maßnahmen getroffen werden, die der Wärmeausdeh-
steinen nach der Erfindung gewährleistet die wirksame Bildung einer Magnesiumferritschicht als
Mantel um jeden der feuerfesten Bausteine.
Die Verkleidungsplatten an jeder Seite der Steine können in einem Abstand von den Längskanten angeordnet
sein, so daß Kanäle gebildet werden, durch welche beim ersten Heizen des Ofens Wärme geleitet
wird, was zu einer gleichmäßigeren Wärmever
dung den teureren bekannten Konstruktionen mindestens
gleichwertig ist.
Die an den Steinen nach der Erfindung entstehende Magnesiumferritschicht hat eine Dicke von etwa 6
5 bis 8 mm, und die geringe Porosität dieser Schutzschicht bietet den bedeutenden Vorteil eines größeren
Widerstandes gegen die Aufnahme von schädlichen Verunreinigungen.
Bei dem Stein nach der Erfindung ist die Distanz-
nung der heißen Enden Rechnung tragen, die wäh- io halterung in einfacher und wirksamer Weise ausgerend
des ersten Heizens des Ofens auftritt, wobei je- bildet und angeordnet und sichert trotzdem in wirkdoch
eine mögliche Wärmeausdehnung an den kalten samer Weise den Abstand zwischen den heißen Enden
Enden praktisch nicht berücksichtigt zu werden der benachbarten Bausteine, so daß diese in ihrer
braucht. Dies wird dadurch erreicht, daß die Auswöl- Wärmeausdehnung beim ersten Heizen des Ofens
bungen in nur einer stahlblechverkleideten Quer- 15 nicht behindert sind. Die doppelte Dicke der Metallfläche
des Bausteines vorgesehen sind. Beim Ver- verkleidungen zwischen zwei benachbarten Baukleiden
der Bausteine mit Stahlblech können die
Stahlplatten an der betreffenden Fläche des feuerfesten Bausteinest anzementiert oder auf andere Weise
angeklebt werden, um die Stahlblechverkleidung wäh- 20
rend des Transportes der Bausteine und beim Einbau
derselben in den Ofen in ihrer Lage zu halten. Beim
ersten Heizen des Ofens wird durch die Hitze zwar
der Kleb- oder Haftstoff zerstört, jedoch wird das
Stahlplatten an der betreffenden Fläche des feuerfesten Bausteinest anzementiert oder auf andere Weise
angeklebt werden, um die Stahlblechverkleidung wäh- 20
rend des Transportes der Bausteine und beim Einbau
derselben in den Ofen in ihrer Lage zu halten. Beim
ersten Heizen des Ofens wird durch die Hitze zwar
der Kleb- oder Haftstoff zerstört, jedoch wird das
Material der Stahlblechplatte mit dem Magnesium- 25 teilung zwischen dem heißen und dem kalten Ende
oxyd des Bausteines zu Magnesiumferrit umgesetzt, der einzelnen Steine führt. Die Steine können längs
so daß das Klebmittel nun nicht mehr gebraucht wird. ihrer Längsflächen geringfügig verjüngt sein, so daß
Während der Zeit, während deren das Klebmittel sie etwas keilförmig (in der Form von Gewölbewirksam ist, ist es jedoch vorteilhaft, daß an dem steinen) sind, so daß beim Zusammenbau in be-Baustein
bzw. zwischen diesem und der Stahlblech- 30 kannter Weise ein Gewölbebogen gebildet wird,
verkleidung eine möglichst große klebmitteltragende Vorzugsweise können jeweils zwei Auswölbungen
Fläche vorgesehen ist. Aus diesem Grund sollten die im Abstand voneinander angeordnet sein, wodurch
Auswölbungen an der Stahlblechverkleidung derart eine äußerst hohe Stabilität erzielt wird. Durch die
ausgebildet und angeordnet sein, daß sie eine mög- Ausbildung der Auswölbungen liegen die benachlichst
geringe Auswölbungsfläche im Stahlblech in 35 harten Seitenflächen der einzelnen Steine dicht neben-Anspruch
nehmen und eine mögliehst große Fläche einander, jedoch in einem geringen Abstand, der ein
Eindringen der Wärme beim ersten Heizen des Ofens in die Zwischenräume zwischen den Platten ermöglicht,
gleichzeitig jedoch gewährleistet, daß dieser
lischen Anlage aneinandergebracht werden, ist es 40 Zwischenraum zwischen den benachbarten Bausteinen
wichtig, daß jeder Baustein in der Querrichtung^der durch die natürliche Wärmeausdennung der Bausteine
gewölbten Decke in bezug auf den benachbarten Bau-_ in wirksamer Weise aufgefüllt wird,
stein in eine gesicherte Lage gebracht wrd, und die --„.^ Die an den Längsflächen der Bausteine vorgesehen
Auswölbungen müssen daher so ausgebildet und an- nen Platten können vorspringende Lappen aufweisen,
geordnet sein, daß diese Stabilität erreicht wird und 45 die über die kalten Enden der Bausteine übergebogen
die Gefahr oder Neigung zum Kippen eines Bausteins sind. Diese Lappen dienen dazu, auch dem ungeübten
Arbeiter zu zeigen, in welcher Lage die einzelnen Steine aneinanderzufügen sind. Die Lappen fluchten
in der Längsrichtung des Gewölbes, und auf diese 50 Weise ist eine einfache und sichere Maßnahme getroffen,
die gewährleistet, daß sich die Steine im zusammengebauten Zustand in der richtigen Lage
und Ausrichtung befinden. Außerdem dienen diese umgebogenen Lappen dazu, die Platten an den
daß sie beim ersten Heizen des Ofens geschmolzen 55 Längsflächen des Bausteins in betriebsfertiger Steloder
ausgebrannt werden. Die Verwendung derartiger lung für das erste Heizen des Ofens zu halten. Dies
getrennter Distanzbleche ist von Nachteil, denn das kann eiforderlich sein, weil die Klebmasse, die diese
Verladen, der Transport und der Einbau der Steine Platten in ihrer Lage hält, zunächst wegschmilzt,
und der Distanzbleche erfordern zusätzliche Hand- Beim Wegschmelzen der Klebmasse, und ehe die
griffe und einen erheblichen Zeitaufwand. Dies ist bei 60 Platten durch die chemische Reaktion zwischen den
den heutigen Rationalisierungsbestrebungen in An- Platten und dem feuerfesten Material der Bausteine
betracht der hohen Löhne von großem Nachteil. Be- in ihrer Lage gehalten werden, könnte die Gefahi
kannte Konstruktionen, bei denen Zwischenplatten bestehen, daß die Platten zwischen den Bausteinen
verwendet werden, sind beträchtlich teurer als die abwärts gleiten. Die umgebogenen Lappen sichern
Anordnung nach der Erfindung, bei welcher an den 65 jedoch die Platten an den Längsseiten der Steine,
Seitenflächen des Bausteins mit diesem fest verbun- so daß diese nicht zwischen den Bausteinen abwärts
dene Platten vorgesehen sind, und Vergleichsversuche gleiten und durchfallen können. Diese Maßnahme ist
haben gezeigt, daß die Anordnung nach der Erfin- jedoch nur bei den an den Längsseiten der Bausteine
verfügbar lassen, an welcher das Klebmittel wirksam ist. Wenn die stahlblechverkleideten Bausteine vom
Maurer in die Ofendecke eingebaut und zur metal-
um seine Längsachse in bezug auf den benachbarten Baustein aufs äußerste vermindert wird. Dies wird
durch die örtliche Anordnung der Auswölbungen erreicht.
Bei den bisher bekannten feuerfesten Bausteinen wurden getrennte Distanzbleche vorgesehen, die zwischen
die benachbarten Bausteine eingefügt werden. Diese Distanzbleche sind schmelz- oder brennbar, so
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vorgesehenen Platten, jedoch nicht an den an den liegende Querflächen, die der Querrichtung des Ofens
Querflächen der Bausteine vorgesehenen Platten zugewendet sind. Wenn der Ofen aufgeheizt wird,
erforderlich, da die seitlichen Fugen zwischen den werden, wie aus dem Gesagten hervorgeht, die
Bausteinen wegen der schlußsteinförmigen Ausbil- einzelnen Bausteinreihen dauernd miteinander ver-
dung der Bausteine und wegen der von ihnen ge- 5 schweißt. Wie aus F i g. 1 hervorgeht, sind an den
bildeten Bogenkrümmung unter Druck stehen. einzelnen Bausteinen Lappen 26 vorgesehen, die im
In den Figuren der Zeichnung ist ein Ausführungs- folgenden noch eingehend beschrieben werden. Diese
beispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt Lappen fluchten in der Längsrichtung, so daß sie
Fig. 1 eine teilweise weggebrochene perspekti- Längsreihen bilden, und die Lappen benachbarter
vische Darstellung eines Teiles einer Decke eines io Bausteine fluchten ebenfalls, wie F i g. 1 zeigt. Die
Siemens-Martin-Ofens, Konstruktion der einzelnen feuerfesten Bausteine
Fig. 2 eine Ansicht der Decke im zusammen- dürfte am besten aus Fig. 7 ersichtlich sein. In dieser
gebauten Zustand, von unten gesehen, vor dem ersten Figur sind zwei benachbarte Bausteine 30 und 30'
Heizen des Ofens, von gleicher Ausbildung dargestellt. Der Baustein 30
F i g. 3 eine Seitenansicht eines feuerfesten Steines 15 hat zwei gegenüberliegende Längsflächen 32 und 33
nach der Erfindung, und zwei gegenüberliegende Seitenflächen 34 und 35.
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Stein nach Fig. 3, Die entsprechenden Flächen am Baustein30' sind
F i g. 5 eine Stirnansicht eines Steins nach F i g. 3, mit den gleichen Bezugszeichen »'« bezeichnet. Die
F i g. 6 eine Schnittansicht entlang der Linie 6-6 Bausteine 30 und 30' haben »kalte« (dem Feuerraum
in F i g. 5, 20 abgewendete) Endflächen 37 bzw. 37' und, diesen
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung zweier gegenüberliegend, »heiße« (dem Feuerraum zuge-
Bausteine nach der Erfindung zur Erläuterung des wendete) Endflächen 38 und 38'.
Zusammenbaues, Wie bereits oben besprochen, besteht ein wesent-
F i g. 8 einen Längsschnitt durch einen feuerfesten liches Merkmal der Erfindung darin, daß der feuer-
Baustein nach Bildung des den Kern umgebenden 25 feste Grundkörper jedes der Bausteine im wesent-
Mantels, liehen von quadratischem Querschnitt ist.
F i g. 9 einen Schnitt entlang der Linie 9-9 in Die »kalte« Endfläche des Bausteines ist tatsach-
Fig. 8 gesehen in Pfeilrichtung, und lieh quadratisch, und die Abmessungen sind zu Ver-
F i g. 10 einen Schnitt ähnlich dem unteren Teil der anschaulichungszwecken für das »kalte« Ende der
F i g. 8 zur Veranschaulichung der Bildung der 30 Bausteine 30 und 30' mit 75 · 75 mm angegeben.
Schutzpanzerschicht während aufeinanderfolgender Wenn auch diese spezielle Maßangabe nur zu
Beheizungen des Ofens. Zwecken der Veranschaulichung gewählt wurde, ist
F i g. 1 zeigt einen Ausschnitt aus der Decke eines diese Abmessung doch verhältnismäßig entscheidend.
Siemens-Martin-Ofens, bei dem das eine der üblichen Mit anderen Worten, es ist als unwirtschaftlich anzu-
Widerlager aus einer Reihe von Bausteinen (Keil- 35 sehen, die Abmessungen der Endfläche des Bausteines
steinen) 10 gebildet ist. Eine Anzahl von feuerfesten kleiner als 75 · 75 mm zu wählen, und andererseits
Bausteinen nach der Erfindung sind nebeneinander ist eine Abmessung von 87 · 87 mm als die größte
angeordnet und zu einem Bogen zwischen dem Abmessung anzusehen, die am allgemeinen verwend-
WiderlagerlO und einem ähnlichen Widerlager an bar ist und noch das gewünschte Endergebnis ge-
der anderen Seite des Ofens angeordnet. Der Pfeil A 40 währleistet.
kennzeichnet die Richtung der seitlichen Abmessung Jeder der feuerfesten Bausteine ist entlang der
der Decke oder deren Breite, während der PfeilB Längsflächen, wie in Fig.7 angedeutet, geringfügig
die Richtung der Längsausdehnung oder Länge der verjüngt, die Längsflächen können von einer Breite
Decke bezeichnet. von 75 mm am kalten Ende bis auf 68 mm am heißen
An einem Träger ist eine übliche Anhebevorrich- 45 Ende verjüngt sein. Dieser Grad der Verjüngung ist
tung 15 aufgehängt, deren unteres Ende gelenkig mit erforderlich zur Schaffung der gewünschten Gewölbeeiner Platte 16 verbunden ist, die ihrerseits mit einem steinform, die es ermöglicht, die Bausteine zu einer
Träger 17 verbunden ist. In der Seitenrichtung der gewölbten Decke zusammenzufügen. Im übrigen ist
Decke erstrecken sich mehrere gleichausgebildete der allgemeine Querschnitt des feuerfesten Bausteins
Tragplatten 20 im Abstand voneinander, die je zwi- 50 im wesentlichen durchweg quadratisch,
sehen zwei benachbarten Reihen von feuerfesten Wie insbesondere aus F i g. 2, 3, 4 und 7 ersicht-Bausteinen in bekannter Weise angeordnet sind und lieh, ist an jeder der vier Seitenflächen des Grunddie Decke des Ofens in betriebsbereiter Stellung körpers aus feuerfestem Material eine Metallplatte, tragen. vorzugsweise eine solche aus Stahl oder einem ähnln den Platten 20 sind Aussparungen 22 gebildet, 55 liehen Eisenmaterial, befestigt. Betrachtet man zuerst durch die der Träger 17 hindurchgeführt ist, und die die Längsflächen 32 und 33 des Bausteins, so ist an von den Platten begrenzten Aussparungen 22 sind diesen je eine Platte 40 und 41 befestigt. Jede dieser von Stahlstegen 23 überbrückt, die auf der oberen Platten ist an dem feuerfesten Grundkörper vorzugs-Fläche des Trägers 17 aufliegen. Wie ersichtlich, ist weise mittels eines Klebmittels angeklebt, das durch durch diese verhältnismäßig übliche Bauweise die 60 die beim ersten Aufheizen des Ofens entwickelte aus den später zusammengeschweißten feuerfesten Hitze rasch geschmolzen und endgültig zerstört wird. Bausteinen gebildete Decke in bezug auf die übrige Dabei wird zwischen den einander berührenden Ofenkonstruktion in betriebsfähiger Stellung gehalten. Flächen der Platten 40 und 41 und den benachbarten Wie F i g. 1 zeigt, sind mehrere Reihen 25 von Teilen des feuerfesten Grundkörpers vorzugsweise feuerfesten Bausteinen aneinanderliegend angeordnet, 65 eine dünne Klebmittelschicht vorgesehen,
und jeder dieser feuerfesten Steine weist zwei gegen- Wie am besten aus F i g. 4 ersichtlich, befindet sich überliegende Flächen auf, die der Längsrichtung der die Unterkante 45 der Platte 40 in einem Abstand Ofendecke zugewendet sind, sowie zwei gegenüber- von der Kante 46 der heißen Stirnfläche dest Grund-
sehen zwei benachbarten Reihen von feuerfesten Wie insbesondere aus F i g. 2, 3, 4 und 7 ersicht-Bausteinen in bekannter Weise angeordnet sind und lieh, ist an jeder der vier Seitenflächen des Grunddie Decke des Ofens in betriebsbereiter Stellung körpers aus feuerfestem Material eine Metallplatte, tragen. vorzugsweise eine solche aus Stahl oder einem ähnln den Platten 20 sind Aussparungen 22 gebildet, 55 liehen Eisenmaterial, befestigt. Betrachtet man zuerst durch die der Träger 17 hindurchgeführt ist, und die die Längsflächen 32 und 33 des Bausteins, so ist an von den Platten begrenzten Aussparungen 22 sind diesen je eine Platte 40 und 41 befestigt. Jede dieser von Stahlstegen 23 überbrückt, die auf der oberen Platten ist an dem feuerfesten Grundkörper vorzugs-Fläche des Trägers 17 aufliegen. Wie ersichtlich, ist weise mittels eines Klebmittels angeklebt, das durch durch diese verhältnismäßig übliche Bauweise die 60 die beim ersten Aufheizen des Ofens entwickelte aus den später zusammengeschweißten feuerfesten Hitze rasch geschmolzen und endgültig zerstört wird. Bausteinen gebildete Decke in bezug auf die übrige Dabei wird zwischen den einander berührenden Ofenkonstruktion in betriebsfähiger Stellung gehalten. Flächen der Platten 40 und 41 und den benachbarten Wie F i g. 1 zeigt, sind mehrere Reihen 25 von Teilen des feuerfesten Grundkörpers vorzugsweise feuerfesten Bausteinen aneinanderliegend angeordnet, 65 eine dünne Klebmittelschicht vorgesehen,
und jeder dieser feuerfesten Steine weist zwei gegen- Wie am besten aus F i g. 4 ersichtlich, befindet sich überliegende Flächen auf, die der Längsrichtung der die Unterkante 45 der Platte 40 in einem Abstand Ofendecke zugewendet sind, sowie zwei gegenüber- von der Kante 46 der heißen Stirnfläche dest Grund-
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körpers aus feuerfestem Material. Gleichfalls sind die nur etwa 5% der gesamten Längsausdehnung der
Kanten 47 der Platte 40 in einem Abstand von den Platte. Die Längsausdehnung der Auswölbungen steht
längsverlaufenden Kanten 48 des feuerfesten Grund- in einer Beziehung zu dem Grad, in welchem die
körpers. Ebenso ist die gegenüberliegende Platte 41 Auswölbungen aus der Ebene der Platte hervorso
ausgebildet, daß sie nicht bis zu der Kante am 5 treten. Wenn z. B. die Auswölbungen um etwa
heißen Ende sowie bis zu den längslaufenden Kanten 0,45 mm aus der Ebene der Platte hervortreten, kann
der zugeordneten Längsfläche des Bausteines reicht. ihre Längsausdehnung etwa 5% der Länge der Platte
An den Platten 40 und 41 sind mit diesen aus betragen. Wenn andererseits die Auswölbungen au9
einem Stück bestehende Lappen 26 an deren oberen der Plattenebene etwa 0,75 mm weit hervortreten, so
Enden gebildet. Diese Lappen sind über die Kanten io kann ihre Längsausdehnung etwa 2Ofl/o der Platten-52
des kalten Endes des feuerfesten Grundkörpers länge betragen.
übergebogen und liegen an der kalten Stirnfläche 37 Die an der gegenüberliegenden Seitenfläche 35
des feuerfesten Grundkörpers an. Diese Lappen 26 jedes der feuerfesten Bausteine befestigte Platte 61
dienen in der bereits erwähnten Weise als Hilfe beim ist gänzlich eben und derart montiert, daß ihre Unter-Ausfluchten
der Bausteine. Sie dienen außerdem, wie 15 kante sich in einem Abstand von der Kante der
ebenfalls bereits beschrieben, dazu, die Platten an heißen Stirnfläche mit der betreffenden Seitenfläche
den Längsflächen der Bausteine daran zu hindern, befindet, während die Längskanten sich in einem
daß sie herausfallen, bevor sie infolge der Reaktion Abstand von den längslaufenden Kanten der bezwischen
den Platten und dem feuerfesten Material treffenden Fläche befinden und die Oberkante der
des Bausteines in ihrer Lage festgehalten werden. 20 Platte mit der Kante der betreffenden Fläche an der
Es ist außerdem zu bemerken, daß der dem kalten Stirnfläche im wesentlichen glatt abschneidet.
Lappenteil 26 benachbarte Oberkantenteil 55 der In F i g. 7 ist durch Pfeile X, X die gegenseitige
Platte 40 im wesentlichen eben mit der benachbarten Beziehung benachbarter Bausteine angedeutet, in der
Kante 52 des kalten Stirnendes abschließt. diese zusammenzubauen sind. Durch diese Angabe
An den Querflächen 34 und 35 sind die Platten 60 25 ist zu erkennen, daß die ebene Platte an der Querbzw.
61 mittels Klebmittel angeheftet. Diese Platten fläche des einen Bausteines gegen die mit den distanzweisen
eine abweichende Ausbildung auf. haltenden Auswölbungen versehene Platte an der
Die Lage oder Beziehung der Platte 60 zu der ihr Querfläche des benachbarten Bausteins liegend einzugeordneten
Querfläche 34 ist am deutlichsten aus zubauen ist. Wie ersichtlich, sind für die Einzelheiten
Fig. 3 zu erkennen. Wie in dieser Figur gezeigt, 30 beider Bausteine in F i g. 7 die gleichen Bezugszeichen
befindet sich der untere Kantenteil 62 in einem Ab- ohne bzw. mit »'« für die Bausteine 30 bzw. 30' verstand
von der benachbarten Kante des heißen Endes wendet.
des feuerfesten Grundkörpers, und die längslauf enden Fig. 2 zeigt die gegenseitige Lage, in der sich die
Kanten 63 befinden sich in einem Abstand von den einzelnen Bausteine im zusammengebauten Zustand
längslaufenden Kanten des feuerfesten Grundkörpers. 35 vor dem Aufheizen des Ofens befinden. Zur Ver-An
dem unteren Kantenteil 62 der Querplatte 60 anschaulichung ist der Baustein 30 hier im Verein
sind Distanzhaltemittel in der Form von Auswölbun- mit gleichausgebildeten Bausteinen dargestellt. Die
gen vorgesehen, und zwei derartige Auswölbungen._._ Platten 40 und 41 an den gegenüberliegenden Längssind
dargestellt und mit 64 bzw. 65 bezeichnet. Diese flächen des Bausteins liegen an entsprechenden
Auswölbungen, die einander gleich sind, sind im 40 Platten an den benachbarten Bausteinen an. Die
einzelnen deutlicher aus Fig. 5 und 6 zu ersehen. Platten 60, die an ihrer einen Querfläche die Aus-Wie
diese Figuren zeigen, besteht jede der Auswöl- Wölbungen tragen, befinden sich in Anlage mit der
bungen aus einem mittleren erhabenen Teil 64' bzw. ebenen Platte an der Querfläche eines benachbarten
65', der durch geneigte Abschnitte 64" bzw. 65" mit Bausteins ohne derartige Auswölbungen. Die ebene
den benachbarten Teilen der Platte verbunden ist. 45 Platte 61 an der gegenüberliegenden Fläche des Bau-Die
beiden Auswölbungen 64 und 65 befinden sich Steines 30 befindet sich in Anlage an einer Platte
in einem wesentlichen Abstand voneinander, so daß eines benachbarten Bausteins mit solchen Auswölsie
eine Stabilität gegen ein Kippen der Bausteine bungen. Bei dieser Anordnung sind also zwischen den
in bezug aufeinander im zusammengebauten Zustand Platten an den Querflächen benachbarter Bausteine
verhindern, und wie am besten aus F i g. 6 ersichtlich, 50 Zwischenräume 70 und 71 gebildet. Natürlich ist die
erheben sich die Auswölbungen in der Gegend der Ausdehnung dieser Zwischenräume an den heißen
Unterkante der Platte am weitesten aus der Haupt- Enden der Bausteine am größten, um der Wärmeebene der Platte und sind gegen den Mittelteil der dehnung in der Nähe der heißen Enden Raum zu
Platte zu in die Ebene der Platte verlaufend geneigt. geben. Diese Zwischenräume 70 und 71 nehmen
Wie am deutlichsten in den F i g. 5 und 6 gezeigt, ist 55 natürlich gegen die andere oder kalte Stirnfläche des
zwischen der Platte und der benachbarten Fläche des Bausteines hin ab und und sind verjüngt, da in dieser
feuerfesten Grundkörpers eine Lage Klebmittel 70, Richtung die Forderung nach Raum für die Wärmez.
B. Zement od. dgl., zum Halten der Platte in rieh- dehnung entsprechend abnimmt. Außerdem bilden,
tiger Lage vorgesehen. wie aus Fig. 2 ersichtlich, die Zwischenräume an
Wie bereits oben erwähnt, reichen die Auswölbun- 60 den Längskanten der einzelnen Platten, die von den
gen oder Distanzhaltemittel nur über einen gering- längslaufenden Kanten der feuerfesten Grundkörper
fügigen Teil der Länge der betreffenden Platten, und der einzelnen Bausteine ja zurückspringen, Kanäle 75,
ihre Ausdehnung überschreitet nicht 20% der 76, 77 und 78, durch welche beim ersten Aufheizen
Länge der Platten. In vielen Fällen wird die Längs- des Ofens die Hitze aufzusteigen vermag, wodurch
ausdehnung der Auswölbungen sogar vorzugsweise 65 eine gleichmäßigere Wärmeverteilung entlang der
bedeutend weniger als 2O°/o der Länge der betreffen- Länge der Bausteine herbeigeführt wird,
den Platte betragen, und wie die Zeichnungen zeigen, F i g. 8 und 9 zeigen nun den Aufbau eines Baubeträgt
die Längsausdehnung der Auswölbungen hier steins nach der Erfindung in etwas schematisierter
Weise. Bei diesen Figuren ist der Grundkörper aus feuerfestem Material mit 80 bezeichnet. Der äußere
Schutzpanzermantel 81 aus Magnesiumferrit nimmt von einer geringsten Dicke am kalten Ende 82 des
Bausteines ausgehend bis zu einer größten Dicke am heißen Ende 83 des Bausteines zu. Der Mantel oder
die Hülle 81 beginnt sich beim ersten Aufheizen des Ofens zu bilden und erreicht beim ersten Aufheizen
eine gewisse Dicke. Die vollständige Ausbildung des Mantels findet dann nach und nach während
weiterer Heizvorgänge statt, und der Mantel an jedem Baustein nimmt also von Fall zu Fall an Dicke zu,
und zwar in dem Maße mit der Zeit fortschreitend, in dem er beim normalen Betrieb verwendet wird.
Der in F i g. 8 und 9 gezeigte Baustein veranschaulicht den Mantel nach mehrmaligem Beheizen.
Wie im unteren Teil der F i g. 8 zu erkennen ist, deutet eine geringe nach unten durchhängende Ausbuchtung
85 einen gewissen Grad der Abspaltung an, und man sieht, daß sich innerhalb des feuerfesten
Materials oberhalb des inneren oder heißen Endes des Bausteines Risse 86 gebildet haben. Obwohl ein
solches Spalten auftritt und die Risse sich in einer Entfernung von 25 bis 38 mm vom heißen Ende des
Bausteines bilden können, hält die Ummantelung aus Magnesiumferrit dank ihrer Größe, Abmessungsverhältnisse und Anordnung ab Körper von im
wesentlichen quadratischem Querschnitt diese Stücke in ihrer richtigen Lage fest und verhindert ein
Herunterfallen derselben in den Ofen. Indem sich abspaltende Brocken auf diese Weise in ihrer Lage
gehalten werden, wird die Lebensdauer der Ofendecke wesentlich verlängert.
Die Schnittdarstellung der F i g. 9 veranschaulicht, daß der Schutzpanzer 81, der den Grundkörper aus
feuerfestem Material 80 umgibt, im wesentlichen gleichförmig um das feuerfeste Material herum gebildet
wird und somit die Gefahr des Abbröckeins oder Abspaltens auf ein Mindestmaß verringert.
Fig. 10 zeigt die fortschreitende Bildung des Schutzpanzers. Nach dem ersten Aufheizen des Ofens
wird eine anfängliche Lage an der Außenseite gebildet, die mit L bezeichnet ist. Die Dicke dieser
ersten Lage hängt natürlich von der Zeitdauer ab, über die sich die erste Beheizung erstreckt. Für alle
praktischen Fälle ist anzunehmen, daß die erste Beheizung sich nicht über eine genügende Zeitspanne
erstreckt, daß eine so dicke Lage entsteht, wie bei 81 in Fig. 8 gezeigt ist, da ja der Ofen bei normalem
Betrieb anschließend abgestochen werden muß. Bei einem typischen Beispiel wird beim ersten Aufheizen
eine Außenlage entsprechend Fig. 10 gebildet, und diese begrenzt einen Kernteil, dessen an der Stirnseite
sichtbare Fläche durch M1 gekennzeichnet ist. M1 bezeichnet
also das stirnseitige Ende jenes Teiles des Bausteines, der vom inneren Umriß der Schutzschicht
am heißen Ende des Bausteines begrenzt ist.
Bei nachfolgenden Beheizungen des Ofens nimmt die Lage L an Dicke zu und begrenzt dann eine
Kernstirnfläche, die durch M2 gekennzeichnet ist. Anschließend wird die Schicht weiter verstärkt und
begrenzt dann eine noch kleinere Kernstirnfläche M3. Diese schrittweise Zunahme der Stärke der Schutzschicht
ist wichtig, insbesondere in ihrem Zusammenwirken mit dem im wesentlichen quadratischen Querschnitt
des feuerfesten Bausteines. Diese Merkmale bewirken, wie ersichtlich, eine dauernde Abnahme
des stirnseitigen Kernquerschnitts, sozusagen der Rohrmündung am heißen Ende des Bausteines, die
nämlich den Bereich darstellt, an dem die Gefahr des Herausfallens von Material des Bausteines am
größten ist.
Aus dem Obigen ist zu erkennen, daß die Erfindung einen neuen feuerfesten Baustein sowie ein Verfahren
für den Zusammenbau derartiger Steine zu einer Ofenkonstruktion schafft, bei dem die Bausteine
in einer wirksamen und leistungskräftigen Weise zusammengebaut werden können, und es ist
eine Einrichtung zum Ausrichten der Bausteine in narrensicherer Weise vorgesehen. Das feuerfeste
Material der Bausteine ist in im wesentlichen quadratischem Querschnitt gestaltet, so daß gleichmäßige
Resultate erzielt und die schädlichen Wirkungen der Rissebildung und des Abbröckeins auf ein Mindestmaß
herabgesetzt werden. Außerdem wird durch die Erfindung eine vollständige einbaufertige Einheit ge*
schaffen, die als Fertigteil verkäuflich ist und bei der keine Notwendigkeit der Mitverwendung anderer zusätzlicher
Teile außer der Einheit selbst besteht. Die Platte an einer Seitenfläche jeder der Einheiten hat
mit ihr aus einem Stück bestehende Distanzeinrichtungen an ihrer dem heißen Ende zugewendeten Seite,
und dies ermöglicht es, die Wärmedehnung des feuerfesten
Materials aufzunehmen, wie sie normalerweise auftritt; gleichzeitig sind diese Distanzmittel so ausgebildet,
daß sie eine größtmögliche Fläche zum Ankleben der Platten an den Flächen der Bausteine verfügbar
lassen und daß sie benachbarte Bausteine im zusammengebauten Zustand gegen gegenseitiges
Kippen sichern.
Claims (8)
1. Metallummantelter feuerfester Stein für Öfen u. dgl. aus einem feuerfesten Magnesiamaterial,
dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Seitenfläche des Steins (30) je eine flache Metallplatte
(40, 41, 60, 61) befestigt ist und daß eine Platte (60) am heißen Ende des Steins eine Auswölbung
(64, 65) aufweist, die sich vom Stein (30) fort erstreckt und die gegen den benachbarten
Stein (30') im Ofen anliegt.
2. Stein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Auswölbung (64, 65) in
Längsrichtung der Platte über höchstens 20% der Plattenlängsabmessung erstreckt.
3. Stein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Auswölbung (64) am
Plattenrand am höchsten über die Plattenebene erhebt und zur Plattenmitte hin abfällt und in die
Plattenebene übergeht (F i g. 2).
4. Stein nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Platte (60, 61)
zwei nebeneinanderliegende Auswölbungen vorgesehen sind.
5. Stein nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswölbung (64)
oder die Auswölbungen in den Metallplatten (60, 61) der Querseiten der Steine angeordnet sind.
6. Stein nach einem der Ansprüche 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallplatten
(40, 41) der Längsseiten der Steine das kalte Ende eingebogene Lappen (26) aufweisen.
7. Stein nach einem der Ansprüche 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenkanten (47)
809 557/305
der Metallplatten (40, 41, 60, 61) einen Abstand von den Steinkanten (48) haben.
8. Stein nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallplatten angeklebt
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 698 685;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 055 165; Österreichische Patentschrift Nr. 201638;
Zeitschrift »Stahl und Eisen«, 1960, S. 790 bis 794.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 557/305 5.68 © Bundesdruckerei Berlin
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