CH236203A - Gewölbe für Industrieöfen. - Google Patents
Gewölbe für Industrieöfen.Info
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Description
Gewölbe für Industrieöfen. Insbesondere bei Kuppelgewölben für In dustrieöfen, wie beispielsweise Deckeln von Elektroöfen und dergleichen, macht die Be- rücksichtig-ung der Wärmedehnung und -schwindung der Steine des Gewölbes Schwierigkeiten. Vor allem besteht die Schwierigkeit darin, der Wärmedelinung in richtiger Weise Rechnung zu tragen.
Wird einerseits der Wärmedehnung zu wenig Rech nung getragen, so kann :die Lebensdauer der Steine, die druckempfindlich sind, wesentlich beeinträchtigt werden, es kann aber auch zur Zerstörung der Armierung (zum Beispiel Reissen des Elektroofendeckelringes) oder der Ausmauerung führen.
Wird anderseits der grossen Wärmedehnung, besonders bei basi schen Steinen genügend Rechnung getragen, dann besteht die Gefahr, dass beim Anheizen Steine locker werden und bei Betriebsstill- standen, durch die ein weitgehendes Ab kühlen des Deckels erfolgt, bezw. bei starker Sehwindung der Steine, das Gewölbe in Er mangelung genügender Spannung einstürzt.
Um eine übermässige Erhöhung des Ge- wölbedrwckes bei Temperaturanstieg zu ver meiden, muss besondere Vorsorge getroffen werden, was dadurch erzielt wurde, dass ent weder federnde Widerlager verwendet wor den sind oder Fugenfüllungen,,die beim An stieg der Temperatur verbrennen oder er weichen bezw. herausschmelzen.
Die Lösung mit federnden Widerlagern führt zu konstruktiven und betriebsmässigen Schwierigkeiten. An Stelle von federnden Widerlagern ->erden auch nachgiebige, aber nicht federnde Widerlager (zum Beispiel Asbestschnüre und :dergleichen) verwendet..
Ein nachgiebiges Widerlager allein, ohne zu sätzliche Ausdehnungsmöglichkeit im Ge wölbe kann nur bei kleinen Gewölben hin reichen, um die Gesamtwärmedehnung des Gewölbes aufzunehmen. Eine solche be schränkte Nachgiebigkeit kann lediglich als eine Sicherheit gegen allzu plötzliches star kes Anwachsen des Druckes aufgefasst wer den; es steigt aber der Verformungswider- stand der nachgiebigen Einlage rasch an im Vergleiche zu federnden Widerlagern.
Die, bekannte Verwendung von Pappe- oder Holzeinlagen als Fugenfüllung führt nur .dazu, dass bei der verhältnismässig niedri gen Verbrennungs- bezw. Verkohlungstempe- ratur dieser Einlagen feuerseitig offene Fu gen verbleiben und daher die Drucklinie sich nach aussen verschiebt, dann: aber - also für den grössten Teil des darauffolgenden Wäimedehnun.gsspiels - die zu lösende Aufgabe ungelöst bleibt.
Der Vorschlag, über haupt mit feuerseitig offenen Fugen (also ohne Einlagen) zu arbeiten, unterliegt. den gleichen Bedenken. Bei Verwendung von Blecheinlagen treten anfänglich feuerseiti-- zu starke Pressungen auf.
Die Anbringung von @Vellblechen oder in die keilförmigen Feigen eingesetzten Einlagen aus Blechen enit Erhebungen, die von der Feuerseite zur Au ssenseite entsprechend. abnehmen, führen we gen der verhältnismässig hohen Kosten der den Steinformen anzupassenden Einlagen und wegen der auftretenden verschieden grossen Kantendrücke auch zu keiner befriedigenden Lösung.
Es hat sieh nun auf Grund von Versuchen ergeben, dass eine befriedigende Bauweise von der Anwendung fester Widerlagerringe aus gehen muss und im Zusammenlange damit .die Aufgabe zu lösen ist, der Wärmedehnung in einfacher und billiger Weise so Rechnung zu tragen, dass der Gewölbedruch beim Tem peraturanstieg trotz der festen Widerlager leinen zu grossen Schwankungen ausgesetzt ist.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch er reicht, dass Fugenfüllungen von dem Stoffe nach verschiedener Art vorgesehen sind, die sich bei Temperaturanstieg verschieden ver halten, zum Beispiel infolge fortlaufenden Verbren.nen_s bezw. Nachgebens, damit der Gewölbedruck trotz der Wärmedehnung in folge Fugenraumverringerung nicht zu hoch ansteigt. Vorteilhaft wird die Wärmedehnung biss zu einem bestimmten Steigrest aufge nommen.
Zweckmässig werden in den Fugen ent sprechend abwechselnd Einlagen aus Pappe bezw. aus Eisen (beispielsweise Drahtnetz oder Bleche) lx#zw. llörteIfüllungen verwen det, das heisst Füllungen. von welchen beine geführten Beispiel die erste Art bei etwa <B>i</B> ang 40(l verbrennt oder verkohlt, während die zweite Art bei etwa 90(1 erweicht, dadurch nachgibt und bei etwa I200 schmilzt und dadurch weiter Raum gibt, während die dritfe Art von Millungen,
nämlich entspre- cbende 3l.örtelarten, hei den höheren Tempe raturen je naeb Zusammensetzung nachgehen bezw. schwinden.
Dadurch wird. um beim ge gebenen Beispiel zu hleil>en, folgendes erzielt Beim Anheizen wird zuerst infolge der be ginnenden Wärmedehnung ein Nachgehen durch einfaches Zusammenpressen der Bau- eleinente eintreten. Wird nun die:
Temperatur erreicht. bei welcher < 1i < Pappeeinlagen ver brennen bezw. verkohlen, so wird dadurch Fugenrauen für die weitere Wärmedehnung geschaffen. Derselbe Vorgang spielt sich dann fortlaufend bei Erreichung der Erwei- chungstemperatur bezw. später der Schmelz temperatur der Eiseneinlagen ab und an schliessend hei den noch höheren Temperatu-
ren durch das Erweichen Ilezw. Schwinden oder Herausschmelzen der Mörtelfüllungen. Es ergibt sieh also, dass gemäss dem Erfin- rluiigs",e.danlzeei der Wärmedehnung in ent sprechender Weise praktisch ohne grössere Schwankungen des Gewölbedrieclkes Reeh- uung getragen werden kann, wobei vorteil haft ein hlrin < ,
e- Rest der Tärmedehniiiig zu geIriiigem Ansteigen des Gewölbes benützt-. werden kann (Steigrest.). Zweckmässig kann zusätzlich auch der Widerlagersteinriug n\dC11@r@eb1:; gCCll deal Wlderlagerrlng al)e- stützt sein, z,x-ecks Sicherung gegen allzu starkes Anu-aelisen des Druckes.
Die Zahl und Verteilung der Funenfül- lueegen verschiedener Art über das C@e@völhe richtet sieh nach dem Wärmedehnungsv < >r- halten der verwendeten Steinarten bei den in Betracht kommenden Temperaturen. Es 1,611- ne n Einlagen aus gewöhnlicher Pappe oder Teerpappe, entsprechend imprägnierter Pappe usw.
oder Holzeinlagen (Schindeln) Anwen dung finden, es können Eiseneinlagen aus Vollblech oder Drahtnetze gebraucht werden, und es können Mörtel verschiedener Zusam mensetzung, beispielsweise mit oder ohne Eisenzusatz, Verwendung finden bezw. bei Magnesitsteinen Mörtel aus Magnesitmehl mit Wasserglas oder Kalk angemacht wer den, gegebenenfalls mit Zusatz von Eisen, Schamottemehl, Ton und dergleichen.
Es ist ersichtlich, dass man sich so den verschieden sten besonderen Anforderungen leicht anpas sen kann, insbesondere auch durch Wahl ver schiedener Mörtelarten.
Es muss bei Wahl des Materials der Fu genfüllungen und der Verteilung derselben nur entsprechend dem Erfindungsgedanken, ein dem Temperaturanstieg entsprechendes fortschreitendes Nachgeben in den Fugen durch Verkohlen, Verbrennen, Erweichen. Schmelzen usw. .der Füllungen gewährleistet (sein, so dass vorteilhaft bis zu einem ge- wünschten Steigrest ansteigend die Wärme clehnun:g ..durch sich 'bildenden freien Fugen raum .aufgenommen wird.
Stellt man noch -die Aufgabe, möglichst gleichmässige Druckverteilung im Gewölbe zu erzielen, so ist nicht nur ein übermässiges Anwachsen des Gewölbedruckes durch fort schreitende Fugenfüllungsverringerung zu verhindern, sondern es ist auch die Wärme- dehnungder die Fugen begrenzenden Bau elemente in Abhängigkeit vom Temperatur gefälle in Richtung des Gewölberadius zu berücksichtigen, also nicht nur das Verhal ten .der Fugen in der feuerseitig gelegenen Zone,
sondern auch in der kalten Aussenzone und in den zwischenliegenden Zonen. Diese Aufgabe kann im Zusammenhange mit der Verwendung verschiedener Fugenfüllungen dadurch gelöst werden, dass der Raum einer entsprechenden Zahl von Fugen sich von der Feuerseite zur Aussenseite im Gewölbe pro portional .der dem Temperaturgefälle ent sprechenden Wärmedehnung verringert, um eine gleichmässige Druckverteilung zu er zielen.
Vorteilhaft wird zu diesem Zwecke die Fugenfüllung aus Pappe oder dergleichen Heilförmig oder abgestuft mit der Basis f6uerseitig verwendet. Die Fuge ist dann feuerseitig - wo infolge der hohen Tempe ratur die grösste Wärmedehnung der -Bau elemente eintritt - am breitesten und ver jüngt sich in Annäherung an die geringere Wärmedehnung der Bauelemente in den Zo nen geben die Aussenseite.
Es können beispielsweise zwei oder meh rere Pappestüeke verschiedener Höhe in der Richtung des Gewölberadius eingelegt sein, die eine sbafenförmige Verjüngung von der Feuerseite gegen die Aussenzone ergeben. Solche keilförmige oder stufenförmige Ein lagen haben auch den Vorteil, beim Aufbau des Gewölbes als Schablone der gewünschten Gestalt für .die Fugenform zu dienen und da mit die Einhaltung derselben zu erleichtern.
Berücksichtigt man schliesslich noch den Einfluss des Abkühlens und Sehwindens der Biauelemeiate bei Verwendung starrer oder nur nachgiebiger Widerlager in Kombination mit der erfindungsgemässen Anordnung von Fugenfüllungen, so ist zu beachten, dass beim Abkühlen bezw. Schwinden der Steine die Spannung im Gewölbe verloren geht, das Gewölbe stark absinkt und so die Gefahr des Einsturzes besteht. Dies wird zweckmässig dadurch ausgeschlossen,
dass die Wabl der Füllungen so getroffen ist, dass in der Au ssenzone die Fugen stets geschlossen bleiben. Dies kann schon durch die Form der Ein lagen. zum Beispiel keilförmige Pappe- oder Holzeinlagen. erreicht werden, wobei in der Aussenzone die Bauelemente aneinander lie gen oder dort befindliche Einlagen dem Stoffe nach so gewählt ,sind, dass sie auch bei weitgehendem Verschleiss des Gewölbes in der Aussenzone nicht herausbrennen oder können.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes die Ab wicklung einer bestimmten Längeneinheit L eines Gewölbes dargestellt. A ist die Aussin- -eite und F die Feuerseite. Mit 1 sind die einzelnen Gewölbesteine bezeichnet, 2 bis 6 sind die verschiedenen Fugenfüllungen, zum Beispiel 2 = Pappeeinlagen, 3 = Blechein- laben, 4 = Mörtelfüllungen, 5 = keilförinibe Pappeeinlab n, gestuft, 6 = Holzeinlagen.
Die erfindungsgemässe technische Regel kann natürlich durch verschiedene Ausbe- staltunben der Fugenform, der Fugenfüllun gen nebst der Verschiedenartigkeit des Stof fes der letzteren, verwirklicht werden und richtet sich selbstverständlich auch nach dein Stoffe der Bauelemente des Gewölbes, den in Betracht kommenden Temperaturen bezw. besonderen Anforderungen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gewölbe für Industrieöfen aus feuer festen Steinen mit Fubenfiillunben und mit festem Widerlagerring, dadurch gekennzeieh- net, dass Fugenfüllungen von dem Stoffe nach verschiedener Art vorgesehen sind, die sich bei Temperaturanstiew verschieden ver halten, damit der Gewölbedruck trotz der Wärmedehnung infolge Fugenraumverrinb-e- runb nicht zu hoch ansteigt.UNTERANSPRÜCHE: 1. Gewölbe nach Patentanspruch, dadurch b lkenazeichnet, dass Fül,lunben solcher dein Stoffe nach verschiedener Art verwendet sind, dass die Wärmedehnung bis zu einem be.timmten Steio-rest aufbenominen wird.\?. ( T ewöll)e nach Patentansprueb. dadureh gekennzeichnet, class die Verringerung der Fttbr,nräu:iie einiger Fugen angenähert dein Temperaturgefälle von der Feuerseite zur Aussenseite im Gewölbe entspricht. um eine möglichst. b@leichinässibe Druckverteilung zii erzielen. 3.Gewölbe naeli Patentanspruch, dadurch 1, ekennzeichnet, dass als Füllstoffe solche aus Pappe, Eisen und Mörtel vorgesehen sind. .I. Gew ölte nach Unteranspruch ?, da dureh "",elz-ennzeichnet, dass in der Aussenzone die Fugen stets beschlossen bleiben.i. Gewölhe nach Unteransprncli 4, da durch belkennzeiclinet. dass für die Aussen zone eine Fugenfüllung vorbeseben ist, die lici der dort auftretenden Temperatur nicht abbrennt und praktisch rieht naebgibt. l). Gewölbe nach ?.da durch belz@niizeicliiiet, dass in einigen Fugen Pappeeinlagen heilföriniber Gestalt vorge sehen sind.
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| CH236203D CH236203A (de) | 1942-03-28 | 1943-03-12 | Gewölbe für Industrieöfen. |
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| CH (1) | CH236203A (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN102121795A (zh) * | 2011-03-03 | 2011-07-13 | 顾向涛 | 一种加热炉的炉顶结构 |
-
1943
- 1943-03-12 CH CH236203D patent/CH236203A/de unknown
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| CN102121795B (zh) * | 2011-03-03 | 2013-05-08 | 重庆沃克斯科技股份有限公司 | 一种加热炉的炉顶结构 |
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